Hulstbaum: Unterschied zwischen den Versionen

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Wahrscheinlich wurde auch die alte [[Elben]]straße zum Westtor von Moria hin ursprünglich von Hulstbäumen gesäumt. Sie verfaulten und starben jedoch, nachdem das Tal vor dem Tor durch Anstauen des [[Sirannon]] (des Torbachs) weitgehend in einen See verwandelt wurde.<ref name="Viertes Kapitel"></ref>
Wahrscheinlich wurde auch die alte [[Elben]]straße zum Westtor von Moria hin ursprünglich von Hulstbäumen gesäumt. Sie verfaulten und starben jedoch, nachdem das Tal vor dem Tor durch Anstauen des [[Sirannon]] (des Torbachs) weitgehend in einen See verwandelt wurde.<ref name="Viertes Kapitel"></ref>


[[Frodo Beutlin|Frodo]] und [[Samweis Gamdschie|Sam]] kamen in [[Ithilien]] ebenfalls an großen Hulstbäumen, dort Ilex genannt, vorbei.<ref name="HDR IV 7">[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Viertes Buch, Siebtes Kapitel: ''Wanderung zum Scheideweg''.</ref>
[[Frodo Beutlin|Frodo]] und [[Samweis Gamdschie|Sam]] kamen in [[Ithilien]] ebenfalls an großen Hulstbäumen, dort Ilex genannt, vorbei.<ref name="HDR IV 7">[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Viertes Buch, Siebtes Kapitel: ''Wanderung zum Scheideweg''</ref>


==Werkgeschichte==
==Werkgeschichte==
Die erste Erwähnung von „Hollin“ und damit der Bezug auf Hulstbäume findet sich in der frühesten erhaltenen Version von ''Der Ring geht nach Süden''. Damals lautete der elbische Name des Landes aber noch nicht Eregion, sondern Regornion.<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The History of Middle-earth]] Vol. VI [[The Return of the Shadow]]''. The Story Continued, Kapitel XXIV: ''The Ring goes South'', S. 418 f. und 432, Anm. 9.</ref>
Die erste Erwähnung von ''Hollin'' und damit der Bezug auf Hulstbäume findet sich in der frühesten erhaltenen Version von ''Der Ring geht nach Süden''. Damals lautete der elbische Name des Landes aber noch nicht Eregion, sondern Regornion.<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The History of Middle-earth]] Vol. VI [[The Return of the Shadow]]''. The Story Continued, Kapitel XXIV: ''The Ring goes South'', S. 418 f. und 432, Anm. 9</ref>


==Etymologie==
==Etymologie==
Der Name des Hulstbaum enthält nach Kluges Etymologischem Wörterbuch das indogermanisches Stammwort ''hul-'' und findet sich im Althochdeutschen (''hulis''), im Alt-Norwegischen (''hulfr'') und auch im Alt-Englischen (''holegn''), woraus im Englischen ''Holly'' wurde.<ref>{{Internetquelle |url=https://en.wikisource.org/wiki/An_Etymological_Dictionary_of_the_German_Language/Annotated/Hulst |titel=An Etymological Dictionary of the German Language, ''Eintrag'' Hulst |website=Wikisource (englisch) |abruf=17. Juli 2026}}</ref>
Der Name des Hulstbaum enthält nach Kluges Etymologischem Wörterbuch das indogermanisches Stammwort ''hul-'' und findet sich im Althochdeutschen (''hulis''), im Alt-Norwegischen (''hulfr'') und auch im Alt-Englischen (''holegn''), woraus im Englischen ''Holly'' wurde.<ref>Friedrich Kluge: ''Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache''. ''Eintrag'' Hulst </ref>


Im englischen Original des ''[[Der Herr der Ringe|Herrn der Ringe]]'' ist der Name des Hulstbaumes dementsprechend auch ''holly'', der Name des Landes Hulsten lautet ''Hollin''.
Im englischen Original des ''[[Der Herr der Ringe|Herrn der Ringe]]'' ist der Name des Hulstbaumes dementsprechend ''holly'', der Name des Landes Hulsten lautet ''Hollin''.


