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'''Eryn Vorn''' ist ein Waldgebiet im Mündungsbereich des [[Baranduin|Brandywein]].
==Beschreibung==
Der Eryn Vorn ist nach dem Alten Wald das zweite zusammnhängende Waldgebiet, an dem der Brandywein vorbeikommt. Der Eryn VOrn liegt dabei an dessen Mündung in das [[Belegaer|große Meer]], auf einem großen Kap an der Küste [[Minhiriath|Minhiriats]].


{{Charakterbox
Einst war er Teil des großen Waldes, der weite Flächen [[Eriador|Eriadors]] einnahm.<ref name ="NaM">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Nachrichten aus Mittelerde]]''. Teil II: ''Das Zweite Zeitalter'', IV. ''Die Geschichte von Galadriel und Celeborn und von Amroth, König von Lórien, Anhänge''</ref>
|Name          = Gothmog
|Bild          =
|Bildinfo      =
 
|Bekannt für  = Diener [[Sauron]]s
|Bekannt für 2 =
|Bekannt für 3 =
 
|Titel        = Statthalter von Minas Morgul
|Andere Namen  =
|Geboren      =        unbekannt  <!--Pflichtargument-->
|Gestorben    =      unbekannt; vermutlich [[15. März]] 3019 [[Drittes Zeitalter|D. Z.]] <!--Pflichtargument-->
|Volk          =        unbekannt  <!--Pflichtargument-->
|Ort          =        [[Minas Morgul]]   <!--Pflichtargument-->


|Eltern        =         <!--Nur verwenden, wenn beide Elternteile bekannt sind-->
==Hintergrund==
|Mutter        =         <!--Nur verwenden, wenn nur die Mutter bekannt ist-->
Als am Ende des ersten Jahrtausends des [[Zweites Zeitalter|Zweiten Zeitalters]] der númenórische König [[Tar-Aldarion]] begann, mit dem Holz von [[Mittelerde]] eine große Schiffsflotte zu bauen, kam es bald zum Streit mit den eingeborenen Waldbewohnern. Die [[Númenórer]] gingen rücksichtslos bei ihren Abholzungen vor und so überfielen die an sich friedlichen Waldbewohner (wahrscheinlich die [[Drúedain]] oder [[Gwathuirim]]) die númenórischen Siedlungen und den Hafen von [[Lond Daer]].  
|Vater        =          <!--Nur verwenden, wenn nur der Vater bekannt ist-->
Gegen Aldarions Streitmächte waren sie jedoch chancenlos und jene, welche nicht vernichtet wurden, flohen zu einem großen Teil in den Eryn Vorn.
|Geschwister  =   
Hierher konnten oder wollten die Númenórer nicht folgen und dieser Wald wurde von den Rodungen nicht betroffen, vermutlich wuchs der sehr dichte Wald auch in einem ungemütlichen Sumpfgebiet. Auch die Flüchtlinge zogen bald weiter, in Richtung [[Dunland]].<ref name ="NaM"></ref>
|Ehepartner    = 
|Kinder        =   
}}
'''Gothmog''' ist im [[Legendarium]] ein Diener des Dunklen Herrschers [[Sauron]] und Statthalter von [[Minas Morgul]].<ref name ="Pelennor">[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Fünftes Buch, Sechstes Kapitel: ''Die Schlacht auf den Pelennor-Feldern''</ref>


==Zeitangabe==
Eryn Vorn blieb als einer der wenigen Wälder völlig unangetastet und bestand auch noch im Dritten Zeitalter. Er war unbewohnt bis auf einige verstreute Waldbewohner, die vielleicht Überbleibsel der [[Gwathuirim]] darstellten.
Seine Lebensdaten sind unbekannt, auch wenn vermutet werden kann, dass er am [[15. März]] 3019 [[Drittes Zeitalter|D. Z.]] gestorben ist.
 
