Seregon
Das Seregon oder Steinblut (Original: „Blood of Stone") gehört nach dem Legendarium zu den Blumen Ardas.
Beschreibung
Die Pflanze wächst niedrig und ist in der Lage, sich auch auf kargem, felsigen Untergrund auszubreiten. Sie ist mit dem Mauerpfeffer (Sedum) vergleichbar.[1]
Verbreitung
Bekannt war das Seregon-Feld am Amon Rûdh in Beleriand im Ersten Zeitalter. Der Gipfel des Amon Rûdh war nahezu völlig kahl mit Ausnahme der dort vorkommenden Seregon-Pflanze, die sich dort auf Steinen und Felsen ansiedeln konnte. Während der Blüte des Seregon wirkte die Hügelspitze, als sei sie tiefrot gefärbt.[2]
Etymologie
Die Bezeichnung Seregon setzt sich zusammen aus den Sindarin-Wörtern sereg für Blut und gond für Stein.[3]
Legendarium
Als Túrin vom Kleinzwerg Mîm zum Amon Rûdh geführt wurde, ließ das Seregon gerade in seiner Blüte den Kopf des Hügels wirken, als wäre er in Blut gebadet. Dieser Umstand erschien rückblickend prophetisch. An diesem Ort nämlich wurde Túrins Bande Geächteter, die zuvor dort in den Höhlen im „Haus der Auslöse“ gewohnt hatte, nach dem Verrat durch Mîm von Orks getötet. Ihr Blut lief hier also zwischen den roten Blüten des Seregon über die Felsen.[4].
| „ | [...] das Licht der sinkenden Sonne fiel auf den Berggipfel, wo das seregon in voller Blüte stand. ‚Seht! Es ist Blut auf dem Gipfel‘, sagte Andróg. ‚Noch nicht‘, gab Túrin zur Antwort. | “ |
— J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde. Hrsg. v. Christopher Tolkien. Übersetzt v. Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1983, | ||
Quellen
- ↑ J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde. Hrsg. von Christopher Tolkien, Teil I: Das Erste Zeitalter, II: Narn I Hîn Húrin: Die Geschichte der Kinder Húrins, Anmerkung 14
- ↑ J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde. Hrsg. von Christopher Tolkien, Teil I: Das Erste Zeitalter, II: Narn I Hîn Húrin: Die Geschichte der Kinder Húrins, Von Mîm, dem Zwerg
- ↑ Wolfgang Krege: Elbisches Wörterbuch; Wörterbuch Sindarin – Deutsch, Eintragungen „sereg“ und „gond“
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XXI: Von Túrin Turambar.
