Berúthiel: Unterschied zwischen den Versionen

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Königin '''Berúthiel'''
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'''Berúthiel''' ([[Sindarin]] für ‚Königin Zorn-Maid‘ oder ‚Zornige Königin‘) ist im [[Legendarium]] eine Königin von [[Gondor]].
  
Königin Berúthiel war die Frau von [[Tarannon|Tarannon Falastur]] (III 830-913), dem 12. König von [[Gondor]] - und dem ersten kinderlosen König.
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== Zeitangaben ==
  
Sie wird als ruchlos, einzelgängerisch und lieblos geschildert. Sie lebte im Haus des Königs in [[Osgiliath]], denn sie haßte das Meer und Tarannons Palast an der Mündung des [[Anduin]] unterhalb von [[Pelargir]]. Da sie Farben und Schmuck verabscheute, trug sie nur Schwarz und Silber und lebte in kahlen Gemächern oder wandelte im Garten, wo gequälte Skulpturen unter düsteren Zypressen und Eiben standen. Ihre Vertrauten waren eine weiße und neun schwarze [[Katzen]], mit denen sie sich unterhielt, deren Gedanken sie las und die sie als Spione ausschickte, um alle dunklen Geheimnisse der Menschen von Gondor auszuspähen. Keiner wagte es, sich an diesen Katzen zu vergreifen, aber sie wurden gefürchtet und heimlich verflucht. Schließlich ließ Tarannon Berúthiel mit ihren Katzen auf ein Schiff bringen und ganz alleine auf hoher See einem nördlichen Wind preisgeben. Das Schiff wurde zuletzt in einer Mondnacht vor [[Umbar]] gesichtet, mit einer Katze im Masttop und einer als Galionsfigur am Bug. Berúthiels Name wurde aus dem Buch der Könige getilgt, aber ihre Katzen blieben in der Erinnerung und im Sprichwortschatz Gondors lebendig.
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* geboren um 650 [[Drittes Zeitalter|D. Z.]] im [[Harad]]
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* gestorben unbekannt
  
All diese Angaben stammen aus einer undatierten und in den mittleren Teilen unleserlichen Notiz Tolkiens, die [[Christopher Tolkien]] in einer Fußnote zu dem Istari-Kapitel in "Unfinished Tales" nacherzählt hat und deren Anspruch auf Zugehörigkeit zum Kanon daher auf eher schwachen Füßen ruht.
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== Volk ==
  
In einem Brief aus dem Jahr 1956 schrieb Tolkien: "There is hardly any reference in ''The Lord of the Rings'' to things that do not actually ''exist'', on its own plane (of secondary or sub-creational reality)," und fügte folgende Fußnote dazu: "The cats of Queen Berúthiel and the names of the other two wizards (five minus Saruman, Gandalf, Radagast) are all that I recollect."
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[[Menschen]], [[Schwarze Númenorer]]
(Deutsch: "Im ''Herrn der Ringe'' werden kaum einmal Dinge erwähnt, die auf ihrer Ebene (der sekundären oder Nebenschöpfer-Realität) nicht wirklich existieren: d.h. niedergeschrieben wurden." Fußnote: "Die Katzen der Königin Berúthiel und die Namen und Abenteuer der anderen 2 Zauberer (5 minus Saruman, Gandalf, Radagast) sind alles, woran ich mich erinnern kann.")
 
  
In [[Der Herr der Ringe]] tritt Berúthiel nur in einer anekdotischen Randbemerkung in Erscheinung. In Moria sagt Aragorn über Gandalf: "He is surer of finding the way home in a blind night than the cats of Queen Berúthiel." (Deutsch: "Er wird eher den Weg nach Hause finden in dunkler Nacht als die Katzen der Königin Berúthiel.")
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== Beschreibung ==
  
==Quellen==
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Königin Berúthiel war die Gemahlin von [[Tarannon|Tarannon Falastur]], dem 12. König von Gondor. Sie schenkte ihrem Gemahl jedoch keinen Thronerben.
[[Der Herr der Ringe|Lord of the Rings]], Book II, Chapter 4, A Journey in the Dark
 
  
[[Nachrichten aus Mittelerde|Unfinished Tales]], Part IV, Chapter 2, footnote 7
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Sie wurde als ruchlos, einzelgängerisch und lieblos geschildert. Sie lebte im Haus des Königs in [[Osgiliath]], nicht bei ihrem Gemahl in dessen [[Tarannons Haus|Haus]] am [[Ethir Anduin]]. Tatsächlich hasste sie den Geruch des [[Belegaer|Meer]]es und die Schreie der Möwen. Da ihr Farben und Schmuck zuwider waren, trug sie nur Schwarz und Silber und lebte in kahlen Gemächern oder wandelte im Garten, wo gequälte Skulpturen unter düsteren Zypressen und Eiben standen.
  
