Seregon: Unterschied zwischen den Versionen

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Das '''Seregon''' oder Steinblut (Original: „Blood of Stone") gehört nach dem [[Legendarium]] zu den [[Olvar|Blume]]n [[Arda]]s.  
{{Infobox Pflanze
| Name              = Seregon
| Bild              =
| Bildinfo          =
| Andere Namen      = Steinblut
| Verbreitungsgebiet = [[Beleriand]]
| Zeitraum          = [[Erstes Zeitalter]]
| Bekannt für        = Ein Feld von Seregon-Pflanzen wuchs am [[Amon Rûdh]]
| Beschreibung      = niedriger Wuchs, rote Blüten, wächst auf Felsenboden
}}
Das '''Seregon''' oder Steinblut (Original: ''Blood of Stone'') gehört nach dem [[Legendarium]] zu den [[Olvar|Blume]]n [[Arda]]s.  


==Beschreibung==
==Beschreibung==
Die Pflanze wächst niedrig und ist in der Lage, sich auch auf kargem, felsigen Untergrund auszubreiten. Sie ist mit dem Mauerpfeffer (Sedum) vergleichbar.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Nachrichten aus Mittelerde]]''. Hrsg. von Christopher Tolkien, Teil I: ''Das Erste Zeitalter'', II: ''Narn I Hîn Húrin: Die Geschichte der Kinder Húrins, Anmerkung 14''</ref>
Die Pflanze wächst niedrig, blüht rot und ist in der Lage, sich auch auf kargem, felsigen Untergrund auszubreiten. Sie ist mit dem Mauerpfeffer (Sedum) vergleichbar.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Nachrichten aus Mittelerde]]''. Hrsg. von Christopher Tolkien, Teil I: ''Das Erste Zeitalter'', II: ''Narn I Hîn Húrin: Die Geschichte der Kinder Húrins, Anmerkung 14''</ref>


==Verbreitung==
==Verbreitung==
Bekannt ist das Seregon-Feld am [[Amon Rûdh]] in [[Beleriand]] im [[Erstes Zeitalter|Ersten Zeitalter]]. Der Gipfel des Amon Rûdh war nahezu völlig kahl mit Ausnahme der dort vorkommenden Seregon-Pflanze, die sich dort auf Steinen und Felsen ansiedeln konnte. Während der Blüte des Seregon wirkte die Hügelspitze, als sei sie tiefrot gefärbt.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Nachrichten aus Mittelerde]]''. Hrsg. von Christopher Tolkien, Teil I: ''Das Erste Zeitalter'', II: ''Narn I Hîn Húrin: Die Geschichte der Kinder Húrins, Von Mîm, dem Zwerg''</ref>
Bekannt war das Seregon-Feld am [[Amon Rûdh]] in [[Beleriand]] im [[Erstes Zeitalter|Ersten Zeitalter]]. Der Gipfel des Amon Rûdh war nahezu völlig kahl mit Ausnahme der dort vorkommenden Seregon-Pflanze, die sich dort auf Steinen und Felsen ansiedeln konnte. Während der Blüte des Seregon wirkte die Hügelspitze, als sei sie tiefrot gefärbt.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Nachrichten aus Mittelerde]]''. Hrsg. von Christopher Tolkien, Teil I: ''Das Erste Zeitalter'', II: ''Narn I Hîn Húrin: Die Geschichte der Kinder Húrins, Von Mîm, dem Zwerg''</ref>
 
==Legendarium==
Als [[Túrin Turambar|Túrin]] vom [[Kleinzwerg]] [[Mîm]] zum Amon Rûdh geführt wurde, ließ das Seregon gerade in seiner Blüte den Kopf des Hügels wirken, als wäre er in Blut gebadet. Dieser Umstand erschien rückblickend prophetisch. An diesem Ort nämlich wurde Túrins Bande [[Geächtete]]r, die zuvor dort in den Höhlen im „[[Haus der Auslöse]]“ gewohnt hatte, nach dem Verrat durch Mîm von [[Orks]] getötet. Ihr Blut lief hier also zwischen den roten Blüten des Seregon über die Felsen.<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Das Silmarillion]]''. Quenta Silmarillion, Kapitel XXI: ''Von Túrin Turambar''.</ref>.
 
{{Zitat|Text=[...] ''das Licht der sinkenden Sonne fiel auf den Berggipfel, wo das seregon in voller Blüte stand. ‚Seht! Es ist Blut auf dem Gipfel‘, sagte Andróg. ‚Noch nicht‘, gab Túrin zur Antwort.''|Autor=J. R. R. Tolkien|Quelle=''Nachrichten aus Mittelerde''. Hrsg. v. Christopher Tolkien. Übersetzt v. Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1983, <br />Das Erste Zeitalter: Narn I Hîn Húrin, Kapitel: Von Mîm, dem Zwerg, S.170</div>}}


