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	<title>Ardapedia - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://www.ardapedia.org/w/index.php?title=Gothmog_(Balrog)&amp;diff=89982</id>
		<title>Gothmog (Balrog)</title>
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		<updated>2011-10-29T15:28:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xsi: 1/* Zeitangabe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Gothmog.jpg|thumb|330px|Gothmog der Balrog]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gothmog&#039;&#039;&#039; ist im [[Legendarium]] der Fürst der [[Balrogs]] von [[Angband]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitangabe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* am Anfang aller Tage auf [[Arda]] hinabgestiegen&lt;br /&gt;
* gestorben 511 [[Erstes Zeitalter|E.Z. (JS)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Volk ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ainur]], [[Maiar]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gothmog, einer der größten Feldherrn von Angband, war der Fürst und Anführer der Balrogs in den Kriegen der [[Elben]] gegen [[Melkor|Morgoth]] und einer der mächtigsten Diener des Dunklen Herrschers. Er erschlug [[Feanor]] nach der [[Dagor-nuin-Giliath]]. Während der [[Nirnaeth Arnoediad]] tötete er [[Fingon]] und nahm [[Húrin Thalion|Húrin]] gefangen. Gothmog wurde schließlich in der [[Schlacht um Gondolin]] von [[Ecthelion (Hauptmann von Gondolin)|Ecthelion]] erschlagen, der dabei selbst durch die Hand Gothmogs starb. Der Fürst der Balrogs führte eine schwarze Axt und hatte eine Leibgarde von [[Trolle|Trollen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gothmogs Name bedeutet wortwörtlich &#039;&#039;Feind-Hass&#039;&#039;. Allerdings gibt es in älteren Versionen noch eine alternative Übersetzung aus dem [[Orkisch]]en als &#039;&#039;Stimme des Meisters&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* In frühen Fassungen der Mythologie ist Gothmog, auch &#039;&#039;Kosomot&#039;&#039; genannt, ein Sohn des [[Valar|Valas]] Melkor und der [[Oger]]in [[Ulbandi]]. Dies geht aus dem zweiten Teil des Buches der Verschollenen Geschichten hervor. &lt;br /&gt;
* Im [[Drittes Zeitalter|Dritten Zeitalter]] hatte der [[Gothmog (Statthalter von Minas Morgul)|Statthalter von Minas Morgul]] den gleichen Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[J. R. R. Tolkien]]: &#039;&#039;[[Das Silmarillion]]&#039;&#039;. Herausgegeben von [[Christopher Tolkien]].&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Quenta Silmarillion&#039;&#039;,&lt;br /&gt;
*** XIII &#039;&#039;Von der Rückkehr der Noldor&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** XX &#039;&#039;Von der fünften Schlacht: Nirnaeth Arnoediad&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** XXIII &#039;&#039;Von Tuor und dem Fall von Gondolin&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 2]]&#039;&#039;. Herausgegeben von Christopher Tolkien.&lt;br /&gt;
** III. &#039;&#039;Der Fall von Gondolin&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Die Kinder Húrins]]&#039;&#039;. Herausgegeben von Christopher Tolkien.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Narn I Chîn Húrin&#039;&#039;, &lt;br /&gt;
*** Zweites Kapitel: &#039;&#039;Die Schlacht der ungezählten Tränen&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ainur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maiar]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Gothmog (Lord of Balrogs)]]&lt;br /&gt;
[[fr:encyclo/personnages/ainur/maiar/balrogs/gothmog]]&lt;br /&gt;
[[fi:Gothmog (balrog)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xsi</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ardapedia.org/w/index.php?title=Turm_des_K%C3%B6nigs&amp;diff=89981</id>
		<title>Turm des Königs</title>
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		<updated>2011-10-29T15:26:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xsi: /* Zeitangabe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Der Fall Turgons Turm.jpg|thumb|200px|Der letzte Moment des Turmes]]&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Turm des Königs&#039;&#039;&#039; ist im [[Legendarium]] der Turm [[Turgon (Sohn von Fingolfin)|Turgon]]s in [[Gondolin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitangabe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* bis 116 [[Erstes Zeitalter|E.Z. (JS)]] während der Gründung Gondolins erbaut &lt;br /&gt;
* an den [[Pforten des Sommers]] 511 [[Erstes Zeitalter|E.Z. (JS)]] in der [[Schlacht um Gondolin]] zerstört&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm befand sich auf dem zentralen [[Platz des Königs]] inmitten von Gondolin und war von üppigen Gärten umgeben. Er galt als der höchste und prächtigste der zahlreichen Türme der Stadt. Vor dem Turm befand sich ein großer Springbrunnen sowie die beiden Bäume [[Glingal]] und [[Belthil]]. Von dem [[Platz der Götter]], auch &#039;&#039;Gar Ainion&#039;&#039; genannt, war er gut zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Während der Schlacht um Gondolin weigerte sich der König strikt, seinen Turm zu verlassen und bestand darauf, ihn bis zuletzt mit seiner Leibgarde, dem [[Haus des Königs]], zu verteidigen. Die [[Orks]] und [[Drachen]] des [[Melkor|Dunklen Herrschers]] brachten den Turm schließlich zum Einsturz und zerstörten damit auch den Platz, auf dem er stand.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor dem Turm hatte Turgon auch seinen späteren Schwiegersohn [[Tuor]] empfangen, als dieser zum ersten Mal Gondolin betrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[J. R. R. Tolkien]]: &#039;&#039;[[Das Silmarillion]]&#039;&#039;. Herausgegeben von [[Christopher Tolkien]].&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Quenta Silmarillion&#039;&#039;, XXIII &#039;&#039;Von Tuor und dem Fall von Gondolin&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 2]]&#039;&#039;. Herausgegeben von Christopher Tolkien.&lt;br /&gt;
** III &#039;&#039;Der Fall von Gondolin&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude und Festungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xsi</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.ardapedia.org/w/index.php?title=Lug&amp;diff=89980</id>
		<title>Lug</title>
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		<updated>2011-10-29T15:25:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xsi: /* Zeitangabe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Lug&#039;&#039;&#039;, [[Schwarze Sprache]] für &#039;&#039;Turm&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Oger.jpg|thumb|320px|Lug der Ork]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitangabe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* geboren unbekannt&lt;br /&gt;
* gestorben wahrscheinlich um 511 [[Erstes Zeitalter|E.Z. (JS)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Volk ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Orks]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lug&#039;&#039;&#039; war einer der Orkhauptmänner [[Angband]]s in der [[Schlacht um Gondolin]]. Er wurde von [[Tuor]] verstümmelt, der ihm mit seiner Axt [[Dramborleg]] die Beine vom Leib trennte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In späteren Fassungen der Schlacht von Gondolin wird Lug nicht mehr namentlich erwähnt. Er taucht auch nicht mehr im [[Silmarillion]] auf. &lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[The History of Middle-earth volume II, The Book of Lost Tales, part II|The Book of Lost Tales, part II]] ([[Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 2]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orks]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Lug]]&lt;br /&gt;
[[fr:encyclo/personnages/orques/lug]]&lt;br /&gt;
[[fi:Lug (örkki)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xsi</name></author>
	</entry>
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		<title>Gondolin</title>
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		<updated>2011-10-29T15:24:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xsi: /* Verrat durch Maeglin und Zerstörung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Gondolin Elbenstadt.jpg|thumb|300px|Gondolin]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gondolin&#039;&#039;&#039; ist im [[Legendarium]] eine [[Noldor|noldorische]] Stadt in [[Beleriand]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitangaben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* von 64 [[Erstes Zeitalter|E.Z. (Jahre der Sonne)]] bis 116 E.Z. (JS) erbaut&lt;br /&gt;
* 510 E.Z. (JS) zerstört&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gondolin lag auf dem [[Amon Gwareth]] in der südlichen Hälfte des [[Tumladen (Beleriand)|Tals von Tumladen]]. Das Tal selbst befand sich inmitten der [[Echoriath]], einem Ring hoher und steiler Berge, östlich des [[Sirion]] und nördlich von Beleriand. Der einzige Zugang war ein [[Trockener Fluss|ausgetrocknetes Flussbett]] im Südwesten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:GondolinKarte.png|thumb|300px|Stadtplan von Gondolin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gondolin wurde von [[Turgon (Sohn von Fingolfin)|Turgon]] im Andenken an [[Tirion]] in [[Eldamar]] gebaut. Daher ließ Turgon die Stadt von seinen kunstfertigsten Untertanen errichten. In der langen Friedenszeit arbeiteten die Gondolindrim ständig weiter an ihrer Stadt und schließlich konnten sie sie mit Tirion vergleichen. Sie war die ruhmreichste und meistbesungene Stadt der [[Elben]] in den [[Mittelerde|Hinnenlanden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt befand sich auf dem abgeflachten Gipfel des Amon Gwareth. Auf diesem Berg entsprangen viele Quellen, die die Gondolindrim in Brunnen und kleine Wasserfälle umwandelten, um ihre Stadt noch schöner und lebendiger zu gestalten. Um die Springbrunnen wurden Plätze errichtet, um die Brunnen für alle sichtbar zu halten. Besonders im Süden der Stadt waren viele Quellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz Gondolin wurde aus weißem Marmor und weißem Stein erbaut. Durch diese weiße Farbe wirkte Gondolin wie ein eingefasstes, weißes Juwel in dem von Schnee umgebenen Tal. Die Stadtmauern waren hoch und dick, ebenso die beiden darin eingelassenen Tore im Westen und im Norden. Die Torflügel bestanden aus massivem Eisen. Die Straßen Gondolins waren steinern gepflastert, darüber hinaus noch mit Marmor eingefasst. Auch die Häuser waren weiß und besaßen Gärten voller Blumen und Bäume. Die Gondolindrim bauten gern hohe Türme, die aus Marmor bestanden, und kunstfertig verziert waren. Am größten [[Platz des Königs|Platz der Stadt]] befand sich das größte Gebäude, der Königspalast. Davor lagen der größte Brunnen und der [[Turm des Königs|höchste Turm der Stadt]], sowie die beiden künstlichen Bäume [[Glingal]] und [[Belthil]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Norden der Stadt befand sich ein besonders steiler, schwarzer Felsvorsprung, der [[Caragdûr]]. Dort wurde [[Eol]], der Dunkelelb, in den Tod gestürzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesellschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herrscher ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr und König von Gondolin war Turgon. Die Stadt hatte keine Königin, da Turgons Gemahlin [[Elenwe]] beim Übergang über die [[Helcaraxe]] gestorben war. Daher war Turgons Tochter [[Idril]] die einzige Erbin des Throns. Weitere Mitglieder der Königsfamilie waren die Schwester Turgons, [[Aredhel]], sowie später ihr Sohn [[Maeglin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der König erließ Gesetze, wie das Gesetz, nach dem niemand Gondolin verlassen dürfe, und sprach Urteile, zum Beispiel Eols Todesurteil nach seinem Mord an Aredhel. Dafür besaß der König einen speziellen Gerichtsstab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig war er Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Er ließ durch diese Vollmacht Wachen auf den umgebenden Bergen und besonders am Ausgang der Orfalch Echor aufstellen. Das Heer Gondolins war darüber hinaus in [[zwölf Häuser von Gondolin|zwölf sogenannte Häuser]] unterteilt. Dem König stand ein Rat aus Fürsten zur Seite, der jedoch eine rein beratende Funktion hatte und den König nicht überstimmen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Turgons Tod wurde Tuor und nach ihm sein Sohn Earendil von vielen als neuer Anführer akzeptiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewohner ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die anfängliche Bevölkerung bestand zu einem Drittel aus dem Volk von Fingolfin. Dem gegenüber stand eine noch größere Menge an Sindar. In der langen Zeit des Friedens hatten sich die Einwohner entsprechend vermehrt, sodass Turgon in der Nirnaeth Arnoediad ein zehntausend Mann großes Heer aufbieten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Körperbau her waren die Einwohner Gondolins klein, schlank und geschmeidig. Darüber hinaus konnte sie schnell laufen und verfügten über ein hohes Maß an Bildung. Sie besaßen liebliche Stimmen. Besonders die weiblichen Gondolindrim waren so schön wie die Gestirne am Himmel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gondolindrim waren ein sehr kunstfertiges Volk, was an der langen Friedenszeit lag. Sie schufen viele schöne Dinge, so zum Beispiel den [[Elessar (Edelstein)|Elessar]]. Mit der Zeit wurden die Einwohner Gondolins sehr reich, da sie endlos viele Edelsteine und Metalle fanden. Doch auch Waffen wurden von ihnen geschmiedet. Die dazu benötigten Erze fanden sie in den umliegenden Bergen, besonders im Norden. Beispiele für ihr hohes Können waren die drei Schwerter [[Glamdring]], [[Orkrist]] und [[Stich]], die bis weit ins [[Drittes Zeitalter|Dritte Zeitalter]] hinein brauchbar waren. Bei Kämpfen waren die Gondolindrim mit schimmernden Kettenpanzern, langen Schwertern und Speeren ausgerüstet. Auch gab es sehr viele, gute Bogenschützen in Gondolin. Diese hatten genug Pfeile, um jahrelang ununterbrochen damit schießen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprache ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alltagssprache in Gondolin war, wie nach Thingols Bann des [[Quenya]] überall in Beleriand, [[Sindarin]]. Allerdings wurde die Sprache mit einem leichtem Dialekt gesprochen, da die Gondolindrim lange von ihrem Volk getrennt war. Doch auch das Quenya geriet nicht in Vergessenheit und am Ende des Ersten Zeitalters war das Quenya aus Gondolin das einzige, das noch existierte, da alle anderen Noldor vernichtet worden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Dagor-nuin-Giliath]] glaubten die Noldor [[Morgoth]] vorerst besiegt. Trotzdem wurde Turgon, einer ihrer Fürsten, von einem beunruhigenden Traum heimgesucht, der ihm den Untergang seines Volkes voraussagte. Der Vala [[Ulmo]] zeigte ihm daraufhin das versteckte Tal von Tumladen und wies ihn an, dort ein geheimes Reich zu errichten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend führte Turgon die kühnsten und geschicktesten seiner Untertanen in das Tal und unter dem Zeichen größter Geheimhaltung wurde Gondolin errichtet. Nach ungefähr 52 Jahren Bauzeit war die Stadt fertig gestellt. Im Jahr 116 führte Turgon sein Volk von [[Vinyamar]] in [[Nevrast]], wo er zuvor gewohnt hatte, in kleinen Gruppen nach Tumladen. Dort begann Gondolin unter dem Schutz Ulmos und der [[Adler]] [[Manwe]]s, die in den umliegenden Bergen ihre Nester hatten, aufzublühen und im Folgenden eine lange Periode des Friedens zu erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maeglins Ankunft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über zweihundert Jahre verlebte Gondolin in glücklichem Frieden. Während der Dunkle Herrscher im Norden von den Streitkräften der Noldor belagert wurde, lebten die Bewohner Gondolins unbehelligt von den Ereignissen außerhalb ihrer Stadt. Aredhel, die Schwester des Königs, wurde jedoch der Pracht und Schönheit der Stadt überdrüssig und bat Turgon, Gondolin verlassen zu dürfen. Zunächst lehnte er dies ab, am Ende gab er ihrem Drängen aber nach und ließ sie gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 400 kehrte sie gemeinsam mit ihrem Sohn Maeglin, den sie in der Zwischenzeit in [[Nan Elmoth]] zur Welt gebracht hatte, zurück. Maeglins Vater [[Eol]] jedoch war den beiden heimlich gefolgt und als er versuchte, die Tore der Stadt zu durchschreiten, geriet er in die Gefangenschaft von Turgons Wachen. Als man ihn vor den König brachte, weigerte Eol sich, Turgon als seinen Herrn anzuerkennen. Da er dies auch nicht für seinen Sohn wollte, versuchte er Maeglin zu töten. Der Mordversuch scheiterte jedoch und stattdessen kam Aredhel ums Leben. Als Strafe für seine Tat wurde Eol hingerichtet. &lt;br /&gt;
Maeglin gewann unter Turgons Obhut bald großes Ansehen unter den Bewohnern Gondolins. Vor allem sein handwerkliches Geschick brachte ihm viel Anerkennung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beteiligung an den Kriegen von Beleriand ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Aredhels und Eols Tod folgten einhundert weitere friedliche Jahre für Gondolin. Als Morgoth sich aus der Umklammerung der Noldor befreite, blieben die Bewohner Gondolins in ihrer gut versteckten Stadt von seinem Zorn verschont. Auch beteiligten sie sich nicht an den Kämpfen der [[Dagor Bragollach]]. Auf Ulmos Geheiß musste Turgon jedoch [[Húrin Thalion|Húrin]] und [[Huor]] - zwei [[Menschen]], die Morgoths Handlangern entkommen waren - in seiner Stadt Zuflucht gewähren. Sie waren die ersten Menschen, die Gondolin zu Gesicht bekamen. Ungefähr ein Jahr lang lebten sie dort, bis Turgon sie gehen ließ. Vorher mussten sie ihm aber noch versprechen, niemandem vom Standort Gondolins zu erzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Morgoths wachsender Macht beunruhigt, begann Turgon, sich Sorgen um die Zukunft seines Volkes zu machen. Im Folgenden entsandte er heimlich Boten in Richtung Valinor, um die [[Valar]] um Vergebung und Hilfe zu bitten. Doch weder erreichte einer dieser Boten das Segensreich noch kamen sie je wieder nach Gondolin zurück. Nach dem Tod [[Fingolfin]]s brachte [[Thorondor]] seine Leiche in die Berge nördlich von Tumladen, wo sein Sohn Turgon ihm ein würdiges Grab bereitete und ihn unter einer Pyramide bestattete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Der Fall Turgons Turm.jpg|thumb|200px|Das Ende von Gondolin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Turgon von den Planungen zu einem gemeinsamen Angriff auf [[Angband]] hörte, sammelte er ein Heer von zehntausend Gondolindrim und unterstützte seinen Bruder [[Fingon]], den [[Hoher König der Noldor|Hohen König der Noldor]], in seinem Vorhaben. Da er bei dem unbedachten Sturmangriff der Noldor nicht teilnahm, konnte er sich nach der Niederlage in der [[Nirnaeth Arnoediad]] mit geringen Verlusten und dem Rest von Fingons Heer nach Gondolin zurückziehen. Dabei wurde das Heer der Gondolindrim von den Menschen unter Húrin und Huor gedeckt. Nachdem Turgon wieder in Gondolin angekommen war, ließ er am Ausgang der [[Orfalch Echor]] von Maeglin ein weiteres Tor schmieden. Turgon war nun Hoher König der Noldor und der letzte Feind Morgoths.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tuors Ankunft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Fall von [[Nargothrond]] war Gondolin das letzte große Bollwerk der Noldor in Beleriand. Doch trotz seiner Erfolge fand Morgoth keine Ruhe und er bemühte sich stets, den Standort von Turgons verstecktem Reich ausfindig zu machen. Seine Anstrengungen blieben jedoch erfolglos. Als er Húrin, den er vorher in [[Angband]] gefangen gehalten hatte, wieder frei ließ, begab dieser sich nach [[Dimbar]], am Südende der Echoriath. In der Hoffnung, von einem Adler geholt zu werden, rief er Turgon um Hilfe an. Der König von Gondolin fürchtete jedoch um das Leben seines Volkes und versagte Húrin die erhoffte Rettung. Er sollte Recht behalten, denn Morgoths Späher waren Húrin heimlich gefolgt, so dass er durch seine Unwissenheit versehentlich die ungefähre Lage Gondolins verriet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulmo, der den Untergang Gondolins vorhersah, schickte daraufhin Húrins Neffen [[Tuor]] mit der Nachricht nach Gondolin, die Stadt müsse umgehend geräumt werden. Dank Ulmos Führung fand Tuor schließlich den Weg nach Gondolin. Doch als Turgon ihn anhörte, weigerte er sich, ganz auf die Stärke Gondolins und seiner Einwohner vertrauend, auf den Rat des Vala zu hören. Stattdessen ließ er den einzigen Zugang zur Stadt, den Trockenen Fluss, zuschütten. Tuor blieb in Gondolin und erlangte bald großes Ansehen. Nach wenigen Jahren heiratete er die Königstochter Idril. Ein Jahr später, im Jahre 503, kam ihr gemeinsamer Sohn [[Earendil der Seefahrer|Earendil]] der [[Halbelben|Halbelb]] auf die Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verrat durch Maeglin und Zerstörung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Siehe [[Schlacht um Gondolin]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischenzeitlich verriet Húrin, der jahrelang von Morgoth gefangen gehalten worden war, versehentlich die ungefähre Lage Gondolins. Im Jahr 511 kam es dann zum Fall von Gondolin. Maeglin wurde bei einem Ausflug in das Bergwerk [[Anghabar]] von [[Orks]] ergriffen. Er verriet Morgoth die Lage der Stadt und dieser vernichtet die Stadt mit Orks, [[Balrogs]] und [[Drachen]]. Idril und Tuor konnten durch einen geheimen Tunnel fliehen und retteten so rund achthundert Gondolindrim vor dem Untergang der Stadt, bei dem auch König Turgon starb. Bei ihrer Flucht über die nördlichen Berge über die [[Cirith Thoronath]] wurden die Flüchtlinge angegriffen und konnten nur unter Opfern und mit Hilfe der Adler entkommen. Die Überlebenden, rund 580 Elben, kamen schließlich an den [[Sirion-Mündungen]] an und vermischten sich dort mit dem Volk von [[Elwing]] aus [[Doriath]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Aufenthalt Tuors in Gondolin wurden ihm die sieben Namen der Stadt genannt. Einige dieser Namen scheinen gegensätzlich zum Sindarin, dass Tolkien sonst im Ersten Zeitalter verwendete, gebildet zu werden. So sollte es normalerweise nicht &#039;&#039;Gondothlimbar&#039;&#039; sondern &#039;&#039;Gondolindrimbar&#039;&#039; heißen. Diese Abweichungen sind wohl auf den Dialekt zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Ondolinde&#039;&#039;&#039;, Quenya für ‚Fels der Wassermusik‘: ursprünglicher Name der Stadt Turgons&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Gondolin&#039;&#039;&#039;, Sindarin für ‚Verborgener Fels‘: sprachgeschichtliche Weiterentwicklung von &#039;&#039;Ondolinde&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Gondobar&#039;&#039;&#039;, Sindarin für ‚Stadt aus Stein‘&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Gondothlimbar&#039;&#039;&#039;, Sindarin für ‚Stadt der Bewohner der Steine‘&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Gwarestrin&#039;&#039;&#039;, Sindarin für ‚Turm der Wacht‘&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Gar Thurion&#039;&#039;&#039;, Sindarin für ‚Verborgener Ort‘&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Lothengriol&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;&#039;Lothladen&#039;&#039;&#039;, Sindarin für ‚Blume, die auf der Ebene blüht‘&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[J. R. R. Tolkien]]: &#039;&#039;[[Das Silmarillion]].&#039;&#039; Herausgegeben von [[Christopher Tolkien]].&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Quenta Silmarillion&#039;&#039;,&lt;br /&gt;
*** XV &#039;&#039;Von den Noldor in Beleriand&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** XVI &#039;&#039;Von Maeglin&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** XVIII &#039;&#039;Vom Verderben Beleriands und von Fingolfins Ende&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** XX &#039;&#039;Von der Fünften Schlacht: Nirnaeth Arnoediad&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** XXIII &#039;&#039;Von Tuor und dem Fall von Gondolin&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Nachrichten aus Mittelerde]].&#039;&#039; Herausgegeben von Christopher Tolkien.&lt;br /&gt;
** Teil Eins: &#039;&#039;Das Erste Zeitalter&#039;&#039; &lt;br /&gt;
*** I. &#039;&#039;Von Tuor und seine Ankunft in Gondolin&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 2]]&#039;&#039;. Herausgegeben von Christopher Tolkien.&lt;br /&gt;
** III &#039;&#039;Der Fall von Gondolin&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Der Hobbit]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
** Kapitel III: &#039;&#039;Eine kurze Rast&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortschaften]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesenswert}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Gondolin]]&lt;br /&gt;
[[fr:encyclo/geographie/villes_tours_et_forteresses/beleriand/gondolin]]&lt;br /&gt;
[[fi:Gondolin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xsi</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ardapedia.org/w/index.php?title=Zw%C3%B6lf_H%C3%A4user_von_Gondolin&amp;diff=89954</id>
		<title>Zwölf Häuser von Gondolin</title>
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		<updated>2011-10-24T12:12:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xsi: /* Zeitangabe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;zwölf Häuser von Gondolin&#039;&#039;&#039; waren zwölf Adelshäuser, die die Streitkräfte von [[Gondolin]] bildeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zeitangabe==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* begründet nach 116 [[Erstes Zeitalter|E. Z. (JS)]]&lt;br /&gt;
* zum Großteil vernichtet 511 [[Erstes Zeitalter|E. Z. (JS)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes der zwölf Häuser hatte einen eigenen Anführer (mit einer Ausnahme, s. u.) und ein eigenes Wappen. Der Oberbefehlshaber über sie alle war jedoch [[Turgon (Sohn von Fingolfin)|Turgon]], der König von Gondolin. Von jedem Haus, ausgenommen dem Haus des Hammers des Zorns und dem Haus des Königs, gab es einige Überlebende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Häuser zur Zeit der [[Schlacht von Gondolin]] waren:&lt;br /&gt;
* Das [[Haus des Königs]] unter Turgon&lt;br /&gt;
* Das [[Haus des Flügels]] unter [[Tuor]]&lt;br /&gt;
* Das [[Haus des Maulwurfs]] unter [[Maeglin]]&lt;br /&gt;
* Das [[Haus der Schwalbe]] unter [[Duilin]]&lt;br /&gt;
* Das [[Haus des Himmlischen Bogens]] unter [[Egalmoth (Hauptmann von Gondolin)|Egalmoth]]&lt;br /&gt;
* Das [[Haus der Säule]] unter [[Penlod]]&lt;br /&gt;
* Das [[Haus des Turms aus Schnee]] ebenfalls unter Penlod&lt;br /&gt;
* Das [[Haus des Baumes]] unter [[Galdor (Hauptmann von Gondolin)|Galdor]]&lt;br /&gt;
* Das [[Haus der Goldenen Blume]] unter [[Glorfindel]]&lt;br /&gt;
* Das [[Haus der Quelle]] unter [[Ecthelion (Hauptmann von Gondolin)|Ecthelion]]&lt;br /&gt;
* Das [[Haus der Harfe]] unter [[Salgant]]&lt;br /&gt;
* Das [[Haus des Hammers des Zorns]] unter [[Rog]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 2]]&#039;&#039;. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1999. (Im Original erschienen 1984 unter dem Titel &#039;&#039;The Book of Lost Tales. Part Two&#039;&#039;.) III „Der Fall von Gondolin“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häuser von Gondolin| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xsi</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ardapedia.org/w/index.php?title=Gondolin&amp;diff=89953</id>
		<title>Gondolin</title>
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		<updated>2011-10-24T12:11:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xsi: /* Verrat durch Maeglin und Zerstörung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Gondolin Elbenstadt.jpg|thumb|300px|Gondolin]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gondolin&#039;&#039;&#039; ist im [[Legendarium]] eine [[Noldor|noldorische]] Stadt in [[Beleriand]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitangaben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* von 64 [[Erstes Zeitalter|E.Z. (Jahre der Sonne)]] bis 116 E.Z. (JS) erbaut&lt;br /&gt;
* 511 E.Z. (JS) zerstört&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gondolin lag auf dem [[Amon Gwareth]] in der südlichen Hälfte des [[Tumladen (Beleriand)|Tals von Tumladen]]. Das Tal selbst befand sich inmitten der [[Echoriath]], einem Ring hoher und steiler Berge, östlich des [[Sirion]] und nördlich von Beleriand. Der einzige Zugang war ein [[Trockener Fluss|ausgetrocknetes Flussbett]] im Südwesten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:GondolinKarte.png|thumb|300px|Stadtplan von Gondolin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gondolin wurde von [[Turgon (Sohn von Fingolfin)|Turgon]] im Andenken an [[Tirion]] in [[Eldamar]] gebaut. Daher ließ Turgon die Stadt von seinen kunstfertigsten Untertanen errichten. In der langen Friedenszeit arbeiteten die Gondolindrim ständig weiter an ihrer Stadt und schließlich konnten sie sie mit Tirion vergleichen. Sie war die ruhmreichste und meistbesungene Stadt der [[Elben]] in den [[Mittelerde|Hinnenlanden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt befand sich auf dem abgeflachten Gipfel des Amon Gwareth. Auf diesem Berg entsprangen viele Quellen, die die Gondolindrim in Brunnen und kleine Wasserfälle umwandelten, um ihre Stadt noch schöner und lebendiger zu gestalten. Um die Springbrunnen wurden Plätze errichtet, um die Brunnen für alle sichtbar zu halten. Besonders im Süden der Stadt waren viele Quellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz Gondolin wurde aus weißem Marmor und weißem Stein erbaut. Durch diese weiße Farbe wirkte Gondolin wie ein eingefasstes, weißes Juwel in dem von Schnee umgebenen Tal. Die Stadtmauern waren hoch und dick, ebenso die beiden darin eingelassenen Tore im Westen und im Norden. Die Torflügel bestanden aus massivem Eisen. Die Straßen Gondolins waren steinern gepflastert, darüber hinaus noch mit Marmor eingefasst. Auch die Häuser waren weiß und besaßen Gärten voller Blumen und Bäume. Die Gondolindrim bauten gern hohe Türme, die aus Marmor bestanden, und kunstfertig verziert waren. Am größten [[Platz des Königs|Platz der Stadt]] befand sich das größte Gebäude, der Königspalast. Davor lagen der größte Brunnen und der [[Turm des Königs|höchste Turm der Stadt]], sowie die beiden künstlichen Bäume [[Glingal]] und [[Belthil]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Norden der Stadt befand sich ein besonders steiler, schwarzer Felsvorsprung, der [[Caragdûr]]. Dort wurde [[Eol]], der Dunkelelb, in den Tod gestürzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesellschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herrscher ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr und König von Gondolin war Turgon. Die Stadt hatte keine Königin, da Turgons Gemahlin [[Elenwe]] beim Übergang über die [[Helcaraxe]] gestorben war. Daher war Turgons Tochter [[Idril]] die einzige Erbin des Throns. Weitere Mitglieder der Königsfamilie waren die Schwester Turgons, [[Aredhel]], sowie später ihr Sohn [[Maeglin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der König erließ Gesetze, wie das Gesetz, nach dem niemand Gondolin verlassen dürfe, und sprach Urteile, zum Beispiel Eols Todesurteil nach seinem Mord an Aredhel. Dafür besaß der König einen speziellen Gerichtsstab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig war er Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Er ließ durch diese Vollmacht Wachen auf den umgebenden Bergen und besonders am Ausgang der Orfalch Echor aufstellen. Das Heer Gondolins war darüber hinaus in [[zwölf Häuser von Gondolin|zwölf sogenannte Häuser]] unterteilt. Dem König stand ein Rat aus Fürsten zur Seite, der jedoch eine rein beratende Funktion hatte und den König nicht überstimmen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Turgons Tod wurde Tuor und nach ihm sein Sohn Earendil von vielen als neuer Anführer akzeptiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewohner ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die anfängliche Bevölkerung bestand zu einem Drittel aus dem Volk von Fingolfin. Dem gegenüber stand eine noch größere Menge an Sindar. In der langen Zeit des Friedens hatten sich die Einwohner entsprechend vermehrt, sodass Turgon in der Nirnaeth Arnoediad ein zehntausend Mann großes Heer aufbieten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Körperbau her waren die Einwohner Gondolins klein, schlank und geschmeidig. Darüber hinaus konnte sie schnell laufen und verfügten über ein hohes Maß an Bildung. Sie besaßen liebliche Stimmen. Besonders die weiblichen Gondolindrim waren so schön wie die Gestirne am Himmel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gondolindrim waren ein sehr kunstfertiges Volk, was an der langen Friedenszeit lag. Sie schufen viele schöne Dinge, so zum Beispiel den [[Elessar (Edelstein)|Elessar]]. Mit der Zeit wurden die Einwohner Gondolins sehr reich, da sie endlos viele Edelsteine und Metalle fanden. Doch auch Waffen wurden von ihnen geschmiedet. Die dazu benötigten Erze fanden sie in den umliegenden Bergen, besonders im Norden. Beispiele für ihr hohes Können waren die drei Schwerter [[Glamdring]], [[Orkrist]] und [[Stich]], die bis weit ins [[Drittes Zeitalter|Dritte Zeitalter]] hinein brauchbar waren. Bei Kämpfen waren die Gondolindrim mit schimmernden Kettenpanzern, langen Schwertern und Speeren ausgerüstet. Auch gab es sehr viele, gute Bogenschützen in Gondolin. Diese hatten genug Pfeile, um jahrelang ununterbrochen damit schießen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprache ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alltagssprache in Gondolin war, wie nach Thingols Bann des [[Quenya]] überall in Beleriand, [[Sindarin]]. Allerdings wurde die Sprache mit einem leichtem Dialekt gesprochen, da die Gondolindrim lange von ihrem Volk getrennt war. Doch auch das Quenya geriet nicht in Vergessenheit und am Ende des Ersten Zeitalters war das Quenya aus Gondolin das einzige, das noch existierte, da alle anderen Noldor vernichtet worden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Dagor-nuin-Giliath]] glaubten die Noldor [[Morgoth]] vorerst besiegt. Trotzdem wurde Turgon, einer ihrer Fürsten, von einem beunruhigenden Traum heimgesucht, der ihm den Untergang seines Volkes voraussagte. Der Vala [[Ulmo]] zeigte ihm daraufhin das versteckte Tal von Tumladen und wies ihn an, dort ein geheimes Reich zu errichten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend führte Turgon die kühnsten und geschicktesten seiner Untertanen in das Tal und unter dem Zeichen größter Geheimhaltung wurde Gondolin errichtet. Nach ungefähr 52 Jahren Bauzeit war die Stadt fertig gestellt. Im Jahr 116 führte Turgon sein Volk von [[Vinyamar]] in [[Nevrast]], wo er zuvor gewohnt hatte, in kleinen Gruppen nach Tumladen. Dort begann Gondolin unter dem Schutz Ulmos und der [[Adler]] [[Manwe]]s, die in den umliegenden Bergen ihre Nester hatten, aufzublühen und im Folgenden eine lange Periode des Friedens zu erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maeglins Ankunft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über zweihundert Jahre verlebte Gondolin in glücklichem Frieden. Während der Dunkle Herrscher im Norden von den Streitkräften der Noldor belagert wurde, lebten die Bewohner Gondolins unbehelligt von den Ereignissen außerhalb ihrer Stadt. Aredhel, die Schwester des Königs, wurde jedoch der Pracht und Schönheit der Stadt überdrüssig und bat Turgon, Gondolin verlassen zu dürfen. Zunächst lehnte er dies ab, am Ende gab er ihrem Drängen aber nach und ließ sie gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 400 kehrte sie gemeinsam mit ihrem Sohn Maeglin, den sie in der Zwischenzeit in [[Nan Elmoth]] zur Welt gebracht hatte, zurück. Maeglins Vater [[Eol]] jedoch war den beiden heimlich gefolgt und als er versuchte, die Tore der Stadt zu durchschreiten, geriet er in die Gefangenschaft von Turgons Wachen. Als man ihn vor den König brachte, weigerte Eol sich, Turgon als seinen Herrn anzuerkennen. Da er dies auch nicht für seinen Sohn wollte, versuchte er Maeglin zu töten. Der Mordversuch scheiterte jedoch und stattdessen kam Aredhel ums Leben. Als Strafe für seine Tat wurde Eol hingerichtet. &lt;br /&gt;
