Schwarze Pferde: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Schwarze Pferde''' sind im [[Legendarium]] Reittiere, die im Dienste [[Sauron]]s stehen und von den [[Nazgûl]] geritten werden. | |||
== | ==Beschreibung== | ||
Zu Beginn des [[Ringkrieg]]es dienten die Schwarzen Pferde den [[Nazgûl]] als Reittiere. Sie waren in der Lage, die Nähe ihrer Reiter zu ertragen, vor denen gewöhnliche Tiere zurückschreckten. Als [[Frodo Beutlin|Frodo]] [[Gandalf]] fragte, weshalb die Schwarzen Pferde die Ringgeister duldeten, erklärte er, dass sie in [[Mordor]] für den Dienst des [[Sauron|Dunklen Herrschers]] geboren und gezüchtet würden.<ref name="HdR2,1">[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Buch II, Erstes Kapitel: ''Viele Begegnungen''.</ref> | |||
[[Éomer]] berichtete, dass Sauron einige Jahre zuvor versucht habe, Pferde von den [[Rohirrim]] zu kaufen. Nachdem diese sich geweigert hatten, schickte Sauron plündernde [[Orks]], die Pferde raubten und dabei gezielt die schwarzen Tiere auswählten. Dies lässt die Vermutung zu, dass die Schwarzen Pferde der Ringgeister Nachfahren der [[Pferde]] von [[Rohan]] gewesen sein könnten.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Buch III, Zweites Kapitel: ''Die Reiter Rohans''.</ref> | |||
==Legendarium== | |||
[[Datei:John Howe - Khamûl the Easterling.jpg|thumb|360px|[[John Howe]], ''Khamûl the Easterling'', 2003]] | |||
Die Nazgûl machten sich von Mordor aus auf die Suche nach dem [[Eine Ring|Einen Ring]] und ritten dabei auf schwarzen Pferden.<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (Hrsg.): ''[[Nachrichten aus Mittelerde]]''. Teil Drei: Das Dritte Zeitalter, Kapitel IV: ''Die Jagd nach dem Ring''.</ref> Am [[18. Oktober]] {{DZ|3018}} überquerten sie die [[Furten des Isen]] und am [[22. Oktober]] erreichten die Ringgeister die [[Sarnfurt]] und vertrieben dort die [[Waldläufer des Nordens|Waldläufer]]. Am folgenden Tag kamen vier der Reiter vor Tagesanbruch ins Auenland. Die übrigen fünf verfolgten zunächst die Waldläufer und kehrten anschließend zurück, um den [[Grünweg]] zu beobachten.<ref name="AnhangB">[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Anhang B, Die Aufzählung der Jahre: ''Die Grossen Jahre''.</ref> Im Auenland begegneten dem [[Hamfast Gamdschie (Sohn von Hobsen)|Alte Ohm]]<ref name="HdR1,3">[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Buch I, Drittes Kapitel: ''Drei Mann hoch''.</ref> und auch [[Bauer Maggot]] ein schwarzes Pferd mit seinem Reiter.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Buch I, Viertes Kapitel: ''Geradewegs zu den Pilzen''.</ref> Auch Frodo erblickte ein Schwarzes Pferd, als er sich mit [[Samweis Gamdschie|Sam]] und [[Peregrin Tuk|Pippin]] auf dem Weg nach [[Krickloch]] befand.<ref name="HdR1,3"></ref> Auf der Suche nach Frodo ritten die Nazgûl unter anderem nach Krickloch, Bree und später zur [[Amon Sûl|Wetterspitze]].<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Buch I, Elftes Kapitel: ''Ein Messer im Dunkeln''.</ref> | |||
== Quellen == | Am [[20. Oktober]]<ref name="AnhangB"></ref> holten die Schwarzen Reiter Frodo ein, der gemeinsam mit [[Aragorn II.|Aragorn]] und den anderen Hobbits auf dem Weg nach [[Bruchtal]] war. [[Glorfindel]] nahm Frodo auf sein Pferd [[Asfaloth]] und ritt zur [[Furt des Bruinen]]. Die Ringgeister folgten ihnen, konnten Asfaloth jedoch nicht einholen. Asfaloth hatte die Furt bereits überquert, während die Schwarzen Pferde mit ihren Reitern am anderen Ufer eintrafen. Die Nazgûl waren nicht willens, die Furt zu überqueren. Schließlich trieb einer der Reiter sein Pferd in die Furt und zwei weitere folgten ihm. Plötzlich erhob sich eine Flut, die [[Elrond]] heraufbeschworen hatte. Die drei Reiter, die sich bereits im Wasser befanden, wurden mitsamt ihren Pferden von den Wassermassen umgerissen und unter der Gischt begraben. Die übrigen Pferde scheuten zunächst vor der heranströmenden Flut zurück.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Buch I, Zwölftes Kapitel: ''Flucht zur Furt''.</ref> Als Glorfindel und Aragorn mit brennenden Holzscheiten aus einer nahe gelegenen Mulde hervortraten, gerieten die Schwarzen Pferde in Panik, stürzten ebenfalls in den Fluss und trugen ihre Reiter in die tosenden Wasser. | ||
Gandalf erklärte Frodo später in Bruchtal, dass die Pferde vermutlich umgekommen seien, während die Nazgûl selbst die Flut überlebt hätten.<ref name="HdR2,1"></ref> | |||
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Version vom 27. Oktober 2026, 17:19 Uhr

The Black Rider, 1997
Schwarze Pferde sind im Legendarium Reittiere, die im Dienste Saurons stehen und von den Nazgûl geritten werden.
