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{{Charakterbox
{{Infobox Ort
|Name         = Eorl
|Name         = Meringstrom
|Bild         =   Eorl der Junge.jpg
|Bild         =  
|Bildinfo     = [[Anke Eißmann]], ''Eorls Ritt'', 2013
|Bildinfo     =  
 
|Typ          = Fluss
|Bekannt für  = [[Schlacht auf dem Feld von Celebrant]]
|Andere Namen = Glanhír<ref name="Anm"></ref>
|Bekannt für 2 = [[Eid von Eorl]]
|Audio        =
|Bekannt für 3 = Erster [[König von Rohan]]
|Ort          = an der Grenze zwischen [[Rohan]] und [[Gondor]]<ref name="NaM"></ref><ref name="WynnFonstad">[[Karen Wynn Fonstad]]: ''[[Historischer Atlas von Mittelerde]]''. Das Dritte Zeitalter. Regionalkarten: ''Die Braunen Lande, das Ödland, die Hügellande und der Emyn Muil'', S. 85f.</ref>
 
|Bewohner    =
|Titel        =  Fürst der [[Éothéod]] seit 2501 D. Z. <br/>[[König von Rohan|König der Mark]] von 2510 D. Z. bis 2545 D. Z.  
|Gründung    =  
 
|Zerstörung  =  
|Aussprache    =
|Wiederaufbau =
|Andere Namen  = Eorl „der Junge“
|Ereignisse  = Festlegung der Grenzen Rohans, 2510 [[Drittes Zeitalter|D. Z.]]<ref name="NaM"></ref><ref name="Jahre"></ref>
 
}}
|Geboren      = 2485 [[Drittes Zeitalter|D. Z.]]  
Der '''Meringstrom''' (Original Mering Stream) ist im [[Legendarium]] ein Fluss im Grenzgebiet zwischen [[Rohan]] und [[Gondor]].
|Gestorben    = 2545 D. Z.
|Volk          =   [[Menschen]], [[Nordmenschen]]
|Zugehörigkeit =     
|Ort          =      [[Rohan]]
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|Haus          = 
|Familie      =
|Eltern        =          <!--Nur verwenden, wenn beide Elternteile bekannt sind-->
|Mutter        =          <!--Nur verwenden, wenn nur die Mutter bekannt ist-->
|Vater        =  [[Léod]] <!--Nur verwenden, wenn nur der Vater bekannt ist-->
|Geschwister  =   
|Ehepartner    =
|Kinder        = [[Brego (Sohn von Eorl)|Brego]]
 
|Geschlecht    =
|Körpergröße  =


|Haarfarbe    =blond
==Geographie==
|Augenfarbe    =
Der Meringstrom war ein kleiner Fluss, der im [[Firiental]] hinter dem [[Halifirien]] entsprang, um von den [[Ered Nimrais]] herab durch den [[Firienwald]] und in die Mündungen der [[Onodló|Entwasser]] zu fließen.<ref name="NaM"></ref>
|Kleidung      =
|Waffen        =  
|Pferd        = [[Felaróf]]
|Audio        =
|Audioinfo    =
}}
'''Eorl „der Junge“''' (Original ''Eorl „the Young“'') ist im [[Legendarium]] der erste [[König von Rohan]].


==Zeitangaben==
Westlich des Meringstroms lag Rohans Provinz [[Ostfold]] und in seinem Osten das zu Gondor gehörende [[Anórien]].<ref>[[Karen Wynn Fonstad]]: ''[[Historischer Atlas von Mittelerde]]''. Das Dritte Zeitalter. Regionalkarten: ''Das Weiße Gebirge'', S. 89.</ref>
Geboren 2485 [[Drittes Zeitalter|D. Z.]], musste Eorl schon mit sechzehn Jahren die Nachfolge seines Vaters [[Léod]] als Anführer der [[Éothéod]] antreten, an deren Spitze er dann bis zu seinem eigenen Tod im Jahr 2545 D. Z. blieb,