Maeglin gewann unter Turgons Obhut bald großes Ansehen unter den Bewohnern Gondolins. Vor allem sein handwerkliches Geschick brachte ihm viel Anerkennung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beteiligung an den Kriegen von Beleriand ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Aredhels und Eols Tod folgten einhundert weitere friedliche Jahre für Gondolin. Als Morgoth sich aus der Umklammerung der Noldor befreite, blieben die Bewohner Gondolins in ihrer gut versteckten Stadt von seinem Zorn verschont. Auch beteiligten sie sich nicht an den Kämpfen der [[Dagor Bragollach]]. Auf Ulmos Geheiß musste Turgon jedoch [[Húrin Thalion|Húrin]] und [[Huor]] - zwei [[Menschen]], die Morgoths Handlangern entkommen waren - in seiner Stadt Zuflucht gewähren. Sie waren die ersten Menschen, die Gondolin zu Gesicht bekamen. Ungefähr ein Jahr lang lebten sie dort, bis Turgon sie gehen ließ. Vorher mussten sie ihm aber noch versprechen, niemandem vom Standort Gondolins zu erzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Morgoths wachsender Macht beunruhigt, begann Turgon, sich Sorgen um die Zukunft seines Volkes zu machen. Im Folgenden entsandte er heimlich Boten in Richtung Valinor, um die [[Valar]] um Vergebung und Hilfe zu bitten. Doch weder erreichte einer dieser Boten das Segensreich noch kamen sie je wieder nach Gondolin zurück. Nach dem Tod [[Fingolfin]]s brachte [[Thorondor]] seine Leiche in die Berge nördlich von Tumladen, wo sein Sohn Turgon ihm ein würdiges Grab bereitete und ihn unter einer Pyramide bestattete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Der Fall Turgons Turm.jpg|thumb|200px|Das Ende von Gondolin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Turgon von den Planungen zu einem gemeinsamen Angriff auf [[Angband]] hörte, sammelte er ein Heer von zehntausend Gondolindrim und unterstützte seinen Bruder [[Fingon]], den [[Hoher König der Noldor|Hohen König der Noldor]], in seinem Vorhaben. Da er bei dem unbedachten Sturmangriff der Noldor nicht teilnahm, konnte er sich nach der Niederlage in der [[Nirnaeth Arnoediad]] mit geringen Verlusten und dem Rest von Fingons Heer nach Gondolin zurückziehen. Dabei wurde das Heer der Gondolindrim von den Menschen unter Húrin und Huor gedeckt. Nachdem Turgon wieder in Gondolin angekommen war, ließ er am Ausgang der [[Orfalch Echor]] von Maeglin ein weiteres Tor schmieden. Turgon war nun Hoher König der Noldor und der letzte Feind Morgoths.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tuors Ankunft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Fall von [[Nargothrond]] war Gondolin das letzte große Bollwerk der Noldor in Beleriand. Doch trotz seiner Erfolge fand Morgoth keine Ruhe und er bemühte sich stets, den Standort von Turgons verstecktem Reich ausfindig zu machen. Seine Anstrengungen blieben jedoch erfolglos. Als er Húrin, den er vorher in [[Angband]] gefangen gehalten hatte, wieder frei ließ, begab dieser sich nach [[Dimbar]], am Südende der Echoriath. In der Hoffnung, von einem Adler geholt zu werden, rief er Turgon um Hilfe an. Der König von Gondolin fürchtete jedoch um das Leben seines Volkes und versagte Húrin die erhoffte Rettung. Er sollte Recht behalten, denn Morgoths Späher waren Húrin heimlich gefolgt, so dass er durch seine Unwissenheit versehentlich die ungefähre Lage Gondolins verriet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulmo, der den Untergang Gondolins vorhersah, schickte daraufhin Húrins Neffen [[Tuor]] mit der Nachricht nach Gondolin, die Stadt müsse umgehend geräumt werden. Dank Ulmos Führung fand Tuor schließlich den Weg nach Gondolin. Doch als Turgon ihn anhörte, weigerte er sich, ganz auf die Stärke Gondolins und seiner Einwohner vertrauend, auf den Rat des Vala zu hören. Stattdessen ließ er den einzigen Zugang zur Stadt, den Trockenen Fluss, zuschütten. Tuor blieb in Gondolin und erlangte bald großes Ansehen. Nach wenigen Jahren heiratete er die Königstochter Idril. Ein Jahr später, im Jahre 503, kam ihr gemeinsamer Sohn [[Earendil der Seefahrer|Earendil]] der [[Halbelben|Halbelb]] auf die Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verrat durch Maeglin und Zerstörung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Siehe [[Schlacht um Gondolin]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischenzeitlich verriet Húrin, der jahrelang von Morgoth gefangen gehalten worden war, versehentlich die ungefähre Lage Gondolins. Im Jahr 511 kam es dann zum Fall von Gondolin. Maeglin wurde bei einem Ausflug in das Bergwerk [[Anghabar]] von [[Orks]] ergriffen. Er verriet Morgoth die Lage der Stadt und dieser vernichtet die Stadt mit Orks, [[Balrogs]] und [[Drachen]]. Idril und Tuor konnten durch einen geheimen Tunnel fliehen und retteten so rund achthundert Gondolindrim vor dem Untergang der Stadt, bei dem auch König Turgon starb. Bei ihrer Flucht über die nördlichen Berge über die [[Cirith Thoronath]] wurden die Flüchtlinge angegriffen und konnten nur unter Opfern und mit Hilfe der Adler entkommen. Die Überlebenden, rund 580 Elben, kamen schließlich an den [[Sirion-Mündungen]] an und vermischten sich dort mit dem Volk von [[Elwing]] von [[Doriath]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Aufenthalt Tuors in Gondolin wurden ihm die sieben Namen der Stadt genannt. Einige dieser Namen scheinen gegensätzlich zum Sindarin, dass Tolkien sonst im Ersten Zeitalter verwendete, gebildet zu werden. So sollte es normalerweise nicht &#039;&#039;Gondothlimbar&#039;&#039; sondern &#039;&#039;Gondolindrimbar&#039;&#039; heißen. Diese Abweichungen sind wohl auf den Dialekt zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Ondolinde&#039;&#039;&#039;, Quenya für ‚Fels der Wassermusik‘: ursprünglicher Name der Stadt Turgons&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Gondolin&#039;&#039;&#039;, Sindarin für ‚Verborgener Fels‘: sprachgeschichtliche Weiterentwicklung von &#039;&#039;Ondolinde&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Gondobar&#039;&#039;&#039;, Sindarin für ‚Stadt aus Stein‘&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Gondothlimbar&#039;&#039;&#039;, Sindarin für ‚Stadt der Bewohner der Steine‘&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Gwarestrin&#039;&#039;&#039;, Sindarin für ‚Turm der Wacht‘&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Gar Thurion&#039;&#039;&#039;, Sindarin für ‚Verborgener Ort‘&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Lothengriol&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;&#039;Lothladen&#039;&#039;&#039;, Sindarin für ‚Blume, die auf der Ebene blüht‘&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[J. R. R. Tolkien]]: &#039;&#039;[[Das Silmarillion]].&#039;&#039; Herausgegeben von [[Christopher Tolkien]].&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Quenta Silmarillion&#039;&#039;,&lt;br /&gt;
*** XV &#039;&#039;Von den Noldor in Beleriand&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** XVI &#039;&#039;Von Maeglin&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** XVIII &#039;&#039;Vom Verderben Beleriands und von Fingolfins Ende&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** XX &#039;&#039;Von der Fünften Schlacht: Nirnaeth Arnoediad&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** XXIII &#039;&#039;Von Tuor und dem Fall von Gondolin&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Nachrichten aus Mittelerde]].&#039;&#039; Herausgegeben von Christopher Tolkien.&lt;br /&gt;
** Teil Eins: &#039;&#039;Das Erste Zeitalter&#039;&#039; &lt;br /&gt;
*** I. &#039;&#039;Von Tuor und seine Ankunft in Gondolin&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 2]]&#039;&#039;. Herausgegeben von Christopher Tolkien.&lt;br /&gt;
** III &#039;&#039;Der Fall von Gondolin&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Der Hobbit]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
** Kapitel III: &#039;&#039;Eine kurze Rast&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortschaften]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesenswert}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Gondolin]]&lt;br /&gt;
[[fr:encyclo/geographie/villes_tours_et_forteresses/beleriand/gondolin]]&lt;br /&gt;
[[fi:Gondolin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xsi</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ardapedia.org/w/index.php?title=Gondolin&amp;diff=89952</id>
		<title>Gondolin</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ardapedia.org/w/index.php?title=Gondolin&amp;diff=89952"/>
		<updated>2011-10-24T12:11:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xsi: /* Verrat durch Maeglin und Zerstörung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Gondolin Elbenstadt.jpg|thumb|300px|Gondolin]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gondolin&#039;&#039;&#039; ist im [[Legendarium]] eine [[Noldor|noldorische]] Stadt in [[Beleriand]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitangaben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* von 64 [[Erstes Zeitalter|E.Z. (Jahre der Sonne)]] bis 116 E.Z. (JS) erbaut&lt;br /&gt;
* 511 E.Z. (JS) zerstört&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gondolin lag auf dem [[Amon Gwareth]] in der südlichen Hälfte des [[Tumladen (Beleriand)|Tals von Tumladen]]. Das Tal selbst befand sich inmitten der [[Echoriath]], einem Ring hoher und steiler Berge, östlich des [[Sirion]] und nördlich von Beleriand. Der einzige Zugang war ein [[Trockener Fluss|ausgetrocknetes Flussbett]] im Südwesten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:GondolinKarte.png|thumb|300px|Stadtplan von Gondolin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gondolin wurde von [[Turgon (Sohn von Fingolfin)|Turgon]] im Andenken an [[Tirion]] in [[Eldamar]] gebaut. Daher ließ Turgon die Stadt von seinen kunstfertigsten Untertanen errichten. In der langen Friedenszeit arbeiteten die Gondolindrim ständig weiter an ihrer Stadt und schließlich konnten sie sie mit Tirion vergleichen. Sie war die ruhmreichste und meistbesungene Stadt der [[Elben]] in den [[Mittelerde|Hinnenlanden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt befand sich auf dem abgeflachten Gipfel des Amon Gwareth. Auf diesem Berg entsprangen viele Quellen, die die Gondolindrim in Brunnen und kleine Wasserfälle umwandelten, um ihre Stadt noch schöner und lebendiger zu gestalten. Um die Springbrunnen wurden Plätze errichtet, um die Brunnen für alle sichtbar zu halten. Besonders im Süden der Stadt waren viele Quellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz Gondolin wurde aus weißem Marmor und weißem Stein erbaut. Durch diese weiße Farbe wirkte Gondolin wie ein eingefasstes, weißes Juwel in dem von Schnee umgebenen Tal. Die Stadtmauern waren hoch und dick, ebenso die beiden darin eingelassenen Tore im Westen und im Norden. Die Torflügel bestanden aus massivem Eisen. Die Straßen Gondolins waren steinern gepflastert, darüber hinaus noch mit Marmor eingefasst. Auch die Häuser waren weiß und besaßen Gärten voller Blumen und Bäume. Die Gondolindrim bauten gern hohe Türme, die aus Marmor bestanden, und kunstfertig verziert waren. Am größten [[Platz des Königs|Platz der Stadt]] befand sich das größte Gebäude, der Königspalast. Davor lagen der größte Brunnen und der [[Turm des Königs|höchste Turm der Stadt]], sowie die beiden künstlichen Bäume [[Glingal]] und [[Belthil]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Norden der Stadt befand sich ein besonders steiler, schwarzer Felsvorsprung, der [[Caragdûr]]. Dort wurde [[Eol]], der Dunkelelb, in den Tod gestürzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesellschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herrscher ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr und König von Gondolin war Turgon. Die Stadt hatte keine Königin, da Turgons Gemahlin [[Elenwe]] beim Übergang über die [[Helcaraxe]] gestorben war. Daher war Turgons Tochter [[Idril]] die einzige Erbin des Throns. Weitere Mitglieder der Königsfamilie waren die Schwester Turgons, [[Aredhel]], sowie später ihr Sohn [[Maeglin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der König erließ Gesetze, wie das Gesetz, nach dem niemand Gondolin verlassen dürfe, und sprach Urteile, zum Beispiel Eols Todesurteil nach seinem Mord an Aredhel. Dafür besaß der König einen speziellen Gerichtsstab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig war er Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Er ließ durch diese Vollmacht Wachen auf den umgebenden Bergen und besonders am Ausgang der Orfalch Echor aufstellen. Das Heer Gondolins war darüber hinaus in [[zwölf Häuser von Gondolin|zwölf sogenannte Häuser]] unterteilt. Dem König stand ein Rat aus Fürsten zur Seite, der jedoch eine rein beratende Funktion hatte und den König nicht überstimmen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Turgons Tod wurde Tuor und nach ihm sein Sohn Earendil von vielen als neuer Anführer akzeptiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewohner ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die anfängliche Bevölkerung bestand zu einem Drittel aus dem Volk von Fingolfin. Dem gegenüber stand eine noch größere Menge an Sindar. In der langen Zeit des Friedens hatten sich die Einwohner entsprechend vermehrt, sodass Turgon in der Nirnaeth Arnoediad ein zehntausend Mann großes Heer aufbieten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Körperbau her waren die Einwohner Gondolins klein, schlank und geschmeidig. Darüber hinaus konnte sie schnell laufen und verfügten über ein hohes Maß an Bildung. Sie besaßen liebliche Stimmen. Besonders die weiblichen Gondolindrim waren so schön wie die Gestirne am Himmel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gondolindrim waren ein sehr kunstfertiges Volk, was an der langen Friedenszeit lag. Sie schufen viele schöne Dinge, so zum Beispiel den [[Elessar (Edelstein)|Elessar]]. Mit der Zeit wurden die Einwohner Gondolins sehr reich, da sie endlos viele Edelsteine und Metalle fanden. Doch auch Waffen wurden von ihnen geschmiedet. Die dazu benötigten Erze fanden sie in den umliegenden Bergen, besonders im Norden. Beispiele für ihr hohes Können waren die drei Schwerter [[Glamdring]], [[Orkrist]] und [[Stich]], die bis weit ins [[Drittes Zeitalter|Dritte Zeitalter]] hinein brauchbar waren. Bei Kämpfen waren die Gondolindrim mit schimmernden Kettenpanzern, langen Schwertern und Speeren ausgerüstet. Auch gab es sehr viele, gute Bogenschützen in Gondolin. Diese hatten genug Pfeile, um jahrelang ununterbrochen damit schießen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprache ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alltagssprache in Gondolin war, wie nach Thingols Bann des [[Quenya]] überall in Beleriand, [[Sindarin]]. Allerdings wurde die Sprache mit einem leichtem Dialekt gesprochen, da die Gondolindrim lange von ihrem Volk getrennt war. Doch auch das Quenya geriet nicht in Vergessenheit und am Ende des Ersten Zeitalters war das Quenya aus Gondolin das einzige, das noch existierte, da alle anderen Noldor vernichtet worden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Dagor-nuin-Giliath]] glaubten die Noldor [[Morgoth]] vorerst besiegt. Trotzdem wurde Turgon, einer ihrer Fürsten, von einem beunruhigenden Traum heimgesucht, der ihm den Untergang seines Volkes voraussagte. Der Vala [[Ulmo]] zeigte ihm daraufhin das versteckte Tal von Tumladen und wies ihn an, dort ein geheimes Reich zu errichten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend führte Turgon die kühnsten und geschicktesten seiner Untertanen in das Tal und unter dem Zeichen größter Geheimhaltung wurde Gondolin errichtet. Nach ungefähr 52 Jahren Bauzeit war die Stadt fertig gestellt. Im Jahr 116 führte Turgon sein Volk von [[Vinyamar]] in [[Nevrast]], wo er zuvor gewohnt hatte, in kleinen Gruppen nach Tumladen. Dort begann Gondolin unter dem Schutz Ulmos und der [[Adler]] [[Manwe]]s, die in den umliegenden Bergen ihre Nester hatten, aufzublühen und im Folgenden eine lange Periode des Friedens zu erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maeglins Ankunft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über zweihundert Jahre verlebte Gondolin in glücklichem Frieden. Während der Dunkle Herrscher im Norden von den Streitkräften der Noldor belagert wurde, lebten die Bewohner Gondolins unbehelligt von den Ereignissen außerhalb ihrer Stadt. Aredhel, die Schwester des Königs, wurde jedoch der Pracht und Schönheit der Stadt überdrüssig und bat Turgon, Gondolin verlassen zu dürfen. Zunächst lehnte er dies ab, am Ende gab er ihrem Drängen aber nach und ließ sie gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 400 kehrte sie gemeinsam mit ihrem Sohn Maeglin, den sie in der Zwischenzeit in [[Nan Elmoth]] zur Welt gebracht hatte, zurück. Maeglins Vater [[Eol]] jedoch war den beiden heimlich gefolgt und als er versuchte, die Tore der Stadt zu durchschreiten, geriet er in die Gefangenschaft von Turgons Wachen. Als man ihn vor den König brachte, weigerte Eol sich, Turgon als seinen Herrn anzuerkennen. Da er dies auch nicht für seinen Sohn wollte, versuchte er Maeglin zu töten. Der Mordversuch scheiterte jedoch und stattdessen kam Aredhel ums Leben. Als Strafe für seine Tat wurde Eol hingerichtet. &lt;br /&gt;
Maeglin gewann unter Turgons Obhut bald großes Ansehen unter den Bewohnern Gondolins. Vor allem sein handwerkliches Geschick brachte ihm viel Anerkennung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beteiligung an den Kriegen von Beleriand ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Aredhels und Eols Tod folgten einhundert weitere friedliche Jahre für Gondolin. Als Morgoth sich aus der Umklammerung der Noldor befreite, blieben die Bewohner Gondolins in ihrer gut versteckten Stadt von seinem Zorn verschont. Auch beteiligten sie sich nicht an den Kämpfen der [[Dagor Bragollach]]. Auf Ulmos Geheiß musste Turgon jedoch [[Húrin Thalion|Húrin]] und [[Huor]] - zwei [[Menschen]], die Morgoths Handlangern entkommen waren - in seiner Stadt Zuflucht gewähren. Sie waren die ersten Menschen, die Gondolin zu Gesicht bekamen. Ungefähr ein Jahr lang lebten sie dort, bis Turgon sie gehen ließ. Vorher mussten sie ihm aber noch versprechen, niemandem vom Standort Gondolins zu erzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Morgoths wachsender Macht beunruhigt, begann Turgon, sich Sorgen um die Zukunft seines Volkes zu machen. Im Folgenden entsandte er heimlich Boten in Richtung Valinor, um die [[Valar]] um Vergebung und Hilfe zu bitten. Doch weder erreichte einer dieser Boten das Segensreich noch kamen sie je wieder nach Gondolin zurück. Nach dem Tod [[Fingolfin]]s brachte [[Thorondor]] seine Leiche in die Berge nördlich von Tumladen, wo sein Sohn Turgon ihm ein würdiges Grab bereitete und ihn unter einer Pyramide bestattete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Der Fall Turgons Turm.jpg|thumb|200px|Das Ende von Gondolin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Turgon von den Planungen zu einem gemeinsamen Angriff auf [[Angband]] hörte, sammelte er ein Heer von zehntausend Gondolindrim und unterstützte seinen Bruder [[Fingon]], den [[Hoher König der Noldor|Hohen König der Noldor]], in seinem Vorhaben. Da er bei dem unbedachten Sturmangriff der Noldor nicht teilnahm, konnte er sich nach der Niederlage in der [[Nirnaeth Arnoediad]] mit geringen Verlusten und dem Rest von Fingons Heer nach Gondolin zurückziehen. Dabei wurde das Heer der Gondolindrim von den Menschen unter Húrin und Huor gedeckt. Nachdem Turgon wieder in Gondolin angekommen war, ließ er am Ausgang der [[Orfalch Echor]] von Maeglin ein weiteres Tor schmieden. Turgon war nun Hoher König der Noldor und der letzte Feind Morgoths.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tuors Ankunft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Fall von [[Nargothrond]] war Gondolin das letzte große Bollwerk der Noldor in Beleriand. Doch trotz seiner Erfolge fand Morgoth keine Ruhe und er bemühte sich stets, den Standort von Turgons verstecktem Reich ausfindig zu machen. Seine Anstrengungen blieben jedoch erfolglos. Als er Húrin, den er vorher in [[Angband]] gefangen gehalten hatte, wieder frei ließ, begab dieser sich nach [[Dimbar]], am Südende der Echoriath. In der Hoffnung, von einem Adler geholt zu werden, rief er Turgon um Hilfe an. Der König von Gondolin fürchtete jedoch um das Leben seines Volkes und versagte Húrin die erhoffte Rettung. Er sollte Recht behalten, denn Morgoths Späher waren Húrin heimlich gefolgt, so dass er durch seine Unwissenheit versehentlich die ungefähre Lage Gondolins verriet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulmo, der den Untergang Gondolins vorhersah, schickte daraufhin Húrins Neffen [[Tuor]] mit der Nachricht nach Gondolin, die Stadt müsse umgehend geräumt werden. Dank Ulmos Führung fand Tuor schließlich den Weg nach Gondolin. Doch als Turgon ihn anhörte, weigerte er sich, ganz auf die Stärke Gondolins und seiner Einwohner vertrauend, auf den Rat des Vala zu hören. Stattdessen ließ er den einzigen Zugang zur Stadt, den Trockenen Fluss, zuschütten. Tuor blieb in Gondolin und erlangte bald großes Ansehen. Nach wenigen Jahren heiratete er die Königstochter Idril. Ein Jahr später, im Jahre 503, kam ihr gemeinsamer Sohn [[Earendil der Seefahrer|Earendil]] der [[Halbelben|Halbelb]] auf die Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verrat durch Maeglin und Zerstörung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Siehe [[Schlacht um Gondolin]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischenzeitlich verriet Húrin, der jahrelang von Morgoth gefangen gehalten worden war, versehentlich die ungefähre Lage Gondolins. Im Jahr 511 kam es dann zum Fall von Gondolin. Maeglin wurde bei einem Ausflug in das Bergwerk [[Anghabar]] von [[Orks]] ergriffen. Er verriet Morgoth die Lage der Stadt und dieser vernichtet die Stadt mit Orks, [[Balrogs]] und [[Drachen]]. Idril und Tuor konnten durch einen geheimen Tunnel fliehen und retteten so rund achthundert Gondolindrim vor dem Untergang der Stadt, bei dem auch König Turgon starb. Bei ihrer Flucht über die nördlichen Berge über die [[Cirith Thoronath]] wurden die Flüchtlinge angegriffen und konnten nur unter Opfern und mit Hilfe der Adler entkommen. Die Überlebenden rund 580 Elben kamen schließlich an den [[Sirion-Mündungen]] an und vermischten sich dort mit dem Volk von [[Elwing]] von [[Doriath]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Aufenthalt Tuors in Gondolin wurden ihm die sieben Namen der Stadt genannt. Einige dieser Namen scheinen gegensätzlich zum Sindarin, dass Tolkien sonst im Ersten Zeitalter verwendete, gebildet zu werden. So sollte es normalerweise nicht &#039;&#039;Gondothlimbar&#039;&#039; sondern &#039;&#039;Gondolindrimbar&#039;&#039; heißen. Diese Abweichungen sind wohl auf den Dialekt zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Ondolinde&#039;&#039;&#039;, Quenya für ‚Fels der Wassermusik‘: ursprünglicher Name der Stadt Turgons&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Gondolin&#039;&#039;&#039;, Sindarin für ‚Verborgener Fels‘: sprachgeschichtliche Weiterentwicklung von &#039;&#039;Ondolinde&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Gondobar&#039;&#039;&#039;, Sindarin für ‚Stadt aus Stein‘&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Gondothlimbar&#039;&#039;&#039;, Sindarin für ‚Stadt der Bewohner der Steine‘&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Gwarestrin&#039;&#039;&#039;, Sindarin für ‚Turm der Wacht‘&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Gar Thurion&#039;&#039;&#039;, Sindarin für ‚Verborgener Ort‘&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Lothengriol&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;&#039;Lothladen&#039;&#039;&#039;, Sindarin für ‚Blume, die auf der Ebene blüht‘&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[J. R. R. Tolkien]]: &#039;&#039;[[Das Silmarillion]].&#039;&#039; Herausgegeben von [[Christopher Tolkien]].&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Quenta Silmarillion&#039;&#039;,&lt;br /&gt;
*** XV &#039;&#039;Von den Noldor in Beleriand&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** XVI &#039;&#039;Von Maeglin&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** XVIII &#039;&#039;Vom Verderben Beleriands und von Fingolfins Ende&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** XX &#039;&#039;Von der Fünften Schlacht: Nirnaeth Arnoediad&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** XXIII &#039;&#039;Von Tuor und dem Fall von Gondolin&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Nachrichten aus Mittelerde]].&#039;&#039; Herausgegeben von Christopher Tolkien.&lt;br /&gt;
** Teil Eins: &#039;&#039;Das Erste Zeitalter&#039;&#039; &lt;br /&gt;
*** I. &#039;&#039;Von Tuor und seine Ankunft in Gondolin&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 2]]&#039;&#039;. Herausgegeben von Christopher Tolkien.&lt;br /&gt;
** III &#039;&#039;Der Fall von Gondolin&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Der Hobbit]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
** Kapitel III: &#039;&#039;Eine kurze Rast&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortschaften]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesenswert}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Gondolin]]&lt;br /&gt;
[[fr:encyclo/geographie/villes_tours_et_forteresses/beleriand/gondolin]]&lt;br /&gt;
[[fi:Gondolin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xsi</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ardapedia.org/w/index.php?title=Gondolin&amp;diff=89951</id>
		<title>Gondolin</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ardapedia.org/w/index.php?title=Gondolin&amp;diff=89951"/>
		<updated>2011-10-24T12:08:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xsi: /* Zeitangaben */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Gondolin Elbenstadt.jpg|thumb|300px|Gondolin]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gondolin&#039;&#039;&#039; ist im [[Legendarium]] eine [[Noldor|noldorische]] Stadt in [[Beleriand]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitangaben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* von 64 [[Erstes Zeitalter|E.Z. (Jahre der Sonne)]] bis 116 E.Z. (JS) erbaut&lt;br /&gt;
