Benutzer:Rigund: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Ardapedia
Rigund (Diskussion | Beiträge)
K Entwurfarbeit
Rigund (Diskussion | Beiträge)
Entwurfarbeit
 
(21 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 23: Zeile 23:


-------------------------------------
-------------------------------------
{{Infobox Ort
{{Infobox Ort
|Name        = Ringwil
|Name        = Meringstrom
|Bild        =  
|Bild        =  
|Bildinfo    =  
|Bildinfo    =  
|Typ          = Fluss
|Typ          = Fluss
|Andere Namen = Ingwil<ref name="HoME III"></ref>
|Andere Namen = Glanhír<ref name="Anm"></ref>
|Audio        =
|Audio        =
|Ort          = [[Beleriand|West-Beleriand]], [[Nargothrond]]<ref name="SilmXIV">[[ J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.),: ''[[Das Silmarillion]]''. Quenta Silmarillion, Kapitel XIV: ''Von Beleriand und seinen Reichen''.</ref><ref name="WynnFonstad">[[Karen Wynn Fonstad]]: ''[[Historischer Atlas von Mittelerde|The Atlas of Tolkien's Middle-Earth]]''. Das Erste Zeitalter. ''Beleriand und die Länder des Nordens'', S. 12 u. 21.</ref>
|Ort          = an der Grenze zwischen [[Rohan]] und [[Gondor]]<ref name="NaM"></ref><ref name="WynnFonstad">[[Karen Wynn Fonstad]]: ''[[Historischer Atlas von Mittelerde]]''. Das Dritte Zeitalter. Regionalkarten: ''Die Braunen Lande, das Ödland, die Hügellande und der Emyn Muil'', S. 85f.</ref>
|Bewohner    =  
|Bewohner    =  
|Gründung    =  
|Gründung    =  
|Zerstörung  = 587 [[Erstes Zeitalter|E. Z. (J. S.)]] im [[Krieg des Zorns]]<ref name="SilmXXIV"></ref><ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The War of the Jewels]]''. (The History of Middle-earth, Band XI). Part Three: ''The Wanderings of Húrin and Other Writings not forming part of the Quenta Silmarillion'', Kapitel V: ''The Tale of Years''.</ref>
|Zerstörung  =  
|Wiederaufbau =
|Wiederaufbau =
|Ereignisse  =
|Ereignisse  = Festlegung der Grenzen Rohans, 2510 [[Drittes Zeitalter|D. Z.]]<ref name="NaM"></ref><ref name="Jahre"></ref>
}}
}}
Der '''Ringwil''' ist im [[Legendarium]] ein Fluss in [[Beleriand|West-Beleriand]].
Der '''Meringstrom''' (Original Mering Stream) ist im [[Legendarium]] ein Fluss im Grenzgebiet zwischen [[Rohan]] und [[Gondor]].


==Geographie==
==Geographie==
Der Ringwil war ein kleiner Bergfluss. Er entsprang im bewaldeten Hochland von  [[Taur-en-Faroth]], floß ein kurzes Stück nach Osten und stürzte von dort schäumend in eine Schlucht, durch die aus dem Norden der [[Narog]] heranrauschte. Beide Flüsse vereinigten sich dort zu einem schnellen Strom, der den Wall von [[Andram]] durchschnitt und erst nach Süden und später nach Osten floss, wo der Narog zuletzt im Waldgebiet von [[Nan-tathren]] in den [[Sirion]] mündete.<ref name="SilmXIV"></ref><ref name="WynnFonstad"></ref>
Der Meringstrom war ein kleiner Fluss, der im [[Firiental]] hinter dem [[Halifirien]] entsprang, um von den [[Ered Nimrais]] herab durch den [[Firienwald]] und in die Mündungen der [[Onodló|Entwasser]] zu fließen.<ref name="NaM"></ref>
 
Westlich des Meringstroms lag Rohans Provinz [[Ostfold]] und in seinem Osten das zu Gondor gehörende [[Anórien]].<ref>[[Karen Wynn Fonstad]]: ''[[Historischer Atlas von Mittelerde]]''. Das Dritte Zeitalter. Regionalkarten: ''Das Weiße Gebirge'', S. 89.</ref>


