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{{Charakterbox
|Name          = Thorin
|Bild          =  Thorin.jpg
|Bildinfo      =  [[Anke Eißmann]]<br/>[[Thorin II.|Thorin]], über [[Thrórs Karte]] gebeugt, 2008


|Bekannt für  = die Fahrt zum [[Erebor]]
[[Bild:Rabe.jpg|thumb|U.S. Fish and Wildlife Service<br/>Kolkrabe (''Corvus corax'')]]
|Bekannt für 2 =
'''Raben''' (Original ''ravens'') sind im [[Legendarium]] Rabenvögel [[Mittelerde]]s.
|Bekannt für 3 =


|Titel        =
==Beschreibung==
Rabenvögel kommen nahezu auf der ganzen Erde vor. Der Kolkrabe gilt mit einer Körpergröße von bis zu 65 cm als größter Singvogel der Welt und hat ein kohlrabenschwarzes Gefieder sowie eine tiefe und sonore Stimme<ref>Gräfe & Unzer Verlag (Herausgeber): ''Vögel: Einfach und sicher bestimmen''. München 2005. Eintrag zu Kolkrabe.</ref>


|Aussprache    =
In Mittelerde waren sie ebenfalls verbreitet, Sie werden als klug und gelehrsam beschrieben.
|Andere Namen  = [[Thorin II.]]<ref name="Erebor">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Nachrichten aus Mittelerde]]''. Das Dritte Zeitalter, Kapitel III: ''Die Fahrt zum Erebor''.</ref>,<br/> Thorin Thráinthrórssohnsohn<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der kleine Hobbit]]''. Zehntes Kapitel: ''Ein begeisterter Empfang''.</ref>


|Geboren      =   2746 [[Drittes Zeitalter|D. Z.]]       
==Erwähnungen in Tolkiens Werken==
|Gestorben    = 2941 D. Z.       
Den wichtigsten Auftritt innerhalb von Tolkiens Werken haben Raben im [[Der Hobbit|''Hobbit'']], finden aber auch andernorts Erwähnung. Während Raben – wie auch Krähen - in vielen Kulturen und Mythologien als schlechte Vorzeichen gelten und als Vögel, die in Verbindung mit dem Tod stehen, waren Raben in der germanischen Mythologie Symbole für Weisheit. In Tolkiens Werken kommen sie in beiden Rollen vor.
|Volk          =   [[Zwerge]], [[Durins Volk]]
|Zugehörigkeit =    
|Ort          =  [[Moria]]<br>[[Thorins Hallen]]<br>[[Erebor]]<ref name="Erebor"></ref> 
|Sprache      =


|Haus          =
===Das Leithian-Lied===
|Familie      =
Im ''[[Leithian-Lied]]'' (Original ''Lay of Leithian'') sah [[Beren Erchamion|Beren]] in einem Traum Raben auf kahlen Bäumen, von deren Schnäbeln Blut tropfte, bevor ihm durch den Geist [[Gorlim]]s offenbart wurde, dass jener Berens Vater und seine Gefährten verraten hatte.<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The History of Middle-earth]] Vol. III [[The Lays of Beleriand]]''. Kapitel III: ''The Lay of Leithian''.</ref>
|Eltern        =         <!--Nur verwenden, wenn beide Elternteile bekannt sind-->
|Mutter        =         <!--Nur verwenden, wenn nur die Mutter bekannt ist-->
|Vater        =      [[Thráin II.|Thráin]]<!--Nur verwenden, wenn nur der Vater bekannt ist-->
|Geschwister  =    [[Dís]], [[Frerin]]<ref name="Anhang">[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]. Anhang A (III): ''Durins Volk''.</ref>
|Ehepartner    =
|Kinder        =


|Geschlecht    =  
===Das Silmarillion===
|Körpergröße  =
Flüchtende Raben tauchen in einer Verszeile des berühmten Wettgesang zwischen [[Sauron]] und [[Finrod Felagund]] auf, als beide ihre Macht in Zauberliedern maßen und Finrod unterlag.<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Das Silmarillion]]''. ''Quenta Silmarillion'', XIX: ''Von Beren und Lúthien''.</ref>
|Haarfarbe    =
|Augenfarbe    =
|Kleidung      =
|Waffen        =  [[Orcrist]]<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Hobbit]]''. Drittes Kapitel: ''Eine kurze Rast''</ref>
|Pferd        =


