Radhruin: Unterschied zwischen den Versionen
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}}'''Radhruin''' ist im [[Legendarium]] ein [[Menschen|Mensch]] aus dem [[Haus Beor]]. Er gehört zu [[Barahirs Bande]]. | |||
== Beschreibung == | == Beschreibung == | ||
Radhruin war ein [[Menschen|Mensch]] aus dem [[Haus Beor|Hause Beor]]. Im Jahr 455 [[Erstes Zeitalter|E. Z. (J. S.)]] kämpfte er unter [[Barahir (Vater Beren Erchamions)|Barahir]] in der Vierten Schlacht von [[Beleriand]], der [[Dagor Bragollach]]. Radhruin und Barahirs Männer kämpften in der Nähe des [[Pass des Sirion|Passes des Sirion]]. Als der Elbenkönig [[Finrod Felagund]] im [[Fenn von Serech]] mit nur wenigen Begleitern umzingelt wurde und ihm Tod oder Gefangenschaft drohte, wurde er von Barahir und seinen Männern gerettet. Sie nahmen ihn in ihre Mitte, errichteten einen Wall aus Speeren und schlugen sich unter schweren Verlusten ins Freie. Radhruin überlebte die Dagor Bragollach. | |||
Barahir, der nach dem Tod des in der Schlacht gefallenen Stammesführers [[Bregolas]] dessen Nachfolger war, wollte Dorthonion nicht verlassen, um weiter gegen [[Melkor|Morgoth]] zu kämpfen. Von den Männern, die in Dorthonion zurückgeblieben waren, wurden fast alle erschlagen. Neben Radhruin und Barahir hatten nur elf weitere Männer überlebt. Sie waren Gehetzte ohne Hoffnung, ihre Häuser waren zerstört und ihre Frauen und Kinder getötet oder verschleppt worden. Als eine Bande von Verzweifelten waren sie als [[Barahirs Bande]] bekannt. Sie zogen sich in das kahle Hochland oberhalb der Wälder zurück und versuchten, den Spähern Morgoths zu entgehen.<ref name="SilmarillionXVIII"></ref> | |||
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== Werkgeschichte == | |||
In der frühen Fassung der ''Annalen Beleriands'' trug ''Radhruin'' zunächst den Namen ''Radros''<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The History of Middle-earth]] Vol. IV [[The Shaping of Middle-earth]]''. Kapitel VII: ''The Earliest Annals of Beleriand'', S. 311, note 23.</ref><ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The History of Middle-earth]] Vol. IV [[The Shaping of Middle-earth]]''. Kapitel VII: ''The Earliest Annals of Beleriand'', Commentary, S. 319.</ref> und später ''Radruin''.<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The History of Middle-earth]] Vol. VI [[The Return of the Shadow]]''. Part Two: Valinor and Middle-earth before the Lord of the Rings, Kapitel VI: ''The later Annals of Beleriand'', S. 147.</ref> Im 1937 entstandenen ''[[Quenta Silmarillion]]'' erscheint schließlich der Name ''Radhruin''.<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The History of Middle-earth]] Vol. VI [[The Return of the Shadow]]''. Part Two: Valinor and Middle-earth before the Lord of the Rings, Kapitel VI: ''Quenta Silmarillion'', S. 282.</ref> | |||
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Aktuelle Version vom 13. Juni 2026, 19:14 Uhr
| Radhruin | |
|---|---|
| Bekannt für | |
| |
| Eckdaten | |
| Geboren | Erstes Zeitalter |
| Gestorben | 460 E. Z. (J. S.)[2] |
| Volk | Menschen |
| Zugehörigkeit | Edain[3] |
| Ort | Dorthonion[1] Ossiriand[4] |
| Sprache | Taliska[5] |
| Familie | |
| Haus | Haus Beor[3] |
Radhruin ist im Legendarium ein Mensch aus dem Haus Beor. Er gehört zu Barahirs Bande.
Beschreibung
Radhruin war ein Mensch aus dem Hause Beor. Im Jahr 455 E. Z. (J. S.) kämpfte er unter Barahir in der Vierten Schlacht von Beleriand, der Dagor Bragollach. Radhruin und Barahirs Männer kämpften in der Nähe des Passes des Sirion. Als der Elbenkönig Finrod Felagund im Fenn von Serech mit nur wenigen Begleitern umzingelt wurde und ihm Tod oder Gefangenschaft drohte, wurde er von Barahir und seinen Männern gerettet. Sie nahmen ihn in ihre Mitte, errichteten einen Wall aus Speeren und schlugen sich unter schweren Verlusten ins Freie. Radhruin überlebte die Dagor Bragollach.
