Tar-Ancalime: Unterschied zwischen den Versionen

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Dort traf sie den scheinbaren Schafhirten Mámandil, der für sie sang und dem Ancalime nach einer gewissen Zeit zugetan war. Doch als sie schließlich erfuhr, dass ihr Verehrer sie belogen hatte und eigentlich der adelige Fürstensohn Hallacar von Hyarastorni war, verschmähte sie ihn. Doch als schließlich ihr Königserbe in Gefahr geriet, heiratete sie 1000 [[Zweites Zeitalter|Z.Z.]] schließlich doch Hallacar, wohl vor allem um ihrem Vetter [[Soronto]] das Erbe des Szepters zu verleiden, der sie bereits zur Abtretung ihres Erbes gedrängt hatte.
 
Dort traf sie den scheinbaren Schafhirten Mámandil, der für sie sang und dem Ancalime nach einer gewissen Zeit zugetan war. Doch als sie schließlich erfuhr, dass ihr Verehrer sie belogen hatte und eigentlich der adelige Fürstensohn Hallacar von Hyarastorni war, verschmähte sie ihn. Doch als schließlich ihr Königserbe in Gefahr geriet, heiratete sie 1000 [[Zweites Zeitalter|Z.Z.]] schließlich doch Hallacar, wohl vor allem um ihrem Vetter [[Soronto]] das Erbe des Szepters zu verleiden, der sie bereits zur Abtretung ihres Erbes gedrängt hatte.
  
1003 [[Zweites Zeitalter|Z.Z.]] kam der gemeinsame Sohn und das einzige Kind [[Tar-Anárion|Anárion]] zur Welt. Ancalime schien niemlas besonders mütterlich gewesen zu sein, unter anderem wollte sie keinen Sohn, denn sie wollte nicht soweit sinken, wie ihre Großmutter [[Almarian]], die in ihren Sohn Aldarion stets vernarrt war. Sie missgönnte sogar, eigensinnig und stolz, wie sie war ihrem Ehemann den Sohn. Hallacar und Ancalime zerstritten sich bald, weil sie ihn dominieren wollte, sein Land besitzen und ihm verbieten wollte in seiner Heimat Hyrastorni zu leben, weil ihr Ehemann kein Bauernknecht sein sollte.
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1003 [[Zweites Zeitalter|Z.Z.]] kam der gemeinsame Sohn und das einzige Kind [[Tar-Anárion|Anárion]] zur Welt. Ancalime schien niemlas besonders mütterlich gewesen zu sein, unter anderem wollte sie keinen Sohn, denn sie wollte nicht soweit sinken, wie ihre Großmutter [[Almarian]], die in ihren Sohn Aldarion stets vernarrt gewesen war. Sie missgönnte sogar, eigensinnig und stolz, wie sie war ihrem Ehemann den Sohn. Hallacar und Ancalime zerstritten sich bald, weil sie ihn dominieren wollte, sein Land besitzen und ihm verbieten wollte in seiner Heimat Hyrastorni zu leben, weil ihr Ehemann kein Bauernknecht sein sollte.
  
 
Als Tar-Ancalime nahm Ancalime im Jahre 1057 [[Zweites Zeitalter|Z.Z.]], als erste Königin Númenors das Szepter von ihrem Vater. 1098 [[Zweites Zeitalter|Z.Z.]] nach dem Tode Aldarions wiederrief sie bereits dessen gesamte Politik und gewährte [[Gil-galad]] keinerlei Unterstützung mehr, auch tat sie meist genau das Gegenteil, was man ihr riet. 1280 [[Zweites Zeitalter|Z.Z.]] übergab sie ihr Szepter ihrem Sohn, nachdem sie 205 Jahre lang geherrscht hatte. 1285 [[Zweites Zeitalter|Z.Z.]] starb Tar-Ancalime im Alter von 412 Jahren.
 
Als Tar-Ancalime nahm Ancalime im Jahre 1057 [[Zweites Zeitalter|Z.Z.]], als erste Königin Númenors das Szepter von ihrem Vater. 1098 [[Zweites Zeitalter|Z.Z.]] nach dem Tode Aldarions wiederrief sie bereits dessen gesamte Politik und gewährte [[Gil-galad]] keinerlei Unterstützung mehr, auch tat sie meist genau das Gegenteil, was man ihr riet. 1280 [[Zweites Zeitalter|Z.Z.]] übergab sie ihr Szepter ihrem Sohn, nachdem sie 205 Jahre lang geherrscht hatte. 1285 [[Zweites Zeitalter|Z.Z.]] starb Tar-Ancalime im Alter von 412 Jahren.

Version vom 30. September 2008, 17:40 Uhr

Quenya: Tar-Ancalime, Emerwen, 7. Herrscher (1. Königin) Númenors

Zeitangaben

Volk

Menschen, Edain, Dúnedain

Beschreibung

Tar-Ancalime war der siebte Herrscher von Númenor und die erste regierende Königin. Sie war die Tochter und das einzige Kind von Tar-Aldarion und Erendis.

