Berúthiel: Unterschied zwischen den Versionen

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Königin '''Berúthiel'''
 
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Königin Berúthiel war die Frau von [[Tarannon Falastur|Tarannon]] (III 830-913), dem 12. König von [[Gondor]] - und dem ersten kinderlosen König.  
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Königin Berúthiel war die Frau von [[Tarannon|Tarannon Falastur]] (III 830-913), dem 12. König von [[Gondor]] - und dem ersten kinderlosen König.  
  
Sie wird als ruchlos, einzelgängerisch und lieblos geschildert. Sie lebte im Haus des Königs in [[Osgiliath]], denn sie haßte das Meer und Tarannons Palast an der Mündung des [[Anduin]] unterhalb von [[Pelargir]]. Da sie Farben und Schmuck verabscheute, trug sie nur Schwarz und Silber und lebte in kahlen Gemächern oder wandelte im Garten, wo gequälte Skulpturen unter düsteren Zypressen und Eiben standen. Ihre Vertrauten waren eine weiße und neun schwarze Katzen, mit denen sie sich unterhielt, deren Gedanken sie las und die sie als Spione ausschickte, um alle dunklen Geheimnisse der Menschen von Gondor auszuspähen. Keiner wagte es, sich an diesen Katzen zu vergreifen, aber sie wurden gefürchtet und heimlich verflucht. Schließlich ließ Tarannon Berúthiel mit ihren Katzen auf ein Schiff bringen und ganz alleine auf hoher See einem nördlichen Wind preisgeben. Das Schiff wurde zuletzt in einer Mondnacht vor [[Umbar]] gesichtet, mit einer Katze im Masttop und einer als Galionsfigur am Bug. Berúthiels Name wurde aus dem Buch der Könige getilgt, aber ihre Katzen blieben in der Erinnerung und im Sprichwortschatz Gondors lebendig.
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Sie wird als ruchlos, einzelgängerisch und lieblos geschildert. Sie lebte im Haus des Königs in [[Osgiliath]], denn sie haßte das Meer und Tarannons Palast an der Mündung des [[Anduin]] unterhalb von [[Pelargir]]. Da sie Farben und Schmuck verabscheute, trug sie nur Schwarz und Silber und lebte in kahlen Gemächern oder wandelte im Garten, wo gequälte Skulpturen unter düsteren Zypressen und Eiben standen. Ihre Vertrauten waren eine weiße und neun schwarze [[Katzen]], mit denen sie sich unterhielt, deren Gedanken sie las und die sie als Spione ausschickte, um alle dunklen Geheimnisse der Menschen von Gondor auszuspähen. Keiner wagte es, sich an diesen Katzen zu vergreifen, aber sie wurden gefürchtet und heimlich verflucht. Schließlich ließ Tarannon Berúthiel mit ihren Katzen auf ein Schiff bringen und ganz alleine auf hoher See einem nördlichen Wind preisgeben. Das Schiff wurde zuletzt in einer Mondnacht vor [[Umbar]] gesichtet, mit einer Katze im Masttop und einer als Galionsfigur am Bug. Berúthiels Name wurde aus dem Buch der Könige getilgt, aber ihre Katzen blieben in der Erinnerung und im Sprichwortschatz Gondors lebendig.
  
 
All diese Angaben stammen aus einer undatierten und in den mittleren Teilen unleserlichen Notiz Tolkiens, die [[Christopher Tolkien]] in einer Fußnote zu dem Istari-Kapitel in "Unfinished Tales" nacherzählt hat und deren Anspruch auf Zugehörigkeit zum Kanon daher auf eher schwachen Füßen ruht.  
 
All diese Angaben stammen aus einer undatierten und in den mittleren Teilen unleserlichen Notiz Tolkiens, die [[Christopher Tolkien]] in einer Fußnote zu dem Istari-Kapitel in "Unfinished Tales" nacherzählt hat und deren Anspruch auf Zugehörigkeit zum Kanon daher auf eher schwachen Füßen ruht.  

Version vom 18. August 2004, 00:15 Uhr

Königin Berúthiel

Königin Berúthiel war die Frau von Tarannon Falastur (III 830-913), dem 12. König von Gondor - und dem ersten kinderlosen König.

Sie wird als ruchlos, einzelgängerisch und lieblos geschildert. Sie lebte im Haus des Königs in Osgiliath, denn sie haßte das Meer und Tarannons Palast an der Mündung des Anduin unterhalb von Pelargir. Da sie Farben und Schmuck verabscheute, trug sie nur Schwarz und Silber und lebte in kahlen Gemächern oder wandelte im Garten, wo gequälte Skulpturen unter düsteren Zypressen und Eiben standen. Ihre Vertrauten waren eine weiße und neun schwarze Katzen, mit denen sie sich unterhielt, deren Gedanken sie las und die sie als Spione ausschickte, um alle dunklen Geheimnisse der Menschen von Gondor auszuspähen. Keiner wagte es, sich an diesen Katzen zu vergreifen, aber sie wurden gefürchtet und heimlich verflucht. Schließlich ließ Tarannon Berúthiel mit ihren Katzen auf ein Schiff bringen und ganz alleine auf hoher See einem nördlichen Wind preisgeben. Das Schiff wurde zuletzt in einer Mondnacht vor Umbar gesichtet, mit einer Katze im Masttop und einer als Galionsfigur am Bug. Berúthiels Name wurde aus dem Buch der Könige getilgt, aber ihre Katzen blieben in der Erinnerung und im Sprichwortschatz Gondors lebendig.

All diese Angaben stammen aus einer undatierten und in den mittleren Teilen unleserlichen Notiz Tolkiens, die Christopher Tolkien in einer Fußnote zu dem Istari-Kapitel in "Unfinished Tales" nacherzählt hat und deren Anspruch auf Zugehörigkeit zum Kanon daher auf eher schwachen Füßen ruht.

In einem Brief aus dem Jahr 1956 schrieb Tolkien: "There is hardly any reference in The Lord of the Rings to things that do not actually exist, on its own plane (of secondary or sub-creational reality)," und fügte folgende Fußnote dazu: "The cats of Queen Berúthiel and the names of the other two wizards (five minus Saruman, Gandalf, Radagast) are all that I recollect."

In Der Herr der Ringe tritt Berúthiel nur in einer anekdotischen Randbemerkung in Erscheinung. In Moria sagt Aragorn über Gandalf: "He is surer of finding the way home in a blind night than the cats of Queen Berúthiel."

Quellen

Lord of the Rings, Book II, Chapter 4, A Journey in the Dark

UT, Part IV, Chapter 2, footnote 7

Letters, 180