|Audio        =
Im [[Krieg des Zorns]] kämpften die [[Adler]] und alle anderen großen Vögel unter der Führung [[Thorondor]]s und an der Seite [[Earendil der Seefahrer|Earendil]]s gegen [[Morgoth]]s [[Drachen]]. Ob zu jenen großen Vögel auch die Raben gehörten, wird nicht explizit gesagt, ist aber wegen der Größe der Rabenvögel denkbar.<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Das Silmarillion]]''. ''Quenta Silmarillion'', XXIV ''Von Earendils Fahrt und dem Krieg des Zorns''.</ref>
|Audioinfo    =
}}
'''Thorin Eichenschild''' (Original: ''Oakenshield'') ist im [[Legendarium]] ein König der [[Durins Volk|Langbärte]].


==Beschreibung==
===Der Hobbit===
Thorin war der Sohn von [[Thráin II.]] und der Enkel von [[Thrór]].<ref name="Anhang"></ref> 
Der [[Hobbit]] [[Bilbo Beutlin]] kam in Kontakt mit dem Raben [[Roac]], nachdem er mit [[Thorin II.|Thorin Eichenschild]] und dessen Gefährten am [[Erebor]] eingetroffen war. Roac berichtete ihnen von Smaugs Tod und der Zerstörung der [[Seestadt]]. Bilbo erfuhr von [[Balin]], dass es am [[Rabenberg]], einem Ausläufer des [[Erebor]] eine Rabenkolonie gab. Diese Raben, die auch als Große Bergraben (Original ''great ravens of the mountain'') bekannt waren, waren recht große und intelligente Vögel, die auch ein sehr hohes Alter erreichten.  


Den Titel Eichenschild erhielt er, als er in der [[Schlacht von Azanulbizar]] den Ast einer Eiche als Schild benutzte. In dieser Schlacht, in der er neben seinem Vater kämpfte, verlor er seinen jüngeren Bruder [[Frerin]].
Die Raben waren einst unter [[Thrór]]s Regentschaft als [[König unter dem Berg]] mit den [[Zwerge]]n befreundet gewesen und dienten den Zwergen als Boten und Kundschafter, die für ihre Dienste mit glitzernden Gegenständen belohnt wurden. Durch [[Smaug]]s verheerenden Angriff auf die Gegend um den Erebor im Jahre 2770 [[Drittes Zeitalter|D. Z.]] wurden zwar die Zwerge vertrieben, aber die Raben blieben. 171 Jahre später hatten sie ihre einstige Freundschaft zu den Zwergen vom Erebor nicht vergessen. Der Rabe Roac sprach [[Westron]] und war so in der Lage, sich mit Bilbo und den Zwergen zu verständigen. Er warnte sie, dass viele durch die Aussicht auf den Reichtum unterm Berg angelockt worden seien und ein Elbenheer im Anmarsch sei. Über die [[Krähen]], die das heranziehende Heer begleiteten, äußerte sich Roac voll Verachtung und nannte sie „Aaskrähen“. Thorin sandte mit Roacs Hilfe eine Botschaft an seinem Vetter [[Dain]] in den [[Eisenberge|Eisenbergen]].<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der kleine Hobbit]]''. Fünfzehntes Kapitel: ''Die Wolken sammeln sich''.</ref> Raben flogen emsig zwischen den beiden hin- und her und halfen den Zwergen so beim Pläneschmieden.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der kleine Hobbit]]''. Siebzehntes Kapitel: ''Die Wolken bersten''.</ref>


Thorin verließ wie viele andere Zwerge 2770 D. Z. den [[Erebor]], da der Drache [[Smaug]] sich dort niederließ und den Berg eroberte. Er entkam dem Drachen, weil er zu diesem Zeitpunkt auf Wanderschaft war. Zusammen mit seinem Vater Thráin und seinem Großvater Thrór lebte er einige Jahre in [[Dunland]].
===Der Herr der Ringe===
Bei den Abenteuern von [[Frodo]] und der [[Ringgemeinschaft]] kommt es nicht zur Begegnungen mit Raben. Allerdings erhielt [[Peregrin Tuk]] im [[Ringkrieg]], als er im Jahre 3019 D. Z. in Minas Tirith dem [[Truchsess]] [[Denethor II.]] als Wächter der [[Veste]] die Lehnstreue geschworen hatte, einen Helm mit kleinen Rabenflügeln an beiden Seiten.<ref name="HdR5,4">[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Buch V, Viertes Kapitel: ''Die Belagerung von Gondor''.</ref>


