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|Geboren      =        192 [[Zweites Zeitalter|Z. Z.]]<ref name="Anhang_A2">[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]'': Anhang A, Annalen der Könige und Herrscher, I: Die númenórischen Könige</ref>  <!--Pflichtargument-->
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Baumbarts Lied ist im [[Legendarium]] eine leise gemurmelte Weise, die der [[Ent]] [[Baumbart]] im [[Fangorn]] singt.


'''Tar-Amandil''' ist im [[Legendarium]] der dritte König von [[Númenor]].
==Hintergrund==
Baumbart trug [[Peregrin Tuk|Pippin Tuk]] und [[Meriadoc Brandybock|Merry Brandybock]] in der Nacht vom [[29. Februar|29.]] auf den [[30. Februar]] 3019 [[Drittes Zeitalter|D. Z.]]<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Anhang B: Die Aufzählung der Jahre ''Zeittafel der Westlande Abschnitt: Das Dritte Zeitalter''.</ref> zum Fuß des [[Methedras]], wo sich [[Quellhall]] und Baumbarts Laube befanden. Dabei summte und murmelte er leise, so dass die Hobbits es kaum erkannten, ein Lied über sein eigenes Leben.<ref name="HdR3,4">[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Drittes Buch, Viertes Kapitel: ''Baumbart''.</ref>


==Zeitangabe==
==Inhalt==
König von Númenor von 442 bis 590 Z. Z. (''148 Jahre Regierungszeit'').  
Das Lied handelt von den Reisen, die Baumbart in früherer Zeit in nun längst versunkenen Ländern unternahm: in die Gebiete des untergegangenen [[Beleriand]]. Der Ent erwähnt das Land der Weidenbäume [[Nan-tathren]], [[Ossiriand]] und das Hochland von [[Dorthonion]], aber auch den Wald [[Neldoreth]] (in dem [[Lúthien]] auf [[Beren Erchamion|Beren]] traf<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Das Silmarillion]]''. Quenta Silmarillion, Kapitel XIX: ''Von Beren und Lúthien''.</ref>).<ref name="HdR3,4"></ref>
Er starb 603 Z.Z. im Alter von 411 Jahren.


==Volk==
In der zweiten Hälfte des Lieds geht es um Baumbarts Leben im Fangornwald:
[[Menschen]], [[Dúnedain]]
{{Zitat|Text= Und ich wandere in Ambaróna, in Tauremorna, in Aldalóme,<br/> in meinem eigenen Reich, im Fangornlande,<br/> wo Wurzeln tief hinabreichen.<br/> Und die Jahre schichten sich höher als Laub unter Bäumen<br/> in Tauremornalóme.|Autor=[[J. R. R. Tolkien]]|Quelle=''[[Der Herr der Ringe]]''. Übersetzt von [[Margaret Carroux]] und [[Ebba-Margareta von Freymann]]. Stuttgart 1997. Drittes Buch, Viertes Kapitel: ''Baumbart''. S. 75f.}}


==Beschreibung==
==Form==
Tar-Amandil war der dritte König von Númenor. Er war der Sohn von [[Vardamir|Vardamir Nólimon]] und bestieg den Thron schon kurz nach dem Tod seines Großvaters [[Elros]] Tar-Minyatur, da sein Vater nicht selbst regieren wollte und das Zepter sofort an ihn weitergab.<ref name ="NaM">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Nachrichten aus Mittelerde]]''. Teil II: ''Das Zweite Zeitalter'', III. ''Die Linie von Elros: Könige von Númenor''</ref> 
Sowohl in der Übersetzung des Herrn der Ringe von [[Margaret Carroux]] als auch in der von [[Wolfgang Krege]] wird die Übertragung des Liedes von [[Ebba-Margareta von Freymann]] verwendet.


Tar-Amandil hatte drei Kinder. Neben seinem Sohn, dem Thronfolger [[Tar-Elendil]], hatte er noch einen Sohn namens [[Earendur (Sohn von Amandil)|Earendur]] und eine Tochter, die [[Mairen]] hieß.<ref name ="Stammbaum">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Nachrichten aus Mittelerde]]''. Teil II: ''Das Zweite Zeitalter'', II. ''Aldarion und Erendis; Das Weib des Seefahrers, Stammbaum''</ref>
Das Lied besteht aus 18 Zeilen und ist in freien Versen ohne festes metrisches Schema oder Endreime gehalten. Die Anzahl der Silben in den Verszeilen ist unregelmäßg. So finden sich bei Tolkien sechs Silben in der dritten und der sechsten Zeile, aber über zwanzig in Zeile 8. Bei von Freymann sind es acht bzw. neun Silben in der dritten und sechsten Zeile und zwanzig in Zeile 8.  


Seinem Sohn [[Tar-Elendil|Elendil]] übertrug er noch zu eigenen Lebzeiten das Szepter, als er im Jahre 590 Z.Z. abdankte. <ref name ="NaM">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Nachrichten aus Mittelerde]]''. Teil II: ''Das Zweite Zeitalter'', III. ''Die Linie von Elros: Könige von Númenor''</ref> 
==Etymologie==
Hier werden einige der Worte aufgeführt, die im Lied vorkommen.


