Aros

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Aros
Eckdaten
Ort Ost-Beleriand
Typ Fluss[1][2][3]
Beschreibung rötliche Färbung[4]
(siehe Etymologie)

Der Aros ist im Legendarium ein Fluss in Beleriand.

Geographie

Der Aros war ein Fluss im östlichen Beleriand. Er entsprang im nördlichen Teil der Region und floss vom südlichen Dorthonion zunächst nach Süden und anschließend nach Westen. Über weite Strecken bildete er die östliche und südliche Grenze des Königreichs Doriath und trennte dieses von den östlich gelegenen Gebieten Beleriands. Am südwestlichsten Punkt mündete der Aros nördlich der Dämmerseen in den Sirion.

Sein Oberlauf wurde von der Oststraße gekreuzt und über die Aros-Furten konnte man den Aros überqueren. Zwischen dem Aros und seinem Zubringer, dem Celon, lag das Gebiet Arthórien.

Der obere Lauf des Aros bildete die Ostgrenze von Dor Dínen, dem „Stillen Land“ und die Westgrenze von Himlad.

Im Norden mündete der Celon in den Aros.[1][2][3]

Werkgeschichte

Der Aros erscheint bereits in der frühen Fassung der Geschichte vom Untergang Doriaths, „The Nauglafring“, aus dem Buch der Verschollenen Geschichten, Teil 2. Dort wird er als reißender Fluss beschrieben, den die Zwerge von Nogrod bei der Steinernen Furt überqueren wollen. In derselben Passage wird angegeben, dass sein Oberlauf an den Höhlen der Rodothlim und den Aufenthaltsorten Glorunds vorbeiführe.

Tolkien korrigierte die betreffende Passage später und vermerkte, dass der beschriebene Fluss der Narog sei. Die Stelle belegt damit eine frühe Entwicklungsstufe der Flussgeografie, in der die Lage des Aros noch nicht der späteren Konzeption entsprach.[5][6]

Etymologie

Der Name Aros steht mit der Wurzel yar- (‚Blut‘) in Verbindung. In Tolkiens frühen Etymologien wird die verwandte Form iaros mit ‚blutig‘ angegeben. Der Name Aros bezeichnet dort einen Fluss mit rötlichem Wasser.[4]

Quellen

  1. ↑ 1,0 1,1 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XIV: Von Beleriand und seinen Reichen.
  2. ↑ 2,0 2,1 Karen Wynn Fonstad: The Atlas of Tolkien's Middle-Earth. The First Age: Beleriand and the Lands to the North.
  3. ↑ 3,0 3,1 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Karte von Beleriand.
  4. ↑ 4,0 4,1 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. V The Lost Road and Other Writings. Part Three: The Etymologies, YAR-, S.400.
  5. ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. I The Book of Lost Tales, Part One. Kapitel IV: The Nauglafring, S. 236.
  6. ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. I The Book of Lost Tales, Part One. Kapitel IV: The Nauglafring, S. 244, Note 15.