Gondolindrim

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Die Gondolindrim (Sindarin für Gondolin-Volk) waren die in der Stadt Gondolin lebenden Elben, die ungefähr ein Drittel der Noldor aus Fingolfins Gefolge und viele Sindar umfassten.[1] Solange sie vom Glück begünstigt waren, schufen sie viele kunstreiche Dinge, Bauwerke und Waffen, doch in Zeiten der Not erwiesen sie sich auch als sehr gute Krieger.[2] Nach dem Fall von Gondolin 510 E. Z. (J. S.) wohnten die überlebenden Gondolindrim, angeführt von Tuor und Idril, in Arvernien und bei den Sirion-Häfen.[3]

Werkgeschichte

Im Buch der Verschollenen Geschichten wird das Volk Gondothlim genannt. Sie teilten sich in zwölf Adelshäuser, die die Streitkräfte bildeten. Jedes Haus hatte einen eigenen Anführer (mit einer Ausnahme, s. u.) und ein eigenes Wappen. Der Oberbefehlshaber über sie alle war jedoch Turgon, der König von Gondolin. Von jedem Haus, ausgenommen dem Haus des Hammers des Zorns und dem Haus des Königs, gab es einige Überlebende.[4]

Die Häuser zur Zeit des Falls von Gondolin waren:

Für Das Silmarillion griff Christopher Tolkien auf die Fassung der Geschichte Von Tuor und dem Fall von Gondolin aus dem Jahr 1930 zurück, weshalb das Haus der Goldenen Blume unter Glorfindel auch im Silmarillion erscheint.[5]

In der Neufassung der Geschichte des Falls von Gondolin (um 1951) kommen die Häuser nicht mehr vor. Stattdessen scheinen sich die Streitkräfte in die sieben Wachen der sieben Tore von Gondolin aufzuteilen:[6]

  1. Tor: Äußere Wache
  2. Tor: Graue Wache
  3. Tor: Bronzene Wache
  4. Tor: Eiserne Wache
  5. Tor: Silberne Wache
  6. Tor: Goldene Wache
  7. Tor: Letzte Wache

In dieser Fassung ist Ecthelion der Herr der Brunnen von Gondolin. Als Hauptmann der Äußeren Wache war Elemmakil vorgesehen. Diese Geschichte wurde nie vollendet.

Quellen

  1. J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Quenta Silmarillion, XV Von den Noldor in Beleriand.
  2. J. R. R. Tolkien: Der Hobbit. Drittes Kapitel: Eine kurze Rast
  3. J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Quenta Silmarillion, XXIII Von Tuor und dem Fall von Gondolin.
  4. 4,0 4,1 J. R. R. Tolkien: Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 2. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1999. (Im Original erschienen 1984 unter dem Titel The Book Of Lost Tales. Part Two.) III. Der Fall von Gondolin
  5. J. R. R. Tolkien: The Shaping of Middle-earth. (The History of Middle-earth, Band IV.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. HarperCollins, London 1992. III. The Quenta
  6. J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1983. (Im Original erschienen 1980 unter dem Titel Unfinished Tales of Númenor and Middle-earth.) Teil Eins: Das Erste Zeitalter I. Von Tuor und seine Ankunft in Gondolin.