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	<title>Ardapedia - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://www.ardapedia.org/w/index.php?title=Nazg%C3%BBl&amp;diff=102438</id>
		<title>Nazgûl</title>
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		<updated>2020-04-08T08:28:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;OlorinDerWeisse: /* Quellen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis&lt;br /&gt;
|NAME=den Ringgeistern&lt;br /&gt;
|BESCHREIBUNG=den Dienern Saurons&lt;br /&gt;
|NAME2=Ringgeister (Brettspiel)&lt;br /&gt;
|BESCHREIBUNG2=des Brettspiels&lt;br /&gt;
|BEGRIFFSKLÄRUNG=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Einer der Neun.jpg|thumb|320px|Einer der Schwarzen Reiter, &amp;lt;small&amp;gt;Bild: The Artifex&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Nazgûl&#039;&#039;&#039; ([[Schwarze Sprache]] für  ,RingschattenÊ¼), auch als &#039;&#039;Ringgeister&#039;&#039; (Original: &#039;&#039;Ringwraiths&#039;&#039;) bezeichnet, sind im [[Legendarium]] neun von [[Sauron]] verführte Menschenkönige, die als Geistwesen zu den höchsten Dienern des Dunklen Herrschers aufsteigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitangabe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2251 [[Zweites Zeitalter|Z. Z.]] zum ersten Mal erschienen&lt;br /&gt;
* 3019 [[Drittes Zeitalter|D. Z.]] vernichtet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Volk ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nazgûl waren neun ehemals große Könige der [[Menschen]], die der Macht und [[Der Eine Ring|dem Ring]] [[Sauron]]s verfielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweites Zeitalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem es Sauron im Jahr 1697 Z. Z. gelungen war bei der Eroberung [[Eriador|Eriadors]] die von der [[Gwaith-i-Mírdain]] mit seiner Hilfe hergestellten [[Menschenringe|Neun Ringe der Macht]] an sich zu bringen, gab er diese innerhalb der nächsten 350 Jahre neun Königen der Menschen. Durch die Kontrolle, die Sauron durch den Einen Ring über die niederen Ringe besaß, verfielen diese Könige dem Bösen und wurden zu den Nazgûl, die nun völlig an Saurons Willen gebunden waren. Ihr [[Fürst der Nazgûl|Fürst]] war größer als die anderen Ringgeister und trug eine Krone auf seinem Helm. Drei der Nazgûl sollen Fürsten aus edlem [[Númenor|númenórischen]] Geschlecht gewesen sein, bevor die Ringe der Macht ihre tatsächlichen Gestalten in eine [[Schattenwelt]] hinübergleiten ließen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Bindung an Saurons Willen war gleichzeitig auch eine ihrer großen Schwachstellen. Denn als das Heer von [[Ar-Pharazôn]] gegen Ende des Zweiten Zeitalters den Dunklen Herrscher in die Defensive trieb, versagte auch den Ringgeistern der Mut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ihr Meister nach dem Krieg gegen das [[Letztes Bündnis|Letzte Bündnis]] für 1000 Jahre untertauchen musste, ließen sich auch die Nazgûl nirgendwo blicken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Drittes Zeitalter ===&lt;br /&gt;
[[Bild:SchwarzerReiter.jpg|thumb|250px|Ein Schwarzer Reiter im Auenland, &amp;lt;small&amp;gt;Bild: [[Anke Eißmann]]&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Ab dem Jahr 1300 D. Z. agierte der Fürst der Ringgeister zunächst als einziger Nazgûl wieder im Dienste Saurons und führte unter dem Namen des Hexenkönigs von Angmar Krieg gegen das geschwächte und zerstrittene Reich [[Arnor]], wo die Nachfahren [[Isildur|Isildurs]] lebten. 1975 D. Z. musste der Hexenkönig jedoch wieder aus dem Norden fliehen, als seine Streitmacht nach dem Niedergang des nördlichen Königreichs bei der [[Schlacht von Fornost]] geschlagen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hauptquartier der Nazgûl wurde die Stadt [[Minas Morgul]], das frühere [[Minas Ithil]], das sie im Jahre 2002 D. Z. eroberten. Von dort aus bereiten sie Saurons Rückkehr vor. Außerdem hausten einige von ihnen zumindest zeitweise in [[Dol Guldur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei seinen Kriegsvorbereitungen am Ende des Dritten Zeitalters setzte Sauron die Neun vor allem zur Einschüchterung seiner Feinde und zur Suche nach seinem verlorenen Ring ein. Die Nazgûl traten zu dieser Zeit als die neun schwarzen Reiter, die auf [[Schwarze Pferde|schwarzen Pferden]] durch Mittelerde streiften, auf. Die Pferde und die schwarzen Mäntel erhielten sie, als unter der Führung des Hexenkönigs der Flussübergang in Osgiliath erobert worden war und alle neun Nazgûl den Anduin überquert hatten, um sich schließlich auf dem [[Feld von Celebrant]] zu treffen. Sieben der neun Ringgeister kamen hierbei aus Minas Morgul (unter Anderem der Hexenkönig) und nutzten den eroberten Übergang in Osgiliath, die zwei restlichen ([[Khamûl]] und sein Gefährte aus Dol Guldur, die damals diese Festung im südlichen Düsterwald kontrollierten) setzten weiter im Norden in der Nähe der Ebene des Celebrant über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer zunächst erfolglosen Suche nach der Lage des [[Auenland|Auenlandes]] und [[Gollum]] im Flusstal des Anduin gelangten die Dunklen Reiter unter Druck und Aufgabe der zuvor an den Tag gelegten Heimlichkeit bis nach Isengard und schließlich zum Auenland, wo vier bzw. fünf von ihnen nach &amp;quot;[[Beutlin]]&amp;quot; suchten, der nach Saurons Informationen Gollum den Ring abgenommen hatte, während die restlichen Ringgeister die Gebiete östlich davon überwachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sie [[Frodo Beutlin]] mehrere Male beinahe töten oder fangen konnten, gelang es den Nazgûl aufgrund für sie ungünstiger Umstände und der Unterstützung des Ringträgers durch seine Freunde, [[Aragorn II.]] und zahlreiche andere Bewohner [[Eriador|Eriadors]], nicht, diesen zur Strecke zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem ihre Pferde bei der Furt des [[Bruinen]] ums Leben gekommen waren, kehrten die Neun nach Mordor zurück und ritten von da an auf großen [[Geflügelte Wesen|Flugtieren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der [[Der Eine Ring|Eine Ring]] am Ende des [[Ringkrieg|Ringkriegs]] zerstört wurde, war dies gleichzeitig auch das Ende der Nazgûl, die wie Sternschnuppen am Nachthimmel verglühten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eigenschaften und Wahrnehmung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Einfluss der Neun Ringe und die Kontrolle, die Sauron mithilfe seines Ringes auf diese ausübte, fielen auch ihre Träger, die Menschenkönige unter Saurons Einfluss, durch welchen sie nach einiger Zeit nur noch als unsichtbare Materie, umgeben von einer Aura der Furcht, in der für Menschen sichtbaren Welt existierten. In ihrer tatsächlichen Gestalt waren sie nur in einer geisterhaften Parallelwelt sichtbar, die nur den Ringträgern sowie einigen anderen Wesen (wie Sauron (ohne Ring) oder [[Tom Bombadil]]) zugänglich war.&lt;br /&gt;
Aufgrund dieses Prozesses, der die Nazgûl zu untoten Dienern Saurons machte, ergaben sich für sie einige Änderungen in ihrer Wahrnehmung und ihrem Willen, der aufgrund ihrer ständigen Präsenz in der Geisterwelt ganz dem Saurons untertan war: Die Welt des Lichts sahen sie mit anderen Augen als lebende Wesen, die jedoch einen Schatten in dem Geist eines Nazgûl warfen. So konnten die Nazgûl bei Tage schlecht sehen und benutzten daher öfter ihren Geruchssinn oder bedienten sich anderer Wesen, die ihnen als Spione oder &amp;quot;Sehhilfe&amp;quot; dienten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Untereinander konnten sich die Nazgûl nur durch ihre Schreie über größere Entfernungen verständigen.&lt;br /&gt;
Auch mit Sauron scheint es keinen ständigen Austausch von Informationen gegeben zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie rochen das Blut lebender Wesen, welches sie zugleich begehrten und hassten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen Quellen wird eine Angst der Ringgeister vor Wasser erwähnt: So konnten sie beispielsweise Flüsse nur mit großer Anstrengung überqueren. [[J. R. R. Tolkien|Tolkien]] selbst gibt zu, dass es schwierig sei, &amp;quot;diesen Gedanken aufrechtzuerhalten&amp;quot;, da die Nazgûl auf ihrem Weg ins Auenland mehrere schwer zu passierende Flüsse überquerten. Es wird auch erwähnt, dass der Hexenkönig als einziger Nazgûl keine Furcht vor Wasser habe. Zudem konnten sie mit Feuer bekämpft werden, das sie ebenfalls fürchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Namen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Úlairi&#039;&#039; ([[Quenya]]-Übersetzung des Namens)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Neun&#039;&#039; (Original: &#039;&#039;The Nine&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Schwarze Reiter&#039;&#039; (Original: &#039;&#039;Black Riders&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Dunkle Reiter&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Namen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Hexenkönig von Angmar]]&lt;br /&gt;
* [[Khamûl der Ostling|Khamûl]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Rollen- und das Sammelkartenspiel ([[MECCG]] - Middle Earth Collectible Card Game und [[MERS]] - Mittelerde Rollenspiel) von [[Iron Crown Enterprises]] wurden noch Namen und Biographien für die anderen Nazgûl erfunden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Er-Mûrazôr, (Der Hexenkönig, der schwarze Heermeister)&lt;br /&gt;
* der Drachenfürst, Kómul (Khamûl der Schwarze Ostling, der Schatten aus dem Osten)&lt;br /&gt;
* Adûnaphel, der Schwarze Bote, der stumme Rächer. &lt;br /&gt;
* Akhôrahil, der blinde Hexenmeister, der Sturmkönig.&lt;br /&gt;
* Dwar von Waw, der Hundefürst, Dendra Dwar.&lt;br /&gt;
* Hoarmûrath von Dír, der Eiskönig.&lt;br /&gt;
* Indûr Dämmertod, Ji Indûr, der Wolkenfürst. &lt;br /&gt;
* Ren der unreine, Ren Jey, der Feuerkönig. &lt;br /&gt;
* Ûvatha der Reiter, der lange Reiter, Ûvathar Achef.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Namen haben aber nichts mit der Schöpfung von [[J. R. R. Tolkien]] zu tun, sondern sind frei erfunden, so wurde z. B., obwohl sich iron crown enterprises an Tolkiens Vorlage hielt, dass es drei Númenorer unter den Nazgûl gab (bei ICE Mûrazôr, Adûnaphel und Akhôrahil), Adûnaphel zu einem weiblichen Nazgûl gemacht, und ignorierte so, dass Tolkien eindeutig von neun Königen sprach (auch in der Filmtrilogie wurden die Nazgûl als neun sterbliche Könige eingeblendet). Abweichende weitere Titel wurden für das [[Der Herr der Ringe (Tabletop)]] Spiel erfunden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* (Der Hexenkönig).&lt;br /&gt;
* (Khamûl der Ostling).&lt;br /&gt;
* Der Befleckte (the tainted).&lt;br /&gt;
* Der Dwimmorlaik (the dwimmerleik).&lt;br /&gt;
* Der Ritter von Umbar (the knight of Umbar).&lt;br /&gt;
* Der Schattenkönig (the shadowking).&lt;br /&gt;
* Der Schwarze Marschall (the black marshal).&lt;br /&gt;
* Der Unsterbliche  (the immortal).&lt;br /&gt;
* Der Verräter (the betrayer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese wurden alle nach und nach auch als Zinnfiguren veröffentlicht. Das Herr der Ringe Sammelkartenspiel entschied sich dagegen die neun Nazgûl mit eigenen Namen oder Titeln zu versehen, stattdessen wurden sie auf Quenya durchnummeriert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Hexenkönig (Ulaire Minya). &lt;br /&gt;
*Ulaire Attea, Der Ostling, geflügelter Schatten, schwarzer Räuber, Hüter von Dol Guldur (Khamûl).&lt;br /&gt;
*Ulaire Nelya, schwarzer Jäger, böser Reiter, Statthalter von Morgûl.&lt;br /&gt;
*Ulaire Cantea, schwarzer Meuchelmörder, Statthalter von Dol Guldur.&lt;br /&gt;
*Ulaire Lemenya, schwarzer Feind, geflügelter Geist, geflügelter Jäger, Statthalter von Morgûl.&lt;br /&gt;
*Ulaire Enquea, schwarze Bedrohung, Statthalter von Morgûl.&lt;br /&gt;
*Ulaire Otsea, schwarzer Geist, Statthalter von Morgûl.&lt;br /&gt;
*Ulaire Toldea, dunkler Schatten, geflügelter Wächter.&lt;br /&gt;
*Ulaire Nertea, dunkler Reiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das PC-Spiel [[Die Schlacht um Mittelerde]] II - &#039;&#039;Der Aufstieg des Hexenkönigs&#039;&#039; wurde einer der Nazgûl [[Figuren und Kreaturen aus Die Schlacht um Mittelerde|Morgomir]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Pc-Spiel &amp;quot;Mittelerde - Schatten des Krieges&amp;quot; werden noch die Nazgûl Helm Hammerhand, ein Fürst der Rohirrim, Isildur, der nach seinem Tod von Sauron wiedererweckt wurde und der Waldläufer Talion, der Isildur vor der Herrschaft Celebrimbors bewahrte und dann dessen Platz einnehmen musste hinzugefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Der Herr der Ringe]].&#039;&#039; Übersetzt von Margaret Carroux und Ebba-Margareta von Freymann. Klett-Cotta, Stuttgart 1969/1970. (Im Original erschienen 1954/55 unter dem Titel &#039;&#039;The Lord of the Rings&#039;&#039;.):&lt;br /&gt;
** Erstes Buch, Elftes Kapitel: &#039;&#039;Ein Messer im Dunkeln&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Fünftes Buch, Sechstes Kapitel: &#039;&#039;Die Schlacht auf den Pelennor-Feldern&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Das Silmarillion]].&#039;&#039; Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Wolfgang Krege. Klett-Cotta, Stuttgart 1978. (Im Original erschienen 1977 unter dem Titel &#039;&#039;The Silmarillion&#039;&#039;.) : &lt;br /&gt;
** Von den Ringen der Macht und dem Dritten Zeitalter&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Nachrichten aus Mittelerde]].&#039;&#039; Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1983. (Im Original erschienen 1980 unter dem Titel &#039;&#039;Unfinished Tales of Númenor and Middle-earth&#039;&#039;.): &lt;br /&gt;
** Teil III, &amp;quot;IV Die Jagd nach dem Ring&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Wayne G. Hammond und Christina Scull: &#039;&#039;[[The Lord of the Rings: A Reader’s Companion]]&#039;&#039;. HarperCollins, London 2005.&lt;br /&gt;
* Helmut W. Pesch: &#039;&#039;[[Das große Elbisch-Buch]].&#039;&#039; Bastei Lübbe, Köln 2009.&lt;br /&gt;
** Anhang B - Orkisch und die Schwarze Sprache&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gruppen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Menschen]]&lt;br /&gt;
[[en:Nazgûl]]&lt;br /&gt;
[[fr:encyclo/personnages/hommes/3a/nazgul]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>OlorinDerWeisse</name></author>
	</entry>
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		<title>Nazgûl</title>
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		<updated>2020-04-08T08:27:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;OlorinDerWeisse: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis&lt;br /&gt;
|NAME=den Ringgeistern&lt;br /&gt;
