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'''Miruvor''' ist im [[Legendarium]] ein heilsames Getränk der [[Eldar]]. | '''Miruvor''' ist im [[Legendarium]] ein heilsames Getränk der [[Eldar]]. | ||
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Miruvor, auch als Heiltrank von [[Imladris]] bezeichnet, wurde von den Elben Bruchtals hergestellt. Der Trank hatte eine belebende, erfrischende Wirkung und wurde als würzig schmeckend beschrieben. Hoffnungslosen vermochte er neuen Mut und neue Kraft zu geben.<ref name="HDR II 3">[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Übersetzt von Margaret Carroux und Ebba-Margareta von Freymann. Klett-Cotta, Stuttgart 1969/1970. (Im Original erschienen 1954/55 unter dem Titel ''The Lord of the Rings''.) Zweites Buch, Drittes Kapitel: ''Der Ring geht nach Süden''</ref> | |||
==Hintergrund== | |||
Als die [[Gemeinschaft des Ringes]] am 21. Januar 3019 [[Drittes Zeitalter|D. Z.]] beim Versuch, den [[Rothornpass]] zu überqueren, in einen Schneesturm gerieten und die [[Hobbits]] zu erfrieren drohten, gab [[Gandalf]] jedem einen Schluck aus einer Lederflasche, die er von [[Elrond]] beim Auszug aus [[Bruchtal]] erhalten hatte. Schon eine kleine Menge des Tranks ließ die Erschöpfung verschwinden.<ref name="HDR II 3"/> | |||
== | ==Namensherkunft== | ||
''Miruvor'' leitet sich wahrscheinlich von [[Quenya]] ''miruvórë'' ab, einem Getränk, das die [[Valar]] zu Festlichkeiten ausschenkten. Der [[Valarin]]name begann mit ''mirubhōzē-'', was sich wiederum von ''mirub'' („Wein“) ableitet.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[The War of the Jewels]]''. ([[The History of Middle-earth]], Band XI.) Herausgegeben von [[Christopher Tolkien]]. HarperCollins, London 1992. PART FOUR: QUENDI AND ELDAR. Appendix D: ''*Kwen, Quenya, and the Elvish (especially Ñoldorin) words for ‘Language’''. ''Note on the ‘Language of the Valar’''</ref> Der volle Name in Valarin und die Bedeutung sind nicht überliefert.<ref name="RGEO">[[J. R. R. Tolkien]] und [[Donald Swann]]: ''[[The Road Goes Ever On|The Road Goes Ever On – Der Tolkien Liederzyklus]]''. Notes and Translations, Anmerkungen zum Lied ''Namárië (Farewell)'' (p. 69).</ref> | |||
Die genaue Art der Herstellung war unbekannt. Unter den Eldar hieß es, dass das Getränk aus einer Art Honig von den unsterblichen Blumen in [[Yavanna]]s Garten gewonnen wurde, obschon es ganz klar und durchsichtig war.<ref name="RGEO"/> | |||
In seiner Bedeutung entsprach ''miruvórë'' wohl am ehesten dem mythologischen [[wikipedia:de:Nektar (Mythologie)|Nektar]], dem Trunk der griechischen Götter.<ref name="RGEO"/> | |||
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Hier wird '' | Hier wird ''miruvórë'' mit ‚Met‘, also Honigwein (Original ‚mead‘) übersetzt.<ref>J. R. R. Tolkien: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Übersetzt von Margaret Carroux und Ebba-Margareta von Freymann. Klett-Cotta, Stuttgart 1969/1970. (Im Original erschienen 1954/55 unter dem Titel ''The Lord of the Rings''.) Zweites Buch, Achtes Kapitel: ''Abschied von Lórien''</ref> | ||
Vermutlich geschah die Namensgebung für den Heiltrank der Elben auf [[Mittelerde]] in Anlehnung an das [[valinor]]ische ''miruvórë''.<ref>[[Robert Foster]]: ''[[Das große Mittelerde-Lexikon]]'', Artikel ''Miruvor''.</ref> | |||
==Sonstiges== | |||
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Das [[ork]]ische Äquivalent zum Miruvor war der [[Ork-Trank]].<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Übersetzt von Margaret Carroux und Ebba-Margareta von Freymann. Klett-Cotta, Stuttgart 1969/1970. (Im Original erschienen 1954/55 unter dem Titel ''The Lord of the Rings''.) Drittes Buch, Drittes Kapitel: ''Die Uruk-hai''</ref> | |||
==Quellen== | |||
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Aktuelle Version vom 1. August 2026, 21:39 Uhr
Miruvor ist im Legendarium ein heilsames Getränk der Eldar.