==Etymologie==
=== Tasarinan ===
Der Name Amandil bedeutet ''Freund von Aman'' . Er setzt sich aus den Begriffen ''[[Aman]]'' und ''(n)dil'' zusammen.  
''Tasarinan'' und ''Nan-tasarion'' sind [[Quenya]]-Formen des Namens von Nan-tathren, dem Land der Weidenbäume. Dabei bedeutet ''tasare'' ‚Weidenbaum‘ und ''nan'' ‚Tal‘.<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Das Silmarillion]]''. Quenta Silmarillion, ''Anhang: Elemente in den Quenya- und Sindarin-Namen'' Eintrag zu ''tathar'' und ''nan(d)''.</ref>
 
=== Dorthonion ===
Der Name ''Dorthonion'' ist [[Sindarin]], zusammengesetzt aus den Elementen ''dor'' ‚Land‘ und ''thôn'' ‚Kiefer‘.<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Das Silmarillion]]''. Quenta Silmarillion, ''Anhang: Elemente in den Quenya- und Sindarin-Namen'' Eintrag zu ''dor'' und ''thôn''.</ref> Es bedeutdet somit ‚Land der Kiefern‘. Mit ''Orod-na-Thôn'' ‚Kiefer-Berg‘ verwendet Baumbart auch noch eine weitere Bezeichnung für das Land.


Aman ist der Name der Wohnstatt der [[Valar]] im Westen und bedeutet ''Gesegnet, frei von Unheil''.<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Das Silmarillion]]''. Quenta Silmarillion,'' Namensregister'' Eintrag zu Aman </ref>
=== Ambaróna ===
''[[Ambaróna]]'' ist ein anderer Namen für den Fangornwald; gleiches gilt auch für ''[[Tauremorna]]'', ''[[Aldalómë]]'' und ''[[Tauremornalómë]]''.  


''(n)dil'' bedeutet ''Hingabe, uneigennützige Liebe''.<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Das Silmarillion]]''. Quenta Silmarillion, ''Anhang: Elemente in den Quenya- und Sindarin-Namen'' Eintrag zu ''(n)dil'' </ref>
In seinem unveröffentlichten ''Index'' schrieb [[J. R. R. Tolkien]], ''Ambaróna'' sei der alte Name einer Region und bedeute in etwa ‚Sonnenaufgang‘, von Quenya ''amba'' ‚aufwärts‘ und ''róna'' ‚Osten‘.<ref name="Companion">[[Wayne G. Hammond]] und [[Christina Scull]]: ''[[The Lord of the Rings: A Reader's Companion]]''. Book III, Chapter 4: ''Treebeard'' (S. 384-385), Anmerkung zu ''in Ambaróna (...)'' aus Tolkiens unbeendetem ''Index''.</ref>.


Die Vorsilbe ''Tar'', die in [[Quenya]] für ''hoch'' steht, wurde von númenorischen Herrschern als Präfix geführt, soweit sie einen Königsnamen in der Sprache der Elben annahmen.<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Das Silmarillion]]''. Quenta Silmarillion, ''Anhang: Elemente in den Quenya- und Sindarin-Namen'' Eintrag zu ''tar''</ref>
Auch ''Aldalómë'' sei Quenya, dabei bedeute ''alda'' ‚Baum‘ und ''lóme'' ‚Dämmer‘, so dass man dies mit ‚Baumdämmerung‘ übersetzen kann.<ref name="Companion"></ref>.


Die adûnaische Version des Namen Amandil lautete Aphanuzîr.<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Sauron Defeated]]'' ''Part Three: The Drowning of Anadûnê: (iii) The second text: Commentary'', p. 389</ref>
''Tauremorna'' sei ein ‚schwarzer Wald‘<ref name="Companion"></ref>. ''Taure'' ist Quenya für ‚Wald‘ und ''more'' für ‚schwarz‘.<ref>[[Wolfgang Krege]]: ''[[Elbisches Wörterbuch]]; Wörterbuch Sindarin – Deutsch, Eintragungen „taure“ und „more“.</ref>
==Quellen==
<references/>


==Vertonungen==
Tolkien hat Baumbarts Lied zusammen mit [[Donald Swann]] vertont.<ref name = "rgeo1">[[J. R. R. Tolkien]], [[Donald Swann]]: ''[[The Road Goes Ever On]]''; 3. ''In the Willow-meads Of Tasarinan''.</ref> Von verschiedenen Künstlern gibt es auch musikalische Umsetzungen, unter anderem vom [[Tolkien Ensemble]] in Zusammenarbeit mit [[Christopher Lee]] (s. Weblink).


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==Weblinks==
|list=König von Númenor
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}}


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<references/>
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[[Kategorie:Gedichte in Der Herr der Ringe]]
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[[fi:Tar-Amandil]]

Aktuelle Version vom 3. September 2026, 22:33 Uhr

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„…“

Quellen



Baumbarts Lied ist im Legendarium eine leise gemurmelte Weise, die der Ent Baumbart im Fangorn singt.