Barahir, der nach dem Tod des in der Schlacht gefallenen Stammesführers Bregolas dessen Nachfolger war, wollte Dorthonion nicht verlassen, um weiter gegen Morgoth zu kämpfen. Von den Männern, die in Dorthonion zurückgeblieben waren, wurden fast alle erschlagen. Neben Radhruin und Barahir hatten nur elf weitere Männer überlebt. Sie waren Gehetzte ohne Hoffnung, ihre Häuser waren zerstört und ihre Frauen und Kinder getötet oder verschleppt worden. Als eine Bande von Verzweifelten waren sie als Barahirs Bande bekannt. Sie zogen sich in das kahle Hochland oberhalb der Wälder zurück und versuchten, den Spähern Morgoths zu entgehen.[1]
Am See Tarn Aeluin errichteten die Männer ein verborgenes Lager. Morgoth befahl Sauron, sie aufzuspüren und zu vernichten. Im Jahr 460 E. Z. (J. S.) gelang es Sauron, einen Gefährten Radhruins gefangen zu nehmen. Durch eine List erfuhr er von Gorlim den Aufenthalt von Barahirs Männern. Sauron tötete Gorlim und schickte seine Orks zu Barahirs Versteck. Dort erschlugen sie Radhruin und die übrigen Männer. Einzig Barahirs Sohn Beren überlebte, da er sich zu diesem Zeitpunkt nicht im Lager befand.[4]
Nach ihrem Tod gerieten die Männer von Barahirs Bande nicht in Vergessenheit. Ihre Namen lebten noch lange in Liedern fort.[6] Das Leithian-Lied (The Lay of Leithian), das die Liebesgeschichte von Beren und Lúthien erzählt, überliefert auch die Geschichte von Radhruin und den anderen Männern.[7][8]
| „ | [...]Twelve men beside him still there went, still faithful when all hope was spent. Their names are yet in elven-song remembered, though the years are long since doughty Dagnir and Ragnor, Radhruin, Dairuin and Gildor, Gorlim Unhappy, and Urthel, and Arthad and Hathaldir fell [...] |
“ |
— J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. III The Lays of Beleriand. HarperCollins, London 2015. Kapitel IV: The Lay of Leithian Recommenced, S. 335. | ||
Werkgeschichte
In der frühen Fassung der Annalen Beleriands trug Radhruin zunächst den Namen Radros[9][10] und später Radruin.[11] Im 1937 entstandenen Quenta Silmarillion erscheint schließlich der Name Radhruin.[12]
Quellen
- ↑ 1,0 1,1 1,2 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XVIII: Vom Verderben Beleriands und von Fingolfings Ende.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XI The War of the Jewels. Part One: The Grey Annals, S. 60.
- ↑ 3,0 3,1 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion: Kapitel XVII: Von den ersten Menschen im Westen.
- ↑ 4,0 4,1 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XIX: Von Beren und Lúthien.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. V The Lost Road and Other Writings. Part Two: Valinor and Middle-earth before the Lord of the Rings, Kapitel V: The Lhammas, S. 179.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XI The War of the Jewels. Part One: The Grey Annals, S. 56, §159.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. III The Lays of Beleriand. Kapitel III: The Lay of Leithian.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. III The Lays of Beleriand. Kapitel IV: The Lay of Leithian Recommenced, S. 335.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. IV The Shaping of Middle-earth. Kapitel VII: The Earliest Annals of Beleriand, S. 311, note 23.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. IV The Shaping of Middle-earth. Kapitel VII: The Earliest Annals of Beleriand, Commentary, S. 319.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. VI The Return of the Shadow. Part Two: Valinor and Middle-earth before the Lord of the Rings, Kapitel VI: The later Annals of Beleriand, S. 147.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. VI The Return of the Shadow. Part Two: Valinor and Middle-earth before the Lord of the Rings, Kapitel VI: Quenta Silmarillion, S. 282.
| Barahirs Bande | |
| Barahir • Beren • Baragund • Belegund • Radhruin • Dairuin • Dagnir • Ragnor • Gildor • Gorlim • Arthad • Urthel • Hathaldir | |