==Etymologie==
==Etymologie==
Die Bezeichnung ''Seregon'' setzt sich zusammen aus den Sindarin-Wörtern ''sereg'' für ''Blut'' und ''gond'' für ''Stein''.<ref>[[Wolfgang Krege]]: ''[[Elbisches Wörterbuch]]; Wörterbuch Sindarin – Deutsch, Eintragungen „sereg“ und „gond“</ref>
Die Bezeichnung ''Seregon'' setzt sich zusammen aus den Sindarin-Wörtern ''sereg'' für ''Blut'' und ''gond'' für ''Stein''.<ref>[[Wolfgang Krege]]: ''[[Elbisches Wörterbuch]]; Wörterbuch Sindarin – Deutsch, Eintragungen „sereg“ und „gond“</ref>


==Sonstiges==
==Quellen==
Als [[Túrin Turambar|Túrin]] vom [[Kleinzwerg]] [[Mîm]] zum Amon Rûdh geführt wurde, ließ das Seregon gerade in seiner Blüte den Kopf des Hügels wirken, als wäre er in Blut gebadet. Dieser Umstand erschien rückblickend prophetisch. An diesem Ort nämlich wurde Túrins Bande [[Geächtete|Geächteter]], die zuvor dort in den Höhlen im „[[Haus der Auslöse]]“ gewohnt hatte, nach dem Verrat durch Mîm von [[Orks]] getötet. Ihr Blut lief hier also zwischen den roten Blüten des Seregon über die Felsen.<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Das Silmarillion]]''. Quenta Silmarillion, Kapitel XXI: ''Von Túrin Turambar''.</ref>.
<references/>
 
{{Zitat|Text=[...] ''das Licht der sinkenden Sonne fiel auf den Berggipfel, wo das seregon in voller Blüte stand. ‚Seht! Es ist Blut auf dem Gipfel‘, sagte Andróg. ‚Noch nicht‘, gab Túrin zur Antwort.''|Autor=J. R. R. Tolkien|Quelle=''Nachrichten aus Mittelerde''. Hrsg. v. Christopher Tolkien. Übersetzt v. Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1983, <br />Das Erste Zeitalter: Narn I Hîn Húrin, Kapitel: Von Mîm, dem Zwerg, S.170</div>}}
 
== Quellen  ==


[[Kategorie:Blumen]]
[[Kategorie:Blumen]]

Aktuelle Version vom 16. Juli 2026, 15:50 Uhr

Seregon
Andere Namen Steinblut
Verbreitungs­gebiet Beleriand
Zeitraum Erstes Zeitalter
Bekannt für Ein Feld von Seregon-Pflanzen wuchs am Amon Rûdh
Beschreibung niedriger Wuchs, rote Blüten, wächst auf Felsenboden

Das Seregon oder Steinblut (Original: Blood of Stone) gehört nach dem Legendarium zu den Blumen Ardas.

Beschreibung

Die Pflanze wächst niedrig, blüht rot und ist in der Lage, sich auch auf kargem, felsigen Untergrund auszubreiten. Sie ist mit dem Mauerpfeffer (Sedum) vergleichbar.[1]

Verbreitung

Bekannt war das Seregon-Feld am Amon Rûdh in Beleriand im Ersten Zeitalter. Der Gipfel des Amon Rûdh war nahezu völlig kahl mit Ausnahme der dort vorkommenden Seregon-Pflanze, die sich dort auf Steinen und Felsen ansiedeln konnte. Während der Blüte des Seregon wirkte die Hügelspitze, als sei sie tiefrot gefärbt.[2]

Legendarium

Als Túrin vom Kleinzwerg Mîm zum Amon Rûdh geführt wurde, ließ das Seregon gerade in seiner Blüte den Kopf des Hügels wirken, als wäre er in Blut gebadet. Dieser Umstand erschien rückblickend prophetisch. An diesem Ort nämlich wurde Túrins Bande Geächteter, die zuvor dort in den Höhlen im „Haus der Auslöse“ gewohnt hatte, nach dem Verrat durch Mîm von Orks getötet. Ihr Blut lief hier also zwischen den roten Blüten des Seregon über die Felsen.[3].

[...] das Licht der sinkenden Sonne fiel auf den Berggipfel, wo das seregon in voller Blüte stand. ‚Seht! Es ist Blut auf dem Gipfel‘, sagte Andróg. ‚Noch nicht‘, gab Túrin zur Antwort.

— J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde. Hrsg. v. Christopher Tolkien. Übersetzt v. Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1983,
Das Erste Zeitalter: Narn I Hîn Húrin, Kapitel: Von Mîm, dem Zwerg, S.170

Etymologie

Die Bezeichnung Seregon setzt sich zusammen aus den Sindarin-Wörtern sereg für Blut und gond für Stein.[4]

Quellen

  1. J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde. Hrsg. von Christopher Tolkien, Teil I: Das Erste Zeitalter, II: Narn I Hîn Húrin: Die Geschichte der Kinder Húrins, Anmerkung 14
  2. J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde. Hrsg. von Christopher Tolkien, Teil I: Das Erste Zeitalter, II: Narn I Hîn Húrin: Die Geschichte der Kinder Húrins, Von Mîm, dem Zwerg
  3. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XXI: Von Túrin Turambar.
  4. Wolfgang Krege: Elbisches Wörterbuch; Wörterbuch Sindarin – Deutsch, Eintragungen „sereg“ und „gond“