Der Sindarin-Name des Landes Eregion setzt sich zusammen aus ''ereg'' (‚Hulst‘, ‚Holly‘) und dem Suffix -ion (-‚region‘).<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.), ''[[Das Silmarillion]]''. ''Anhang: Elemente in den Quenya- und Sindarin-Namen''. Eintrag zu ''ereg''. </ref>
Der Sindarin-Name des Landes Eregion setzt sich zusammen aus ''ereg'' (‚Hulst‘, ‚Holly‘) und dem Suffix -ion (-‚region‘).<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.), ''[[Das Silmarillion]]''. ''Anhang: Elemente in den Quenya- und Sindarin-Namen''. Eintrag zu ''ereg''. </ref>


==Sonstiges==
==Sonstiges==
[[wikipedia:de:Europäische Stechpalme|Stechpalmen]] (''Ilex aquifolium'') sind immergrüne Großsträucher mit dunkelgrünen, glänzenden Blättern, deren Ränder stachelig gezähnt sind. Sie wachsen langsam, können jedoch bei freiem Stand bis zu 10 Meter hoch werden.
Europäische Stechpalmen (Ilex aquifolium) sind immergrüne kleine Bäume oder Großsträucher und in Mittel- und Südeuropa verbreitet. Sie zeichnen sich durch eine glatte Rinde und dornige, immergrüne, glänzende Blätter aus, deren Ränder am Rande gewellt sind. In der Baumwuchsform können Stechpalmen bei freiem Stand bis zu 10 Meter, selten auch bis zu 15 Meter hoch werden.<ref>Oleg Polunin, Dr- Thomas Schauer (Übersetzer): ''Pflanzen Europas: Eintrag  zu Aquifoliaceae – Stechhülsengewächse, Nr. 392 - Stechpalme''</ref>


Es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Im Mai bekommen die Sträucher kleine weiße Blüten, aber nur die weiblichen Pflanzen entwickeln die roten Beeren (Steinfrüchte) und auch dies nur, wenn eine männliche Pflanze zur Bestäubung in der Nähe steht. Die Früchte bleiben bis weit in den Winter hinein stehen; sie sind für Menschen leicht giftig, für Vögel ein beliebtes Winterfutter, sobald sie durch ein paar Frosttage weich und essbar geworden sind. Für kleinere Vögel sind die immergrünen Stechpalmen im Winter auch ein beliebter Schlafplatz.
Sie bekommen im Mai und Juni kleine weiße Blüten und - die weiblichen Pflanzen - roten Beeren, die für den Mensch giftig sind.<ref>''Knaurs Naturführer in Farbe'', Red. u. Hrsg.: Red.-Büro Harenberg, Schwerte</ref>
 
In Mitteleuropa sind Stechpalmen in klimatisch milderen Regionen verbreitet – sie vertragen auf die Dauer weder sehr trockene Sommer noch überharte Winter. Sie wachsen hierzulande vor allem als Unterholz in schattigen Wäldern.
 
Stechpalmen sollen eine große Lebenskraft haben, und auch aufgrund ihrer hohen Lebenserwartung von bis zu 300 Jahren gelten sie als ein Symbol der Unsterblichkeit.<ref>{{Internetquelle |url=https://de.wikipedia.org/wiki/Europäische_Stechpalme |titel=Europäische Stechpalme |website=Wikipedia |abruf=17. Juli 2026}}</ref>


==Quellen==
==Quellen==

Aktuelle Version vom 20. Juli 2026, 17:17 Uhr

Hulstbaum
Andere Namen der Hulst, die Hülse, die Stechpalme, der Ilex
Verbreitungs­gebiet Eregion, Ithilien
Zeitraum Zweites Zeitalter, Drittes Zeitalter
Bekannt für flankierten die Türen von Durin von Moria
Beschreibung Bäume mit dunklen glänzenden Blättern und leuchtend roten Beeren[1]

Der Hulstbaum, auch der Hulst, die Hülse (Original: Holly), ist ein charakteristischer Baum in Mittelerde und Namensgeber für die Region Hulsten,

