Barahirs Bande: Unterschied zwischen den Versionen
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Im Jahr 455 E. Z. (J. S.) endete die Belagerung [[Angband]]s und es kam zur vierten Schlacht von [[Beleriand]], der [[Dagor Bragollach]]. Viele Männer aus dem [[Haus Beor]] fielen in dieser Schlacht. Barahir, der nach dem Tod des Stammesführers [[Bregolas]] das neue Oberhaupt des Hauses Beor geworden war, wollte Dorthonion nicht verlassen. Doch [[Morgoth]]s Macht breitete sich in den Nordlanden aus, sodass von den Männern, die in Dorthonion zurückgeblieben waren, fast alle erschlagen wurden. Von den Frauen und Kindern überlebten nur jene, die mit Barahirs Frau [[Emeldir]] über die Berge nach [[Brethil]] geflohen waren. Die anderen wurden getötet oder gefangengenommen. Auch ihre Häuser waren geplündert oder zerstört worden. | |||
Barahirs Bande bestand aus Barahir, seinem Sohn Beren, seinen Neffen [[Baragund]] und [[Belegund]] sowie [[Arthad]], [[Dagnir]], [[Dairuin]], [[Gildor (Mensch)|Gildor]], [[Gorlim|Gorlim dem Unglücklichen]], [[Hathaldir]], [[Radhruin]], [[Ragnor]] und [[Urthel]]. Sie waren die letzten überlebenden Männer ihres Volkes. Gejagt von Morgoths Dienern waren sie Gehetzte ohne Hoffnung, eine Bande von Verzweifelten.<ref name="SilmarillionXVIII">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Das Silmarillion]]''. Quenta Silmarillion, Kapitel XVIII: ''Vom Verderben Beleriands und von Fingolfings Ende''.</ref> | |||
Sie zogen sich in das kahle Hochland oberhalb der Wälder zurück und versuchten, den Spähern Morgoths zu entgehen. Barahir und seine Gefährten versteckten sich am See [[Aeluin|Tarn Aeluin]] und errichteten dort ihr Lager. Morgoth befahl [[Sauron]], sie aufzuspüren und zu vernichten. Im Jahr 460 E. Z. (J. S.) gelang es Sauron, [[Gorlim]] gefangen zu nehmen. Gorlim war der Grimmigste und Verzweifelste unter ihnen gewesen. Immer wieder war er heimlich zu seinem alten Haus zurückgekehrt, in der Hoffnung, seine geliebte Frau [[Eilinel]] wiederzufinden. Sauron, der davon wusste, täuschte ihn mit einem Trugbild Eilinels, nahm ihn gefangen und gaukelte ihm vor, er könne seine Frau wiedersehen, wenn er das Versteck von Barahirs Bande verriete. So verriet Gorlim der Unglückliche seine Gefährten. | |||
Sauron schickte seine [[Orks]] zu Barahirs Versteck. Dort erschlugen sie Barahir und die übrigen Männer. Einzig Beren überlebte, da er sich zu diesem Zeitpunkt nicht im Lager befand. Obwohl Gorlims Geist ihm im Traum erschienen war, kehrte Beren zu spät zurück, um seine Gefährten zu warnen.<ref name="SilmarillionXIX">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Das Silmarillion]]''. Quenta Silmarillion, Kapitel XIX: ''Von Beren und Lúthien''.</ref> | |||
Nach ihrem Tod gerieten die Männer von Barahirs Bande nicht in Vergessenheit. Ihre Namen lebten noch lange in Liedern fort.<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The History of Middle-earth]] Vol. XI [[The War of the Jewels]]''. Part One: ''The Grey Annals'', S. 56, §159.</ref> Im ''[[Leithian-Lied]]'' (''The Lay of Leithian''), das die Liebesgeschichte von Beren und Lúthien erzählt, wird auch ihre Geschichte überliefert.<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The History of Middle-earth]] Vol. III [[The Lays of Beleriand]]''. Kapitel III: ''The Lay of Leithian''.</ref><ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The History of Middle-earth]] Vol. III [[The Lays of Beleriand]]''. Kapitel IV: ''The Lay of Leithian Recommenced'', S. 335.</ref> | |||
{{Zitat|Text=[...] Twelve men beside him still there went,<br/>still faithful when all hope was spent.<br/>Their names are yet in elven-song<br/>remembered, though the years are long<br/>since doughty [[Dagnir]] and [[Ragnor]],<br/>[[Radhruin]], [[Dairuin]] and [[Gildor (Mensch)|Gildor]],<br/>[[Gorlim]] Unhappy, and [[Urthel]],<br/>and [[Arthad]] and [[Hathaldir]] fell<br/>since the black shaft with venomed wound<br/>took [[Belegund]] and [[Baragund]],<br/>the mighty sons of [[Bregolas]];<br/>since he whose doom and deeds surpass<br/>all tales of Men was laid on bier,<br/>fair [[Beren Erchamion|Beren]] son of [[Barahir (Vater Beren Erchamions)|Barahir]] [...]|Autor=[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.)|Quelle=''[[The History of Middle-earth]] Vol. III [[The Lays of Beleriand]]''. [[HarperCollins]], London 2015. Kapitel IV: ''The Lay of Leithian Recommenced'', S. 335.}} | |||
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Aktuelle Version vom 13. Juni 2026, 19:41 Uhr
Barahirs Bande (Original Barahir's outlaws) ist im Legendarium eine Gruppe von dreizehn Männern um Barahir aus dem Haus Beor, die die Dagor Bragollach überlebt haben.