|BESCHREIBUNG=den Dienern Saurons&lt;br /&gt;
|NAME2=Ringgeister (Brettspiel)&lt;br /&gt;
|BESCHREIBUNG2=des Brettspiels&lt;br /&gt;
|BEGRIFFSKLÄRUNG=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Einer der Neun.jpg|thumb|320px|Einer der Schwarzen Reiter, &amp;lt;small&amp;gt;Bild: The Artifex&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Nazgûl&#039;&#039;&#039; ([[Schwarze Sprache]] für  ,RingschattenÊ¼), auch als &#039;&#039;Ringgeister&#039;&#039; (Original: &#039;&#039;Ringwraiths&#039;&#039;) bezeichnet, sind im [[Legendarium]] neun von [[Sauron]] verführte Menschenkönige, die als Geistwesen zu den höchsten Dienern des Dunklen Herrschers aufsteigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitangabe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2251 [[Zweites Zeitalter|Z. Z.]] zum ersten Mal erschienen&lt;br /&gt;
* 3019 [[Drittes Zeitalter|D. Z.]] vernichtet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Volk ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nazgûl waren neun ehemals große Könige der [[Menschen]], die der Macht und [[Der Eine Ring|dem Ring]] [[Sauron]]s verfielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweites Zeitalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem es Sauron im Jahr 1697 Z. Z. gelungen war bei der Eroberung [[Eriador|Eriadors]] die von der [[Gwaith-i-Mírdain]] mit seiner Hilfe hergestellten [[Menschenringe|Neun Ringe der Macht]] an sich zu bringen, gab er diese innerhalb der nächsten 350 Jahre neun Königen der Menschen. Durch die Kontrolle, die Sauron durch den Einen Ring über die niederen Ringe besaß, verfielen diese Könige dem Bösen und wurden zu den Nazgûl, die nun völlig an Saurons Willen gebunden waren. Ihr [[Fürst der Nazgûl|Fürst]] war größer als die anderen Ringgeister und trug eine Krone auf seinem Helm. Drei der Nazgûl sollen Fürsten aus edlem [[Númenor|númenórischen]] Geschlecht gewesen sein, bevor die Ringe der Macht ihre tatsächlichen Gestalten in eine [[Schattenwelt]] hinübergleiten ließen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Bindung an Saurons Willen war gleichzeitig auch eine ihrer großen Schwachstellen. Denn als das Heer von [[Ar-Pharazôn]] gegen Ende des Zweiten Zeitalters den Dunklen Herrscher in die Defensive trieb, versagte auch den Ringgeistern der Mut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ihr Meister nach dem Krieg gegen das [[Letztes Bündnis|Letzte Bündnis]] für 1000 Jahre untertauchen musste, ließen sich auch die Nazgûl nirgendwo blicken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Drittes Zeitalter ===&lt;br /&gt;
[[Bild:SchwarzerReiter.jpg|thumb|250px|Ein Schwarzer Reiter im Auenland, &amp;lt;small&amp;gt;Bild: [[Anke Eißmann]]&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Ab dem Jahr 1300 D. Z. agierte der Fürst der Ringgeister zunächst als einziger Nazgûl wieder im Dienste Saurons und führte unter dem Namen des Hexenkönigs von Angmar Krieg gegen das geschwächte und zerstrittene Reich [[Arnor]], wo die Nachfahren [[Isildur|Isildurs]] lebten. 1975 D. Z. musste der Hexenkönig jedoch wieder aus dem Norden fliehen, als seine Streitmacht nach dem Niedergang des nördlichen Königreichs bei der [[Schlacht von Fornost]] geschlagen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hauptquartier der Nazgûl wurde die Stadt [[Minas Morgul]], das frühere [[Minas Ithil]], das sie im Jahre 2002 D. Z. eroberten. Von dort aus bereiten sie Saurons Rückkehr vor. Außerdem hausten einige von ihnen zumindest zeitweise in [[Dol Guldur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei seinen Kriegsvorbereitungen am Ende des Dritten Zeitalters setzte Sauron die Neun vor allem zur Einschüchterung seiner Feinde und zur Suche nach seinem verlorenen Ring ein. Die Nazgûl traten zu dieser Zeit als die neun schwarzen Reiter, die auf [[Schwarze Pferde|schwarzen Pferden]] durch Mittelerde streiften, auf. Die Pferde und die schwarzen Mäntel erhielten sie, als unter der Führung des Hexenkönigs der Flussübergang in Osgiliath erobert worden war und alle neun Nazgûl den Anduin überquert hatten, um sich schließlich auf dem [[Feld von Celebrant]] zu treffen. Sieben der neun Ringgeister kamen hierbei aus Minas Morgul (unter Anderem der Hexenkönig) und nutzten den eroberten Übergang in Osgiliath, die zwei restlichen ([[Khamûl]] und sein Gefährte aus Dol Guldur, die damals diese Festung im südlichen Düsterwald kontrollierten) setzten weiter im Norden in der Nähe der Ebene des Celebrant über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer zunächst erfolglosen Suche nach der Lage des [[Auenland|Auenlandes]] und [[Gollum]] im Flusstal des Anduin gelangten die Dunklen Reiter unter Druck und Aufgabe der zuvor an den Tag gelegten Heimlichkeit bis nach Isengard und schließlich zum Auenland, wo vier bzw. fünf von ihnen nach &amp;quot;[[Beutlin]]&amp;quot; suchten, der nach Saurons Informationen Gollum den Ring abgenommen hatte, während die restlichen Ringgeister die Gebiete östlich davon überwachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sie [[Frodo Beutlin]] mehrere Male beinahe töten oder fangen konnten, gelang es den Nazgûl aufgrund für sie ungünstiger Umstände und der Unterstützung des Ringträgers durch seine Freunde, [[Aragorn II.]] und zahlreiche andere Bewohner [[Eriador|Eriadors]], nicht, diesen zur Strecke zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem ihre Pferde bei der Furt des [[Bruinen]] ums Leben gekommen waren, kehrten die Neun nach Mordor zurück und ritten von da an auf großen [[Geflügelte Wesen|Flugtieren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der [[Der Eine Ring|Eine Ring]] am Ende des [[Ringkrieg|Ringkriegs]] zerstört wurde, war dies gleichzeitig auch das Ende der Nazgûl, die wie Sternschnuppen am Nachthimmel verglühten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eigenschaften und Wahrnehmung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Einfluss der Neun Ringe und die Kontrolle, die Sauron mithilfe seines Ringes auf diese ausübte, fielen auch ihre Träger, die Menschenkönige unter Saurons Einfluss, durch welchen sie nach einiger Zeit nur noch als unsichtbare Materie, umgeben von einer Aura der Furcht, in der für Menschen sichtbaren Welt existierten. In ihrer tatsächlichen Gestalt waren sie nur in einer geisterhaften Parallelwelt sichtbar, die nur den Ringträgern sowie einigen anderen Wesen (wie Sauron (ohne Ring) oder [[Tom Bombadil]]) zugänglich war.&lt;br /&gt;
Aufgrund dieses Prozesses, der die Nazgûl zu untoten Dienern Saurons machte, ergaben sich für sie einige Änderungen in ihrer Wahrnehmung und ihrem Willen, der aufgrund ihrer ständigen Präsenz in der Geisterwelt ganz dem Saurons untertan war: Die Welt des Lichts sahen sie mit anderen Augen als lebende Wesen, die jedoch einen Schatten in dem Geist eines Nazgûl warfen. So konnten die Nazgûl bei Tage schlecht sehen und benutzten daher öfter ihren Geruchssinn oder bedienten sich anderer Wesen, die ihnen als Spione oder &amp;quot;Sehhilfe&amp;quot; dienten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Untereinander konnten sich die Nazgûl nur durch ihre Schreie über größere Entfernungen verständigen.&lt;br /&gt;
Auch mit Sauron scheint es keinen ständigen Austausch von Informationen gegeben zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie rochen das Blut lebender Wesen, welches sie zugleich begehrten und hassten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen Quellen wird eine Angst der Ringgeister vor Wasser erwähnt: So konnten sie beispielsweise Flüsse nur mit großer Anstrengung überqueren. [[J. R. R. Tolkien|Tolkien]] selbst gibt zu, dass es schwierig sei, &amp;quot;diesen Gedanken aufrechtzuerhalten&amp;quot;, da die Nazgûl auf ihrem Weg ins Auenland mehrere schwer zu passierende Flüsse überquerten. Es wird auch erwähnt, dass der Hexenkönig als einziger Nazgûl keine Furcht vor Wasser habe. Zudem konnten sie mit Feuer bekämpft werden, das sie ebenfalls fürchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Namen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Úlairi&#039;&#039; ([[Quenya]]-Übersetzung des Namens)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Neun&#039;&#039; (Original: &#039;&#039;The Nine&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Schwarze Reiter&#039;&#039; (Original: &#039;&#039;Black Riders&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Dunkle Reiter&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Namen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Hexenkönig von Angmar]]&lt;br /&gt;
* [[Khamûl der Ostling|Khamûl]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Rollen- und das Sammelkartenspiel ([[MECCG]] - Middle Earth Collectible Card Game und [[MERS]] - Mittelerde Rollenspiel) von [[Iron Crown Enterprises]] wurden noch Namen und Biographien für die anderen Nazgûl erfunden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Er-Mûrazôr, (Der Hexenkönig, der schwarze Heermeister)&lt;br /&gt;
* der Drachenfürst, Kómul (Khamûl der Schwarze Ostling, der Schatten aus dem Osten)&lt;br /&gt;
* Adûnaphel, der Schwarze Bote, der stumme Rächer. &lt;br /&gt;
* Akhôrahil, der blinde Hexenmeister, der Sturmkönig.&lt;br /&gt;
* Dwar von Waw, der Hundefürst, Dendra Dwar.&lt;br /&gt;
* Hoarmûrath von Dír, der Eiskönig.&lt;br /&gt;
* Indûr Dämmertod, Ji Indûr, der Wolkenfürst. &lt;br /&gt;
* Ren der unreine, Ren Jey, der Feuerkönig. &lt;br /&gt;
* Ûvatha der Reiter, der lange Reiter, Ûvathar Achef.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Namen haben aber nichts mit der Schöpfung von [[J. R. R. Tolkien]] zu tun, sondern sind frei erfunden, so wurde z. B., obwohl sich iron crown enterprises an Tolkiens Vorlage hielt, dass es drei Númenorer unter den Nazgûl gab (bei ICE Mûrazôr, Adûnaphel und Akhôrahil), Adûnaphel zu einem weiblichen Nazgûl gemacht, und ignorierte so, dass Tolkien eindeutig von neun Königen sprach (auch in der Filmtrilogie wurden die Nazgûl als neun sterbliche Könige eingeblendet). Abweichende weitere Titel wurden für das [[Der Herr der Ringe (Tabletop)]] Spiel erfunden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* (Der Hexenkönig).&lt;br /&gt;
* (Khamûl der Ostling).&lt;br /&gt;
* Der Befleckte (the tainted).&lt;br /&gt;
* Der Dwimmorlaik (the dwimmerleik).&lt;br /&gt;
* Der Ritter von Umbar (the knight of Umbar).&lt;br /&gt;
* Der Schattenkönig (the shadowking).&lt;br /&gt;
* Der Schwarze Marschall (the black marshal).&lt;br /&gt;
* Der Unsterbliche  (the immortal).&lt;br /&gt;
* Der Verräter (the betrayer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese wurden alle nach und nach auch als Zinnfiguren veröffentlicht. Das Herr der Ringe Sammelkartenspiel entschied sich dagegen die neun Nazgûl mit eigenen Namen oder Titeln zu versehen, stattdessen wurden sie auf Quenya durchnummeriert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Hexenkönig (Ulaire Minya). &lt;br /&gt;
*Ulaire Attea, Der Ostling, geflügelter Schatten, schwarzer Räuber, Hüter von Dol Guldur (Khamûl).&lt;br /&gt;
*Ulaire Nelya, schwarzer Jäger, böser Reiter, Statthalter von Morgûl.&lt;br /&gt;
*Ulaire Cantea, schwarzer Meuchelmörder, Statthalter von Dol Guldur.&lt;br /&gt;
*Ulaire Lemenya, schwarzer Feind, geflügelter Geist, geflügelter Jäger, Statthalter von Morgûl.&lt;br /&gt;
*Ulaire Enquea, schwarze Bedrohung, Statthalter von Morgûl.&lt;br /&gt;
*Ulaire Otsea, schwarzer Geist, Statthalter von Morgûl.&lt;br /&gt;
*Ulaire Toldea, dunkler Schatten, geflügelter Wächter.&lt;br /&gt;
*Ulaire Nertea, dunkler Reiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das PC-Spiel [[Die Schlacht um Mittelerde]] II - &#039;&#039;Der Aufstieg des Hexenkönigs&#039;&#039; wurde einer der Nazgûl [[Figuren und Kreaturen aus Die Schlacht um Mittelerde|Morgomir]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Pc-Spiel &amp;quot;Mittelerde - Schatten des Krieges&amp;quot; werden noch die Nazgûl Helm Hammerhand, ein Fürst der Rohirrim, Isildur, der nach seinem Tod von Sauron wiedererweckt wurde und der Waldläufer Talion, der Isildur vor der Herrschaft Celebrimbors bewahrte und dann dessen Platz einnehmen musste hinzugefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Der Herr der Ringe]].&#039;&#039; Übersetzt von Margaret Carroux und Ebba-Margareta von Freymann. Klett-Cotta, Stuttgart 1969/1970. (Im Original erschienen 1954/55 unter dem Titel &#039;&#039;The Lord of the Rings&#039;&#039;.):&lt;br /&gt;
** Erstes Buch, Elftes Kapitel: &#039;&#039;Ein Messer im Dunkeln&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Fünftes Buch, Sechstes Kapitel: &#039;&#039;Die Schlacht auf den Pelennor-Feldern&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Das Silmarillion]].&#039;&#039; Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Wolfgang Krege. Klett-Cotta, Stuttgart 1978. (Im Original erschienen 1977 unter dem Titel &#039;&#039;The Silmarillion&#039;&#039;.) : &lt;br /&gt;
** Von den Ringen der Macht und dem Dritten Zeitalter&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Nachrichten aus Mittelerde]].&#039;&#039; Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1983. (Im Original erschienen 1980 unter dem Titel &#039;&#039;Unfinished Tales of Númenor and Middle-earth&#039;&#039;.): &lt;br /&gt;
** Teil III, &amp;quot;IV Die Jagd nach dem Ring&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Wayne G. Hammond und Christina Scull: &#039;&#039;[[The Lord of the Rings: A Reader’s Companion]]&#039;&#039;. HarperCollins, London 2005.&lt;br /&gt;
* Helmut W. Pesch: &#039;&#039;[[Das große-Elbisch Buch]].&#039;&#039; Bastei Lübbe, Köln 2009.&lt;br /&gt;
** Anhang B - Orkisch und die Schwarze Sprache&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gruppen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Menschen]]&lt;br /&gt;
[[en:Nazgûl]]&lt;br /&gt;
[[fr:encyclo/personnages/hommes/3a/nazgul]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>OlorinDerWeisse</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ardapedia.org/w/index.php?title=Nazg%C3%BBl&amp;diff=102436</id>
		<title>Nazgûl</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ardapedia.org/w/index.php?title=Nazg%C3%BBl&amp;diff=102436"/>
		<updated>2020-04-08T08:26:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;OlorinDerWeisse: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis&lt;br /&gt;
|NAME=den Ringgeistern&lt;br /&gt;
|BESCHREIBUNG=den Dienern Saurons&lt;br /&gt;
|NAME2=Ringgeister (Brettspiel)&lt;br /&gt;
|BESCHREIBUNG2=des Brettspiels&lt;br /&gt;
