Hithlain: Unterschied zwischen den Versionen

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Aus '''Hithlain''' werden in [[Lothlórien]] Seile gefertigt.
'''Hithlain''' war ein in [[Lothlórien]] gebräuchliches Material.


==Beschreibung==
==Beschreibung==
Hithlain ist das Material, aus dem die [[Galadhrim]], die Bewohner [[Lothlórien]]s, Seile herstellen. Die Seilmacherei gilt in Lórien als Kunst. Dementsprechend sind die Hithlain-Seile wahre Kunstwerke: schön und geschmeidig, dabei lang, leicht und absolut reißfest. Einem Knoten aus Hithlain-Seilen kann man getrost sein Leben anvertrauen, er löst sich hingegen von selbst, wenn das Seil nach einer Kletterpartie abwärts nicht hängen gelassen werden soll.
Aus Hithlain stellte die [[Galadhrim]], die Bewohner [[Lothlórien]]s, Seile her.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Zweites Buch, Achtes Kapitel: ''Abschied von Lórien''</ref> Weitere Verwendungen des Stoffes sind nicht überliefert. Die Seilmacherei galt in Lórien als Kunst. Dementsprechend waren die Hithlain-Seile wahre Kunstwerke: schön und geschmeidig, dabei lang, leicht und absolut reißfest. Einem Knoten aus Hithlain-Seilen konnte man getrost sein Leben anvertrauen, er löste sich hingegen von selbst, wenn das Seil nach einer Kletterpartie abwärts nicht hängen gelassen werden sollte.<ref name="HDR IV 1">[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Viertes Buch, Erstes Kapitel: ''Sméagols Zähmung''.</ref>


==Hintergrund==
==Hintergrund==
Die [[Gemeinschaft des Ringes|Gefährten]] erhielten bei ihrem Abschied aus Lórien von den Galadhrim neben anderen reichen Geschenken auch Seile aus Hithlain, die [[Sam]], dem die Seilmacherei im Blut liegt, so gut gefielen, dass er bedauerte, nicht von den Elben in deren Herstellung unterrichtet worden zu sein.
Das [[Elbenseil]], das [[Samweis Gamdschie]] verwandte, bestand aus Hithlain.<ref name="HDR IV 1"/>
 
{{Zitat|Text="What are these?" asked Sam, handling one that lay upon the green sward.<br/>
"Ropes indeed!" answered the Elf from the boats. "Never travel far without a rope! And one that is long and strong and light. Such are these. They may be a help in many needs."<br/>
"You don't need to tell me that!" said Sam. "I came without any, and I've been worried ever since. But I was wondering what these were made of, knowing a bit about rope-Making: it's in the family as you might say."<br/>
"They are made of ''hithlain''", said the Elf, "but there is no time now to instruct you in the art of their making. Had we known that this craft delighted you, we could have taught you much. [...]|Autor=J. R. R. Tolkien|Quelle=''The Lord of the Rings''. ''The Fellowship of the Ring'', Book II, Chapter 8: ''Farewell to Lórien''.}}
 
Die Seile erwiesen sich in der Tat während Sam und [[Frodo Beutlin|Frodos]] Wanderung im [[Emyn Muil]] als hilfreich: bei Abstiegen und bei der Zähmung [[Gollum]]s, der allerdings den elbischen Zauber, der auf den Seilen liegt, nicht ertrug und deshalb von Frodo nach einem Schwur auf den "[[Der Eine Ring|Schatz]]" frei laufen gelassen wurde, womit Sam allerdings nicht einverstanden war.


==Etymologie==
==Etymologie==
Im Wort "Hithlain" steckt das [[Sindarin]]-Wort ''Hîth'' = "Nebel" und vermutlich ''lath'', wovon der Plural ''laith'' = "Riemen" ist.
''Hithlain'' besteht aus den [[Sindarin]]-Wörtern ''hîth'' (Nebel) und vermutlich ''laith'', dem Plural von ''lath'' (Riemen).


==Sonstiges==
== Werkgeschichte ==
Sam spielte auf die Seiler unter seiner Verwandschaft an:
In ersten Entwürfen zu seinem epischen Roman ''[[Der Herr der Ringe]]'' notierte [[J. R. R. Tolkien]], dass die Galadhrim Seile aus silbernen Fasern der [[Mallorn]]rinden herstellten.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[The Treason of Isengard]]''. (The History of Middle-earth, Band VII.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. HarperCollins, London 1992. III. ''Galadriel''</ref>
* Urgroßvater [[Hob Gammidsch]], der Seiler aus [[Reepfeld]],
* Großvater [[Hobsen Gamdschie]], auch genannt "Seiler Gamdschie",
* Onkel [[Andweis Seiler|Andweis]] (Andi) führte als erster den Nachnamen "Seiler",
* Vetter [[Ansen Seiler]].  


==Quellen==
==Quellen==
* [[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''.
<references/>
** Zweites Buch,
*** Achtes Kapitel: ''Abschied von Lórien''
** Viertes Buch,
*** Erstes Kapitel: ''Sméagols Zähmung''.


[[Kategorie:Rohstoffe]]
[[Kategorie:Rohstoffe]]
[[Kategorie:Kultur (Eldar)]]


[[en:Hithlain]]
[[en:Hithlain]]

Aktuelle Version vom 20. April 2026, 22:34 Uhr

Hithlain war ein in Lothlórien gebräuchliches Material.

Beschreibung

Aus Hithlain stellte die Galadhrim, die Bewohner Lothlóriens, Seile her.[1] Weitere Verwendungen des Stoffes sind nicht überliefert. Die Seilmacherei galt in Lórien als Kunst. Dementsprechend waren die Hithlain-Seile wahre Kunstwerke: schön und geschmeidig, dabei lang, leicht und absolut reißfest. Einem Knoten aus Hithlain-Seilen konnte man getrost sein Leben anvertrauen, er löste sich hingegen von selbst, wenn das Seil nach einer Kletterpartie abwärts nicht hängen gelassen werden sollte.[2]

Hintergrund

Das Elbenseil, das Samweis Gamdschie verwandte, bestand aus Hithlain.[2]

Etymologie

Hithlain besteht aus den Sindarin-Wörtern hîth (Nebel) und vermutlich laith, dem Plural von lath (Riemen).

Werkgeschichte

In ersten Entwürfen zu seinem epischen Roman Der Herr der Ringe notierte J. R. R. Tolkien, dass die Galadhrim Seile aus silbernen Fasern der Mallornrinden herstellten.[3]

Quellen

  1. J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Zweites Buch, Achtes Kapitel: Abschied von Lórien
  2. 2,0 2,1 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Viertes Buch, Erstes Kapitel: Sméagols Zähmung.
  3. J. R. R. Tolkien: The Treason of Isengard. (The History of Middle-earth, Band VII.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. HarperCollins, London 1992. III. Galadriel