Ian McKellen

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Ian McKellen
Ian McKellen auf der San Diego Comic Con 2013
Ian McKellen auf der San Diego Comic Con 2013
Geboren 25. Mai 1939
Staatsange­hörigkeit Vereinigtes Königreich
Bildung Universität Cambridge (BA)
Beruf Schauspieler
Bekannt für Mitwirkung in Shakespeare-Dramen, Darstellung des Gandalf
Website mckellen.com

Sir Ian Murray McKellen, CH, CBE (* 25. Mai 1939[1]) ist ein britischer Schauspieler. International bekannt wurde er unter anderem für seine Darstellung des Gandalf in den Filmtrilogien Der Herr der Ringe und Der Hobbit sowie als Magneto in der X-Men-Reihe.

Biografie

Ian McKellen kam als Sohn des Bauingenieurs Denis Murray McKellen und Margery Lois McKellen (geborene Sutcliffe) im englischen Burnley zur Welt. Er hatte eine fünf Jahre ältere Schwester. Kurz vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges zog die Familie nach Wigan um, eine Stadt, dessen größte Industrie der Kohlebergbau war. In seinen ersten Lebensjahren schlief Ian unter einem eisernen, bombensichereren Tisch und erkrankte im Alter von drei Jahren an Diphtherie. Nach dem Besuch des Kindergartens (nursey school) wurde er in der Wesleyan Primary School in Wigan unterrichtet; an Sonntagen diente er als Messdiener in der Hope Street Congregational Church; seine Familie war streng katholisch. An Sonntagnachmittagen besuchte er die Sonntagsschule. Er und seine Familie zogen während seines elften Lebensjahres nach Bolton um.[1]

Im Alter von drei Jahren erlebte McKellen erstmals einen Theaterbesuch im Manchester Opera House, wo er mit seinen Eltern Peter Pan sah. Im alter von neun Jahren bekam er ein Spielzeug-Theater geschenkt. Seine Schwestr Joan, die selbst im Amateurtheater als Schauspielerin, Regisseurin und Produzenten tätig war, brachte ihn als erste mit den Dramen von William Shakespeare in Berührung; es folgten weitere Besuche in Amateur-Theatern und an der High School, die Joan besuchte. Mit dreizehn Jahren stellte McKellen Malvolio in Twelfth Night dar. Jeden Sommer verbrachte er zudem in einem Camp in Stratford-Upon-Avon, dem Geburtsort Shakespeares, wo er abends im Royal Shakespeare Theatre Inszenierungen der Werke Shakespeares besuchte, die ihm nicht immer gefielen.[1]

Als er im Alter von 18 Jahren ein Stipendium für das St. Catherine’s College der Universität Cambridge erhielt, studierte er Englisch, nahm aber auch weiterhin an Theaterinszenierungen teil, bis er das Studium 1961 mit einem Bachelor of Arts (BA) abschloss und entschloss sich, trotzdem er nie eine Schauspielschule besucht hatte, vollberuflicher Schauspieler zu werden.[1] Im selben Jahr gab er in Coventry sein Debüt als Theaterschauspieler im Stück A Man For All Seasons am Belgrade Theatre. Es folgten Auftritte in regionalen Reportoiretheatern. 1965 trat McKellen am Londoner West End auf, was ihm seinen bis dahin größten Erfolg einbrachte. In den 1970er und 1980er Jahren war er ein populäreres Gesicht auf den britischen Theaterbühnen, wurde Mitglied der Royal Shakespeare Company und spielte am Royal National Theatre Neben-, aber auch Hauptfiguren aus Shakespeares Dramen, darunter Othello und Macbeth. Im Jahr 2007 kehrte er nach einer Unterbrechung seiner Theaterarbeit, die er zugunsten seiner Filmkarriere, die um die Jahrtausendwende begann, unterbrach, nach länger Zeit wieder zurück auf die Theaterbühne und trat in Stücken wie König Lear und Die Möwe auf. An der Seite seines langjährigen Freundes Patrick Stewart wirkte er 2009 am Theatre Royal Haymarket in Warten auf Godot mit.[2]

Ian McKellen am 1. Dezember 2003 bei der Weltpremiere von Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs in Wellington, Neuseeland

Von 2001 bis 2003 wirkte McKellen an der Seite von Christopher Lee, Andy Serkis, Elijah Wood, Sean Astin, Viggo Mortensen und anderen in der Der Herr der Ringe-Filmtrilogie des neuseeländischen Regisseurs Peter Jackson als Zauberer Gandalf mit. Diese und die Rolle des Magneto in der X-Men-Filmreihe verhalfen ihm zum internationalen Durchbruch im Filmgeschäft.[2]

2006 wurde bei McKellen Prostatakrebs diagnostiziert, das aktiv beobachtet wird.[2]

Im März 2008 kündigte er auf seiner Website an, dass er mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit für die Verfilmung des Romans Der Hobbit von J. R. R. Tolkien die Rolle des Gandalf übernehmen werde.[3] Als Gandalf war er schließlich von 2012 bis 2014 in der dreiteiligen Verfilmung des Romans unter der Regie von Peter Jackson zu sehen.

In dem für Dezember 2027 angekündigten Film Die Jagd nach Gollum, bei dem Andy Serkis Regie führen wird, wird er wieder die Rolle des Gandalf verkörpern.[4] Nach dem Abschluss der Hobbit-Filmtrilogie hatte McKellen eine Rückmehr in die Rolle zunächst ausgeschlossen.[5]

Auszeichnungen

Unter anderem erhielt McKellen 1979 den Order of the British Empire im Rang Commander (CBE). Von der britischen Königin Elisabeth II. wurde McKellen 1991 zum Ritter geschlagen. 2007 wurde er von Elisabeth II. zum Mitglied des Order of the Companions of Honour ernannt. 2014 wurde er Freeman of the City of London. Ihm wurde im Juni 2016 die Ehrendoktorwürde von der Universität Cambridge zuerkannt (Doctor of Letters). 2017 wurde er auswärtiges Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Sciences. Er hat über 40 Filmpreise erhalten.[2]

Filmografie (Auswahl)

Sonstiges

In deutschen Synchronfassungen wurde er häufig von Achim Höppner gesprochen, so in der Der Herr der Ringe-Filmtrilogie. Nach Höppners Tod im Jahr 2006 synchronisierte Eckart Dux McKellen in der Hobbit-Filmtrilogie.

Weblinks

Quellen