Nach dem Krieg der Zwerge gegen die Orks ließen sich er, sein Vater und seine Schwester [[Dís]] in den [[Ered Luin]] nieder und brachten es dort zu einigem Wohlstand. Nach dem Tod seines Vaters in den Verliesen [[Dol Guldur]]s wurde er König von Durins Volk und Herrscher über die nach ihm benannten [[Thorins Hallen|Hallen]].<ref name="Erebor">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Nachrichten aus Mittelerde]]''. Das Dritte Zeitalter, Kapitel III: ''Die Fahrt zum Erebor''.</ref>
===Legende von Sigurd und Gudrún===
In der altskandinavischen Sagenwelt und Mythologie, mit der sich J.R.R. Tolkien sehr gut auskannte und viel befasste, sind Raben wichtige Geschöpfe. Den germanische Gott Odin begleiteten die beiden Raben Hugin und Munin, deren Namen ''Gedanke'' und ''Erinnerung'' bedeuteten. Beide werden schon in der [[Edda|Älteren Edda]] im Gedicht „Grímnismál“ in Vers 20 genannt.<ref>Karl Simrock, (Übersetzer u. Herausgeber): ''Die Edda – Nordische Götter- und Heldensagen'' I. Die ältere Edda. 1. ''Grímnismál''.</ref>


Auf einer Reise nach [[Bree]] traf er dann schließlich [[Gandalf]], der ihn zu seiner Fahrt zum Einsamen Berg ermutigte.<ref name="Erebor"></ref>
Raben werden auch mehrfach in Tolkiens von der nordischen Mythologie inspirierten Ballade „[[Die Legende von Sigurd und Gudrún]]“ (Original: The Legend of Sigurd and Gudrún) erwähnt, die er in den 1920er beziehungsweise 1930er Jahre gedichtet hat.


Im Jahr 2941 D. Z. zog er mit zwölf Begleitern, dem [[Hobbits|Hobbit]] [[Bilbo Beutlin]] und streckenweise mit dem Zauberer Gandalf zum Erebor, um den [[Drachen]] [[Smaug]] zu töten oder zumindest den Schatz seiner Vorväter zurückzuerlangen.<ref name=“Hobbit 1“>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der kleine Hobbit|Der Hobbit]]''. Kapitel I: ''Eine unvorhergesehene Gesellschaft''.</ref> Bilbo nahm er dabei nur auf erhebliches Drängen von Gandalf mit.<ref name="Erebor"></ref>
Schon in der Eröffnungssequenz vom „Neuen Wölsungenlied“ (Original: The New Lay of the Völsungs) wird ein Vers mit den Worten „Ravens flew thence over realms of Earth“ eingeleitet und nimmt damit Bezug auf Hugin und Munin, die beiden Raben Odins.<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.):''Die Legende von Sigurd und Gudrún''. Das neue Wölsungenlied, Upphaf.</ref>


Gandalf warnte Thorin ganz zu Beginn der Reise fast prophetisch:
Bedeutsam ist auch die Begegnung von Sigurd mit einem Raben, kurz nachdem Sigurd den Drachen Fáfnir getötet hat. Als Sigurd versehentlich das Blut des Drachen schmeckte, erhielt er plötzlich die Fähigkeit, die Sprache der Vögel zu verstehen. Durch eine Drossel und einen Rabe wurde Sigurd daraufhin gewarnt, dass ihm Gefahr durch seinen heimtückischen Pflegevater Regin drohe.<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''Die Legende von Sigurd und Gudrún''. Das neue Wölsungenlied, Kapitel V Regin.</ref>
{{Zitat|Text=Und zügelt Euren Stolz und Euro Habgier, oder Ihr werdet am Ende fallen, welchen Weg Ihr auch geht, und wären Eure Hände auch mit Gold gefüllt.|Autor=[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.)|Quelle=''[[Nachrichten aus Mittelerde]]''. Übersetzt von [[Hans J. Schütz]]. [[Klett-Cotta]], Stuttgart 2020. Teil Drei: ''Das Dritte Zeitalter''. III. ''Die Fahrt zum Erebor'' S. 511.}}