* 511 E.Z. (JS) zerstört&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gondolin lag auf dem [[Amon Gwareth]] in der südlichen Hälfte des [[Tumladen (Beleriand)|Tals von Tumladen]]. Das Tal selbst befand sich inmitten der [[Echoriath]], einem Ring hoher und steiler Berge, östlich des [[Sirion]] und nördlich von Beleriand. Der einzige Zugang war ein [[Trockener Fluss|ausgetrocknetes Flussbett]] im Südwesten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:GondolinKarte.png|thumb|300px|Stadtplan von Gondolin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gondolin wurde von [[Turgon (Sohn von Fingolfin)|Turgon]] im Andenken an [[Tirion]] in [[Eldamar]] gebaut. Daher ließ Turgon die Stadt von seinen kunstfertigsten Untertanen errichten. In der langen Friedenszeit arbeiteten die Gondolindrim ständig weiter an ihrer Stadt und schließlich konnten sie sie mit Tirion vergleichen. Sie war die ruhmreichste und meistbesungene Stadt der [[Elben]] in den [[Mittelerde|Hinnenlanden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt befand sich auf dem abgeflachten Gipfel des Amon Gwareth. Auf diesem Berg entsprangen viele Quellen, die die Gondolindrim in Brunnen und kleine Wasserfälle umwandelten, um ihre Stadt noch schöner und lebendiger zu gestalten. Um die Springbrunnen wurden Plätze errichtet, um die Brunnen für alle sichtbar zu halten. Besonders im Süden der Stadt waren viele Quellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz Gondolin wurde aus weißem Marmor und weißem Stein erbaut. Durch diese weiße Farbe wirkte Gondolin wie ein eingefasstes, weißes Juwel in dem von Schnee umgebenen Tal. Die Stadtmauern waren hoch und dick, ebenso die beiden darin eingelassenen Tore im Westen und im Norden. Die Torflügel bestanden aus massivem Eisen. Die Straßen Gondolins waren steinern gepflastert, darüber hinaus noch mit Marmor eingefasst. Auch die Häuser waren weiß und besaßen Gärten voller Blumen und Bäume. Die Gondolindrim bauten gern hohe Türme, die aus Marmor bestanden, und kunstfertig verziert waren. Am größten [[Platz des Königs|Platz der Stadt]] befand sich das größte Gebäude, der Königspalast. Davor lagen der größte Brunnen und der [[Turm des Königs|höchste Turm der Stadt]], sowie die beiden künstlichen Bäume [[Glingal]] und [[Belthil]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Norden der Stadt befand sich ein besonders steiler, schwarzer Felsvorsprung, der [[Caragdûr]]. Dort wurde [[Eol]], der Dunkelelb, in den Tod gestürzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesellschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herrscher ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr und König von Gondolin war Turgon. Die Stadt hatte keine Königin, da Turgons Gemahlin [[Elenwe]] beim Übergang über die [[Helcaraxe]] gestorben war. Daher war Turgons Tochter [[Idril]] die einzige Erbin des Throns. Weitere Mitglieder der Königsfamilie waren die Schwester Turgons, [[Aredhel]], sowie später ihr Sohn [[Maeglin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der König erließ Gesetze, wie das Gesetz, nach dem niemand Gondolin verlassen dürfe, und sprach Urteile, zum Beispiel Eols Todesurteil nach seinem Mord an Aredhel. Dafür besaß der König einen speziellen Gerichtsstab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig war er Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Er ließ durch diese Vollmacht Wachen auf den umgebenden Bergen und besonders am Ausgang der Orfalch Echor aufstellen. Das Heer Gondolins war darüber hinaus in [[zwölf Häuser von Gondolin|zwölf sogenannte Häuser]] unterteilt. Dem König stand ein Rat aus Fürsten zur Seite, der jedoch eine rein beratende Funktion hatte und den König nicht überstimmen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Turgons Tod wurde Tuor und nach ihm sein Sohn Earendil von vielen als neuer Anführer akzeptiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewohner ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die anfängliche Bevölkerung bestand zu einem Drittel aus dem Volk von Fingolfin. Dem gegenüber stand eine noch größere Menge an Sindar. In der langen Zeit des Friedens hatten sich die Einwohner entsprechend vermehrt, sodass Turgon in der Nirnaeth Arnoediad ein zehntausend Mann großes Heer aufbieten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Körperbau her waren die Einwohner Gondolins klein, schlank und geschmeidig. Darüber hinaus konnte sie schnell laufen und verfügten über ein hohes Maß an Bildung. Sie besaßen liebliche Stimmen. Besonders die weiblichen Gondolindrim waren so schön wie die Gestirne am Himmel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gondolindrim waren ein sehr kunstfertiges Volk, was an der langen Friedenszeit lag. Sie schufen viele schöne Dinge, so zum Beispiel den [[Elessar (Edelstein)|Elessar]]. Mit der Zeit wurden die Einwohner Gondolins sehr reich, da sie endlos viele Edelsteine und Metalle fanden. Doch auch Waffen wurden von ihnen geschmiedet. Die dazu benötigten Erze fanden sie in den umliegenden Bergen, besonders im Norden. Beispiele für ihr hohes Können waren die drei Schwerter [[Glamdring]], [[Orkrist]] und [[Stich]], die bis weit ins [[Drittes Zeitalter|Dritte Zeitalter]] hinein brauchbar waren. Bei Kämpfen waren die Gondolindrim mit schimmernden Kettenpanzern, langen Schwertern und Speeren ausgerüstet. Auch gab es sehr viele, gute Bogenschützen in Gondolin. Diese hatten genug Pfeile, um jahrelang ununterbrochen damit schießen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprache ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alltagssprache in Gondolin war, wie nach Thingols Bann des [[Quenya]] überall in Beleriand, [[Sindarin]]. Allerdings wurde die Sprache mit einem leichtem Dialekt gesprochen, da die Gondolindrim lange von ihrem Volk getrennt war. Doch auch das Quenya geriet nicht in Vergessenheit und am Ende des Ersten Zeitalters war das Quenya aus Gondolin das einzige, das noch existierte, da alle anderen Noldor vernichtet worden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Dagor-nuin-Giliath]] glaubten die Noldor [[Morgoth]] vorerst besiegt. Trotzdem wurde Turgon, einer ihrer Fürsten, von einem beunruhigenden Traum heimgesucht, der ihm den Untergang seines Volkes voraussagte. Der Vala [[Ulmo]] zeigte ihm daraufhin das versteckte Tal von Tumladen und wies ihn an, dort ein geheimes Reich zu errichten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend führte Turgon die kühnsten und geschicktesten seiner Untertanen in das Tal und unter dem Zeichen größter Geheimhaltung wurde Gondolin errichtet. Nach ungefähr 52 Jahren Bauzeit war die Stadt fertig gestellt. Im Jahr 116 führte Turgon sein Volk von [[Vinyamar]] in [[Nevrast]], wo er zuvor gewohnt hatte, in kleinen Gruppen nach Tumladen. Dort begann Gondolin unter dem Schutz Ulmos und der [[Adler]] [[Manwe]]s, die in den umliegenden Bergen ihre Nester hatten, aufzublühen und im Folgenden eine lange Periode des Friedens zu erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maeglins Ankunft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über zweihundert Jahre verlebte Gondolin in glücklichem Frieden. Während der Dunkle Herrscher im Norden von den Streitkräften der Noldor belagert wurde, lebten die Bewohner Gondolins unbehelligt von den Ereignissen außerhalb ihrer Stadt. Aredhel, die Schwester des Königs, wurde jedoch der Pracht und Schönheit der Stadt überdrüssig und bat Turgon, Gondolin verlassen zu dürfen. Zunächst lehnte er dies ab, am Ende gab er ihrem Drängen aber nach und ließ sie gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 400 kehrte sie gemeinsam mit ihrem Sohn Maeglin, den sie in der Zwischenzeit in [[Nan Elmoth]] zur Welt gebracht hatte, zurück. Maeglins Vater [[Eol]] jedoch war den beiden heimlich gefolgt und als er versuchte, die Tore der Stadt zu durchschreiten, geriet er in die Gefangenschaft von Turgons Wachen. Als man ihn vor den König brachte, weigerte Eol sich, Turgon als seinen Herrn anzuerkennen. Da er dies auch nicht für seinen Sohn wollte, versuchte er Maeglin zu töten. Der Mordversuch scheiterte jedoch und stattdessen kam Aredhel ums Leben. Als Strafe für seine Tat wurde Eol hingerichtet. &lt;br /&gt;
Maeglin gewann unter Turgons Obhut bald großes Ansehen unter den Bewohnern Gondolins. Vor allem sein handwerkliches Geschick brachte ihm viel Anerkennung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beteiligung an den Kriegen von Beleriand ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Aredhels und Eols Tod folgten einhundert weitere friedliche Jahre für Gondolin. Als Morgoth sich aus der Umklammerung der Noldor befreite, blieben die Bewohner Gondolins in ihrer gut versteckten Stadt von seinem Zorn verschont. Auch beteiligten sie sich nicht an den Kämpfen der [[Dagor Bragollach]]. Auf Ulmos Geheiß musste Turgon jedoch [[Húrin Thalion|Húrin]] und [[Huor]] - zwei [[Menschen]], die Morgoths Handlangern entkommen waren - in seiner Stadt Zuflucht gewähren. Sie waren die ersten Menschen, die Gondolin zu Gesicht bekamen. Ungefähr ein Jahr lang lebten sie dort, bis Turgon sie gehen ließ. Vorher mussten sie ihm aber noch versprechen, niemandem vom Standort Gondolins zu erzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Morgoths wachsender Macht beunruhigt, begann Turgon, sich Sorgen um die Zukunft seines Volkes zu machen. Im Folgenden entsandte er heimlich Boten in Richtung Valinor, um die [[Valar]] um Vergebung und Hilfe zu bitten. Doch weder erreichte einer dieser Boten das Segensreich noch kamen sie je wieder nach Gondolin zurück. Nach dem Tod [[Fingolfin]]s brachte [[Thorondor]] seine Leiche in die Berge nördlich von Tumladen, wo sein Sohn Turgon ihm ein würdiges Grab bereitete und ihn unter einer Pyramide bestattete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Der Fall Turgons Turm.jpg|thumb|200px|Das Ende von Gondolin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Turgon von den Planungen zu einem gemeinsamen Angriff auf [[Angband]] hörte, sammelte er ein Heer von zehntausend Gondolindrim und unterstützte seinen Bruder [[Fingon]], den [[Hoher König der Noldor|Hohen König der Noldor]], in seinem Vorhaben. Da er bei dem unbedachten Sturmangriff der Noldor nicht teilnahm, konnte er sich nach der Niederlage in der [[Nirnaeth Arnoediad]] mit geringen Verlusten und dem Rest von Fingons Heer nach Gondolin zurückziehen. Dabei wurde das Heer der Gondolindrim von den Menschen unter Húrin und Huor gedeckt. Nachdem Turgon wieder in Gondolin angekommen war, ließ er am Ausgang der [[Orfalch Echor]] von Maeglin ein weiteres Tor schmieden. Turgon war nun Hoher König der Noldor und der letzte Feind Morgoths.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tuors Ankunft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Fall von [[Nargothrond]] war Gondolin das letzte große Bollwerk der Noldor in Beleriand. Doch trotz seiner Erfolge fand Morgoth keine Ruhe und er bemühte sich stets, den Standort von Turgons verstecktem Reich ausfindig zu machen. Seine Anstrengungen blieben jedoch erfolglos. Als er Húrin, den er vorher in [[Angband]] gefangen gehalten hatte, wieder frei ließ, begab dieser sich nach [[Dimbar]], am Südende der Echoriath. In der Hoffnung, von einem Adler geholt zu werden, rief er Turgon um Hilfe an. Der König von Gondolin fürchtete jedoch um das Leben seines Volkes und versagte Húrin die erhoffte Rettung. Er sollte Recht behalten, denn Morgoths Späher waren Húrin heimlich gefolgt, so dass er durch seine Unwissenheit versehentlich die ungefähre Lage Gondolins verriet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulmo, der den Untergang Gondolins vorhersah, schickte daraufhin Húrins Neffen [[Tuor]] mit der Nachricht nach Gondolin, die Stadt müsse umgehend geräumt werden. Dank Ulmos Führung fand Tuor schließlich den Weg nach Gondolin. Doch als Turgon ihn anhörte, weigerte er sich, ganz auf die Stärke Gondolins und seiner Einwohner vertrauend, auf den Rat des Vala zu hören. Stattdessen ließ er den einzigen Zugang zur Stadt, den Trockenen Fluss, zuschütten. Tuor blieb in Gondolin und erlangte bald großes Ansehen. Nach wenigen Jahren heiratete er die Königstochter Idril. Ein Jahr später, im Jahre 503, kam ihr gemeinsamer Sohn [[Earendil der Seefahrer|Earendil]] der [[Halbelben|Halbelb]] auf die Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verrat durch Maeglin und Zerstörung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Siehe [[Schlacht um Gondolin]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischenzeitlich verriet Húrin, der jahrelang von Morgoth gefangen gehalten worden war, versehentlich die ungefähre Lage Gondolins. Im Jahr 510 kam es dann zum Fall von Gondolin. Maeglin wurde bei einem Ausflug in das Bergwerk [[Anghabar]] von [[Orks]] ergriffen. Er verriet Morgoth die Lage der Stadt und dieser vernichtet die Stadt mit Orks, [[Balrogs]] und [[Drachen]]. Idril und Tuor konnten durch einen geheimen Tunnel fliehen und retteten so rund achthundert Gondolindrim vor dem Untergang der Stadt, bei dem auch König Turgon starb. Bei ihrer Flucht über die nördlichen Berge über die [[Cirith Thoronath]] wurden die Flüchtlinge angegriffen und konnten nur unter Opfern und mit Hilfe der Adler entkommen. Die Überlebenden rund 580 Elben kamen schließlich an den [[Sirion-Mündungen]] an und vermischten sich dort mit dem Volk von [[Elwing]] von [[Doriath]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Aufenthalt Tuors in Gondolin wurden ihm die sieben Namen der Stadt genannt. Einige dieser Namen scheinen gegensätzlich zum Sindarin, dass Tolkien sonst im Ersten Zeitalter verwendete, gebildet zu werden. So sollte es normalerweise nicht &#039;&#039;Gondothlimbar&#039;&#039; sondern &#039;&#039;Gondolindrimbar&#039;&#039; heißen. Diese Abweichungen sind wohl auf den Dialekt zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Ondolinde&#039;&#039;&#039;, Quenya für ‚Fels der Wassermusik‘: ursprünglicher Name der Stadt Turgons&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Gondolin&#039;&#039;&#039;, Sindarin für ‚Verborgener Fels‘: sprachgeschichtliche Weiterentwicklung von &#039;&#039;Ondolinde&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Gondobar&#039;&#039;&#039;, Sindarin für ‚Stadt aus Stein‘&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Gondothlimbar&#039;&#039;&#039;, Sindarin für ‚Stadt der Bewohner der Steine‘&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Gwarestrin&#039;&#039;&#039;, Sindarin für ‚Turm der Wacht‘&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Gar Thurion&#039;&#039;&#039;, Sindarin für ‚Verborgener Ort‘&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Lothengriol&#039;&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;&#039;Lothladen&#039;&#039;&#039;, Sindarin für ‚Blume, die auf der Ebene blüht‘&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[J. R. R. Tolkien]]: &#039;&#039;[[Das Silmarillion]].&#039;&#039; Herausgegeben von [[Christopher Tolkien]].&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Quenta Silmarillion&#039;&#039;,&lt;br /&gt;
*** XV &#039;&#039;Von den Noldor in Beleriand&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** XVI &#039;&#039;Von Maeglin&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** XVIII &#039;&#039;Vom Verderben Beleriands und von Fingolfins Ende&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** XX &#039;&#039;Von der Fünften Schlacht: Nirnaeth Arnoediad&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** XXIII &#039;&#039;Von Tuor und dem Fall von Gondolin&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Nachrichten aus Mittelerde]].&#039;&#039; Herausgegeben von Christopher Tolkien.&lt;br /&gt;
** Teil Eins: &#039;&#039;Das Erste Zeitalter&#039;&#039; &lt;br /&gt;
*** I. &#039;&#039;Von Tuor und seine Ankunft in Gondolin&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 2]]&#039;&#039;. Herausgegeben von Christopher Tolkien.&lt;br /&gt;
** III &#039;&#039;Der Fall von Gondolin&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Der Hobbit]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
** Kapitel III: &#039;&#039;Eine kurze Rast&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortschaften]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesenswert}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Gondolin]]&lt;br /&gt;
[[fr:encyclo/geographie/villes_tours_et_forteresses/beleriand/gondolin]]&lt;br /&gt;
[[fi:Gondolin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xsi</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ardapedia.org/w/index.php?title=Gil-galad&amp;diff=89950</id>
		<title>Gil-galad</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ardapedia.org/w/index.php?title=Gil-galad&amp;diff=89950"/>
		<updated>2011-10-24T08:02:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xsi: /* Hoher König */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Ereinion Gil-galad&#039;&#039;&#039; ist im [[Legendarium]] [[J. R. R. Tolkien]]s der letzte Hohe König des Elbenvolks der [[Noldor]] in [[Mittelerde]]. Im [[Zweites Zeitalter|Zweiten Zeitalter]] ist er einer der bedeutendsten Gegner des Dunklen Herrschers [[Sauron]]. Zusammen mit [[Elendil der Lange|Elendil]] führt er das [[Letztes Bündnis|Letzte Bündnis]] von [[Elben]] und [[Menschen]] an, dem es schließlich gelingt, Sauron zu stürzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstes Zeitalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Stammbaum - Gil-galad - Silmarillion.gif|thumb|250px|Vereinfachter Stammbaum Gil-galads nach dem Silmarillion]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Tolkiens Schriften gibt es verschiedene Versionen von Gil-galads Abstammung. Einzelheiten dazu finden sich im Abschnitt „Werkgeschichte“. Im Folgenden soll von der im veröffentlichten &#039;&#039;[[Das Silmarillion|Silmarillion]]&#039;&#039; überlieferten Fassung ausgegangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gil-galad war demnach der Sohn von [[Fingon]], dem ältesten Sohn von [[Fingolfin]]. Dieser wiederum war der ältere Sohn von [[Finwe]], dem [[Hoher König der Noldor|Hohen König der Noldor]] in [[Valinor]], mit dessen zweiter Frau, der [[Vanyar|Vanya]] [[Indis]]. Das Geburtsjahr Gil-galads ist nicht überliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr der Sonne 456 des [[Erstes Zeitalter|Ersten Zeitalters]] fiel Fingolfin, der König der Noldor, in [[Beleriand]] im Zweikampf mit [[Melkor|Morgoth]], dem Dunklen Herrscher des Ersten Zeitalters. Fingon wurde sein Nachfolger und schickte seinen jungen Sohn Gil-galad zu den Häfen an der [[Falas]] im Westen Beleriands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fingon wurde im Jahr 472 in der Schlacht [[Nirnaeth Arnoediad]] getötet. König wurde nun sein Bruder [[Turgon (Sohn von Fingolfin)|Turgon]], der sich nach [[Gondolin]] zurückzog. Morgoth ließ die Häfen angreifen. Einige Überlebende, zu denen auch Gil-galad gehörte, konnten mit [[Círdan]] auf die Insel [[Balar (Insel)|Balar]] fliehen. Círdan unterhielt außerdem einen Stützpunkt auf dem Festland, im Mündungsgebiet des [[Sirion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Beleriand.gif|thumb|400px|Beleriand im Ersten Zeitalter]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Turgon beim Fall Gondolins im Jahr 511 starb, erhielt Gil-galad die Würde des Königs der Noldor in Mittelerde und galt als Hoher König aller Elben des Westens. Nach dem Kampf der Söhne [[Feanor]]s gegen die Elben vom Sirion um 538 schlossen sich ihm die Überlebenden an und folgten ihm auf die Insel Balar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Krieg des Zorns]], der vermutlich etwa von 545 bis 587 geschlagen wurde, wurde Morgoth schließlich um 590 mit Hilfe der [[Valar]] gestürzt, sodass das Ende des Ersten Zeitalters eingeläutet wurde. In Folge dieser gewaltigen Schlacht wurde Beleriand weitestgehend zerstört, es versank größtenteils im [[Belegaer|Meer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweites Zeitalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele der Elben folgten nun dem Aufruf der Valar, nach [[Tol Eressea]] zu kommen, einer großen Insel vor [[Valinor]]. Gil-galad gehörte jedoch zu denjenigen, die in Mittelerde blieben. Im ersten Jahr des Zweiten Zeitalters gründete er das Reich [[Lindon]], das an der Nordwestküste Mittelerdes lag, nördlich und südlich des [[Golf von Lhûn|Golfs von Lhûn]], westlich des Gebirges [[Ered Luin]] – also in dem Gebiet, das im Ersten Zeitalter [[Ossiriand]] genannt wurde. Hier legte er die [[Graue Anfurten|Grauen Anfurten]] an, von wo aus die verbliebenen Elben Mittelerde in Richtung [[Aman]] verlassen konnten. Zu seinem Volk gehörten hauptsächlich Noldor. In [[Harlindon]] jedoch, einem von [[Celeborn (Elb)|Celeborn]] regierten Lehen, lebten vor allem [[Sindar]]. Gil-galads Knappe und Bannerträger zu dieser Zeit war [[Elrond]], ein Sohn [[Earendil der Seefahrer|Earendils]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Sauron, der einst mächtigste Diener Morgoths, erneut an Macht gewann, war Gil-galad dessen bedeutendster Gegner in Mittelerde. Gil-galad hielt Kontakt zu den Menschen, die Mittelerde nach [[Númenor]] verlassen hatten. Diese unterstützten ihn im Kampf gegen Sauron. Eine enge Freundschaft unterhielt er mit [[Tar-Aldarion]], dem sechsten König von Númenor. Dessen Tochter [[Tar-Ancalime]] brach die Beziehungen zu Gil-galad jedoch ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Jahr 1200 des Zweiten Zeitalters versuchte Sauron, unter falschem Namen und in schöner Gestalt, die Elben auf seine Seite zu ziehen. Gil-galad lehnte jeden Kontakt ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Nach einem späten Manuskript über [[Glorfindel]], abgedruckt in &#039;&#039;[[The Peoples of Middle-earth]]&#039;&#039;, empfängt Gil-galad Sauron, geht aber auf dessen Angebot zur Zusammenarbeit nicht ein.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Elben von [[Eregion]] um [[Celebrimbor]] ließen sich allerdings verführen und schmiedeten mit der Hilfe Saurons die [[Ringe der Macht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Krieg gegen Sauron von 1693 bis 1701 des Zweiten Zeitalters schickte Gil-galad Elrond nach Eregion, um die dort lebenden Elben zu unterstützen. Nachdem diese dort zunächst unterlagen, zogen sich die Überlebenden unter Elrond zurück und gründeten 1697 [[Imladris]]. Als Sauron schließlich auch Eriador angriff, konnte ihn Gil-galad mit Hilfe einer von König [[Tar-Minastir]] von Númenor gesandten Flotte besiegen. Es folgte eine lange Zeit des Friedens für den Nordwesten Mittelerdes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sauron war von 3262 bis zum Untergang der Insel im Jahr 3319 als Geisel auf Númenor. Als er zurückkehrte, hatte Gil-galad seine Macht weit ausdehnen können; sie reichte schließlich von der Westküste bis zum [[Düsterwald|Großen Grünwald]], der später Düsterwald genannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elendil der Lange|Elendil]] gehörte zu den wenigen Menschen, die sich vor dem Untergang Númenors retten konnten. Er landete in Lindon und freundete sich mit Gil-galad an, der für ihn die [[Weiße Türme|Weißen Türme]] von [[Emyn Beraid]] errichtete. Im Jahr 3430 des Zweiten Zeitalters schloss Gil-galad zusammen mit Elendil, der inzwischen König der Menschen von [[Arnor]] und [[Gondor]] war, das so genannte [[Letztes Bündnis|Letzte Bündnis]] von Elben und Menschen, um den wieder erstarkten Dunklen Herrscher Sauron zu stürzen. Ihr Heer marschierte nach Süden und traf 3434 vor [[Mordor]] auf der Ebene [[Dagorlad]] auf Saurons Truppen. Das Letzte Bündnis war erfolgreich und drang nach Mordor ein, wo es Saurons Festung [[Barad-dûr]] belagerte. Nach sieben Jahren stellte sich Sauron selbst zum Kampf. Gil-galad und Elendil besiegten Sauron, mussten dabei aber selbst ihr Leben lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin endet das Zweite Zeitalter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Drittes Zeitalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten der Überlebenden aus Gil-galads Volk lebten fortan unter Elrond in Imladris, ein Teil aber auch unter Círdan bei den Grauen Anfurten. Den Titel des Hohen Königs der Noldor trug nach Gil-galad niemand mehr. Da der [[Der Eine Ring|Eine Ring]] Saurons nicht zerstört wurde, konnte der Dunkle Herrscher im [[Drittes Zeitalter|Dritten Zeitalter]] wieder mächtig werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Gil-galads entstand ein Gedicht mit dem Titel &#039;&#039;Gil-galads Untergang&#039;&#039; (im Original &#039;&#039;The Fall of Gil-galad&#039;&#039;), verfasst in einer der Elbensprachen. Der [[Hobbits|Hobbit]] [[Bilbo Beutlin]] hörte es vermutlich in Imladris und übersetzte es in die [[Westron|Gemeinsame Sprache]]. In dieser Form lernte es [[Samweis Gamdschie]] kennen, einer der Begleiter des Ringträgers [[Frodo Beutlin]]. Er zitierte einen Teil des Gedichts auf dem Weg von [[Bree]] zur [[Wetterspitze]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namen und Titel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gil-galad ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gil-galad&#039;&#039; ist der Name dieser Figur schon in sehr frühen Manuskripten Tolkiens, in denen sie erwähnt wird. &#039;&#039;Gil-galad&#039;&#039;, ausgesprochen vermutlich in etwa {{IPA|/ËˆgilgÉ‘lÉ‘d/}}, ist kein Geburtsname, sondern ein später verliehener [[Epesse|Beiname]]. Er ist [[Sindarin]] und wird mit ‚Strahlenstern‘ oder ‚Strahlender Stern‘ übersetzt (im Original mit ‚Star of Radiance‘). Es heißt, Gil-galad werde so genannt, weil seine silbern leuchtende Rüstung schon von weitem erkannt werden könne.&amp;lt;ref&amp;gt;In einem Manuskript zur &#039;&#039;[[Quenta Silmarillion]]&#039;&#039;, abgedruckt in &#039;&#039;[[The War of the Jewels]]&#039;&#039; (S. 242), erklärt Tolkien den Namen dagegen mit den strahlenden Augen Gil-galads.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl was die Bedeutung des Namens als auch was die Schreibweise angeht, gibt es in Tolkiens Schriften mehrere Varianten. Frodo Beutlin übersetzt im &#039;&#039;[[Der Herr der Ringe|Herrn der Ringe]]&#039;&#039; den Namen mit ‚Sternenlicht‘ (im Original mit ‚Starlight‘), ebenso Tolkien in [[Briefe|Brief]] Nr. 211 an Rhona Beare. In Brief Nr. 347 gibt Tolkien die Bedeutung von &#039;&#039;Gil-galad&#039;&#039; mit ‚star of brilliance‘ an, was in der deutschen Übersetzung mit ‚Stern von Leuchten‘ wiedergegeben wird. Tolkien schreibt den Namen manchmal auch ohne Bindestrich – &#039;&#039;Gilgalad&#039;&#039; – beispielsweise in den &#039;&#039;Etymologies&#039;&#039;, in manchen Entwürfen für den &#039;&#039;Herrn der Ringe&#039;&#039; und einigen Briefen, beispielsweise an Milton Waldman.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Element von &#039;&#039;Gil-galad&#039;&#039; ist &#039;&#039;gîl&#039;&#039; ‚Stern‘, von einer Wurzel &#039;&#039;GIL-&#039;&#039; ‚(weiß oder hell) leuchten, glänzen‘, im Original ‚shine (white or pale)‘. Der zweite Bestandteil ist eine Form von &#039;&#039;calad&#039;&#039; ‚Licht‘, von einer Wurzel &#039;&#039;KAL-&#039;&#039; ‚leuchten, glänzen‘, im Original ‚shine‘.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Namen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Beinamen &#039;&#039;Gil-galad&#039;&#039; trägt die Figur in verschiedenen Manuskripten Tolkiens weitere Namen. In den zu Lebzeiten Tolkiens erschienenen Werken wird keiner von ihnen erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Manuskript für &#039;&#039;Aldarion und Erendis&#039;&#039; ist Gil-galads eigentlicher Name zunächst &#039;&#039;Finlachen&#039;&#039;, dann &#039;&#039;Finhenlach&#039;&#039;, und schließlich &#039;&#039;Finellach&#039;&#039;. Die letzte Form erscheint auch im Manuskript für &#039;&#039;Eine Beschreibung der Insel Númenor&#039;&#039;. Beide Texte sind vermutlich um 1960 entstanden. Die Formen sind wohl Sindarin und enthalten vermutlich die Bezeichnungen &#039;&#039;fîn&#039;&#039; ‚Haar‘ und &#039;&#039;lachend&#039;&#039; ‚Noldo‘ (wörtlich ‚flammenäugig‘, im Original ‚flame-eyed‘). In der gedruckten Fassung dieser Texte in den &#039;&#039;[[Nachrichten aus Mittelerde]]&#039;&#039; lässt Herausgeber [[Christopher Tolkien]] den Namen weg oder ersetzt ihn durch &#039;&#039;Ereinion&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tolkien denkt in den &#039;&#039;Grey Annals&#039;&#039; über den Namen &#039;&#039;Findor Gilgalad&#039;&#039; nach. In einer späteren Notiz von 1965&amp;lt;ref&amp;gt;Abgedruckt in &#039;&#039;The Peoples of Middle-earth&#039;&#039; (S. 350).&amp;lt;/ref&amp;gt; sind Gil-galads eigentliche Namen &#039;&#039;Artanáro&#039;&#039; und &#039;&#039;Rodnor&#039;&#039;. Diese beiden sind [[Quenya]] und Sindarin und bedeuten wohl in etwa ‚hohe Flamme‘.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem frühestens 1968 entstandenen Text &#039;&#039;The Shibboleth of Fëanor&#039;&#039; trägt Gil-galad den weiteren Namen &#039;&#039;Ereinion&#039;&#039;, ausgesprochen vermutlich in etwa {{IPA|/É›rËˆeÉªÌ¯nÉªÉ”n/}}. Das ist Sindarin und bedeutet ‚Sprössling der Könige‘ (im Original ‚Scion of Kings‘). Der erste Bestandteil von &#039;&#039;Ereinion&#039;&#039; ist eine Form von &#039;&#039;erain&#039;&#039;, dem Plural von &#039;&#039;aran&#039;&#039; ‚König‘. Der zweite Teil ist die Endung &#039;&#039;-ion&#039;&#039; ‚Sohn‘, von einer gleichbedeutenden Wurzel &#039;&#039;YÔ, YON-&#039;&#039;. Diesen Namen übernimmt Christopher Tolkien in die von ihm zusammengestellten Bücher wie das &#039;&#039;Silmarillion&#039;&#039; und die &#039;&#039;Nachrichten aus Mittelerde&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hoher König ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 511. Jahr der Sonne des Ersten Zeitalters wurde Gil-galad [[Hoher König der Noldor]] in Mittelerde. Da die Noldor in der Hierarchie der Elben Mittelerdes an der Spitze standen, galt er damit gleichzeitig als Hoher König aller Elben des Westens. Diese Position hatte Gil-galad mehr als 3500 Jahre inne, bis zu seinem Tod im Jahr 3441 des Zweiten Zeitalters. Danach trug diesen Titel niemand mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Attribute und Symbole ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ring der Macht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gil-galad trug den Zauberring [[Vilya]], den mächtigsten der drei [[Elbenringe]]. Kurz vor seinem Tod gab er ihn an seinen Herold Elrond weiter. In einem Konzept Tolkiens findet diese Übergabe schon etwa 1700 Jahre früher statt, nach dem ersten Sieg über Sauron. Dafür behält Gil-galad in diesem Text den Ring [[Narya]], bis er sich als Anführer des Letzten Bündnisses auf den Weg nach Mordor macht. Erst dann gibt er ihn an Círdan weiter, während in anderen Schriften Tolkiens, etwa der &#039;&#039;Aufzählung der Jahre&#039;&#039; im &#039;&#039;Herrn der Ringe&#039;&#039;, Círdan den Ring von Anfang an trägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gil-galads Wappen bestand aus weißen Sternen auf blauem Hintergrund. In &#039;&#039;[[Pictures by J. R. R. Tolkien]]&#039;&#039; ist eine von Tolkien gefertigte Zeichnung des Symbols abgedruckt. Hier besteht es aus zwölf weißen Sternen in einem blauen, auf der Spitze stehenden Quadrat. Im Zentrum stehen vier fünfstrahlige Sterne, in den Ecken je ein vierstrahliger Stern, und zwischen diesen je ein sechsstrahliger Stern. Jeweils ein Strahl der vierstrahligen Sterne ist länger als die anderen, dieser zeigt in Richtung der Ecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &#039;&#039;[[J. R. R. Tolkien – Der Künstler]]&#039;&#039; ist diese Zeichnung ebenfalls abgedruckt, daneben eine weitere Fassung, die der ersten sehr ähnlich sieht. Der lange Strahl der vierstrahligen Sterne zeigt hier nicht in die Ecke, sondern nach unten. Außerdem befinden sich zwischen den vier- und sechsstrahligen Sterne insgesamt sechs kleine weiße Kreise.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Zeichnungen hat Tolkien auf einem an ihn adressierten Briefumschlag mit Poststempel vom 13. Dezember 1960 angefertigt, zusammen mit einem Symbol für Earendil.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Waffe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gil-galads bekannteste Waffe war der Speer [[Aeglos (Speer)|Aiglos]], manchmal auch in der Form &#039;&#039;Aeglos&#039;&#039; überliefert. Elrond berichtete beim Rat in Bruchtal im Jahr 3018 des Dritten Zeitalters, dem Speer von Gil-galad und dem Schwert von Elendil habe bei der Schlacht des Letzten Bündnisses niemand widerstehen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werkgeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Konzept des Elbenführers, der mit den Menschen ein Letztes Bündnis eingeht, um den Dunklen Herrscher zu besiegen, entstand vermutlich um 1936/37 im Rahmen der Arbeit an der Zeitreisegeschichte &#039;&#039;The Lost Road&#039;&#039;. Tolkien entwickelte die Geschichte vom Untergang der Insel Númenor im Zweiten Zeitalter und schrieb mehrere Fassungen des Textes &#039;&#039;The Fall of Númenor&#039;&#039;, dem ersten Vorläufer der &#039;&#039;Akallabêth&#039;&#039;. In der ersten Version kämpfen Elrond und Amroth als Anführer der Elben und Menschen von Beleriand gegen den Dunklen Herrscher Thû. In der zweiten Fassung wurde Elrond zum König der Menschen von Númenor, die Rolle des Elbenkönigs übernimmt jetzt Gil-galad. Dieser schließt mit dem Menschenkönig Elendil das Letzte Bündnis, um Sauron in dessen Land Mordor anzugreifen. Gil-galad und Elendil gelingt es, Sauron niederzuwerfen, und beide kommen dabei um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tolkien machte sich dann daran, einen Nachfolger für den &#039;&#039;[[Der Hobbit|Hobbit]]&#039;&#039; zu schreiben. Schon in frühen Manuskripten für den &#039;&#039;Herrn der Ringe&#039;&#039; nahm er Bezug auf die Geschichte von Gil-galad und Elendil und entwickelte sie weiter. Trotter, der Vorläufer von [[Aragorn II.|Streicher]], erwähnt das Letzte Bündnis, als er mit Bingo, dem Vorläufer von Frodo, und den anderen auf dem Weg zur Wetterspitze ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Im veröffentlichten &#039;&#039;Herrn der Ringe&#039;&#039; im Kapitel &#039;&#039;Ein Messer im Dunkeln&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gedicht über Gil-galad existierte jedoch noch nicht. Es entstand erst 1939, während der von Christopher Tolkien so genannten vierten Phase der Arbeit Tolkiens am &#039;&#039;Herrn der Ringe&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ausführlichere Fassung der Geschichte vom Letzten Bündnis gab Tolkien als Erzählung von Elrond, die Bingo/Frodo in Bruchtal hört.&amp;lt;ref&amp;gt;Im veröffentlichten &#039;&#039;Herrn der Ringe&#039;&#039; ist sie in überarbeiteter Form ein Bestandteil von Elronds Bericht beim Rat von Bruchtal.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Rolle des ersten Königs von Númenor hat jetzt Elronds Bruder [[Elros]] inne, Elrond wird zum Berater Gil-galads. Im Laufe der Arbeit am &#039;&#039;Herrn der Ringe&#039;&#039; entwickelte Tolkien die Geschichte weiter, beispielsweise im Kapitel &#039;&#039;Ancient History&#039;&#039;, dem Vorläufer von &#039;&#039;Der Schatten der Vergangenheit&#039;&#039; und in den Anhängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den ersten Versuch, Gil-galad in die Erzählungen vom Ersten Zeitalter einzufügen, unternahm Tolkien mit einem Zusatz zur &#039;&#039;Quenta Silmarillion&#039;&#039;. Aufgrund seines niedrigen Alters spielt Gil-galad im Ersten Zeitalter aber keine große Rolle, er wird lediglich an einigen Stellen kurz erwähnt, beispielsweise als sein Vater stirbt und sein Onkel König wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abstammung ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Stammbaum - Gil-galad - Silmarillion - Version 2.gif|thumb|400px|Abstammung Gil-galads nach dem Silmarillion]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Stammbaum - Gil-galad - PM.gif|thumb|250px|Letztes Konzept der Abstammung Gil-galads]]&lt;br /&gt;