==Beschreibung==
==Beschreibung==
Der Ringwil wird als kurz und schäumend beschrieben. Auch der Narog war in diesem Bereich voller wilder Stromschnellen und konnte nach dem Zusammenfluss mit dem [[Ginglith]] weiter im Norden über weite Strecken nicht überschritten werden.<ref>[[ J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.),: ''[[Das Silmarillion]].'' Quenta Silmarillion, Kapitel XIX: ''Von Beren und Lúthien''.</ref> In den südlich des Ringwils und westlich des Narogs befindlichen Felswänden befand sich ein großes Höhlensystem.<ref name="SilmXIV"></ref><ref name="WynnFonstad"></ref>  
Entlang des Meringstroms befand sich schon früh eine Befestigungslinie Gondors zwischen dem [[Ered Nimrais|Weißen Gebirge]] im Süden und den unpassierbaren Sümpfen seines Mündungsgebiets mit der Entwasser im Nordosten. Dort, wo die [[Große Weststraße]] westwärts aus dem Firienwald herausführte, querte eine Brücke den Fluss.
 
Später, nach dem [[Eid von Eorl]] im Jahr 2510 [[Drittes Zeitalter|D. Z.]], markierte der Fluss die Grenze zwischen Rohan und Gondor.<ref name="NaM">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Nachrichten aus Mittelerde]]''. Teil Drei: ''Das Dritte Zeitalter'', Kapitel II ''Cirion und Eorl und die Freundschaft zwischen Gondor und Rohan'', (iii) ''Cirion und Eorl''.</ref>
 
==Legendarium==
Ein wichtiges Ereignis im [[Das Dritte Zeitalter|Dritten Zeitalter]] spielte sich am Meringstrom ab:
 
Nachdem [[Eorl]] im Jahr 2510 dem [[Truchsess]] von Gondor im Kampf gegen die [[Balchoth]] zu Hilfe geeilt und entscheidend zum Sieg in der [[Schlacht auf dem Feld von Celebrant]] am [[15. April]] 2510 [[Drittes Zeitalter|D. Z.]] beigetragen hatte, trennten sich Eorl und Cirion am Ufer des Mering. Cirion entlohnte die Éothéod zu diesem Zeitpunkt noch nicht für ihren Beistand, bat Eorl aber, ihn in drei Monaten wieder an der selben Stelle zu treffen.
 
Zur verabredeten Zeit kamen beide erneut an den Stegen des Meringstroms zusammen. Auf dem nahe gelegenen Berg Amon Anwar, von den [[Rohirrim]] später Halifirien genannt, bekräftigte Eorl mit einem Eid vor Cirion die Freundschaft zwischen Rohan und Gondor. Am Abend kehrten sie zum Flussufer des Mering in ein dort gebautes Lager zurück und einigten sich auf die Grenzen ihrer Reiche. Eine dieser neuen Grenzlinien verlief am Meringstrom.<ref name="NaM"></ref><ref name="Jahre">[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. ''[[Anhänge und Register]]''. Anhang B: ''Die Aufzählung der Jahre (Zeittafel der Westlande)''.</ref>


An dieser Stelle, wo der Ringwil in den Narog stürzte, erbaute [[Finrod]] seine verborgene Höhlenfestung [[Nargothrond]]. Finrods Großonkel [[Elwe|König Thingol]], dessen Hallen ihn zu Nargothrond inspirierten, hatte den Noldorfürsten zuvor auf die geeignete Stelle für die Festung hingewiesen.<ref name="SilmXIII">[[ J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.),: ''[[Das Silmarillion]].'' Quenta Silmarillion, Kapitel XIII: ''Von der Rückkehr der Noldor''.</ref>
Mehr als 500 Jahre später müssen [[Gandalf]] und [[Pippin]] im März 3019 D. Z. den Meringstrom überquert haben, als sie nach [[Minas Tirith]] ritten, um dem aktuellen Truchsess von Gondor Nachrichten von seinen Verbündeten aus Rohan zu bringen.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Fünftes Buch, Erstes Kapitel: ''Minas Tirith''.</ref><ref name="Jahre"></ref>
Der Ringwil verschwand nach dem [[Krieg des Zorns]] am Ende des [[Erstes Zeitalter|Ersten Zeitalters]], als durch das Kriegstreiben und die dabei entfesselten Kräfte der größte Teil der Landmasse [[Beleriand]]s zerstört wurde und im Meer versank.<ref name="SilmXXIV">[[ J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.),: ''[[Das Silmarillion]].'' Quenta Silmarillion, Kapitel XXIV: ''Von Earendils Fahrt und dem Krieg des Zorns''.</ref>