Auf seiner Fahrt wurde er von [[Orks]] gefangen genommen<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der kleine Hobbit]]''. Viertes Kapitel: ''Über den Berg und unter den Berg''.</ref> und später sogar von den [[Waldelben]] eingesperrt, was Thorins Reserviertheit und Misstrauen gegenüber den [[Elben]] noch steigerte.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der kleine Hobbit]]''. Achtes Kapitel: ''Fliegen und Spinnen''.</ref>
Diese Geschichte hat einen Widerhall in der Szene, in der Bilbo und Balin die Drossel beobachteten und nicht verstehen konnten, diese dann aber den Raben Roac holte, welcher ihnen eine Warnung übermitteln konnte.
Nach dem Tod Smaugs forderten die Waldelben unter ihrem König [[Thranduil]] und die [[Menschen am Langen See|Menschen vom Langen See]] unter [[Bard I.|Bard]], deren Stadt durch den aufgeschreckten Drache zerstört worden war, Anteil an Smaugs Hort, da er auch viele Kostbarkeiten dieser Völker enthielt.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der kleine Hobbit]]''. Fünfzehntes Kapitel: ''Die Wolken sammeln sich''.</ref>


Thorin dachte jedoch nicht daran, ihnen auch nur einen Teil des Schatzes zu überlassen, abgesehen vielleicht von einem minimalen Ausgleich. Diese habgierige und sture Einstellung des Zwergs hätte beinahe zu einem bewaffneten Konflikt zwischen den freien Völkern geführt, nicht zuletzt, weil Thorin bei seinem Vetter [[Dáin II.|Dáin]] um kriegerische Unterstützung gebeten hatte. Durch die Ankunft der Heere der [[Orks]] und [[Warge]] wurde dies allerdings verhindert.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der kleine Hobbit]]''. Siebzehntes Kapitel: ''Die Wolken bersten''.</ref>
==Namentlich bekannte Raben==
* [[Roac]]
* [[Carc]]


Thorin starb kurz nach der [[Schlacht der Fünf Heere]] an den Verletzungen, die er erlitt, als er gegen [[Bolg]]s Leibwache vorging. Auch seine Neffen [[Fíli]] und [[Kíli]] fielen, als sie versuchten, ihn zu decken. Man begrub Thorin tief unter dem Einsamen Berg. Bard legte ihm den [[Arkenstein]], den Schatz von Durins Haus, auf die Brust und Thranduil legte das Schwert [[Orcrist]] auf sein Grab, das er dem Zwerg in Gefangenschaft abgenommen hatte.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der kleine Hobbit]]''. Achtzehntes Kapitel: ''Der Weg zurück''.</ref>
==Verwandte Artikel==
* [[Krähen]]
* [[Crebain]]


[[Bild:Richard Armitage als Thorin Eichenschild.jpg|thumb|Richard Armitage als Thorin Eichenschild, <small>Zeichnung: Ardapedia-Nutzerin LuthiensTochter </small>]]
==Quellen==
==Hobbit-Trilogie==
<references/>
In [[Peter Jackson]]s Interpretation vom ''[[Der Hobbit (Filmtrilogie)|Hobbit]]'' wird Thorin von [[Richard Armitage]] verkörpert. Er wird erheblich jünger als [[Balin]] dargestellt, obgleich er 17 Jahre älter als dieser ist. Außerdem wird Thorin anstatt von Bolgs Leibwache von [[Azog]] getötet, während er diesen tötet.<ref>[[Peter Jackson]]: ''[[Der Hobbit (Film)|Hobbit-Filmtrilogie]]''. [[New Line Cinema]], [[Metro-Goldwyn-Mayer]], [[WingNut Films]].</ref>


==Etymologie==
[[Kategorie:Tiere]]
Der Name ''Thorin'' ist [[Altnordisch|altnordisch]] und bedeutet ‚der Tapfere‘.<ref>[[Rudolf Simek]]: ''[[Mittelerde – Tolkien und die germanische Mythologie]] 3. Personennamen skandinavischer Herkunft: ''Zwerge in der Edda und bei Tolkien'''.</ref>


