Pengolodh: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Pengolodh''' ist ein Gelehrter der [[Elben]]. Sein [[Quenya]]-Name ist '''Quendingoldo'''<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[The Peoples of Middle-earth]]''. (The History of Middle-earth, Band XII.) Herausgegeben von [[Christopher Tolkien]]. HarperCollins, London 1992. Part Three: Teachings of Pengoloð, XIV. Dangweth Pengoloð</ref> (auch ''Quengoldo''<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[The Peoples of Middle-earth]]''. (The History of Middle-earth, Band XII.) Herausgegeben von [[Christopher Tolkien]]. HarperCollins, London 1992. Part Three: Teachings of Pengoloð, XV. Of Lembas</ref>).
== Zeitangabe ==
== Zeitangabe ==
* Anfang E. Z.
* geboren im 1. Jahrhundert [[Erstes Zeitalter|E. Z. (J. S.)]]
* —  unsterblich
* nach [[Aman]] gefahren nach 1697 [[Z. Z.]]


== Volk ==
== Volk ==
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== Beschreibung ==
== Beschreibung ==
Pengolodh wurde in [[Turgon (Sohn von Fingolfin)|Turgons]] Volk geboren, als dieses noch in [[Nevrast]] lebte. Er war einer der größten Gelehrten der Noldor, nach [[Rúmil (Valinor)]]und [[Feanor]]. Er lebte in [[Gondolin]] vom ersten Tag der Gründung an und floh, nachdem Maeglin die Stadt verraten hatte, mit Idril und Tuor durch einen geheimen Tunnel. Danach lebte er einige Zeit in [[Lindon]], auch Ossiriand genannt. Gegen Ende des Ersten Zeitalters fertigte er eine große Sammlung der überlieferten elbischen, aber auch der menschlichen Lieder und Gedichte über die Ereignisse dieses Zeitalters an.
Pengolodh wurde in [[Turgon (Sohn von Fingolfin)|Turgons]] Volk geboren, als dieses noch in [[Nevrast]] lebte. Er war einer der größten Gelehrten der [[Noldor]], nach [[Rúmil von Tirion]] und [[Feanor]]. Er stammte sowohl von Noldor als auch von [[Sindar]] ab. Er lebte in [[Gondolin]] vom ersten Tag der Gründung an und floh, nachdem [[Maeglin]] die Stadt verraten hatte, mit [[Idril]] und [[Tuor]] durch einen geheimen Tunnel an die [[Mündungen des Sirion]]. Danach lebte er einige Zeit in [[Ossiriand]]. Gegen Ende des [[Erstes Zeitalter|Ersten Zeitalters]] fertigte er eine große Sammlung der überlieferten elbischen, aber auch der menschlichen Lieder und Gedichte über die Ereignisse dieses Zeitalters an.<ref name="HME XI">[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[The War of the Jewels]]''. (The History of Middle-earth, Band XI.) Herausgegeben von [[Christopher Tolkien]]. HarperCollins, London 1992. Part Four: ''Quendi and Eldar.'' Appendix D</ref> Pengolodh wird als der Autor der ''[[Graue Annalen|Annalen von Beleriand]]'' bezeichnet, und er hat Ergänzungen zu den ''[[Annalen von Valinor]]'' vorgenommen. Die ''Annalen von Valinor'' wurden ursprünglich von Rúmil von Tirion geschrieben.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[The Shaping of Middle-earth]]''. (The History of Middle-earth, Band IV.) Herausgegeben von [[Christopher Tolkien]]. HarperCollins, London 1992. Part VI: ''The earliest Annals of Valinor''''</ref>. Auch soll er die [[Quenta Silmarillion]] verfasst haben, das er aus den drei Großen Geschichten von Beleriand ([[Fall von Gondolin]], [[Leithian-Lied]] und [[Narn i Hîn Húrin]]) zusammengestellt habe.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]; [[Humphrey Carpenter]], [[Christopher Tolkien]] (Hrsg.): [[J. R. R. Tolkien Briefe]], [[Brief 115]] (datiert 15. Juni, Jahr unbekannt (möglicherweise 1948).)</ref>
 
Im Zweiten Zeitalter lebte er in Gil-Galads Königreich und in [[Eregion]]. Er gehörte zu den wenigen Elben, die nach [[Khazad-dûm]] eingelassen wurden, nachdem er die Zwergensprache Khuzdul erlernt hatte, was nur wenigen Noldor jemals gelang.
 