==Beschreibung==
==Beschreibung==
===Eorl und Felaróf===
Entlang des Meringstroms befand sich schon früh eine Befestigungslinie Gondors zwischen dem [[Ered Nimrais|Weißen Gebirge]] im Süden und den unpassierbaren Sümpfen seines Mündungsgebiets mit der Entwasser im Nordosten. Dort, wo die [[Große Weststraße]] westwärts aus dem Firienwald herausführte, querte eine Brücke den Fluss.
Eorls Vaters [[Léod]] war 2501 D. Z. bei dem Versuch getötet worden, das Pferd [[Felaróf]] zu zähmen, als das Reitervolk, das sich zu diesem Zeitpunkt [[Éothéod]] nannte, noch nördlich des [[Düsterwald]]s lebte. [[Eorl]] wollte Rache für den Tod seines Vaters und suchte lange nach dem Pferd, das er „Mannsfluch“ nannte. Als er es schließlich, erschoss er es nicht, wie von ihm erwartet worden war. Er nannte den Hengst Felaróf und forderte ihn auf, als Wergeld für den Tod seines Vaters seine Freiheit aufzugeben und sich ihm zu fügen. Und so geschah es. Eorl war der einzige Reiter, den Felaróf je duldete. Das Pferd, das sogar die Sprache der Menschen verstand und nur ohne Zaum und Zügel zu reiten war, wurde der Stammvater der [[Mearas]].<ref name="A II">[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Anhang A: ''Annalen der Könige und Herrscher'', II. ''Das Haus von Eorl''.</ref>
 
===Schlacht auf dem Feld von Celebrant===
Im Winter des Jahres 2509 D. Z. geriet [[Gondor]] in Not, da ein großer Feldzug von den [[Balchoth]] vorbereitet wurde. [[Cirion]], der 12. [[Truchsess]] von Gondor sandte mehrere Boten aus, die die Éothéod um Hilfe bitten sollte.<ref name="AnhangA">[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Anhang A: ''Annalen der Könige und Herrscher'', I. ''Die númenorischen Könige'', 4. ''Gondor und die Erben von Anárion'', ''Die Truchsesse''.</ref> Nur ein Bote überlebte den 950 Meilen weiten Ritt durch Feindesland und konnte nach 15 Tagen am 25. März 2510 D. Z. Eorl die Nachricht Cirions ausrichten.<ref name="NaM1">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Nachrichten aus Mittelerde]]''. Teil Drei: ''Das Dritte Zeitalter'', Kapitel II ''Cirion und Eorl und die Freundschaft zwischen Gondor und Rohan'', (ii) ''Der Ritt Eorls''.</ref>
<ref name="NaM1"></ref> Eorl dachte nach und sprach dann:
 
{{Zitat
|Text=Ich werde kommen. Wenn die Mundburg fällt, wohin sollen wir vor der Finsternis fliehen?|Autor=[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.)|Quelle=''[[Nachrichten aus Mittelerde]]''. Übersetzt von [[Hans J. Schütz]]. [[Klett-Cotta]], Stuttgart 2020. Teil Drei: ''Das Dritte Zeitalter''. ''II Cirion und Eorl und die Freundschaft zwischen Gondor und Rohan'', (2) Der Ritt Eorls, S. 470}}


Als das Heer der Éothéod sich zur Rettung aufmachte, ritt Borondir zur Rechten Eorls und führte das Heer nach Süden, da ihm die Gegend vertraut war.
Später, nach dem [[Eid von Eorl]] im Jahr 2510 [[Drittes Zeitalter|D. Z.]], markierte der Fluss die Grenze zwischen Rohan und Gondor.<ref name="NaM">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Nachrichten aus Mittelerde]]''. Teil Drei: ''Das Dritte Zeitalter'', Kapitel II ''Cirion und Eorl und die Freundschaft zwischen Gondor und Rohan'', (iii) ''Cirion und Eorl''.</ref>


..... Galadriels Nebel.....
==Legendarium==
Ein wichtiges Ereignis im [[Das Dritte Zeitalter|Dritten Zeitalter]] spielte sich am Meringstrom ab:


Am [[15. April]] 2510 D. Z. traf die Éothéod auf der [[Feld von Celebrant|Ebene des Celebrant]] ein. Cirions Armee war sowohl von den Balchoth als auch von [[Orks]] aus dem [[Nebelgebirge]] angegriffen und schon fast besiegt worden, als Eorls Reiter den Feinden in den Rücken fielen und sie über die Ebenen jagten und vernichtend schlugen.<ref name="NaM1"></ref><ref name="AnhangA"></ref>
Nachdem [[Eorl]] im Jahr 2510 dem [[Truchsess]] von Gondor im Kampf gegen die [[Balchoth]] zu Hilfe geeilt und entscheidend zum Sieg in der [[Schlacht auf dem Feld von Celebrant]] am [[15. April]] 2510 [[Drittes Zeitalter|D. Z.]] beigetragen hatte, trennten sich Eorl und Cirion am Ufer des Mering. Cirion entlohnte die Éothéod zu diesem Zeitpunkt noch nicht für ihren Beistand, bat Eorl aber, ihn in drei Monaten wieder an der selben Stelle zu treffen.


