Grimbeorn: Unterschied zwischen den Versionen

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Der Name ''Grimbeorn'' ist nordisch und bedeutet entweder ''Grimmiger Bär'' oder ''Grimmiger Mann''. Das altenglische Word ''beorn'' bedeutet ‚Mann‘, ‚Krieger‘, ,Fürst‘, aber es ist auch eine Nähe zum altnorwegischen ''bjorn'' (altenglisch: ''bera'') vorhanden, welches ‚Bär‘ bedeutet.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.koeblergerhard.deae/ae_b.html |autor=Gerhard Köbler |titel=‚beorn‘ und ‚bera‘.|werk=Altenglisches Wörterbuch, 4. Auflage 2014 |abruf=29. Juli 2026}}</ref>
Der Name ''Grimbeorn'' ist nordisch und bedeutet entweder ''Grimmiger Bär'' oder ''Grimmiger Mann''. Das altenglische Word ''beorn'' bedeutet ‚Mann‘, ‚Krieger‘, ,Fürst‘, aber es ist auch eine Nähe zum altnorwegischen ''bjorn'' (altenglisch: ''bera'') vorhanden, welches ‚Bär‘ bedeutet.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.koeblergerhard.deae/ae_b.html |autor=Gerhard Köbler |titel=‚beorn‘ und ‚bera‘.|werk=Altenglisches Wörterbuch, 4. Auflage 2014 |abruf=29. Juli 2026}}</ref>


Der Wortbestandteil ''Grim'' findet sich heute noch in den Begriffen ‚Grimm‘ und ‚grimmig‘ und hat seine Wurzeln im altnordischen ‚grimmr‘.<ref>Friedrich Kluge: ''Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache''. ''Eintrag'' Grimm </ref>
Der Wortbestandteil ''Grim'' findet sich heute noch in den Begriffen ‚Grimm‘ und ‚grimmig‘ und hat seine Wurzeln im altnordischen ‚grimmr‘.<ref>Friedrich Kluge: ''Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache''. Eintrag ''Grimm''.</ref>


==Sonstiges==
==Sonstiges==
Rudolf Simek äußert in seinem Werk [[Mittelerde – Tolkien und die germanische Mythologie]] die Vermutung, dass der Name ''Grimbeorn'' von (Skalla)Grimr Kveldúlfsson beeinflusst sein könnte. Dieser taucht in einer der bekanntesten Isländersagas, der ''Egils saga'', als Vater des Wikingerhelden und Skalden Egills auf. Er ist aber zugleich der Sohn des als Gestaltwechslers beschriebenen Kveldúlfr, der sich nachts in einen Wolf verwandelte.<ref name = "HdR2">[[Rudolf Simek]]: ''[[Mittelerde – Tolkien und die germanische Mythologie]] 5. Naturmythologische Elemente: ''Beorn, der Gestaltwandler''''</ref>
Rudolf Simek äußert in seinem Werk [[Mittelerde – Tolkien und die germanische Mythologie]] die Vermutung, dass der Name ''Grimbeorn'' von (Skalla)Grimr Kveldúlfsson beeinflusst sein könnte. Dieser taucht in einer der bekanntesten Isländersagas, der ''Egils saga'', als Vater des Wikingerhelden und Skalden Egills auf. Er ist aber zugleich der Sohn des als Gestaltwechslers beschriebenen Kveldúlfr, der sich nachts in einen Wolf verwandelte.<ref name = "HdR2">[[Rudolf Simek]]: ''[[Mittelerde – Tolkien und die germanische Mythologie]]'' 5. Naturmythologische Elemente: ''Beorn, der Gestaltwandler''.</ref>


==Quellen==
==Quellen==

Aktuelle Version vom 29. Juli 2026, 21:25 Uhr

Grimbeorn
Bekannt für
Eckdaten
Andere Namen Grimbeorn der Alte
Geboren unbekannt,
wohl nach 2941 D. Z.
Gestorben unbekannt,
wohl im Vierten Zeitalter
Volk Menschen, Beorninger
Ort Rhovanion
Familie
Vater Beorn[1]

Grimbeorn, auch genannt Grimbeorn der Alte, ist im Legendarium der Sohn des Pelzwechslers Beorn.[1]