Im Laufe der Zeit hat Tolkien mehrfach mit unterschiedlichen Konzepten von Gil-galads Abstammung experimentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gil-galad ist im frühesten Text, &#039;&#039;The Fall of Númenor&#039;&#039;, ein Abkömmling von [[Feanor]], dem ersten Sohn von [[Finwe]]. Genaueres über seine Abstammung wird hier nicht gesagt. Auch in einem frühen Manuskript des &#039;&#039;Herrn der Ringe&#039;&#039;, einer Unterhaltung von Bingo/Frodo mit Elrond, ist Gil-galad ein Abkömmling Feanors.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Arbeit am &#039;&#039;Herrn der Ringe&#039;&#039; nahm Tolkien einige Änderungen an &#039;&#039;The Fall of Númenor&#039;&#039; vor. Gil-galad stammt demnach von Finwes drittem Sohn [[Finarfin]] ab (der zu dieser Zeit noch Finrod heißt). Tolkien präzisierte das später dazu, dass Gil-galad der Sohn von [[Felagund]] sei, dem Sohn von Finarfin. Bei dieser Abstammung blieb es lange, bis nach der Fertigstellung des Manuskripts des &#039;&#039;Herrn der Ringe&#039;&#039;. Ein späterer Zusatz zur &#039;&#039;Quenta Silmarillion&#039;&#039; ist die einzige Stelle, an der ein Name von Gil-galads Mutter genannt wird. Hier wird berichtet, wie Felagund seine Frau Meril und seinen Sohn Gilgalad vor Morgoth in Sicherheit bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann entschied Tolkien jedoch, dass Felagund keine Kinder habe. In einer späteren Ergänzung zum Eintrag für das Jahr 456 des Ersten Zeitalters der &#039;&#039;Grey Annals&#039;&#039;, die 1951 entstanden, machte er Gil-galad zum Sohn [[Fingon]]s, also zu einem Abkömmling von Finwes zweitem Sohn [[Fingolfin]]. Dieses Konzept übernahm Christopher Tolkien später in das von ihm zusammengestellte &#039;&#039;Silmarillion&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vater fand 1965 jedoch eine andere Lösung für das Problem von Gil-galads Abstammung. Er machte ihn in einer Notiz zu Stammbäumen von 1959 erneut zu einem Abkömmling von Finwes drittem Sohn Finarfin. Gil-galad ist nun aber nicht mehr ein Sohn von Felagund, sondern von [[Orodreth (Elb)|Orodreth]], den Tolkien zuvor von einem Bruder Felagunds und [[Angrod]]s zu einem Sohn von Angrod machte. Gil-galads Mutter ist nach diesem Text eine Sinda, deren Name nicht überliefert ist. Außerdem hat Gil-galad mit [[Finduilas aus Nargothrond|Finduilas]] eine Schwester. Dieses Konzept arbeitete Tolkien aber nicht mehr in die Texte des Silmarillions ein. Auch sein Sohn Christopher sah sich außerstande, dies bei der Vorbereitung der Herausgabe des Silmarillions zu tun, äußerte aber später die Ansicht, es wäre besser gewesen, er hätte Gil-galads Abstammung im &#039;&#039;Silmarillion&#039;&#039; im Dunkeln gelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Adaptionen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Peter Jackson]]s Verfilmung des &#039;&#039;Herrn der Ringe&#039;&#039; ist im Prolog des ersten Films, &#039;&#039;[[Der Herr der Ringe: Die Gefährten (Film)|Die Gefährten]]&#039;&#039;, für einige Momente Gil-galad bei der Schlacht des Letzten Bündnisses zu sehen. Die Bedeutung, die Gil-galad bei Tolkien für die Niederwerfung Saurons hat, ist jedoch nicht ersichtlich. Die von [[Mark Ferguson]] gespielte Figur wird nicht im Film selbst, sondern erst im Abspann als Gil-galad identifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Briefe]]&#039;&#039;. Ausgewählt und herausgegeben von Humphrey Carpenter mit der Hilfe von Christopher Tolkien. Übersetzt von Wolfgang Krege. Klett-Cotta, Stuttgart 1991. (Im Original erschienen 1981 unter dem Titel &#039;&#039;Letters of J. R. R. Tolkien&#039;&#039;.)&lt;br /&gt;
* Nr. 131 an Milton Waldman von vermutlich Ende 1951&lt;br /&gt;
* Nr. 211 an Rhona Beare vom 14. Oktober 1958&lt;br /&gt;
* Nr. 347 an Richard Jeffrey vom 17. Dezember 1972&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Der Herr der Ringe]]&#039;&#039;. Übersetzt von Margaret Carroux und Ebba-Margareta von Freymann. Klett-Cotta, Stuttgart 1969/1970. (Im Original erschienen 1954/55 unter dem Titel &#039;&#039;The Lord of the Rings&#039;&#039;.)&lt;br /&gt;
* Erstes Buch&lt;br /&gt;
** Zweites Kapitel: &#039;&#039;Der Schatten der Vergangenheit&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Elftes Kapitel: &#039;&#039;Ein Messer im Dunkeln&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Zweites Buch&lt;br /&gt;
** Zweites Kapitel: &#039;&#039;Der Rat von Elrond&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Anhang B: &#039;&#039;Die Aufzählung der Jahre&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [Karte:] &#039;&#039;Der Westen von Mittelerde&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[The Lost Road and Other Writings]]&#039;&#039;. (The History of Middle-earth, Band V.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. Unwin Hyman, London 1987.&lt;br /&gt;
* Part One: &#039;&#039;The Fall of Númenor and The Lost Road&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** I. &#039;&#039;The Early History of the Work&#039;&#039;, S. 7–10&lt;br /&gt;
** II. &#039;&#039;The Fall of Númenor&#039;&#039;, S. 11–35&lt;br /&gt;
* Part Three: &#039;&#039;The Etymologies&#039;&#039;. [Wurzeln] „GIL-“; „KAL-“; „YÔ, YON-“, S. 358; 362; 400&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Nachrichten aus Mittelerde]]&#039;&#039;. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1983. (Im Original erschienen 1980 unter dem Titel &#039;&#039;Unfinished Tales of Númenor and Middle-earth&#039;&#039;.)&lt;br /&gt;
* Teil Zwei: &#039;&#039;Das Zweite Zeitalter&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** II. &#039;&#039;Aldarion und Erendis: Das Weib des Seefahrers&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** III. &#039;&#039;Die Linie von Elros: Könige von Númenor&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** IV. &#039;&#039;Die Geschichte von Galadriel und Celeborn und von Amroth, König von Lórien&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** &#039;&#039;Über Galadriel und Celeborn&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** Anhang E: &#039;&#039;Die Namen von Celeborn und Galadriel&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[The Peoples of Middle-earth]]&#039;&#039;. (The History of Middle-earth, Band XII.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. HarperCollins, London 1996.&lt;br /&gt;
* Part One: &#039;&#039;The Prologue and Appendices to The Lord of the Rings&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** VI. &#039;&#039;The Tale of Years of the Second Age&#039;&#039;, S. 173&lt;br /&gt;
* Part Two: &#039;&#039;Late Writings&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** X. &#039;&#039;Of Dwarves and Men&#039;&#039;, S. 313; 328 (Anm. 65)&lt;br /&gt;
** XI. &#039;&#039;The Shibboleth of Fëanor&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** &#039;&#039;The names of Finwë’s descendants&#039;&#039;, S. 347–348; 362 (Anm. 37); 364 (Anm. 47)&lt;br /&gt;
*** &#039;&#039;The parentage of Gil-galad&#039;&#039;, S. 349–351&lt;br /&gt;
** XIII. &#039;&#039;Last Writings&#039;&#039;. [Kapitel] &#039;&#039;Glorfindel&#039;&#039;, S. 382; 390 (Anm. 14, 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Pictures by J. R. R. Tolkien]]&#039;&#039;. Vorwort und Anmerkungen von Christopher Tolkien. George Allen &amp;amp; Unwin, London 1979.&lt;br /&gt;
* Nr. 47: &#039;&#039;Heraldic Devices&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[The Return of the Shadow]]&#039;&#039;. (The History of Middle-earth, Band VI.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. Unwin Hyman, London 1988.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;The First Phase&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** IX. &#039;&#039;Trotter and the Journey to Weathertop&#039;&#039;, S. 169&lt;br /&gt;
** X. &#039;&#039;The Attack on Weathertop&#039;&#039;, S. 179&lt;br /&gt;
** XII. &#039;&#039;At Rivendell&#039;&#039;, S. 214–216&lt;br /&gt;
** XIII. &#039;&#039;Queries and Alterations&#039;&#039;, S. 226–227&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;The Second Phase&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** XV. &#039;&#039;Ancient History&#039;&#039;, S. 260–262; 271&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Das Silmarillion]]&#039;&#039;. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Wolfgang Krege. Klett-Cotta, Stuttgart 1978. (Im Original erschienen 1977 unter dem Titel &#039;&#039;The Silmarillion&#039;&#039;.)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Quenta Silmarillion&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** XVIII &#039;&#039;Vom Verderben Beleriands und von Fingolfins Ende&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** XX &#039;&#039;Von der fünften Schlacht: Nirnaeth Arnoediad&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** XXIII &#039;&#039;Von Tuor und dem Fall von Gondolin&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** XXIV &#039;&#039;Von Earendils Fahrt und dem Krieg des Zorns&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Akallabêth&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Von den Ringen der Macht und dem Dritten Zeitalter&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Anhänge&lt;br /&gt;
** [Stammbaum] I. &#039;&#039;Das Haus Finwe und die noldorische Abstammung von Elrond und Elros&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Elemente in Quenya- und Sindarinnamen&#039;&#039;, [Stichworte:] „ar(a)-“; „nár“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[The Treason of Isengard]]&#039;&#039;. (The History of Middle-earth, Band VII.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. Unwin Hyman, London 1989.&lt;br /&gt;
* III. &#039;&#039;The Fourth Phase (2): From Bree to the Ford of Rivendell&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Chapter XI: &#039;&#039;A Knife in the Dark&#039;&#039;, S. 56; 64–65 (Anm. 25)&lt;br /&gt;
* VI. &#039;&#039;The Council of Elrond (1)&#039;&#039;, S. 110–111; 122–127&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[The War of the Jewels]]&#039;&#039;. (The History of Middle-earth, Band XI.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. HarperCollins, London 1994.&lt;br /&gt;
* Part One: &#039;&#039;The Grey Annals&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Â§ 157, S. 56; 126&lt;br /&gt;
** Â§ 233, S. 75&lt;br /&gt;
* Part Two: &#039;&#039;The Later Quenta Silmarillion&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** 15 &#039;&#039;Of the Ruin of Beleriand and the Fall of Fingolfin&#039;&#039;, S. 242–243&lt;br /&gt;
* Part Three: &#039;&#039;The Wanderings of Húrin and Other Writings&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** V. &#039;&#039;The Tale of Years&#039;&#039;, S. 342–356&lt;br /&gt;
* Part Four: &#039;&#039;Quendi and Eldar&#039;&#039;, S. 384&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wayne G. Hammond, Christina Scull: &#039;&#039;[[J. R. R. Tolkien – Der Künstler]]&#039;&#039;. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1996. (Im Original erschienen 1995 unter dem Titel &#039;&#039;J.R.R. Tolkien: Artist &amp;amp; Illustrator&#039;&#039;.)&lt;br /&gt;
* Nr. 190: &#039;&#039;Earendel and Gil-galad&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wayne G. Hammond, Christina Scull: &#039;&#039;[[The Lord of the Rings: A Reader’s Companion]]&#039;&#039;. HarperCollins, London 2005.&lt;br /&gt;
* [Eintrag:] &#039;&#039;80 (I: 89). Gildor Inglorion of the House of Finrod&#039;&#039;, S. 103&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter Jackson et. al.: &#039;&#039;[[Der Herr der Ringe: Die Gefährten (Film)| Die Gefährten]].&#039;&#039; DVD-Video. Warner Home Video 2002. (Im Original erschienen 2002 unter dem Titel &#039;&#039;The Lord of the Rings: The Fellowship of the Ring&#039;&#039;.)&lt;br /&gt;
* 1. [Szene:] &#039;&#039;Prolog: Ein Ring, sie zu knechten ...&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 40. [Szene:] &#039;&#039;Abspann&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.imdb.com/name/nm0272527/ Profil von Mark Ferguson in der Internet Movie Database] &#039;&#039;(englisch; abgerufen am 18. August 2008)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Sequence|list=[[Hoher König der Noldor]]|prev=[[Turgon (Sohn von Fingolfin)|Turgon]]|date=510 [[Erstes Zeitalter|E.Z.]] ([[Jahre der Sonne|J.S.]]) – 3441 [[Zweites Zeitalter|Z.Z.]]|next=—”}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Gilgalad}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elben]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Noldor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hohe Könige der Noldor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Exzellent}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Ereinion Gil-galad]]&lt;br /&gt;
[[fi:Gil-galad]]&lt;br /&gt;
[[fr:encyclo:personnages:elfes:noldor:gil-galad]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xsi</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Gil-galad</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ardapedia.org/w/index.php?title=Gil-galad&amp;diff=89949"/>
		<updated>2011-10-24T07:59:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xsi: /* Erstes Zeitalter */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Ereinion Gil-galad&#039;&#039;&#039; ist im [[Legendarium]] [[J. R. R. Tolkien]]s der letzte Hohe König des Elbenvolks der [[Noldor]] in [[Mittelerde]]. Im [[Zweites Zeitalter|Zweiten Zeitalter]] ist er einer der bedeutendsten Gegner des Dunklen Herrschers [[Sauron]]. Zusammen mit [[Elendil der Lange|Elendil]] führt er das [[Letztes Bündnis|Letzte Bündnis]] von [[Elben]] und [[Menschen]] an, dem es schließlich gelingt, Sauron zu stürzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstes Zeitalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Stammbaum - Gil-galad - Silmarillion.gif|thumb|250px|Vereinfachter Stammbaum Gil-galads nach dem Silmarillion]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Tolkiens Schriften gibt es verschiedene Versionen von Gil-galads Abstammung. Einzelheiten dazu finden sich im Abschnitt „Werkgeschichte“. Im Folgenden soll von der im veröffentlichten &#039;&#039;[[Das Silmarillion|Silmarillion]]&#039;&#039; überlieferten Fassung ausgegangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gil-galad war demnach der Sohn von [[Fingon]], dem ältesten Sohn von [[Fingolfin]]. Dieser wiederum war der ältere Sohn von [[Finwe]], dem [[Hoher König der Noldor|Hohen König der Noldor]] in [[Valinor]], mit dessen zweiter Frau, der [[Vanyar|Vanya]] [[Indis]]. Das Geburtsjahr Gil-galads ist nicht überliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr der Sonne 456 des [[Erstes Zeitalter|Ersten Zeitalters]] fiel Fingolfin, der König der Noldor, in [[Beleriand]] im Zweikampf mit [[Melkor|Morgoth]], dem Dunklen Herrscher des Ersten Zeitalters. Fingon wurde sein Nachfolger und schickte seinen jungen Sohn Gil-galad zu den Häfen an der [[Falas]] im Westen Beleriands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fingon wurde im Jahr 472 in der Schlacht [[Nirnaeth Arnoediad]] getötet. König wurde nun sein Bruder [[Turgon (Sohn von Fingolfin)|Turgon]], der sich nach [[Gondolin]] zurückzog. Morgoth ließ die Häfen angreifen. Einige Überlebende, zu denen auch Gil-galad gehörte, konnten mit [[Círdan]] auf die Insel [[Balar (Insel)|Balar]] fliehen. Círdan unterhielt außerdem einen Stützpunkt auf dem Festland, im Mündungsgebiet des [[Sirion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Beleriand.gif|thumb|400px|Beleriand im Ersten Zeitalter]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Turgon beim Fall Gondolins im Jahr 511 starb, erhielt Gil-galad die Würde des Königs der Noldor in Mittelerde und galt als Hoher König aller Elben des Westens. Nach dem Kampf der Söhne [[Feanor]]s gegen die Elben vom Sirion um 538 schlossen sich ihm die Überlebenden an und folgten ihm auf die Insel Balar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Krieg des Zorns]], der vermutlich etwa von 545 bis 587 geschlagen wurde, wurde Morgoth schließlich um 590 mit Hilfe der [[Valar]] gestürzt, sodass das Ende des Ersten Zeitalters eingeläutet wurde. In Folge dieser gewaltigen Schlacht wurde Beleriand weitestgehend zerstört, es versank größtenteils im [[Belegaer|Meer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweites Zeitalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele der Elben folgten nun dem Aufruf der Valar, nach [[Tol Eressea]] zu kommen, einer großen Insel vor [[Valinor]]. Gil-galad gehörte jedoch zu denjenigen, die in Mittelerde blieben. Im ersten Jahr des Zweiten Zeitalters gründete er das Reich [[Lindon]], das an der Nordwestküste Mittelerdes lag, nördlich und südlich des [[Golf von Lhûn|Golfs von Lhûn]], westlich des Gebirges [[Ered Luin]] – also in dem Gebiet, das im Ersten Zeitalter [[Ossiriand]] genannt wurde. Hier legte er die [[Graue Anfurten|Grauen Anfurten]] an, von wo aus die verbliebenen Elben Mittelerde in Richtung [[Aman]] verlassen konnten. Zu seinem Volk gehörten hauptsächlich Noldor. In [[Harlindon]] jedoch, einem von [[Celeborn (Elb)|Celeborn]] regierten Lehen, lebten vor allem [[Sindar]]. Gil-galads Knappe und Bannerträger zu dieser Zeit war [[Elrond]], ein Sohn [[Earendil der Seefahrer|Earendils]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Sauron, der einst mächtigste Diener Morgoths, erneut an Macht gewann, war Gil-galad dessen bedeutendster Gegner in Mittelerde. Gil-galad hielt Kontakt zu den Menschen, die Mittelerde nach [[Númenor]] verlassen hatten. Diese unterstützten ihn im Kampf gegen Sauron. Eine enge Freundschaft unterhielt er mit [[Tar-Aldarion]], dem sechsten König von Númenor. Dessen Tochter [[Tar-Ancalime]] brach die Beziehungen zu Gil-galad jedoch ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Jahr 1200 des Zweiten Zeitalters versuchte Sauron, unter falschem Namen und in schöner Gestalt, die Elben auf seine Seite zu ziehen. Gil-galad lehnte jeden Kontakt ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Nach einem späten Manuskript über [[Glorfindel]], abgedruckt in &#039;&#039;[[The Peoples of Middle-earth]]&#039;&#039;, empfängt Gil-galad Sauron, geht aber auf dessen Angebot zur Zusammenarbeit nicht ein.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Elben von [[Eregion]] um [[Celebrimbor]] ließen sich allerdings verführen und schmiedeten mit der Hilfe Saurons die [[Ringe der Macht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Krieg gegen Sauron von 1693 bis 1701 des Zweiten Zeitalters schickte Gil-galad Elrond nach Eregion, um die dort lebenden Elben zu unterstützen. Nachdem diese dort zunächst unterlagen, zogen sich die Überlebenden unter Elrond zurück und gründeten 1697 [[Imladris]]. Als Sauron schließlich auch Eriador angriff, konnte ihn Gil-galad mit Hilfe einer von König [[Tar-Minastir]] von Númenor gesandten Flotte besiegen. Es folgte eine lange Zeit des Friedens für den Nordwesten Mittelerdes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sauron war von 3262 bis zum Untergang der Insel im Jahr 3319 als Geisel auf Númenor. Als er zurückkehrte, hatte Gil-galad seine Macht weit ausdehnen können; sie reichte schließlich von der Westküste bis zum [[Düsterwald|Großen Grünwald]], der später Düsterwald genannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elendil der Lange|Elendil]] gehörte zu den wenigen Menschen, die sich vor dem Untergang Númenors retten konnten. Er landete in Lindon und freundete sich mit Gil-galad an, der für ihn die [[Weiße Türme|Weißen Türme]] von [[Emyn Beraid]] errichtete. Im Jahr 3430 des Zweiten Zeitalters schloss Gil-galad zusammen mit Elendil, der inzwischen König der Menschen von [[Arnor]] und [[Gondor]] war, das so genannte [[Letztes Bündnis|Letzte Bündnis]] von Elben und Menschen, um den wieder erstarkten Dunklen Herrscher Sauron zu stürzen. Ihr Heer marschierte nach Süden und traf 3434 vor [[Mordor]] auf der Ebene [[Dagorlad]] auf Saurons Truppen. Das Letzte Bündnis war erfolgreich und drang nach Mordor ein, wo es Saurons Festung [[Barad-dûr]] belagerte. Nach sieben Jahren stellte sich Sauron selbst zum Kampf. Gil-galad und Elendil besiegten Sauron, mussten dabei aber selbst ihr Leben lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin endet das Zweite Zeitalter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Drittes Zeitalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten der Überlebenden aus Gil-galads Volk lebten fortan unter Elrond in Imladris, ein Teil aber auch unter Círdan bei den Grauen Anfurten. Den Titel des Hohen Königs der Noldor trug nach Gil-galad niemand mehr. Da der [[Der Eine Ring|Eine Ring]] Saurons nicht zerstört wurde, konnte der Dunkle Herrscher im [[Drittes Zeitalter|Dritten Zeitalter]] wieder mächtig werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Gil-galads entstand ein Gedicht mit dem Titel &#039;&#039;Gil-galads Untergang&#039;&#039; (im Original &#039;&#039;The Fall of Gil-galad&#039;&#039;), verfasst in einer der Elbensprachen. Der [[Hobbits|Hobbit]] [[Bilbo Beutlin]] hörte es vermutlich in Imladris und übersetzte es in die [[Westron|Gemeinsame Sprache]]. In dieser Form lernte es [[Samweis Gamdschie]] kennen, einer der Begleiter des Ringträgers [[Frodo Beutlin]]. Er zitierte einen Teil des Gedichts auf dem Weg von [[Bree]] zur [[Wetterspitze]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namen und Titel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gil-galad ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gil-galad&#039;&#039; ist der Name dieser Figur schon in sehr frühen Manuskripten Tolkiens, in denen sie erwähnt wird. &#039;&#039;Gil-galad&#039;&#039;, ausgesprochen vermutlich in etwa {{IPA|/ËˆgilgÉ‘lÉ‘d/}}, ist kein Geburtsname, sondern ein später verliehener [[Epesse|Beiname]]. Er ist [[Sindarin]] und wird mit ‚Strahlenstern‘ oder ‚Strahlender Stern‘ übersetzt (im Original mit ‚Star of Radiance‘). Es heißt, Gil-galad werde so genannt, weil seine silbern leuchtende Rüstung schon von weitem erkannt werden könne.&amp;lt;ref&amp;gt;In einem Manuskript zur &#039;&#039;[[Quenta Silmarillion]]&#039;&#039;, abgedruckt in &#039;&#039;[[The War of the Jewels]]&#039;&#039; (S. 242), erklärt Tolkien den Namen dagegen mit den strahlenden Augen Gil-galads.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl was die Bedeutung des Namens als auch was die Schreibweise angeht, gibt es in Tolkiens Schriften mehrere Varianten. Frodo Beutlin übersetzt im &#039;&#039;[[Der Herr der Ringe|Herrn der Ringe]]&#039;&#039; den Namen mit ‚Sternenlicht‘ (im Original mit ‚Starlight‘), ebenso Tolkien in [[Briefe|Brief]] Nr. 211 an Rhona Beare. In Brief Nr. 347 gibt Tolkien die Bedeutung von &#039;&#039;Gil-galad&#039;&#039; mit ‚star of brilliance‘ an, was in der deutschen Übersetzung mit ‚Stern von Leuchten‘ wiedergegeben wird. Tolkien schreibt den Namen manchmal auch ohne Bindestrich – &#039;&#039;Gilgalad&#039;&#039; – beispielsweise in den &#039;&#039;Etymologies&#039;&#039;, in manchen Entwürfen für den &#039;&#039;Herrn der Ringe&#039;&#039; und einigen Briefen, beispielsweise an Milton Waldman.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Element von &#039;&#039;Gil-galad&#039;&#039; ist &#039;&#039;gîl&#039;&#039; ‚Stern‘, von einer Wurzel &#039;&#039;GIL-&#039;&#039; ‚(weiß oder hell) leuchten, glänzen‘, im Original ‚shine (white or pale)‘. Der zweite Bestandteil ist eine Form von &#039;&#039;calad&#039;&#039; ‚Licht‘, von einer Wurzel &#039;&#039;KAL-&#039;&#039; ‚leuchten, glänzen‘, im Original ‚shine‘.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Namen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Beinamen &#039;&#039;Gil-galad&#039;&#039; trägt die Figur in verschiedenen Manuskripten Tolkiens weitere Namen. In den zu Lebzeiten Tolkiens erschienenen Werken wird keiner von ihnen erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Manuskript für &#039;&#039;Aldarion und Erendis&#039;&#039; ist Gil-galads eigentlicher Name zunächst &#039;&#039;Finlachen&#039;&#039;, dann &#039;&#039;Finhenlach&#039;&#039;, und schließlich &#039;&#039;Finellach&#039;&#039;. Die letzte Form erscheint auch im Manuskript für &#039;&#039;Eine Beschreibung der Insel Númenor&#039;&#039;. Beide Texte sind vermutlich um 1960 entstanden. Die Formen sind wohl Sindarin und enthalten vermutlich die Bezeichnungen &#039;&#039;fîn&#039;&#039; ‚Haar‘ und &#039;&#039;lachend&#039;&#039; ‚Noldo‘ (wörtlich ‚flammenäugig‘, im Original ‚flame-eyed‘). In der gedruckten Fassung dieser Texte in den &#039;&#039;[[Nachrichten aus Mittelerde]]&#039;&#039; lässt Herausgeber [[Christopher Tolkien]] den Namen weg oder ersetzt ihn durch &#039;&#039;Ereinion&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tolkien denkt in den &#039;&#039;Grey Annals&#039;&#039; über den Namen &#039;&#039;Findor Gilgalad&#039;&#039; nach. In einer späteren Notiz von 1965&amp;lt;ref&amp;gt;Abgedruckt in &#039;&#039;The Peoples of Middle-earth&#039;&#039; (S. 350).&amp;lt;/ref&amp;gt; sind Gil-galads eigentliche Namen &#039;&#039;Artanáro&#039;&#039; und &#039;&#039;Rodnor&#039;&#039;. Diese beiden sind [[Quenya]] und Sindarin und bedeuten wohl in etwa ‚hohe Flamme‘.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem frühestens 1968 entstandenen Text &#039;&#039;The Shibboleth of Fëanor&#039;&#039; trägt Gil-galad den weiteren Namen &#039;&#039;Ereinion&#039;&#039;, ausgesprochen vermutlich in etwa {{IPA|/É›rËˆeÉªÌ¯nÉªÉ”n/}}. Das ist Sindarin und bedeutet ‚Sprössling der Könige‘ (im Original ‚Scion of Kings‘). Der erste Bestandteil von &#039;&#039;Ereinion&#039;&#039; ist eine Form von &#039;&#039;erain&#039;&#039;, dem Plural von &#039;&#039;aran&#039;&#039; ‚König‘. Der zweite Teil ist die Endung &#039;&#039;-ion&#039;&#039; ‚Sohn‘, von einer gleichbedeutenden Wurzel &#039;&#039;YÔ, YON-&#039;&#039;. Diesen Namen übernimmt Christopher Tolkien in die von ihm zusammengestellten Bücher wie das &#039;&#039;Silmarillion&#039;&#039; und die &#039;&#039;Nachrichten aus Mittelerde&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hoher König ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 510. Jahr der Sonne des Ersten Zeitalters wurde Gil-galad [[Hoher König der Noldor]] in Mittelerde. Da die Noldor in der Hierarchie der Elben Mittelerdes an der Spitze standen, galt er damit gleichzeitig als Hoher König aller Elben des Westens. Diese Position hatte Gil-galad mehr als 3500 Jahre inne, bis zu seinem Tod im Jahr 3441 des Zweiten Zeitalters. Danach trug diesen Titel niemand mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Attribute und Symbole ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ring der Macht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gil-galad trug den Zauberring [[Vilya]], den mächtigsten der drei [[Elbenringe]]. Kurz vor seinem Tod gab er ihn an seinen Herold Elrond weiter. In einem Konzept Tolkiens findet diese Übergabe schon etwa 1700 Jahre früher statt, nach dem ersten Sieg über Sauron. Dafür behält Gil-galad in diesem Text den Ring [[Narya]], bis er sich als Anführer des Letzten Bündnisses auf den Weg nach Mordor macht. Erst dann gibt er ihn an Círdan weiter, während in anderen Schriften Tolkiens, etwa der &#039;&#039;Aufzählung der Jahre&#039;&#039; im &#039;&#039;Herrn der Ringe&#039;&#039;, Círdan den Ring von Anfang an trägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gil-galads Wappen bestand aus weißen Sternen auf blauem Hintergrund. In &#039;&#039;[[Pictures by J. R. R. Tolkien]]&#039;&#039; ist eine von Tolkien gefertigte Zeichnung des Symbols abgedruckt. Hier besteht es aus zwölf weißen Sternen in einem blauen, auf der Spitze stehenden Quadrat. Im Zentrum stehen vier fünfstrahlige Sterne, in den Ecken je ein vierstrahliger Stern, und zwischen diesen je ein sechsstrahliger Stern. Jeweils ein Strahl der vierstrahligen Sterne ist länger als die anderen, dieser zeigt in Richtung der Ecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &#039;&#039;[[J. R. R. Tolkien – Der Künstler]]&#039;&#039; ist diese Zeichnung ebenfalls abgedruckt, daneben eine weitere Fassung, die der ersten sehr ähnlich sieht. Der lange Strahl der vierstrahligen Sterne zeigt hier nicht in die Ecke, sondern nach unten. Außerdem befinden sich zwischen den vier- und sechsstrahligen Sterne insgesamt sechs kleine weiße Kreise.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Zeichnungen hat Tolkien auf einem an ihn adressierten Briefumschlag mit Poststempel vom 13. Dezember 1960 angefertigt, zusammen mit einem Symbol für Earendil.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Waffe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gil-galads bekannteste Waffe war der Speer [[Aeglos (Speer)|Aiglos]], manchmal auch in der Form &#039;&#039;Aeglos&#039;&#039; überliefert. Elrond berichtete beim Rat in Bruchtal im Jahr 3018 des Dritten Zeitalters, dem Speer von Gil-galad und dem Schwert von Elendil habe bei der Schlacht des Letzten Bündnisses niemand widerstehen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werkgeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Konzept des Elbenführers, der mit den Menschen ein Letztes Bündnis eingeht, um den Dunklen Herrscher zu besiegen, entstand vermutlich um 1936/37 im Rahmen der Arbeit an der Zeitreisegeschichte &#039;&#039;The Lost Road&#039;&#039;. Tolkien entwickelte die Geschichte vom Untergang der Insel Númenor im Zweiten Zeitalter und schrieb mehrere Fassungen des Textes &#039;&#039;The Fall of Númenor&#039;&#039;, dem ersten Vorläufer der &#039;&#039;Akallabêth&#039;&#039;. In der ersten Version kämpfen Elrond und Amroth als Anführer der Elben und Menschen von Beleriand gegen den Dunklen Herrscher Thû. In der zweiten Fassung wurde Elrond zum König der Menschen von Númenor, die Rolle des Elbenkönigs übernimmt jetzt Gil-galad. Dieser schließt mit dem Menschenkönig Elendil das Letzte Bündnis, um Sauron in dessen Land Mordor anzugreifen. Gil-galad und Elendil gelingt es, Sauron niederzuwerfen, und beide kommen dabei um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tolkien machte sich dann daran, einen Nachfolger für den &#039;&#039;[[Der Hobbit|Hobbit]]&#039;&#039; zu schreiben. Schon in frühen Manuskripten für den &#039;&#039;Herrn der Ringe&#039;&#039; nahm er Bezug auf die Geschichte von Gil-galad und Elendil und entwickelte sie weiter. Trotter, der Vorläufer von [[Aragorn II.|Streicher]], erwähnt das Letzte Bündnis, als er mit Bingo, dem Vorläufer von Frodo, und den anderen auf dem Weg zur Wetterspitze ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Im veröffentlichten &#039;&#039;Herrn der Ringe&#039;&#039; im Kapitel &#039;&#039;Ein Messer im Dunkeln&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gedicht über Gil-galad existierte jedoch noch nicht. Es entstand erst 1939, während der von Christopher Tolkien so genannten vierten Phase der Arbeit Tolkiens am &#039;&#039;Herrn der Ringe&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ausführlichere Fassung der Geschichte vom Letzten Bündnis gab Tolkien als Erzählung von Elrond, die Bingo/Frodo in Bruchtal hört.&amp;lt;ref&amp;gt;Im veröffentlichten &#039;&#039;Herrn der Ringe&#039;&#039; ist sie in überarbeiteter Form ein Bestandteil von Elronds Bericht beim Rat von Bruchtal.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Rolle des ersten Königs von Númenor hat jetzt Elronds Bruder [[Elros]] inne, Elrond wird zum Berater Gil-galads. Im Laufe der Arbeit am &#039;&#039;Herrn der Ringe&#039;&#039; entwickelte Tolkien die Geschichte weiter, beispielsweise im Kapitel &#039;&#039;Ancient History&#039;&#039;, dem Vorläufer von &#039;&#039;Der Schatten der Vergangenheit&#039;&#039; und in den Anhängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den ersten Versuch, Gil-galad in die Erzählungen vom Ersten Zeitalter einzufügen, unternahm Tolkien mit einem Zusatz zur &#039;&#039;Quenta Silmarillion&#039;&#039;. Aufgrund seines niedrigen Alters spielt Gil-galad im Ersten Zeitalter aber keine große Rolle, er wird lediglich an einigen Stellen kurz erwähnt, beispielsweise als sein Vater stirbt und sein Onkel König wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abstammung ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Stammbaum - Gil-galad - Silmarillion - Version 2.gif|thumb|400px|Abstammung Gil-galads nach dem Silmarillion]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Stammbaum - Gil-galad - PM.gif|thumb|250px|Letztes Konzept der Abstammung Gil-galads]]&lt;br /&gt;