==Sonstiges==
[[en:Ravens]]
Thorin war sehr stolz und galt zu seiner Zeit, auch unter den anderen Bewohnern [[Eriador]]s, als außerordentlich wichtige Persönlichkeit. Er besaß einen eher einschläfernden Redestil, spielte eine wundervolle goldene Harfe, konnte Rauchringe schicken, wohin er wollte und trug eine himmelblaue [[Kapuzen|Kapuze]] mit einer langen silbernen Quaste.<ref name=“Hobbit 1“></ref>
 
[[Thorin & Co.]] nannte sich die Gruppe der Zwerge, die mit Bilbo Beutlin zum Erebor reisten.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der kleine Hobbit]]''. Zweites Kapitel: ''Hammelbraten''.</ref>
 
==Links==
Thorin Eichenschild wird erwähnt im [https://www.tolkiens-briefe.de/23-tolkiens-brief-011b Podcast zu Brief 11b]
 
==Quellen==
<references/>

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„…“

Quellen



U.S. Fish and Wildlife Service
Kolkrabe (Corvus corax)

Raben (Original ravens) sind im Legendarium Rabenvögel Mittelerdes.

Beschreibung

Rabenvögel kommen nahezu auf der ganzen Erde vor. Der Kolkrabe gilt mit einer Körpergröße von bis zu 65 cm als größter Singvogel der Welt und hat ein kohlrabenschwarzes Gefieder sowie eine tiefe und sonore Stimme[1]

In Mittelerde waren sie ebenfalls verbreitet, Sie werden als klug und gelehrsam beschrieben.

Erwähnungen in Tolkiens Werken

Den wichtigsten Auftritt innerhalb von Tolkiens Werken haben Raben im Hobbit, finden aber auch andernorts Erwähnung. Während Raben – wie auch Krähen - in vielen Kulturen und Mythologien als schlechte Vorzeichen gelten und als Vögel, die in Verbindung mit dem Tod stehen, waren Raben in der germanischen Mythologie Symbole für Weisheit. In Tolkiens Werken kommen sie in beiden Rollen vor.

Das Leithian-Lied

Im Leithian-Lied (Original Lay of Leithian) sah Beren in einem Traum Raben auf kahlen Bäumen, von deren Schnäbeln Blut tropfte, bevor ihm durch den Geist Gorlims offenbart wurde, dass jener Berens Vater und seine Gefährten verraten hatte.[2]

Das Silmarillion

Flüchtende Raben tauchen in einer Verszeile des berühmten Wettgesang zwischen Sauron und Finrod Felagund auf, als beide ihre Macht in Zauberliedern maßen und Finrod unterlag.[3]

Im Krieg des Zorns kämpften die Adler und alle anderen großen Vögel unter der Führung Thorondors und an der Seite Earendils gegen Morgoths Drachen. Ob zu jenen großen Vögel auch die Raben gehörten, wird nicht explizit gesagt, ist aber wegen der Größe der Rabenvögel denkbar.[4]

Der Hobbit

Der Hobbit Bilbo Beutlin kam in Kontakt mit dem Raben Roac, nachdem er mit Thorin Eichenschild und dessen Gefährten am Erebor eingetroffen war. Roac berichtete ihnen von Smaugs Tod und der Zerstörung der Seestadt. Bilbo erfuhr von Balin, dass es am Rabenberg, einem Ausläufer des Erebor eine Rabenkolonie gab. Diese Raben, die auch als Große Bergraben (Original great ravens of the mountain) bekannt waren, waren recht große und intelligente Vögel, die auch ein sehr hohes Alter erreichten.

