Adamant: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Adamant''', '''Adamas''', '''Adamantit''', '''Adamantium''' oder ähnliche Wörter bezeichnen ein fiktives, sehr hartes Mineral, Kristall oder Metall bzw. einen ebenso robusten (Halb-)Edelstein. Wie auch das Wort Diamant, dessen Grundstruktur das Adamantan ist, lässt sich Adamant vom griech. αδαμας (adamas), welches etwa ''unbezwingbar'' bedeutet, ableiten.
'''Adamant''' ist im [[Legendarium]] ein hartes Material.
Als Adamant wurden vorwiegend Diamanten und Saphire sowie Eisen, Eisenlegierungen mit Magnetit bzw. Eisenstahl bezeichnet.  


Harte Eisenlegierungen und Eisen mit geringem Kohlenstoffanteil waren insbesondere in der Antike so selten, dass sie als besonders wertvoll angesehen wurden. Später entdeckte man, dass Edelsteine ebenso hart sind und übertrug diesen Begriff auf die härtesten Edelsteine. Diamanten und Saphire konnte man jedoch nicht immer genau unterscheiden, sodass sowohl der Diamant als auch der Saphir als Adamas bezeichnet wurden.
==Beschreibung==
Adamant war ein besonders harter, weißer Edelstein.<ref name="HDR II 7">[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Zweites Buch, Siebtes Kapitel: ''Galadriels Spiegel''.</ref> Die [[Krone von Gondor]] war mit sieben Adamantsteinen besetzt<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Sechstes Buch, Fünftes Kapitel: ''Der Truchsess und der König''.</ref> und der Dunkle Turm [[Barad-dûr]] bestand komplett aus Adamant.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Zweites Buch, Zehntes Kapitel: ''Der Zerfall der Gemeinschaft''.</ref> Auch der Ring [[Nenya]], den [[Galadriel]] trug, war mit einem Adamanten besetzt.<ref name="HDR II 7"/> Härter waren nur die Kristalle der [[Silmaril]].<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Das Silmarillion]].'' Herausgegeben von [[Christopher Tolkien]]. Übersetzt von [[Wolfgang Krege]]. [[Klett-Cotta]], Stuttgart 1978. ''[[Quenta Silmarillion]].'' VII. ''Von den Silmaril und der Unruhe der Noldor''</ref>


Die Aussprache richtete sich hier nach Eigenschaften, Wertschätzung und Bearbeitung, wobei Adamas – der Unbezwingbare – die größte Wertschätzung inne hatte und somit den obersten Schichten der Gesellschaft vorbehalten war.
==Etymologie==
''Adamant'', auch ''Adamas'', ''Adamantit'', ''Adamantium'' oder ähnliches, leitet sich vom altgriechischen ἀδάμας (adámas) ab, was etwa ''unbezwingbar'' bedeutet. ''Adámas'' ist auch die Wurzel des Wortes ''Diamant''.


In der Antike wurde Adamant vorwiegend auf Metalle bezogen, im Mittelalter sprach man von einem Mineral. In der heutigen Zeit wird Adamant wieder vorwiegend als Synonym für besonders robuste Metalle verwendet – kristallartige Strukturen bleiben dem Diamanten vorbehalten.
In der Antike wurde Adamant vorwiegend auf Metalle bezogen, im Mittelalter sprach man von einem Mineral. Harte Eisenlegierungen und Eisen mit geringem Kohlenstoffanteil waren insbesondere in der Antike so selten, dass sie als besonders wertvoll angesehen wurden. Später entdeckte man, dass Edelsteine ebenso hart sind und übertrug diesen Begriff auf die härtesten Edelsteine. Diamanten und Saphire konnte man jedoch nicht immer genau unterscheiden, sodass sowohl der Diamant als auch der Saphir als Adamas bezeichnet wurden.


== Beispiele ==
==Quellen==
 
<references/>
* In der Griechischen Mythologie entmannt Kronos seinen Vater Uranos mit einer Sichel aus Adamant – anders als Eisen konnte dieser Werkstoff auch Götter verletzen.
* Bei Hesiod heißt es vom „Schild des Herakles“: „Auf das mächtige Haupt setzte er den Helm, den gutgearbeiteten, kunstvollen aus Adamas.“
* Bereits 300 v. Chr. wurde Adamant von Theophrastos von Eresos als Name für Magnetit verwendet.
* Auch in der Bibel soll der Siegelring Davids ein Adamas sein. So steht auch im königlichen Wappen Davids der Adamas für einen der zwölf Stämme Israels.
* In Tolkiens ''Herr der Ringe'' ist oft von Adamant als Edelstein zu hören, so ist etwa die [[Krone von Gondor]] mit vielen Adamantsteinen besetzt und der Dunkle Turm [[Barad-dûr]] besteht komplett aus Adamant. Auch der Ring [[Nenya]], den [[Galadriel]] trägt, ist mit einem besetzt.
 
== Literatur ==
 
* Michael Köhlmeier: ''Die besten Sagen des klassischen Altertums.'' Piper 2001.
* Gustav Schwab: ''Die schönsten Sagen des klassischen Altertums.'' Dtv, München 2005.
* Günter Wermusch: ''Adamas – Diamanten in Geschichte und Geschichten'', Verlag die Wirtschaft, Berlin 1984.


{{Wikipedia}}
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[[Kategorie:Rohstoffe]]
[[Kategorie:Rohstoffe]]

Aktuelle Version vom 27. Juli 2026, 08:19 Uhr

Adamant ist im Legendarium ein hartes Material.

Beschreibung

Adamant war ein besonders harter, weißer Edelstein.[1] Die Krone von Gondor war mit sieben Adamantsteinen besetzt[2] und der Dunkle Turm Barad-dûr bestand komplett aus Adamant.[3] Auch der Ring Nenya, den Galadriel trug, war mit einem Adamanten besetzt.[1] Härter waren nur die Kristalle der Silmaril.[4]

Etymologie

Adamant, auch Adamas, Adamantit, Adamantium oder ähnliches, leitet sich vom altgriechischen ἀδάμας (adámas) ab, was etwa unbezwingbar bedeutet. Adámas ist auch die Wurzel des Wortes Diamant.

In der Antike wurde Adamant vorwiegend auf Metalle bezogen, im Mittelalter sprach man von einem Mineral. Harte Eisenlegierungen und Eisen mit geringem Kohlenstoffanteil waren insbesondere in der Antike so selten, dass sie als besonders wertvoll angesehen wurden. Später entdeckte man, dass Edelsteine ebenso hart sind und übertrug diesen Begriff auf die härtesten Edelsteine. Diamanten und Saphire konnte man jedoch nicht immer genau unterscheiden, sodass sowohl der Diamant als auch der Saphir als Adamas bezeichnet wurden.

Quellen

  1. 1,0 1,1 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Zweites Buch, Siebtes Kapitel: Galadriels Spiegel.
  2. J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Sechstes Buch, Fünftes Kapitel: Der Truchsess und der König.
  3. J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Zweites Buch, Zehntes Kapitel: Der Zerfall der Gemeinschaft.
  4. J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Wolfgang Krege. Klett-Cotta, Stuttgart 1978. Quenta Silmarillion. VII. Von den Silmaril und der Unruhe der Noldor


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