Im Laufe der Zeit hat Tolkien mehrfach mit unterschiedlichen Konzepten von Gil-galads Abstammung experimentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gil-galad ist im frühesten Text, &#039;&#039;The Fall of Númenor&#039;&#039;, ein Abkömmling von [[Feanor]], dem ersten Sohn von [[Finwe]]. Genaueres über seine Abstammung wird hier nicht gesagt. Auch in einem frühen Manuskript des &#039;&#039;Herrn der Ringe&#039;&#039;, einer Unterhaltung von Bingo/Frodo mit Elrond, ist Gil-galad ein Abkömmling Feanors.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Arbeit am &#039;&#039;Herrn der Ringe&#039;&#039; nahm Tolkien einige Änderungen an &#039;&#039;The Fall of Númenor&#039;&#039; vor. Gil-galad stammt demnach von Finwes drittem Sohn [[Finarfin]] ab (der zu dieser Zeit noch Finrod heißt). Tolkien präzisierte das später dazu, dass Gil-galad der Sohn von [[Felagund]] sei, dem Sohn von Finarfin. Bei dieser Abstammung blieb es lange, bis nach der Fertigstellung des Manuskripts des &#039;&#039;Herrn der Ringe&#039;&#039;. Ein späterer Zusatz zur &#039;&#039;Quenta Silmarillion&#039;&#039; ist die einzige Stelle, an der ein Name von Gil-galads Mutter genannt wird. Hier wird berichtet, wie Felagund seine Frau Meril und seinen Sohn Gilgalad vor Morgoth in Sicherheit bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann entschied Tolkien jedoch, dass Felagund keine Kinder habe. In einer späteren Ergänzung zum Eintrag für das Jahr 456 des Ersten Zeitalters der &#039;&#039;Grey Annals&#039;&#039;, die 1951 entstanden, machte er Gil-galad zum Sohn [[Fingon]]s, also zu einem Abkömmling von Finwes zweitem Sohn [[Fingolfin]]. Dieses Konzept übernahm Christopher Tolkien später in das von ihm zusammengestellte &#039;&#039;Silmarillion&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vater fand 1965 jedoch eine andere Lösung für das Problem von Gil-galads Abstammung. Er machte ihn in einer Notiz zu Stammbäumen von 1959 erneut zu einem Abkömmling von Finwes drittem Sohn Finarfin. Gil-galad ist nun aber nicht mehr ein Sohn von Felagund, sondern von [[Orodreth (Elb)|Orodreth]], den Tolkien zuvor von einem Bruder Felagunds und [[Angrod]]s zu einem Sohn von Angrod machte. Gil-galads Mutter ist nach diesem Text eine Sinda, deren Name nicht überliefert ist. Außerdem hat Gil-galad mit [[Finduilas aus Nargothrond|Finduilas]] eine Schwester. Dieses Konzept arbeitete Tolkien aber nicht mehr in die Texte des Silmarillions ein. Auch sein Sohn Christopher sah sich außerstande, dies bei der Vorbereitung der Herausgabe des Silmarillions zu tun, äußerte aber später die Ansicht, es wäre besser gewesen, er hätte Gil-galads Abstammung im &#039;&#039;Silmarillion&#039;&#039; im Dunkeln gelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Adaptionen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Peter Jackson]]s Verfilmung des &#039;&#039;Herrn der Ringe&#039;&#039; ist im Prolog des ersten Films, &#039;&#039;[[Der Herr der Ringe: Die Gefährten (Film)|Die Gefährten]]&#039;&#039;, für einige Momente Gil-galad bei der Schlacht des Letzten Bündnisses zu sehen. Die Bedeutung, die Gil-galad bei Tolkien für die Niederwerfung Saurons hat, ist jedoch nicht ersichtlich. Die von [[Mark Ferguson]] gespielte Figur wird nicht im Film selbst, sondern erst im Abspann als Gil-galad identifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Briefe]]&#039;&#039;. Ausgewählt und herausgegeben von Humphrey Carpenter mit der Hilfe von Christopher Tolkien. Übersetzt von Wolfgang Krege. Klett-Cotta, Stuttgart 1991. (Im Original erschienen 1981 unter dem Titel &#039;&#039;Letters of J. R. R. Tolkien&#039;&#039;.)&lt;br /&gt;
* Nr. 131 an Milton Waldman von vermutlich Ende 1951&lt;br /&gt;
* Nr. 211 an Rhona Beare vom 14. Oktober 1958&lt;br /&gt;
* Nr. 347 an Richard Jeffrey vom 17. Dezember 1972&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Der Herr der Ringe]]&#039;&#039;. Übersetzt von Margaret Carroux und Ebba-Margareta von Freymann. Klett-Cotta, Stuttgart 1969/1970. (Im Original erschienen 1954/55 unter dem Titel &#039;&#039;The Lord of the Rings&#039;&#039;.)&lt;br /&gt;
* Erstes Buch&lt;br /&gt;
** Zweites Kapitel: &#039;&#039;Der Schatten der Vergangenheit&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Elftes Kapitel: &#039;&#039;Ein Messer im Dunkeln&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Zweites Buch&lt;br /&gt;
** Zweites Kapitel: &#039;&#039;Der Rat von Elrond&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Anhang B: &#039;&#039;Die Aufzählung der Jahre&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [Karte:] &#039;&#039;Der Westen von Mittelerde&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[The Lost Road and Other Writings]]&#039;&#039;. (The History of Middle-earth, Band V.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. Unwin Hyman, London 1987.&lt;br /&gt;
* Part One: &#039;&#039;The Fall of Númenor and The Lost Road&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** I. &#039;&#039;The Early History of the Work&#039;&#039;, S. 7–10&lt;br /&gt;
** II. &#039;&#039;The Fall of Númenor&#039;&#039;, S. 11–35&lt;br /&gt;
* Part Three: &#039;&#039;The Etymologies&#039;&#039;. [Wurzeln] „GIL-“; „KAL-“; „YÔ, YON-“, S. 358; 362; 400&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Nachrichten aus Mittelerde]]&#039;&#039;. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1983. (Im Original erschienen 1980 unter dem Titel &#039;&#039;Unfinished Tales of Númenor and Middle-earth&#039;&#039;.)&lt;br /&gt;
* Teil Zwei: &#039;&#039;Das Zweite Zeitalter&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** II. &#039;&#039;Aldarion und Erendis: Das Weib des Seefahrers&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** III. &#039;&#039;Die Linie von Elros: Könige von Númenor&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** IV. &#039;&#039;Die Geschichte von Galadriel und Celeborn und von Amroth, König von Lórien&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** &#039;&#039;Über Galadriel und Celeborn&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** Anhang E: &#039;&#039;Die Namen von Celeborn und Galadriel&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[The Peoples of Middle-earth]]&#039;&#039;. (The History of Middle-earth, Band XII.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. HarperCollins, London 1996.&lt;br /&gt;
* Part One: &#039;&#039;The Prologue and Appendices to The Lord of the Rings&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** VI. &#039;&#039;The Tale of Years of the Second Age&#039;&#039;, S. 173&lt;br /&gt;
* Part Two: &#039;&#039;Late Writings&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** X. &#039;&#039;Of Dwarves and Men&#039;&#039;, S. 313; 328 (Anm. 65)&lt;br /&gt;
** XI. &#039;&#039;The Shibboleth of Fëanor&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** &#039;&#039;The names of Finwë’s descendants&#039;&#039;, S. 347–348; 362 (Anm. 37); 364 (Anm. 47)&lt;br /&gt;
*** &#039;&#039;The parentage of Gil-galad&#039;&#039;, S. 349–351&lt;br /&gt;
** XIII. &#039;&#039;Last Writings&#039;&#039;. [Kapitel] &#039;&#039;Glorfindel&#039;&#039;, S. 382; 390 (Anm. 14, 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Pictures by J. R. R. Tolkien]]&#039;&#039;. Vorwort und Anmerkungen von Christopher Tolkien. George Allen &amp;amp; Unwin, London 1979.&lt;br /&gt;
* Nr. 47: &#039;&#039;Heraldic Devices&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[The Return of the Shadow]]&#039;&#039;. (The History of Middle-earth, Band VI.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. Unwin Hyman, London 1988.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;The First Phase&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** IX. &#039;&#039;Trotter and the Journey to Weathertop&#039;&#039;, S. 169&lt;br /&gt;
** X. &#039;&#039;The Attack on Weathertop&#039;&#039;, S. 179&lt;br /&gt;
** XII. &#039;&#039;At Rivendell&#039;&#039;, S. 214–216&lt;br /&gt;
** XIII. &#039;&#039;Queries and Alterations&#039;&#039;, S. 226–227&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;The Second Phase&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** XV. &#039;&#039;Ancient History&#039;&#039;, S. 260–262; 271&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Das Silmarillion]]&#039;&#039;. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Wolfgang Krege. Klett-Cotta, Stuttgart 1978. (Im Original erschienen 1977 unter dem Titel &#039;&#039;The Silmarillion&#039;&#039;.)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Quenta Silmarillion&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** XVIII &#039;&#039;Vom Verderben Beleriands und von Fingolfins Ende&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** XX &#039;&#039;Von der fünften Schlacht: Nirnaeth Arnoediad&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** XXIII &#039;&#039;Von Tuor und dem Fall von Gondolin&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** XXIV &#039;&#039;Von Earendils Fahrt und dem Krieg des Zorns&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Akallabêth&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Von den Ringen der Macht und dem Dritten Zeitalter&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Anhänge&lt;br /&gt;
** [Stammbaum] I. &#039;&#039;Das Haus Finwe und die noldorische Abstammung von Elrond und Elros&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Elemente in Quenya- und Sindarinnamen&#039;&#039;, [Stichworte:] „ar(a)-“; „nár“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[The Treason of Isengard]]&#039;&#039;. (The History of Middle-earth, Band VII.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. Unwin Hyman, London 1989.&lt;br /&gt;
* III. &#039;&#039;The Fourth Phase (2): From Bree to the Ford of Rivendell&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Chapter XI: &#039;&#039;A Knife in the Dark&#039;&#039;, S. 56; 64–65 (Anm. 25)&lt;br /&gt;
* VI. &#039;&#039;The Council of Elrond (1)&#039;&#039;, S. 110–111; 122–127&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[The War of the Jewels]]&#039;&#039;. (The History of Middle-earth, Band XI.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. HarperCollins, London 1994.&lt;br /&gt;
* Part One: &#039;&#039;The Grey Annals&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Â§ 157, S. 56; 126&lt;br /&gt;
** Â§ 233, S. 75&lt;br /&gt;
* Part Two: &#039;&#039;The Later Quenta Silmarillion&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** 15 &#039;&#039;Of the Ruin of Beleriand and the Fall of Fingolfin&#039;&#039;, S. 242–243&lt;br /&gt;
* Part Three: &#039;&#039;The Wanderings of Húrin and Other Writings&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** V. &#039;&#039;The Tale of Years&#039;&#039;, S. 342–356&lt;br /&gt;
* Part Four: &#039;&#039;Quendi and Eldar&#039;&#039;, S. 384&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wayne G. Hammond, Christina Scull: &#039;&#039;[[J. R. R. Tolkien – Der Künstler]]&#039;&#039;. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1996. (Im Original erschienen 1995 unter dem Titel &#039;&#039;J.R.R. Tolkien: Artist &amp;amp; Illustrator&#039;&#039;.)&lt;br /&gt;
* Nr. 190: &#039;&#039;Earendel and Gil-galad&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wayne G. Hammond, Christina Scull: &#039;&#039;[[The Lord of the Rings: A Reader’s Companion]]&#039;&#039;. HarperCollins, London 2005.&lt;br /&gt;
* [Eintrag:] &#039;&#039;80 (I: 89). Gildor Inglorion of the House of Finrod&#039;&#039;, S. 103&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter Jackson et. al.: &#039;&#039;[[Der Herr der Ringe: Die Gefährten (Film)| Die Gefährten]].&#039;&#039; DVD-Video. Warner Home Video 2002. (Im Original erschienen 2002 unter dem Titel &#039;&#039;The Lord of the Rings: The Fellowship of the Ring&#039;&#039;.)&lt;br /&gt;
* 1. [Szene:] &#039;&#039;Prolog: Ein Ring, sie zu knechten ...&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 40. [Szene:] &#039;&#039;Abspann&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.imdb.com/name/nm0272527/ Profil von Mark Ferguson in der Internet Movie Database] &#039;&#039;(englisch; abgerufen am 18. August 2008)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Sequence|list=[[Hoher König der Noldor]]|prev=[[Turgon (Sohn von Fingolfin)|Turgon]]|date=510 [[Erstes Zeitalter|E.Z.]] ([[Jahre der Sonne|J.S.]]) – 3441 [[Zweites Zeitalter|Z.Z.]]|next=—”}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Gilgalad}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elben]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Noldor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hohe Könige der Noldor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Exzellent}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Ereinion Gil-galad]]&lt;br /&gt;
[[fi:Gil-galad]]&lt;br /&gt;
[[fr:encyclo:personnages:elfes:noldor:gil-galad]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xsi</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ardapedia.org/w/index.php?title=Noldor&amp;diff=89940</id>
		<title>Noldor</title>
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		<updated>2011-10-22T11:17:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xsi: /* Beschreibung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigationsleiste Elben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Noldor&#039;&#039;&#039; (Singular &#039;&#039;Noldo&#039;&#039;) übersetzt für &#039;&#039;Gelehrte&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Volk ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elben]], [[Tatyar]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Noldor waren die zweite Gruppe der Elben, die von [[Cuiviénen]] nach Westen zog. Ihr Anführer war [[Finwe]]. Sie waren wie die [[Vanyar]] hochgewachsen und schlank, aber doch kräftiger und sehniger als diese. Ihr Haar war dunkelbraun bis schwarz, ihre Augen grau. Einige unter ihnen - so wie [[Maedhros]] - hatten auch kupferfarbenes Haar. Die einzigen Noldor, welche goldenes Haar hatten, waren die von der Sippe [[Finarfin]]s und [[Fingolfin]]s. Alle Noldor besaßen elfenbeinfarbene Haut. Ihre Muttersprache war [[Quenya]]. In [[Aman]] sprachen sie den Hoch-Eldarin Dialekt des Quenya, während die in [[Mittelerde]] lebenden Noldor den Exil-Noldorin Dialekt benutzten.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Noldor lebten anfangs, zusammen mit den Vanyar, in [[Tirion]], auf dem [[Túna]] im [[Calacirya]], doch die Vanyar zogen später fort nach [[Valmar]], um zu Füßen der [[Valar]] zu leben. Die Noldor waren die kunstfertigsten aller [[Elben]], vor allem  die Silmarilli, Werke [[Feanor]]s, sind als besonders wichtig einzustufen, doch schmiedete Feanor auch als erster Waffen im Segensreich. Der einzige Elb, der kein Noldo war, aber eine mit den Noldor vergleichbare Leistungsstufe erreichte, war [[Eol]]  der [[Dunkelelb]], der [[Anglachel]] und [[Anguirel]] schuf. [[Anglachel]] trugen später unter Anderen [[Túrin Turambar]] und [[Beleg Cúthalion]]. Es sei jedoch angemerkt, dass Eol in späteren Versionen einer der [[Avari]] ist und somit auch von den Tatyar abstammt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Noldor werden als das zweitedelste der Elbenvölker bezeichnet. Die Noldor zogen auf der Großen Wanderung nach Aman, wo sie ihre Stadt [[Tirion]] auf dem Túna im Calacirya erbauten. Ihr König war [[Finwe]]. Die Noldor waren geschickte Handwerker und erschufen viele wunderschöne Dinge, doch am geschicktesten von ihnen war [[Feanor]], Finwes ältester Sohn, der das Schicksal der Noldor wie kein anderer bestimmen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach der Geburt Feanors verstarb seine Mutter [[Míriel Serinde|Míriel]]. Finwe heiratete später [[Indis]] vom Volk der Vanyar, was genaugenommen gegen das Gesetz Amans war. Feanor war kein Freund von Indis und ihren und Finwes Söhnen, seinen Halbbrüdern [[Fingolfin]] und Finarfin. Auch Feanors Söhne teilten diese Abneigung. Als Morgoth nach seiner Drei Alter dauernden Gefangenschaft freigelassen wurde, nutzte er geschickt diesen Unfrieden in Finwes Haus zu seinen Zwecken. Den Einflüsterungen Morgoths Glauben schenkend, seine Halbbrüder wollten ihm seine Stellung streitig machen, schmiedete Feanor als erster Waffen im Segensreich. Seine Halbbrüder taten ihm gleich, doch dachte jeder, er hätte als einziger Morgoths Warnung erhalten.&lt;br /&gt;
Als Morgoth schließlich sein wahres Gesicht zeigte, mit Hilfe [[Ungoliant]]s die [[Zwei Bäume]] zerstörte, die Silmaril raubte und Finwe erschlug, schworen Feanor und seine sieben Söhne einen furchtbaren [[Eid Feanors|Eid]], Morgoth zu jagen, die Silmaril wiederzugewinnen und Finwes Tod zu rächen. Feanor wiegelte die Noldor zur Rebellion gegen die Valar auf und sie beschlossen Tirion zu verlassen und Morgoth nach Mittelerde zu verfolgen. Um das Meer zu überqueren, plante Feanor die [[Teleri]] zu überreden ihnen zu folgen, denn diese besaßen Schiffe. Die Teleri jedoch wollten Feanor in seinem blinden Zorn nicht folgen. Feanor beschloss nun, die Schiffe mit Gewalt zu nehmen. Auf Grund der Gegenwehr der Teleri kam es zum [[Sippenmord von Alqualonde]], und das erste Mal kämpften Elben gegen Elben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Noldo2.jpg|thumb|320px|Ein Krieger der Feanorer in Weiß und Gold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Noldor eroberten schließlich die Schiffe von den nur leicht gerüsteten Teleri und setzten ihren Weg nach Norden entlang der Küste Amans fort. Die Valar indes, die zwar den Rachefeldzug nicht gut hießen, aber auch nicht verhindern wollten, hatten infolge des Sippenmordes einen Bann über die Noldor verhängt. Als die Noldor [[Araman]] passierten wurde ihnen die Entscheidung als [[Spruch der Noldor]], auch bekannt als Prophezeiung des Nordens, durch [[Mandos (Person)|Mandos]] bekannt gegeben. Finarfin, der am Sippenmord nicht beteiligt war, kehrte daraufhin mit einigen Noldor zurück und erlangte die Gnade der Valar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feanor lachte nur über den Fluch und setzte sein Gefolge über das Meer und landete in [[Drengist]] wo er in seinem Wahn die Schiffe verbrennen ließ, seinen Halbbruder Fingolfin in Araman zurücklassend.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dies spaltete die Noldor in 3 Stämme:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der erste Stamm bestand aus den &#039;&#039;&#039;Feanorim&#039;&#039;&#039;, den Gefolgsleute [[Feanor]]s und seiner Söhne, die am Sippenmord den größten Anteil hatten. Diese Noldor waren von den [[Valar]] verbannt worden und durften Aman nicht mehr betreten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der zweite Stamm waren die Gefolgsleute [[Fingolfin]]s, Feanors Halbbruder, die über die [[Helcaraxe]] nach Mittelerde zurückkehrten. Sie brachen auf, weil sie nichts mehr in Aman hielt, nachdem das Licht der [[Zwei Bäume]] erloschen war. Dieser Stamm begab sich freiwillig ins Exil, und den meisten von ihnen, bis auf einige der Anführer, war die Rückkehr nach Aman nicht versagt, obwohl die meisten aus Stolz eine Rückkehr dorthin ablehnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der dritte Stamm war der der Gefolgsleute [[Finarfin]]s, des Bruders Fingolfins und Halbbruders Feanors. Sie bereuten die Taten ihrer Brüder und blieben bis zum [[Krieg des Zorns]] in Aman zurück, in dem ihr gewaltiges Heer auf der Seite der Valar gegen Morgoths [[Valarindi|Uvanimor]] kämpfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgoth hatte zur Zeit der Rückkehr der Noldor [[Angband]] schon befestigt und Heere aufgestellt und in der ersten großen Schlacht von [[Beleriand]], der [[Dagor-nuin-Giliath]] wurde Feanor von [[Balrog]]s erschlagen. Fingolfins Volk, verlassen in Araman, gelang die Tat, die [[Helcaraxe]] unter großen Verlusten zu überqueren, so dass die Zahl der Noldor bedeutend zunahm. In den folgenden Kriegen gelang es den Noldor für 400 Jahre Angband zu belagern, und ihre Reiche blühten auf. Zu dieser Zeit entstand eine enge freundschaftliche Beziehung zu einigen [[Menschen]]völkern, den [[Edain]]. Doch nach der verheerenden Niederlage in der [[Dagor Bragollach]] wurden die Reiche der Noldor eines nach dem anderen von Morgoth zerstört. Ein Großteil der Noldor starb. Von Feanors sieben Söhnen überlebte nur [[Maglor]] das Ende des [[Erstes Zeitalter|E.Z.]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In späterer Zeit war der einzige lebende Nachkomme Feanors [[Celebrimbor]]. Er und [[Galadriel]] waren die einzigen der Noldor, die vom Hochkönig [[Finwe]] abstammten, die noch in Aman geboren waren, und das E.Z. überlebten. Ein weiterer Nachfahre war [[Gil-galad]], der jedoch bereits in Mittelerde geboren worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweites Zeitalter|Zweiten Zeitalter]] blieben die Noldor eine bedeutende Macht in Mittelerde, auch wenn viele nach Aman zurückgekehrt waren, doch hatten sie sich sehr mit ihren Brüdern, den [[Sindar]] vermischt. Als einziges Noldorreich entstand [[Eregion]], wo einige Noldorschmiede unter Celebrimbor mit [[Sauron]]s Hilfe die [[Ringe der Macht]] herstellten. Im Krieg gegen Sauron wurde Eregion zerstört und viele Noldor getötet, doch [[Lindon]], das Königreich [[Gil-galad]]s hielt stand. Im Krieg des [[Das Letzte Bündnis|Letzten Bündnisses]] errangen die Elben zwar den Sieg, doch litten sowohl Noldor als auch Sindar unter schweren Verlusten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Drittes Zeitalter|Dritten Zeitalter]], als sich Saurons Schatten auf den [[Düsterwald]] legte und seine Macht wieder zunahm, flohen viele Elben beider Völker aus Mittelerde. Im späteren Dritten Zeitalter nahmen die Elben nur noch an wenigen Kriegen Teil, unterstützten insbesondere das Königreich der [[Dúnedain]], [[Arnor]], im Kampf gegen den [[Fürst der Nazgûl|Hexenkönig von Angmar]]. Gegen Ende des Zeitalters waren sie zu einer eher beratenden Macht im Hintergrund geworden, insbesondere im [[Weißer Rat|Weißen Rat]]. Nach Saurons Ende durch die Zerstörung des [[Der Eine Ring|Einen Ringes]] und dem damit einhergehenden Machtverlust der [[Elbenringe]], verließen auch die letzten Noldor, unter ihnen [[Elrond]] und [[Galadriel]], Mittelerde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Aule]] wurde als &#039;&#039;&amp;quot;Freund der Noldor&amp;quot;&#039;&#039; bezeichnet, denn durch ihn erlernten sie ihre Kunstfertigkeit.&lt;br /&gt;
* Die Noldor waren die ersten, die [[Gemmen]] schnitzten.&lt;br /&gt;
* In [[Sindarin]] wurden sie &#039;&#039;&#039;Golodh&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;&amp;quot;die Weisen&amp;quot;&#039;&#039;) oder Golodhrim (&#039;&#039;&amp;quot;Volk der Weisen&amp;quot;&#039;&#039;) genannt.&lt;br /&gt;
* Die Orks des [[Erstes Zeitalter|Ersten Zeitalters]] nannten sie auch &#039;&#039;&#039;Golug&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Im [[Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 1|Buch der Verschollenen Geschichten Teil 1]] werden die Noldor noch Gnome und Noldoli genannt (vgl. S.79f.).&lt;br /&gt;
* In der Erweiterung des PC-Spiels [[Die Schlacht um Mittelerde]] II kann man im Volk der Elben die dort sogenannten &amp;quot;Noldor Krieger&amp;quot; erschaffen, welche mit dem Schwert oder mit dem Bogen kämpfen (Quelle: Die Schlacht um Mittelerde II: Aufstieg des Hexenkönigs).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Externe Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://gernot-katzers-spice-pages.com/tolkien/edain.pdf Stammbaum der Eldar und Atani]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Quellen}}&lt;br /&gt;
* [[J. R. R. Tolkien]]: &#039;&#039;[[Das Silmarillion]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
** Quenta Silmarillion,&lt;br /&gt;
*** I &#039;&#039;Vom Anbeginn der Tage&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** III &#039;&#039;Vom Erwachen der Elben und von Melkors Gefangenschaft&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elben]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Noldor| ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Noldor]]&lt;br /&gt;
[[fa:Ù†ÙˆÙ„Ø¯ÙˆØ±]]&lt;br /&gt;
[[fr:encyclo/peuples/elfes/noldor]]&lt;br /&gt;
[[fi:Noldor]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xsi</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ardapedia.org/w/index.php?title=Hoher_K%C3%B6nig_der_Noldor&amp;diff=89939</id>
		<title>Hoher König der Noldor</title>
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		<updated>2011-10-22T11:14:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xsi: /* Fingolfin */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Würde des &#039;&#039;&#039;Hohen Königs der Noldor&#039;&#039;&#039; ist in den Werken [[J. R. R. Tolkien]]s einer der höchsten [[Elben|elbischen]] Ränge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rang des &#039;&#039;&#039;Hohen Königs der [[Noldor]]&#039;&#039;&#039; wurde von [[Finwe]] und seinen Erben getragen. Die Machtfülle, die diesem Rang innewohnte, schwankte erheblich. So waren wohl nur unter Finwë selbst alle Noldor unter einem Herrscher vereint. Später teilte sich die Macht mit der Aufspaltung der Noldor immer weiter. Vermutlich wurde der Titel immer an den ältesten lebenden Sohn des vorherigen Königs weitergeben. [[Fingolfin]] erhielt den Titel von [[Maedhros]], als Dank für seine Rettung von [[Thangorodrim]]. Nach dem Tod [[Gil-galad]]s erhielt kein Elb mehr diesen Titel, da dieser keine Söhne hatte. [[Elrond]] oder auch [[Galadriel]] hätten als nächste Verwandte Anspruch auf diesen Titel erheben können. Der Titel wanderte mit den Noldor zurück nach Mittelerde und wird nicht für [[Finarfin]] genutzt, der die verbleibenden Noldor in [[Aman]] regiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liste der Könige ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Finwe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Finwe]]&#039;&#039;&#039; regierte die Noldor seit er sie vom See [[Cuiviénen]] nach Aman führte. Er erhielt den Titel aber wohl erst, als sich die Noldor in [[Valinor]] niederließen. Er behielt den Titel, bis er von [[Melkor]] erschlagen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fëanor ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Fëanor]]&#039;&#039;&#039; hatte nur in der Zeit nach der Zerstörung der [[Zwei Bäume]] bis in das Jahre 1 des [[Erstes Zeitalter|Ersten Zeitalters der Sonne]] die Herrschaft über die [[Noldor]], auch wenn er diese nutzte wie kein anderer. Er führte seine Sippe zurück nach [[Mittelerde]] um Rache an Melkor zu nehmen. Dieses Ziel verfolgte er ohne Rücksicht auf Verluste. Siehe auch [[Fluch der Noldor]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maedhros ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Maedhros]]&#039;&#039;&#039; erhob als ältester Sohn Feanors nach dessen Tod in der [[Dagor-nuin-Giliath]] berechtigterweise Anspruch auf den Titel. Ob er ihn erhielt wird aus dem [[Silmarillion]] nicht vollständig klar. Nach seiner Befreiung von den [[Thangorodrim]] durch Fingolfins Sohn [[Fingon]] sprach er zu Fingolfin:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Denn Maedhros bat um Verzeihung für die Flucht aus Aman, indem er zu Fingolfin sagte: &amp;quot;Wenn kein Streit zwischen uns ist, Herr, so ist die Königswürde rechtens dein, denn der Älteste hier bist du aus Finwes Haus und nicht der Geringste an Weisheit.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Silmarillion: Kapitel XIII &amp;quot;Von der Rückkehr der Noldor&amp;quot;, S. 148&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fingolfin ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Fingolfin]]&#039;&#039;&#039;, zweiter Sohn von Finwe. Er wurde trotz des eigentlichen Hasses von den Söhnen seines Halbbruders Fëanor als König anerkannt, um eine stärkere Spaltung der Noldor zu vermeiden. Er hatte nämlich den Großteil der Noldor über die  [[Helcaraxe]] geführt, während Fëanor mit einer kleineren Gruppe per Schiff nach [[Mittelerde]] gelangten. Er starb im Jahre 455 [[Erstes Zeitalter|E.Z. (JS)]] im Zweikampf mit [[Morgoth]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fingon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Fingolfins Tod übernahm sein Sohn &#039;&#039;&#039;[[Fingon]]&#039;&#039;&#039; die Herrschaft. Doch sie war nur von kurzer Dauer, da er im Jahre 473 [[Erstes Zeitalter|E.Z. (JS)]] von [[Gothmog (Balrog)|Gothmog]], dem Fürsten der [[Balrog]]s, in der [[Nirnaeth Arnoediad]] erschlagen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Turgon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Turgon (Sohn von Fingolfin)|Turgon]]&#039;&#039;&#039;, der zweite Sohn Fingolfins, regierte bis zu seinem Tod im Jahre 511 [[Erstes Zeitalter|E.Z. (JS)]]. Seine Macht war allerdings nur auf [[Gondolin]] beschränkt, da er dieses erst zur  [[Nirnaeth Arnoediad]] verließ. Bevor er Gondolin gründete und dann König wurde, war er der Herrscher von [[Vinyamar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gil-galad ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Gil-galad]]&#039;&#039;&#039;, oder auch Ereinion, war der letzte in der Reihe der Könige. Allerdings regierte er - abgesehen von Finwe selbst - auch am längsten. Seine Herrschaft dauerte bis ins Jahre 3441 [[Zweites Zeitalter|Z.Z.]]. Er war der einzige Sohn Fingons und herrschte die längste Zeit in [[Lindon]]. Später formte er mit [[Elendil der Lange|Elendil]] das [[Letztes Bündnis|Letzte Bündnis]] und fiel an den Hängen des [[Schicksalsberg|Orodruin]] im Kampf gegen [[Sauron]]. Er hinterließ keinen Erben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Das Silmarillion]]&lt;br /&gt;
* [[Nachrichten aus Mittelerde]]&lt;br /&gt;
* [[The Peoples of Middle-earth]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elben]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Noldor]]&lt;br /&gt;
[[en:High King of the Noldor]]&lt;br /&gt;
[[fr:encyclo/personnages/elfes/noldor/haut_roi_des_noldor]]&lt;br /&gt;
[[fi:Noldorin Korkea Kuningas]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xsi</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ardapedia.org/w/index.php?title=Feanor&amp;diff=89843</id>
		<title>Feanor</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ardapedia.org/w/index.php?title=Feanor&amp;diff=89843"/>
		<updated>2011-10-04T10:24:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xsi: /* Erstes Zeitalter (Jahre der Bäume) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Feanor&#039;&#039;&#039; (Schreibung im Original: &#039;&#039;Fëanor&#039;&#039;) ist im [[Legendarium]] das größte [[Eruhíni|Kind Ilúvatars]], [[Hoher König der Noldor]] und Schöpfer der [[Silmaril]], der [[Palantíri]] sowie der [[Tengwar]]. Sein Aufruhr gegen die [[Valar]] führt ihn und sein Volk aus dem [[Valinor|Segensreich]] zurück nach Mittelerde. Sein Hass gegen [[Morgoth]] und sein verhängnisvoller [[Eid Feanors|Eid]] gehören jedoch zu den größten Heldentaten, [[Sippenmord|Frevel]] und Tragödien der Eldar im [[Erstes Zeitalter|Ersten Zeitalter]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitangabe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jahreszahlen sind nicht in (unseren) Sonnenjahren, sondern in [[Valisches Jahr|Valischen Jahren]] angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Erstes Zeitalter|Erstes Zeitalter (Jahre der Bäume)]] ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1169:&#039;&#039;&#039; Geburt Feanors in Tirion.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1170:&#039;&#039;&#039; Tod von Feanors Mutter [[Míriel Serinde|Míriel]].&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;vor 1175:&#039;&#039;&#039; Feanor heiratet Nerdanel.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1175:&#039;&#039;&#039; Geburt von Feanors Sohn [[Maedhros]].&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1185:&#039;&#039;&#039; Finwe ehelicht [[Indis]].&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1190:&#039;&#039;&#039; Geburt von Feanors Halbbruder [[Fingolfin]].&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;um 1200:&#039;&#039;&#039; Geburt von Feanors Sohn [[Maglor]]. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1250:&#039;&#039;&#039; Feanor entwickelt die Tengwar. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;um 1300:&#039;&#039;&#039; Geburt von Feanors Söhnen [[Celegorm]], [[Caranthir]] und [[Curufin]]. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;um 1400:&#039;&#039;&#039; Geburt von Feanors Zwillingssöhnen [[Amrod]] und [[Amras]].&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1400:&#039;&#039;&#039; Melkors Gefangenschaft endet.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1449:&#039;&#039;&#039; Feanor beginnt mit der Planung der größten aller elbischen Werke: der Silmaril. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1450:&#039;&#039;&#039; Feanor erschafft die Silmaril.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1450 bis 1490:&#039;&#039;&#039; Feanor verbirgt die Silmaril, nach denen Melkor giert. Daraufhin wiegelt Melkor Fingolfin und Feanor gegeneinander auf. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1490:&#039;&#039;&#039; Feanor wird von den Valar als Unruhestifter aus Tirion verbannt. Er versteckt die Silmaril in seiner neu errichteten Festung in [[Formenos]], wo nun auch Finwe wohnt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1492:&#039;&#039;&#039; Melkor geht nach Formenos, wird aber von Feanor abgewiesen. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1495:&#039;&#039;&#039; Melkor zerstört zusammen mit Ungoliant die [[Zwei Bäume]], anschließend erschlägt er Finwe in Formenos, raubt die Silmaril und entkommt mit seiner Komplizin in den Norden Mittelerdes nach Angband. Feanor verflucht Melkor und gibt ihm den Namen &#039;&#039;Moringótho&#039;&#039; [Sindarin: &#039;&#039;Morgoth&#039;&#039;]. Später überredet er die Noldor zur Flucht aus Aman und Rückkehr nach Beleriand unter seinem Banner und schwört zusammen mit seinen Söhnen einen Eid, der Melkor ewige Feindschaft verspricht. Nach ihrer Ausreise begehen die Noldor in Alqualonde den [[Sippenmord]], als die Teleri sich weigern, den Noldor ihre Schiffe zu überlassen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1496:&#039;&#039;&#039; Die [[Spruch der Noldor|Weissagung des Nordens]] wird gesprochen. Finarfin kehrt mit vielen seiner Sippe um, empfängt in Valimar die Vergebung der Valar und wird Anführer der in Tirion verbliebenen Noldor. Feanor und Fingolfin setzen ihren Weg fort.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1497:&#039;&#039;&#039; Weit im Norden von [[Araman]] überqueren Feanor und seine Gefolgsleute mit den geraubten Schiffen der Teleri heimlich die Meerenge und lassen Fingolfin zurück. In Mittelerde angekommen, verbrennt Feanor die Schiffe bei [[Losgar]] im Fjord von [[Drengist]].&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1498 bis 1500:&#039;&#039;&#039; Melkor trägt mit Feanor die [[Dagor-nuin-Giliath|Schlacht unter den Sternen]] aus. Der Anführer der Balrogs, [[Gothmog]], tötet Feanor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Volk ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elben]], [[Noldor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Feanor und Fingolfin.jpg|thumb|200px|Feanor und Fingolfin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feanor war der erste und einzige Sohn von [[Finwe]] und [[Míriel Serinde|Míriel]], der während des [[Mittag von Valinor|Mittags von Valinor]], der Zeit des größten Glücks in [[Aman]], geboren wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war groß, mit dem typisch schwarzem Haar seines Volkes, durchdringend klaren Augen und schön anzusehen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seiner Gattin [[Nerdanel]] hatte er [[Feanorer|sieben Söhne]]: [[Maedhros]], [[Maglor]], [[Celegorm]], [[Caranthir]], [[Curufin]], [[Amrod]] und [[Amras]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Charakter unterschied sich – bis auf die Starrköpfigkeit – sehr von dem seiner Mutter: Er hatte nicht ihr sanftes Gemüt, sondern war stolz und hitzköpfig. Er fragte nicht nach Hilfe und richtete sich – ebenso wie sie – nach keinem Rat. Bei Widerspruch reagierte er nicht mit der Standhaftigkeit seiner Mutter, sondern mit heftigem Groll. Wie seine Mutter konnte er zwar völlig in seiner Arbeit versinken. Im Gegensatz zu ihr brachte er allerdings oftmals Dinge nicht zu Ende. Ansonsten befand sich sein Körper und Geist in stetigem Aufruhr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensgeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kindheit und erstes Schaffen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geburt Feanors 1169 E.Z. in [[Tirion]] kostete Míriel so viel Kraft, dass sie absichtlich ihren Körper aufgab und starb. Ihr Tod bedeutete lang anhaltenden Kummer für Feanor und war der Hauptgrund für seinen desaströsen Einfluss auf die Geschichte der Noldor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finwe nahm eine zweite Frau [[Indis]] die ihm zwei Söhne, [[Fingolfin]] und [[Finarfin]], und zwei Töchter, [[Findis]] und [[Finvain]], schenkte. Feanor empfand für seine Stiefmutter ebenso wenig Liebe wie für seine zwei Halbbrüder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während sein Halbbruder Fingolfin stärker, standhafter und tapferer war als er und Finarfin heiterer und weiser, war Feanor der Gelehrteste und Geschickteste aller Noldor. &lt;br /&gt;
