Sieben Tore von Gondolin: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''sieben Tore von Gondolin''' befanden sich in der [[Orfalch Echor]] und schützen den Zugang zu [[Gondolin]].
Die '''sieben Tore von Gondolin''' befanden sich in der [[Orfalch Echor]] und schützten den Zugang zu [[Gondolin]].


== Zeitangabe ==
== Zeitangabe ==
 
* erbaut zwischen 64 [[Erstes Zeitalter|E. Z. (J. S.)]] und 471 [[Erstes Zeitalter|E. Z. (J. S.)]]
* erbaut zwischen 64 [[Erstes Zeitalter|E. Z. (JS)]] und 116 [[Erstes Zeitalter|E. Z. (JS)]]
* wahrscheinlich 510 [[Erstes Zeitalter|E. Z. (J. S.)]] zerstört
* siebtes Tor 471 [[Erstes Zeitalter|E. Z. (JS)]] erbaut
* wahrscheinlich 510 [[Erstes Zeitalter|E. Z. (JS)]] zerstört


== Beschreibung ==
== Beschreibung ==
Um das Tal von [[Tumladen (Beleriand)|Tumladen]] und die Stadt Gondolin erreichen zu können, musste man zuerst das Bett des [[Trockener Fluss|Trockenen Flusses]] finden und dann die [[Orfalch Echor]] durchqueren. Diese tiefe Schlucht wurde von sieben Toren versperrt:<ref name="NME 1 I">[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Nachrichten aus Mittelerde]]''. Herausgegeben von [[Christopher Tolkien]]. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1983. (Im Original erschienen 1980 unter dem Titel ''Unfinished Tales of Númenor and Middle-earth''.) Teil Eins: ''Das Erste Zeitalter'' I. ''Von Tuor und seine Ankunft in Gondolin''.</ref>
# [[Tor aus Holz]]
# [[Tor aus Stein]]
# [[Tor aus Bronze]]
# [[Eisernes Tor]]
# [[Silbernes Tor]]
# [[Goldenes Tor]]
# [[Letztes Tor]]
Jedes Tor verfügte über eine eigene Wache mit je eigenen Uniformen und Bewaffnungen.<ref name="NME 1 I"/> Im [[Fall von Gondolin]] wurden die Tore vermutlich zerstört.


Um das Tal von [[Tumladen (Beleriand)|Tumladen]] und die Stadt Gondolin erreichen zu können, musste man zuerst das Bett des [[Trockener Fluss|Trockenen Flusses]] finden und dann die Orfalch Echor durchqueren. Diese tiefe Schlucht wurde von sieben Toren versperrt.
== Hintergrund ==
 
Ursprünglich hatte König [[Turgon (Sohn von Fingolfin)|Turgon]] sechs Tore anlegen lassen. Das Letzte Tor am Ostende der Orfalch Echor wurde unter Anleitung [[Maeglin]]s nach der [[Nirnaeth Arnoediad]] errichtet.<ref name="NME 1 I"/>
=== Erstes Tor ===
 
Direkt am Anfang der Schlucht lag das erste, hölzerne Tor. Dieses bestand aus geschnitzten, mit Eisennägeln fixierten Holzstäben. Wachhabender an diesem Tor bei [[Tuor]]s und [[Voronwe]]s Ankunft war [[Elemmakil]].
 
=== Zweites Tor ===
 
Von ersten Tor führte ein gepflasterter Weg zum zweiten Tor, das aus einer steinernen Mauer mit zwei gedrungenen Türmen und einem großen Torbogen bestand. Es wurde von grau gekleideten Wachen gehütet.  
 
=== Drittes Tor ===
 
Das dritte Tor bestand aus einer zweiflügeligen, bronzenen Tür, die mit Figuren und Zeichen verziert war. Verstärkt wurde es durch drei rechteckige, mit Kupferdächern geschmückte Türme. Die hier stationierten Wachen waren großteils [[Sindar]] aus [[Nevrast]], die Bronzeharnische und –äxte trugen.  
 
=== Viertes Tor ===
 
Ganz aus Eisen geschaffen war das vierte Tor mit vier eisernen Türmen und einer großen Figur von [[Thorondor]] darüber. Die schwarz gekleideten Wachen trugen Visiere mit Adlerschnäbeln.
 
=== Fünftes und Sechstes Tor ===
 
Das fünfte und das sechste Tor ähnelten sich sehr stark. Während ersteres aus weißem Marmor bestand und mit fünf großen Kugeln und einem silbernen Abbild [[Telperion]]s geschmückt war, bestand die Mauer des sechsten Tores aus gelbem Marmor und war mit sechs großen Kugeln und einem goldenen Abbild [[Laurelin]]s geschmückt.


