Narn: Unterschied zwischen den Versionen
K →Beschreibung: fehlendes Komma ergänzt |
K →Beschreibung: Link hinzugefügt |
||
| (Eine dazwischenliegende Version desselben Benutzers wird nicht angezeigt) | |||
| Zeile 2: | Zeile 2: | ||
== Beschreibung == | == Beschreibung == | ||
Die Narn ist eine Erzählung in Versen, die gesprochen, nicht gesungen vorgetragen wird. Traditionell wurden Nern im Versmaß ''[[Minlamad thent/estent]]'' verfasst.<ref>J. R. R. Tolkien: ''[[Nachrichten aus Mittelerde]]''. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1983. (Im Original erschienen 1980 unter dem Titel ''Unfinished Tales of Númenor and Middle-earth''.) ''Narn i Hîn Húrin''</ref> Damit bildet die Narn das Gegenstück zum [[Ann-thennath]], einem gesungenen und gereimten Lied,<ref name="Verse Modes">[[Patrick Wynne]], [[Carl F. Hostetter]]: ''Three Elvish Verse Modes:'' Ann-thennath'','' Minlamad thent / estent'', and ''Linnod. In: [[Verlyn Flieger]] (Hrsg.), Carl F. Hostetter (Hrsg.): ''[[Tolkien’s Legendarium]]. Essays on The History of Middle-earth''.</ref> sowie der | Die Narn ist eine Erzählung in Versen, die gesprochen, nicht gesungen vorgetragen wird. Traditionell wurden Nern im Versmaß ''[[Minlamad thent/estent]]'' verfasst.<ref>J. R. R. Tolkien: ''[[Nachrichten aus Mittelerde]]''. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1983. (Im Original erschienen 1980 unter dem Titel ''Unfinished Tales of Númenor and Middle-earth''.) ''Narn i Hîn Húrin''</ref> Damit bildet die Narn das Gegenstück zum [[Ann-thennath]], einem gesungenen und gereimten Lied,<ref name="Verse Modes">[[Patrick Wynne]], [[Carl F. Hostetter]]: ''Three Elvish Verse Modes:'' Ann-thennath'','' Minlamad thent / estent'', and ''Linnod. In: [[Verlyn Flieger]] (Hrsg.), Carl F. Hostetter (Hrsg.): ''[[Tolkien’s Legendarium]]. Essays on The History of Middle-earth''.</ref> sowie der [[Quenta]], einem historischen Bericht. | ||
Unter den [[Menschen]] waren Nern anscheinend weit verbreitet. So gab es in [[Gondor]] eine Sammlung [[Dúnedain|númenórischer]] Nern, das '' | Unter den [[Menschen]] waren Nern anscheinend weit verbreitet. So gab es in [[Gondor]] eine Sammlung [[Dúnedain|númenórischer]] Nern, das ''Atanatárion'', in [[Sindarin]] ''Nern in Adanath'' oder ''Nern in Edenedair'' genannt, was mit ''Legendarium der Väter der Menschen'' übersetzt werden kann.<ref name = "HoME X MT">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]]: [[Morgoth’s Ring]]. (The History of Middle-earth, Band X), ''Myths transformed.''</ref> Zu ihm gehörten: | ||
# die ''Narn Beren ion Barahir'', die Geschichte [[Beren Erchamion]]s, und | # die ''Narn Beren ion Barahir'', die Geschichte [[Beren Erchamion]]s, und | ||
# die ''Narn e·mbar Hador'', die Geschichte des [[Haus Hador|Hauses Hador]], diese wiederum bestand aus | # die ''Narn e·mbar Hador'', die Geschichte des [[Haus Hador|Hauses Hador]], diese wiederum bestand aus | ||
Aktuelle Version vom 18. April 2026, 10:26 Uhr
Eine Narn (Sindarin für Geschichte, Erzählung, Plural Nern) ist im Legendarium eine lange Erzählung.
Beschreibung
Die Narn ist eine Erzählung in Versen, die gesprochen, nicht gesungen vorgetragen wird. Traditionell wurden Nern im Versmaß Minlamad thent/estent verfasst.[1] Damit bildet die Narn das Gegenstück zum Ann-thennath, einem gesungenen und gereimten Lied,[2] sowie der Quenta, einem historischen Bericht.
Unter den Menschen waren Nern anscheinend weit verbreitet. So gab es in Gondor eine Sammlung númenórischer Nern, das Atanatárion, in Sindarin Nern in Adanath oder Nern in Edenedair genannt, was mit Legendarium der Väter der Menschen übersetzt werden kann.[3] Zu ihm gehörten:
- die Narn Beren ion Barahir, die Geschichte Beren Erchamions, und
- die Narn e·mbar Hador, die Geschichte des Hauses Hador, diese wiederum bestand aus
- der Narn i Hîn Húrin, die Geschichte der Kinder Húrin Thalions, auch Narn e·’Rach Morgoth, Geschichte von Morgoths Fluch, genannt, und
- der Narn e·Dant Gondolin ar Orthad en·Êl, die Geschichte vom Fall von Gondolin und dem Aufgang von Earendils Stern.
Diese drei Nern bilden auch den Inhalt der Großen Geschichten Beleriands.[3]
Quellen
- ↑ J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1983. (Im Original erschienen 1980 unter dem Titel Unfinished Tales of Númenor and Middle-earth.) Narn i Hîn Húrin
- ↑ Patrick Wynne, Carl F. Hostetter: Three Elvish Verse Modes: Ann-thennath, Minlamad thent / estent, and Linnod. In: Verlyn Flieger (Hrsg.), Carl F. Hostetter (Hrsg.): Tolkien’s Legendarium. Essays on The History of Middle-earth.
- ↑ 3,0 3,1 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien: Morgoth’s Ring. (The History of Middle-earth, Band X), Myths transformed.
