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==Inhalt==
==Inhalt==
Wovon das Gedicht handelt im Präsens.
Das Lied beginnt mit der Anrufung „O Dwimordene, o Lórien“ und verweist darauf, dass nur selten Sterbliche das Land betreten und das Licht dort sehen können. Im mittleren Teil werden [[Galadriel]] und das klare Wasser ihrer Quelle angesprochen und in den letzten Zeilen die Schönheit und Unberührtheit des Waldreiches.
 
Galadriel! Galadriel!
Clear is the water of your well;
White is the star in your white hand;
Unmarred, unstained is leaf and land


==Form==
==Form==
Sowohl in der Übersetzung des Herrn der Ringe von [[Margaret Carroux]], als auch in der von [[Wolfgang Krege]], wird die Übertragung des Liedes von [[Ebba-Margareta von Freymann]] verwendet.
Sowohl in der Übersetzung des Herrn der Ringe von [[Margaret Carroux]], als auch in der von [[Wolfgang Krege]], wird die Übertragung des Liedes von [[Ebba-Margareta von Freymann]] verwendet.


Das Reimschema ist in Original und Übersetzung dasselbe, in beiden werden Paarreime verwendet (aa bb cc dd aa). Bei Tolkien besteht jeder Vers aus acht Silben, während bei von Freymann die Anzahl der Silben je Vers unregelmäßig ist. Beispielsweise hat bei ihr der erste Vers acht Silben, der zweite neun.
Das Lied besteht aus zehn Zeilen. Sein Reimschema ist in Original und Übersetzung dasselbe, in beiden werden Paarreime verwendet (aa bb cc dd aa). Bei Tolkien besteht jeder Vers aus acht Silben, während bei von Freymann die Anzahl der Silben je Vers unregelmäßig ist. Beispielsweise hat bei ihr der erste Vers acht Silben, der zweite neun.


==Hintergrund==
==Hintergrund==
[[Gandalf]] sang das Lied am [[2. März]] 3019 [[Drittes Zeitalter|D. Z.]] in [[Edoras]]. Dort äußerte sich [[Gríma Schlangenzunge]] äußerst abfällig über [[Galadriel]]. Er bezeichnete sie als „die Zauberin des Goldenen Walde“, wo schon immer Ränke gesponnen worden seien.
[[Gandalf]] sang das Lied am [[2. März]] 3019 [[Drittes Zeitalter|D. Z.]] in [[Edoras]]. Dort äußerte sich [[Gríma Schlangenzunge]] äußerst abfällig über Galadriel. Er bezeichnete sie als „die Zauberin des Goldenen Walde“ und behauptet, in ''Dwimordene'' seien schon immer Ränke gesponnen worden. Diese in Rohan übliche Bezeichnung für Lothlórien bedeutet tatsächlich ‚Geister-Tal‘ (Original: ''phantom-vale''); es ist das altenglische Wort ''(ge)dwimor'' enthalten, welches ‚Illusion‘ oder ‚Geist‘ bedeutet.<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The History of Middle-earth]] Vol. VIII [[The War of the Ring]]''. Part Three, Kapitel IX: ''The Battle of the Pelennor Fields'', Anm. 2.</ref>


Gandalf, der nach dem Kampf mit dem [[Balrog]] in Lothlórien Heilung erfahren hatte,<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Buch 3, Fünftes Kapitel: ''Der Weiße Reiter''.</ref> reagierte darauf mit einer gesungenen Beschreibung der Schönheit Galadriels und ihres Waldreiches. Danach warf er seinen Mantel ab und enthüllte sich den Umstehenden in [[Meduseld]] als Gandalf der Weiße.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Buch 3, Sechstes Kapitel: ''Der König der Goldenen Halle''.</ref>
Gandalf, der nach dem Kampf mit dem [[Balrog]] in Lothlórien Heilung erfahren hatte,<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Buch 3, Fünftes Kapitel: ''Der Weiße Reiter''.</ref> reagierte darauf mit einer gesungenen Beschreibung der Schönheit Galadriels und ihres Waldreiches. Danach warf er seinen Mantel ab und enthüllte sich den Umstehenden in [[Meduseld]] als Gandalf der Weiße.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Buch 3, Sechstes Kapitel: ''Der König der Goldenen Halle''.</ref>
==Entstehung==
Wie das Gedicht entstanden ist im Präteritum


==Vertonungen==
==Vertonungen==

Version vom 7. August 2026, 17:38 Uhr

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Gandalfs Lied über Lórien (Original: Gandalf's Song of Lórien) ist ein von J. R. R. Tolkien verfasstes Lied, in dem Lothlórien beschrieben wird.

Inhalt

Das Lied beginnt mit der Anrufung „O Dwimordene, o Lórien“ und verweist darauf, dass nur selten Sterbliche das Land betreten und das Licht dort sehen können. Im mittleren Teil werden Galadriel und das klare Wasser ihrer Quelle angesprochen und in den letzten Zeilen die Schönheit und Unberührtheit des Waldreiches.

Form

Sowohl in der Übersetzung des Herrn der Ringe von Margaret Carroux, als auch in der von Wolfgang Krege, wird die Übertragung des Liedes von Ebba-Margareta von Freymann verwendet.

Das Lied besteht aus zehn Zeilen. Sein Reimschema ist in Original und Übersetzung dasselbe, in beiden werden Paarreime verwendet (aa bb cc dd aa). Bei Tolkien besteht jeder Vers aus acht Silben, während bei von Freymann die Anzahl der Silben je Vers unregelmäßig ist. Beispielsweise hat bei ihr der erste Vers acht Silben, der zweite neun.

Hintergrund

Gandalf sang das Lied am 2. März 3019 D. Z. in Edoras. Dort äußerte sich Gríma Schlangenzunge äußerst abfällig über Galadriel. Er bezeichnete sie als „die Zauberin des Goldenen Walde“ und behauptet, in Dwimordene seien schon immer Ränke gesponnen worden. Diese in Rohan übliche Bezeichnung für Lothlórien bedeutet tatsächlich ‚Geister-Tal‘ (Original: phantom-vale); es ist das altenglische Wort (ge)dwimor enthalten, welches ‚Illusion‘ oder ‚Geist‘ bedeutet.[1]

Gandalf, der nach dem Kampf mit dem Balrog in Lothlórien Heilung erfahren hatte,[2] reagierte darauf mit einer gesungenen Beschreibung der Schönheit Galadriels und ihres Waldreiches. Danach warf er seinen Mantel ab und enthüllte sich den Umstehenden in Meduseld als Gandalf der Weiße.[3]

Vertonungen

Tolkien selbst hat das Lied in einer Tonaufnahme eingelesen (s. Weblink). Von verschiedenen Künstlern gibt es auch musikalische Umsetzungen, unter anderem vom Tolkien Ensemble in Zusammenarbeit mit Christopher Lee (s. Weblink).

Weblinks

Quellen

  1. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. VIII The War of the Ring. Part Three, Kapitel IX: The Battle of the Pelennor Fields, Anm. 2.
  2. J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch 3, Fünftes Kapitel: Der Weiße Reiter.
  3. J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch 3, Sechstes Kapitel: Der König der Goldenen Halle.