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'''Náli''' ist ein Zwerg vom [[Erebor]], der [[Balin]] nach [[Khazad-dûm|Moria]] folgte.


== Zeitangabe ==
Das '''Seregon''' oder Steinblut (Original: „Blood of Stone") gehört nach dem [[Legendarium]] zu den [[Olvar|Blume]]n [[Arda]]s.


* geboren unbekannt
== Beschreibung ==
* gestorben 2994 [[Drittes Zeitalter|D. Z.]]
 
== Volk ==


[[Zwerge]], [[Durins Volk]]  
Die Pflanze wächst niedrig und ist in der Lage, sich auch auf kargem, felsigen Untergrund auszubreiten. Sie ist mit dem Mauerpfeffer (Sedum) vergleichbar.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Nachrichten aus Mittelerde]]''.Hrsg. von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1983 (im Original erschienen 1980 unter dem Titel ''Unfinished Tales of Númenor and Middle-earth''). Teil I: ''Das Erste Zeitalter'', II: ''Narn I Hîn Húrin'' Anmerkung 14</ref>


== Beschreibung ==
== Verbreitung ==


2989 D. Z. verließ Náli mit einer Gruppe weiterer Zwerge unter der Führung Balins den Erebor, um Moria neu zu bevölkern und so vielleicht künftig den alten Glanz und die Größe von [[Khazad-dûm]] wiederherzustellen.<ref name=“HdR2,2“>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Buch II, Zweites Kapitel: ''Der Rat von Elrond''</ref>. Besonders die Erwartung, dort [[Mithril]] zu finden, war eine große Verlockung <ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Buch II, Viertes Kapitel: ''Eine Wanderung im Dunkeln''</ref>.
Bekannt ist das Seregon-Feld am [[Amon Rûdh]] in [[Beleriand]] im [[Erstes Zeitalter|Ersten Zeitalter]]. Der Gipfel des Amon Rûdh war nahezu völlig kahl mit Ausnahme der dort vorkommenden Seregon-Pflanze, die sich dort auf Steinen und Felsen ansiedeln konnte. Während der Blüte des Seregon wirkte der Gipfel, als sei er tiefrot gefärbt.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Nachrichten aus Mittelerde]]''.Hrsg. von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1983. (Im Original erschienen 1980 unter dem Titel ''Unfinished Tales of Númenor and Middle-earth''.)  Teil I: ''Das Erste Zeitalter'', II: ''Narn I Hîn Húrin'' Kapitel: Von Mîm, dem Zwerg.</ref>


Mit dem Tod Balins fünf Jahre später 2994 D. Z. war das Ende der kleinen Zwergenkolonie besiegelt. Náli fiel bei der erfolglosen Verteidigung der [[Zweite Halle|Zweiten Halle]] und der [[Brücke von Khazad-dûm]] gegen die [[Orks]] <ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Buch II, Fünftes Kapitel: ''Die Brücke von Khazad-dûm'' </ref>. Sein Schicksal wird - lückenhaft - durch das [[Buch von Mazarbul]] überliefert.
== Etymologie ==


{{Zitat|Text=We cannot get out. We cannot get out. They have taken the Bridge and Second Hall. Frár and Lóni and Náli fell there.|Autor=J. R. R. Tolkien|Quelle=''Der Herr der Ringe''. Zweites Buch, Fünftes Kapitel: ''The Bridge of Khazad-dûm''}}
Die Bezeichnung ''Seregon'' setzt sich zusammen aus den Sindarin-Wörtern ''sereg'' für ‚Blut‘ und ''gond'' für ‚Stein‘.<ref>[[Wolfgang Krege]]: ''[[Elbisches Wörterbuch]]; Wörterbuch Sindarin – Deutsch, Eintragungen „sereg“ und „gond“</ref>


== Sonstiges ==
== Sonstiges ==


* Neben Náli, [[Lóni]] und [[Frár]] sind [[Óin (Sohn von Gróin)|Óin]] und [[Ori]], sowie [[Flói]] die namentlich erwähnten Zwerge, die Balin nach Moria folgten <ref name=“HdR2,2“></ref>.
Auch als [[Túrin Turambar|Túrin]] vom [[Kleinzwerg]] [[Mîm]] zum Amon Rûdh geführt wurde, ließ das Seregon in seiner Blüte den Kopf des Hügels wirken, als wäre er in Blut gebadet. Dieser Umstand erschien rückblickend prophetisch. Denn an diesem Ort wurde Túrins Bande [[Geächtete|Geächteter]], die zuvor dort in den Höhlen im „[[Haus der Auslöse]]“ gewohnt hatten, nach dem Verrat durch Mîm von [[Orks]] getötet. Ihr Blut lief hier also zwischen den roten Blüten des Seregons über die Felsen.
 