|BEGRIFFSKLÄRUNG=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Einer der Neun.jpg|thumb|320px|Einer der Schwarzen Reiter, &amp;lt;small&amp;gt;Bild: The Artifex&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Nazgûl&#039;&#039;&#039; ([[Schwarze Sprache]] für  ,RingschattenÊ¼), auch als &#039;&#039;Ringgeister&#039;&#039; (Original: &#039;&#039;Ringwraiths&#039;&#039;) bezeichnet, sind im [[Legendarium]] neun von [[Sauron]] verführte Menschenkönige, die als Geistwesen zu den höchsten Dienern des Dunklen Herrschers aufsteigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitangabe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2251 [[Zweites Zeitalter|Z. Z.]] zum ersten Mal erschienen&lt;br /&gt;
* 3019 [[Drittes Zeitalter|D. Z.]] vernichtet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Volk ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nazgûl waren neun ehemals große Könige der [[Menschen]], die der Macht und [[Der Eine Ring|dem Ring]] [[Sauron]]s verfielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweites Zeitalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem es Sauron im Jahr 1697 Z. Z. gelungen war bei der Eroberung [[Eriador|Eriadors]] die von der [[Gwaith-i-Mírdain]] mit seiner Hilfe hergestellten [[Menschenringe|Neun Ringe der Macht]] an sich zu bringen, gab er diese innerhalb der nächsten 350 Jahre neun Königen der Menschen. Durch die Kontrolle, die Sauron durch den Einen Ring über die niederen Ringe besaß, verfielen diese Könige dem Bösen und wurden zu den Nazgûl, die nun völlig an Saurons Willen gebunden waren. Ihr [[Fürst der Nazgûl|Fürst]] war größer als die anderen Ringgeister und trug eine Krone auf seinem Helm. Drei der Nazgûl sollen Fürsten aus edlem [[Númenor|númenórischen]] Geschlecht gewesen sein, bevor die Ringe der Macht ihre tatsächlichen Gestalten in eine [[Schattenwelt]] hinübergleiten ließen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Bindung an Saurons Willen war gleichzeitig auch eine ihrer großen Schwachstellen. Denn als das Heer von [[Ar-Pharazôn]] gegen Ende des Zweiten Zeitalters den Dunklen Herrscher in die Defensive trieb, versagte auch den Ringgeistern der Mut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ihr Meister nach dem Krieg gegen das [[Letztes Bündnis|Letzte Bündnis]] für 1000 Jahre untertauchen musste, ließen sich auch die Nazgûl nirgendwo blicken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Drittes Zeitalter ===&lt;br /&gt;
[[Bild:SchwarzerReiter.jpg|thumb|250px|Ein Schwarzer Reiter im Auenland, &amp;lt;small&amp;gt;Bild: [[Anke Eißmann]]&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Ab dem Jahr 1300 D. Z. agierte der Fürst der Ringgeister zunächst als einziger Nazgûl wieder im Dienste Saurons und führte unter dem Namen des Hexenkönigs von Angmar Krieg gegen das geschwächte und zerstrittene Reich [[Arnor]], wo die Nachfahren [[Isildur|Isildurs]] lebten. 1975 D. Z. musste der Hexenkönig jedoch wieder aus dem Norden fliehen, als seine Streitmacht nach dem Niedergang des nördlichen Königreichs bei der [[Schlacht von Fornost]] geschlagen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hauptquartier der Nazgûl wurde die Stadt [[Minas Morgul]], das frühere [[Minas Ithil]], das sie im Jahre 2002 D. Z. eroberten. Von dort aus bereiten sie Saurons Rückkehr vor. Außerdem hausten einige von ihnen zumindest zeitweise in [[Dol Guldur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei seinen Kriegsvorbereitungen am Ende des Dritten Zeitalters setzte Sauron die Neun vor allem zur Einschüchterung seiner Feinde und zur Suche nach seinem verlorenen Ring ein. Die Nazgûl traten zu dieser Zeit als die neun schwarzen Reiter, die auf [[Schwarze Pferde|schwarzen Pferden]] durch Mittelerde streiften, auf. Die Pferde und die schwarzen Mäntel erhielten sie, als unter der Führung des Hexenkönigs der Flussübergang in Osgiliath erobert worden war und alle neun Nazgûl den Anduin überquert hatten, um sich schließlich auf dem [[Feld von Celebrant]] zu treffen. Sieben der neun Ringgeister kamen hierbei aus Minas Morgul (unter Anderem der Hexenkönig) und nutzten den eroberten Übergang in Osgiliath, die zwei restlichen ([[Khamûl]] und sein Gefährte aus Dol Guldur, die damals diese Festung im südlichen Düsterwald kontrollierten) setzten weiter im Norden in der Nähe der Ebene des Celebrant über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer zunächst erfolglosen Suche nach der Lage des [[Auenland|Auenlandes]] und [[Gollum]] im Flusstal des Anduin gelangten die Dunklen Reiter unter Druck und Aufgabe der zuvor an den Tag gelegten Heimlichkeit bis nach Isengard und schließlich zum Auenland, wo vier bzw. fünf von ihnen nach &amp;quot;[[Beutlin]]&amp;quot; suchten, der nach Saurons Informationen Gollum den Ring abgenommen hatte, während die restlichen Ringgeister die Gebiete östlich davon überwachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sie [[Frodo Beutlin]] mehrere Male beinahe töten oder fangen konnten, gelang es den Nazgûl aufgrund für sie ungünstiger Umstände und der Unterstützung des Ringträgers durch seine Freunde, [[Aragorn II.]] und zahlreiche andere Bewohner [[Eriador|Eriadors]], nicht, diesen zur Strecke zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem ihre Pferde bei der Furt des [[Bruinen]] ums Leben gekommen waren, kehrten die Neun nach Mordor zurück und ritten von da an auf großen [[Geflügelte Wesen|Flugtieren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der [[Der Eine Ring|Eine Ring]] am Ende des [[Ringkrieg|Ringkriegs]] zerstört wurde, war dies gleichzeitig auch das Ende der Nazgûl, die wie Sternschnuppen am Nachthimmel verglühten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eigenschaften und Wahrnehmung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Einfluss der Neun Ringe und die Kontrolle, die Sauron mithilfe seines Ringes auf diese ausübte, fielen auch ihre Träger, die Menschenkönige unter Saurons Einfluss, durch welchen sie nach einiger Zeit nur noch als unsichtbare Materie, umgeben von einer Aura der Furcht, in der für Menschen sichtbaren Welt existierten. In ihrer tatsächlichen Gestalt waren sie nur in einer geisterhaften Parallelwelt sichtbar, die nur den Ringträgern sowie einigen anderen Wesen (wie Sauron (ohne Ring) oder [[Tom Bombadil]]) zugänglich war.&lt;br /&gt;
Aufgrund dieses Prozesses, der die Nazgûl zu untoten Dienern Saurons machte, ergaben sich für sie einige Änderungen in ihrer Wahrnehmung und ihrem Willen, der aufgrund ihrer ständigen Präsenz in der Geisterwelt ganz dem Saurons untertan war: Die Welt des Lichts sahen sie mit anderen Augen als lebende Wesen, die jedoch einen Schatten in dem Geist eines Nazgûl warfen. So konnten die Nazgûl bei Tage schlecht sehen und benutzten daher öfter ihren Geruchssinn oder bedienten sich anderer Wesen, die ihnen als Spione oder &amp;quot;Sehhilfe&amp;quot; dienten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Untereinander konnten sich die Nazgûl nur durch ihre Schreie über größere Entfernungen verständigen.&lt;br /&gt;
Auch mit Sauron scheint es keinen ständigen Austausch von Informationen gegeben zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie rochen das Blut lebender Wesen, welches sie zugleich begehrten und hassten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen Quellen wird eine Angst der Ringgeister vor Wasser erwähnt: So konnten sie beispielsweise Flüsse nur mit großer Anstrengung überqueren. [[J. R. R. Tolkien|Tolkien]] selbst gibt zu, dass es schwierig sei, &amp;quot;diesen Gedanken aufrechtzuerhalten&amp;quot;, da die Nazgûl auf ihrem Weg ins Auenland mehrere schwer zu passierende Flüsse überquerten. Es wird auch erwähnt, dass der Hexenkönig als einziger Nazgûl keine Furcht vor Wasser habe. Zudem konnten sie mit Feuer bekämpft werden, das sie ebenfalls fürchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Namen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Úlairi&#039;&#039; ([[Quenya]]-Übersetzung des Namens)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Neun&#039;&#039; (Original: &#039;&#039;The Nine&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Schwarze Reiter&#039;&#039; (Original: &#039;&#039;Black Riders&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Dunkle Reiter&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Namen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Hexenkönig von Angmar]]&lt;br /&gt;
* [[Khamûl der Ostling|Khamûl]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Rollen- und das Sammelkartenspiel ([[MECCG]] - Middle Earth Collectible Card Game und [[MERS]] - Mittelerde Rollenspiel) von [[Iron Crown Enterprises]] wurden noch Namen und Biographien für die anderen Nazgûl erfunden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Er-Mûrazôr, (Der Hexenkönig, der schwarze Heermeister)&lt;br /&gt;
* der Drachenfürst, Kómul (Khamûl der Schwarze Ostling, der Schatten aus dem Osten)&lt;br /&gt;
* Adûnaphel, der Schwarze Bote, der stumme Rächer. &lt;br /&gt;
* Akhôrahil, der blinde Hexenmeister, der Sturmkönig.&lt;br /&gt;
* Dwar von Waw, der Hundefürst, Dendra Dwar.&lt;br /&gt;
* Hoarmûrath von Dír, der Eiskönig.&lt;br /&gt;
* Indûr Dämmertod, Ji Indûr, der Wolkenfürst. &lt;br /&gt;
* Ren der unreine, Ren Jey, der Feuerkönig. &lt;br /&gt;
* Ûvatha der Reiter, der lange Reiter, Ûvathar Achef.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Namen haben aber nichts mit der Schöpfung von [[J. R. R. Tolkien]] zu tun, sondern sind frei erfunden, so wurde z. B., obwohl sich iron crown enterprises an Tolkiens Vorlage hielt, dass es drei Númenorer unter den Nazgûl gab (bei ICE Mûrazôr, Adûnaphel und Akhôrahil), Adûnaphel zu einem weiblichen Nazgûl gemacht, und ignorierte so, dass Tolkien eindeutig von neun Königen sprach (auch in der Filmtrilogie wurden die Nazgûl als neun sterbliche Könige eingeblendet). Abweichende weitere Titel wurden für das [[Der Herr der Ringe (Tabletop)]] Spiel erfunden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* (Der Hexenkönig).&lt;br /&gt;
* (Khamûl der Ostling).&lt;br /&gt;
* Der Befleckte (the tainted).&lt;br /&gt;
* Der Dwimmorlaik (the dwimmerleik).&lt;br /&gt;
* Der Ritter von Umbar (the knight of Umbar).&lt;br /&gt;
* Der Schattenkönig (the shadowking).&lt;br /&gt;
* Der Schwarze Marschall (the black marshal).&lt;br /&gt;
* Der Unsterbliche  (the immortal).&lt;br /&gt;
* Der Verräter (the betrayer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese wurden alle nach und nach auch als Zinnfiguren veröffentlicht. Das Herr der Ringe Sammelkartenspiel entschied sich dagegen die neun Nazgûl mit eigenen Namen oder Titeln zu versehen, stattdessen wurden sie auf Quenya durchnummeriert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Hexenkönig (Ulaire Minya). &lt;br /&gt;
*Ulaire Attea, Der Ostling, geflügelter Schatten, schwarzer Räuber, Hüter von Dol Guldur (Khamûl).&lt;br /&gt;
*Ulaire Nelya, schwarzer Jäger, böser Reiter, Statthalter von Morgûl.&lt;br /&gt;
*Ulaire Cantea, schwarzer Meuchelmörder, Statthalter von Dol Guldur.&lt;br /&gt;
*Ulaire Lemenya, schwarzer Feind, geflügelter Geist, geflügelter Jäger, Statthalter von Morgûl.&lt;br /&gt;
*Ulaire Enquea, schwarze Bedrohung, Statthalter von Morgûl.&lt;br /&gt;
*Ulaire Otsea, schwarzer Geist, Statthalter von Morgûl.&lt;br /&gt;
*Ulaire Toldea, dunkler Schatten, geflügelter Wächter.&lt;br /&gt;
*Ulaire Nertea, dunkler Reiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das PC-Spiel [[Die Schlacht um Mittelerde]] II - &#039;&#039;Der Aufstieg des Hexenkönigs&#039;&#039; wurde einer der Nazgûl [[Figuren und Kreaturen aus Die Schlacht um Mittelerde|Morgomir]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Pc-Spiel &amp;quot;Mittelerde - Schatten des Krieges&amp;quot; werden noch die Nazgûl Helm Hammerhand, ein Fürst der Rohirrim, Isildur, der nach seinem Tod von Sauron wiedererweckt wurde und der Waldläufer Talion, der Isildur vor der Herrschaft Celebrimbors bewahrte und dann dessen Platz einnehmen musste hinzugefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Der Herr der Ringe]].&#039;&#039; Übersetzt von Margaret Carroux und Ebba-Margareta von Freymann. Klett-Cotta, Stuttgart 1969/1970. (Im Original erschienen 1954/55 unter dem Titel &#039;&#039;The Lord of the Rings&#039;&#039;.):&lt;br /&gt;
** Erstes Buch, Elftes Kapitel: &#039;&#039;Ein Messer im Dunkeln&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Fünftes Buch, Sechstes Kapitel: &#039;&#039;Die Schlacht auf den Pelennor-Feldern&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Das Silmarillion]].&#039;&#039; Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Wolfgang Krege. Klett-Cotta, Stuttgart 1978. (Im Original erschienen 1977 unter dem Titel &#039;&#039;The Silmarillion&#039;&#039;.) : &lt;br /&gt;
** Von den Ringen der Macht und dem Dritten Zeitalter&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Nachrichten aus Mittelerde]].&#039;&#039; Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1983. (Im Original erschienen 1980 unter dem Titel &#039;&#039;Unfinished Tales of Númenor and Middle-earth&#039;&#039;.): &lt;br /&gt;
** Teil III, &amp;quot;IV Die Jagd nach dem Ring&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Wayne G. Hammond und Christina Scull: &#039;&#039;[[The Lord of the Rings: A Reader’s Companion]]&#039;&#039;. HarperCollins, London 2005.&lt;br /&gt;
* Helmut W. Pesch: &#039;&#039;[[Das große Elbisch Buch]].&#039;&#039; Bastei Lübbe, Köln 2009.&lt;br /&gt;
** Anhang B - Orkisch und die Schwarze Sprache&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gruppen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Menschen]]&lt;br /&gt;
[[en:Nazgûl]]&lt;br /&gt;
[[fr:encyclo/personnages/hommes/3a/nazgul]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>OlorinDerWeisse</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ardapedia.org/w/index.php?title=Nazg%C3%BBl&amp;diff=102435</id>
		<title>Nazgûl</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ardapedia.org/w/index.php?title=Nazg%C3%BBl&amp;diff=102435"/>
		<updated>2020-04-08T08:19:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;OlorinDerWeisse: Übersetzung für Nazgûl ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis&lt;br /&gt;
|NAME=den Ringgeistern&lt;br /&gt;
|BESCHREIBUNG=den Dienern Saurons&lt;br /&gt;
|NAME2=Ringgeister (Brettspiel)&lt;br /&gt;
|BESCHREIBUNG2=des Brettspiels&lt;br /&gt;
|BEGRIFFSKLÄRUNG=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Einer der Neun.jpg|thumb|320px|Einer der Schwarzen Reiter, &amp;lt;small&amp;gt;Bild: The Artifex&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Nazgûl&#039;&#039;&#039; ([[Schwarze Sprache]] für  ,RingschattenÊ¼), auch als &#039;&#039;Ringgeister&#039;&#039; (Original: &#039;&#039;Ringwraiths&#039;&#039;) bezeichnet, sind im [[Legendarium]] neun von [[Sauron]] verführte Menschenkönige, die als Geistwesen zu den höchsten Dienern des Dunklen Herrschers aufsteigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitangabe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2251 [[Zweites Zeitalter|Z. Z.]] zum ersten Mal erschienen&lt;br /&gt;
