Uruk-hai

Aus Ardapedia
Ein Uruk Sarumans

Die Uruk-hai (Singular Uruk, umgangssprachlicher Plural Uruks) sind im Legendarium eine besonders starke Ork-Rasse.

Zeitangabe

2475 D. Z. erstmals erschienen

Beschreibung

Die Uruk-hai wurden von Sauron in Mordor, später auch von Saruman in Isengart gezüchtet.

Sarumans Uruk-hai zeichneten sich vor allem dadurch aus, dass sie sich im Gegensatz zu anderen Orkrassen auch bei Tageslicht bewegen konnten, ohne wesentlich geschwächt zu werden. Baumbart vermutete, dass der Grund in einer Vermischung von Orks mit Menschen lag.[1] Ob dies auch in gleichem Maße für Saurons Uruk-hai zutraf, ist nicht völlig klar. Die Körpergröße der Uruks wird als „fast mannshoch“ beschrieben.[2] Falls damit die númenórische Maßeinheit von zwei Rangar gemeint war, wären Uruk-hai etwa 1,90 m groß gewesen. Sie waren schwarzhäutig, schlitzäugig und hatten starke Beine und große Hände. Bewaffnet waren sie nicht mit den Krummsäbeln, wie bei Orks üblich, sondern mit breiten Schwertern und Eibenbögen.[3]

Die Uruks waren somit den meisten anderen Orks an Körpergröße und Kraft weit überlegen und wurden deswegen nicht nur als Soldaten eingesetzt, sondern auch als Hauptleute und Kommandanten für Einheiten, die aus normalen Orks bestanden. Sie kämpften in allen großen Schlachten des Ringkriegs.

Die Uruks selbst sahen sich als über den anderen Orks stehend, die sie als „Maden“, „Würmer“, „Affen“ oder meistens „Snaga“ (Sklave) bezeichneten.[4]

Geschichte

Bereits Morgoth kreuzte Menschen, die auf eine orkähnliche Stufe herabgewürdigt wurden, mit Orks, um größtere und fähigere Orks zu züchten. Saruman gelang es jedoch, dieses Wissen zu vervollkommnen.[5]

Die Art Uruk-hai, die später auch im Ringkrieg kämpfte, trat erstmals im Jahr 2475 Drittes Zeitalter auf.[6]

Die Uruk-hai spielten bei den Angriffen auf Ithilien ab 2901 D. Z. eine wichtige Rolle wo sie erstmals in Erscheinung traten und Osgiliath eroberten.[6]

Filmtrilogie

Uruk vor Mordor

Im Gegensatz zu den anderen Orkrassen der Trilogie erinnern die Uruk-hai der Filme noch am ehesten von ihrem Äußeren her an die Wesen, die Tolkien in seinen Büchern beschrieb, allerdings werden sie in den Filmen fast nur von Saruman eingesetzt. Das Heer, das das Volk Rohans in der Schlacht in Helms Klamm bedroht, besteht ausschließlich aus den „kämpfenden Uruk-hai“. Die einzigen Stellen im Film, in der Uruks aus Mordor auftauchen, sind am Pass von Cirith Ungol und bei der Belagerung von Minas Tirith. Diese sind anders gekleidet als ihre Verwandten aus Isengart und haben einen etwas anderen Hautton, dennoch sind sie eindeutig als Uruk-hai zu erkennen. Interessant ist, dass die Uruk-hai im Film den Menschen körperlich überlegen sind, allerdings werden sie auch als wesentlich dümmer dargestellt als sie in den Büchern erscheinen.

Sonstiges

  • „Uruk-hai“ bedeutet frei übersetzt in der schwarzen Sprache eigentlich nur „Ork-Volk“. Eine besondere Abgrenzung der Uruk-hai Sarumans von denen Saurons existiert in den Büchern nicht.
  • Namentlich erwähnte Uruk-hai waren:

Quellen

  1. J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Übersetzt von Margaret Carroux und Ebba-Margareta von Freymann. Klett-Cotta, Stuttgart 1969/1970. (Im Original erschienen 1954/55 unter dem Titel The Lord of the Rings.) Drittes Buch, Viertes Kapitel: Baumbart
  2. J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Übersetzt von Margaret Carroux und Ebba-Margareta von Freymann. Klett-Cotta, Stuttgart 1969/1970. (Im Original erschienen 1954/55 unter dem Titel The Lord of the Rings.) Drittes Buch, Neuntes Kapitel: Treibgut und Beute
  3. J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Übersetzt von Margaret Carroux und Ebba-Margareta von Freymann. Klett-Cotta, Stuttgart 1969/1970. (Im Original erschienen 1954/55 unter dem Titel The Lord of the Rings.) Drittes Buch, Erstes Kapitel: Boromirs Abschied''
  4. J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Übersetzt von Margaret Carroux und Ebba-Margareta von Freymann. Klett-Cotta, Stuttgart 1969/1970. (Im Original erschienen 1954/55 unter dem Titel The Lord of the Rings.) Drittes Buch, Drittes Kapitel: Die Uruk-hai
  5. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien: Morgoth’s Ring. (The History of Middle-earth, Band X), Myths transformed.
  6. 6,0 6,1 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Übersetzt von Margaret Carroux und Ebba-Margareta von Freymann. Klett-Cotta, Stuttgart 1969/1970. (Im Original erschienen 1954/55 unter dem Titel The Lord of the Rings.). Anhang A, 4. Gondor und die Erben von Anárion, Die Truchsesse