Ancalimes Vater war ein großer Abenteurer und Seefahrer und im Jahre 877 Z.Z. als sie erst vier Jahre alt war, verließ Aldarion sie und ihre Mutter um auf seinem Schiff Belegaer zu durchsegeln und Mittelerdes Küsten auszukundschaften. Aldarion versprach seiner Frau, nach zwei Jahren wieder da zu sein, doch er hielt sein Versprechen nicht. Erendis, wütend und alleingelassen, verließ daraufhin das gemeinsame Haus in Armenelos und zog mit der kleinen Ancalime nach Emerië in ein Weißes Haus, wo die beiden mit nur wenigen, weibliche Dienstboten lebten.

Dort wurde Ancalime, weitgehend von Männern isoliert, von Erendis aufgezogen und erhielt von ihr Lese-, Schreib- und Sozialkundeunterricht über das Volk und die Kultur Númenors. Ancalime lernte als Sprache vor allem die Elbensprache Sindarin und nicht, das von Aldarion geschätzte, in Númenor geprochene Adûnaïsch. Im Haus selber gab es weder Lachen noch Musik, oder Fröhlichkeit, eher schien es, als sei hier vor nicht allzu langer Zeit jemand gestorben.

Erendis schürte Ancalimes Reserviertheit und Misstrauen gegenüber Männern und sprach kaum über ihren Vater. Ancalime durfte Emerië nicht verlassen, nichteinmal um ihre Großeltern zu besuchen. Stattdessen wanderte sie im Grasland umher und traf hier und da eine Schäferin, der sie bei ihrer Arbeit helfen durfte.

882 Z.Z. kehrte Aldarion drei Jahre später als er es seiner Frau und seiner Tochter versprochen hatte zurück. Ancalime war inzwischen neun Jahre alt und als ihr Vater vor der Tür des Hauses in Emerië stand, erkannte sie ihn nicht mehr.

Erendis und Aldarion trennten sich wenig später.

Aldarion wurde schließlich 883 Z.Z. der sechste númenorische König und berief nur neun Jahre später seine Tochter Ancalime, die erst ihr neunzehntes Jahr erreicht hatte, zur Thronerbin und enderte dafür die númenorischen Gestze, die das königliche Erbrecht regelten. Ancalime übernahm zeitweise bereits die Regentschaft, wenn ihr Vater auf Reisen war.

Ancalime, wohl beeinflusst durch die schreckliche Ehe ihrer Eltern, war von keinem großen Heiratswillen erfüllt und versteckte sich darum vor den Verehrern ihrer Schönheit auf einem Bauernhof in Hyarastorni.

Dort traf sie den scheinbaren Schafhirten Mámandil, der für sie sang und dem Ancalime nach einer gewissen Zeit zugetan war. Doch als sie schließlich erfuhr, dass ihr Verehrer sie belogen hatte und eigentlich der adelige Fürstensohn Hallacar von Hyarastorni war, verschmähte sie ihn. Doch als schließlich ihr Königserbe in Gefahr geriet, heiratete sie 1000 Z.Z. schließlich doch Hallacar, wohl vor allem um ihrem Vetter Soronto das Erbe des Szepters zu verleiden, der sie bereits zur Abtretung ihres Erbes gedrängt hatte.

1003 Z.Z. kam der gemeinsame Sohn und das einzige Kind Anárion zur Welt. Ancalime schien niemlas besonders mütterlich gewesen zu sein, unter anderem wollte sie keinen Sohn, denn sie wollte nicht soweit sinken, wie ihre Großmutter Almarian, die in ihren Sohn Aldarion stets vernarrt gewesen war. Sie missgönnte sogar, eigensinnig und stolz, wie sie war ihrem Ehemann den Sohn. Hallacar und Ancalime zerstritten sich bald, weil sie ihn dominieren wollte, sein Land besitzen und ihm verbieten wollte in seiner Heimat Hyrastorni zu leben, weil ihr Ehemann kein Bauernknecht sein sollte.

Als Tar-Ancalime nahm Ancalime im Jahre 1057 Z.Z., als erste Königin Númenors das Szepter von ihrem Vater. 1098 Z.Z. nach dem Tode Aldarions wiederrief sie bereits dessen gesamte Politik und gewährte Gil-galad keinerlei Unterstützung mehr, auch tat sie meist genau das Gegenteil, was man ihr riet. 1280 Z.Z. übergab sie ihr Szepter ihrem Sohn, nachdem sie 205 Jahre lang geherrscht hatte. 1285 Z.Z. starb Tar-Ancalime im Alter von 412 Jahren.

Sonstiges

Ancalime wurde auch Emerwen Aranel genannt, was Prinzessin Hirtin bedeutet und sich auf die Tatsache bezieht, dass sie als Kind im Weideland Emerië lebte und sich später auf einem Bauernhof in Hyarastorni vor ihren Verehrern verbarg.

Etymologie

Ancalime ist Quenya und bedeutet die sehr helle.

Externe Links

Quellen

  • J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1983. (Im Original erschienen 1980 unter dem Titel Unfinished Tales of Númenor and Middle-earth.)
  • Teil Zwei: Das Zweite Zeitalter,
  • II. Aldarion und Erendis: Das Weib des Seefahrers und Anmerkungen
  • III. Die Linie von Elros: Könige von Númenor