Elostirion: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 28. Oktober 2026, 11:31 Uhr

Elostirion
Eckdaten
Andere Namen Elbenturm
Ort Turmberge[1]
Typ Turm
Bewohner und Geschichte
Bewohner Elendil, Elben
Gründung nach 3320 Z. Z.[2]
Ereignisse Aufbewahrung eines der Palantíri[3]

Der Elostirion ist nach dem Legendarium der höchste der drei Elbentürme auf den Emyn Beraid.

Beschreibung

Auf einer kleinen Hügelkette im Westen Eriadors, den Emyn Beraid oder Turmbergen befanden sich drei Elbentürme.

Der Elostirion war der höchste dieser Türme. Er lag am weitesten westlich gelegen, in einiger Entfernung zu den anderen beiden, auf einer grünen Hügelkuppe.

Er bestand aus einem weißem Gestein, das man bei Nacht weit über das Land hin schimmern sah.[1]

Legendarium

Gil-galad ließ den Elostirion und die beiden anderen Türme nach der Gründung Arnors für seinen Freund Elendil erbauen.[4]

Im Elostirion wurde nach dem Untergang Númenors einer der Palantíri von Arnor aufbewahrt. Dieser stand aber nicht in Kommunikation mit den restlichen Palantiri, sondern ermöglichte nur den Blick nach Westen bis Tol Eressea.[3][5]

Elendil zog sich, während er über das Nördliche Königreich herrschte, oft in den Turm zurück und benutzte den Stein, um das Meer zu beobachten und nach der Insel des Meneltarma zu suchen, von der er vermutete, sie würde sich wieder aus den Fluten erheben.[3]

Matěj Čadil
The Palantir of Elostirion, 2021

Unter Elendils Gefolgsleuten glaubten manche, er hätte so von Zeit zu Zeit den Turm von Avallóne erblickt, wo der Meisterstein stand.[4][5]

In späteren Zeiten, im Auenland, erzählten sich die Hobbits, von der Spitze des Turm könne man das Meer sehen. Sie selbst bestiegen den Turm allerdings nicht.[1]

Im Dritten Zeitalter wurden der Turm und der Stein von Círdan und den Elben von Lindon unterhalten und beschützt.[5] Nach dem Ringkrieg wurde der Stein von den Ringträgern in den Westen mitgenommen.[3]

Der Turm blieb bis ins Vierte Zeitalter stehen. Sam Gamdschies Tochter Elanor zog vier Jahre nach ihrer Heirat mit ihrer Familie zu den Turmbergen und lebte dort in Untertürmen.[2]

Etymologie

Der Name Elostirion ist Quenya für ‚Sternwachtturm‘ und setzt sich aus êl (‚Stern‘), os(t) (‚Festung‘) und tir (‚wachen‘, ‚bewachen‘) zusammen.[6]

In J. R. R. Tolkiens frühen Entwürfen des Herrn der Ringe tauchte der Name Elostirion als möglicher Ersatz für den Namen der Stadt Osgiliath auf.[7]


Quellen

  1. ↑ 1,0 1,1 1,2 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Prolog: Über Hobbits.
  2. ↑ 2,0 2,1 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Anhänge und Register. Anhang B: Die Aufzählung der Jahre (Zeittafel der Westlande).
  3. ↑ 3,0 3,1 3,2 3,3 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Anhänge und Register. Anhang A: Annalen der Könige und Herrscher. I. Die Númenorischen Könige. 3. Eriador, Arnor und Isildurs Erben. Fußnote 23.
  4. ↑ 4,0 4,1 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Von den Ringen der Macht und dem Dritten Zeitalters.
  5. ↑ 5,0 5,1 5,2 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Nachrichten aus Mittelerde. Teil Vier Kapitel III. Die Palantiri. Anmerkung 16.
  6. ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Anhang: Elemente in den Quenya- und Sindarin-Namen Eintrag zu êl, os(t) und tir.
  7. ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. VII The Treason of Isengard. Kapitel XXIII: Notes on various topics, S. 423.