Asfaloth: Unterschied zwischen den Versionen
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== | '''Asfaloth''' ist im [[Legendarium]] das [[Pferd]] des [[Elb]]en [[Glorfindel]]. | ||
==Beschreibung== | |||
Asfaloth war ein weißer Hengst, den Glorfindel in den letzten Jahren des [[Drittes Zeitalter|Dritten Zeitalters]] ritt. Asfaloth ließ andere Reiter auf sich reiten, sofern Glorfindel es ihm befahl. Asfaloth bewegte sich leicht und ruhig und war außergewöhnlich schnell. | |||
Asfaloth trug einen verzierten Kopfschmuck mit einer Feder. Die Riemen waren mit Edelsteinen und kleinen Glöckchen besetzt.<ref name="Brief211">[[J. R. R. Tolkien]], [[Humphrey Carpenter]] (ed.): ''[[Briefe|The Letters of J.R.R. Tolkien]]''. [[Brief 211|Letter 211]]: ''To Rhona Beare'', 14. Oktober 1958.</ref> Durch das Klingeln der Glöckchen konnte man Asfaloth bereits aus der Ferne hören.<ref name="HdR1,12">[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Buch I, Zwölftes Kapitel: ''Flucht zur Furt''.</ref> | |||
==Legendarium== | |||
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Der Ruf bedeutet sinngemäß: ''„Lauf schnell, lauf schnell, Asfaloth!“'' Asphaloth galoppierte sofort los und rannte schnell wie der Wind. Im selben Augenblick stürmten fünf schwarze Pferde den Hang hinunter. Kurz darauf brachen vier weitere Reiter zwischen den Bäumen und Felsen hervor. Doch keines der Pferde konnte Asphaloths Geschwindigkeit erreichen. | |||
Asphaloth gelangte mit Frodo zur [[Furt des Bruinen]], durchquerte den Fluss und brachte ihn so vor seinen Verfolgern in Sicherheit. Die neun Ringgeister auf ihren schwarzen Pferden erreichten ebenfalls die Furt, es gelang ihnen jedoch nicht, den Fluss zu überqueren. Jene, die es versuchten, wurden von einer gewaltigen Flut erfasst, die Elrond heraufbeschworen hatte.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Buch I, Zwölftes Kapitel: ''Flucht zur Furt''.</ref> | |||
==Etymologie== | |||
Der Name ''Asfaloth'' stammt aus dem [[Sindarin]]. Der Name setzt sich aus ''ast'' (‚Sonnenlicht‘) und ''faloth'' (‚große schäumende Welle‘) zusammen. [[Helmut W. Pesch]] übersetzt den Namen mit ‚Sonnenbeschienener Schaum‘.<ref name="Pesch">[[Helmut W. Pesch]]: ''[[Das große Elbisch-Buch]]''. [[Bastei Lübbe]], Köln 2012. Kapitel VIII: ''Wörterbuch Elbisch-Deutsch'', B. ''Wörterbuch Quenya - Deutsch'', ''Asfaloth'', S. 458.</ref> | |||
==Filmtrilogie== | ==Filmtrilogie== | ||
In Peter Jacksons Verfilmung „[[Der Herr der Ringe: Die Gefährten|Die Gefährten]]“ ist Asfaloth das Pferd der Elbin [[Arwen]]. Dargestellt wurde er von einem weißen Pferd namens Florian. Der Andalusier-Lipizzaner-Hengst wurde von der Pferdetrainerin Jane Abbott betreut, die zugleich als Reitdouble für die Schauspielerin [[Liv Tyler]] fungierte. | |||
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==Sonstiges== | |||
In der ersten Ausgabe von ''[[Der Herr der Ringe]]'' wurde Asfaloth mit Zaumzeug beschrieben. Rhona Beare fragte [[J. R. R. Tolkien|Tolkien]] in einem Brief, weshalb Glorfindels Pferd mit Zaumzeug beschrieben wurde, obwohl Elben ohne Zaumzeug und Sattel ritten. Tolkien antwortete ihr in seinem Brief vom 14. Oktober 1958, dass Zaumzeug nachlässig verwendet worden war und eigentlich Kopfstück genannt hätte werden sollen. Er fügte an, dass der Begriff vor langer Zeit hinzugefügt wurde (Tolkien hatte das Kapitel sehr früh geschrieben) und er den natürlichen Weg der Elfen, mit Tieren umzugehen, nicht bedacht hatte. Weiter schrieb er, dass Glorfindel sicherlich kein Zaumzeug benutzen würde, und er werde die betreffende Textstelle ändern.<ref name="Brief211"></ref><ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Ulrike Killer]] (Hrsg.): ''[[Das Tolkien Lesebuch]]''. Das Dritte Zeitalter: ''War die Flügelkrone von Gondor wie die einer Walküre oder wie die auf einer Gauloises-Packung? - Brief an eine neugierige Leserin'', Frage 1, S. 282.</ref> | |||
==Quellen== | ==Quellen== | ||
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[[Kategorie:Pferde]] | [[Kategorie:Pferde]] | ||
[[en:Asfaloth]] | |||
[[fr:encyclo/personnages/animaux/chevaux/asfaloth]] | |||
[[fi:Asfaloth]] | |||
Aktuelle Version vom 22. Oktober 2026, 13:54 Uhr

Asfaloth ist im Legendarium das Pferd des Elben Glorfindel.
Beschreibung
Asfaloth war ein weißer Hengst, den Glorfindel in den letzten Jahren des Dritten Zeitalters ritt. Asfaloth ließ andere Reiter auf sich reiten, sofern Glorfindel es ihm befahl. Asfaloth bewegte sich leicht und ruhig und war außergewöhnlich schnell.