Mit seiner Gelehrtheit meisterte er alle Aspekte der Sprache: Auf der Basis von [[Rumil]]s Zeichen entwarf er die Schriftzeichen [[Tengwar]], die von Eldar als die Schrift schlechthin verwendet wurde. Auch war er ein großer Redner, der mit seiner Rhetorik die Eldar bewegte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Geschicklichkeit vervollkommnete er bei einem der größten Schmiede der Noldor: [[Mahtan]], dem Vater seiner späteren Frau [[Nerdanel]]. Mehr noch als alles andere liebte er aber die Edelsteine, und er beschäftigte sich hauptsächlich mit deren Veredelung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So entstanden die [[Palantíri]] und die [[Feanorische Lampen|Feanorischen Lampen]] als Vorboten seines größten Werks, der Silmaril.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erschaffung der Silmaril ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feanor erschuf nach längerer Forschung im Valischen Jahr 1450 die drei [[Silmaril]], das Wunder von Arda. In ihnen fing er das Licht der Zwei Bäume [[Laurelin]] und [[Telperion]] ein. Sie gelten als das größte Werk, das je eines der Kinder Ilúvatars schuf und wurden von den [[Valar]] geheiligt, so dass kein „unreines“ Wesen sie ohne Schmerz berühren kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Melkor log, wenn er behauptete, dass Feanor sich nach seinen Anweisungen richtete: Denn dies entsprach nicht Feanors Charakter. Aber Melkor begehrte die Silmaril sehr und er plante, Feanor zu vernichten und mit ihr die Freundschaft der Valar mit den Noldor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbannung in Aman ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Folge der Unstimmigkeiten mit seinen Halbbrüdern und besonders durch die Einflüsterungen [[Melkor]]s schloss Feanor die Silmaril weg – niemand außerhalb seiner Familie durfte sie betrachten. Er trug sie nur noch zu großen Festen. Auf Grund von Melkors Intrigen begannen die Noldor Waffen zu schmieden, und Feanor verdächtigte seine Halbbrüder ihn vertreiben zu wollen. Als er Fingolfin in [[Tirion]] mit dem Schwert bedrohte, wurde er für 20 Valische Jahre aus der Stadt verbannt. Er erbaute im Norden die Festung [[Formenos]] und darin eine Schatzkammer für die Silmaril.&lt;br /&gt;
Dorthin folgte ihm Finwe, so dass Fingolfin die Herrschaft über die Noldor in Tirion übernehmen musste, denn, so sagte Finwe: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
|Text=Solange der Bann auf Feanor liegt, meinem Sohn, dass er nicht nach Tirion gehen darf, so lange bin ich nicht König und so lange gehe ich nicht zu meinem Volk.&lt;br /&gt;
|Autor=J. R. R. Tolkien&lt;br /&gt;
|Quelle=&#039;&#039;Das Silmarillion&#039;&#039;. &#039;&#039;Quenta Silmarillion&#039;&#039;, Kapitel VIII: &#039;&#039;Von der Verdunkelung Valinors&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
|Übersetzer=Wolfgang Krege&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile ergab sich die Gelegenheit, dass die beiden Halbbrüder sich vor den Valar wieder die Hand reichten. Dies taten sie bei einem Fest in Erinnerung an die Ankunft der Eldar in Valinor, bei dem alle Valar und Eldar versammelt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau zu diesem Fest vergiftete [[Melkor]] zusammen mit [[Ungoliant]] die Zwei Bäume. Nur das Licht, das in den Silmaril eingeschlossen war, hätte sie noch retten können. Darum baten die Valar Feanor um Übergabe der Silmaril. Er weigerte sich aber, denn zu diesem Zweck hätten die Steine zerstört werden müssen und sie waren ihm, da sie sein Meisterwerk waren, sehr teuer:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
|Text=Der Geringe wie der Hohe kann manches Werk nur einmal vollbringen, und an diesem Werk hängt sein Herz. Ich kann vielleicht meine Steine hergeben, doch nie mehr werde ich ihresgleichen schaffen.&lt;br /&gt;
|Autor=J. R. R. Tolkien&lt;br /&gt;
|Quelle=&#039;&#039;Das Silmarillion&#039;&#039;. &#039;&#039;Quenta Silmarillion&#039;&#039;, Kapitel IX: &#039;&#039;Von der Verbannung der Noldor&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
|Übersetzer=Wolfgang Krege&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Melkor jedoch war in der Zwischenzeit nach Formenos gezogen, hatte Finwe erschlagen und die Silmaril geraubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exilierung nach Mittelerde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ein Bote aus Formenos diese Nachrichten brachte, schworen Feanor und seine Söhne den verhängnisvollen [[Eid Feanors]], in dem sie sich verpflichteten, jeden, der ihnen einen der Silmaril vorenthalten sollte, bis ans Ende der Welt zu verfolgen.&lt;br /&gt;
Feanor überredete einen großen Teil der Noldor nach [[Mittelerde]] zurückzukehren um Melkor zu verfolgen und um frei zu sein von der Herrschaft und Bevormundung der Valar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
|Text=Warum, o Volk der Noldor, sollten wir weiter dem neidischen Volk der Valar dienen, die uns auch in ihrem eignen reich vor ihrem Feinde nicht zu schützen vermögen? [...] Kommt, fort von hier! Mögen die Feiglinge diese Stadt hüten!&lt;br /&gt;
|Autor=J. R. R. Tolkien&lt;br /&gt;
|Quelle=&#039;&#039;Das Silmarillion&#039;&#039;. &#039;&#039;Quenta Silmarillion&#039;&#039;, Kapitel IX: &#039;&#039;Von der Verbannung der Noldor&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
|Übersetzer=Wolfgang Krege&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um nach Mittelerde zu gelangen, mussten sie den Ozean [[Belegaer]] überqueren und baten daher die an der Küste lebenden [[Teleri]], ihnen ihre weißen Schwanenschiffe zur Verfügung zu stellen. Da diese sich weigerten, nahmen sich die Noldor die Schiffe mit Gewalt und begingen den ersten [[Sippenmord|Sippenmord von Alqualonde]].&lt;br /&gt;
Für diese furchtbare Tat wurden sie von Mandos mit der [[Spruch der Noldor|Prophezeiung des Nordens]] belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur Feanor mit seinen Söhnen und deren Gefolge schiffte sich ein, da nicht genügend Platz für die gesamte Streitmacht war. Eine zweite Gruppe um Finarfin kehrte nach Valinor zurück. Fingolfin führte den Rest der Noldor auf dem Landweg. Bei [[Losgar]] ließ Feanor die Schiffe verbrennen. Die nachfolgende Gruppe konnte die brennenden Schiffe sehen, da die Welt noch flach war. Es blieb ihnen keine andere Wahl als der mühsame und verlustreiche Weg über die [[Helcaraxe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Ende ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feanors Streitmacht erreichte Mittelerde in [[Mithrim]]. Dort attackierte ihn Morgoth in der Schlacht [[Dagor-nuin-Giliath]]. Die Noldor gewannen die Schlacht und versprengten Morgoths Armee. Feanor setzte mit seinen Söhnen und wenigen anderen Elben den Feinden bis in Sichtweite Angbands nach. Dort geriet er in einen Hinterhalt von [[Balrog]]s.&lt;br /&gt;
Feanor verstarb nach der Dagor-nuin-Giliath, als er den schweren Verletzungen erlag, die ihm [[Gothmog]], der Anführer der Balrogs, im Kampf zugefügt hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch er wurde nicht beerdigt und hatte kein Grab, denn&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
|Text=so heiß brannte sein Geist, als er aus ihm wich, daß sein Leib zu Asche verfiel und wie Rauch davongeweht wurde &lt;br /&gt;
|Autor=J. R. R. Tolkien&lt;br /&gt;
|Quelle=&#039;&#039;Das Silmarillion&#039;&#039;. &#039;&#039;Quenta Silmarillion&#039;&#039;, Kapitel IX: &#039;&#039;Von der Verbannung der Noldor&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Fea ging in die [[Hallen von Mandos]]. Als Strafe für seine Untaten muss er dort bleiben bis zum Ende der Zeit und wird nicht in einen neuen Körper wiedergeboren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis auf Maglor fielen auch alle seine Söhne [[Spruch der Noldor|Feanors Fluch]] zum Opfer. Immer noch gebunden an ihren Eid, führten sie sich selbst und viele andere in Tod und Verderben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewissermaßen war Feanor derjenige, der den Noldor den größten Ruhm und gleichzeitig das größte Unheil brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== [[Esse|Namen]] ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Vatername]]: Bei seiner Geburt wurde er zunächst (wie auch seine Halbbrüder) nach seinem Vater &#039;&#039;Finwe&#039;&#039; genannt. Später jedoch wurde dies zu &#039;&#039;Curufinwe&#039;&#039; erweitert (&#039;&#039;curu&#039;&#039; ‚Kunst(fertigkeit), Wissenschaft‘). Diese Form seines Namens bedeutet soviel wie ‚geschickter Finwe‘.&lt;br /&gt;
* [[Muttername]]: Seine Mutter nannte ihn später &#039;&#039;Phayanâro&#039;&#039;, etwa ‚Feuergeist‘, was seinen ungestümen Charakter spiegeln sollte. Sein Name schliff sich zu seinem normalen Namen &#039;&#039;Feanáro&#039;&#039; ab. &#039;&#039;Faenor&#039;&#039; ist die korrekte, aber kaum benutzte [[Sindarin]]&amp;lt;span&amp;gt;form&amp;lt;/span&amp;gt;, in den Aufzeichnungen erscheint er fast nur unter der Quenya/Sindarin-Mischform &#039;&#039;Feanor&#039;&#039;, die er selbst nie benutzte (vermutlich nicht einmal kannte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
* Das [[Stern des Hauses Feanor|Wappen]] Feanors war ein Stern: &lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
|Text=„Das sind Durins Wahrzeichen!“ rief Gimli. &lt;br /&gt;
„Und das ist der Baum der Hochelben!“ sagte Legolas. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Und der Stern des Hauses Feanor“, sagte Gandalf.&lt;br /&gt;
|Autor=J. R. R. Tolkien&lt;br /&gt;
|Quelle=&#039;&#039;Der Herr der Ringe&#039;&#039;. &#039;&#039;Erster Band: Die Gefährten&#039;&#039;, &#039;&#039;Eine Wanderung im Dunkeln&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
}} &lt;br /&gt;
Der Hintergrund war - laut [[The Shaping of Middle-earth]] - in Erinnerung an die Zwei Bäume silber und gold. &lt;br /&gt;
* In einigen Quellen - etwa - [[The Lays of Beleriand|HoME III, The Lay of Leithian]] ist Feanor der Schmied von [[Barahirs Ring]] und hat somit indirekte Wirkung bis auf [[Aragorn]].&lt;br /&gt;
* Die Werksgeschichte des Herrn der Ringe nennt Feanor in einer ersten Fassung (s. [[The Treason of Isengard|HoME VII, Kapitel 2]]) als den Erschaffer der drei Elbenringe.&lt;br /&gt;
* Das Motiv, im Moment seines Todes dreimal Melkor zu verfluchen, ist der Geschichte [[Turin]]s entnommen. Dieser tat dasselbe nach dem Tod [[Beleg]]s (s. [[The Shaping of Middle-earth|HoME IV, The Quenta]]).&lt;br /&gt;
* Nach dem Tode Feanors wurden in den Schriften [[J. R. R. Tolkien|Tolkiens]] seine Söhne oft als Gruppe aufgeführt.&lt;br /&gt;
* Bis auf Curufin starben alle Söhne Feanors kinderlos. Celebrimbor, Curufins Sohn, starb jedoch auch kinderlos. Feanor hinterlässt auf längere Sicht also keine Nachkommen, außer Maglor, der jedoch fernab anderer Elben lebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stammbaum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{chart/start|align=center}}&lt;br /&gt;
{{chart| | | | | | | | | | | | |MI|v|FI|v|IN|MI=[[Míriel Serinde|Míriel]]|FI=[[Finwe]]|IN=[[Indis]]}}&lt;br /&gt;
{{chart| | | | | | | | | | | | | | | |!| | | |)|-|-|-|.| | | | | | | | }}&lt;br /&gt;
{{chart| | | | | | | | | | |NE|v|FE| |FG| |FN|NE=[[Nerdanel]]|FE=&#039;&#039;&#039;Feanor&#039;&#039;&#039;|FG=[[Fingolfin]]|FN=[[Finarfin]]|boxstyle_FE=}}&lt;br /&gt;
{{chart| |,|-|-|-|v|-|-|-|v|-|-|-|+|-|-|-|v|-|-|-|v|-|-|-|.| }}&lt;br /&gt;
{{chart|ME| |MG| |CE| |CA| |CU| |AO| |AA|ME=[[Maedhros]]|MG=[[Maglor]]|CE=[[Celegorm]]|CA=[[Caranthir]]|CU=[[Curufin]]|AO=[[Amrod]]|AA=[[Amras]]}}&lt;br /&gt;
{{chart| | | | | | | | | | | | | | | | | |!}}&lt;br /&gt;
{{chart| | | | | | | | | | | | | | | | |CE|CE=[[Celebrimbor]]}}&lt;br /&gt;
{{chart/end}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werksgeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tolkien entwickelte die Geschichte um die Figur Feanors in vielen Fassungen seines Oeuvre, beginnend ca. 1916 mit [[Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 1|HoME I, Die Ankunft der Elben und die Gründung von Kôr]] bis hin zu den [[The Peoples of Middle-earth|HoME XII, Part II, Shibboleth of Feanor]] von 1968. Die publizierte Fassung im [[Silmarillion]] spiegelt dabei etwa den letzten Entwicklungsstand von 1951-1952 aus der [[Morgoth’s Ring|HoME X, Part III, The Later Quenta Silmarillion]]. Eine erste relativ stabile Version mit allen wesentlichen Erzählelementen erreichte Tolkien aber bereits vor 1930 mit dem &amp;quot;Sketch of the Mythology&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Erschienen in [[The Shaping of Middle-earth]]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Werke ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Fassungen der Geschichte wich von den Kernelementen noch sehr stark ab:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies betrifft zum einen die Genealogie Feanors: Im [[Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 1|HoME I, Die Ankunft der Elben und die Gründung von Kôr]]  trat als sein Vater noch nicht Finwe  auf, sondern ein Elb namens Bruthwir. Entsprechend erschlug Melkor auch nicht Finwe, sondern Bruthwir.&amp;lt;ref&amp;gt;s. [[Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 1|HoME I, Melkos Diebstahl und die Verdunkelung von Valinor]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Finwe konnte also die Flucht der Noldor&amp;lt;ref&amp;gt;in den frühen Werken noch &#039;&#039;Noldoli&#039;&#039; genannt&amp;lt;/ref&amp;gt; antreten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum anderen findet sich eine weitere wesentliche Abweichung in der – weit ausführlicher beschriebenen – Art wie Feanor die Silmaril erschafft: &lt;br /&gt;
Dort erbat Feanor von den Teleri (noch mit „Solosimpi“ bezeichnet) eine Perle und eine Urne mit phosphoreszierendem Schaum. Er fügte den Glanz von Perlen und die Farben von Opalen hinzu und mischte den strahlenden Tau Telperions und einen winzigen Tropfen Laurelins hinzu. In späteren Versionen spielten die Teleri keine Rolle mehr; und auch die Edelsteine als Trägermaterial fand Feanor im Norden Amans. Die Frucht seines Schaffens konnte er erheblich länger bewundern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch gab es keinen Streit mit seinem Halbbruder Fingolfin, zumal er erst in späteren Versionen überhaupt Halbbrüder hat. Zudem versuchte Feanor die Silmaril neu zu erschaffen, nachdem Melkor sie stahl. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 1|HoME I, Melkos Diebstahl und die Verdunkelung von Valinor]] verlangte Feanor von Manwe, die Noldor nach Mittelerde zurückzubringen. Manwe verweigerte dies mit der Begründung, dass dort die Menschen gerade in ihrer Kindheit seien. Das wirft ein besonderes Licht auf das Motiv der Valar, die Eldar von Mittelerde nach Valinor zu bringen. In späteren Versionen wird dies zum Bestandteil von Melkors Lügengebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Adler [[Thorondor|Sorontur]] berichtete Manwe in [[Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 1|HoME I, Die Geschichte von Sonne und Mond]] von den verbrannten Schiffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Söhne Feanors und er selber sprachen in der ersten Fassung noch nicht den verhängnisvollen Eid. Erst in einer etwas späteren Version&amp;lt;ref&amp;gt;[[Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 1|HoME I, Gilfanons Geschichte: Das Leid der Noldoli und die Ankunft des Menschengeschlechtes]]&amp;lt;/ref&amp;gt;  schworen sie ihn – jedoch nicht in Valinor, sondern erst nach Feanors Tod in Mittelerde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besonders schöne Version des Eids dichtete Tolkien 1920 in alliterativen Versen:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=&#039;&#039;Be he friend or foe or foul offspring&amp;lt;br&amp;gt;of Morgoth Bauglir, be he mortal dark&amp;lt;br&amp;gt;that in after days on earth shall dwell,&amp;lt;br&amp;gt;shall no law nor love nor league of Gods,&amp;lt;br&amp;gt;no might nor mercy, not moveless fate,&amp;lt;br&amp;gt;defend him for ever from the fierce vengeance&amp;lt;br&amp;gt;of the sons of Feanor, whoso seize or steal&amp;lt;br&amp;gt;or finding keep the fair enchanted&amp;lt;br&amp;gt;globes of crystal whose glory dies not,&amp;lt;br&amp;gt;the Silmarils. We have sworn for ever!&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Autor=J. R. R. Tolkien &lt;br /&gt;
|Quelle=&#039;&#039;The Lays of Beleriand&#039;&#039;.&amp;lt;br&amp;gt;Kapitel VIII: &#039;&#039;Poems early abandoned&#039;&#039;.}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tolkien verfasste nicht nur Reimformen: In [[The Shaping of Middle-earth|HoME IV, The Quenta]] wird eine Version der Geschichte in Altenglisch wiedergegeben. Dort wird Feanor als &#039;&#039;Finbros Gimwyrhta&#039;&#039; (für ‚Juwelenschmied‘) genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen frühen Fassungen nahm Feanor die spätere Rolle Maidros ein, der von Melkor gefangennommen und gefoltert wurde, um die Herstellung der Juwelen zu erfahren. Nicht Feanor starb in dieser Version nach der Schlacht unter den Sternen, sondern Finwe (da noch als Noleme bezeichnet).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Charakter Feanors war noch leicht anders ausgeprägt, denn Feanors Eifersucht bzgl. der Silmaril war noch nicht so stark ausgeprägt: In [[Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 1|HoME I, Die Geschichte von Sonne und Mond]] notiert Tolkien: „Increase the element of the desire for Silmarils“ und „the [?first?lust] for juwels – especially for the sacred Silmarils – wants emphasizing“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frühe Phase schließen 1920 bis 1925 verschiedene Prosa-Fragmente ab, die zusammengenommen als erste Fassung des Silmarillions gelten könnten. Sie sind in [[The Shaping of Middle-earth|HoME IV, Part I]] veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bis zum Erscheinen des Herrn der Ringe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tolkien bezeichnete erstmalig eine Schriftstück mit &#039;Silmarillion&#039; - nämlich das zwischen 1925 und 1930 verfasste [[The Shaping of Middle-earth|HoME IV, Part II, The Earliest &#039;Silmarillion&#039;]]&lt;br /&gt;
In den Jahren von 1926 bis Dezember 1937 festigte sich die Erzählung mit der [[The Shaping of Middle-earth|HoME IV, Part III, The Quenta Noldorinwa]] von 1930 und den gleichzeitig geschriebenen [[The Shaping of Middle-earth|HoME IV, Part VI, The Earliest Annals of Valinor]], sowie den zwischen 1930 und 1937 korrigierten [[The Lost Road and Other Writings|HoME V, Part II, Annals of Valinor]]. Diese Bemühungen mündeten in den etwa 1937 verfassten [[The Lost Road and Other Writings|HoME V, Quenta Silmarillion]]. Dort tauchen alle wesentlichen Elemente auf: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Genealogie entspricht der publizierten Fassung des Silmarillion: Feanor tritt in [[The Shaping of Middle-earth|HoME IV, Part II, The Earliest &#039;Silmarillion&#039;]] erstmals als Sohn von Finwe mit den Halbbrüdern Fingolfin und Finarfin&amp;lt;ref&amp;gt;In der Quenta Noldorinwa heißt Finwe noch Finn.&amp;lt;/ref&amp;gt; auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auch die Entwicklung der Geschichte entspricht dem Verlauf im Silmarillion: Feanor bedrohte Fingolfin; Feanor trug zum Fest widerspenstig die Silmaril; während der Rebellion erschlug Melkor Finwe; der Eid Feanors wurde vor der Flucht der Noldor gesprochen; die Weissagung des Nordens wurde erstmals Mandos zugerechnet und Feanor wurde von Gothmog getötet.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Späte Werke ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tolkien wendete sich nach dem Erscheinen des Herrn der Ringe eher der Metaphysik von Arda zu, also den Fragen nach der Unsterblichkeit der Elben, [[Fea und Hroa]] und ähnlichen Themen. Inhaltlich veränderte er in den 1951 bis 1952 verfassten [[Morgoth’s Ring|HoME X, Part II, Annals of Aman]] und  [[Morgoth’s Ring|HoME X, Part III, The Later Quenta Silmarillion]] nur noch relativ wenig an der Geschichte Feanors. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herrn der Ringe führte Tolkien ein neues Artefakt ein, das es bis dahin noch nicht gab: die Palantíri. In den Fassungen vor dem Erscheinen des Herrn der Ringe gab es noch keine Verbindung Feanors zu ihnen. Doch im Herrn der Ringe erwähnt Gandalf, dass Feanor während des Zeitalters der Bäume vielleicht auch die [[Palantíri]] erschuf. Mit der ersten Überarbeitung der Quenta Silmarillion zur &#039;&#039;Later Quenta&#039;&#039; 1951 fügte Tolkien den Satz „and other crystals he made also, wherein things far away could be seen small but clear, as with the eyes of the eagles of Manwë“ ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://gernot-katzers-spice-pages.com/tolkien/edain.pdf Stammbaum der Eldar und Atani]&lt;br /&gt;
* [http://ardapedia.herr-der-ringe-film.de/images/f/f3/Ardapedia_Silmarillon_Genealogie.pdf Silmarillion Stammbaum herunterladen (PDF, ca. 108 kb)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[J. R. R. Tolkien]]: &#039;&#039;[[Das Silmarillion]]&#039;&#039;. Herausgegeben von [[Christopher Tolkien]].&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Quenta Silmarillion&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** V &#039;&#039;Von Eldamar und den Fürsten der Eldalië&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** VI &#039;&#039;Von Feanor und der Loskettung Melkors&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** VII &#039;&#039;Von den Silmaril und der Unruhe der Noldor&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** VIII &#039;&#039;Von der Verdunkelung Valinors&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** IX &#039;&#039;Von der Verbannung der Noldor&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** XIII &#039;&#039;Von der Rückkehr der Noldor&#039;&#039;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 1]]&#039;&#039;. Herausgegeben von Christopher Tolkien.&lt;br /&gt;
*Kapitel V: &#039;&#039;Die Ankunft der Elben und die Gründung von Kôr&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Kapitel VI: &#039;&#039;Melkos Diebstahl und die Verdunkelung von Valinor&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Kapitel VII: &#039;&#039;Die Flucht der Noldoli&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Kapitel VIII: &#039;&#039;Die Geschichte von Sonne und Mond&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Kapitel X: &#039;&#039;Gilfanons Geschichte: Das Leid der Noldoli und die Ankunft des Menschengeschlechtes&#039;&#039;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[The Lays of Beleriand]]&#039;&#039;. Herausgegeben von Christopher Tolkien.&lt;br /&gt;
*Kapitel II: &#039;&#039;Poems early abandoned&#039;&#039; &lt;br /&gt;
*Kapitel III: &#039;&#039;The Lay of Leithian&#039;&#039; &lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[The Shaping of Middle-earth]]&#039;&#039;. Herausgegeben von Christopher Tolkien.&lt;br /&gt;
*Part I: &#039;&#039;PROSE FRAGMENTS FOLLOWING THE LOST TALES&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Part II: &#039;&#039;THE EARLIEST ‘THE SILMARILLION’&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Part III: &#039;&#039;The Quenta Noldorinwa&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Part VI: &#039;&#039;THE EARLIEST ANNALS OF VALINOR&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[The Lost Road and Other Writings]]&#039;&#039;. Herausgegeben von Christopher Tolkien.&lt;br /&gt;
*Part II, Kapitel II: &#039;&#039;THE LATER ANNALS OF VALINOR&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[The Treason of Isengard]]&#039;&#039;. Herausgegeben von Christopher Tolkien.&lt;br /&gt;
*Kapitel XIII: &#039;&#039;Galadriel&#039;&#039;, S. 255&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Morgoth’s Ring]]&#039;&#039;. Herausgegeben von Christopher Tolkien.&lt;br /&gt;
*Part II: &#039;&#039;Annals of Aman&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Part III: &#039;&#039;The Later Quenty Silmarillion&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[The Peoples of Middle-earth]]&#039;&#039;. Herausgegeben von Christopher Tolkien.&lt;br /&gt;
*Part II: &#039;&#039;Late Writings&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Sequence|list=[[Hoher König der Noldor]]|prev=[[Finwe]]|date=1495 – 1497 [[Erstes Zeitalter|E.Z.]] ([[Jahre der Bäume|J.B.]])|next=[[Maedhros]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elben]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Noldor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hohe Könige der Noldor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Fëanor]]&lt;br /&gt;
[[fr:encyclo/personnages/elfes/noldor/feanor]]&lt;br /&gt;
[[fi:Fëanor]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xsi</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ardapedia.org/w/index.php?title=Feanor&amp;diff=89842</id>
		<title>Feanor</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ardapedia.org/w/index.php?title=Feanor&amp;diff=89842"/>
		<updated>2011-10-04T10:23:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xsi: /* Erstes Zeitalter (Jahre der Bäume) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Feanor&#039;&#039;&#039; (Schreibung im Original: &#039;&#039;Fëanor&#039;&#039;) ist im [[Legendarium]] das größte [[Eruhíni|Kind Ilúvatars]], [[Hoher König der Noldor]] und Schöpfer der [[Silmaril]], der [[Palantíri]] sowie der [[Tengwar]]. Sein Aufruhr gegen die [[Valar]] führt ihn und sein Volk aus dem [[Valinor|Segensreich]] zurück nach Mittelerde. Sein Hass gegen [[Morgoth]] und sein verhängnisvoller [[Eid Feanors|Eid]] gehören jedoch zu den größten Heldentaten, [[Sippenmord|Frevel]] und Tragödien der Eldar im [[Erstes Zeitalter|Ersten Zeitalter]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitangabe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jahreszahlen sind nicht in (unseren) Sonnenjahren, sondern in [[Valisches Jahr|Valischen Jahren]] angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Erstes Zeitalter|Erstes Zeitalter (Jahre der Bäume)]] ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1169:&#039;&#039;&#039; Geburt Feanors in Tirion.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1170:&#039;&#039;&#039; Tod von Feanors Mutter [[Míriel Serinde|Míriel]].&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;vor 1175:&#039;&#039;&#039; Feanor heiratet Nerdanel.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1175:&#039;&#039;&#039; Geburt von Feanors Sohn [[Maedhros]].&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1185:&#039;&#039;&#039; Finwe ehelicht [[Indis]].&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1190:&#039;&#039;&#039; Geburt von Feanors Halbbruder [[Fingolfin]].&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;um 1200:&#039;&#039;&#039; Geburt von Feanors Sohn [[Maglor]]. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1250:&#039;&#039;&#039; Feanor entwickelt die Tengwar. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;um 1300:&#039;&#039;&#039; Geburt von Feanors Söhnen [[Celegorm]], [[Caranthir]] und [[Curufin]]. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;um 1400:&#039;&#039;&#039; Geburt von Feanors Zwillingssöhnen [[Amrod]] und [[Amras]].&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1400:&#039;&#039;&#039; Melkors Gefangenschaft endet.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1449:&#039;&#039;&#039; Feanor beginnt mit der Planung der größten aller elbischen Werke: der Silmaril. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1450:&#039;&#039;&#039; Feanor erschafft die Silmaril.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1450 bis 1490:&#039;&#039;&#039; Feanor verbirgt die Silmaril, nach denen Melkor giert. Daraufhin wiegelt Melkor Fingolfin und Feanor gegeneinander auf. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1490:&#039;&#039;&#039; Feanor wird von den Valar als Unruhestifter aus Tirion verbannt. Er versteckt die Silmaril in seiner neu errichteten Festung in [[Formenos]], wo nun auch Finwe wohnt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1492:&#039;&#039;&#039; Melkor geht nach Formenos, wird aber von Feanor abgewiesen. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1495:&#039;&#039;&#039; Melkor zerstört zusammen mit Ungoliant die [[Zwei Bäume]], anschließend erschlägt er Finwe in Formenos, raubt die Silmaril und entkommt mit seiner Komplizin in den Norden Mittelerdes nach Angband. Feanor verflucht Melkor und gibt ihm den Namen &#039;&#039;Moringótho [Sindarin: Morgoth]. Später überredet er die Noldor zur Flucht aus Aman und Rückkehr nach Beleriand unter seinem Banner und schwört zusammen mit seinen Söhnen einen Eid, der Melkor ewige Feindschaft verspricht. Nach ihrer Ausreise begehen die Noldor in Alqualonde den [[Sippenmord]], als die Teleri sich weigern, den Noldor ihre Schiffe zu überlassen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1496:&#039;&#039;&#039; Die [[Spruch der Noldor|Weissagung des Nordens]] wird gesprochen. Finarfin kehrt mit vielen seiner Sippe um, empfängt in Valimar die Vergebung der Valar und wird Anführer der in Tirion verbliebenen Noldor. Feanor und Fingolfin setzen ihren Weg fort.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1497:&#039;&#039;&#039; Weit im Norden von [[Araman]] überqueren Feanor und seine Gefolgsleute mit den geraubten Schiffen der Teleri heimlich die Meerenge und lassen Fingolfin zurück. In Mittelerde angekommen, verbrennt Feanor die Schiffe bei [[Losgar]] im Fjord von [[Drengist]].&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1498 bis 1500:&#039;&#039;&#039; Melkor trägt mit Feanor die [[Dagor-nuin-Giliath|Schlacht unter den Sternen]] aus. Der Anführer der Balrogs, [[Gothmog]], tötet Feanor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Volk ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elben]], [[Noldor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Feanor und Fingolfin.jpg|thumb|200px|Feanor und Fingolfin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feanor war der erste und einzige Sohn von [[Finwe]] und [[Míriel Serinde|Míriel]], der während des [[Mittag von Valinor|Mittags von Valinor]], der Zeit des größten Glücks in [[Aman]], geboren wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war groß, mit dem typisch schwarzem Haar seines Volkes, durchdringend klaren Augen und schön anzusehen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seiner Gattin [[Nerdanel]] hatte er [[Feanorer|sieben Söhne]]: [[Maedhros]], [[Maglor]], [[Celegorm]], [[Caranthir]], [[Curufin]], [[Amrod]] und [[Amras]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Charakter unterschied sich – bis auf die Starrköpfigkeit – sehr von dem seiner Mutter: Er hatte nicht ihr sanftes Gemüt, sondern war stolz und hitzköpfig. Er fragte nicht nach Hilfe und richtete sich – ebenso wie sie – nach keinem Rat. Bei Widerspruch reagierte er nicht mit der Standhaftigkeit seiner Mutter, sondern mit heftigem Groll. Wie seine Mutter konnte er zwar völlig in seiner Arbeit versinken. Im Gegensatz zu ihr brachte er allerdings oftmals Dinge nicht zu Ende. Ansonsten befand sich sein Körper und Geist in stetigem Aufruhr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensgeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kindheit und erstes Schaffen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geburt Feanors 1169 E.Z. in [[Tirion]] kostete Míriel so viel Kraft, dass sie absichtlich ihren Körper aufgab und starb. Ihr Tod bedeutete lang anhaltenden Kummer für Feanor und war der Hauptgrund für seinen desaströsen Einfluss auf die Geschichte der Noldor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finwe nahm eine zweite Frau [[Indis]] die ihm zwei Söhne, [[Fingolfin]] und [[Finarfin]], und zwei Töchter, [[Findis]] und [[Finvain]], schenkte. Feanor empfand für seine Stiefmutter ebenso wenig Liebe wie für seine zwei Halbbrüder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während sein Halbbruder Fingolfin stärker, standhafter und tapferer war als er und Finarfin heiterer und weiser, war Feanor der Gelehrteste und Geschickteste aller Noldor. &lt;br /&gt;