* 3019 [[Drittes Zeitalter|D. Z.]] vernichtet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Volk ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nazgûl waren neun ehemals große Könige der [[Menschen]], die der Macht und [[Der Eine Ring|dem Ring]] [[Sauron]]s verfielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweites Zeitalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem es Sauron im Jahr 1697 Z. Z. gelungen war bei der Eroberung [[Eriador|Eriadors]] die von der [[Gwaith-i-Mírdain]] mit seiner Hilfe hergestellten [[Menschenringe|Neun Ringe der Macht]] an sich zu bringen, gab er diese innerhalb der nächsten 350 Jahre neun Königen der Menschen. Durch die Kontrolle, die Sauron durch den Einen Ring über die niederen Ringe besaß, verfielen diese Könige dem Bösen und wurden zu den Nazgûl, die nun völlig an Saurons Willen gebunden waren. Ihr [[Fürst der Nazgûl|Fürst]] war größer als die anderen Ringgeister und trug eine Krone auf seinem Helm. Drei der Nazgûl sollen Fürsten aus edlem [[Númenor|númenórischen]] Geschlecht gewesen sein, bevor die Ringe der Macht ihre tatsächlichen Gestalten in eine [[Schattenwelt]] hinübergleiten ließen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Bindung an Saurons Willen war gleichzeitig auch eine ihrer großen Schwachstellen. Denn als das Heer von [[Ar-Pharazôn]] gegen Ende des Zweiten Zeitalters den Dunklen Herrscher in die Defensive trieb, versagte auch den Ringgeistern der Mut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ihr Meister nach dem Krieg gegen das [[Letztes Bündnis|Letzte Bündnis]] für 1000 Jahre untertauchen musste, ließen sich auch die Nazgûl nirgendwo blicken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Drittes Zeitalter ===&lt;br /&gt;
[[Bild:SchwarzerReiter.jpg|thumb|250px|Ein Schwarzer Reiter im Auenland, &amp;lt;small&amp;gt;Bild: [[Anke Eißmann]]&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Ab dem Jahr 1300 D. Z. agierte der Fürst der Ringgeister zunächst als einziger Nazgûl wieder im Dienste Saurons und führte unter dem Namen des Hexenkönigs von Angmar Krieg gegen das geschwächte und zerstrittene Reich [[Arnor]], wo die Nachfahren [[Isildur|Isildurs]] lebten. 1975 D. Z. musste der Hexenkönig jedoch wieder aus dem Norden fliehen, als seine Streitmacht nach dem Niedergang des nördlichen Königreichs bei der [[Schlacht von Fornost]] geschlagen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hauptquartier der Nazgûl wurde die Stadt [[Minas Morgul]], das frühere [[Minas Ithil]], das sie im Jahre 2002 D. Z. eroberten. Von dort aus bereiten sie Saurons Rückkehr vor. Außerdem hausten einige von ihnen zumindest zeitweise in [[Dol Guldur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei seinen Kriegsvorbereitungen am Ende des Dritten Zeitalters setzte Sauron die Neun vor allem zur Einschüchterung seiner Feinde und zur Suche nach seinem verlorenen Ring ein. Die Nazgûl traten zu dieser Zeit als die neun schwarzen Reiter, die auf [[Schwarze Pferde|schwarzen Pferden]] durch Mittelerde streiften, auf. Die Pferde und die schwarzen Mäntel erhielten sie, als unter der Führung des Hexenkönigs der Flussübergang in Osgiliath erobert worden war und alle neun Nazgûl den Anduin überquert hatten, um sich schließlich auf dem [[Feld von Celebrant]] zu treffen. Sieben der neun Ringgeister kamen hierbei aus Minas Morgul (unter Anderem der Hexenkönig) und nutzten den eroberten Übergang in Osgiliath, die zwei restlichen ([[Khamûl]] und sein Gefährte aus Dol Guldur, die damals diese Festung im südlichen Düsterwald kontrollierten) setzten weiter im Norden in der Nähe der Ebene des Celebrant über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer zunächst erfolglosen Suche nach der Lage des [[Auenland|Auenlandes]] und [[Gollum]] im Flusstal des Anduin gelangten die Dunklen Reiter unter Druck und Aufgabe der zuvor an den Tag gelegten Heimlichkeit bis nach Isengard und schließlich zum Auenland, wo vier bzw. fünf von ihnen nach &amp;quot;[[Beutlin]]&amp;quot; suchten, der nach Saurons Informationen Gollum den Ring abgenommen hatte, während die restlichen Ringgeister die Gebiete östlich davon überwachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sie [[Frodo Beutlin]] mehrere Male beinahe töten oder fangen konnten, gelang es den Nazgûl aufgrund für sie ungünstiger Umstände und der Unterstützung des Ringträgers durch seine Freunde, [[Aragorn II.]] und zahlreiche andere Bewohner [[Eriador|Eriadors]], nicht, diesen zur Strecke zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem ihre Pferde bei der Furt des [[Bruinen]] ums Leben gekommen waren, kehrten die Neun nach Mordor zurück und ritten von da an auf großen [[Geflügelte Wesen|Flugtieren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der [[Der Eine Ring|Eine Ring]] am Ende des [[Ringkrieg|Ringkriegs]] zerstört wurde, war dies gleichzeitig auch das Ende der Nazgûl, die wie Sternschnuppen am Nachthimmel verglühten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eigenschaften und Wahrnehmung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Einfluss der Neun Ringe und die Kontrolle, die Sauron mithilfe seines Ringes auf diese ausübte, fielen auch ihre Träger, die Menschenkönige unter Saurons Einfluss, durch welchen sie nach einiger Zeit nur noch als unsichtbare Materie, umgeben von einer Aura der Furcht, in der für Menschen sichtbaren Welt existierten. In ihrer tatsächlichen Gestalt waren sie nur in einer geisterhaften Parallelwelt sichtbar, die nur den Ringträgern sowie einigen anderen Wesen (wie Sauron (ohne Ring) oder [[Tom Bombadil]]) zugänglich war.&lt;br /&gt;
Aufgrund dieses Prozesses, der die Nazgûl zu untoten Dienern Saurons machte, ergaben sich für sie einige Änderungen in ihrer Wahrnehmung und ihrem Willen, der aufgrund ihrer ständigen Präsenz in der Geisterwelt ganz dem Saurons untertan war: Die Welt des Lichts sahen sie mit anderen Augen als lebende Wesen, die jedoch einen Schatten in dem Geist eines Nazgûl warfen. So konnten die Nazgûl bei Tage schlecht sehen und benutzten daher öfter ihren Geruchssinn oder bedienten sich anderer Wesen, die ihnen als Spione oder &amp;quot;Sehhilfe&amp;quot; dienten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Untereinander konnten sich die Nazgûl nur durch ihre Schreie über größere Entfernungen verständigen.&lt;br /&gt;
Auch mit Sauron scheint es keinen ständigen Austausch von Informationen gegeben zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie rochen das Blut lebender Wesen, welches sie zugleich begehrten und hassten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen Quellen wird eine Angst der Ringgeister vor Wasser erwähnt: So konnten sie beispielsweise Flüsse nur mit großer Anstrengung überqueren. [[J. R. R. Tolkien|Tolkien]] selbst gibt zu, dass es schwierig sei, &amp;quot;diesen Gedanken aufrechtzuerhalten&amp;quot;, da die Nazgûl auf ihrem Weg ins Auenland mehrere schwer zu passierende Flüsse überquerten. Es wird auch erwähnt, dass der Hexenkönig als einziger Nazgûl keine Furcht vor Wasser habe. Zudem konnten sie mit Feuer bekämpft werden, das sie ebenfalls fürchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Namen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Úlairi&#039;&#039; ([[Quenya]]-Übersetzung des Namens)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Neun&#039;&#039; (Original: &#039;&#039;The Nine&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Schwarze Reiter&#039;&#039; (Original: &#039;&#039;Black Riders&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Dunkle Reiter&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Namen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Hexenkönig von Angmar]]&lt;br /&gt;
* [[Khamûl der Ostling|Khamûl]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Rollen- und das Sammelkartenspiel ([[MECCG]] - Middle Earth Collectible Card Game und [[MERS]] - Mittelerde Rollenspiel) von [[Iron Crown Enterprises]] wurden noch Namen und Biographien für die anderen Nazgûl erfunden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Er-Mûrazôr, (Der Hexenkönig, der schwarze Heermeister)&lt;br /&gt;
* der Drachenfürst, Kómul (Khamûl der Schwarze Ostling, der Schatten aus dem Osten)&lt;br /&gt;
* Adûnaphel, der Schwarze Bote, der stumme Rächer. &lt;br /&gt;
* Akhôrahil, der blinde Hexenmeister, der Sturmkönig.&lt;br /&gt;
* Dwar von Waw, der Hundefürst, Dendra Dwar.&lt;br /&gt;
* Hoarmûrath von Dír, der Eiskönig.&lt;br /&gt;
* Indûr Dämmertod, Ji Indûr, der Wolkenfürst. &lt;br /&gt;
* Ren der unreine, Ren Jey, der Feuerkönig. &lt;br /&gt;
* Ûvatha der Reiter, der lange Reiter, Ûvathar Achef.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Namen haben aber nichts mit der Schöpfung von [[J. R. R. Tolkien]] zu tun, sondern sind frei erfunden, so wurde z. B., obwohl sich iron crown enterprises an Tolkiens Vorlage hielt, dass es drei Númenorer unter den Nazgûl gab (bei ICE Mûrazôr, Adûnaphel und Akhôrahil), Adûnaphel zu einem weiblichen Nazgûl gemacht, und ignorierte so, dass Tolkien eindeutig von neun Königen sprach (auch in der Filmtrilogie wurden die Nazgûl als neun sterbliche Könige eingeblendet). Abweichende weitere Titel wurden für das [[Der Herr der Ringe (Tabletop)]] Spiel erfunden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* (Der Hexenkönig).&lt;br /&gt;
* (Khamûl der Ostling).&lt;br /&gt;
* Der Befleckte (the tainted).&lt;br /&gt;
* Der Dwimmorlaik (the dwimmerleik).&lt;br /&gt;
* Der Ritter von Umbar (the knight of Umbar).&lt;br /&gt;
* Der Schattenkönig (the shadowking).&lt;br /&gt;
* Der Schwarze Marschall (the black marshal).&lt;br /&gt;
* Der Unsterbliche  (the immortal).&lt;br /&gt;
* Der Verräter (the betrayer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese wurden alle nach und nach auch als Zinnfiguren veröffentlicht. Das Herr der Ringe Sammelkartenspiel entschied sich dagegen die neun Nazgûl mit eigenen Namen oder Titeln zu versehen, stattdessen wurden sie auf Quenya durchnummeriert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Hexenkönig (Ulaire Minya). &lt;br /&gt;
*Ulaire Attea, Der Ostling, geflügelter Schatten, schwarzer Räuber, Hüter von Dol Guldur (Khamûl).&lt;br /&gt;
*Ulaire Nelya, schwarzer Jäger, böser Reiter, Statthalter von Morgûl.&lt;br /&gt;
*Ulaire Cantea, schwarzer Meuchelmörder, Statthalter von Dol Guldur.&lt;br /&gt;
*Ulaire Lemenya, schwarzer Feind, geflügelter Geist, geflügelter Jäger, Statthalter von Morgûl.&lt;br /&gt;
*Ulaire Enquea, schwarze Bedrohung, Statthalter von Morgûl.&lt;br /&gt;
*Ulaire Otsea, schwarzer Geist, Statthalter von Morgûl.&lt;br /&gt;
*Ulaire Toldea, dunkler Schatten, geflügelter Wächter.&lt;br /&gt;
*Ulaire Nertea, dunkler Reiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das PC-Spiel [[Die Schlacht um Mittelerde]] II - &#039;&#039;Der Aufstieg des Hexenkönigs&#039;&#039; wurde einer der Nazgûl [[Figuren und Kreaturen aus Die Schlacht um Mittelerde|Morgomir]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Pc-Spiel &amp;quot;Mittelerde - Schatten des Krieges&amp;quot; werden noch die Nazgûl Helm Hammerhand, ein Fürst der Rohirrim, Isildur, der nach seinem Tod von Sauron wiedererweckt wurde und der Waldläufer Talion, der Isildur vor der Herrschaft Celebrimbors bewahrte und dann dessen Platz einnehmen musste hinzugefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Der Herr der Ringe]].&#039;&#039; Übersetzt von Margaret Carroux und Ebba-Margareta von Freymann. Klett-Cotta, Stuttgart 1969/1970. (Im Original erschienen 1954/55 unter dem Titel &#039;&#039;The Lord of the Rings&#039;&#039;.):&lt;br /&gt;
** Erstes Buch, Elftes Kapitel: &#039;&#039;Ein Messer im Dunkeln&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Fünftes Buch, Sechstes Kapitel: &#039;&#039;Die Schlacht auf den Pelennor-Feldern&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Das Silmarillion]].&#039;&#039; Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Wolfgang Krege. Klett-Cotta, Stuttgart 1978. (Im Original erschienen 1977 unter dem Titel &#039;&#039;The Silmarillion&#039;&#039;.) : &lt;br /&gt;
** Von den Ringen der Macht und dem Dritten Zeitalter&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Nachrichten aus Mittelerde]].&#039;&#039; Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1983. (Im Original erschienen 1980 unter dem Titel &#039;&#039;Unfinished Tales of Númenor and Middle-earth&#039;&#039;.): &lt;br /&gt;
** Teil III, &amp;quot;IV Die Jagd nach dem Ring&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Wayne G. Hammond und Christina Scull: &#039;&#039;[[The Lord of the Rings: A Reader’s Companion]]&#039;&#039;. HarperCollins, London 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gruppen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Menschen]]&lt;br /&gt;
[[en:Nazgûl]]&lt;br /&gt;
[[fr:encyclo/personnages/hommes/3a/nazgul]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>OlorinDerWeisse</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ardapedia.org/w/index.php?title=Mond&amp;diff=102434</id>
		<title>Mond</title>
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		<updated>2020-04-08T08:11:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;OlorinDerWeisse: Erklärung und Übersetzung für Rána hinzugsfügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:lunarcorona.jpg|thumb|350px|Der Mond]]&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Mond&#039;&#039;&#039; (original: &#039;&#039;Moon&#039;&#039;) ist im [[Legendarium]] das ältere der beiden Himmelslichter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitangabe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1500 [[Erstes Zeitalter|E. Z. (J. B.)]] zum ersten Mal aufgegangen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mond wurde zusammen mit der [[Sonne]] nach der Vergiftung der [[Zwei Bäume]] von [[Varda]] geschaffen. Er sollte den [[Elben]] Mut und Kraft im Kampf gegen [[Melkor]] spenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Licht des Mondes war die letzte Blüte des Silberbaums [[Telperion]]. [[Aule]] fertigte ein Gefäß an, in das der Mond gesetzt wurde, und der [[Maiar|Maia]] [[Tilion]] wurde auserwählt, das Gefäß durch die Luftschicht des [[Ilmen]] zu geleiten. Wie die Sonne wanderte der Mond anfangs zuerst von West nach Ost und dann wieder zurück. Varda änderte jedoch ihren Plan und gab Arda die Nacht zurück, indem sie die beiden Himmelslichter unter der Erde von West nach Ost schickte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Fingolfin]] mit seiner Schar [[Mittelerde]] betrat, ging der Mond zum ersten Mal auf, und er vollendete sieben Läufe, bis die Sonne aufstieg. Die Läufe des Mondes wurden danach immer unregelmäßiger, da Tilion sich der Sonne zu nähern versuchte, aber von ihrer Hitze verbrannt und geschwärzt wurde. Noch vor dem Aufgang der Sonne wurde der Mond von Melkor angegriffen. Tilion gelang es jedoch, den Angriff zurückzuschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Namen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Isil&#039;&#039; ([[Quenya]] für ‚Schein‘)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Ithil&#039;&#039; ([[Sindarin]] für ‚Schein‘) &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Rána&#039;&#039; (,Der WandererÊ¼, bei den [[Noldor]]) &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Bummler&#039;&#039; (bei den [[Noldor]])&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Weiße Fratze&#039;&#039; (von [[Gollum]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[J. R. R. Tolkien]]: &#039;&#039;[[Das Silmarillion]]&#039;&#039;. Herausgegeben von [[Christopher Tolkien]].&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Quenta Silmarillion&#039;&#039;, XI &#039;&#039;Von Sonne und Mond und der Verhüllung Valinors&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* [[Robert Foster]]: &#039;&#039;[[Das große Mittelerde-Lexikon]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