===Die Gründung Rohans===
Zur verabredeten Zeit kamen beide erneut an den Stegen des Meringstroms zusammen. Auf dem nahe gelegenen Berg Amon Anwar, von den [[Rohirrim]] später Halifirien genannt, bekräftigte Eorl mit einem Eid vor Cirion die Freundschaft zwischen Rohan und Gondor. Am Abend kehrten sie zum Flussufer des Mering in ein dort gebautes Lager zurück und einigten sich auf die Grenzen ihrer Reiche. Eine dieser neuen Grenzlinien verlief am Meringstrom.<ref name="NaM"></ref><ref name="Jahre">[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. ''[[Anhänge und Register]]''. Anhang B: ''Die Aufzählung der Jahre (Zeittafel der Westlande)''.</ref>
Cirion überdachte, wie er die Éothéod für ihren Beistand in der [[Schlacht auf dem Feld von Celebrant]] belohnen und zugleich auch Gondor wieder würde stärken können und bat Eorl, ihn in drei Monaten an den Ufern des [[Mering-Strom|Meringstroms]], der Gondors Provinzen [[Calenardhon]] und [[Anórien]] voneinander trennte, zu treffen. |thumb|
[[Bild:CirionEorl.jpg|thumb|left|350px|[[Anke Eißmann]], ''Cirion spricht den Eid an Elendils Grab'']]
Zur verabredeten Zeit fand das Treffen statt. Eorl, Cirion und einige Zeugen stiegen auf Geheiß Cirions auf den nahegelegenen Berg [[Halifirien|Amon Anwar]]. Hier befand sich, was nur wenige wussten, das Grab [[Elendil der Lange|Elendils]]. An dieser für Gondor heiligen Stätte übertrug Cirion den [[Eorlingas]] die grüne Provinz  Provinz Calenardhon als neue Heimstätte. Eorl war von dieser Geste überrascht. Er erkannte, das Cirion klugerweise eine Region, deren Grenzen er nicht länger verteidigen konnte, lieber von Freund als von Feind bewohnt sehen wollte. Zugleich nutzte dies auch Eorls Volk, das sich in seiner Heimat beengt und durch den Schrecken aus Dol Guldur bedroht fühlte. Eorl nahm an und bekräftigte mit einem [[Eid von Eorl|Eid]] die Freundschaft zwischen [[Rohan]] und Gondor und gelobte dem Herren von Gondor Beistand, sollte Gondor Notzeiten durchleiden oder um die Hilfe seines Volkes ersuchen. Auch Cirion legte einen [[Cirions Eid|Eid]] ab, mit dem er Gondors Bündnispflicht gegenüber Rohan begründete.<ref name="NaM">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Nachrichten aus Mittelerde]]'', Teil Drei: ''Das Dritte Zeitalter'', Kapitel II ''Cirion und Eorl und die Freundschaft zwischen Gondor und Rohan'', (3) ''Cirion und Eorl''.</ref><ref name="AnhangA"></ref>.


[[Bild:Rohan.jpg|thumb|450px|Karte von Rohan <small>(Zeichner: Andreas Kinder)</small>]]
Mehr als 500 Jahre später müssen [[Gandalf]] und [[Pippin]] im März 3019 D. Z. den Meringstrom überquert haben, als sie nach [[Minas Tirith]] ritten, um dem aktuellen Truchsess von Gondor Nachrichten von seinen Verbündeten aus Rohan zu bringen.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Fünftes Buch, Erstes Kapitel: ''Minas Tirith''.</ref><ref name="Jahre"></ref>
Eorl zog nun mit seinem Volk um und wurde der erste König der Mark der Reiter, die in Gondor [[Rohan]] (‚Land der Pferdeherren‘) genannt wurde. Die Grenzverläufe wurden von Cirion und Eorl gemeinsam festgelegt. Die nördlichen Grenzen bildeten der [[Fangorn]] und der Fluss [[Limklar]] und die westlichen Grenzen die Flüsse [[Adorn]] und [[Isen]]. Im Süden bildet das Weiße Gebirge. eine natürliche Begrenzung und im Osten zog sich die Grenze entlang des Anduin, über die [[Ostmauer von Rohan]] bis zu den [[Mündungen der Entwasser]] und dem [[Mering-Strom]].  
 