Die Raben waren einst unter Thrórs Regentschaft als König unter dem Berg mit den Zwergen befreundet gewesen und dienten den Zwergen als Boten und Kundschafter, die für ihre Dienste mit glitzernden Gegenständen belohnt wurden. Durch Smaugs verheerenden Angriff auf die Gegend um den Erebor im Jahre 2770 D. Z. wurden zwar die Zwerge vertrieben, aber die Raben blieben. 171 Jahre später hatten sie ihre einstige Freundschaft zu den Zwergen vom Erebor nicht vergessen. Der Rabe Roac sprach Westron und war so in der Lage, sich mit Bilbo und den Zwergen zu verständigen. Er warnte sie, dass viele durch die Aussicht auf den Reichtum unterm Berg angelockt worden seien und ein Elbenheer im Anmarsch sei. Über die Krähen, die das heranziehende Heer begleiteten, äußerte sich Roac voll Verachtung und nannte sie „Aaskrähen“. Thorin sandte mit Roacs Hilfe eine Botschaft an seinem Vetter Dain in den Eisenbergen.[5] Raben flogen emsig zwischen den beiden hin- und her und halfen den Zwergen so beim Pläneschmieden.[6]

Der Herr der Ringe

Bei den Abenteuern von Frodo und der Ringgemeinschaft kommt es nicht zur Begegnungen mit Raben. Allerdings erhielt Peregrin Tuk im Ringkrieg, als er im Jahre 3019 D. Z. in Minas Tirith dem Truchsess Denethor II. als Wächter der Veste die Lehnstreue geschworen hatte, einen Helm mit kleinen Rabenflügeln an beiden Seiten.[7]

Legende von Sigurd und Gudrún

In der altskandinavischen Sagenwelt und Mythologie, mit der sich J.R.R. Tolkien sehr gut auskannte und viel befasste, sind Raben wichtige Geschöpfe. Den germanische Gott Odin begleiteten die beiden Raben Hugin und Munin, deren Namen Gedanke und Erinnerung bedeuteten. Beide werden schon in der Älteren Edda im Gedicht „Grímnismál“ in Vers 20 genannt.[8]

Raben werden auch mehrfach in Tolkiens von der nordischen Mythologie inspirierten Ballade „Die Legende von Sigurd und Gudrún“ (Original: The Legend of Sigurd and Gudrún) erwähnt, die er in den 1920er beziehungsweise 1930er Jahre gedichtet hat.

Schon in der Eröffnungssequenz vom „Neuen Wölsungenlied“ (Original: The New Lay of the Völsungs) wird ein Vers mit den Worten „Ravens flew thence over realms of Earth“ eingeleitet und nimmt damit Bezug auf Hugin und Munin, die beiden Raben Odins.[9]

Bedeutsam ist auch die Begegnung von Sigurd mit einem Raben, kurz nachdem Sigurd den Drachen Fáfnir getötet hat. Als Sigurd versehentlich das Blut des Drachen schmeckte, erhielt er plötzlich die Fähigkeit, die Sprache der Vögel zu verstehen. Durch eine Drossel und einen Rabe wurde Sigurd daraufhin gewarnt, dass ihm Gefahr durch seinen heimtückischen Pflegevater Regin drohe.[10]

Diese Geschichte hat einen Widerhall in der Szene, in der Bilbo und Balin die Drossel beobachteten und nicht verstehen konnten, diese dann aber den Raben Roac holte, welcher ihnen eine Warnung übermitteln konnte.

Namentlich bekannte Raben

Verwandte Artikel

Quellen

  1. Gräfe & Unzer Verlag (Herausgeber): Vögel: Einfach und sicher bestimmen. München 2005. Eintrag zu Kolkrabe.
  2. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. III The Lays of Beleriand. Kapitel III: The Lay of Leithian.
  3. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, XIX: Von Beren und Lúthien.
  4. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, XXIV Von Earendils Fahrt und dem Krieg des Zorns.
  5. J. R. R. Tolkien: Der kleine Hobbit. Fünfzehntes Kapitel: Die Wolken sammeln sich.
  6. J. R. R. Tolkien: Der kleine Hobbit. Siebzehntes Kapitel: Die Wolken bersten.
  7. J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch V, Viertes Kapitel: Die Belagerung von Gondor.
  8. Karl Simrock, (Übersetzer u. Herausgeber): Die Edda – Nordische Götter- und Heldensagen I. Die ältere Edda. 1. Grímnismál.
  9. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.):Die Legende von Sigurd und Gudrún. Das neue Wölsungenlied, Upphaf.
  10. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Die Legende von Sigurd und Gudrún. Das neue Wölsungenlied, Kapitel V Regin.