** Seite 494/495, Artikel &#039;&#039;Mond&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astronomie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Moon]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>OlorinDerWeisse</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ardapedia.org/w/index.php?title=Gondolin&amp;diff=102433</id>
		<title>Gondolin</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ardapedia.org/w/index.php?title=Gondolin&amp;diff=102433"/>
		<updated>2020-04-08T08:05:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;OlorinDerWeisse: Übersetzung von Ondolinde geändert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Gondolin Elbenstadt.jpg|thumb|300px|Gondolin]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gondolin&#039;&#039;&#039; ist im [[Legendarium]] eine [[Noldor|noldorische]] Stadt in [[Beleriand]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitangaben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* von 64 [[Erstes Zeitalter|E. Z. (Jahre der Sonne)]] bis 116 E. Z. (J. S.) erbaut&lt;br /&gt;
* 510 E. Z. (J. S.) zerstört&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gondolin lag auf dem [[Amon Gwareth]] in der südlichen Hälfte des [[Tumladen (Beleriand)|Tals von Tumladen]]. Das Tal selbst befand sich inmitten der [[Echoriath]], einem Ring hoher und steiler Berge, östlich des [[Sirion]] und nördlich von Beleriand. Den einzigen Zugang bildete ein [[Trockener Fluss|ausgetrocknetes Flussbett]] im Südwesten, das zur Schlucht [[Orfalch Echor]] führte, in der die [[Sieben Tore von Gondolin|sieben Tore von Gondolin]] den Weg vor Eindringlingen schützten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:GondolinKarte.png|thumb|300px|Stadtplan von Gondolin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gondolin wurde von [[Turgon (Sohn von Fingolfin)|Turgon]] im Andenken an [[Tirion]] in [[Eldamar]] gebaut. Daher ließ Turgon die Stadt von seinen kunstfertigsten Untertanen errichten. In der langen Friedenszeit arbeiteten die Bewohner ständig weiter an ihrer Stadt und schließlich konnten sie sie mit Tirion vergleichen. Daher galt Gondolin als die ruhmreichste und meistbesungene Stadt der [[Elben]] in den [[Mittelerde|Hinnenlanden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt befand sich auf dem abgeflachten Gipfel des Amon Gwareth. Auf diesem Berg entsprangen viele Quellen, die die Gondolindrim in Brunnen und kleine Wasserfälle umwandelten, um die Anlage noch schöner und lebendiger zu gestalten. Im Umfeld der Springbrunnen wurden Plätze angelegt, damit sie für alle sichtbar gehalten werden konnten. Besonders im Süden der Stadt gab es zahlreiche Quellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz Gondolin wurde aus weißem Marmor und weißem Stein erbaut. Durch diese Farbe wirkte die Stadt wie ein eingefasstes, schimmerndes Juwel in dem von Schnee umgebenen Tal. Die Stadtmauern waren hoch und breit, ebenso die beiden darin eingelassenen Tore im Westen und im Norden. Ihre Torflügel bestanden aus massivem Eisen. Die Straßen Gondolins wurden steinern gepflastert und darüber hinaus noch mit Marmor eingefasst. Auch die Häuser waren weiß und verfügten über große Gärten voller Blumen und Bäume. Die Gondolindrim bauten gern hohe Türme, die aus Marmor bestanden, und kunstfertig verziert waren. Am größten [[Platz des Königs|Platz der Stadt]] befand sich das größte Gebäude, der Königspalast. Davor lagen der größte Brunnen und der [[Turm des Königs|höchste Turm der Stadt]], sowie die beiden künstlichen Bäume [[Glingal]] und [[Belthil]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Norden der Stadt befand sich ein besonders steiler, schwarzer Felsvorsprung, der [[Caragdûr]]. Dort wurde [[Eol]], der Dunkelelb, in den Tod gestürzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesellschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herrscher ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr und König von Gondolin war Turgon. Die Stadt hatte keine Königin, da Turgons Gemahlin [[Elenwe]] beim Übergang über die [[Helcaraxe]] gestorben war. Daher war Turgons Tochter [[Idril]] die einzige Erbin des Throns. Weitere Mitglieder der Königsfamilie waren die Schwester Turgons, [[Aredhel]], sowie später ihr Sohn [[Maeglin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der König erließ Gesetze, wie das Gesetz, nach dem niemand Gondolin verlassen dürfe, und sprach Urteile, zum Beispiel Eols Todesurteil nach seinem Mord an Aredhel. Dafür besaß der König einen speziellen Gerichtsstab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig war er Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Er ließ durch diese Vollmacht Wachen auf den umgebenden Bergen und besonders am Ausgang der Orfalch Echor aufstellen. Das Heer Gondolins war darüber hinaus in [[zwölf Häuser von Gondolin|zwölf sogenannte Häuser]] unterteilt. Dem König stand ein Rat aus Fürsten zur Seite, der jedoch eine rein beratende Funktion hatte und den König nicht überstimmen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Turgons Tod wurde Tuor und nach ihm sein Sohn Earendil von vielen als neuer Anführer akzeptiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewohner ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die anfängliche Bevölkerung bestand zu einem Drittel aus dem Volk von Fingolfin. Dem gegenüber stand eine noch größere Menge an Sindar. In der langen Zeit des Friedens hatten sich die Einwohner entsprechend vermehrt, sodass Turgon in der Nirnaeth Arnoediad ein zehntausend Mann großes Heer aufbieten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Körperbau her waren die Einwohner Gondolins klein, schlank und geschmeidig. Darüber hinaus konnte sie schnell laufen und verfügten über ein hohes Maß an Bildung. Sie besaßen liebliche Stimmen. Besonders die weiblichen Gondolindrim waren so schön wie die Gestirne am Himmel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gondolindrim waren ein sehr kunstfertiges Volk, was an der langen Friedenszeit lag. Sie schufen viele schöne Dinge, so zum Beispiel den [[Elessar (Edelstein)|Elessar]]. Mit der Zeit wurden die Einwohner Gondolins sehr reich, da sie endlos viele Edelsteine und Metalle fanden. Doch auch Waffen wurden von ihnen geschmiedet. Die dazu benötigten Erze fanden sie in den umliegenden Bergen, besonders im Norden. Beispiele für ihr hohes Können waren die drei Schwerter [[Glamdring]], [[Orkrist]] und das spätere Schwert [[Stich]], die bis weit ins [[Drittes Zeitalter|Dritte Zeitalter]] hinein brauchbar waren. Bei Kämpfen waren die Gondolindrim mit schimmernden Kettenpanzern, langen Schwertern und Speeren ausgerüstet. Auch gab es sehr viele, gute Bogenschützen in Gondolin. Diese hatten genug Pfeile, um jahrelang ununterbrochen damit schießen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprache ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alltagssprache in Gondolin war, wie nach Thingols Bann des [[Quenya]] überall in Beleriand, [[Sindarin]]. Allerdings wurde die Sprache mit einem leichtem Dialekt gesprochen, da die Gondolindrim lange von ihrem Volk getrennt war. Doch auch das Quenya geriet nicht in Vergessenheit und am Ende des Ersten Zeitalters war das Quenya aus Gondolin das einzige, das noch existierte, da alle anderen Noldor vernichtet worden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Dagor-nuin-Giliath]] glaubten die Noldor [[Morgoth]] vorerst besiegt. Trotzdem wurde Turgon, einer ihrer Fürsten, von einem beunruhigenden Traum heimgesucht, der ihm den Untergang seines Volkes voraussagte. Der Vala [[Ulmo]] zeigte ihm daraufhin das versteckte Tal von Tumladen und wies ihn an, dort ein geheimes Reich zu errichten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend führte Turgon die kühnsten und geschicktesten seiner Untertanen in das Tal und unter dem Zeichen größter Geheimhaltung wurde Gondolin errichtet. Nach ungefähr 52 Jahren Bauzeit war die Stadt fertig gestellt. Im Jahr 116 führte Turgon sein Volk von [[Vinyamar]] in [[Nevrast]], wo er zuvor gewohnt hatte, in kleinen Gruppen nach Tumladen. Dort begann Gondolin unter dem Schutz Ulmos und der [[Adler]] [[Manwe]]s, die in den umliegenden Bergen ihre Nester hatten, aufzublühen und im Folgenden eine lange Periode des Friedens zu erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maeglins Ankunft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über zweihundert Jahre verlebte Gondolin in glücklichem Frieden. Während der Dunkle Herrscher im Norden von den Streitkräften der Noldor belagert wurde, lebten die Bewohner Gondolins unbehelligt von den Ereignissen außerhalb ihrer Stadt. Aredhel, die Schwester des Königs, wurde jedoch der Pracht und Schönheit der Stadt überdrüssig und bat Turgon, Gondolin verlassen zu dürfen. Zunächst lehnte er dies ab, am Ende gab er ihrem Drängen aber nach und ließ sie gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 400 kehrte sie gemeinsam mit ihrem Sohn Maeglin, den sie in der Zwischenzeit in [[Nan Elmoth]] zur Welt gebracht hatte, zurück. Maeglins Vater [[Eol]] jedoch war den beiden heimlich gefolgt und als er versuchte, die Tore der Stadt zu durchschreiten, geriet er in die Gefangenschaft von Turgons Wachen. Als man ihn vor den König brachte, weigerte Eol sich, Turgon als seinen Herrn anzuerkennen. Da er dies auch nicht für seinen Sohn wollte, versuchte er Maeglin zu töten. Der Mordversuch scheiterte jedoch und stattdessen kam Aredhel ums Leben. Als Strafe für seine Tat wurde Eol hingerichtet. &lt;br /&gt;
Maeglin gewann unter Turgons Obhut bald großes Ansehen unter den Bewohnern Gondolins. Vor allem sein handwerkliches Geschick brachte ihm viel Anerkennung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beteiligung an den Kriegen von Beleriand ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Aredhels und Eols Tod folgten einhundert weitere friedliche Jahre für Gondolin. Als Morgoth sich aus der Umklammerung der Noldor befreite, blieben die Bewohner Gondolins in ihrer gut versteckten Stadt von seinem Zorn verschont. Auch beteiligten sie sich nicht an den Kämpfen der [[Dagor Bragollach]]. Auf Ulmos Geheiß musste Turgon jedoch [[Húrin Thalion|Húrin]] und [[Huor]] - zwei [[Menschen]], die Morgoths Handlangern entkommen waren - in seiner Stadt Zuflucht gewähren. Sie waren die ersten Menschen, die Gondolin zu Gesicht bekamen. Ungefähr ein Jahr lang lebten sie dort, bis Turgon sie gehen ließ. Vorher mussten sie ihm aber noch versprechen, niemandem vom Standort Gondolins zu erzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Morgoths wachsender Macht beunruhigt, begann Turgon, sich Sorgen um die Zukunft seines Volkes zu machen. Im Folgenden entsandte er heimlich Boten in Richtung Valinor, um die [[Valar]] um Vergebung und Hilfe zu bitten. Doch weder erreichte einer dieser Boten das Segensreich noch kamen sie je wieder nach Gondolin zurück. Nach dem Tod [[Fingolfin]]s brachte [[Thorondor]] seine Leiche in die Berge nördlich von Tumladen, wo sein Sohn Turgon ihm ein würdiges Grab bereitete und ihn unter einer Pyramide bestattete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Der Fall Turgons Turm.jpg|thumb|200px|Das Ende von Gondolin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Turgon von den Planungen zu einem gemeinsamen Angriff auf [[Angband]] hörte, sammelte er ein Heer von zehntausend Gondolindrim und unterstützte seinen Bruder [[Fingon]], den [[Hoher König der Noldor|Hohen König der Noldor]], in seinem Vorhaben. Da er bei dem unbedachten Sturmangriff der Noldor nicht teilnahm, konnte er sich nach der Niederlage in der [[Nirnaeth Arnoediad]] mit geringen Verlusten und dem Rest von Fingons Heer nach Gondolin zurückziehen. Dabei wurde das Heer der Gondolindrim von den Menschen unter Húrin und Huor gedeckt. Nachdem Turgon wieder in Gondolin angekommen war, ließ er am Ausgang der [[Orfalch Echor]] von Maeglin ein weiteres Tor schmieden. Turgon war nun Hoher König der Noldor und der letzte Feind Morgoths.