Mit seiner Gelehrtheit meisterte er alle Aspekte der Sprache: Auf der Basis von [[Rumil]]s Zeichen entwarf er die Schriftzeichen [[Tengwar]], die von Eldar als die Schrift schlechthin verwendet wurde. Auch war er ein großer Redner, der mit seiner Rhetorik die Eldar bewegte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Geschicklichkeit vervollkommnete er bei einem der größten Schmiede der Noldor: [[Mahtan]], dem Vater seiner späteren Frau [[Nerdanel]]. Mehr noch als alles andere liebte er aber die Edelsteine, und er beschäftigte sich hauptsächlich mit deren Veredelung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So entstanden die [[Palantíri]] und die [[Feanorische Lampen|Feanorischen Lampen]] als Vorboten seines größten Werks, der Silmaril.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erschaffung der Silmaril ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feanor erschuf nach längerer Forschung im Valischen Jahr 1450 die drei [[Silmaril]], das Wunder von Arda. In ihnen fing er das Licht der Zwei Bäume [[Laurelin]] und [[Telperion]] ein. Sie gelten als das größte Werk, das je eines der Kinder Ilúvatars schuf und wurden von den [[Valar]] geheiligt, so dass kein „unreines“ Wesen sie ohne Schmerz berühren kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Melkor log, wenn er behauptete, dass Feanor sich nach seinen Anweisungen richtete: Denn dies entsprach nicht Feanors Charakter. Aber Melkor begehrte die Silmaril sehr und er plante, Feanor zu vernichten und mit ihr die Freundschaft der Valar mit den Noldor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbannung in Aman ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Folge der Unstimmigkeiten mit seinen Halbbrüdern und besonders durch die Einflüsterungen [[Melkor]]s schloss Feanor die Silmaril weg – niemand außerhalb seiner Familie durfte sie betrachten. Er trug sie nur noch zu großen Festen. Auf Grund von Melkors Intrigen begannen die Noldor Waffen zu schmieden, und Feanor verdächtigte seine Halbbrüder ihn vertreiben zu wollen. Als er Fingolfin in [[Tirion]] mit dem Schwert bedrohte, wurde er für 20 Valische Jahre aus der Stadt verbannt. Er erbaute im Norden die Festung [[Formenos]] und darin eine Schatzkammer für die Silmaril.&lt;br /&gt;
Dorthin folgte ihm Finwe, so dass Fingolfin die Herrschaft über die Noldor in Tirion übernehmen musste, denn, so sagte Finwe: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
|Text=Solange der Bann auf Feanor liegt, meinem Sohn, dass er nicht nach Tirion gehen darf, so lange bin ich nicht König und so lange gehe ich nicht zu meinem Volk.&lt;br /&gt;
|Autor=J. R. R. Tolkien&lt;br /&gt;
|Quelle=&#039;&#039;Das Silmarillion&#039;&#039;. &#039;&#039;Quenta Silmarillion&#039;&#039;, Kapitel VIII: &#039;&#039;Von der Verdunkelung Valinors&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
|Übersetzer=Wolfgang Krege&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile ergab sich die Gelegenheit, dass die beiden Halbbrüder sich vor den Valar wieder die Hand reichten. Dies taten sie bei einem Fest in Erinnerung an die Ankunft der Eldar in Valinor, bei dem alle Valar und Eldar versammelt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau zu diesem Fest vergiftete [[Melkor]] zusammen mit [[Ungoliant]] die Zwei Bäume. Nur das Licht, das in den Silmaril eingeschlossen war, hätte sie noch retten können. Darum baten die Valar Feanor um Übergabe der Silmaril. Er weigerte sich aber, denn zu diesem Zweck hätten die Steine zerstört werden müssen und sie waren ihm, da sie sein Meisterwerk waren, sehr teuer:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
|Text=Der Geringe wie der Hohe kann manches Werk nur einmal vollbringen, und an diesem Werk hängt sein Herz. Ich kann vielleicht meine Steine hergeben, doch nie mehr werde ich ihresgleichen schaffen.&lt;br /&gt;
|Autor=J. R. R. Tolkien&lt;br /&gt;
|Quelle=&#039;&#039;Das Silmarillion&#039;&#039;. &#039;&#039;Quenta Silmarillion&#039;&#039;, Kapitel IX: &#039;&#039;Von der Verbannung der Noldor&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
|Übersetzer=Wolfgang Krege&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Melkor jedoch war in der Zwischenzeit nach Formenos gezogen, hatte Finwe erschlagen und die Silmaril geraubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exilierung nach Mittelerde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ein Bote aus Formenos diese Nachrichten brachte, schworen Feanor und seine Söhne den verhängnisvollen [[Eid Feanors]], in dem sie sich verpflichteten, jeden, der ihnen einen der Silmaril vorenthalten sollte, bis ans Ende der Welt zu verfolgen.&lt;br /&gt;
Feanor überredete einen großen Teil der Noldor nach [[Mittelerde]] zurückzukehren um Melkor zu verfolgen und um frei zu sein von der Herrschaft und Bevormundung der Valar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
|Text=Warum, o Volk der Noldor, sollten wir weiter dem neidischen Volk der Valar dienen, die uns auch in ihrem eignen reich vor ihrem Feinde nicht zu schützen vermögen? [...] Kommt, fort von hier! Mögen die Feiglinge diese Stadt hüten!&lt;br /&gt;
|Autor=J. R. R. Tolkien&lt;br /&gt;
|Quelle=&#039;&#039;Das Silmarillion&#039;&#039;. &#039;&#039;Quenta Silmarillion&#039;&#039;, Kapitel IX: &#039;&#039;Von der Verbannung der Noldor&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
|Übersetzer=Wolfgang Krege&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um nach Mittelerde zu gelangen, mussten sie den Ozean [[Belegaer]] überqueren und baten daher die an der Küste lebenden [[Teleri]], ihnen ihre weißen Schwanenschiffe zur Verfügung zu stellen. Da diese sich weigerten, nahmen sich die Noldor die Schiffe mit Gewalt und begingen den ersten [[Sippenmord|Sippenmord von Alqualonde]].&lt;br /&gt;
Für diese furchtbare Tat wurden sie von Mandos mit der [[Spruch der Noldor|Prophezeiung des Nordens]] belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur Feanor mit seinen Söhnen und deren Gefolge schiffte sich ein, da nicht genügend Platz für die gesamte Streitmacht war. Eine zweite Gruppe um Finarfin kehrte nach Valinor zurück. Fingolfin führte den Rest der Noldor auf dem Landweg. Bei [[Losgar]] ließ Feanor die Schiffe verbrennen. Die nachfolgende Gruppe konnte die brennenden Schiffe sehen, da die Welt noch flach war. Es blieb ihnen keine andere Wahl als der mühsame und verlustreiche Weg über die [[Helcaraxe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Ende ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feanors Streitmacht erreichte Mittelerde in [[Mithrim]]. Dort attackierte ihn Morgoth in der Schlacht [[Dagor-nuin-Giliath]]. Die Noldor gewannen die Schlacht und versprengten Morgoths Armee. Feanor setzte mit seinen Söhnen und wenigen anderen Elben den Feinden bis in Sichtweite Angbands nach. Dort geriet er in einen Hinterhalt von [[Balrog]]s.&lt;br /&gt;
Feanor verstarb nach der Dagor-nuin-Giliath, als er den schweren Verletzungen erlag, die ihm [[Gothmog]], der Anführer der Balrogs, im Kampf zugefügt hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch er wurde nicht beerdigt und hatte kein Grab, denn&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
|Text=so heiß brannte sein Geist, als er aus ihm wich, daß sein Leib zu Asche verfiel und wie Rauch davongeweht wurde &lt;br /&gt;
|Autor=J. R. R. Tolkien&lt;br /&gt;
|Quelle=&#039;&#039;Das Silmarillion&#039;&#039;. &#039;&#039;Quenta Silmarillion&#039;&#039;, Kapitel IX: &#039;&#039;Von der Verbannung der Noldor&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Fea ging in die [[Hallen von Mandos]]. Als Strafe für seine Untaten muss er dort bleiben bis zum Ende der Zeit und wird nicht in einen neuen Körper wiedergeboren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis auf Maglor fielen auch alle seine Söhne [[Spruch der Noldor|Feanors Fluch]] zum Opfer. Immer noch gebunden an ihren Eid, führten sie sich selbst und viele andere in Tod und Verderben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewissermaßen war Feanor derjenige, der den Noldor den größten Ruhm und gleichzeitig das größte Unheil brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== [[Esse|Namen]] ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Vatername]]: Bei seiner Geburt wurde er zunächst (wie auch seine Halbbrüder) nach seinem Vater &#039;&#039;Finwe&#039;&#039; genannt. Später jedoch wurde dies zu &#039;&#039;Curufinwe&#039;&#039; erweitert (&#039;&#039;curu&#039;&#039; ‚Kunst(fertigkeit), Wissenschaft‘). Diese Form seines Namens bedeutet soviel wie ‚geschickter Finwe‘.&lt;br /&gt;
* [[Muttername]]: Seine Mutter nannte ihn später &#039;&#039;Phayanâro&#039;&#039;, etwa ‚Feuergeist‘, was seinen ungestümen Charakter spiegeln sollte. Sein Name schliff sich zu seinem normalen Namen &#039;&#039;Feanáro&#039;&#039; ab. &#039;&#039;Faenor&#039;&#039; ist die korrekte, aber kaum benutzte [[Sindarin]]&amp;lt;span&amp;gt;form&amp;lt;/span&amp;gt;, in den Aufzeichnungen erscheint er fast nur unter der Quenya/Sindarin-Mischform &#039;&#039;Feanor&#039;&#039;, die er selbst nie benutzte (vermutlich nicht einmal kannte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
* Das [[Stern des Hauses Feanor|Wappen]] Feanors war ein Stern: &lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
|Text=„Das sind Durins Wahrzeichen!“ rief Gimli. &lt;br /&gt;
„Und das ist der Baum der Hochelben!“ sagte Legolas. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Und der Stern des Hauses Feanor“, sagte Gandalf.&lt;br /&gt;
|Autor=J. R. R. Tolkien&lt;br /&gt;
|Quelle=&#039;&#039;Der Herr der Ringe&#039;&#039;. &#039;&#039;Erster Band: Die Gefährten&#039;&#039;, &#039;&#039;Eine Wanderung im Dunkeln&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
}} &lt;br /&gt;
Der Hintergrund war - laut [[The Shaping of Middle-earth]] - in Erinnerung an die Zwei Bäume silber und gold. &lt;br /&gt;
* In einigen Quellen - etwa - [[The Lays of Beleriand|HoME III, The Lay of Leithian]] ist Feanor der Schmied von [[Barahirs Ring]] und hat somit indirekte Wirkung bis auf [[Aragorn]].&lt;br /&gt;
* Die Werksgeschichte des Herrn der Ringe nennt Feanor in einer ersten Fassung (s. [[The Treason of Isengard|HoME VII, Kapitel 2]]) als den Erschaffer der drei Elbenringe.&lt;br /&gt;
* Das Motiv, im Moment seines Todes dreimal Melkor zu verfluchen, ist der Geschichte [[Turin]]s entnommen. Dieser tat dasselbe nach dem Tod [[Beleg]]s (s. [[The Shaping of Middle-earth|HoME IV, The Quenta]]).&lt;br /&gt;
* Nach dem Tode Feanors wurden in den Schriften [[J. R. R. Tolkien|Tolkiens]] seine Söhne oft als Gruppe aufgeführt.&lt;br /&gt;
* Bis auf Curufin starben alle Söhne Feanors kinderlos. Celebrimbor, Curufins Sohn, starb jedoch auch kinderlos. Feanor hinterlässt auf längere Sicht also keine Nachkommen, außer Maglor, der jedoch fernab anderer Elben lebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stammbaum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{chart/start|align=center}}&lt;br /&gt;
{{chart| | | | | | | | | | | | |MI|v|FI|v|IN|MI=[[Míriel Serinde|Míriel]]|FI=[[Finwe]]|IN=[[Indis]]}}&lt;br /&gt;
{{chart| | | | | | | | | | | | | | | |!| | | |)|-|-|-|.| | | | | | | | }}&lt;br /&gt;
{{chart| | | | | | | | | | |NE|v|FE| |FG| |FN|NE=[[Nerdanel]]|FE=&#039;&#039;&#039;Feanor&#039;&#039;&#039;|FG=[[Fingolfin]]|FN=[[Finarfin]]|boxstyle_FE=}}&lt;br /&gt;
{{chart| |,|-|-|-|v|-|-|-|v|-|-|-|+|-|-|-|v|-|-|-|v|-|-|-|.| }}&lt;br /&gt;
{{chart|ME| |MG| |CE| |CA| |CU| |AO| |AA|ME=[[Maedhros]]|MG=[[Maglor]]|CE=[[Celegorm]]|CA=[[Caranthir]]|CU=[[Curufin]]|AO=[[Amrod]]|AA=[[Amras]]}}&lt;br /&gt;
{{chart| | | | | | | | | | | | | | | | | |!}}&lt;br /&gt;
{{chart| | | | | | | | | | | | | | | | |CE|CE=[[Celebrimbor]]}}&lt;br /&gt;
{{chart/end}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werksgeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tolkien entwickelte die Geschichte um die Figur Feanors in vielen Fassungen seines Oeuvre, beginnend ca. 1916 mit [[Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 1|HoME I, Die Ankunft der Elben und die Gründung von Kôr]] bis hin zu den [[The Peoples of Middle-earth|HoME XII, Part II, Shibboleth of Feanor]] von 1968. Die publizierte Fassung im [[Silmarillion]] spiegelt dabei etwa den letzten Entwicklungsstand von 1951-1952 aus der [[Morgoth’s Ring|HoME X, Part III, The Later Quenta Silmarillion]]. Eine erste relativ stabile Version mit allen wesentlichen Erzählelementen erreichte Tolkien aber bereits vor 1930 mit dem &amp;quot;Sketch of the Mythology&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Erschienen in [[The Shaping of Middle-earth]]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Werke ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Fassungen der Geschichte wich von den Kernelementen noch sehr stark ab:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies betrifft zum einen die Genealogie Feanors: Im [[Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 1|HoME I, Die Ankunft der Elben und die Gründung von Kôr]]  trat als sein Vater noch nicht Finwe  auf, sondern ein Elb namens Bruthwir. Entsprechend erschlug Melkor auch nicht Finwe, sondern Bruthwir.&amp;lt;ref&amp;gt;s. [[Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 1|HoME I, Melkos Diebstahl und die Verdunkelung von Valinor]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Finwe konnte also die Flucht der Noldor&amp;lt;ref&amp;gt;in den frühen Werken noch &#039;&#039;Noldoli&#039;&#039; genannt&amp;lt;/ref&amp;gt; antreten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum anderen findet sich eine weitere wesentliche Abweichung in der – weit ausführlicher beschriebenen – Art wie Feanor die Silmaril erschafft: &lt;br /&gt;
Dort erbat Feanor von den Teleri (noch mit „Solosimpi“ bezeichnet) eine Perle und eine Urne mit phosphoreszierendem Schaum. Er fügte den Glanz von Perlen und die Farben von Opalen hinzu und mischte den strahlenden Tau Telperions und einen winzigen Tropfen Laurelins hinzu. In späteren Versionen spielten die Teleri keine Rolle mehr; und auch die Edelsteine als Trägermaterial fand Feanor im Norden Amans. Die Frucht seines Schaffens konnte er erheblich länger bewundern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch gab es keinen Streit mit seinem Halbbruder Fingolfin, zumal er erst in späteren Versionen überhaupt Halbbrüder hat. Zudem versuchte Feanor die Silmaril neu zu erschaffen, nachdem Melkor sie stahl. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 1|HoME I, Melkos Diebstahl und die Verdunkelung von Valinor]] verlangte Feanor von Manwe, die Noldor nach Mittelerde zurückzubringen. Manwe verweigerte dies mit der Begründung, dass dort die Menschen gerade in ihrer Kindheit seien. Das wirft ein besonderes Licht auf das Motiv der Valar, die Eldar von Mittelerde nach Valinor zu bringen. In späteren Versionen wird dies zum Bestandteil von Melkors Lügengebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Adler [[Thorondor|Sorontur]] berichtete Manwe in [[Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 1|HoME I, Die Geschichte von Sonne und Mond]] von den verbrannten Schiffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Söhne Feanors und er selber sprachen in der ersten Fassung noch nicht den verhängnisvollen Eid. Erst in einer etwas späteren Version&amp;lt;ref&amp;gt;[[Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 1|HoME I, Gilfanons Geschichte: Das Leid der Noldoli und die Ankunft des Menschengeschlechtes]]&amp;lt;/ref&amp;gt;  schworen sie ihn – jedoch nicht in Valinor, sondern erst nach Feanors Tod in Mittelerde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besonders schöne Version des Eids dichtete Tolkien 1920 in alliterativen Versen:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=&#039;&#039;Be he friend or foe or foul offspring&amp;lt;br&amp;gt;of Morgoth Bauglir, be he mortal dark&amp;lt;br&amp;gt;that in after days on earth shall dwell,&amp;lt;br&amp;gt;shall no law nor love nor league of Gods,&amp;lt;br&amp;gt;no might nor mercy, not moveless fate,&amp;lt;br&amp;gt;defend him for ever from the fierce vengeance&amp;lt;br&amp;gt;of the sons of Feanor, whoso seize or steal&amp;lt;br&amp;gt;or finding keep the fair enchanted&amp;lt;br&amp;gt;globes of crystal whose glory dies not,&amp;lt;br&amp;gt;the Silmarils. We have sworn for ever!&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Autor=J. R. R. Tolkien &lt;br /&gt;
|Quelle=&#039;&#039;The Lays of Beleriand&#039;&#039;.&amp;lt;br&amp;gt;Kapitel VIII: &#039;&#039;Poems early abandoned&#039;&#039;.}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tolkien verfasste nicht nur Reimformen: In [[The Shaping of Middle-earth|HoME IV, The Quenta]] wird eine Version der Geschichte in Altenglisch wiedergegeben. Dort wird Feanor als &#039;&#039;Finbros Gimwyrhta&#039;&#039; (für ‚Juwelenschmied‘) genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen frühen Fassungen nahm Feanor die spätere Rolle Maidros ein, der von Melkor gefangennommen und gefoltert wurde, um die Herstellung der Juwelen zu erfahren. Nicht Feanor starb in dieser Version nach der Schlacht unter den Sternen, sondern Finwe (da noch als Noleme bezeichnet).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Charakter Feanors war noch leicht anders ausgeprägt, denn Feanors Eifersucht bzgl. der Silmaril war noch nicht so stark ausgeprägt: In [[Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 1|HoME I, Die Geschichte von Sonne und Mond]] notiert Tolkien: „Increase the element of the desire for Silmarils“ und „the [?first?lust] for juwels – especially for the sacred Silmarils – wants emphasizing“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frühe Phase schließen 1920 bis 1925 verschiedene Prosa-Fragmente ab, die zusammengenommen als erste Fassung des Silmarillions gelten könnten. Sie sind in [[The Shaping of Middle-earth|HoME IV, Part I]] veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bis zum Erscheinen des Herrn der Ringe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tolkien bezeichnete erstmalig eine Schriftstück mit &#039;Silmarillion&#039; - nämlich das zwischen 1925 und 1930 verfasste [[The Shaping of Middle-earth|HoME IV, Part II, The Earliest &#039;Silmarillion&#039;]]&lt;br /&gt;
In den Jahren von 1926 bis Dezember 1937 festigte sich die Erzählung mit der [[The Shaping of Middle-earth|HoME IV, Part III, The Quenta Noldorinwa]] von 1930 und den gleichzeitig geschriebenen [[The Shaping of Middle-earth|HoME IV, Part VI, The Earliest Annals of Valinor]], sowie den zwischen 1930 und 1937 korrigierten [[The Lost Road and Other Writings|HoME V, Part II, Annals of Valinor]]. Diese Bemühungen mündeten in den etwa 1937 verfassten [[The Lost Road and Other Writings|HoME V, Quenta Silmarillion]]. Dort tauchen alle wesentlichen Elemente auf: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Genealogie entspricht der publizierten Fassung des Silmarillion: Feanor tritt in [[The Shaping of Middle-earth|HoME IV, Part II, The Earliest &#039;Silmarillion&#039;]] erstmals als Sohn von Finwe mit den Halbbrüdern Fingolfin und Finarfin&amp;lt;ref&amp;gt;In der Quenta Noldorinwa heißt Finwe noch Finn.&amp;lt;/ref&amp;gt; auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auch die Entwicklung der Geschichte entspricht dem Verlauf im Silmarillion: Feanor bedrohte Fingolfin; Feanor trug zum Fest widerspenstig die Silmaril; während der Rebellion erschlug Melkor Finwe; der Eid Feanors wurde vor der Flucht der Noldor gesprochen; die Weissagung des Nordens wurde erstmals Mandos zugerechnet und Feanor wurde von Gothmog getötet.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Späte Werke ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tolkien wendete sich nach dem Erscheinen des Herrn der Ringe eher der Metaphysik von Arda zu, also den Fragen nach der Unsterblichkeit der Elben, [[Fea und Hroa]] und ähnlichen Themen. Inhaltlich veränderte er in den 1951 bis 1952 verfassten [[Morgoth’s Ring|HoME X, Part II, Annals of Aman]] und  [[Morgoth’s Ring|HoME X, Part III, The Later Quenta Silmarillion]] nur noch relativ wenig an der Geschichte Feanors. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herrn der Ringe führte Tolkien ein neues Artefakt ein, das es bis dahin noch nicht gab: die Palantíri. In den Fassungen vor dem Erscheinen des Herrn der Ringe gab es noch keine Verbindung Feanors zu ihnen. Doch im Herrn der Ringe erwähnt Gandalf, dass Feanor während des Zeitalters der Bäume vielleicht auch die [[Palantíri]] erschuf. Mit der ersten Überarbeitung der Quenta Silmarillion zur &#039;&#039;Later Quenta&#039;&#039; 1951 fügte Tolkien den Satz „and other crystals he made also, wherein things far away could be seen small but clear, as with the eyes of the eagles of Manwë“ ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://gernot-katzers-spice-pages.com/tolkien/edain.pdf Stammbaum der Eldar und Atani]&lt;br /&gt;
* [http://ardapedia.herr-der-ringe-film.de/images/f/f3/Ardapedia_Silmarillon_Genealogie.pdf Silmarillion Stammbaum herunterladen (PDF, ca. 108 kb)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[J. R. R. Tolkien]]: &#039;&#039;[[Das Silmarillion]]&#039;&#039;. Herausgegeben von [[Christopher Tolkien]].&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Quenta Silmarillion&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** V &#039;&#039;Von Eldamar und den Fürsten der Eldalië&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** VI &#039;&#039;Von Feanor und der Loskettung Melkors&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** VII &#039;&#039;Von den Silmaril und der Unruhe der Noldor&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** VIII &#039;&#039;Von der Verdunkelung Valinors&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** IX &#039;&#039;Von der Verbannung der Noldor&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** XIII &#039;&#039;Von der Rückkehr der Noldor&#039;&#039;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 1]]&#039;&#039;. Herausgegeben von Christopher Tolkien.&lt;br /&gt;
*Kapitel V: &#039;&#039;Die Ankunft der Elben und die Gründung von Kôr&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Kapitel VI: &#039;&#039;Melkos Diebstahl und die Verdunkelung von Valinor&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Kapitel VII: &#039;&#039;Die Flucht der Noldoli&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Kapitel VIII: &#039;&#039;Die Geschichte von Sonne und Mond&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Kapitel X: &#039;&#039;Gilfanons Geschichte: Das Leid der Noldoli und die Ankunft des Menschengeschlechtes&#039;&#039;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[The Lays of Beleriand]]&#039;&#039;. Herausgegeben von Christopher Tolkien.&lt;br /&gt;
*Kapitel II: &#039;&#039;Poems early abandoned&#039;&#039; &lt;br /&gt;
*Kapitel III: &#039;&#039;The Lay of Leithian&#039;&#039; &lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[The Shaping of Middle-earth]]&#039;&#039;. Herausgegeben von Christopher Tolkien.&lt;br /&gt;
*Part I: &#039;&#039;PROSE FRAGMENTS FOLLOWING THE LOST TALES&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Part II: &#039;&#039;THE EARLIEST ‘THE SILMARILLION’&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Part III: &#039;&#039;The Quenta Noldorinwa&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Part VI: &#039;&#039;THE EARLIEST ANNALS OF VALINOR&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[The Lost Road and Other Writings]]&#039;&#039;. Herausgegeben von Christopher Tolkien.&lt;br /&gt;
*Part II, Kapitel II: &#039;&#039;THE LATER ANNALS OF VALINOR&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[The Treason of Isengard]]&#039;&#039;. Herausgegeben von Christopher Tolkien.&lt;br /&gt;
*Kapitel XIII: &#039;&#039;Galadriel&#039;&#039;, S. 255&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Morgoth’s Ring]]&#039;&#039;. Herausgegeben von Christopher Tolkien.&lt;br /&gt;
*Part II: &#039;&#039;Annals of Aman&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Part III: &#039;&#039;The Later Quenty Silmarillion&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[The Peoples of Middle-earth]]&#039;&#039;. Herausgegeben von Christopher Tolkien.&lt;br /&gt;
*Part II: &#039;&#039;Late Writings&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Sequence|list=[[Hoher König der Noldor]]|prev=[[Finwe]]|date=1495 – 1497 [[Erstes Zeitalter|E.Z.]] ([[Jahre der Bäume|J.B.]])|next=[[Maedhros]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elben]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Noldor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hohe Könige der Noldor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Fëanor]]&lt;br /&gt;
[[fr:encyclo/personnages/elfes/noldor/feanor]]&lt;br /&gt;
[[fi:Fëanor]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xsi</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ardapedia.org/w/index.php?title=Melkor&amp;diff=89841</id>
		<title>Melkor</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ardapedia.org/w/index.php?title=Melkor&amp;diff=89841"/>
		<updated>2011-10-04T10:19:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Xsi: /* Namen und Titel */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Morgoth.jpg|thumb|300px|Melkor mit der Silmaril-Krone]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Melkor&#039;&#039;&#039; ([[Quenya]] für ‚Er, der in Macht ersteht‘) ist in [[J. R. R. Tolkien|Tolkiens]] [[Legendarium]] der große aufrührerische [[Valar|Vala]], der sich aus Selbstsucht und Herrschaftsdrang gegen den Willen [[Ilúvatar]]s wendet und so zum Ursprung alles Bösen wird. Zu Beginn der mächtigste aller [[Ainur]] überzieht er die anderen Valar mit Krieg, verführt viele der [[Maiar]] und verdirbt [[Arda]]. Später unter dem Namen &#039;&#039;&#039;Morgoth&#039;&#039;&#039; ([[Sindarin]] für ‚Schwarzer Feind der Welt‘) bekannt, bestimmt sein Krieg gegen die [[Elben]] und [[Menschen]] von [[Mittelerde]] maßgeblich den Verlauf des [[Erstes Zeitalter|Ersten Zeitalters]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Volk ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ainur, Valar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitangabe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1 [[Zeitalter vor den Tagen|Z.T]]:&#039;&#039;&#039; Melkor steigt auf [[Arda]] herab und macht die Werke der anderen Valar zunichte.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1500:&#039;&#039;&#039; [[Tulkas]] vertreibt Melkor, der daraufhin in die [[Kúma|Äußere Leere]] flieht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;3400:&#039;&#039;&#039; Melkor kehrt heimlich nach Arda zurück und erbaut [[Utumno]].&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;3450:&#039;&#039;&#039; Melkor zerstört [[Illuin und Ormal]] und vertreibt die Valar aus [[Mittelerde]]. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1080 [[Erstes Zeitalter|E.Z. (JB)]]:&#039;&#039;&#039; Melkor entdeckt als erster die neu erwachten [[Elben]] bei [[Cuiviénen]]. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1090 bis 1100:&#039;&#039;&#039; Melkor wird im [[Krieg der Mächte]] von den Valar belagert und schließlich besiegt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1100 bis 1400:&#039;&#039;&#039; Melkor verbüßt seine Strafe in [[Mandos (Gebäude)|Mandos’ Kerker]] und wird anschließend losgekettet.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1450 bis 1490:&#039;&#039;&#039; Langsam stachelt Melkor die [[Noldor]] gegen die Valar auf und vergiftet so den [[Mittag von Valinor]].&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1490:&#039;&#039;&#039; Nach Aufdeckung seiner Lügen flieht Melkor vor Tulkas, der ausgeschickt wird, ihn zu suchen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1492:&#039;&#039;&#039; Melkor besucht [[Feanor]] in [[Formenos]]. Er versucht, ihn als Verbündeten zu gewinnen, jedoch vergebens. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1495:&#039;&#039;&#039; Mit [[Ungoliant]]s Hilfe vernichtet Melkor die [[Zwei Bäume]], stiehlt die [[Silmaril]] und flieht anschließend in den Norden von Mittelerde, wo er [[Angband]] wieder aufbaut.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1497:&#039;&#039;&#039; Melkor entsendet eine Streitmacht, um die Elben von [[Beleriand]] zu vernichten. Im selben Jahr schickt er ein Heer aus, das Feanors Volk vernichten soll, es scheitert jedoch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;60 [[Erstes Zeitalter|E.Z. (JS)]]:&#039;&#039;&#039; Erneut versucht Melkor, die Elben zu vernichten. Wieder wird er geschlagen und die Noldor beginnen, ihn in seiner Festung zu belagern.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;155:&#039;&#039;&#039; Ein von Melkor nach [[Hithlum]] geschicktes Heer wird von Fingolfin vernichtet.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;455:&#039;&#039;&#039; Melkor befreit sich aus der Umklammerung der Noldor. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;456:&#039;&#039;&#039; Melkor wird von [[Fingolfin]] und [[Thorondor]] schwer verwundet.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;466:&#039;&#039;&#039; Durch [[Beren Erchamion|Beren]] und [[Lúthien]] verliert Melkor einen Silmaril.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;473:&#039;&#039;&#039; Melkor überzieht Beleriand erneut mit Krieg und vernichtet die Elben fast vollständig.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;510:&#039;&#039;&#039; Von [[Maeglin]] erfährt Melkor den Standort von [[Gondolin]], das er daraufhin angreift und zerstört.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;583:&#039;&#039;&#039; Im [[Krieg des Zorns]] wird Melkor endgültig besiegt und anschließend in die Äußere Leere verbannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Melkor war der größte aller Ainur, die von Ilúvatar vor der Schöpfung [[Ea]]s erschaffen wurden. Große Macht war ihm verliehen worden und er war gleichen Ranges mit seinem Bruder [[Manwe]]. An allen Kenntnissen und Fähigkeiten der anderen Ainur hatte er Anteil. Er war von großem Verlangen erfüllt, Dinge zu schaffen, die seinen eigenen Vorstellungen entstammten. So wandte er sich als erster gegen den Willen Ilúvatars. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arda erschaffen wurde, wollte er wie seine Brüder und Schwestern die Schöpfung vollenden und sie für die [[Eruhíni|Kinder Ilúvatars]] einrichten. Allerdings gedachte er, dabei seine eigenen Vorstellungen zu verwirklichen und alleine, ohne seine Macht mit den anderen zu teilen, über alles zu herrschen. Auch die [[Elben]] und [[Menschen]] wollte er unterwerfen und zu seinen Knechten und Dienern machen. Im Anfang begehrte er das Licht, doch als er erkannte, dass er es nicht beherrschen konnte, begann er es zu fürchten und umgab sich mit Schatten und Dunkelheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn er zu Beginn der schöpferischste aller Ainur war, so besaß er doch wenig Geduld und hatte keinen Sinn für die Feinheiten bei der Schaffung der Welt. Demnach galt seine Vorliebe dem Grellen und Gewaltigen. Dennoch war er bei all seinen Werken von großem Ehrgeiz erfüllt. In besonderem Maße begeistert war Melkor von Qualm und Feuer. Beides bestimmte viele seiner Werke grundlegend. Als seine mächtigsten Waffen galten Kälte und Finsternis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus seiner Unfähigkeit, die Schöpfungen anderer zu achten, resultierte der Verfall seiner anfänglichen Herrlichkeit. Nach und nach wurde er von Neid und Hass zerfressen. Er begann, alles zu verachten, was nicht er selbst geschaffen hatte. Sein Wesen wurde gnadenlos und tyrannisch. Aus seiner Weisheit wurde List. Sein anfangs naiver Eigensinn wandelte sich in List und Tücke. Ohne sich dafür zu schämen wurde er zum Lügner, um sich alles, was ihm nützen könnte, gefügig zu machen. Seine Schöpfungskraft verausgabte er für Zerstörung, Verzerrung und Nachahmung. So bestimmte er das Gesicht der Erde in erster Linie, indem er die Werke der anderen Valar zunichte machte und verdarb. Auch bei den Lebewesen, die er schuf, ahmte er nur die Schaffungen anderer nach. So waren die [[Orks]] den Elben und die [[Trolle]] den [[Ents]] nachgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Äußere Erscheinung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei seinem Eintreten in Ea nahm Melkor eine dunkle und schreckliche Gestalt an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