==Etymologie==
==Etymologie==
Der Namensbestandteil ''Ring'' ist [[Sindarin]] für ‚kalt‘, ‚frostig‘.<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Das Silmarillion]]''. Quenta Silmarillion, ''Anhang: Elemente in den Quenya- und Sindarin-Namen'' Eintrag zu ''ring''.</ref> Die Bedeutung der letzten Silbe ist unklar.
Der Name ''Mering'' ist die rohirrische Bezeichnung und bedeutet ‚Grenzstrom‘. Dabei stammt der erste Bestandteil des Namens vermutlich vom angelsächsischen Wort ''mǽre'' für ‚Grenze‘.<ref>{{Internetquelle|url=https://bosworthtoller.com/22174|titel=mǽre|datum=|website=BT|abruf=13. Oktober 2026|archiv-url=|archiv-titel=|archiv-datum=}}</ref>  
 
In den frühen Fassungen der [[The Lays of Beleriand|Lays of Beleriand]] aus den 1920er Jahren lautet der Name des Flusses ''Ingwil''.<ref name="HoME III">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The History of Middle-earth]] Vol. III [[The Lays of Beleriand]]''. Part One: ''The Lay of the Children of Húrin''. Kapitel III: ''Failivrin''.</ref>


In Gondor war dagegen der [[Sindarin]]-Name ''Glanhír'' gebräuchlich, der dieselbe Bedeutung hat.<ref name="Anm">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Nachrichten aus Mittelerde]]''. Teil Drei: ''Das Dritte Zeitalter'', Kapitel II ''Cirion und Eorl und die Freundschaft zwischen Gondor und Rohan'', (iii) ''Cirion und Eorl'', Anmerkung Nr. 46.</ref> Er könnte aus der Zusammensetzung der Worte ''glan(d)'' für ‚Grenze‘ und ''sîr'' für ‚Fluss‘ herrühren<ref>[[Wolfgang Krege]]: ''[[Elbisches Wörterbuch]]''. Wörterbuch Sindarin – Deutsch, Eintragungen zu ''gland'' und ''sîr''.</ref>, letzteres in einer durch Lautverschiebungen veränderten Form.
==Quellen==
==Quellen==
<references/>
<references/>
Zeile 60: Zeile 68:


[[Kategorie:Flüsse]]
[[Kategorie:Flüsse]]
[[Kategorie:Grenzen]]


[[en:Ringwil]]
[[en:Mering Stream]]
[[fr:encyclo/geographie/eaux/beleriand/ringwil]]
[[fr:encyclo/geographie/eaux/rohan/mering]]
[[fi:Ringwil]]
[[fi:Mering]]

Aktuelle Version vom 20. Oktober 2026, 18:14 Uhr

vorlage:inuse

Wichtige Links: https://www.ardapedia.org/wiki/Ardapedia:Quellen#Quellen https://www.ardapedia.org/wiki/Ardapedia:Typografie https://www.ardapedia.org/wiki/Ardapedia:Literaturformatierung

https://www.ardapedia.org/wiki/Ardapedia:Formatvorlagen https://www.ardapedia.org/wiki/Ardapedia:Textgestaltung

https://www.ardapedia.org/wiki/Vorlage:Charakterbox https://www.ardapedia.org/wiki/Ardapedia:Quellen_Filme_und_Serien https://www.ardapedia.org/wiki/Vorlage_Diskussion:Quelle_Der_Herr_der_Ringe Zeilenumbruch

„…“ soron ‚Adler‘ und tar ‚König‘.

Quellen



Meringstrom
Eckdaten
Andere Namen Glanhír[1]
Ort an der Grenze zwischen Rohan und Gondor[2][3]
Typ Fluss
Bewohner und Geschichte
Ereignisse Festlegung der Grenzen Rohans, 2510 D. Z.[2][4]

Der Meringstrom (Original Mering Stream) ist im Legendarium ein Fluss im Grenzgebiet zwischen Rohan und Gondor.