Pengolodh verließ Endor während des Krieges zwischen den Elben und [[Sauron]], nachdem Eregion verwüstet worden war.
In Aman lebte er auf [[Tol Eressea]], als einer der letzten Lehrmeister, die Mittelerde verließen.<ref>''[[The War of the Jewels]]''; ''von [[J. R. R. Tolkien]]'', herausgegeben von ''[[Christopher Tolkien]]''; Part III; ''Quendi and Eldar''; Appendix D</ref>


Pengolodhs Sammlung stellte für Tolkien die entscheidende (fiktive) Quelle für die Ereignisse des Ersten Zeitalters dar. Dabei gibt es mehrere Versionen darüber, wie diese Sammlung in die spätere Zeit überliefert wurde.
Im Zweiten Zeitalter lebte er in [[Gil-galad]]s Königreich und in [[Eregion]]. Er gehörte zu den wenigen Elben, die nach [[Khazad-dûm]] eingelassen wurden, nachdem er die Zwergensprache [[Khuzdul]] erlernt hatte, was nur wenigen Noldor jemals gelang.<ref name="HME XI"/>


In der frühesten Variante, die Tolkien noch vor den Arbeiten am Herrn der Ringe entwickelte, gelangte im ersten Jahrtausend unserer realen Zeitrechnung ein angelsächsischer Seefahrer namens [[Ælfwine]] durch Zufall oder Schicksal nach Tol Eressea, sprach dort mit Pengolodh, und übersetzte dessen Bücher ins (alt-)Englische.<ref>[[Morgoth’s Ring]]: The Later Silmarillion, Part One: The Legends of Aman;
Pengolodh verließ [[Mittelerde]] während des Krieges zwischen den Elben und [[Sauron]], nachdem Eregion verwüstet worden war.
''von [[J. R. R. Tolkien]], herausgegeben von [[Christopher Tolkien]]''; Part I: ''Ainulindalë''</ref>  
In Aman lebt er auf [[Tol Eressea]], als einer der letzten Lehrmeister, die Mittelerde verließen.<ref name="HME XI"/>
Seine Werke will Tolkien seinerseits gelesen haben.


Nach einer späteren Variante übergab Pengolodh Abschriften während seines Aufenthalts in Gil-Galads Königreich an den ebenfalls dort lebenden [[Elrond]], aus denen viel später [[Bilbo Beutlin]] in [[Bruchtal]] seine berühmten ''[[Übersetzungen aus dem Elbischen]]'' anfertigte; so kamen die Geschichten ins [[Rotes Buch|Rote Buch]] und blieben in dessen Abschriften erhalten.
== Werkgeschichte ==
In einer frühen Fassung des [[Legendarium]]s, die [[J. R. R. Tolkien]] noch vor den Arbeiten an ''[[Der Herr der Ringe]]'' entwickelte, gelangte im ersten Jahrtausend nach Christus ein angelsächsischer Seefahrer namens [[Ælfwine]] durch Zufall oder Schicksal nach Tol Eressea, sprach dort mit Pengolodh, und übersetzte dessen Bücher ins (alt-)Englische. Ihm erzählte Pengolodh die [[Ainulindale]].<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Morgoth’s Ring]]''. (The History of Middle-earth, Band X.) Herausgegeben von [[Christopher Tolkien]]. HarperCollins, London 1992. Part I: ''Ainulindalë''</ref> Dies stellte für Tolkien die entscheidende fiktive Quelle für die Geschichten aus dem Ersten Zeitalter dar, die später in ''[[The History of Middle-earth]]'' veröffentlicht wurden.


Nach einer dritten Variante sah Pengolodh die baldige Entrückung von Tol Eressea voraus und übergab daher [[Elendil]] beim letzten Besuch der Elben kurz vor dem Fall von [[Númenor]] Abschriften, die Elendil dann bei seiner Flucht mit nach [[Gondor]] nahm; diese gelangten nach dem Ringkrieg über König [[Aragorn II.|Elessar]] an Bilbo.
In späteren Fassungen kommen Pengolodh und Ælfwine nicht mehr vor, die Quelle des Legendariums sind stattdessen [[Bilbo Beutlin]]s ''[[Übersetzungen aus dem Elbischen]]''.
 
== Sonstiges ==
 
* Pengolodh war eine Sindarinform vom ehemaligen Quenya-Namen Quendingoldo<ref>[[The Peoples of Middle-earth]] PART THREE: TEACHINGS OF PENGOLOÐ, XIV. Dangweth Pengoloð</ref> auch Quengoldo<ref>[[The Peoples of Middle-earth]] PART THREE: TEACHINGS OF PENGOLOÐ, XV. Of Lembas</ref>
* In der History of Middle-earth X, [[Morgoth’s Ring]] erzählt Pengolodh das [[Ainulindale]]
* Pengolodh wird als der Autor der ''Annalen von Beleriand'' bezeichnet, und er hat Ergänzungen zu den ''[[Annalen von Valinor]]'' vorgenommen. Die ''Annalen von Valinor'' wurden ursprünglich von [[Rúmil (Valinor)]] geschrieben.<ref>''[[The Shaping of Middle-earth]]: Part VI: ''The earliest Annals of Valinor''; von [[J. R. R. Tolkien]], herausgegeben von [[Christopher Tolkien]]''</ref>.