|Text=Und er stieg auf Arda hinab, größer an Macht und Würde als jeder andre der Valar, wie ein Berg, der im Meere watet, das Haupt über den Wolken, in Kleidern von Eis und mit einer Krone von Qualm und Feuer; und das Licht aus Melkors Augen war wie eine Flamme, die mit Hitze sengt und mit schrecklicher Kälte schneidet.&lt;br /&gt;
|Autor=J. R. R. Tolkien&lt;br /&gt;
|Quelle=&#039;&#039;Das Silmarillion&#039;&#039;. &#039;&#039;Ainulindale&#039;&#039;, &#039;&#039;Die Musik der Ainur&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Gefangenschaft in Mandos’ Kerker machte Melkor von seiner Fähigkeit, die Gestalt zu wechseln, Gebrauch, um den Bewohnern Valinors seine Heilung vom Bösen vorzutäuschen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
|Text=But since in that time all his words and works were fair, and he became in outward form and seeming even as the Valar his brethren, Manwe gave him his freedom within Valinor. &lt;br /&gt;
|Übersetzung=Aber da zu jener Zeit all seine Worte und Taten edel waren und er in äußerer Erscheinung und Art den Valar, seinen Brüdern, gleich wurde, gab ihm Manwe seine Freiheit innerhalb von Valinor.&lt;br /&gt;
|Autor=J. R. R. Tolkien&lt;br /&gt;
|Quelle=&#039;&#039;Morgoth’s Ring&#039;&#039;. Part Two: &#039;&#039;The Annals of Aman&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
|Übersetzer=Ardapedia&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er Ungoliant in [[Avathar]] aufsuchte, nahm Melkor wieder die komplett in Schwarz gekleidete Gestalt des Tyrannen von Utumno an und diese Gestalt behielt er fortan für immer. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie durch die Schandtaten Morgoths jedoch immer kleiner. Am Ende des Ersten Zeitalters, kurz vor seiner Verbannung, war Melkors Aussehen immer noch von Größe und Majestät. Jedoch war er durch die Wunden, die Fingolfin und Thorondor ihm beigebracht hatten, schwer gezeichnet und hatte von der Hitze der Silmaril schwarz gebrannte Hände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen und Symbole ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Kriege von Beleriand war sein Wappen ein ausnahmslos schwarzer Schild, der keine Insignien enthielt. Das Symbol seiner Macht im Norden von Mittelerde war die Eisenkrone, in die die Silmaril eingefasst waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensgeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ainulindale ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch vor der Schaffung Eas wurde Melkor als einer der Ainur, die Ilúvatars Gedanken entsprungen waren, ins Sein gerufen. Unter den anderen stach er am meisten hervor, weil er alle Gaben, die Ilúvatar zu vergeben hatte, auf sich vereinigte. Oft und lange wanderte er in der Äußeren Leere umher und kam dabei auf eigene Gedanken, die den anderen Ainur fremd waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Ainulindale|Musik der Ainur]] versuchte er daher, seine eigenen Vorstellungen in sein Lied mit einzuflechten. Dies verursachte einen Missklang gegen das Thema Ilúvatars und viele der Mitsingenden wurden durch Melkor verunsichert. Manche stockten in ihrem Gesang, andere begannen, sich an Melkors Gedanken anzupassen. Der Missklang breitete sich aus und schließlich gab es nur noch ein Meer wirrer Töne. Ilúvatar schuf daher ein neues Thema. Doch auch gegen dieses kämpfte Melkor erbittert an und er behielt die Oberhand. Schließlich ließ Ilúvatar ein drittes Thema erklingen. Wieder bäumte sich Melkor dagegen auf und obwohl er es diesmal nicht besiegen konnte, so kämpfte er doch dagegen an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Schluss ließ Ilúvatar die Musik verstummen. Er wies Melkor zurecht, indem er ihm offenbarte, dass kein Lied gegen Ilúvatars Willen verändert werden könnte. Da war Melkor von Scham und Zorn erfüllt, doch er versteckte seine Gefühle. Ilúvatar zeigte den Ainur nun die von ihnen während des Gesangs geschaffene Welt. Melkor gab er mit auf den Weg, dass er mit der Zeit erkennen würde, dass er seine Vorstellungen nur zum Teil werde verwirklichen können.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eintritt in Ea und Erster Krieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Melkor entschloss sich früh, an der Schöpfung teil zu haben und in sie einzutreten. Im Anfang glaubte er von sich selbst, alles zum Wohle der Kinder Erus einrichten zu wollen. Wie zuvor bei der Ainulindale war Melkor auch in Ea der Größte unter den Ainur. Er war in der Lage, die Stürme und die extremen Temperaturen, die in der Welt wüteten, zu bändigen. Bald wurde ihm aber klar, dass er wie Ilúvatar selbst Untertanen haben und über deren Willen gebieten wollte. Die Welt sollte ganz und gar nach seinen eigenen Vorstellungen gestaltet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich die anderen Ainur, allen voran Melkors Bruder Manwe, sowie [[Ulmo]] und [[Aule]] daran machten, die Schöpfung zu vollenden, versuchte Melkor, alle ihre Werke zu beeinflussen und nach seinen eigenen Wünschen und Plänen zu gestalten. So entfachte er die großen Brände und verordnete den strengen Frost. Das Königreich Arda erklärte er Manwe gegenüber zu seinem Eigentum. Manwe widersprach seinem Bruder jedoch und viele Ainur kamen ihm zu Hilfe. Gemeinsam erreichten sie, dass Melkor sich vorerst in andere Bereiche zurück zog und dort machte, was er wollte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er aber bemerkte, dass die Valar und ihre neu versammelte Dienerschaft sich daran machten, die Schöpfung zu vollenden, überzog er sie mit [[Erster Krieg|Krieg]] und behinderte sie, wo immer er nur konnte. Wo sie Länder erbauten, zerstörte er sie. Wo sie Täler gruben, schüttete er sie zu. Wo sie Berge meißelten, warf er sie um. Wo sie Meeren ihr Bett gaben, verspritzte er sie. In diesen Auseinandersetzungen behielt Melkor lange Zeit die Oberhand und herrschte über die meisten Länder der Erde. Glanzvoll war er in jenen Tagen und viele der niederen [[Maiar|Geister]] wurden von seiner Macht angezogen und folgten ihm. Jedoch begann er bereits zu dieser Zeit, sich der Dunkelheit zuzuwenden und alles, was lebte, mit Schrecken zu erfüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vertreibung durch Tulkas und Rückkehr nach Ea ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Tulkas]], ein kühner und starker Geist, der lange Zeit in den Hallen Ilúvatars gewohnt hatte, hörte, dass es in Arda Krieg gab, trat er ebenfalls in die Schöpfung ein. Vor seinen Fäusten und seinem unbändigen Lachen floh Melkor und verbarg sich in der Äußeren Leere. Daraufhin hatte die Welt, trotz der Beschädigungen, die sie hatte erleiden müssen, für lange Zeit Frieden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Melkor blieb nicht untätig und durch seine Spione wusste er von allem, was geschah. Als er sah, wie die Erde unter der Fürsorge und Liebe der anderen Valar zu voller Schönheit aufblühte, wuchs sein Hass auf die Werke seiner Brüder. So versammelte er alle Wesen aus den [[Zeitlose Hallen|Hallen Ilúvatars]], die er verführt hatte, ihm zu dienen, um sich und wartete auf den geeigneten Zeitpunkt für seine Rückkehr. Nachdem sich die Valar auf der Insel [[Almaren]] für eine Zeit zur Ruhe gelegt hatten, sah Melkor seine Stunde gekommen und kehrte mit seiner Gefolgschaft über die [[Mauern der Nacht]] in die Welt zurück. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im hohen Norden, dort, wo das Licht der Leuchten der Valar nur schwach war, grub er unter dem Zaun der [[Ered Engrin]] eine große Festung, die &#039;&#039;Utumno&#039;&#039; geheißen wurde. Von ihr gingen bald Unheil und Schrecken aus, die den [[Frühling von Arda|Frühling Ardas]] verdarben. Dort begann Melkor mit der Züchtung von Ungeheuern unterschiedlichster Gestalt. Schon bald bemerkten die Valar, dass ihr alter Widersacher wieder am Werk war, doch konnten sie ihn nicht finden, da er sich in seiner unterirdischen Festung versteckte und ganz auf die Stärke seiner Diener vertraute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vertreibung der Valar und Herrschaft über Mittelerde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Valar zuvorkommend, überzog Melkor sie erneut mit Krieg und warf die großen Leuchten Illuin und Ormal um. Ihr Sturz zerstörte den Wohnsitz der Valar, die Insel Almaren, und brachte Länder und Meere in Unordnung. In dem Tumult schaffte es Melkor, nach Utumno zu entkommen. Die Valar konnten ihn damals jedoch nicht finden, da sie zu viel von ihrer Kraft brauchten, um die Erde wieder zu beruhigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um weiteren Auseinandersetzungen mir ihm aus dem Weg zu gehen zogen sie sich nach der Beseitigung des Chaos nach [[Aman]], in den äußersten Westen, zurück und überließen Melkor Mittelerde. Dieser begann daraufhin, den Kontinent mit Dunkelheit und Kälte zu erfüllen und ihn mit seinen Kreaturen zu bevölkern. Und im Norden, in seiner großen Festung, wählte er unter seinen Dienern die mächtigsten aus und stattete sie mit einer Gestalt aus Qualm und Feuer aus. Sein mächtigster Diener jedoch, [[Sauron]], erhielt den Oberbefehl über die Festung Angband, die Melkor unter dem westlichen Zipfel der Eisenberge erbaut hatte, um einem Angriff der Valar im Westen begegnen zu können. Als die Elben bei Cuiviénen [[Cuivienyarna|erwachten]], bemerkte Melkor es als erster, fing einige von ihnen ein und züchtete daraus das Volk der Orks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krieg der Mächte und Gefangenschaft in Valinor ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Valar die Elben entdeckten, die in Cuiviénen unter dem Schatten Melkors lebten, besannen sie sich auf ihre Verantwortung für die Kinder Ilúvatars und entschlossen sich, Mittelerde von Melkors Herrschaft zu befreien. So begann der [[Krieg der Mächte]]. Schnell wurden Melkors Vorposten im Westen zerstört und eine Wache bei Cuiviénen aufgestellt. In Utumno wurde Melkor lange Zeit belagert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende aber wurden die Tore der Festung durchbrochen und Melkor selbst von Tulkas niedergerungen. Anschließend brachte man ihn mit der Kette [[Angainor]] gefesselt nach Valinor. Dort wurde er vor die Throne der Valar geführt. Obwohl er Manwe gegenüber Reue vortäuschte und um Gnade flehte, wurde sie ihm verwehrt. Er wurde verurteilt, drei Zeitalter in der Festung von Mandos als Gefangener verbringen zu müssen. Während dieser Gefangenschaft vergaß Melkor nicht, dass die Elben der Grund für seinen Sturz waren und er schwor insgeheim Rache gegen die älteren Kinder Erus.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freilassung und Betörung der Noldor ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ablauf der drei Zeitalter wurde Melkor erneut vor Manwe geführt. Ihm Angesicht des vor Schönheit blühenden Valinors und der glücklichen Elben, die im Licht der Zwei Bäume bei den Valar lebten, ging sein Herz vor Neid und Hass über. Aber er verschob seine Rache und warf sich erneut vor Manwe in den Staub. Er gelobte, den Valar bei der Heilung der Wunden, die er der Welt zugefügt hatte, zu helfen. Da gewährte Manwe ihm Vergebung. Jedoch wurde es Melkor vorerst verboten, die Stadt Valmar zu verlassen. Gegenüber den anderen Valar täuschte er seine Heilung vom Bösen vor. Trotzdem trauten ihm einige, darunter Ulmo und Tulkas, nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dieser Zeit bemühte sich Melkor stets, den Bewohnern Valinors mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Nach einer Weile erlaubte man ihm, sich frei im Land hinter den [[Pelóri]] zu bewegen. Am meisten bemühte sich Melkor, die Gunst der [[Eldar]] zu gewinnen, denn er gedachte sie zu verderben, weil sie Schuld daran hatten, dass die Valar ihn angegriffen und gefangen genommen hatten. Vor allem die Noldor waren ihm zugetan, denn sie waren ebenso ehrgeizig und wissbegierig wie er selbst. So nahmen sie bereitwillig auf, was er ihnen von seinem Geheimwissen offenbarte. Oft mischte er sich unter sie und sprach zu ihnen. In seine Reden wob er fein und versteckt Worte ein, die in den Noldor das Verlangen weckten, neue Lande zu entdecken und die langsam dazu beitrugen, dass ihnen Valinor zu klein wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Feanor die Silmaril schuf, begehrte Melkor diese zutiefst und er sah sie als sein Eigentum an, denn er glaubte, dass sie ohne seine Hilfe nicht hätten gefertigt werden können. Daraufhin arbeitete er noch energischer darauf hin, die Freundschaft zwischen den Elben und den Valar zu vergiften. Er gaukelte den Noldor vor, von den Valar gefangen gehalten zu werden und der Herrschaft über Mittelerde beraubt worden zu sein. Viele von ihnen glaubten diesen tückischen Reden. Auch innerhalb des Hauses [[Finwe]] stiftete Melkor Unfrieden und Feanor begann, seinen Halbbrüdern zu misstrauen und offen gegen die Valar zu reden. Deswegen wurde er für eine Weile aus Valmar verbannt, doch auch Melkors Intrigen wurden zu jener Zeit aufgedeckt und Tulkas wurde geschickt, ihn zu suchen. Als Melkor die Aufdeckung seiner Lügen erkannte, versteckte er sich eine Zeit lang. Bald darauf jedoch besuchte er Feanor in seinem Exil in Formenos und sprach mit ihm. Er bot ihm seine Freundschaft an und log ihm vor, die Valar würde es nach den Silmaril verlangen. Doch Feanor erkannte seine wahren Absichten und wies ihn ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zerstörung der Zwei Bäume und Flucht aus Aman === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zorn zog Melkor daraufhin nach Avathar und suchte die Riesenspinne Ungoliant auf, die ihm einst gedient hatte. Er versuchte sie zu überreden, ihm dabei behilflich zu sein, die Bäume des Lichts, die Quelle des Glücks von Valinor, zu ermorden. Als die Spinne, die sich vor den Valar fürchtete, zögerte, gelobte er, sie reich für ihre Hilfe zu belohnen. Da spann Ungoliant ein Netz aus Dunkelheit und Furcht um sich selbst und ihren ehemaligen Gebieter und gemeinsam machten sie sich auf den Weg nach Valmar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort fand zu jener Zeit ein Fest statt, so dass die Valar abgelenkt waren und nicht wussten, was Melkor vor hatte. Während sie in Frieden mit den Bewohnern Valinors feierten, begab sich Melkor zum [[Ezellohar]], dem Hügel, auf dem die Lichtbäume standen. Mit seinem schwarzen Speer verwundete er sie tief und Ungoliant trank das Blut, das aus ihnen floss. Als die Bäume tot waren, lag Dunkelheit und Verwirrung über Aman und Melkor machte sich auf den Weg nach Norden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er nach Formenos kam, um die Silmaril zu stehlen, stellte sich ihm Feanors Vater Finwe, der [[Hoher König der Noldor|Hohe König der Noldor]], in den Weg. Doch Melkor erschlug ihn und stahl alle Edelsteine aus der Schatzkammer Feanors, einschließlich der Silmaril. Anschließend ging er nach Norden, passierte gemeinsam mit Ungoliant die [[Helcaraxe]] und gelangte wieder in den Norden von Mittelerde. Feanor jedoch, als er vom Diebstahl seiner Schätze erfuhr, verfluchte Melkor und nannte ihn &#039;&#039;Morgoth&#039;&#039;. Diesen Namen behielt er fortan für immer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückkehr nach Mittelerde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Morgoth das Gebiet erreichte, in dem sich immer noch die Ruinen seiner zerstörten Festung Angband befanden, hielt Ungoliant ihn an. Immer noch war sie hungrig und da sie durch das viele Licht, das sie verschlungen hatte, ungeheuer groß geworden war, überließ Morgoth ihr notgedrungen die Gemmen, die er bei sich trug. Als die Spinne auch die Silmaril für sich verlangte, verweigerte Morgoth sie ihr, da er sie um keinen Preis hergeben wollte. Ungoliant fing daraufhin an, ihn zu erwürgen. In seiner Verzweiflung stieß Morgoth einen gewaltigen Schrei aus, der die Balrogs, die in den Ruinen unter Angband hausten, herbei rief. Sie befreiten ihren Gebieter und vertrieben Ungoliant. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun versammelte Morgoth wieder alle Diener um sich, die er noch finden konnte. Mit ihnen zog er nach Angband und baute die gigantischen Hallen und Verliese der Festung wieder auf. Über ihrem südlichen [[Tor von Angband|Tor]] türmte er den [[Thangorodrim]] auf. Erneut begann er mit dem Züchten von Ungeheuern und Dämonen, deren Zahl rasch anwuchs. In Angband schmiedete Morgoth eine [[Eisenkrone|Krone aus Eisen]], in die er zum Zeichen seiner Würde die Silmaril einsetzte. Im Folgenden schickte er sich erneut an, die Herrschaft über Mittelerde zu übernehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kriege gegen die Bewohner von Beleriand ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erste Schlacht ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Melkor von den Elben erfuhr, die in Beleriand lebten, entschloss er sich sie mit einem schnellen Schlag zu zerschmettern. Er schickte zwei Heere aus, um zum einen die [[Sindar]] in [[Doriath]] unter [[Elwe|Thingol]], zum anderen die [[Falathrim]] an der [[Falas|Küste]] unter [[Círdan]] zu vernichten. Während die erste Armee erfolgreich gegen Círdans Volk an der Küste vorging, gelang es Thingol, die zweite mit Hilfe der [[Nandor]] zu besiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dagor-nuin-Giliath ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgoths Pläne, Beleriand mit ein paar schnellen Schlägen zu erobern, wurden von Feanor durchkreuzt, der mit einer großen Anhängerschaft nach Mittelerde kam, um die Silmaril zurückzuerobern. Als Morgoth davon erfuhr, entschloss er sich, die Noldor mit einem schnellen Angriff zu zerschlagen, bevor sie sich zurechtfinden und Siedlungen erbauen konnten. So schickte er ein Orkheer aus. Er hatte jedoch nicht mit der Stärke der Noldor gerechnet und seine Kreaturen wurden vernichtend geschlagen. Trotzdem hatte Morgoth Grund zur Freude, denn Feanor verfolgte in seinem Hass auf den Dunklen Herrscher die überlebenden Orks bis vor die Tore von Angband. Dort angelangt musste er sich den Balrogs unter [[Gothmog (Balrog)|Gothmog]] stellen, die Morgoth ausgeschickte hatte, um ihn zu töten. Obwohl Feanors Zorn groß war, wurde er schließlich von Gothmog erschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dagor Aglareb ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald nach Feanors Tod wurde sein Volk von Fingolfins Schar verstärkt. Zusammen gründeten sie neue Reiche in Mittelerde. Morgoth wartete er eine Weile, dann griff er die Elben erneut an. In der [[Dagor Aglareb]] wurde seine Armee von den Truppen Fingolfins und Maedhros’ bezwungen. Danach stellten die Noldor Wachen rund um Dor Daedeloth auf belagerten Angband von Westen, Süden und Osten. Viele Festungen wurden an den Grenzen von Morgoths Reich erbaut und der Dunkle Herrscher ließ die Tore seiner Festung schließen. Lange Zeit wagte sich keiner seiner Diener mehr aus ihr hervor.      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dagor Bragollach und Kampf gegen Fingolfin ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Belagerung blieb Morgoth nicht untätig: Er schuf neue schreckliche Ungeheuer, schmiedete Pläne und füllte seine Truppen auf. Die einzige militärische Aktion, die er während dieser Zeit unternahm, bestand aus einem Angriff gegen Fingolfin in Hithlum. Jedoch wurde auch diese Armee von den Noldor besiegt. Fast 400 Jahre nach der Dagor Aglareb befreite er sich mit einem schnellen Schlag aus der Umklammerung der Elben. Zuerst schickte Flammenströme, die ganz [[Ard-galen]] verbrannten. Ihnen folgten zahllose Truppen seiner Krieger, angeführt von [[Glaurung]], dem Vater der [[Drachen]], die Morgoth während der Belagerung gezüchtet hatte. Viele Gebiete, darunter [[Dorthonion]] und [[Maglors Lücke]], konnten von seinen Diener erobert werden. Die Hauptfestungen der Noldor jedoch, [[Barad Eithel]] und [[Burg von Maedhros|Maedhros’ Burg]], konnten von ihren Verteidigern gehalten werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings sah Fingolfin angesichts der großen Verluste seines Volkes keine Hoffnung mehr im Kampf gegen Morgoth. So ritt er zum Tor von Angband und forderte den Dunklen Herrscher zum Zweikampf heraus. Dieser hätte sich dem Kampf am liebsten entzogen, wollte vor seiner Dienerschaft aber nicht als Feigling dastehen. So kam er aus seiner Burg hervor und stellte sich Fingolfin. Obwohl der Hohe König der Noldor hoffnungslos unterlegen war, dauerte der Kampf doch lange und siebenmal gelang es ihm, den Dunklen Herrscher zu verwunden. Am Ende musste er sich aber dem [[Grond (Unterwelthammer)|Unterwelthammer]] geschlagen geben. Als Morgoth seinen zerbrochenen Leib aufhob, um ihn an seine Wölfe zu verfüttern, stieß der [[Adler|Adlerkönig]] Thorondor vom Himmel herab, zerfetzte ihm das Gesicht und entriss ihm Fingolfins Leib. Morgoth zog sich daraufhin in seine Festung zurück und aus Furcht vor weiteren Verletzungen verließ er sie bis zum Ende des Ersten Zeitalters nicht mehr.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Beraubung durch Beren und Lúthien ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Zeit nach dem Ende Fingolfins betraten Beren und Lúthien auf ihrer Fahrt nach dem Silmaril, getarnt durch Lúthiens Zauberkraft den Thronsaal Morgoths. Durch die Macht des Dunklen Herrschers wurden beide ihrer Verkleidung beraubt. Als Morgoth jedoch die Schönheit der Tochter Thingols erblickte, verfiel er in lüsterne Gedanken und als sie vor ihm tanzte, erlag er ihrem Schlafzauber. So verlor er einen Silmaril an die beiden. Die anderen blieben jedoch bis zum Krieg des Zorns in seinem Besitz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nirnaeth Arnoediad ==== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bestärkt durch die Taten Berens und Lúthiens schloss Maedhros bald danach einen Bund mit den anderen Noldorfürsten, den Zwergen und den inzwischen erwachten Menschen, um Morgoth endgültig zu besiegen. Zunächst vertrieb das Bündnis die Diener des Dunklen Herrschers aus Beleriand und sammelte sich anschließend zum Angriff auf Angband. Durch seine Spione wusste Morgoth aber von allem. Und in der folgenden großen Schlacht war dank des Verrats der [[Ostlinge]], die er mit falschen Versprechungen verführt hatte, der Sieger. So töteten seine Heerführer viele der Edlen unter den Elben und Menschen. Nach der Schlacht war Beleriand fast vollständig von Morgoths Kreaturen besetzt. Nur [[Turgon (Sohn von Fingolfin)|Turgons]] Reich in Gondolin war von ihnen unberührt und Morgoth wusste davon, doch er konnte die Stadt nicht ausfindig machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Eroberung von Gondolin ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Zeit später nahmen Morgoths Diener Maeglin in den Bergen nördlichen von Gondolin gefangen und brachten ihn nach Angband. Unter Androhung schlimmster Folter erfuhr der Dunkle Herrscher von ihm den Standort von Turgons Stadt. So schickte er ein Heer von Orks, Balrogs und Drachen gegen das letzte Reich der Noldor in Beleriand. Dem Ansturm konnte die Stadt nicht standhalten. Sie wurden zerstört und ihr König getötet. Obwohl die Elben von Beleriand damit nahezu besiegt waren, war Morgoths Reich doch dem Untergang geweiht, denn [[Earendil der Seefahrer|Earendil]], der Enkel Turgons, entkam dem Untergang der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krieg des Zorns und Verbannung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein paar Jahre nach dem Fall Gondolins segelte Earendil nach Valinor, um die Valar zu bitten, Mittelerde von Morgoths Herrschaft zu befreien. Durch seine Bitten erweicht, rüsteten sich die Valar für eine letzte Schlacht gegen ihren alten Widersacher. Eine gewaltige Streitmacht, angeführt von Manwes Herold [[Eonwe]], kam über das Meer nach Beleriand und zog vor die Tore Angbands. Obwohl Morgoths Streitkräfte mittlerweile auf unvorstellbare Größen  angewachsen waren, hatten sie keine Chance gegen das Heer der Valar. Erst als er die geflügelten Feuerdrachen, seine letzte Verteidigung, losließ, wichen Eonwes Heerscharen zurück. Doch als die Adler unter der Führung Thorondors auf dem Schlachtfeld eintrafen, wurden auch sie besiegt und Morgoth war geschlagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend zerstörten die Valar Angband und stiegen in seine tiefen Hallen hinab. Dort nahmen sie den Dunklen Herrscher gefangen. Obwohl er um Gnade flehte, wurden ihm die Beine unter dem Körper abgeschlagen und er wurde erneut mit der Kette Angainor gefesselt. Aus seiner Krone machte Aule ein Halseisen, mit dem man seinen Kopf auf die Knie bog. Durch das Tor der Nacht stießen die Valar ihn in die Äußere Leere hinaus und an diesem Tor wurde eine ewige Wache aufgestellt, so dass Morgoth nicht in die Welt zurückkehren konnte. Fortan war er gezwungen, in der Leere ziellos umher zu wandern. Trotzdem war Arda für immer von seinen Taten gezeichnet. Und auch die Lügen und der Hass, die er unter die Bewohner Eas gebracht hatte, bestanden fort. Zudem schickte sich Sauron, sein mächtigster Diener, in den nachfolgenden Zeitaltern an, das dunkle Erbe seines Herrn anzutreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namen und Titel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Bauglir&#039;&#039;&#039; (Sindarin für ,Bedrücker‘)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Belegûr&#039;&#039;&#039; war die Sindarin-Form seines Namens. Bis auf die bewusst verzerrte Form &#039;&#039;Belegurth&#039;&#039; wurde sie nie verwendet.   &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Dunkle Macht im Norden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Dunkler Feind der Welt&#039;&#039;&#039; (Fluchname, eig. Quenya Moringótho, was im Sindarin zu Morgoth wurde)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Feind der Valar&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Dunkler Fürst&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Vater der Lügen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Dunkler König auf dunklem Thron&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Übel des Nordens&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Schwarze Hand&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Schwarzer König&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Schwarzherz&#039;&#039;&#039; (von Ungoliant)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Der Jäger&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Der Reiter&#039;&#039;&#039; wurde Melkor von den [[Elben]] in [[Cuiviénen]] genannt als er sich als Orome ausgab.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Großer Feind&#039;&#039;&#039; oder einfach nur &#039;&#039;&#039;Feind&#039;&#039;&#039; nannten ihn die Bewohner Beleriands in den Kriegen des Ersten Zeitalters.  &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mulkher&#039;&#039;&#039; (Übersetzung des Namens ins [[Adûnaïsch]]e)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Fürst des Dunkels&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Herr und Befreier des Alls&#039;&#039;&#039; wurde er von seinem Diener Sauron im Zweiten Zeitalter genannt. Als dieser versuchte, [[Ar-Pharazôn]] von seiner Verehrung für Melkor zu überzeugen, nannte er seinen einstigen Gebieter auch &#039;&#039;&#039;Alkar&#039;&#039;&#039;. Im Versuch seinen Sohn [[Isildur]] davon zu überzeugen, dass es nicht klug sei, sich gegen die Valar aufzulehnen, nannte [[Elendil der Lange|Elendil]] Melkor &#039;&#039;&#039;Alkar den Strahlenden&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Sich selbst nannte er &#039;&#039;&#039;König der Welt&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Meister aller Geschicke von Arda&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Melko&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Belcha&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Melegor&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Meleko&#039;&#039;&#039; hieß der Vala in früheren Fassungen der Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Melkor wurde nach seinen gescheiterten Versuchen, die Macht über Arda zu erlangen, nicht mehr zu den Valar gezählt. Im Folgenden entfernte man seinen Namen aus der Liste der [[Aratar]].&lt;br /&gt;
* Die Figur Melkors weist Parallelen zur Figur Luzifers des Juden- und Christentums auf, indem er anfänglich den Ilúvatar (Gott) gegenüber treuen Ainur/Valar (Engeln) angehört, jedoch bald rebelliert und schließlich gestürzt und verbannt wird.&lt;br /&gt;
* Nach der Niederwerfung Melkors am Ende des Ersten Zeitalters prophezeite Mandos, dass er in der [[Dagor Dagorath]] endgültig besiegt werden wird.&lt;br /&gt;
* Sauron erbaute im Zweiten Zeitalter in [[Armenelos]] einen [[Melkors Tempel|Tempel]], in dem Menschenopfer zu Ehren seines einstigen Gebieters verbrannt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Das Silmarillion]]&#039;&#039;. Herausgegeben von [[Christopher Tolkien]].&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Ainulindale&#039;&#039;, &#039;&#039;Die Musik der Ainur&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Valaquenta&#039;&#039;, &lt;br /&gt;
*** &#039;&#039;Von den Feinden&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Quenta Silmarillion&#039;&#039;,  &lt;br /&gt;
*** I &#039;&#039;Vom Anbeginn der Tage&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** III &#039;&#039;Vom Erwachen der Elben und Melkors Gefangenschaft&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** VI &#039;&#039;Von Feanor und der Loskettung Melkors&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** VII &#039;&#039;Von den Silmaril und der Unruhe der Noldor&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** VIII &#039;&#039;Von der Verdunkelung Valinors&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** IX &#039;&#039;Von der Verbannung der Noldor&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** XVIII &#039;&#039;Vom Verderben Beleriands und von Fingolfins Ende&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** XIX &#039;&#039;Von Beren und Lúthien&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** XX &#039;&#039;Von der Fünften Schlacht: Nirnaeth Arnoediad&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** XXIII &#039;&#039;Von Tuor und dem Fall von Gondolin&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** XXIV &#039;&#039;Von Earendils Fahrt und dem Krieg des Zorns&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Akallabêth&#039;&#039;, &#039;&#039;Der Untergang von Númenor&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Der Herr der Ringe]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
** Erstes Buch, Elftes Kapitel: &#039;&#039;Ein Messer im Dunkeln&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Morgoth’s Ring]]&#039;&#039;. Herausgegeben von Christopher Tolkien.&lt;br /&gt;
** Part Two: &#039;&#039;The Annals of Aman&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Part Three: &#039;&#039;The Later Quenta Silmarillion&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* [[Robert Foster]]: &#039;&#039;[[Das große Mittelerde-Lexikon]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
** Seite 466 bis 470, Artikel &#039;&#039;Melkor&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ainur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Valar]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Morgoth]]&lt;br /&gt;
[[fr:encyclo/personnages/ainur/valar/melkor]]&lt;br /&gt;
[[fi:Melkor]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Xsi</name></author>
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