Banner Fingolfins

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Das Banner Fingolfins war ein Zeichen des Noldorkönigs Fingolfin. Es wurde von ihm und seinen Söhnen Fingon und Turgon geführt, womit es das Banner dreier Hoher Könige der Noldor war.

Beschreibung

Das Banner war blau und silbern.[1] Eine genauere Beschreibung war vermutlich in der Neufassung der Geschichte vom Fall von Gondolin vorgesehen, die jedoch unvollendet blieb.[2]

Im Leithian-Lied wird erzählt, dass Fingolfins Schild kristallene Sterne auf himmelblauen Grund zeigte.[3] Fingolfins persönliches Wappen zeigte, ebenfalls auf blauem Grund, vier Sterne sowie die Sonne in Form eines goldenen Kreises mit acht goldenen und silbernen Flammen, in deren Mitte der Mond in Form eines silbernen Kreises mit acht roten Flammen lag.[4] Das Familienwappen des Hauses Finwes dagegen zeigte eine 16-strahlige Sonne auf himmelblauem Grund.[4] Ob auch das Banner Sterne, Sonne und/oder Mond zeigte, ist jedoch unbekannt.

Hintergrund

Nach der Überquerung der Helcaraxe und der Ankunft in Mithrim ließ Fingolfin seine Banner entrollen.[1] Als Fingon in der Nirnaeth Arnoediad fiel, wurde das Banner von Morgoths Balrogs in den Schlamm getreten.[5] Ob das Banner Fingolfins, das später Turgon in Gondolin führte, derselbe Gegenstand war oder nur dieselben Zeichen trug, ist unbekannt.[2]

Werkgeschichte

Im Buch der Verschollenen Geschichten tragen die Männer des Hauses des Königs, der Leibwache Turgons in Gondolin, weiße, goldene und rote Banner. Die Zeichen des Hauses waren der Mond, die Sonne und das Purpurherz, das Herz Fingolfins, das von den Orks in der Nirnaeth Arnoediad herausgeschnitten, doch von Turgon zurückerobert worden war. Das Motiv des Purpurherzens und diese Darstellung des Tods Fingolfins taucht nur in den Verschollenen Geschichten auf.[6] Die Motive von Sonne und Mond dagegen finden sich später im persönlichen Wappen Fingolfins wieder.

Quellen

  1. 1,0 1,1 J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Quenta Silmarillion, XIII Von der Rückkehr der Noldor.
  2. 2,0 2,1 J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1983. (Im Original erschienen 1980 unter dem Titel Unfinished Tales of Númenor and Middle-earth.) Teil Eins: Das Erste Zeitalter I. Von Tuor und seine Ankunft in Gondolin.
  3. J. R. R. Tolkien: The Lays of Beleriand. (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. The Lay of Leithian. Canto XII
  4. 4,0 4,1 Pictures by J. R. R. Tolkien: Bild 47
  5. J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Quenta Silmarillion, XX Von der Fünften Schlacht: Nirnaeth Arnoediad.
  6. J. R. R. Tolkien: Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 2. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1999. (Im Original erschienen 1984 unter dem Titel The Book Of Lost Tales. Part Two.) III. Der Fall von Gondolin