Argon

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Argon
Eckdaten
Andere Namen Arakáno[Anm. 1]
Geboren in den Jahren der Bäume[1]
Gestorben 1500 E. Z. (J. B.)
Schlacht von Lammoth[2]
Volk Elben
Zugehörigkeit Noldor[1]
Ort Tirion[3]
Sprache Quenya[1]
Familie
Eltern Fingolfin & Anairë
Geschwister Fingon, Turgon und Aredhel[4]

Argon ist im Legendarium ein Elb aus dem Volk der Noldor und der jüngste Sohn von Fingolfin.

Beschreibung

Argon war ein Elb aus dem Volk der Noldor. Er war der jüngste Sohn von Fingolfin und Anairë. Seine beiden älteren Brüder waren Fingon und Turgon. Seine Schwester hieß Aredhel. Laut der Überlieferung hatte Argon keine Frau und keine Kinder.[1]

Argon und seine zwei Brüder waren mit Finarfins Söhnen Finrod, Orodreth, Angrod und Aegnor so eng befreundet, als wären sie alle Brüder gewesen.[4]

Argons Vater Fingolfin war das Oberhaupt der Noldor in Tirion, nachdem sein Halbbruder Feanor nach Formenos verbannt worden war und Finwë, der Vater Fingolfins, ihm dorthin gefolgt war.[3]

Legendarium

Als Feanor einen verhängnisvollen Eid geschworen hatte und die übrigen Elben drängte, Valinor mit ihm zu verlassen, entschied sich Argons Vater, seinem Halbbruder zu folgen. Auch Argon und seine Geschwister wollten Feanor nach Mittelerde folgen.[5] Seine Mutter Anairë hingegen weigerte sich, ihrem Mann und ihren Söhnen zu folgen. Aufgrund ihrer engen Freundschaft mit Earwen blieb sie in Valinor.[1]

Während des Zugs der Noldor kam es in Alqualonde zum ersten Töten von Elben durch Elben. Feanor hatte versucht, die Teleri dazu zu bewegen, ihnen ihre Schiffe für die Überfahrt nach Mittelerde zu überlassen. Als diese sich weigerten, nahmen die Noldor die Schiffe mit Gewalt an sich, woraufhin es zum Sippenmord von Alqualonde kam. Feanor betrog jedoch die Elben, die Fingolfing um sich versammelt hatte, segelte mit seinen Getreuen nach Mittelerde und schickte die Schiffe nicht zurück, sondern verbrannte sie in Losgar. So musste auch Argon den beschwerlichen Weg über die Helcaraxe antreten, bei dem viele der Noldor ums Leben kamen, bevor sie schließlich Beleriand erreichten.[5]

Während Fingolfin mit seinem Heer von Norden her nach Lammoth zog, wurden sie von Orks angegriffen. Fingolfins Heer war auf diesen Angriff nicht vorbereitet. Als die Reihen der Elben nachgaben, sprang Argon vor. Aufgrund seiner beeindruckenden Statur und seiner leuchtenden Augen wichen die Orks vor ihm zurück. Argon kämpfte sich bis zum Anführer der Orks vor und fiel schließlich im Kampf. Sein Auftreten hatte die Orks so eingeschüchtert, dass die Noldor anschließend die Oberhand gewannen und die fliehenden Orks verfolgten und töteten.[2]

Stammbaum

Míriel
Finwë
Indis
Feanor
Findis
Fingolfin
Anairë
Írimë
Finarfin
Fingon
Turgon
Elenwe
Aredhel
Eol
Argon
Tuor
Idril
Maeglin
Finrod Felagund
Orodreth
Angrod
Aegnor
Galadriel
Earendil
Elwing
Elrond
Elros

Etymologie

  • Argons ursprünglicher Name war Arakáno. Der Name war ursprünglich der Muttername Fingolfins, der diesen später an seinen jüngsten Sohn weitergab.
  • Das Quenya-Element -káno bedeutet ‚Kommandant‘ oder ‚Anführer‘ und bezeichnet insbesondere einen rangmäßig untergeordneten Anführer, einen Stellvertreter eines Höherrangigen.
  • Da Argon bei Lammoth fiel, bevor er einen Sindarin-Namen erhalten konnte, wurde Argon erst nach seinem Tod als Erinnerungsname gebraucht.[1]

Werkgeschichte

  • Tolkien vermerkte in einer Notiz, dass der dritte Sohn Figolfins, Arakáno, bei der Schlacht von Alqualonde gefallen sei.
  • Tolkien strich diese Fassung später und erwog stattdessen die Version, nach der Argon während des Zugs über die Helcaraxe im Eis ums Leben kam.
  • Schließlich entwickelte Tolkien die Geschichte der ersten Schlacht von Fingolfins Heer gegen die Orks. In dieser Fassung wurde Fingolfins Heer während seines Marsches nach Süden bei Lammoth unvorbereitet angegriffen. Argon spielte in dieser Schlacht eine bedeutende Rolle und fiel im Kampf.
  • Die Darstellung unterscheidet sich von derjenigen in den Grauen Annalen, in denen Fingolfin und seine Gefolgschaft auf ihrem Zug aus dem Norden ungehindert durch das Reich Morgoths zogen.[2]
  • Christopher Tolkien nahm weder Argon noch die Schlacht von Lammoth in das veröffentlichte Silmarillion auf.[6]

Anmerkung

  1. Da Arakáno bereits früh in der Schlacht von Lammoth fiel, erhielt er zu Lebzeiten keinen Sindarin-Namen. Argon wurde erst nach seinem Tod von Noldor und Sindar in Erinnerung an seine Tapferkeit als Name für ihn verwendet.

Quelle

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XII The Peoples of Middle-earth. Part Two: Late Writings, Kapitel XI: The Shibboleth of Fëanor, S. 344, 345.
  2. 2,0 2,1 2,2 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XII The Peoples of Middle-earth. Part Two: Late Writings, Kapitel XI: The Shibboleth of Fëanor, S. 362, Note 38.
  3. 3,0 3,1 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel VII: Von den Silmaril und der Unruhe der Noldor.
  4. 4,0 4,1 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel V: Von Eldamar und den Fürsten der Eldalië.
  5. 5,0 5,1 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel IX: Von der Verbannung der Noldor.
  6. J. R. R. Tolkien, (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XIII: Von der Rückkehr der Noldor.