Brithombar
| Brithombar | |
|---|---|
| Eckdaten | |
| Ort | Falas, an der Mündung des Brithon |
| Typ | Hafenstadt |
| Beschreibung | Einer der beiden Häfen der Falas |
| Regionen | Beleriand[1][2] |
| Bewohner und Geschichte | |
| Bewohner | Falathrim[3] |
| Gründung | 1149 E. Z. (J. B.)[4] |
| Zerstörung | 473 E. Z. [5] |
Brithombar ist im Legendarium einer der beiden großen Häfen der Falas an der Westküste Beleriands.
Geographie
Brithombar lag an der Westküste Beleriands in der Region Falas, an der Mündung des Flusses Brithon in das Große Meer. Brithombar war der nördliche der beiden großen Häfen der Falas. Weiter südlich lag Eglarest an der Mündung des Nenning.[1] Das Gebiet zwischen den beiden Häfen bildete das Kernland der Falathrim.[2][3]
Beschreibung
Brithombar war die Heimat der Falathrim, der Teleri von Beleriand, die die ersten Elben in Mittelerde waren, die Schiffe gebaut haben. Círdan, der Schiffbauer, wurde ihr Fürst. Die Lage am Meer machte Brithombar zu einem wichtigen Zentrum der Seefahrt und des Schiffbaus und ermöglichte Círdans Volk den Verkehr entlang der Küsten Beleriands.[6]
Nach der Zerstörung der beiden Häfen im Jahr 473 E. Z. verlor die Falas ihre Bedeutung als eigenständiges Küstenreich. Die Überlebenden flohen überwiegend auf dem Seeweg nach Balar und zu den Mündungen des Sirion.[7]
Legendarium
Nachdem die Teleri während der Großen Wanderung den Westen Beleriands erreicht hatten, überredete Osse einige von ihnen, in Mittelerde zu bleiben. Diese Elben wurden später als Falathrim, die Elben der Falas, bezeichnet. Sie ließen sich an der Küste nieder und gründeten dort die Häfen von Brithombar und Eglarest. [4][8]
Zu Zeiten der Belagerung Angbands wurden mit Unterstützung der Noldor Brithombar und Eglarest neu aufgebaut und befestigt. Aus den Häfen wurden schöne Hafenstädte mit hohen Mauern, steinernen Kaien und Pieren. Die Befestigung der Häfen erfolgte im Jahr 65 des Ersten Zeitalters.[3][9]
Nach der Nirnaeth Arnoediad wurden die Falas zu einem Zufluchtsort für viele Flüchtlinge aus den von Morgoth bedrohten Gebieten. Círdan nahm sie in seinen befestigten Häfen auf. Die Seefahrer der Falas fuhren mit ihren Schiffen die Küste entlang und griffen Morgoths Truppen bei überraschenden Landungen an. Im folgenden Jahr schickte Morgoth eine große Streitmacht über Hithlum und Nevrast nach Westen. Seine Heere zogen die Flüsse Brithon und Nenning hinab und verwüsteten die Falas. Schließlich belagerten sie Brithombar und Eglarest. Die Verteidiger leisteten erbitterten Widerstand. Morgoths Heer verfügte jedoch über Schmiede, Bergleute und Meister der Feuerkünste, die große Belagerungsmaschinen bauten. Mit ihrer Hilfe wurden die Mauern der Häfen durchbrochen. Brithombar wurde zerstört und ein großer Teil seiner Bewohner getötet oder versklavt.
Ein Teil von Círdans Volk konnte mit den Schiffen entkommen. Unter den Flüchtlingen befand sich Ereinion Gil-galad, Fingons Sohn, den sein Vater nach der Dagor Bragollach zu den Häfen geschickt hatte. Círdan und die Überlebenden zogen anschließend nach Balar und zu den Mündungen des Sirion. Damit endete die Geschichte Brithombars als bedeutende Hafenstadt der Falas.[7]
Nach der Zerstörung Brithombars und Eglarest lebte Círdan mit den Überlebenden seines Volkes auf der Insel Balar. Dort wurde er ein Freund Earendils. Mit Círdans Hilfe baute Earendil das Schiff Vingilot, mit dem er später über das Meer nach Aman fuhr.[10]
Etymologie
Der Name Brithombar setzt sich aus dem Namen des Flusses Brithon und dem Element mbar zusammen. Mbar wird mit ‚Wohnung‘, ‚Haus‘ oder ‚Siedlung‘ übersetzt[11] und brith mit ‚Kiesel‘.[12]
Werkgeschichte
Brithombar erschien bereits in frühen Fassungen der Geschichte Beleriands.[13]
Quellen
- ↑ 1,0 1,1 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Anhänge: Karte von Beleriand.
- ↑ 2,0 2,1 Karen Wynn Fonstad: The Atlas of Tolkien's Middle-Earth. The First Age: Beleriand and Lands to the North.
- ↑ 3,0 3,1 3,2 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XIV: Von Beleriand und seinen Reichen.
- ↑ 4,0 4,1 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. X Morgoth's Ring. Part Two: The Annals of Aman, S. 85.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XI The War of the Jewels. Part One: The Grey Annals, S. 80, §256.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel V: Von Eldamar und den Fürsten der Eldalië.
- ↑ 7,0 7,1 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XX: Von der fünften Schlacht: Nirnaeth Arnoediad.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XIII: Von der Rückkehr der Noldor.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XI The War of the Jewels. Part One: The Grey Annals, S. 40, §65.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XXIV: Von Earendils Fahrt und dem Krieg des Zorns.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. V The Lost Road and Other Writings. Part Three: The Ethymologies, MBAR, S 372.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Anhänge: Elemente in den Quenya- und Sindarin-Namen, brith.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. IV The Shaping of Middle-earth. Kapitel IV: The First 'Silmarillion' Map, S. 129, § 13.