== Quellen ==
== Quellen ==
<references/>
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[[Kategorie:Personen]]
[[Kategorie:Personen]]

Aktuelle Version vom 5. Juni 2026, 19:22 Uhr

Pengolodh ist ein Gelehrter der Elben. Sein Quenya-Name ist Quendingoldo[1] (auch Quengoldo[2]).

Zeitangabe

Volk

Elben, Noldor

Beschreibung

Pengolodh wurde in Turgons Volk geboren, als dieses noch in Nevrast lebte. Er war einer der größten Gelehrten der Noldor, nach Rúmil von Tirion und Feanor. Er stammte sowohl von Noldor als auch von Sindar ab. Er lebte in Gondolin vom ersten Tag der Gründung an und floh, nachdem Maeglin die Stadt verraten hatte, mit Idril und Tuor durch einen geheimen Tunnel an die Mündungen des Sirion. Danach lebte er einige Zeit in Ossiriand. Gegen Ende des Ersten Zeitalters fertigte er eine große Sammlung der überlieferten elbischen, aber auch der menschlichen Lieder und Gedichte über die Ereignisse dieses Zeitalters an.[3] Pengolodh wird als der Autor der Annalen von Beleriand bezeichnet, und er hat Ergänzungen zu den Annalen von Valinor vorgenommen. Die Annalen von Valinor wurden ursprünglich von Rúmil von Tirion geschrieben.[4]. Auch soll er die Quenta Silmarillion verfasst haben, das er aus den drei Großen Geschichten von Beleriand (Fall von Gondolin, Leithian-Lied und Narn i Hîn Húrin) zusammengestellt habe.[5]

Im Zweiten Zeitalter lebte er in Gil-galads Königreich und in Eregion. Er gehörte zu den wenigen Elben, die nach Khazad-dûm eingelassen wurden, nachdem er die Zwergensprache Khuzdul erlernt hatte, was nur wenigen Noldor jemals gelang.[3]

Pengolodh verließ Mittelerde während des Krieges zwischen den Elben und Sauron, nachdem Eregion verwüstet worden war. In Aman lebt er auf Tol Eressea, als einer der letzten Lehrmeister, die Mittelerde verließen.[3]

Werkgeschichte

In einer frühen Fassung des Legendariums, die J. R. R. Tolkien noch vor den Arbeiten an Der Herr der Ringe entwickelte, gelangte im ersten Jahrtausend nach Christus ein angelsächsischer Seefahrer namens Ælfwine durch Zufall oder Schicksal nach Tol Eressea, sprach dort mit Pengolodh, und übersetzte dessen Bücher ins (alt-)Englische. Ihm erzählte Pengolodh die Ainulindale.[6] Dies stellte für Tolkien die entscheidende fiktive Quelle für die Geschichten aus dem Ersten Zeitalter dar, die später in The History of Middle-earth veröffentlicht wurden.

In späteren Fassungen kommen Pengolodh und Ælfwine nicht mehr vor, die Quelle des Legendariums sind stattdessen Bilbo Beutlins Übersetzungen aus dem Elbischen.

Quellen

  1. J. R. R. Tolkien: The Peoples of Middle-earth. (The History of Middle-earth, Band XII.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. HarperCollins, London 1992. Part Three: Teachings of Pengoloð, XIV. Dangweth Pengoloð
  2. J. R. R. Tolkien: The Peoples of Middle-earth. (The History of Middle-earth, Band XII.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. HarperCollins, London 1992. Part Three: Teachings of Pengoloð, XV. Of Lembas
  3. 3,0 3,1 3,2 J. R. R. Tolkien: The War of the Jewels. (The History of Middle-earth, Band XI.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. HarperCollins, London 1992. Part Four: Quendi and Eldar. Appendix D
  4. J. R. R. Tolkien: The Shaping of Middle-earth. (The History of Middle-earth, Band IV.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. HarperCollins, London 1992. Part VI: The earliest Annals of Valinor''
  5. J. R. R. Tolkien; Humphrey Carpenter, Christopher Tolkien (Hrsg.): J. R. R. Tolkien Briefe, Brief 115 (datiert 15. Juni, Jahr unbekannt (möglicherweise 1948).)
  6. J. R. R. Tolkien: Morgoth’s Ring. (The History of Middle-earth, Band X.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. HarperCollins, London 1992. Part I: Ainulindalë