[[Letters]], 180
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Ihre Vertrauten waren eine weiße und neun schwarze [[Katzen]], mit denen sie sich unterhielt, deren Gedanken sie las und die sie als Spione ausschickte, um alle dunklen Geheimnisse der Menschen von Gondor auszuspähen. Keiner wagte es, sich an diesen Katzen zu vergreifen, aber sie wurden gefürchtet und heimlich verflucht.
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Berúthiel war unter dem Volk Gondors so unbeliebt, dass Tarannon sie schließlich mit ihren Katzen auf ein Schiff bringen ließ. Auf hoher See gab man es einem nördlichen Wind preis und Berúthiel verschwand von den Gestaden Gondors und ihr Name wurde aus den Annalen der Könige getilgt.
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Das Schiff wurde zuletzt in einer Mondnacht vor [[Umbar]] gesichtet, mit einer Katze im Masttop und einer als Galionsfigur am Bug. Daher kann angenommen werden, dass sie in ihre Heimat, offenbar einer Siedlung südlich von Umbar, zurückkehrte. 
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Ihre Katzen blieben indes in der Erinnerung und im Sprichwortschatz Gondors lebendig.
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== Sonstiges ==
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* All diese Angaben stammen aus einer undatierten und in den mittleren Teilen unleserlichen Notiz Tolkiens, die [[Christopher Tolkien]] in einer Fußnote zu dem Istari-Kapitel in ''[[Nachrichten aus Mittelerde]]'' nacherzählt hat und deren Anspruch auf Zugehörigkeit zum Kanon daher als nicht ganz eindeutig erscheint.
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* In einem Briefentwurf aus dem Jahr 1956 an einen Mr. Thompson, schrieb Tolkien: „Im ''Herrn der Ringe'' werden kaum einmal Dinge erwähnt, die auf ihrer Ebene (der sekundären oder Nebenschöpfungs-Realität) nicht wirklich existieren. [Fußnote] Die Katzen der Königin Berúthiel und die Namen und Abenteuer der anderen zwei Zauberer (5 minus Saruman, Gandalf, Radagast) sind alles, woran ich mich erinnern kann.“
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* In ''[[Der Herr der Ringe]]'' tritt Berúthiel nur in einer anekdotischen Randbemerkung in Erscheinung. In [[Moria]] sagt [[Aragorn II.|Aragorn]] über [[Gandalf]], dass er den Weg eher finden würde in dunkler Nacht, als die Katzen der Königin Berúthiel.
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* Es ist durchaus denkbar, dass die Ehe zwischen Tarannon und Berúthiel aus politischen Gründen geschlossen wurde. Bekannt ist, dass zwischen Gondor und Umbar niemals ein langfristiger Friede zustande kam und vielleicht versuchte man durch eine „Mischehe“ das angespannte Verhältnis zu lockern. Es kann jedoch nicht werkintern bewiesen werden, dass diese Mutmaßung korrekt ist.
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== Frühere Namen ==
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* ''Benish Armon'' (laut [[Christopher Tolkien]] wahrscheinlich eher ein Ortsname)
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* ''Margoliante Berúthiel''
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== Etymologie ==
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Der Name Berúthiel stammt aus dem Sindarin und bedeutet wohl soviel wie ‚Königin Zorn-Maid‘ oder ‚Zornige Königin‘. Der Name ist wohl aus den Sindarinwörtern ''bereth'' (‚Königin, Gemahlin‘), ''rûth'' (‚Zorn‘) und der femininen Endung ''iëll'' (‚Maid‘) zusammengesetzt.
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== Links ==
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* [[Medium:Ardapedia_Silmarillon_Genealogie.pdf|Silmarillion Stammbaum]] (PDF, ca. 108 kb)
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* [http://gernot-katzers-spice-pages.com/tolkien/edain.pdf Stammbaum der Eldar und Atani]
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== Quellen ==
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* J. R. R. Tolkien: ''Der Herr der Ringe''.
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** Zweites Buch, Viertes Kapitel: ''Eine Wanderung im Dunkeln''.
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* J. R. R. Tolkien: ''Nachrichten aus Mittelerde''. Herausgegeben von Christopher Tolkien.
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** Teil Vier, II. ''Die Istari'' (siehe ''Anmerkungen'').
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* J. R. R. Tolkien: ''[[Briefe]]''. Herausgegeben von [[Humphrey Carpenter]].
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** Brief #180.
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* J. R. R. Tolkien: ''[[The Return of the Shadow]]''. Herausgegeben von Christopher Tolkien.
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** The story continued: ''The Mines of Moria'', Notes 26 (p. 464).
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* [[Wayne G. Hammond]] und [[Christina Scull]]: ''[[The Lord of the Rings: A Reader’s Companion]]''.
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** Book II, Chapter IV: ''A Journey in the Dark'' (p. 283f.).
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* [[Helmut W. Pesch]]: ''[[Elbisch (Bücher)|Elbisch – Grammatik, Schrift und Wörterbuch der Elben-Sprache von J. R. R. Tolkien]]''.
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** Wörterbuch Sindarin – Deutsch, Eintragungen für ''bereth'', ''rûth'' und ''iëll''.
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* J. R. R. Tolkien im Interview mit Daphne Castell in ''The Realms of Tolkien'' in ''New World'' 50 (November 1966).
  
