Wanderwahn

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Der Wanderwahn (Original wandering-madness) bezeichnet im Legendarium ein unter den Hobbits ungewöhnliches Verhalten.

Beschreibung

Die Bezeichnung »Wanderwahn« wurde von den Hobbits des Auenlandes am Ende des Dritten Zeitalter gebraucht, um ein in ihrem sozialen Gefüge und Lebensbild abnormales und negativ verstandenes Verhalten zu benennen. Es handelte sich nicht, wie es der Wortbestandteil »Wahn« nahelegt, um eine tatsächliche psychische Krankheit.

Hobbits, die dem Wanderwahn verfielen, wie es hieß, begannen im Laufe ihres Lebens eine plötzliche Unrast zu verspüren, die sich fortlaufend steigerte. Sie sehnten sich auf einmal danach, auf Wanderschaft zu gehen, die Welt zu sehen und sogar Abenteuer zu erleben. All diese Sehnsüchte standen der ideellen Lebensweise der sesshaften, soliden und bürgerlichen Auenland-Bewohner entgegen.

Der Wunsch nach der Ferne galt als vererbbar, vor allem unter jenen Hobbit-Familien, die falbhäutischen Ursprungs waren, wie etwa den Tuks. Wenn ein Mitglied einer Hobbit-Familie seinem Drang nachgab und auf einmal verschwand, vertuschte diese es. Sofern der Hobbit von seinen Reisen zurückkehrte, soll sich dieser fortan sonderbar und schweigsam verhalten haben.

Hintergrund

In Der Hobbit macht der Erzähler die Entwicklung des Wanderwahns im ersten Kapitel am Protagonisten des Romans, dem Hobbit Bilbo Beutlin deutlich. In Der Herr der Ringe wird darauf Bezug genommen, indem der Erzähler schildert, wie Frodo Beutlin in den Jahren kurz vor seiner Abreise dieselbe Unruhe, wie Bilbo zuvor befiel.

Quellen