Sarn Gebir: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Sarn Gebir''' | '''Sarn Gebir''' ist im [[Legendarium]] die Bezeichnung für einen von Stromschnellen geprägten Abschnitt des [[Anduin]]. | ||
==Geographie== | |||
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Dies sorgte in Kombination mit Wasserwirbeln und der kräftigen Strömung dafür, dass der Anduin auf einer Strecke von etwas mehr als einer Meile für Boote unbefahrbar war. Um dieses Hindernis zu umgehen, wurde ein Pfad am Westufer des Flusses angelegt, auf welchem leichte Boote bis zu einer kleinen natürlichen Bucht am Südende von Sarn Gebir getragen werden konnten. Lange Zeit wurde diese Route von Händlern und anderen Reisenden, die von [[Rhovanion|Wilderland]] nach [[Osgiliath]] gelangen wollten, benutzt.<ref name = "HdR2">[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Zweites Buch, Neuntes Kapitel: ''Der Große Strom''</ref> | |||
==Legendarium== | |||
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==Etymologie== | |||
''Sarn Gebir'' ist [[Sindarin]] für ‚Steindornen‘. | |||
''Sarn'' ist das Sindarin-Wort für‚Stein‘.<ref>[[Wolfgang Krege]]: ''[[Elbisches Wörterbuch]]; Wörterbuch Sindarin – Deutsch, Eintragung ''sarn''.</ref> | |||
''Gebir'' leitet sich von dem Sindarin-Wort ''Ceber'', Plural ''Cebir'', ab, das die Bedeutung ‚Pfahl‘ oder ‚Spieß‘ hat.<ref>[[Wolfgang Krege]]: ''[[Elbisches Wörterbuch]]; Wörterbuch Sindarin – Deutsch, Eintragungen ''ceber''.</ref><ref> [[Wayne G. Hammond]], [[Christina Scull]]: ''[[The Lord of the Rings: A Reader’s Companion]]''. The Fellowship of the Ring. Buch Zwei, Kapitel 8: ''Farewell to Lórien'', S. 327.</ref> | |||
==Werkgeschichte== | |||
In den ersten Entwürfen zum Kapitel ''Der große Strom'' im ''[[Der Herr der Ringe|Herrn der Ringe]]'' wurden die Stromschnellen zunächst ''Pensarn'' genannt Auch der Name ''Ruinel'' fand kurz Verwendung. Dafür waren aber die später als ''[[Argonath]]'' bekannt gewordenen Steinstatuen von [[Isildur]] und [[Anárion (Sohn von Elendil)|Anárion]] als ''The Gates of Gebir'' oder ''Gates of Sarn-Gebir'' bezeichnet worden.<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The History of Middle-earth]] Vol. VII [[The Treason of Isengard]]''. Kapitel XVII: ''The Great River'', S 360, 362 u. 364ff, Notes 5, 20 u. 21.</ref> | |||
==Quellen== | ==Quellen== | ||
<references/> | |||
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Aktuelle Version vom 6. November 2026, 07:58 Uhr
Sarn Gebir ist im Legendarium die Bezeichnung für einen von Stromschnellen geprägten Abschnitt des Anduin.
Geographie
Zwischen den westlichen Hängen der Emyn Muil und unmittelbar nördlich des Sees Nen Hithoel befanden sich viele scharfkantige, teils wie Zähne aus dem Wasser aufragende Felsen im Flussbett des Anduin.[1]
Dies sorgte in Kombination mit Wasserwirbeln und der kräftigen Strömung dafür, dass der Anduin auf einer Strecke von etwas mehr als einer Meile für Boote unbefahrbar war. Um dieses Hindernis zu umgehen, wurde ein Pfad am Westufer des Flusses angelegt, auf welchem leichte Boote bis zu einer kleinen natürlichen Bucht am Südende von Sarn Gebir getragen werden konnten. Lange Zeit wurde diese Route von Händlern und anderen Reisenden, die von Wilderland nach Osgiliath gelangen wollten, benutzt.[2]
Legendarium
Als die Gefährten von Lothlórien kommend den Anduin befuhren, gelangten sie - früher als von Aragorn erwartet - bei den Stromschnellen an. Am 23. Februar 3019 D. Z. kurz vor Mitternacht wurden die Boote von einer starken Strömung an das Ostufer getrieben. Dort wurden die Gefährten von Orks angegriffen, konnten sich aber schließlich an das andere Ufer retten. Von hier aus gelang es Legolas, das geflügelte Reittier eines Nazgûl hoch über Sarn Gebir zu treffen, so dass die Gemeinschaft sich einen sicheren Zufluchtsort in einer kleinen Bucht am Westufer suchen konnte. Am nächsten Tag trugen sie die drei Boote und die Ausrüstung auf dem dort befindlichen Pfad über Land bis zu einer Stelle unterhalb der Stromschnellen. [2]
Etymologie
Sarn Gebir ist Sindarin für ‚Steindornen‘. Sarn ist das Sindarin-Wort für‚Stein‘.[3]
Gebir leitet sich von dem Sindarin-Wort Ceber, Plural Cebir, ab, das die Bedeutung ‚Pfahl‘ oder ‚Spieß‘ hat.[4][5]
Werkgeschichte
In den ersten Entwürfen zum Kapitel Der große Strom im Herrn der Ringe wurden die Stromschnellen zunächst Pensarn genannt Auch der Name Ruinel fand kurz Verwendung. Dafür waren aber die später als Argonath bekannt gewordenen Steinstatuen von Isildur und Anárion als The Gates of Gebir oder Gates of Sarn-Gebir bezeichnet worden.[6]
Quellen
- ↑ Karen Wynn Fonstad: The Atlas of Tolkien’s Middle-earth. „Regionalkarten“, „Die Braunen Lande, das Ödland, die Hügellande und der Emyn Muil“, S. 85.
- ↑ 2,0 2,1 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Zweites Buch, Neuntes Kapitel: Der Große Strom
- ↑ Wolfgang Krege: Elbisches Wörterbuch; Wörterbuch Sindarin – Deutsch, Eintragung sarn.
- ↑ Wolfgang Krege: Elbisches Wörterbuch; Wörterbuch Sindarin – Deutsch, Eintragungen ceber.
- ↑ Wayne G. Hammond, Christina Scull: The Lord of the Rings: A Reader’s Companion. The Fellowship of the Ring. Buch Zwei, Kapitel 8: Farewell to Lórien, S. 327.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. VII The Treason of Isengard. Kapitel XVII: The Great River, S 360, 362 u. 364ff, Notes 5, 20 u. 21.
