Benutzer:Rigund: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Ardapedia
Rigund (Diskussion | Beiträge)
Entwurfarbeit
Rigund (Diskussion | Beiträge)
Entwurfarbeit
 
(18 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 2: Zeile 2:


{{Inuse|[[Benutzer:Rigund|Rigund]]}}
{{Inuse|[[Benutzer:Rigund|Rigund]]}}
 
'''Eryn Vorn''',
 
{{Infobox Pflanze
| Name              = Hulstbaum
| Bild              = Stechpalme.jpg
| Bildinfo          =Stechpalme (Ilex aquifolium)
| Andere Namen      = der Hulst, die Hülse, die Stechpalme, der Ilex
| Verbreitungsgebiet = [[Eregion]], [[Ithilien]]
| Zeitraum          = [[Zweites Zeitalter]], [[Drittes Zeitalter]]
| Bekannt für        = flankierten die [[Türen von Durin]] von [[Moria]]
| Beschreibung      = Bäume mit dunklen glänzenden Blättern und leuchtend roten Beeren<ref name=“Drittes Kapitel“></ref>
}}
Der '''Hulstbaum''', auch der ''Hulst'', die ''Hülse'', ist ein charakteristischer Baum in Mittelerde und Namensgeber für die Region [[Hulsten]],


==Beschreibung==
==Beschreibung==
Hulstbäume werden als Bäume mit graugrünen Stämmen beschrieben, die aus dem Gestein der Berge zu bestehen scheinen, mit dunklen glänzenden Blättern und leuchtend roten Beeren.<ref name=“Drittes Kapitel“>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Buch II, Drittes Kapitel: ''Der Ring geht nach Süden''</ref>
Der Eryn Vorn ist ein Wald auf einem großen Kap an der Küste [[Minhiriath|Minhiriats]] in der Nähe der Mündung des [[Baranduin]] in das [[Belegaer|große Meer]]. Einst war er Teil des großen Waldes, der weite Flächen [[Eriador|Eriadors]] einnahm.
 
Sie waren das Wahrzeichen von [[Eregion]] und seinen Bewohnern.<ref name="Viertes Kapitel">[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Buch II, Viertes Kapitel: ''Eine Wanderung im Dunkeln''</ref>
So wurde zum Beispiel das [[Türen von Durin|Westtor]] von [[Khazad-dûm|Moria]] von zwei mächtigen Hulstbäumen flankiert, die einst dort gepflanzt wurden, um die Grenze des Landes anzuzeigen.<ref name="Viertes Kapitel"></ref>


Bei dem Angriff des [[Wächter im Wasser|krakenähnlichen Untiers]] aus dem See auf die Gefährten, bei dem das Tor von Moria verschüttet wurde, wurden diese beiden Torbäume zerstört.<ref name="Viertes Kapitel"></ref>
==Hintergrund==
Als am Ende des ersten Jahrtausends des [[Zweites Zeitalter|Zweiten Zeitalters]] der númenórische König [[Tar-Aldarion]] begann, mit dem Holz von [[Mittelerde]] eine große Schiffsflotte zu bauen, kam es bald zum Streit mit den eingeborenen Waldbewohnern. Die [[Númenórer]] gingen rücksichtslos bei ihren Abholzungen vor und so überfielen die an sich friedlichen Waldbewohner (wahrscheinlich die [[Drúedain]] oder [[Gwathuirim]]) die númenórischen Siedlungen und den Hafen von [[Lond Daer]].
Gegen Aldarions Streitmächte waren sie jedoch chancenlos und jene, welche nicht vernichtet wurden, flohen zu einem großen Teil in den Eryn Vorn.
Hierher konnten oder wollten die Númenórer nicht folgen, der Wald blieb unangetastet, vermutlich wuchs der sehr dichte Wald auch in einem ungemütlichen Sumpfgebiet. Auch die Flüchtlinge fühlten sich hier nicht so richtig wohl, denn bald machten sie sich wieder auf, in Richtung [[Dunland]].