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tuors Ankunft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Fall von [[Nargothrond]] war Gondolin das letzte große Bollwerk der Noldor in Beleriand. Doch trotz seiner Erfolge fand Morgoth keine Ruhe und er bemühte sich stets, den Standort von Turgons verstecktem Reich ausfindig zu machen. Seine Anstrengungen blieben jedoch erfolglos. Als er Húrin, den er vorher in [[Angband]] gefangen gehalten hatte, wieder frei ließ, begab dieser sich nach [[Dimbar]], am Südende der Echoriath. In der Hoffnung, von einem Adler geholt zu werden, rief er Turgon um Hilfe an. Der König von Gondolin fürchtete jedoch um das Leben seines Volkes und versagte Húrin die erhoffte Rettung. Er sollte Recht behalten, denn Morgoths Späher waren Húrin heimlich gefolgt, so dass er durch seine Unwissenheit versehentlich die ungefähre Lage Gondolins verriet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulmo, der den Untergang Gondolins vorhersah, schickte daraufhin Húrins Neffen [[Tuor]] mit der Nachricht nach Gondolin, die Stadt müsse umgehend geräumt werden. Dank Ulmos Führung fand Tuor schließlich den Weg nach Gondolin. Doch als Turgon ihn anhörte, weigerte er sich, ganz auf die Stärke Gondolins und seiner Einwohner vertrauend, auf den Rat des Vala zu hören. Stattdessen ließ er den einzigen Zugang zur Stadt, den Trockenen Fluss, zuschütten. Tuor blieb in Gondolin und erlangte bald großes Ansehen. Nach wenigen Jahren heiratete er die Königstochter Idril. Ein Jahr später, im Jahre 503, kam ihr gemeinsamer Sohn [[Earendil der Seefahrer|Earendil]] der [[Halbelben|Halbelb]] auf die Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verrat durch Maeglin und Zerstörung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Siehe [[Schlacht um Gondolin]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischenzeitlich verriet Húrin, der jahrelang von Morgoth gefangen gehalten worden war, versehentlich die ungefähre Lage Gondolins. Im Jahr 510 kam es dann zum Fall von Gondolin. Maeglin wurde bei einem Ausflug in das Bergwerk [[Anghabar]] von [[Orks]] ergriffen. Er verriet Morgoth die Lage der Stadt und dieser vernichtet die Stadt mit Orks, [[Balrogs]] und [[Drachen]]. Idril und Tuor konnten durch einen geheimen Tunnel fliehen und retteten so rund achthundert Gondolindrim vor dem Untergang der Stadt, bei dem auch König Turgon starb. Bei ihrer Flucht über die nördlichen Berge über die [[Cirith Thoronath]] wurden die Flüchtlinge angegriffen und konnten nur unter Opfern und mit Hilfe der Adler entkommen. Die Überlebenden rund 580 Elben kamen schließlich an den [[Sirion-Mündungen]] an und vermischten sich dort mit dem Volk von [[Elwing]] von [[Doriath]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Aufenthalt Tuors in Gondolin wurden ihm die sieben Namen der Stadt genannt. Einige dieser Namen scheinen gegensätzlich zum Sindarin, dass Tolkien sonst im Ersten Zeitalter verwendete, gebildet zu werden. So sollte es normalerweise nicht &#039;&#039;Gondothlimbar&#039;&#039; sondern &#039;&#039;Gondolindrimbar&#039;&#039; heißen. Diese Abweichungen sind wohl auf den Dialekt zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Ondolinde&#039;&#039;, Quenya für ‚Steinlied‘: ursprünglicher Name der Stadt Turgons&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Gondolin&#039;&#039;, Sindarin für ‚Verborgener Fels‘: sprachgeschichtliche Weiterentwicklung von &#039;&#039;Ondolinde&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Gondobar&#039;&#039;, Sindarin für ‚Stadt aus Stein‘&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Gondothlimbar&#039;&#039;, Sindarin für ‚Stadt der Bewohner der Steine‘&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Gwarestrin&#039;&#039;, Sindarin für ‚Turm der Wacht‘&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Gar Thurion&#039;&#039;, Sindarin für ‚Verborgener Ort‘&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Lothengriol&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;Lothladen&#039;&#039;, Sindarin für ‚Blume, die auf der Ebene blüht‘&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[J. R. R. Tolkien]]: &#039;&#039;[[Das Silmarillion]].&#039;&#039; Herausgegeben von [[Christopher Tolkien]].&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Quenta Silmarillion&#039;&#039;,&lt;br /&gt;
*** XV &#039;&#039;Von den Noldor in Beleriand&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** XVI &#039;&#039;Von Maeglin&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** XVIII &#039;&#039;Vom Verderben Beleriands und von Fingolfins Ende&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** XX &#039;&#039;Von der Fünften Schlacht: Nirnaeth Arnoediad&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** XXIII &#039;&#039;Von Tuor und dem Fall von Gondolin&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Nachrichten aus Mittelerde]].&#039;&#039; Herausgegeben von Christopher Tolkien.&lt;br /&gt;
** Teil Eins: &#039;&#039;Das Erste Zeitalter&#039;&#039; &lt;br /&gt;
*** I. &#039;&#039;Von Tuor und seine Ankunft in Gondolin&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 2]]&#039;&#039;. Herausgegeben von Christopher Tolkien.&lt;br /&gt;
** III &#039;&#039;Der Fall von Gondolin&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Der Hobbit]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
** Kapitel III: &#039;&#039;Eine kurze Rast&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortschaften]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesenswert}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Gondolin]]&lt;br /&gt;
[[fr:encyclo/geographie/villes_tours_et_forteresses/beleriand/gondolin]]&lt;br /&gt;
[[fi:Gondolin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>OlorinDerWeisse</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ardapedia.org/w/index.php?title=Arda&amp;diff=102431</id>
		<title>Arda</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ardapedia.org/w/index.php?title=Arda&amp;diff=102431"/>
		<updated>2020-03-07T18:52:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;OlorinDerWeisse: Link zu Manwe ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Arda_globus.jpg|thumb|Hölzerner Globus Ardas (3. Zeitalter)]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Arda&#039;&#039;&#039; ([[Quenya]] für ‚Reich‘) ist in den Werken [[J. R. R. Tolkien]]s das Reich [[Manwe]]s, die Welt auf der sich [[Mittelerde]] befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitangabe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1 [[Zeitalter vor den Tagen|Z. T.]] bis 1500 [[Zeitalter vor den Tagen|Z. T.]]: Arda wird während der Auseinandersetzungen zwischen den Valar und Melkor langsam geformt und gefestigt.&lt;br /&gt;
* 1500 [[Zeitalter vor den Tagen|Z. T.]] bis 3450 [[Zeitalter vor den Tagen|Z. T.]]: Arda wird nach Melkors Flucht von den Valar geordnet und blüht infolge dessen zu voller Schönheit auf.&lt;br /&gt;
* 1090 [[Erstes Zeitalter|E. Z. (J. B.)]] bis 1100 [[Erstes Zeitalter|E. Z. (J. B.)]]: Arda, insbesondere Mittelerde, wird während des Kriegs der Mächte stark verändert.&lt;br /&gt;
* 583 [[Erstes Zeitalter|E. Z. (J. S.)]]: Nach dem Krieg des Zorns versinken Beleriand und die westlichen Gestade Mittelerdes im Meer.&lt;br /&gt;
* 3319 [[Zweites Zeitalter|Z. Z.]]: Ilúvatar vollzieht die Wandlung der Welt; Númenor versinkt im Meer und Aman wird aus den Kreisen der Welt entrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Ambarkanta.jpg|thumb|320px|Die Gestalt Ardas vor der Wandlung der Welt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arda war der Name des Königreichs [[Manwe]]s. Es war zuerst nur ein [[Ainulindale|Gesang der Ainur]], zu drei von [[Ilúvatar]] vorgegebenen Themen, der am Ende verwirklicht wurde. In dieser Musik wurden die [[Eruhíni|Kinder Ilúvatars]], die [[Elben]] und die [[Menschen]], angekündigt. Nachdem ein Teil der [[Ainur]] auf die Welt herabgestiegen war, entbrannte ein Streit zwischen [[Melkor]] und den übrigen [[Valar]]. Die Valar wollten die Welt mit symmetrischen Abmessungen, mäßigem Klima und milder Beleuchtung für die Kinder Ilúvatars einrichten. Melkor dagegen wollte eine Welt mit Spannungen und Gegensätzen erschaffen, aus Eis und Feuer, Wüsten und Sümpfen, grellem Licht und tiefem Schatten, die er ganz allein beherrschen wollte.&lt;br /&gt;
Lange tobte der Kampf, doch keine Seite konnte die andere endgültig besiegen. So wurde eine Welt geschaffen, an der alle Valar und auch [[Maiar]] Anteil haben.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Zeitalter kann man fünf große Gebiete als Kontinente Ardas nennen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* [[Aman]]&lt;br /&gt;
* [[Dunkelland]], auch Südland genannt&lt;br /&gt;
* [[Sonnenlande|Land der Sonne]]&lt;br /&gt;
* [[Mittelerde]]&lt;br /&gt;
* [[Númenor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Arda wölben sich die drei Luftschichten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Vista]]&lt;br /&gt;
* [[Ilmen]]&lt;br /&gt;
* [[Vaiya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Gestaltwerdung von Arda ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ard1.jpg|thumb|Der [[Frühling von Arda]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Frühling von Arda ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Frühling von Arda]] bestand Arda noch aus einer einzigen Landmasse, die von den [[Valar]] nach den Visionen in der [[Musik der Ainur]] geschaffen worden war. Arda war zu dieser Zeit eine Welt voller Harmonie, Wälder, Flüsse und andere Landschaften waren gleichmässig angeordnet. Im [[Norden]] türmte [[Morgoth]] jedoch die [[Ered Engrin]] auf und schuf sich [[Utumno]] und ein Reich aus tödlicher Kälte. Die Valar lebten in der Mitte der Welt auf der Insel [[Almaren]] in einem [[Großer See|Großen See]]. Zur Erhellung Ardas schufen sie die beiden Leuchten [[Illuin und Ormal]] auf den Bergen [[Helcar]] und [[Ringol|Ringil]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ard2.jpg|thumb|left|Die [[Verhüllung von Valinor]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Verhüllung von Valinor ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem [[Morgoth]] die beiden Leuchten gestürzt hatte, kam es zur [[Verhüllung von Valinor]]. Arda wurde in drei Kontinente gespalten: [[Aman]] im Westen, [[Mittelerde]] im Zentrum und die [[Sonnenlande]] (oder &amp;quot;Osternis&amp;quot;) im Osten. Durch den Sturz der Säulen waren im Norden und Süden Mittelerdes große Binnenmeere entstanden. Vier Gebirge begrenzten Mittelerde, die [[Ered Luin|Blauen Berge]] nach Nordwesten, die [[Orocarni|roten Berge]] nach Nordosten, die [[Graues Gebirge (Hinnenlande)|Grauen Berge]] nach Südwesten und die &#039;&#039;gelben Berge&#039;&#039; nach Südosten. Die Valar befestigten Aman nach Osten hin mit den [[Pelóri]], in Osternis erhoben sich nach Westen hin die [[Mauern der Sonne]]. Im Zentrum von Mittelerde befand sich, vielleicht etwa auf der Position von [[Almaren]], ein weiteres Gebirge: das &#039;&#039;Windgebirge&#039;&#039;. In den Westlanden bildete sich bereits das Gebiet des späteren [[Beleriand]] heraus. Als die [[Elben]] erwachten, erwachten sie in [[Cuiviénen]], einer Bucht des [[Meer von Helcar|Meeres von Helcar]], die gespeist wurde von vielen Wasserfällen der [[Orocarni]]. Zentral Mittelerde scheint eine weite Ebene gebildet zu haben, die Graslande von [[Palisor]], während die Elben im Norden weite Nadelwälder erblickten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Nach Tolkiens Skizzen in [[The Shaping of Middle-earth]])&lt;br /&gt;
[[Datei:Ard3.jpg|thumb|[[Erstes Zeitalter]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Erste Zeitalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Aufgang der [[Sonne]] begann das [[Erstes Zeitalter|Erste Zeitalter]]. Die Menschen erwachten mit dem ersten Sonnenaufgang in [[Hildorien]] im [[Murmenalda]], das vielleicht ein Tal in den Windbergen war, in jedem Fall in unmittelbarer Nachbarschaft zum [[Meer von Helcar]] und [[Palisor]] lag. Während des Ersten Zeitalters scheint sich von Mittelerde ein weiterer, kleinerer Kontinent abgelöst zu haben: [[Dunkelland]] oder &amp;quot;Südland&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Nach Tolkiens Skizzen in [[The Shaping of Middle-earth]])&lt;br /&gt;
[[Datei:Ard4.jpg|thumb|left|[[Zweites Zeitalter]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Zweite Zeitalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweites Zeitalter|Zweiten Zeitalter]] war [[Mittelerde]] durch den [[Krieg des Zorns]] an seiner Westküste geschrumpft. Im [[Belegaer]] zwischen [[Aman]] und [[Mittelerde]] erschufen die [[Valar]] die Insel [[Númenor]] als Heimat der überlebenden [[Edain]]. Da der Westen den Númenorern verboten war, erforschten sie mit ihren Schiffen die Küsten Mittelerdes sowie [[Dunkelland]] und die [[Sonnenlande]]. Im Nordwesten und Süden Mittelerdes errichteten sie Kolonien, da sie dort große Wälder antrafen, die ihnen Rohstoffe für den Schiffsbau lieferten. Die Wälder im Süden sollen die Größe Númenors um ein Vielfaches übertroffen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ard5.jpg|thumb|nach der [[Wandlung der Welt]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Wandlung der Welt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Untergang Númenors und der [[Wandlung der Welt]] wurde die Gestalt Ardas oder [[Ambar]]s grundlegend geändert. [[Aman]] wurde entrückt und war fortan nur noch über den [[Gerader Weg|Geraden Weg]] zu erreichen. Die übrige Welt wurde zu einem runden Planeten, [[Mittelerde]] (und [[Dunkelland]]) bildete als oberer Teil Ambars einen Kontinent während die vorher unerreichbare untere Hälfte Ambars einen neuen Kontinent, die &amp;quot;Neuen Lande&amp;quot; bildeten. Durch weitere Expeditionen konnten die überlebenden Númenorer die Welt nun umrunden, der Legende nach war von Númenor die Insel [[Meneltarma]] erhalten geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Unter der Erde ist ein Reich von Höhlen und Grotten, das von einer Schicht des [[Ilmen]] durchzogen wird und in dem [[Ulmo]] regiert. Dort werden [[Sonne]] und [[Mond]] von Westen nach Osten gebracht.&lt;br /&gt;
* Mit dem Untergang Númenors vollzog Ilúvatar die [[Wandlung der Welt]], in deren Folge [[Ea]] verändert und Aman aus seinen Kreisen entrückt wurde. Jetzt ist Arda rund und nur die Elbenschiffe können Aman noch auf dem [[Gerader Weg|Geraden Weg]] erreichen.&lt;br /&gt;
*In seiner Skizze I zu &amp;quot;the Drowning of Anadûnê&amp;quot; ([[Sauron Defeated]] Teil III) schrieb Tolkien, dass die Menschen in Mesopotamien erwachten. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass Hildorien und das Murmenalda geographisch in einem Gebiet zu verordnen waren das in etwa dem heutigen Mesopotamien entspräche.&lt;br /&gt;
* Möglicherweise zerbrach [[Dunkelland]] im Ersten oder Zweiten Zeitalter in mehrere kleinere Kontinente, dies lässt sich aufgrund der Ungenauigkeit von Tolkiens Skizzen jedoch nicht hundertprozentig sicher sagen.&lt;br /&gt;
* In seinem Aufsatz &amp;quot;Myths Transformed&amp;quot; (in [[Morgoth’s Ring]]) vertrat Tolkien die Auffassung Arda, als Reich Manwes, entspräche dem Sonnensystem, [[Ea]] dem Universum und &#039;&#039;Ambar&#039;&#039; dem Planeten auf welchem sich [[Mittelerde]], [[Dunkelland]] und die &amp;quot;Neuen Landen&amp;quot; befinden. Nach dem Myths Transformed-Konzept ist der Planet Ambar von Anfang an &amp;quot;rund&amp;quot; gewesen, Tolkien kam jedoch nie dazu den Mythos noch einmal dementsprechend einer endgültigen Überarbeitung zu unterziehen.&lt;br /&gt;
* aus einem Zitat Aragorns lassen sich Rückschlüsse über die Größenverhältnisse der Welt Ambar schließen: {{Zitat&lt;br /&gt;
|Text=[Aragorn]: »[...] Viele Gebirge und viele Flüsse habe ich überquert und so manche Ebene durchwandert bis zu so fernen Ländern wie Rhûn und Harad, wo die Sterne fremd sind. [...]«&lt;br /&gt;
|Autor=J. R. R. Tolkien&lt;br /&gt;
|Quelle=&#039;&#039;[[Der Herr der Ringe]]&#039;&#039;. Zweites Buch, Zweites Kapitel: &#039;&#039;Der Rat von Elrond&#039;&#039;.}} Da in Harad die Sterne anders waren, muss Mittelerde im Süden ein großes Stück auf die Südhalbkugel hinabgereicht haben.&lt;br /&gt;
*[[Aldarion]] berichtete [[Erendis]] von großen Wäldern im Süden Mittelerdes, welche die Größe der gesamten Insel Númenór um weites übertrafen. Der Süden des Kontinents muss somit gewaltige Ausmaße gehabt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Das Silmarillion]]:&lt;br /&gt;