==Beschreibung==
Gothmog oblag die Oberaufsicht über die Festung [[Minas Morgul]], dem früheren [[Minas Ithil]]. Diese gehörte seit 2002 [[Drittes Zeitalter|D. Z.]] zu Saurons Herrschaftsgebiet und war auch Sitz der [[Nazgûl]]. Nach dem Tod des [[Fürst der Nazgûl|Fürsten der Nazgûl]] befehligte er außerdem Saurons Truppen in der [[Schlacht auf den Pelennor-Feldern]].<ref name ="Pelennor"></ref>
 
[[J. R. R. Tolkien]] ließ offen, ob es sich bei Gothmog um einen [[Nazgûl]], einen [[Orks|Ork]] oder ein anderes Wesen handelt.<ref>[[Wayne G. Hammond]], [[Christina Scull]]: ''[[The Lord of the Rings: A Reader’s Companion]]''. Book 5, Chapter 6 Rn. 846</ref>
 
Auch ist nicht verbürgt, wie und wann Gothmog zu Tode kam.


==Etymologie==
==Etymologie==
Der Name Gothmog lässt sich auf die Wortbestandteile ''Gos-/Goth'' für ''Furcht, Schrecken''<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The Lost Road and Other Writings]].'' (The History of Middle-earth, Band V.). Part Three: ''The Etymologies'', S. 359 zu  ''GOS-, GOTH-''</ref> und ''mbaw'' mit der Bedeutung ''zwingen, unterdrücken''<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The Lost Road and Other Writings]].'' (The History of Middle-earth, Band V.). Part Three: ''The Etymologies'', S. 372 zu  ''MBAW-''</ref> zurückführen und könnte somit ''furchteinflößender Vollstrecker'' (orig: ''dread enforcer'') heißen.
Eryn Vorn ist [[Sindarin]] für ''Dunkler Wald'', zusammengesetzt aus ''Eryn'' für ‚Wald‘ und ''vorn'' für‚    ‘
<ref>[[Wolfgang Krege]]: ''[[Elbisches Wörterbuch]]; Wörterbuch Sindarin – Deutsch, Eintragung ''</ref>  


Im Appendix von [[The Lost Road and Other Writings]] wird für Gothmog auch ''Stimme von Goth ([[Morgoth]])'' angegeben.<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The Lost Road and Other Writings]].'' (The History of Middle-earth, Band V.). ''Appendix'' II: ''The List of Names'', S. 406 zu ''Gothmog''</ref>
==Filmtrilogie==
In der [[Der Herr der Ringe Filmtrilogie|Filmtrilogie]] von [[Peter Jackson]] wird Gothmog von dem neuseeländischen Schauspieler [[Lawrence Makoare]] verkörpert und kommt im Unterschied zum Buch in mehreren Szenen vor. Allerdings sind diese teils nur in der Special Extended Edition zu finden. So leitet Gothmog den Orkangriff auf [[Osgiliath]], gibt bei der Belagerung von [[Minas Tirith]] den Befehl, die Köpfe der Gefallenen in die Stadt zu katapultieren und ordnet den Einsatz des Sturmbocks [[Grond (Riesenramme)|Grond]] an.
Zum Abschluss wird er - auch nur in der Special Extended Edition - in der [[Schlacht auf den Pelennor-Feldern]]
von [[Éowyn]] verwundet. Er will sie mit einem Streitkolben erschlagen, als sie bereits nach dem Kampf gegen den  [[Fürst der Nazgûl|Hexenkönig von Angmar]] schwer verletzt ist, wird aber kurz vorher seinerseits von [[Aragorn II.|Aragorn]] und [[Gimli]] getötet.<ref>[[Peter Jackson]]: ''[[Der Herr der Ringe (Filmtrilogie)|Herr-der-Ringe-Filmtrilogie]]''. [[New Line Cinema]], [[WingNut Films]].</ref>
Der Name Gothmog fällt im Filmwerk allerdings nicht.
Zu den bekanntesten Filmzitaten von Gothmog gehört seine Aussage:
{{Zitat
|Text=Die Ära der Menschen ist vorüber, die Zeit der Orks ist gekommen.
|Autor=The Lord of the Rings: The Return of the King
|Quelle=USA, Neuseeland, Erscheinungsjahr 2003, Regie Peter Jackson, Drehbuch Peter Jackson, Buchvorlage J. R. R. Tolkien
|Übersetzung=
|Übersetzer=
|QuelleÜ=
}}
==Sonstiges==
==Sonstiges==
Der Fürst der [[Balrog]]s ([[Erstes Zeitalter|E. Z.]]) hieß ebenfalls [[Gothmog (Balrog)|Gothmog]].
Im Jahre 1969 hat [[J. R. R. Tolkien]] der Kartenzeichnerin [[Pauline Baynes ]] zusätzliche Namen zur Aufnahme in ihre Karte von [[Mittelerde]] mitgeteilt. Darunter befand sich unter anderem auch der Begriff '''Eryn Vorn'''.<ref name ="NaM"></ref>