Asfaloth trug einen verzierten Kopfschmuck mit einer Feder. Die Riemen waren mit Edelsteinen und kleinen Glöckchen besetzt.[1] Durch das Klingeln der Glöckchen konnte man Asfaloth bereits aus der Ferne hören.[2]
Legendarium
Am 9. Oktober 3018 D. Z.[3] sandte Elrond Glorfindel von Bruchtal aus, um nach Frodo zu suchen. Bei diesem Ausritt trug Asfaloth einen Sattel, Satteltaschen, Steigbügel und Zügel. Neun Tage später, am 18. Oktober,[3] trafen Glorfindel und Asfaloth auf Streicher sowie die vier Hobbits Frodo Beutlin, Meriadoc Brandybock, Peregrin Tuk und Samweis Gamdschie. Glorfindel ließ den verwundeten Frodo auf Asfaloth reiten.

Am 20. Oktober[3] holten die Nazgûl die Gefährten ein. Als Frodo zögerte, die Flucht zu ergreifen, rief Glorfindel Asphaloth auf Sindarin zu:
| „ | Noro lim, noro lim, Asphaloth! | “ |
— J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Übersetzt von Margaret Carroux. 9. Auflage. Klett-Cotta, Stuttgart 2025. Buch I, Zwölftes Kapitel: Flucht zur Furt, S. 240. | ||
Der Ruf bedeutet sinngemäß: „Lauf schnell, lauf schnell, Asfaloth!“ Asphaloth galoppierte sofort los und rannte schnell wie der Wind. Im selben Augenblick stürmten fünf schwarze Pferde den Hang hinunter. Kurz darauf brachen vier weitere Reiter zwischen den Bäumen und Felsen hervor. Doch keines der Pferde konnte Asphaloths Geschwindigkeit erreichen.
Asphaloth gelangte mit Frodo zur Furt des Bruinen, durchquerte den Fluss und brachte ihn so vor seinen Verfolgern in Sicherheit. Die neun Ringgeister auf ihren schwarzen Pferden erreichten ebenfalls die Furt, es gelang ihnen jedoch nicht, den Fluss zu überqueren. Jene, die es versuchten, wurden von einer gewaltigen Flut erfasst, die Elrond heraufbeschworen hatte.[4]
Etymologie
Der Name Asfaloth stammt aus dem Sindarin. Der Name setzt sich aus ast (‚Sonnenlicht‘) und faloth (‚große schäumende Welle‘) zusammen. Helmut W. Pesch übersetzt den Namen mit ‚Sonnenbeschienener Schaum‘.[5]
Filmtrilogie
In Peter Jacksons Verfilmung „Die Gefährten“ ist Asfaloth das Pferd der Elbin Arwen. Dargestellt wurde er von einem weißen Pferd namens Florian. Der Andalusier-Lipizzaner-Hengst wurde von der Pferdetrainerin Jane Abbott betreut, die zugleich als Reitdouble für die Schauspielerin Liv Tyler fungierte.
Nach Abschluss der Dreharbeiten erhielt Jane Abbott Florian als Geschenk eines Freundes. Viggo Mortensen berichtete später, dass er Florian gekauft und ihn Jane Abbott geschenkt hatte.[6][7]
Sonstiges
In der ersten Ausgabe von Der Herr der Ringe wurde Asfaloth mit Zaumzeug beschrieben. Rhona Beare fragte Tolkien in einem Brief, weshalb Glorfindels Pferd mit Zaumzeug beschrieben wurde, obwohl Elben ohne Zaumzeug und Sattel ritten. Tolkien antwortete ihr in seinem Brief vom 14. Oktober 1958, dass Zaumzeug nachlässig verwendet worden war und eigentlich Kopfstück genannt hätte werden sollen. Er fügte an, dass der Begriff vor langer Zeit hinzugefügt wurde (Tolkien hatte das Kapitel sehr früh geschrieben) und er den natürlichen Weg der Elfen, mit Tieren umzugehen, nicht bedacht hatte. Weiter schrieb er, dass Glorfindel sicherlich kein Zaumzeug benutzen würde, und er werde die betreffende Textstelle ändern.[1][8]
Quellen
- ↑ 1,0 1,1 J. R. R. Tolkien, Humphrey Carpenter (ed.): The Letters of J.R.R. Tolkien. Letter 211: To Rhona Beare, 14. Oktober 1958.
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch I, Zwölftes Kapitel: Flucht zur Furt.
- ↑ 3,0 3,1 3,2 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Anhang B, Die Aufzählung der Jahre: Die Grossen Jahre.
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch I, Zwölftes Kapitel: Flucht zur Furt.
- ↑ Helmut W. Pesch: Das große Elbisch-Buch. Bastei Lübbe, Köln 2012. Kapitel VIII: Wörterbuch Elbisch-Deutsch, B. Wörterbuch Quenya - Deutsch, Asfaloth, S. 458.
- ↑ Film Interviews. NME, abgerufen am 22. Oktober.
- ↑ Images: Lord Of The Rings Equine Star Stars Again. Scoop Independent News, abgerufen am 22. Oktober.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Ulrike Killer (Hrsg.): Das Tolkien Lesebuch. Das Dritte Zeitalter: War die Flügelkrone von Gondor wie die einer Walküre oder wie die auf einer Gauloises-Packung? - Brief an eine neugierige Leserin, Frage 1, S. 282.