Zeitangaben

Die genauen Lebensdaten von Grimbeorn sind nicht bekannt. Er wird erstmals erwähnt im Jahr 3018 D. Z., bereits mit dem Zusatz der Alte. Vermutlich wurde er einige Jahre nach den Ereignissen im Hobbit, also nach 2941 D. Z. geboren. Als Gandalf, Bilbo und Thorin & Co. Grimbeorns Vater Beorn besuchten, lebte dieser allein auf seinem Hof und hatte noch keine Familie gegründet.[2]

Da nicht berichtet wird, Grimbeorn sei im Ringkrieg gefallen, kann angenommen werden, dass er erst im Vierten Zeitalter gestorben ist.

Beschreibung

Es ist sehr wahrscheinlich, dass Grimbeorn als Sohn von Beorn ebenfalls dessen Fähigkeit des Gestaltwandels besaß, die seit langem in der Familie weitervererbt worden war:

Es wird erzählt, dass viele Generationen lang die Menschen aus seinem (Beorns) Geschlecht Macht hatten, sich in Bären zu verwandeln. Einige waren grimmig und und böse, aber die meisten waren in ihrem Herzen so wie Beorn, wenn auch weniger groß und stark.

— J. R. R. Tolkien: Der kleine Hobbit. Übersetzt von Walter Scherf. Cecilie Dressler Verlag 1995. Achtzehntes Kapitel: Der Weg zurück, S. 383.

Legendarium

Nachdem der Geisterbeschwörer (Sauron) aus Dol Guldur vertrieben worden war, hatten sich viele Menschen zwischen dem Düsterwald und dem Nebelgebirge angesiedelt. Beorn war ihr Anführer und machte das Gebiet sicherer.[3] Grimbeorn folgte seinem Vater in dieser Funktion.[1]

Kurz vor der Ratsversammlung bei Elrond in Bruchtal lobte Glóin vom Erebor die Arbeit der "Beorninger":

Es sind tapfere Männer, und sie halten den Hohen Pass und die Furt von Carrock offen. Aber ihr Zoll ist hoch.

— J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Übersetzt von Margaret Carroux. Klett-Cotta. Überarbeitete deutsche Ausgabe in sechs Bänden, Stuttgart 1997. Buch II, Erstes Kapitel: Viele Begegnungen, S. 20.

Etymologie

Der Name Grimbeorn ist nordisch und bedeutet entweder Grimmiger Bär oder Grimmiger Mann. Das altenglische Word beorn bedeutet ‚Mann‘, ‚Krieger‘, ,Fürst‘, aber es ist auch eine Nähe zum altnorwegischen bjorn (altenglisch: bera) vorhanden, welches ‚Bär‘ bedeutet.[4]

Der Wortbestandteil Grim findet sich heute noch in den Begriffen ‚Grimm‘ und ‚grimmig‘ und hat seine Wurzeln im altnordischen ‚grimmr‘.[5]

Sonstiges

Rudolf Simek äußert in seinem Werk Mittelerde – Tolkien und die germanische Mythologie die Vermutung, dass der Name Grimbeorn von (Skalla)Grimr Kveldúlfsson beeinflusst sein könnte. Dieser taucht in einer der bekanntesten Isländersagas, der Egils saga, als Vater des Wikingerhelden und Skalden Egills auf. Er ist aber zugleich der Sohn des als Gestaltwechslers beschriebenen Kveldúlfr, der sich nachts in einen Wolf verwandelte.[6]

Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch II, Erstes Kapitel: Viele Begegnungen.
  2. J. R. R. Tolkien: Der kleine Hobbit. Siebtes Kapitel: Ein sonderbares Quartier.
  3. J. R. R. Tolkien: Der kleine Hobbit. Achtzehntes Kapitel: Der Weg zurück.
  4. Gerhard Köbler: ‚beorn‘ und ‚bera‘.. In: Altenglisches Wörterbuch, 4. Auflage 2014, abgerufen am 29. Juli 2026.
  5. Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. Eintrag Grimm.
  6. Rudolf Simek: Mittelerde – Tolkien und die germanische Mythologie 5. Naturmythologische Elemente: Beorn, der Gestaltwandler.