* Der Name ''Náli'' ist ein altnordischer Name und der [[Edda|Älteren Edda]] entlehnt. In der ''[[Völuspá]]'' wird er in derselben Verszeile wie  [[Kíli]] und [[Fíli]] genannt.<ref name = "HdR2">[[Rudolf Simek]]: ''[[Mittelerde – Tolkien und die germanische Mythologie]] 3. Personennamen skandinavischer Herkunft: ''Zwerge in der Edda und bei Tolkien''''.</ref>


== Quellen ==
{{Zitat|Text=[...] ''das Licht der sinkenden Sonne fiel auf den Berggipfel, wo das seregon in voller Blüte stand. ‚Seht! Es ist Blut auf dem Gipfel‘, sagte Andróg. ‚Noch nicht‘, gab Túrin zur Antwort.''|Autor=J. R. R. Tolkien|Quelle=''Nachrichten aus Mittelerde''. Hrsg. v. Christopher Tolkien. Übersetzt v. Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1983, <br />Das Erste Zeitalter: Narn I Hîn Húrin, Kapitel: Von Mîm, dem Zwerg, S.170</div>}}


== Quellen  ==


[[Kategorie:Personen]]
[[Kategorie:Blumen]]
[[Kategorie:Zwerge]]


[[en:Náli]]
[[en:Seregon]]
[[fi:Seregon]]

Version vom 30. Juni 2026, 17:38 Uhr

vorlage:inuse

Das Seregon oder Steinblut (Original: „Blood of Stone") gehört nach dem Legendarium zu den Blumen Ardas.

Beschreibung

Die Pflanze wächst niedrig und ist in der Lage, sich auch auf kargem, felsigen Untergrund auszubreiten. Sie ist mit dem Mauerpfeffer (Sedum) vergleichbar.[1]

Verbreitung

Bekannt ist das Seregon-Feld am Amon Rûdh in Beleriand im Ersten Zeitalter. Der Gipfel des Amon Rûdh war nahezu völlig kahl mit Ausnahme der dort vorkommenden Seregon-Pflanze, die sich dort auf Steinen und Felsen ansiedeln konnte. Während der Blüte des Seregon wirkte der Gipfel, als sei er tiefrot gefärbt.[2]

Etymologie

Die Bezeichnung Seregon setzt sich zusammen aus den Sindarin-Wörtern sereg für ‚Blut‘ und gond für ‚Stein‘.[3]

Sonstiges

Auch als Túrin vom Kleinzwerg Mîm zum Amon Rûdh geführt wurde, ließ das Seregon in seiner Blüte den Kopf des Hügels wirken, als wäre er in Blut gebadet. Dieser Umstand erschien rückblickend prophetisch. Denn an diesem Ort wurde Túrins Bande Geächteter, die zuvor dort in den Höhlen im „Haus der Auslöse“ gewohnt hatten, nach dem Verrat durch Mîm von Orks getötet. Ihr Blut lief hier also zwischen den roten Blüten des Seregons über die Felsen.

[...] das Licht der sinkenden Sonne fiel auf den Berggipfel, wo das seregon in voller Blüte stand. ‚Seht! Es ist Blut auf dem Gipfel‘, sagte Andróg. ‚Noch nicht‘, gab Túrin zur Antwort.

— J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde. Hrsg. v. Christopher Tolkien. Übersetzt v. Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1983,
Das Erste Zeitalter: Narn I Hîn Húrin, Kapitel: Von Mîm, dem Zwerg, S.170

Quellen

  1. J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde.Hrsg. von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1983 (im Original erschienen 1980 unter dem Titel Unfinished Tales of Númenor and Middle-earth). Teil I: Das Erste Zeitalter, II: Narn I Hîn Húrin Anmerkung 14
  2. J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde.Hrsg. von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1983. (Im Original erschienen 1980 unter dem Titel Unfinished Tales of Númenor and Middle-earth.) Teil I: Das Erste Zeitalter, II: Narn I Hîn Húrin Kapitel: Von Mîm, dem Zwerg.
  3. Wolfgang Krege: Elbisches Wörterbuch; Wörterbuch Sindarin – Deutsch, Eintragungen „sereg“ und „gond“