Geographie

Der Meringstrom war ein kleiner Fluss, der im Firiental hinter dem Halifirien entsprang, um von den Ered Nimrais herab durch den Firienwald und in die Mündungen der Entwasser zu fließen.[2]

Westlich des Meringstroms lag Rohans Provinz Ostfold und in seinem Osten das zu Gondor gehörende Anórien.[5]

Beschreibung

Entlang des Meringstroms befand sich schon früh eine Befestigungslinie Gondors zwischen dem Weißen Gebirge im Süden und den unpassierbaren Sümpfen seines Mündungsgebiets mit der Entwasser im Nordosten. Dort, wo die Große Weststraße westwärts aus dem Firienwald herausführte, querte eine Brücke den Fluss.

Später, nach dem Eid von Eorl im Jahr 2510 D. Z., markierte der Fluss die Grenze zwischen Rohan und Gondor.[2]

Legendarium

Ein wichtiges Ereignis im Dritten Zeitalter spielte sich am Meringstrom ab:

Nachdem Eorl im Jahr 2510 dem Truchsess von Gondor im Kampf gegen die Balchoth zu Hilfe geeilt und entscheidend zum Sieg in der Schlacht auf dem Feld von Celebrant am 15. April 2510 D. Z. beigetragen hatte, trennten sich Eorl und Cirion am Ufer des Mering. Cirion entlohnte die Éothéod zu diesem Zeitpunkt noch nicht für ihren Beistand, bat Eorl aber, ihn in drei Monaten wieder an der selben Stelle zu treffen.

Zur verabredeten Zeit kamen beide erneut an den Stegen des Meringstroms zusammen. Auf dem nahe gelegenen Berg Amon Anwar, von den Rohirrim später Halifirien genannt, bekräftigte Eorl mit einem Eid vor Cirion die Freundschaft zwischen Rohan und Gondor. Am Abend kehrten sie zum Flussufer des Mering in ein dort gebautes Lager zurück und einigten sich auf die Grenzen ihrer Reiche. Eine dieser neuen Grenzlinien verlief am Meringstrom.[2][4]

Mehr als 500 Jahre später müssen Gandalf und Pippin im März 3019 D. Z. den Meringstrom überquert haben, als sie nach Minas Tirith ritten, um dem aktuellen Truchsess von Gondor Nachrichten von seinen Verbündeten aus Rohan zu bringen.[6][4]

Etymologie

Der Name Mering ist die rohirrische Bezeichnung und bedeutet ‚Grenzstrom‘. Dabei stammt der erste Bestandteil des Namens vermutlich vom angelsächsischen Wort mǽre für ‚Grenze‘.[7]

In Gondor war dagegen der Sindarin-Name Glanhír gebräuchlich, der dieselbe Bedeutung hat.[1] Er könnte aus der Zusammensetzung der Worte glan(d) für ‚Grenze‘ und sîr für ‚Fluss‘ herrühren[8], letzteres in einer durch Lautverschiebungen veränderten Form.

Quellen

  1. ↑ 1,0 1,1 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Nachrichten aus Mittelerde. Teil Drei: Das Dritte Zeitalter, Kapitel II Cirion und Eorl und die Freundschaft zwischen Gondor und Rohan, (iii) Cirion und Eorl, Anmerkung Nr. 46.
  2. ↑ 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Nachrichten aus Mittelerde. Teil Drei: Das Dritte Zeitalter, Kapitel II Cirion und Eorl und die Freundschaft zwischen Gondor und Rohan, (iii) Cirion und Eorl.
  3. ↑ Karen Wynn Fonstad: Historischer Atlas von Mittelerde. Das Dritte Zeitalter. Regionalkarten: Die Braunen Lande, das Ödland, die Hügellande und der Emyn Muil, S. 85f.
  4. ↑ 4,0 4,1 4,2 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Anhänge und Register. Anhang B: Die Aufzählung der Jahre (Zeittafel der Westlande).
  5. ↑ Karen Wynn Fonstad: Historischer Atlas von Mittelerde. Das Dritte Zeitalter. Regionalkarten: Das Weiße Gebirge, S. 89.
  6. ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Fünftes Buch, Erstes Kapitel: Minas Tirith.
  7. ↑ mǽre. Bosworth-Toller Anglo-Saxon Dictionary, abgerufen am 13. Oktober 2026.
  8. ↑ Wolfgang Krege: Elbisches Wörterbuch. Wörterbuch Sindarin – Deutsch, Eintragungen zu gland und sîr.