 
[[Kategorie:Personen]]
 
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[[en:Berúthiel]]
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[[fr:encyclo:personnages:hommes:3a:dunedain:gondoriens:beruthiel]]
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[[fi:Berúthiel]]

Aktuelle Version vom 31. Mai 2021, 23:21 Uhr

Berúthiel (Sindarin für ‚Königin Zorn-Maid‘ oder ‚Zornige Königin‘) ist im Legendarium eine Königin von Gondor.

Zeitangaben

Volk

Menschen, Schwarze Númenorer

Beschreibung

Königin Berúthiel war die Gemahlin von Tarannon Falastur, dem 12. König von Gondor. Sie schenkte ihrem Gemahl jedoch keinen Thronerben.

Sie wurde als ruchlos, einzelgängerisch und lieblos geschildert. Sie lebte im Haus des Königs in Osgiliath, nicht bei ihrem Gemahl in dessen Haus am Ethir Anduin. Tatsächlich hasste sie den Geruch des Meeres und die Schreie der Möwen. Da ihr Farben und Schmuck zuwider waren, trug sie nur Schwarz und Silber und lebte in kahlen Gemächern oder wandelte im Garten, wo gequälte Skulpturen unter düsteren Zypressen und Eiben standen.

Ihre Vertrauten waren eine weiße und neun schwarze Katzen, mit denen sie sich unterhielt, deren Gedanken sie las und die sie als Spione ausschickte, um alle dunklen Geheimnisse der Menschen von Gondor auszuspähen. Keiner wagte es, sich an diesen Katzen zu vergreifen, aber sie wurden gefürchtet und heimlich verflucht.

Berúthiel war unter dem Volk Gondors so unbeliebt, dass Tarannon sie schließlich mit ihren Katzen auf ein Schiff bringen ließ. Auf hoher See gab man es einem nördlichen Wind preis und Berúthiel verschwand von den Gestaden Gondors und ihr Name wurde aus den Annalen der Könige getilgt.

Das Schiff wurde zuletzt in einer Mondnacht vor Umbar gesichtet, mit einer Katze im Masttop und einer als Galionsfigur am Bug. Daher kann angenommen werden, dass sie in ihre Heimat, offenbar einer Siedlung südlich von Umbar, zurückkehrte.

Ihre Katzen blieben indes in der Erinnerung und im Sprichwortschatz Gondors lebendig.

Sonstiges

  • All diese Angaben stammen aus einer undatierten und in den mittleren Teilen unleserlichen Notiz Tolkiens, die Christopher Tolkien in einer Fußnote zu dem Istari-Kapitel in Nachrichten aus Mittelerde nacherzählt hat und deren Anspruch auf Zugehörigkeit zum Kanon daher als nicht ganz eindeutig erscheint.
  • In einem Briefentwurf aus dem Jahr 1956 an einen Mr. Thompson, schrieb Tolkien: „Im Herrn der Ringe werden kaum einmal Dinge erwähnt, die auf ihrer Ebene (der sekundären oder Nebenschöpfungs-Realität) nicht wirklich existieren. [Fußnote] Die Katzen der Königin Berúthiel und die Namen und Abenteuer der anderen zwei Zauberer (5 minus Saruman, Gandalf, Radagast) sind alles, woran ich mich erinnern kann.“
  • In Der Herr der Ringe tritt Berúthiel nur in einer anekdotischen Randbemerkung in Erscheinung. In Moria sagt Aragorn über Gandalf, dass er den Weg eher finden würde in dunkler Nacht, als die Katzen der Königin Berúthiel.
  • Es ist durchaus denkbar, dass die Ehe zwischen Tarannon und Berúthiel aus politischen Gründen geschlossen wurde. Bekannt ist, dass zwischen Gondor und Umbar niemals ein langfristiger Friede zustande kam und vielleicht versuchte man durch eine „Mischehe“ das angespannte Verhältnis zu lockern. Es kann jedoch nicht werkintern bewiesen werden, dass diese Mutmaßung korrekt ist.

Frühere Namen

  • Benish Armon (laut Christopher Tolkien wahrscheinlich eher ein Ortsname)
  • Margoliante Berúthiel

Etymologie

Der Name Berúthiel stammt aus dem Sindarin und bedeutet wohl soviel wie ‚Königin Zorn-Maid‘ oder ‚Zornige Königin‘. Der Name ist wohl aus den Sindarinwörtern bereth (‚Königin, Gemahlin‘), rûth (‚Zorn‘) und der femininen Endung iëll (‚Maid‘) zusammengesetzt.

Links

Quellen