Hintergrund

Baumbart trug Pippin Tuk und Merry Brandybock in der Nacht vom 29. auf den 30. Februar 3019 D. Z.[1] zum Fuß des Methedras, wo sich Quellhall und Baumbarts Laube befanden. Dabei summte und murmelte er leise, so dass die Hobbits es kaum erkannten, ein Lied über sein eigenes Leben.[2]

Inhalt

Das Lied handelt von den Reisen, die Baumbart in früherer Zeit in nun längst versunkenen Ländern unternahm: in die Gebiete des untergegangenen Beleriand. Der Ent erwähnt das Land der Weidenbäume Nan-tathren, Ossiriand und das Hochland von Dorthonion, aber auch den Wald Neldoreth (in dem Lúthien auf Beren traf[3]).[2]

In der zweiten Hälfte des Lieds geht es um Baumbarts Leben im Fangornwald:

Und ich wandere in Ambaróna, in Tauremorna, in Aldalóme,
in meinem eigenen Reich, im Fangornlande,
wo Wurzeln tief hinabreichen.
Und die Jahre schichten sich höher als Laub unter Bäumen
in Tauremornalóme.

— J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Übersetzt von Margaret Carroux und Ebba-Margareta von Freymann. Stuttgart 1997. Drittes Buch, Viertes Kapitel: Baumbart. S. 75f.

Form

Sowohl in der Übersetzung des Herrn der Ringe von Margaret Carroux als auch in der von Wolfgang Krege wird die Übertragung des Liedes von Ebba-Margareta von Freymann verwendet.

Das Lied besteht aus 18 Zeilen und ist in freien Versen ohne festes metrisches Schema oder Endreime gehalten. Die Anzahl der Silben in den Verszeilen ist unregelmäßg. So finden sich bei Tolkien sechs Silben in der dritten und der sechsten Zeile, aber über zwanzig in Zeile 8. Bei von Freymann sind es acht bzw. neun Silben in der dritten und sechsten Zeile und zwanzig in Zeile 8.

Etymologie

Hier werden einige der Worte aufgeführt, die im Lied vorkommen.

Tasarinan

Tasarinan und Nan-tasarion sind Quenya-Formen des Namens von Nan-tathren, dem Land der Weidenbäume. Dabei bedeutet tasare ‚Weidenbaum‘ und nan ‚Tal‘.[4]

Dorthonion

Der Name Dorthonion ist Sindarin, zusammengesetzt aus den Elementen dor ‚Land‘ und thôn ‚Kiefer‘.[5] Es bedeutdet somit ‚Land der Kiefern‘. Mit Orod-na-Thôn ‚Kiefer-Berg‘ verwendet Baumbart auch noch eine weitere Bezeichnung für das Land.

Ambaróna

Ambaróna ist ein anderer Namen für den Fangornwald; gleiches gilt auch für Tauremorna, Aldalómë und Tauremornalómë.

In seinem unveröffentlichten Index schrieb J. R. R. Tolkien, Ambaróna sei der alte Name einer Region und bedeute in etwa ‚Sonnenaufgang‘, von Quenya amba ‚aufwärts‘ und róna ‚Osten‘.[6].

Auch Aldalómë sei Quenya, dabei bedeute alda ‚Baum‘ und lóme ‚Dämmer‘, so dass man dies mit ‚Baumdämmerung‘ übersetzen kann.[6].

Tauremorna sei ein ‚schwarzer Wald‘[6]. Taure ist Quenya für ‚Wald‘ und more für ‚schwarz‘.[7]

Vertonungen

Tolkien hat Baumbarts Lied zusammen mit Donald Swann vertont.[8] Von verschiedenen Künstlern gibt es auch musikalische Umsetzungen, unter anderem vom Tolkien Ensemble in Zusammenarbeit mit Christopher Lee (s. Weblink).

Weblinks

Quellen

  1. J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Anhang B: Die Aufzählung der Jahre Zeittafel der Westlande Abschnitt: Das Dritte Zeitalter.
  2. 2,0 2,1 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Drittes Buch, Viertes Kapitel: Baumbart.
  3. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XIX: Von Beren und Lúthien.
  4. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Anhang: Elemente in den Quenya- und Sindarin-Namen Eintrag zu tathar und nan(d).
  5. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Anhang: Elemente in den Quenya- und Sindarin-Namen Eintrag zu dor und thôn.
  6. 6,0 6,1 6,2 Wayne G. Hammond und Christina Scull: The Lord of the Rings: A Reader's Companion. Book III, Chapter 4: Treebeard (S. 384-385), Anmerkung zu in Ambaróna (...) aus Tolkiens unbeendetem Index.
  7. Wolfgang Krege: Elbisches Wörterbuch; Wörterbuch Sindarin – Deutsch, Eintragungen „taure“ und „more“.
  8. J. R. R. Tolkien, Donald Swann: The Road Goes Ever On; 3. In the Willow-meads Of Tasarinan.