Beschreibung
Miruvor, auch als Heiltrank von Imladris bezeichnet, wurde von den Elben Bruchtals hergestellt. Der Trank hatte eine belebende, erfrischende Wirkung und wurde als würzig schmeckend beschrieben. Hoffnungslosen vermochte er neuen Mut und neue Kraft zu geben.[1]
Hintergrund
Als die Gemeinschaft des Ringes am 21. Januar 3019 D. Z. beim Versuch, den Rothornpass zu überqueren, in einen Schneesturm gerieten und die Hobbits zu erfrieren drohten, gab Gandalf jedem einen Schluck aus einer Lederflasche, die er von Elrond beim Auszug aus Bruchtal erhalten hatte. Schon eine kleine Menge des Tranks ließ die Erschöpfung verschwinden.[1]
Namensherkunft
Miruvor leitet sich wahrscheinlich von Quenya miruvórë ab, einem Getränk, das die Valar zu Festlichkeiten ausschenkten. Der Valarinname begann mit mirubhōzē-, was sich wiederum von mirub („Wein“) ableitet.[2] Der volle Name in Valarin und die Bedeutung sind nicht überliefert.[3]
Die genaue Art der Herstellung war unbekannt. Unter den Eldar hieß es, dass das Getränk aus einer Art Honig von den unsterblichen Blumen in Yavannas Garten gewonnen wurde, obschon es ganz klar und durchsichtig war.[3]
In seiner Bedeutung entsprach miruvórë wohl am ehesten dem mythologischen Nektar, dem Trunk der griechischen Götter.[3]
Galadriel erwähnte es in ihrem Abschiedslied (Namárië):
„Yéni ve lintë yuldar avánier
mi oromardi lisse-miruvóreva
Andunë pella, [...]“
Übersetzung: „Die langen Jahre sind vergangen wie rasche Schlucke des süßen Mets in hohen Hallen jenseits des Westens.“
Hier wird miruvórë mit ‚Met‘, also Honigwein (Original ‚mead‘) übersetzt.[4]
Vermutlich geschah die Namensgebung für den Heiltrank der Elben auf Mittelerde in Anlehnung an das valinorische miruvórë.[5]
Sonstiges
Die Dúnedain der neugegründeten Reiche Gondor und Arnor, die das númenórische Wissen auch im Bereich der Heilkunde zu bewahren suchten, verwandten Getränke und Oblaten, ähnlich Miruvor und Lembas, die das Überleben in der Wildnis erleichtern sollten.[6]
Das orkische Äquivalent zum Miruvor war der Ork-Trank.[7]
Quellen
- ↑ 1,0 1,1 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Übersetzt von Margaret Carroux und Ebba-Margareta von Freymann. Klett-Cotta, Stuttgart 1969/1970. (Im Original erschienen 1954/55 unter dem Titel The Lord of the Rings.) Zweites Buch, Drittes Kapitel: Der Ring geht nach Süden
- ↑ J. R. R. Tolkien: The War of the Jewels. (The History of Middle-earth, Band XI.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. HarperCollins, London 1992. PART FOUR: QUENDI AND ELDAR. Appendix D: *Kwen, Quenya, and the Elvish (especially Ñoldorin) words for ‘Language’. Note on the ‘Language of the Valar’
- ↑ 3,0 3,1 3,2 J. R. R. Tolkien und Donald Swann: The Road Goes Ever On – Der Tolkien Liederzyklus. Notes and Translations, Anmerkungen zum Lied Namárië (Farewell) (p. 69).
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Übersetzt von Margaret Carroux und Ebba-Margareta von Freymann. Klett-Cotta, Stuttgart 1969/1970. (Im Original erschienen 1954/55 unter dem Titel The Lord of the Rings.) Zweites Buch, Achtes Kapitel: Abschied von Lórien
- ↑ Robert Foster: Das große Mittelerde-Lexikon, Artikel Miruvor.
- ↑ J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Teil III, Das Dritte Zeitalter: I Das Verhängnis auf den Schwertelfeldern. Die Quellen der Sage von Isildurs Tod.
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Übersetzt von Margaret Carroux und Ebba-Margareta von Freymann. Klett-Cotta, Stuttgart 1969/1970. (Im Original erschienen 1954/55 unter dem Titel The Lord of the Rings.) Drittes Buch, Drittes Kapitel: Die Uruk-hai