Beschreibung
Zu Beginn des Ringkrieges dienten die Schwarzen Pferde den Nazgûl als Reittiere. Sie waren in der Lage, die Nähe ihrer Reiter zu ertragen, vor denen gewöhnliche Tiere zurückschreckten. Als Frodo Gandalf fragte, weshalb die Schwarzen Pferde die Ringgeister duldeten, erklärte er, dass sie in Mordor für den Dienst des Dunklen Herrschers geboren und gezüchtet würden.[1]
Éomer berichtete, dass Sauron einige Jahre zuvor versucht habe, Pferde von den Rohirrim zu kaufen. Nachdem diese sich geweigert hatten, schickte Sauron plündernde Orks, die Pferde raubten und dabei gezielt die schwarzen Tiere auswählten. Dies lässt die Vermutung zu, dass die Schwarzen Pferde der Ringgeister Nachfahren der Pferde von Rohan gewesen sein könnten.[2]
Legendarium

Die Nazgûl machten sich von Mordor aus auf die Suche nach dem Einen Ring und ritten dabei auf schwarzen Pferden.[3] Am 18. Oktober 3018 D. Z. überquerten sie die Furten des Isen und am 22. Oktober erreichten die Ringgeister die Sarnfurt und vertrieben dort die Waldläufer. Am folgenden Tag kamen vier der Reiter vor Tagesanbruch ins Auenland. Die übrigen fünf verfolgten zunächst die Waldläufer und kehrten anschließend zurück, um den Grünweg zu beobachten.[4] Im Auenland begegneten dem Alte Ohm[5] und auch Bauer Maggot ein schwarzes Pferd mit seinem Reiter.[6] Auch Frodo erblickte ein Schwarzes Pferd, als er sich mit Sam und Pippin auf dem Weg nach Krickloch befand.[5] Auf der Suche nach Frodo ritten die Nazgûl unter anderem nach Krickloch, Bree und später zur Wetterspitze.[7]
Am 20. Oktober[4] holten die Schwarzen Reiter Frodo ein, der gemeinsam mit Aragorn und den anderen Hobbits auf dem Weg nach Bruchtal war. Glorfindel nahm Frodo auf sein Pferd Asfaloth und ritt zur Furt des Bruinen. Die Ringgeister folgten ihnen, konnten Asfaloth jedoch nicht einholen. Asfaloth hatte die Furt bereits überquert, während die Schwarzen Pferde mit ihren Reitern am anderen Ufer eintrafen. Die Nazgûl waren nicht willens, die Furt zu überqueren. Schließlich trieb einer der Reiter sein Pferd in die Furt und zwei weitere folgten ihm. Plötzlich erhob sich eine Flut, die Elrond heraufbeschworen hatte. Die drei Reiter, die sich bereits im Wasser befanden, wurden mitsamt ihren Pferden von den Wassermassen umgerissen und unter der Gischt begraben. Die übrigen Pferde scheuten zunächst vor der heranströmenden Flut zurück.[8] Als Glorfindel und Aragorn mit brennenden Holzscheiten aus einer nahe gelegenen Mulde hervortraten, gerieten die Schwarzen Pferde in Panik, stürzten ebenfalls in den Fluss und trugen ihre Reiter in die tosenden Wasser.
Gandalf erklärte Frodo später in Bruchtal, dass die Pferde vermutlich umgekommen seien, während die Nazgûl selbst die Flut überlebt hätten.[1]
Quellen
- ↑ 1,0 1,1 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch II, Erstes Kapitel: Viele Begegnungen.
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch III, Zweites Kapitel: Die Reiter Rohans.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (Hrsg.): Nachrichten aus Mittelerde. Teil Drei: Das Dritte Zeitalter, Kapitel IV: Die Jagd nach dem Ring.
- ↑ 4,0 4,1 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Anhang B, Die Aufzählung der Jahre: Die Grossen Jahre.
- ↑ 5,0 5,1 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch I, Drittes Kapitel: Drei Mann hoch.
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch I, Viertes Kapitel: Geradewegs zu den Pilzen.
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch I, Elftes Kapitel: Ein Messer im Dunkeln.
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch I, Zwölftes Kapitel: Flucht zur Furt.
