Benutzer:Rigund
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Zeilenumbruch
„…“
Quellen
Baumbarts Lied ist im Legendarium eine leise gemurmelte Weise, die der Ent Baumbart im Fangorn singt.
Hintergrund
Baumbart trug Pippin Tuk und Merry Brandybock in der Nacht vom 29. auf den 30. Februar 3019 D. Z.[1] zum Fuß des Methedras, wo sich Quellhall und Baumbarts Laube befanden. Dabei summte und murmelte er leise, so dass die Hobbits es kaum erkannten, ein Lied über sein eigenes Leben.[2]
Inhalt
Das Lied handelt von den Reisen, die Baumbart in früherer Zeit in nun längst versunkenen Ländern unternahm: in die Gebiete des untergegangenen Beleriand. Der Ent erwähnt das Land der Weidenbäume Nan-tathren, Ossiriand und das Hochland von Dorthonion, aber auch den Wald Neldoreth (in dem Lúthien auf Beren traf[3]).[2]
In der zweiten Hälfte des Lieds geht es um Baumbarts Leben im Fangornwald:
| „ | Und ich wandere in Ambaróna, in Tauremorna, in Aldalóme, in meinem eigenen Reich, im Fangornlande, wo Wurzeln tief hinabreichen. Und die Jahre schichten sich höher als Laub unter Bäumen in Tauremornalóme. |
“ |
— J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Übersetzt von Margaret Carroux und Ebba-Margareta von Freymann. Stuttgart 1997. Drittes Buch, Viertes Kapitel: Baumbart. S. 75f. | ||
Form
Sowohl in der Übersetzung des Herrn der Ringe von Margaret Carroux als auch in der von Wolfgang Krege wird die Übertragung des Liedes von Ebba-Margareta von Freymann verwendet.
Das Lied besteht aus 18 Zeilen und ist in freien Versen ohne festes metrisches Schema oder Endreime gehalten. Die Anzahl der Silben in den Verszeilen ist unregelmäßg. So finden sich bei Tolkien sechs Silben in der dritten und der sechsten Zeile, aber über zwanzig in Zeile 8. Bei von Freymann sind es acht bzw. neun Silben in der dritten und sechsten Zeile und zwanzig in Zeile 8.
Etymologie
Hier werden einige der Worte aufgeführt, die im Lied vorkommen.
Tasarinan
Tasarinan und Nan-tasarion sind Quenya-Formen des Namens von Nan-tathren, dem Land der Weidenbäume. Dabei bedeutet tasare ‚Weidenbaum‘ und nan ‚Tal‘.[4]
Dorthonion
Der Name Dorthonion ist Sindarin, zusammengesetzt aus den Elementen dor ‚Land‘ und thôn ‚Kiefer‘.[5] Es bedeutdet somit ‚Land der Kiefern‘. Mit Orod-na-Thôn ‚Kiefer-Berg‘ verwendet Baumbart auch noch eine weitere Bezeichnung für das Land.
Ambaróna
Ambaróna ist ein anderer Namen für den Fangornwald; gleiches gilt auch für Tauremorna, Aldalómë und Tauremornalómë.
In seinem unveröffentlichten Index schrieb J. R. R. Tolkien, Ambaróna sei der alte Name einer Region und bedeute in etwa ‚Sonnenaufgang‘, von Quenya amba ‚aufwärts‘ und róna ‚Osten‘.[6].
Auch Aldalómë sei Quenya, dabei bedeute alda ‚Baum‘ und lóme ‚Dämmer‘, so dass man dies mit ‚Baumdämmerung‘ übersetzen kann.[6].
Tauremorna sei ein ‚schwarzer Wald‘[6]. Taure ist Quenya für ‚Wald‘ und more für ‚schwarz‘.[7]
Vertonungen
Tolkien hat Baumbarts Lied zusammen mit Donald Swann vertont.[8] Von verschiedenen Künstlern gibt es auch musikalische Umsetzungen, unter anderem vom Tolkien Ensemble in Zusammenarbeit mit Christopher Lee (s. Weblink).
Weblinks
Quellen
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Anhang B: Die Aufzählung der Jahre Zeittafel der Westlande Abschnitt: Das Dritte Zeitalter.
- ↑ 2,0 2,1 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Drittes Buch, Viertes Kapitel: Baumbart.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XIX: Von Beren und Lúthien.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Anhang: Elemente in den Quenya- und Sindarin-Namen Eintrag zu tathar und nan(d).
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Anhang: Elemente in den Quenya- und Sindarin-Namen Eintrag zu dor und thôn.
- ↑ 6,0 6,1 6,2 Wayne G. Hammond und Christina Scull: The Lord of the Rings: A Reader's Companion. Book III, Chapter 4: Treebeard (S. 384-385), Anmerkung zu in Ambaróna (...) aus Tolkiens unbeendetem Index.
- ↑ Wolfgang Krege: Elbisches Wörterbuch; Wörterbuch Sindarin – Deutsch, Eintragungen „taure“ und „more“.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Donald Swann: The Road Goes Ever On; 3. In the Willow-meads Of Tasarinan.