==Verbreitung==
Eryn Vorn blieb als einer der wenigen Wälder völlig unangetastet und meist auch unbewohnt, bis auf einige verstreute Waldbewohner die vielleicht Überbleibsel der [[Gwathuirim]] darstellten.
Besonders viele Hulstbäume gab es vor allem in der nach ihnen benannten Region [[Hulsten]] (dem ehemaligen [[Elben]]reich [[Eregion]]).
 
Uralte Stechpalmen auf einem Hügelkamm markierten die Nordgrenze Hulstens, dort, wo die [[Gemeinschaft des Ringes|Gefährten]] sie auf ihrer Wanderung nach Süden passierten.<ref name=“Drittes Kapitel“></ref>
 
Wahrscheinlich wurde auch die alte [[Elben]]straße zum Westtor von Moria hin ursprünglich von Hulstbäumen gesäumt. Sie verfaulten und starben jedoch, nachdem das Tal vor dem Tor durch Anstauen des [[Sirannon]] (des Torbachs) weitgehend in einen See verwandelt wurde.<ref name="Viertes Kapitel"></ref>
 
Frodo und Sam kamen in [[Ithilien]] ebenfalls an großen Hulstbäumen, dort Ilex genannt, vorbei.<ref name="HDR IV 7">[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Viertes Buch, Siebtes Kapitel: ''Wanderung zum Scheideweg''</ref>
 
==Werkgeschichte==
Die erste Erwähnung von „Hollin“ und damit der Bezug auf Hulstbäume findet sich in der frühesten erhaltenen Version von ''Der Ring geht nach Süden''. Damals lautete der elbische Name des Landes aber noch nicht Eregion, sondern Regornion. <ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The History of Middle-earth]] Vol. VI [[The Return of the Shadow]]''. The Story Continued, Kapitel XXIV: ''The Ring goes South'', S. 418f u 432 Anm. 9</ref>


==Etymologie==
==Etymologie==
Der Name des Hulstbaum enthält nach [https://en.wikisource.org/wiki/An_Etymological_Dictionary_of_the_German_Language/Annotated/Hulst Kluges Etymologischem Wörterbuch] das indogermanisches Stammwort als hul- und findet sich im Althochdeutschen (hulis), im Alt-Norwegischen (hulfr) und auch im Alt-Englischen (holegn), woraus im Englischen Holly wurde.
[[Sindarin]] für ''Dunkler Wald''
 
<ref>[[Wolfgang Krege]]: ''[[Elbisches Wörterbuch]]; Wörterbuch Sindarin – Deutsch, Eintragung ''</ref> ‚  ‘ stehen und der Name die Bedeutung ‚    ‘ gehabt haben.
Im englischen Original des Buches [[Der Herr der Ringe]] ist der Name des Hulstbaumes dementsprechend auch ''holly'', der Name des Landes Hulsten lautet ''Hollin''.
 
Der Sindarin-Name des Landes Eregion setzt sich zusammen aus ereg („Hulst“, „Holly“) und dem Suffix -ion ("-region")<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.), ''Das Silmarillion''. Quenta Silmarillion, ''Anhang: Elemente in den Quenya- und Sindarin-Namen'' Eintrag zu ''ereg'' </ref>


==Sonstiges==
==Sonstiges==
Stechpalmen (''Ilex aquifolium'') [http://de.wikipedia.org/wiki/Europäische_Stechpalme] sind immergrüne Großsträucher mit dunkelgrünen, glänzenden Blättern, deren Ränder stachelig gezähnt sind. Sie wachsen langsam, können jedoch bei freiem Stand bis zu 10 m hoch werden.
Im Jahre 1969 hat [[J. R. R. Tolkien]] der Kartenzeichnerin [[Pauline Baynes ]] zusätzliche Namen zur Aufnahme in ihre Karte von [[Mittelerde]] mitgeteilt. Darunter befand sich unter anderem auch der Begriff '''Eryn Vorn'''.
 
