Calenhad
Der Calenhad ist im Legendarium einer der Leuchtfeuerberge von Gondor.
Geographie
Der Calenhad zählte dabei zu den westlichsten Leuchtfeuerberge. Er war von Osten aus gesehen der sechste der insgesamt sieben Leuchtfeuer.[1] Er befand sich zwischen den Leuchtfeuern von Min-Rimmon, welches östlich von ihm lag, und Halifirien, dem westlichen Schlusspunkt der Reihe.
Einige Kilometer östlich des Firienwaldes gab es zwischen den Ausläufern des Weißen Gebirges eine flache Ebene. Dort an diese Ebene angrenzend ragten die Gipfel von Min-Rimmon und Calenhad auf.[2]
Beschreibung
Der Calenhad war zwar begrünt, wies aber keinen Baumbestand auf. Im Gegensatz zu anderen Signalhügeln wurde Calenhads Feuer selten entzündet, so dass seine Beleuchtung ein Zeichen für dringenden Hilfebedarf war.[3]
Etymologie
Die Bedeutung des Namens ist nicht genau geklärt, könnte aus dem Elbischen aber wohl mit ‚Grüner Raum‘ übersetzt werden.[4]
Ein Zusammenhang mit dem alten Namen Calenardhon ist denkbar. Dies war der (Sindarin)Namen von Rohan, als es noch der Nordteil Gondors war. Calen bedeutet auf Sindarin ‚grün‘.[5]
Im Essay ‚‚The Rivers and Beacon-hills of Gondor‘‘ gab Tolkien zu erkennen, dass das Element had auch von sâdh für ‚Wiese‘ oder ‚Rasen‘ herrühren könnte, was zur passenden Bezeichnung ‚grasbewachsener Hügel‘ führen würde.[3]
Quellen
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch 5, Erstes Kapitel: Minas Tirith
- ↑ Karen Wynn Fonstad: The Atlas of Tolkien’s Middle-earth Das Weiße Gebirge, S. 88f
- ↑ 3,0 3,1 J. R. R. Tolkien, Carl F. Hostetter (Hrsg.): Natur und Wesen von Mittelerde. Dritter Teil: Die Welt und ihre Länder und Bewohner, Kapitel 22: Die Flüsse und Leuchtfeuerberge von Gondor
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Nachrichten aus Mittelerde. Register-Eintrag zu Calenhad
- ↑ Wolfgang Krege: Elbisches Wörterbuch; Wörterbuch Sindarin – Deutsch, Eintragungen zu calen
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