Zeitangabe
- von 455 bis 460 E. Z. (J. S.)[1]
Barahir's Bande
- Barahir
- Barahirs Sohn Beren
- Barahirs Neffe Baragund
- Barahirs Neffe Belegund
- Arthad
- Dagnir
- Dairuin
- Gildor
- Gorlim der Unglückliche
- Hathaldir
- Radhruin
- Ragnor
- Urthel
Beschreibung
Im Jahr 455 E. Z. (J. S.) endete die Belagerung Angbands und es kam zur vierten Schlacht von Beleriand, der Dagor Bragollach. Viele Männer aus dem Haus Beor fielen in dieser Schlacht. Barahir, der nach dem Tod des Stammesführers Bregolas das neue Oberhaupt des Hauses Beor geworden war, wollte Dorthonion nicht verlassen. Doch Morgoths Macht breitete sich in den Nordlanden aus, sodass von den Männern, die in Dorthonion zurückgeblieben waren, fast alle erschlagen wurden. Von den Frauen und Kindern überlebten nur jene, die mit Barahirs Frau Emeldir über die Berge nach Brethil geflohen waren. Die anderen wurden getötet oder gefangengenommen. Auch ihre Häuser waren geplündert oder zerstört worden.
Barahirs Bande bestand aus Barahir, seinem Sohn Beren, seinen Neffen Baragund und Belegund sowie Arthad, Dagnir, Dairuin, Gildor, Gorlim dem Unglücklichen, Hathaldir, Radhruin, Ragnor und Urthel. Sie waren die letzten überlebenden Männer ihres Volkes. Gejagt von Morgoths Dienern waren sie Gehetzte ohne Hoffnung, eine Bande von Verzweifelten.[2]
Sie zogen sich in das kahle Hochland oberhalb der Wälder zurück und versuchten, den Spähern Morgoths zu entgehen. Barahir und seine Gefährten versteckten sich am See Tarn Aeluin und errichteten dort ihr Lager. Morgoth befahl Sauron, sie aufzuspüren und zu vernichten. Im Jahr 460 E. Z. (J. S.) gelang es Sauron, Gorlim gefangen zu nehmen. Gorlim war der Grimmigste und Verzweifelste unter ihnen gewesen. Immer wieder war er heimlich zu seinem alten Haus zurückgekehrt, in der Hoffnung, seine geliebte Frau Eilinel wiederzufinden. Sauron, der davon wusste, täuschte ihn mit einem Trugbild Eilinels, nahm ihn gefangen und gaukelte ihm vor, er könne seine Frau wiedersehen, wenn er das Versteck von Barahirs Bande verriete. So verriet Gorlim der Unglückliche seine Gefährten.
Sauron schickte seine Orks zu Barahirs Versteck. Dort erschlugen sie Barahir und die übrigen Männer. Einzig Beren überlebte, da er sich zu diesem Zeitpunkt nicht im Lager befand. Obwohl Gorlims Geist ihm im Traum erschienen war, kehrte Beren zu spät zurück, um seine Gefährten zu warnen.[3]
Nach ihrem Tod gerieten die Männer von Barahirs Bande nicht in Vergessenheit. Ihre Namen lebten noch lange in Liedern fort.[4] Im Leithian-Lied (The Lay of Leithian), das die Liebesgeschichte von Beren und Lúthien erzählt, wird auch ihre Geschichte überliefert.[5][6]
| „ | [...] Twelve men beside him still there went, still faithful when all hope was spent. Their names are yet in elven-song remembered, though the years are long since doughty Dagnir and Ragnor, Radhruin, Dairuin and Gildor, Gorlim Unhappy, and Urthel, and Arthad and Hathaldir fell since the black shaft with venomed wound took Belegund and Baragund, the mighty sons of Bregolas; since he whose doom and deeds surpass all tales of Men was laid on bier, fair Beren son of Barahir [...] |
“ |
— J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. III The Lays of Beleriand. HarperCollins, London 2015. Kapitel IV: The Lay of Leithian Recommenced, S. 335. | ||
Quellen
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XI The War of the Jewels. Part One: The Grey Annals, S. 52-59.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XVIII: Vom Verderben Beleriands und von Fingolfings Ende.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XIX: Von Beren und Lúthien.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XI The War of the Jewels. Part One: The Grey Annals, S. 56, §159.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. III The Lays of Beleriand. Kapitel III: The Lay of Leithian.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. III The Lays of Beleriand. Kapitel IV: The Lay of Leithian Recommenced, S. 335.
| Barahirs Bande | |
| Barahir • Beren • Baragund • Belegund • Radhruin • Dairuin • Dagnir • Ragnor • Gildor • Gorlim • Arthad • Urthel • Hathaldir | |
