Linnod

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Ein Linnod ist eine elbische Gedichtform.

Beschreibung

Das einzige bekannte Linnod ist in der Erzählung von Aragorn und Arwen als Zitat Gilraens erhalten:[1]

Ónen i-Estel Edain, ú-chebin estel anim.
Ich gab den Menschen Hoffnung, und behielt keine Hoffnung für mich.

Übersetzung: Ebba-Margareta von Freymann

Dieses Linnod besteht aus nur einem Vers, der aus zwei siebensilbigen Halbzeilen zusammengesetzt ist. Eine jede Halbzeile besteht aus einem Daktylus (eine betonte und zwei unbetonte Silben), gefolgt von zwei Trochäen (je eine betonte und eine unbetonte Silbe).[2]

Auffällig ist das Fehlen von Reimen und Alliterationen, wie sie aus dem Ann-thennath bzw. dem Minlamad thent/estent bekannt sind.

Etymologie

Das Wort Linnod setzt sich vermutlich aus den Bestandteilen linn (Gesang) und od(o) (sieben) zusammen. Demnach kann man diese form des Gedichts mit Siebenergesang übersetzen, was sich vermutlich auf die sieben Silben einer jeder Halbzeile bezieht.[2]

Quellen

  1. J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Anhang A: Die Númenórischen Könige
  2. 2,0 2,1 Patrick Wynne, Carl F. Hostetter: Three Elvish Verse Modes: Ann-thennath, Minlamad thent / estent, and Linnod. In: Verlyn Flieger (Hrsg.), Carl F. Hostetter (Hrsg.): Tolkien’s Legendarium. Essays on The History of Middle-earth.