Eryn Vorn: Unterschied zwischen den Versionen
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Der Eryn Vorn | Der Eryn Vorn war nach dem [[Alter Wald|Alten Wald]] das zweite zusammenhängende Waldgebiet, an dem der Brandywein vorbeifließt. Der Eryn Vorn lag dabei an dessen Mündung in das [[Belegaer|große Meer]] und bedeckte ein großes Kap an der Küste [[Minhiriath|Minhiriats]].<ref name ="Karte"></ref> | ||
Einst war der Eryn Vorn Teil eines riesigen Waldes, der weite Flächen [[Eriador|Eriadors]] einnahm.<ref name ="NaM">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Nachrichten aus Mittelerde]]''. Teil II: ''Das Zweite Zeitalter'', IV. ''Die Geschichte von Galadriel und Celeborn und von Amroth, König von Lórien, Anhänge.''</ref> | |||
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Als am Ende des ersten Jahrtausends des [[Zweites Zeitalter|Zweiten Zeitalters]] der númenórische König [[Tar-Aldarion]] begann, mit dem Holz von [[Mittelerde]] eine große Schiffsflotte zu bauen, kam es bald zum Streit mit den eingeborenen Waldbewohnern. Die [[Númenórer]] gingen rücksichtslos bei ihren Abholzungen vor und so überfielen die an sich friedlichen Waldbewohner (wahrscheinlich die [[Drúedain]] oder [[Gwathuirim]]) die númenórischen Siedlungen und den Hafen von [[Lond Daer]]. | |||
== | Gegen Aldarions Streitmächte waren sie jedoch machtlos und jene, welche nicht vernichtet wurden, flohen zu einem großen Teil in den Eryn Vorn. Hierher konnten oder wollten die Númenórer nicht folgen und dieser Wald wurde von den Rodungen nicht betroffen, vermutlich wuchs der sehr dichte Wald auch in einem ungemütlichen Sumpfgebiet. Auch die Flüchtlinge zogen bald weiter, in Richtung [[Dunland]].<ref name ="NaM"></ref> | ||
Im Jahre 1969 hat [[J. R. R. Tolkien]] der Kartenzeichnerin [[Pauline Baynes ]] zusätzliche Namen zur Aufnahme in ihre Karte von [[Mittelerde]] mitgeteilt. Darunter befand sich unter anderem auch der Begriff | |||
Eryn Vorn blieb als einer der wenigen Wälder völlig unangetastet und bestand auch noch im Dritten Zeitalter.<ref name ="Karte">''Karte von Númenor und dem Westen von Mittelerde am Ende des Dritten Zeitalters''. Gezeichnet von [[Christopher Tolkien]] für ''[[Unfinished Tales]] 1980''.</ref> Er war unbewohnt bis auf einige verstreute Waldbewohner, die vielleicht Überbleibsel der [[Gwathuirim]] darstellten. | |||
==Etymologie== | |||
''Eryn Vorn'' ist [[Sindarin]] für ‚Dunkler Wald‘, zusammengesetzt aus ''eryn'' für ‚Wald‘ und ''vorn''- abgeleitet von ''morn'' - für ‚dunkel‘.<ref>[[Wolfgang Krege]]: ''[[Elbisches Wörterbuch]]; Wörterbuch Sindarin – Deutsch'', Eintragung für ''eryn'' und ''morn''.</ref> | |||
==Sonstiges== | |||
Im Jahre 1969 hat [[J. R. R. Tolkien]] der Kartenzeichnerin [[Pauline Baynes ]] zusätzliche Namen zur Aufnahme in ihre Karte von [[Mittelerde]] mitgeteilt. Darunter befand sich unter anderem auch der Begriff ''Eryn Vorn''.<ref name ="NaM"></ref> Im ersten Druck von Baynes’ Karte kam es zu der fehlerhaften Schreibweise ‚‚Erin Voru‘‘.<ref>[[Wayne G. Hammond]] und [[Christina Scull]]: ''[[The Lord of the Rings: A Reader’s Companion]]''. Book I, Chapter III: ''The Maps of the Lord of the Rings'' (p. lxv.).</ref> | |||
==Quellen== | ==Quellen== | ||
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Aktuelle Version vom 2. August 2026, 13:55 Uhr
Eryn Vorn ist ein Waldgebiet im Mündungsbereich des Brandywein-Flusses.
Beschreibung
Der Eryn Vorn war nach dem Alten Wald das zweite zusammenhängende Waldgebiet, an dem der Brandywein vorbeifließt. Der Eryn Vorn lag dabei an dessen Mündung in das große Meer und bedeckte ein großes Kap an der Küste Minhiriats.[1]
Einst war der Eryn Vorn Teil eines riesigen Waldes, der weite Flächen Eriadors einnahm.[2]
Legendarium
Als am Ende des ersten Jahrtausends des Zweiten Zeitalters der númenórische König Tar-Aldarion begann, mit dem Holz von Mittelerde eine große Schiffsflotte zu bauen, kam es bald zum Streit mit den eingeborenen Waldbewohnern. Die Númenórer gingen rücksichtslos bei ihren Abholzungen vor und so überfielen die an sich friedlichen Waldbewohner (wahrscheinlich die Drúedain oder Gwathuirim) die númenórischen Siedlungen und den Hafen von Lond Daer.
Gegen Aldarions Streitmächte waren sie jedoch machtlos und jene, welche nicht vernichtet wurden, flohen zu einem großen Teil in den Eryn Vorn. Hierher konnten oder wollten die Númenórer nicht folgen und dieser Wald wurde von den Rodungen nicht betroffen, vermutlich wuchs der sehr dichte Wald auch in einem ungemütlichen Sumpfgebiet. Auch die Flüchtlinge zogen bald weiter, in Richtung Dunland.[2]
Eryn Vorn blieb als einer der wenigen Wälder völlig unangetastet und bestand auch noch im Dritten Zeitalter.[1] Er war unbewohnt bis auf einige verstreute Waldbewohner, die vielleicht Überbleibsel der Gwathuirim darstellten.
Etymologie
Eryn Vorn ist Sindarin für ‚Dunkler Wald‘, zusammengesetzt aus eryn für ‚Wald‘ und vorn- abgeleitet von morn - für ‚dunkel‘.[3]
Sonstiges
Im Jahre 1969 hat J. R. R. Tolkien der Kartenzeichnerin Pauline Baynes zusätzliche Namen zur Aufnahme in ihre Karte von Mittelerde mitgeteilt. Darunter befand sich unter anderem auch der Begriff Eryn Vorn.[2] Im ersten Druck von Baynes’ Karte kam es zu der fehlerhaften Schreibweise ‚‚Erin Voru‘‘.[4]
Quellen
- ↑ 1,0 1,1 Karte von Númenor und dem Westen von Mittelerde am Ende des Dritten Zeitalters. Gezeichnet von Christopher Tolkien für Unfinished Tales 1980.
- ↑ 2,0 2,1 2,2 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Nachrichten aus Mittelerde. Teil II: Das Zweite Zeitalter, IV. Die Geschichte von Galadriel und Celeborn und von Amroth, König von Lórien, Anhänge.
- ↑ Wolfgang Krege: Elbisches Wörterbuch; Wörterbuch Sindarin – Deutsch, Eintragung für eryn und morn.
- ↑ Wayne G. Hammond und Christina Scull: The Lord of the Rings: A Reader’s Companion. Book I, Chapter III: The Maps of the Lord of the Rings (p. lxv.).
