Schwarze Pferde: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Schwarze Pferde''' sind im [[Legendarium]] Reittiere, die im Dienste [[Sauron]]s stehen und von den [[Nazgûl]] geritten werden.
'''Schwarze Pferde''' sind im [[Legendarium]] Reittiere, die im Dienste [[Sauron]]s stehen und von den [[Nazgûl]] geritten werden.



Aktuelle Version vom 3. November 2026, 21:38 Uhr

Anke Eißmann
The Black Rider, 1997

Schwarze Pferde sind im Legendarium Reittiere, die im Dienste Saurons stehen und von den Nazgûl geritten werden.

Beschreibung

Zu Beginn des Ringkrieges dienten die Schwarzen Pferde den Nazgûl als Reittiere. Sie waren in der Lage, die Nähe ihrer Reiter zu ertragen, vor denen gewöhnliche Tiere zurückschreckten. Als Frodo Gandalf fragte, weshalb die Schwarzen Pferde die Ringgeister duldeten, erklärte er, dass sie in Mordor für den Dienst des Dunklen Herrschers geboren und gezüchtet würden.[1]

Éomer berichtete, dass Sauron einige Jahre zuvor versucht habe, Pferde von den Rohirrim zu kaufen. Nachdem diese sich geweigert hatten, schickte Sauron plündernde Orks, die Pferde raubten und dabei gezielt die schwarzen Tiere auswählten. Dies lässt die Vermutung zu, dass die Schwarzen Pferde der Ringgeister Nachfahren der Pferde von Rohan gewesen sein könnten.[2]

Legendarium

John Howe, Khamûl the Easterling, 2003

Die Nazgûl machten sich von Mordor aus auf die Suche nach dem Einen Ring und ritten dabei auf schwarzen Pferden.[3] Am 18. Oktober 3018 D. Z. überquerten sie die Furten des Isen und am 22. Oktober erreichten die Ringgeister die Sarnfurt und vertrieben dort die Waldläufer. Am folgenden Tag kamen vier der Reiter vor Tagesanbruch ins Auenland. Die übrigen fünf verfolgten zunächst die Waldläufer und kehrten anschließend zurück, um den Grünweg zu beobachten.[4] Im Auenland begegneten dem Alte Ohm[5] und auch Bauer Maggot ein schwarzes Pferd mit seinem Reiter.[6] Auch Frodo erblickte ein Schwarzes Pferd, als er sich mit Sam und Pippin auf dem Weg nach Krickloch befand.[5] Auf der Suche nach Frodo ritten die Nazgûl unter anderem nach Krickloch, Bree und später zur Wetterspitze.[7]

Am 20. Oktober[4] holten die Schwarzen Reiter Frodo ein, der gemeinsam mit Aragorn und den anderen Hobbits auf dem Weg nach Bruchtal war. Glorfindel nahm Frodo auf sein Pferd Asfaloth und ritt zur Furt des Bruinen. Die Ringgeister folgten ihnen, konnten Asfaloth jedoch nicht einholen. Asfaloth hatte die Furt bereits überquert, während die Schwarzen Pferde mit ihren Reitern am anderen Ufer eintrafen. Die Nazgûl waren nicht willens, die Furt zu überqueren. Schließlich trieb einer der Reiter sein Pferd in die Furt und zwei weitere folgten ihm. Plötzlich erhob sich eine Flut, die Elrond heraufbeschworen hatte. Die drei Reiter, die sich bereits im Wasser befanden, wurden mitsamt ihren Pferden von den Wassermassen umgerissen und unter der Gischt begraben. Die übrigen Pferde scheuten zunächst vor der heranströmenden Flut zurück.[8] Als Glorfindel und Aragorn mit brennenden Holzscheiten aus einer nahe gelegenen Mulde hervortraten, gerieten die Schwarzen Pferde in Panik, stürzten ebenfalls in den Fluss und trugen ihre Reiter in die tosenden Wasser.

Gandalf erklärte Frodo später in Bruchtal, dass die Pferde vermutlich umgekommen seien, während die Nazgûl selbst die Flut überlebt hätten.[1]

Quellen

  1. ↑ 1,0 1,1 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch II, Erstes Kapitel: Viele Begegnungen.
  2. ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch III, Zweites Kapitel: Die Reiter Rohans.
  3. ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (Hrsg.): Nachrichten aus Mittelerde. Teil Drei: Das Dritte Zeitalter, Kapitel IV: Die Jagd nach dem Ring.
  4. ↑ 4,0 4,1 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Anhang B, Die Aufzählung der Jahre: Die Grossen Jahre.
  5. ↑ 5,0 5,1 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch I, Drittes Kapitel: Drei Mann hoch.
  6. ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch I, Viertes Kapitel: Geradewegs zu den Pilzen.
  7. ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch I, Elftes Kapitel: Ein Messer im Dunkeln.
  8. ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch I, Zwölftes Kapitel: Flucht zur Furt.