==Quellen==
==Quellen==
<references/>
<references/>


==Weblinks==
[[Kategorie:Wälder]]
 
[[en:Eryn Vorn]]
* [https://www.warnerbros.com/movies/lord-rings-return-king/ Offizielle Homepage zum Film (engl.)]
[[fi:Eryn Vorn]]
 
 
[[Kategorie:Personen]]
[[Kategorie:Arten]]
[[en:Gothmog (Lieutenant of Morgul)]]
[[fi:Gothmog (Morgulin komentaja)]]

Aktuelle Version vom 28. Juli 2026, 15:52 Uhr

vorlage:inuse

Eryn Vorn ist ein Waldgebiet im Mündungsbereich des Brandywein.

Beschreibung

Der Eryn Vorn ist nach dem Alten Wald das zweite zusammnhängende Waldgebiet, an dem der Brandywein vorbeikommt. Der Eryn VOrn liegt dabei an dessen Mündung in das große Meer, auf einem großen Kap an der Küste Minhiriats.

Einst war er Teil des großen Waldes, der weite Flächen Eriadors einnahm.[1]

Hintergrund

Als am Ende des ersten Jahrtausends des Zweiten Zeitalters der númenórische König Tar-Aldarion begann, mit dem Holz von Mittelerde eine große Schiffsflotte zu bauen, kam es bald zum Streit mit den eingeborenen Waldbewohnern. Die Númenórer gingen rücksichtslos bei ihren Abholzungen vor und so überfielen die an sich friedlichen Waldbewohner (wahrscheinlich die Drúedain oder Gwathuirim) die númenórischen Siedlungen und den Hafen von Lond Daer. Gegen Aldarions Streitmächte waren sie jedoch chancenlos und jene, welche nicht vernichtet wurden, flohen zu einem großen Teil in den Eryn Vorn. Hierher konnten oder wollten die Númenórer nicht folgen und dieser Wald wurde von den Rodungen nicht betroffen, vermutlich wuchs der sehr dichte Wald auch in einem ungemütlichen Sumpfgebiet. Auch die Flüchtlinge zogen bald weiter, in Richtung Dunland.[1]

Eryn Vorn blieb als einer der wenigen Wälder völlig unangetastet und bestand auch noch im Dritten Zeitalter. Er war unbewohnt bis auf einige verstreute Waldbewohner, die vielleicht Überbleibsel der Gwathuirim darstellten.

Etymologie

Eryn Vorn ist Sindarin für Dunkler Wald, zusammengesetzt aus Eryn für ‚Wald‘ und vorn für‚ ‘ [2]

Sonstiges

Im Jahre 1969 hat J. R. R. Tolkien der Kartenzeichnerin Pauline Baynes zusätzliche Namen zur Aufnahme in ihre Karte von Mittelerde mitgeteilt. Darunter befand sich unter anderem auch der Begriff Eryn Vorn.[1]

Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Nachrichten aus Mittelerde. Teil II: Das Zweite Zeitalter, IV. Die Geschichte von Galadriel und Celeborn und von Amroth, König von Lórien, Anhänge
  2. Wolfgang Krege: Elbisches Wörterbuch; Wörterbuch Sindarin – Deutsch, Eintragung