=== Siebtes Tor ===
== Sonstiges ==
Nach den sieben Toren in der Orfalch Echor betrat man das Tal von Tumladen. Über Treppen in den [[Amon Gwareth]] erreichte man das Tor in der westlichen Stadtmauer auf einer hoch gelegenen Terasse, durch das man die eigentliche Stadt betreten konnte. Zwischen dem Stadttor und dem [[Platz des Königs|Platz der Quelle]] befand sich vermutlich ein Hügel mit [[Mellyrn]], Birken und immergrünen Bäumen.<ref name="NME 1 I"/>


Das siebte Tor wurde erst nach der [[Nirnaeth Arnoediad]] von [[Maeglin]] erbaut. Es bestand aus zwei sehr hohen, runden, siebenstöckigen Türmen. Der Zwischenraum wurde von sieben stählernen Säulen unterteilt und mit je 77 Stahlspeeren und mehreren Querstreben zu einem Zaun verwoben. Geschmückt wurde das Tor von einem großen Abbild von [[Turgon (Sohn von Fingolfin)|Turgons]] Diamanten besetzter Königskrone.
== Werkgeschichte ==
Die sieben Tore entstammen den späteren Schriften [[J. R. R. Tolkien]]s, die eine Neufassung der Geschichte vom Fall von Gondolin bilden sollten.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Nachrichten aus Mittelerde]]''. Herausgegeben von [[Christopher Tolkien]]. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1983. (Im Original erschienen 1980 unter dem Titel ''Unfinished Tales of Númenor and Middle-earth''.) ''Einleitung''.</ref> Einige Elemente erinnern an die früheren Beschreibungen von Gondolin, die sich im [[Buch der Verschollenen Geschichten]] und dem [[Silmarillion]] finden. So befanden sich auf dem Silbernen und dem Goldene Tor Abbildungen [[Telperion]]s bzw. [[Laurelin]]s, die in früheren Texten jedoch in Gondolin selbst standen (siehe [[Belthil]] und [[Glingal]]). Die teilweise sehr detailliert beschriebenen Wachmannschaften erinnern an die [[zwölf Häuser von Gondolin]]. Da diese Entwürfe nie vollendet wurden, ist jedoch unbekannt, ob es sich hierbei um Ersetzungen oder Ergänzungen handeln sollte.


== Quellen ==
== Quellen ==
<references/>


* J. R. R. Tolkien: ''[[Nachrichten aus Mittelerde]].'' Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1983. (Im Original erschienen 1980 unter dem Titel ''Unfinished Tales of Númenor and Middle-earth''.) Teil 2: „Das Erste Zeitalter“. I „Tuor und seine Ankunft in Gondolin“.
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[[Kategorie:Tore und Türen]]
[[Kategorie:Tore und Türen|Gondolin]]
[[Kategorie:Tore von Gondolin| 0]]


[[en:Seven Gates of Gondolin]]
[[en:Seven Gates of Gondolin]]
[[fi:Gondolinin seitsemän porttia]]
[[fi:Gondolinin seitsemän porttia]]

Aktuelle Version vom 2. April 2026, 13:19 Uhr

Die sieben Tore von Gondolin befanden sich in der Orfalch Echor und schützten den Zugang zu Gondolin.

Zeitangabe

Beschreibung

Um das Tal von Tumladen und die Stadt Gondolin erreichen zu können, musste man zuerst das Bett des Trockenen Flusses finden und dann die Orfalch Echor durchqueren. Diese tiefe Schlucht wurde von sieben Toren versperrt:[1]

  1. Tor aus Holz
  2. Tor aus Stein
  3. Tor aus Bronze
  4. Eisernes Tor
  5. Silbernes Tor
  6. Goldenes Tor
  7. Letztes Tor

Jedes Tor verfügte über eine eigene Wache mit je eigenen Uniformen und Bewaffnungen.[1] Im Fall von Gondolin wurden die Tore vermutlich zerstört.

Hintergrund

Ursprünglich hatte König Turgon sechs Tore anlegen lassen. Das Letzte Tor am Ostende der Orfalch Echor wurde unter Anleitung Maeglins nach der Nirnaeth Arnoediad errichtet.[1]

Sonstiges

Nach den sieben Toren in der Orfalch Echor betrat man das Tal von Tumladen. Über Treppen in den Amon Gwareth erreichte man das Tor in der westlichen Stadtmauer auf einer hoch gelegenen Terasse, durch das man die eigentliche Stadt betreten konnte. Zwischen dem Stadttor und dem Platz der Quelle befand sich vermutlich ein Hügel mit Mellyrn, Birken und immergrünen Bäumen.[1]

Werkgeschichte

Die sieben Tore entstammen den späteren Schriften J. R. R. Tolkiens, die eine Neufassung der Geschichte vom Fall von Gondolin bilden sollten.[2] Einige Elemente erinnern an die früheren Beschreibungen von Gondolin, die sich im Buch der Verschollenen Geschichten und dem Silmarillion finden. So befanden sich auf dem Silbernen und dem Goldene Tor Abbildungen Telperions bzw. Laurelins, die in früheren Texten jedoch in Gondolin selbst standen (siehe Belthil und Glingal). Die teilweise sehr detailliert beschriebenen Wachmannschaften erinnern an die zwölf Häuser von Gondolin. Da diese Entwürfe nie vollendet wurden, ist jedoch unbekannt, ob es sich hierbei um Ersetzungen oder Ergänzungen handeln sollte.

Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1983. (Im Original erschienen 1980 unter dem Titel Unfinished Tales of Númenor and Middle-earth.) Teil Eins: Das Erste Zeitalter I. Von Tuor und seine Ankunft in Gondolin.
  2. J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1983. (Im Original erschienen 1980 unter dem Titel Unfinished Tales of Númenor and Middle-earth.) Einleitung.


Sieben Tore von Gondolin
1. Tor aus Holz • 2. Tor aus Stein • 3. Tor aus Bronze • 4. Eisernes Tor • 5. Silbernes Tor • 6. Goldenes Tor • 7. Letztes Tor