Beschreibung

Hulstbäume werden als Bäume mit graugrünen Stämmen beschrieben, die aus dem Gestein der Berge zu bestehen scheinen, mit dunklen glänzenden Blättern und leuchtend roten Beeren.[1]

Sie waren das Wahrzeichen von Eregion und seinen Bewohnern.[2]

So wurde zum Beispiel das Westtor von Moria von zwei mächtigen Hulstbäumen flankiert, die einst dort gepflanzt wurden, um die Grenze des Landes anzuzeigen.[2]

Bei dem Angriff des krakenähnlichen Untiers aus dem See auf die Gefährten, bei dem das Tor von Moria verschüttet wurde, wurden diese beiden Torbäume zerstört.[2]

Verbreitung

Besonders viele Hulstbäume gab es vor allem in der nach ihnen benannten Region Hulsten (dem ehemaligen Elbenreich Eregion).

Uralte Stechpalmen auf einem Hügelkamm markierten die Nordgrenze Hulstens, dort, wo die Gefährten sie auf ihrer Wanderung nach Süden passierten.[1]

Wahrscheinlich wurde auch die alte Elbenstraße zum Westtor von Moria hin ursprünglich von Hulstbäumen gesäumt. Sie verfaulten und starben jedoch, nachdem das Tal vor dem Tor durch Anstauen des Sirannon (des Torbachs) weitgehend in einen See verwandelt wurde.[2]

Frodo und Sam kamen in Ithilien ebenfalls an großen Hulstbäumen, dort Ilex genannt, vorbei.[3]

Werkgeschichte

Die erste Erwähnung von Hollin und damit der Bezug auf Hulstbäume findet sich in der frühesten erhaltenen Version von Der Ring geht nach Süden. Damals lautete der elbische Name des Landes aber noch nicht Eregion, sondern Regornion.[4]

Etymologie

Der Name des Hulstbaum enthält nach Kluges Etymologischem Wörterbuch das indogermanisches Stammwort hul- und findet sich im Althochdeutschen (hulis), im Alt-Norwegischen (hulfr) und auch im Alt-Englischen (holegn), woraus im Englischen Holly wurde.[5]

Im englischen Original des Herrn der Ringe ist der Name des Hulstbaumes dementsprechend holly, der Name des Landes Hulsten lautet Hollin.

Der Sindarin-Name des Landes Eregion setzt sich zusammen aus ereg (‚Hulst‘, ‚Holly‘) und dem Suffix -ion (-‚region‘).[6]

Sonstiges

Europäische Stechpalmen (Ilex aquifolium) sind immergrüne kleine Bäume oder Großsträucher und in Mittel- und Südeuropa verbreitet. Sie zeichnen sich durch eine glatte Rinde und dornige, immergrüne, glänzende Blätter aus, deren Ränder am Rande gewellt sind. In der Baumwuchsform können Stechpalmen bei freiem Stand bis zu 10 Meter, selten auch bis zu 15 Meter hoch werden.[7]

Sie bekommen im Mai und Juni kleine weiße Blüten und - die weiblichen Pflanzen - roten Beeren, die für den Mensch giftig sind.[8]

Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch II, Drittes Kapitel: Der Ring geht nach Süden.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch II, Viertes Kapitel: Eine Wanderung im Dunkeln.
  3. J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Viertes Buch, Siebtes Kapitel: Wanderung zum Scheideweg
  4. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. VI The Return of the Shadow. The Story Continued, Kapitel XXIV: The Ring goes South, S. 418 f. und 432, Anm. 9
  5. Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. Eintrag Hulst
  6. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.), Das Silmarillion. Anhang: Elemente in den Quenya- und Sindarin-Namen. Eintrag zu ereg.
  7. Oleg Polunin, Dr- Thomas Schauer (Übersetzer): Pflanzen Europas: Eintrag zu Aquifoliaceae – Stechhülsengewächse, Nr. 392 - Stechpalme
  8. Knaurs Naturführer in Farbe, Red. u. Hrsg.: Red.-Büro Harenberg, Schwerte