Eorl und Cirion blieben einander in persönlicher Freundschaft verbunden. Eorl starb schließlich bei einem erneuten Angriff der Ostlinge im Jahr 2545 im [[Ödland]]. Auch sein Pferd Felaróf kam zu Tode. Ihr gemeinsamer Grabhügel war das erste der sechzehn Königsgräber am Fuß des Hügels von [[Edoras]].  
 
[[Brego (Sohn von Eorl)|Brego]], sein Sohn, folgte ihm auf dem Thron nach und erbaute in Edoras [[Meduseld]], die Goldene Halle.
 
Im Andenken an ihren berühmten König nannten sich seine Nachfahren ''Eorlingas'', die ‚Söhne Eorls‘.  


==Etymologie==
==Etymologie==
Der Name Eorl ist altenglisch und bedeutet ‚Edelmann‘. Den Beinamen der Junge erhielt er, weil er so früh zum Fütsten seines Volkes geworden war und weil er bis zu seinem Lebensende blondhaarig und rotwangig blieb.  
Der Name ''Mering'' ist die rohirrische Bezeichnung und bedeutet ‚Grenzstrom‘. Dabei stammt der erste Bestandteil des Namens vermutlich vom angelsächsischen Wort ''mǽre'' für ‚Grenze‘.<ref>{{Internetquelle|url=https://bosworthtoller.com/22174|titel=mǽre|datum=|website=BT|abruf=13. Oktober 2026|archiv-url=|archiv-titel=|archiv-datum=}}</ref>


== Quellen ==
In Gondor war dagegen der [[Sindarin]]-Name ''Glanhír'' gebräuchlich, der dieselbe Bedeutung hat.<ref name="Anm">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Nachrichten aus Mittelerde]]''. Teil Drei: ''Das Dritte Zeitalter'', Kapitel II ''Cirion und Eorl und die Freundschaft zwischen Gondor und Rohan'', (iii) ''Cirion und Eorl'', Anmerkung Nr. 46.</ref> Er könnte aus der Zusammensetzung der Worte ''glan(d)'' für ‚Grenze‘ und ''sîr'' für ‚Fluss‘ herrühren<ref>[[Wolfgang Krege]]: ''[[Elbisches Wörterbuch]]''. Wörterbuch Sindarin – Deutsch, Eintragungen zu ''gland'' und ''sîr''.</ref>, letzteres in einer durch Lautverschiebungen veränderten Form.
==Quellen==
<references/>
<references/>




[[Kategorie:Personen]]
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[[Kategorie:Menschen]]
[[Kategorie:Grenzen]]
[[Kategorie:Rohirrim]]
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[[en:Eorl]]
[[en:Mering Stream]]
[[fr:encyclo/personnages/hommes/3a/hommes_du_nord/rohirrim/eorl]]
[[fr:encyclo/geographie/eaux/rohan/mering]]
[[fi:Eorl]]
[[fi:Mering]]

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„…“ soron ‚Adler‘ und tar ‚König‘.

Quellen



Meringstrom
Eckdaten
Andere Namen Glanhír[1]
Ort an der Grenze zwischen Rohan und Gondor[2][3]
Typ Fluss
Bewohner und Geschichte
Ereignisse Festlegung der Grenzen Rohans, 2510 D. Z.[2][4]

Der Meringstrom (Original Mering Stream) ist im Legendarium ein Fluss im Grenzgebiet zwischen Rohan und Gondor.