:* Ainulindale&lt;br /&gt;
:*  Quenta Silmarillion, &lt;br /&gt;
::* I &#039;&#039;Vom Anbeginn der Tage&#039;&#039; &lt;br /&gt;
::* XI &#039;&#039;Von Sonne und Mond und der Verhüllung Valinors&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:* Akallabêth, &#039;&#039;Der Untergang von Númenor&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [[The Shaping of Middle-earth]]&lt;br /&gt;
* [[Historischer Atlas von Mittelerde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arda| ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Arda]]&lt;br /&gt;
[[fi:Arda]]&lt;br /&gt;
[[fr:encyclo:geographie:astronomie:arda]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>OlorinDerWeisse</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ardapedia.org/w/index.php?title=Hobbits&amp;diff=102430</id>
		<title>Hobbits</title>
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		<updated>2020-02-29T12:47:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;OlorinDerWeisse: Mordor Link ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Hobbit2.jpg|thumb|Ein dösender Hobbit vom Stamm der [[Starren]] &amp;lt;small&amp;gt;(Bild: [[Benutzer:BelegLangbogen|Jonas Ulrich]])&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hobbits&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;In der ersten deutschen Übersetzung von &#039;&#039;[[Der kleine Hobbit|The Hobbit]]&#039;&#039; (&#039;&#039;Kleiner Hobbit und der große Zauberer&#039;&#039;) von 1957 wird der Plural von Hobbit noch mit Hobbite wiedergegeben.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder &#039;&#039;&#039;Halblinge&#039;&#039;&#039; (im Original &#039;&#039;Halflings&#039;&#039;) sind menschenähnliche Wesen und Bewohner in der von [[J. R. R. Tolkien]] geschaffenen Welt von [[Mittelerde]]. Sie spielen in den Romanen &#039;&#039;[[Der kleine Hobbit]]&#039;&#039; und &#039;&#039;[[Der Herr der Ringe]]&#039;&#039; eine zentrale Rolle. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Bild:BilboBaggins.jpg|thumb|Bilbo Beutlin, ein (fast) typischer Hobbit &amp;lt;small&amp;gt;(Bild: [[Anke Eißmann]])&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=&#039;&#039;&#039;hobbit&#039;&#039;&#039; ({{IPA|ËˆhÉ’bÉªt}}). [...] In the tales of J. R. R. Tolkien [...]: one of an imaginary people, a small variety of the human race, that gave themselves this name (meaning ‘hole-dweller’) but were called by others &#039;&#039;halflings&#039;&#039;, since they were half the height of normal men.|Autor=&#039;&#039;Oxford English Dictionary&#039;&#039; (Second Edition)&amp;lt;ref&amp;gt;Dieser Teil des Eintrags wurde von Tolkien 1970 im Wesentlichen auf Anfrage der Redaktion des &#039;&#039;OED&#039;&#039; selbst verfasst. J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Briefe]]&#039;&#039;. Nr. 316 vom 11. September 1970 an R. W. Burchfield.&amp;lt;/ref&amp;gt;|Übersetzung=&#039;&#039;&#039;Hobbit&#039;&#039;&#039;. In den Erzählungen J. R. R. Tolkiens: jemand aus einem erdachten Volk, einer kleinen Unterart der menschlichen Rasse, die sich selbst diesen Namen gaben (mit der Bedeutung „Höhlenbewohner“), von anderen aber &#039;&#039;Halblinge&#039;&#039; genannt wurden, da sie halb so groß waren wie normale Menschen.|Übersetzer=Ardapedia}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hobbits waren eine Unterart der [[Menschen]], eine kleine Nebenlinie der menschlichen Gattung.&amp;lt;ref&amp;gt;Nr. 319 &#039;&#039;Aus einem Brief an Roger Lancelyn Green&#039;&#039; (8. Januar 1971).&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie hatten eine bräunliche Hautfarbe und erreichten zumeist eine maximale Körpergröße von etwa zwei bis vier Fuß (etwa 60 bis 120 cm). Deshalb wurden die Hobbits von den [[Dúnedain]] auch &#039;&#039;Halblinge&#039;&#039; genannt. Die Hobbits selbst sagten, sie seien einmal größer gewesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hobbits neigten zu Leibesfülle, hatten runde, gutmütige Gesichter, leicht spitze Ohren,&amp;lt;ref&amp;gt;Nr. 27 &#039;&#039;An die Houghton Mifflin Company&#039;&#039; (März/April 1938).&amp;lt;/ref&amp;gt; krauses Haupthaar und lange, geschickte Finger. Die Füße der Hobbits waren auf dem Spann mit einem dichten, wärmenden Haarpelz bedeckt, während ihre Sohlen eine lederartige Haut aufwiesen: Diese Tatsache machte es für die Hobbits unnötig, Schuhe zu tragen. Sie waren Meister im Schleichen und hatten ein sehr gutes Gehör. Sie erholten sich schnell von Stürzen und Verletzungen, und sie hatten einen Fundus an Weisheiten und klugen Sprüchen.&amp;lt;ref&amp;gt;J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;Der Hobbit&#039;&#039;. Kapitel V: &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Rätsel in der Finsternis&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zauberei war Hobbits vollkommen fremd, magische Fähigkeiten besaßen sie nicht, bis auf ein wenig Alltagsmagie, um schnell und leise zu verschwinden. Allerdings erreichten sie ein höheres Lebensalter als Menschen und wurden oft bis zu oder sogar über 100 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hobbits waren ein ruhiges und friedfertiges Volk, wenig abenteuerlustig und weder kriegerisch noch grausam; sie töteten Tiere niemals aus Vergnügen. Als typische Hobbit-Tugenden galten Verstand, Großmut, Geduld und Charakterstärke.&amp;lt;ref&amp;gt;Nr. 281 &#039;&#039;Aus einem Brief an Rayner Unwin&#039;&#039; (15. Dezember 1965).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise und Kultur ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Brandyschloss.jpg|thumb|Das [[Brandygut]] zu [[Bockland]], eines der frühen Clan-Smials &amp;lt;small&amp;gt;(Bild: MatÄ›j ÄŒadil)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Abschiedsfest.jpg|thumb|[[Bilbos Abschiedsfest|Bilbo Beutlins Abschiedsfest]] (3001 D. Z.), eine besonders denkwürdige Hobbitfeier &amp;lt;small&amp;gt;(Bild: Anke Eißmann)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Die Hobbits waren handwerklich und landwirtschaftlich begabt. Als Bauern, Gärtner und Handwerker bestellten sie das Land, in dem sie lebten. Dabei verwendeten sie ausschließlich Geräte mit simpler Mechanik (z. B. Schmiede-Blasebalg, Wassermühle, Handwebstuhl).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hobbits lebten vorzugsweise in Höhlen, sogenannten [[Smials]], mit runden Türen und Fenstern, die bei den älteren Hobbitfamilien gleich von mehreren Generationen bewohnt wurden. Die häufig weit verzweigten Wohnhöhlen waren gemütlich ausgestattet und oft vollgestellt mit sogenannten [[Mathom]]s – mehr oder weniger nutzlosen Dingen, die in ihren Augen aber zum Wegwerfen zu schade waren. Später bauten Hobbits auch einfache Häuser, darunter Schuppen, in denen die Hobbits ihrem Handwerk nachgehen konnten. Allerdings wohnten Hobbits nicht gerne in höheren Stockwerken, daher waren auch ihre Häuser meist einstöckig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hobbits liebten die Natur und alle grünen und wachsenden Dinge. Deshalb bevorzugten sie auch in der Mode die Farben Grün und Gelb. Die männlichen Hobbits trugen für gewöhnlich Kniehosen mit Hosenträgern, darüber farbige [[Westen (Kleidung)|Westen]] und eine Jacke;&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu unter anderem J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;Der Herr der Ringe&#039;&#039;. Erstes Buch, Achtes Kapitel: &#039;&#039;Nebel auf den Hügelgräberhöhen&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Hobbits aßen und tranken gerne und reichlich, Mittagessen nahmen sie – wenn möglich – zweimal am Tag ein und gönnten sich über den Tag verteilt kleinere Zwischenmahlzeiten (insgesamt sechs Mahlzeiten am Tag). Die Hobbits rauchten gerne [[Pfeifenkraut]], eine Kunst, von der die Hobbits mit Recht behaupten durften, sie erfunden zu haben. Man besuchte zusammen Gasthäuser, wo  Neuigkeiten ausgetauscht wurden, oder Familienfeiern, auf denen man sich gegenseitig beschenkte. Die Familie war den Halblingen besonders wichtig. Sie schrieben sich untereinander regelmäßig Briefe, weshalb die [[Postzustellung im Auenland|Post]] eine der wichtigsten öffentlichen Dienste war. Zum Zeitvertreib spielten die Hobbits unter anderem Ring-, Pfeil- und Ballwerfen sowie Kegeln.&amp;lt;ref&amp;gt;J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;Der Hobbit&#039;&#039;. Kapitel VIII: &#039;&#039;Fliegen und Spinnen&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der wenigen Wissenschaften, für die die Hobbits sich interessierten, war die Ahnenkunde. Die Geschichtsschreibung war dagegen nicht weit verbreitet. Als eine der wenigen bekannten Quellen der Hobbitgeschichte galt das [[Gelbhülle|Jahrbuch von Tuckbergen]] der [[Auenland|auenländischen]] Familie [[Tuk]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als besonders beständiges Volk von einfachem Gemüt kümmerten sie sich stets nur um die Angelegenheiten, die sich in ihrer Heimat zutrugen, weshalb viele der von den Hobbits gemachten Karten, jenseits der heimatlichen Grenzen, nur weiße Flecken zeigten. Fremde nannten sie &#039;&#039;Außenseiter&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;Der Herr der Ringe&#039;&#039;. Erstes Buch, Neuntes Kapitel: &#039;&#039;Im Gasthaus zum Tänzelnden Pony&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit ihren menschlichen Verwandten hatten sie kaum etwas zu tun, weil sie in ihren Augen groß, dumm und laut waren. Es gab jedoch noch Orte, wo die Hobbits mit den großen Menschen friedlich zusammen lebten, so etwa im [[Breeland]] in [[Eriador]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den [[Elben]] oder [[Zwerge]]n, die ihre eigenen Sprachen besaßen, schien die Sprache der Hobbits seit jeher die der benachbarten Menschenvölker gewesen zu sein. So benutzten sie auch im [[Drittes Zeitalter|Dritten Zeitalter]] noch einige Wörter, die aus dem Sprachschatz der [[Éothéod]], der Vorfahren der [[Rohirrim]] entlehnt sind, die früher auch am [[Anduin]] siedelten. Der von ihnen gesprochene Dialekt des [[Westron]] wurde [[Hobbitisch]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hobbits gaben Mädchen gerne die Namen von Blumen oder Edelsteinen. Jungen erhielten dagegen traditionelle Vornamen ohne Bedeutung; solche deren Bedeutung nicht mehr bekannt war; oder Namen von bekannten Persönlichkeiten aus der Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Hobbits war &#039;&#039;-a&#039;&#039; eine maskuline Endung und &#039;&#039;-o&#039;&#039; beziehungsweise &#039;&#039;-e&#039;&#039; eine feminine.&amp;lt;ref&amp;gt;In der Übertragung der Namen aus dem Westron ins Englische (respektive Deutsche), wurden die Endungen den bei uns geschlechtsspezifischen Namensendungen angepasst.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Gegensatz zu den anderen Völkern [[Mittelerde]]s verwendeten die Hobbits, ebenso wie die Menschen des Breelandes, bereits Nachnamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Ursprüngliche siedlungen hobbits.png|thumb|hochkant|Die ursprünglichen Siedlungsgebiete der Hobbits, vor den Tagen der Wanderung.]]&lt;br /&gt;
Zu Beginn des Dritten Zeitalters lebten die drei ursprünglichen Hobbitstämme, die [[Harfüße]], die [[Starren]] und die [[Falbhäute]], östlich des [[Nebelgebirge]]s, im oberen Tal des [[Anduin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Jahr 1050 D. Z. begannen die sogenannten [[Wandertage]] (im Original &#039;&#039;Wandering Days&#039;&#039;). Die Harfüße verließen ihre Siedlungen als erste in Richtung Westen. Etwa ein Jahrhundert später folgten ihnen die Starren und die Falbhäute über das [[Nebelgebirge]]. Warum die Hobbitstämme ihre ursprünglichen Siedlungen verließen, ist nicht abschließend geklärt. Wahrscheinlich  fühlten sich die Hobbits durch die wachsende Gefahr im [[Düsterwald]] und die großen Menschen, die sich zunehmend im Tal des Anduin ansiedelten, bedroht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Harfüße zogen durch [[Eriador]] bis zu den [[Wetterberge]]n, wohin ihnen später auch die Falbhäute folgen sollten. Um 1300 D. Z. ließen sie sich in [[Bree]] nieder. Bree gehörte damit zu den ersten und ältesten Hobbitsiedlungen, die nach den Wandertagen an Bedeutung gewannen. Die Starren zogen hingegen nach Süden und lebten lange im [[Winkel]], wo der [[Bruinen]] in den [[Mitheithel]] mündete, oder zogen weiter südlich nach [[Tharbad]] und den Grenzen von [[Dunland]]. 1356 D. Z. verließen sie den Winkel aus Furcht vor dem von [[Angmar]] entfachten Krieg und wanderten weiter nach Süden oder zogen nach [[Rhovanion]] zurück, wo sie in primitiven Gemeinden zusammenlebten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Bree aus brachen etwa drei Jahrhunderte später die Brüder [[Marcho]] und [[Blanco]] aus dem Stamm der Falbhäute mit einer Gruppe anderer Hobbits auf und besiedelten im Jahre 1601 D. Z. das von ihnen später so genannte [[Auenland]], einen Teil des Königreichs [[Arthedain]], das ihnen König [[Argeleb II.]] überlassen hatte. Er forderte dafür lediglich von ihnen, die Straßen und Brücken in Stand zu halten und den König als ihren Herrscher anzuerkennen. 1601 D. Z. begann damit zugleich die [[Auenland-Kalender|Auenland-Zeitrechnung]]. Im Jahre 1630 D. Z. zogen die Starren, die Dunland noch nicht verlassen hatten, ebenfalls ins Auenland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bree, das Auenland sowie das angrenzende [[Bockland]] wurden zur festen Heimat der Hobbitstämme, die sich mit der Zeit vermischten. Andere Siedlungsgebiete, beispielsweise jene in Wilderland, scheinen im Laufe des späteren Dritten Zeitalters verlassen oder zerstört worden zu sein.&amp;lt;ref&amp;gt;J. R. R. Tolkien: &lt;br /&gt;
&#039;&#039;[[Nachrichten aus Mittelerde]]&#039;&#039;. Herausgegeben von [[Christopher Tolkien]]. Teil 3, IV &#039;&#039;Die Jagd nach dem Ring&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berühmte Hobbits ==&lt;br /&gt;