Es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Im Mai bekommen die Sträucher kleine weiße Blüten, aber nur die weiblichen Pflanzen entwickeln die roten Beeren (Steinfrüchte) und auch dies nur, wenn eine männliche Pflanze zur Bestäubung in der Nähe steht. Die Früchte bleiben bis weit in den Winter hinein stehen; sie sind für Menschen leicht giftig, für Vögel ein beliebtes Winterfutter, sobald sie durch ein paar Frosttage weich und essbar geworden sind. Für kleinere Vögel sind die immergrünen Stechpalmen im Winter auch ein beliebter Schlafplatz.
 
In Mitteleuropa sind Stechpalmen in klimatisch milderen Regionen verbreitet -- sie vertragen auf die Dauer weder sehr trockene Sommer noch überharte Winter. Sie wachsen hierzulande vor allem als Unterholz in schattigen Wäldern.
 
Stechpalmen sollen eine große Lebenskraft haben, und auch aufgrund ihrer hohen Lebenserwartung von bis zu 300 Jahren gelten sie als ein Symbol der Unsterblichkeit.


==Quellen==
==Quellen==
<references />
<references/>
 
==Weblinks==
1 [https://en.wikisource.org/wiki/An_Etymological_Dictionary_of_the_German_Language/Annotated/Hulst] Wikisource-Eintrag zu Friedrich Kluge, John Francis Davis (Übersetzer): ''An_Etymological_Dictionary_of_the_German_Language'': Eintrag zu ''Hulst''
 
2 [http://de.wikipedia.org/wiki/Europäische_Stechpalme Europäische Stechpalme]  Wikipedia-Eintrag zu ''Europäische Stechpalme''


[[Kategorie:Bäume]]
[[Kategorie:Wälder]]
[[Kategorie:Bilder von Pflanzen]]  
[[en:Eryn Vorn]]
[[en:Holly]]
[[fi:Eryn Vorn]]

Aktuelle Version vom 25. Juli 2026, 18:14 Uhr

vorlage:inuse

Eryn Vorn,

Beschreibung

Der Eryn Vorn ist ein Wald auf einem großen Kap an der Küste Minhiriats in der Nähe der Mündung des Baranduin in das große Meer. Einst war er Teil des großen Waldes, der weite Flächen Eriadors einnahm.

Hintergrund

Als am Ende des ersten Jahrtausends des Zweiten Zeitalters der númenórische König Tar-Aldarion begann, mit dem Holz von Mittelerde eine große Schiffsflotte zu bauen, kam es bald zum Streit mit den eingeborenen Waldbewohnern. Die Númenórer gingen rücksichtslos bei ihren Abholzungen vor und so überfielen die an sich friedlichen Waldbewohner (wahrscheinlich die Drúedain oder Gwathuirim) die númenórischen Siedlungen und den Hafen von Lond Daer. Gegen Aldarions Streitmächte waren sie jedoch chancenlos und jene, welche nicht vernichtet wurden, flohen zu einem großen Teil in den Eryn Vorn. Hierher konnten oder wollten die Númenórer nicht folgen, der Wald blieb unangetastet, vermutlich wuchs der sehr dichte Wald auch in einem ungemütlichen Sumpfgebiet. Auch die Flüchtlinge fühlten sich hier nicht so richtig wohl, denn bald machten sie sich wieder auf, in Richtung Dunland.

Eryn Vorn blieb als einer der wenigen Wälder völlig unangetastet und meist auch unbewohnt, bis auf einige verstreute Waldbewohner die vielleicht Überbleibsel der Gwathuirim darstellten.

Etymologie

Sindarin für Dunkler Wald

[1] ‚ ‘ stehen und der Name die Bedeutung ‚ ‘ gehabt haben.

Sonstiges

Im Jahre 1969 hat J. R. R. Tolkien der Kartenzeichnerin Pauline Baynes zusätzliche Namen zur Aufnahme in ihre Karte von Mittelerde mitgeteilt. Darunter befand sich unter anderem auch der Begriff Eryn Vorn.

Quellen

  1. Wolfgang Krege: Elbisches Wörterbuch; Wörterbuch Sindarin – Deutsch, Eintragung