Geographie

Der Meringstrom war ein kleiner Fluss, der im Firiental hinter dem Halifirien entsprang, um von den Ered Nimrais herab durch den Firienwald und in die Mündungen der Entwasser zu fließen.[2]

Westlich des Meringstroms lag Rohans Provinz Ostfold und in seinem Osten das zu Gondor gehörende Anórien.[5]

Beschreibung

Entlang des Meringstroms befand sich schon früh eine Befestigungslinie Gondors zwischen dem Weißen Gebirge im Süden und den unpassierbaren Sümpfen seines Mündungsgebiets mit der Entwasser im Nordosten. Dort, wo die Große Weststraße westwärts aus dem Firienwald herausführte, querte eine Brücke den Fluss.

Später, nach dem Eid von Eorl im Jahr 2510 D. Z., markierte der Fluss die Grenze zwischen Rohan und Gondor.[2]

Legendarium

Ein wichtiges Ereignis im Dritten Zeitalter spielte sich am Meringstrom ab:

Nachdem Eorl im Jahr 2510 dem Truchsess von Gondor im Kampf gegen die Balchoth zu Hilfe geeilt und entscheidend zum Sieg in der Schlacht auf dem Feld von Celebrant am 15. April 2510 D. Z. beigetragen hatte, trennten sich Eorl und Cirion am Ufer des Mering. Cirion entlohnte die Éothéod zu diesem Zeitpunkt noch nicht für ihren Beistand, bat Eorl aber, ihn in drei Monaten wieder an der selben Stelle zu treffen.

Zur verabredeten Zeit kamen beide erneut an den Stegen des Meringstroms zusammen. Auf dem nahe gelegenen Berg Amon Anwar, von den Rohirrim später Halifirien genannt, bekräftigte Eorl mit einem Eid vor Cirion die Freundschaft zwischen Rohan und Gondor. Am Abend kehrten sie zum Flussufer des Mering in ein dort gebautes Lager zurück und einigten sich auf die Grenzen ihrer Reiche. Eine dieser neuen Grenzlinien verlief am Meringstrom.[2][4]

Mehr als 500 Jahre später müssen Gandalf und Pippin im März 3019 D. Z. den Meringstrom überquert haben, als sie nach Minas Tirith ritten, um dem aktuellen Truchsess von Gondor Nachrichten von seinen Verbündeten aus Rohan zu bringen.[6][4]

Etymologie

Der Name Mering ist die rohirrische Bezeichnung und bedeutet ‚Grenzstrom‘. Dabei stammt der erste Bestandteil des Namens vermutlich vom angelsächsischen Wort mǽre für ‚Grenze‘.[7]

In Gondor war dagegen der Sindarin-Name Glanhír gebräuchlich, der dieselbe Bedeutung hat.[1] Er könnte aus der Zusammensetzung der Worte glan(d) für ‚Grenze‘ und sîr für ‚Fluss‘ herrühren[8], letzteres in einer durch Lautverschiebungen veränderten Form.

Quellen

  1. ↑ 1,0 1,1 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Nachrichten aus Mittelerde. Teil Drei: Das Dritte Zeitalter, Kapitel II Cirion und Eorl und die Freundschaft zwischen Gondor und Rohan, (iii) Cirion und Eorl, Anmerkung Nr. 46.
  2. ↑ 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Nachrichten aus Mittelerde. Teil Drei: Das Dritte Zeitalter, Kapitel II Cirion und Eorl und die Freundschaft zwischen Gondor und Rohan, (iii) Cirion und Eorl.
  3. ↑ Karen Wynn Fonstad: Historischer Atlas von Mittelerde. Das Dritte Zeitalter. Regionalkarten: Die Braunen Lande, das Ödland, die Hügellande und der Emyn Muil, S. 85f.
  4. ↑ 4,0 4,1 4,2 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Anhänge und Register. Anhang B: Die Aufzählung der Jahre (Zeittafel der Westlande).
  5. ↑ Karen Wynn Fonstad: Historischer Atlas von Mittelerde. Das Dritte Zeitalter. Regionalkarten: Das Weiße Gebirge, S. 89.
  6. ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Fünftes Buch, Erstes Kapitel: Minas Tirith.
  7. ↑ mǽre. Bosworth-Toller Anglo-Saxon Dictionary, abgerufen am 13. Oktober 2026.
  8. ↑ Wolfgang Krege: Elbisches Wörterbuch. Wörterbuch Sindarin – Deutsch, Eintragungen zu gland und sîr.