Holger Hagen

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Holger Hagen, geboren am 27. August 1915 in Halle an der Saale, gestorben am 16. November 1996 in München, war ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher.

Holger Hagen wurde 1915 als Sohn des Operndirigenten und Kunsthistorikers Oskar Hagen und der Opernsängerin Thyra Leisner geboren.

1925 immigrierte Familie Hagen nach Madison im us-amerikanischen Wisconsin, wo Holger Hagen an der Wisconsin University Schauspiel studierte. Er debütierte 1936 am Broadway. Nach Abschluss eines Kapellmeisterstudiums, arbeitete eine Zeit lang in New York als Dirigent. Als US-Offizier kam Hagen, als einziger seiner Familie nach dem Zweiten Weltkrieg zurück nach Deutschland, wo er ab 1946 zwei Jahre lang als Theater- und Musikbeauftragter der US-Militärregierung arbeitete. In der Folge wirkte er wieder als Dirigent und Theaterschauspieler, auch das Synchronsprecherhandwerk betrieb er in hunderten von Filmen (unter anderem als deutsche Stimme von Richard Burton, Burt Lancester und Dean Martin).

Von 1971 bis zu seinem Tod 1996, war Holger Hagen mit der bekannten Schauspielerin Bruni Löbel (ältere Schwester von Marilyn Monroe-Synchronsprecherin Margot Leonard) verheiratet.

Holger Hagen ist der Erzähler in der deutschen Version vom Der Herr der Ringe (Zeichentrickfilm) von 1978.

Sprechrollen in Kinofilmen (Auswahl)

  • Louis Jourdan (als Edmond Dantes) in Der Graf von Monte Christo (1961)
  • James Garner (als Flight Lt. Hendley, 'Der Schnorrer') in Gesprengte Ketten (1963)
  • Richard Burton (als George) in Wer hat Angst vor Virginia Woolf? (1966)
  • Richard Burton (als König Heinrich der VIII.) in Königin für tausend Tage (1969)
  • Burt Lancaster in Das Schloss in den Ardennen (1969)
  • als Felsenbeißer in Die Unendliche Geschichte (1984)

Quellen

  • Thomas Bräutigam: Lexikon der Film- und Fernsehsynchronisation Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag GmbH (Lexikon Imprint Verlag), Berlin 2001
  • Holger Hagen bei der Deutschen Synchronkartei
  • Artikel bei Wikipedia