* Die Brüder [[Marcho]] und [[Blanco]] besiedelten 1601 D. Z. als erste Hobbits das Auenland. Sie waren Hobbits vom Stamm der Falbhäute und zuvor in Bree beheimatet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Tobold Hornbläser]] (im Original &#039;&#039;Tobold Hornblower&#039;&#039;), auch &#039;&#039;Alter Tobi&#039;&#039; (im Original &#039;&#039;Old Toby&#039;&#039;), lebte im 27. Jahrhundert D. Z. und war ein Hobbit des Auenlandes. Um 2670 D. Z. baute er das erste [[Pfeifenkraut]] in seinem Garten an. Die Sorte wurde später nach ihm als [[Alter Tobi]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bilbo Beutlin]] (2890 bis nach 3021 D. Z.) war ein Hobbit des Auenlandes, der im Jahre 2941 D. Z. auf seiner Reise zum [[Erebor]] den [[Der Eine Ring|Einen Ring]] fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Frodo Beutlin]] (2968 bis nach 3021 D. Z.) war ein Hobbit des Auenlandes, der von 3018 bis 3019 D. Z. den Einen Ring vom Auenland zum [[Orodruin]] in [[Mordor]] brachte und ihn dort vernichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Samweis Gamdschie]] (2980 D. Z. bis nach 61 V. Z.) war ein Hobbit des Auenlandes und [[Gemeinschaft des Ringes|Gefährte]] Frodo Beutlins bei seiner Reise nach Morodor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Meriadoc Brandybock]] (2982 D. Z. bis nach 64 V. Z.), auch &#039;&#039;Merry&#039;&#039;, war ein Hobbit aus Bockland und Gefährte Frodo Beutlins sowie Ritter [[Rohan]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Peregrin Tuk]] (2990 D. Z. bis nach 64 V. Z.), auch &#039;&#039;Pippin&#039;&#039;, war ein Hobbit des Auenlandes und  Gefährte Frodo Beutlins sowie Wächter der [[Zitadelle|Veste]] in [[Minas Tirith (Gondor)|Minas Tirith]], der Hauptstadt [[Gondor]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Im Westron lautet die Bezeichnung für einen Hobbit &#039;&#039;banakil&#039;&#039; (&#039;&#039;Halbling&#039;&#039;). Die Hobbits nannten sich selbst auch &#039;&#039;kuduk&#039;&#039;, was möglicherweise mit dem [[Rohirrisch|rohirrischen]] Wort &#039;&#039;kûd-dûkan&#039;&#039; (&#039;&#039;Höhlenbewohner&#039;&#039;) verwandt ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsprechend seiner (fiktiven) Übersetzungsstrategie „übersetzte“ Tolkien &#039;&#039;kûd-dûkan&#039;&#039; mit dem gleichbedeutenden, altenglischen &#039;&#039;holbytla&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Sindarin]] heißen die Hobbits &#039;&#039;Periannath&#039;&#039;, was &#039;&#039;Volk der Halblinge&#039;&#039; bedeutet (von Singular &#039;&#039;perian&#039;&#039; und Plural &#039;&#039;periain&#039;&#039;). [[Peregrin Tuk|Pippin]] wurde vom [[Gondor|Gondor]]ischen Volk in [[Minas Tirith (Gondor)|Minas Tirith]] sogar zum &#039;&#039;Ernil i Pheriannath&#039;&#039; (&#039;&#039;Prinz der Halblinge&#039;&#039;) geadelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inspirationsquellen ==&lt;br /&gt;
J. R. R. Tolkien selbst nannte als seine einzige unbewusste Inspirationsquelle für die Hobbits Edward Wyke Smiths Kinderbuch &#039;&#039;[[Das wunderbare Land der Schnerge|The Marvellous Land of Snergs]]&#039;&#039; von 1927, das er seinen Kindern vorgelesen hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Nr. 163 &#039;&#039;An W. H. Auden&#039;&#039; (7. Juni 1955).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch erzählt die Abenteuer des Snergs Gorbo und der beiden Kinder Joe und Sylvia. Das Volk der Snergs beschreibt Wyke Smith als nur etwas größer als ein Tisch, dafür aber breitschultrig und stark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obschon Tolkien ausdrücklich schrieb, dass es ihn nur unbewusst zu den Hobbits, aber zu nichts anderem inspirierte, versuchen Tolkien-Forscher wie [[Douglas A. Anderson]], literarische Parallelen zwischen Wyke Smiths Buch und Tolkiens &#039;&#039;The Hobbit&#039;&#039; zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Douglas A. Anderson: &#039;&#039;[[The Annotated Hobbit]]&#039;&#039;. &#039;&#039;Introduction&#039;&#039; (p. 6f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon zu Tolkiens Lebzeiten war die Frage nach dem Ursprung des Wortes Hobbit in die allgemeine literarische Diskussion geraten. Bereits 1938, also ein Jahr nach dem Erscheinen von &#039;&#039;The Hobbit&#039;&#039;, druckte &#039;&#039;The Observer&#039;&#039; den Leserbrief eines gewissen &#039;&#039;Habit&#039;&#039; ab: Dieser fragte Tolkien, ob seine Hobbits von den kleinen, dichtbehaarten Menschen Afrikas inspiriert seien, von denen Julian Huxley berichtet habe. Tolkien verneinte, interessierte sich jedoch sehr für eine Erwähnung einer angeblichen Erzählung &#039;&#039;The Hobbit&#039;&#039; in einer Märchensammlung von 1904, an die sich ein Freund des &#039;&#039;Habit&#039;&#039; erinnert haben wollte, darin sei der Hobbit aber eher als ein beänstigendes Wesen dargestellt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Nr. 25 &#039;&#039;An den Herausgeber des »Observer« (undatiert 1938).&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese angebliche Sammlung war jedoch bis zur Eintragung des Begriffs im &#039;&#039;Oxford English Dictionary&#039;&#039; in den siebziger Jahren, nicht auffindbar. Erst 1988 stellte man fest, dass es sich bei dem gesuchten Werk zweifellos um &#039;&#039;The Hobyahs&#039;&#039; handelte, eine Geschichte die in Joseph Jacobs’ &#039;&#039;More English Fairy Tales&#039;&#039; 1894 erschienen war. Tatsächlich sind die Hobyahs dort aber Kobolde, Tolkiens Hobbits ganz unähnlich.&amp;lt;ref&amp;gt;[[John D. Rateliff]]: &#039;&#039;[[The History of the Hobbit]]&#039;&#039;. Part II &#039;&#039;Return to Bag-End&#039;&#039;. &#039;&#039;Tolkien’s Letter to &#039;&#039;The Observer&#039;&#039; &#039;&#039; (p. 860).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tolkien betonte immer seinen Anspruch darauf, das Wort erfunden zu haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Nr. 319 &#039;&#039;Aus einem Brief an Roger Lancelyn Green&#039;&#039; (8. Januar 1971).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst in der Mitte der neunzehnhundertsiebziger Jahre, nach dem Tod des Autors, wurde die damals führende englische Expertin für traditionelle Volksmärchen Katharine Briggs auf eine Auflistung von Feien, Geistern, Kreaturen der klassischen Mythologie und anderen irrealen Wesen in Michael Denhams &#039;&#039;The Denham Tracts&#039;&#039; (1846–1859), einer Sammlung von Pamphleten und Notizen zur Folklore, aufmerksam. Briggs verwendete die Liste für ihr &#039;&#039;A Dictionary of Fairies&#039;&#039; (1976), kommentierte aber Denhams Nennung des Begriffs &#039;&#039;hobbits&#039;&#039; nicht, den dieser zusammen mit anderen auf dem Wortstamm &#039;&#039;hob-&#039;&#039; (‚Kobold‘) aufbauenden Bezeichnungen aufführte. Philip Howard, der Briggs Entdeckung aufgriff, veröffentlichte sie kommentiert 1977 im &#039;&#039;The Times&#039;&#039;-Artikel &#039;&#039;Tracking The Hobbit Down to Earth&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es scheint jedoch fragwürdig, ob Tolkien etwas von Denhams Auflistung wusste, als er begann, &#039;&#039;The Hobbit&#039;&#039; zu schreiben. So mag er sie zwar möglicherweise während seines Studiums im &#039;&#039;English Dialect Dictionary&#039;&#039; (1898–1905) erwähnt gefunden haben, weil sie dort als eine der Hauptquellen angegeben wurde, doch Tolkien betonte, dass er als er den &#039;&#039;Hobbit&#039;&#039; schrieb...&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Text=[...] keinerlei Kenntnis von &#039;&#039;Hobberdy&#039;&#039;, &#039;&#039;Hobbaty&#039;&#039;, &#039;&#039;Hobberdy Dick&#039;&#039; etc. (für »Haus-Kobolde«) hatte. &lt;br /&gt;
|Autor=J. R. R. Tolkien&lt;br /&gt;
|Quelle=&#039;&#039;Briefe&#039;&#039;. Nr. 319 &#039;&#039;Aus einem Brief an Roger Lancelyn Green&#039;&#039; (8. Januar 1971).}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenswertes ==&lt;br /&gt;
Gegen Ende des Jahres 2004 wurden in einer Höhle auf der indonesischen Insel &#039;&#039;Flores&#039;&#039; Knochen und alte Werkzeuge einer bisher unbekannten Menschenart gefunden: Der &#039;&#039;Homo floresiensis&#039;&#039;. Diese Menschenart, die sich wahrscheinlich aus &#039;&#039;Homo erectus&#039;&#039; entwickelt hat und auf die Insel Flores auf dem Meeresweg übersetzte, war so winzig klein (ca. 1 Meter), dass sie von den Archäologen auch als Hobbits bezeichnet wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://news.nationalgeographic.com/news/2004/10/1027_041027_homo_floresiensis.html National Geographic]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;Der Hobbit&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
** Kapitel I: &#039;&#039;Eine unvorhergesehene Gesellschaft&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
** Kapitel VIII: &#039;&#039;Fliegen und Spinnen&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;Der Herr der Ringe&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
** Erstes Buch, Prolog. &lt;br /&gt;
** Erstes Buch, Erstes Kapitel: &#039;&#039;Ein lang erwartetes Fest&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
** Erstes Buch, Achtes Kapitel: &#039;&#039;Nebel auf den Hügelgräberhöhen&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
** Erstes Buch, Neuntes Kapitel: &#039;&#039;Im Gasthaus zum Tänzelnden Pony&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
** Fünftes Buch, Erstes Kapitel: &#039;&#039;Minas Tirith&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
** Anhang B: &#039;&#039;Die Aufzählung der Jahre (Zeittafel der Westlande)&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
** Anhang F (I): &#039;&#039;Sprachen und Völker des Dritten Zeitalters&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
** Anhang D: &#039;&#039;Die Kalender&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
---- &lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;Nachrichten aus Mittelerde&#039;&#039;. Herausgegeben von Christopher Tolkien.&lt;br /&gt;
** Teil 3, IV &#039;&#039;Die Jagd nach dem Ring&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;Briefe&#039;&#039;. Herausgegeben von [[Humphrey Carpenter]].&lt;br /&gt;
** Nr. 25 &#039;&#039;An den Herausgeber des »Observer«&#039;&#039; (undatiert 1938).&lt;br /&gt;
** Nr. 27 &#039;&#039;An die Houghton Mifflin Company&#039;&#039; (März/April 1938).&lt;br /&gt;
** Nr. 163 &#039;&#039;An W. H. Auden&#039;&#039; (7. Juni 1955).&lt;br /&gt;
** Nr. 214 &#039;&#039;An A. C. Nunn (Entwurf)&#039;&#039; (Ende 1958/Anfang 1959).&lt;br /&gt;
** Nr. 281 &#039;&#039;Aus einem Brief an Rayner Unwin&#039;&#039; (15. Dezember 1965).&lt;br /&gt;
** Nr. 316 &#039;&#039;An R. W. Burchfield&#039;&#039; (11. September 1970). &lt;br /&gt;
** Nr. 319 &#039;&#039;Aus einem Brief an Roger Lancelyn Green&#039;&#039; (8. Januar 1971).&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
* Douglas A. Anderson: &#039;&#039;The Annotated Hobbit&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Introduction&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
* John D. Rateliff: &#039;&#039;The History of The Hobbit&#039;&#039;. Part II &#039;&#039;Return to Bag-End&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Appendices&#039;&#039;, I. &#039;&#039;The Denham Tracts&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Appendices&#039;&#039;, II. &#039;&#039;Tolkien’s Letter to &#039;&#039;The Observer&#039;&#039; (The Hobyahs)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hobbits| Hobbits]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesenswert}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Hobbits]]&lt;br /&gt;
[[fr:encyclo/peuples/hobbits/hobbits]]&lt;br /&gt;
[[fi:Hobitit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>OlorinDerWeisse</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ardapedia.org/w/index.php?title=Ainulindale&amp;diff=102429</id>
		<title>Ainulindale</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ardapedia.org/w/index.php?title=Ainulindale&amp;diff=102429"/>
		<updated>2020-02-20T17:01:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;OlorinDerWeisse: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigationsleiste Geschichte Ardas}}&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Aussprache|Ainulindale.mp3}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Ainulindale&#039;&#039;&#039; ([[Quenya]] für &#039;&#039;Musik der Ainur&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;a&amp;quot;&amp;gt;J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Das Silmarillion]]&#039;&#039;. &#039;&#039;Namenregister&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;) berichtet in den Werken [[J. R. R. Tolkien]]s von der Geschichte der Entstehung [[Arda]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Die Ainulindale erzählt, wie [[Ilúvatar]] die [[Ainur]] zu sich in die [[Zeitlose Hallen|Zeitlosen Hallen]] ruft, um sie vor ihm singen zu lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst singt ein jeder von ihnen alleine, dann jedoch stimmen sie ein in eine gemeinsame, harmonische Melodie. Eine Zeit lang singen die Ainur auf diese Weise, dann fängt [[Melkor]] an, seine Musik anders zu gestalten, so dass sie nicht mehr im Einklang mit dem Thema Illúvatars ist. Andere schließen sich ihm an. Ilúvatar versucht den so entstandenen Sturm in der Musik zu beruhigen, es gelingt ihm jedoch nicht. Zuletzt gibt er ihnen eine dritte und letzte Melodie vor sowie eine Vision der Welt [[Ea]], die sein wird, deren Ende den Valar aber nicht bekannt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach diesen Vorgaben lässt er Arda entstehen und schickt die [[Valar]] und [[Maiar]] dorthin, um aus dem Grundgerüst der Welt das zu machen, was sie in der Vision gesehen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Namen ==&lt;br /&gt;
* das &#039;&#039;&#039;Große Lied&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;a&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* die &#039;&#039;&#039;Große Musik&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;a&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* die &#039;&#039;&#039;Die Musik der Ainur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
* Erzählt wird die Ainulindale in &#039;&#039;The History of Middle-earth, Band X.&#039;&#039; von [[Pengolodh]]. Aufgeschrieben hat sie angeblich [[Rúmil (Valinor)|Rúmil]], ein [[Noldor|Noldo]] aus [[Tirion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;Das Silmarillion&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
** Ainulindale, Die Musik der Ainur: &#039;&#039;passim&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Valaquenta, &#039;&#039;passim&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Quenta Silmarillion, Die Geschichte von den Silmaril.&lt;br /&gt;
*** Kapitel I: &#039;&#039;Vom Anbeginn der Tage&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** Kapitel II: &#039;&#039;Von Aule und Yavanna&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** Kapitel III: &#039;&#039;Von Erwachen der Elben und von Melkors Gefangenschaft&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** Kapitel VIII: &#039;&#039;Von der Verdunkelung Valinors&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** Kapitel XII: &#039;&#039;Von den Menschen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** Kapitel XXI: &#039;&#039;Von Túrin Turambar&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Morgoth’s Ring]]&#039;&#039;. (The History of Middle-earth, Band X.) Herausgegeben von [[Christopher Tolkien]]. PART ONE: AINULINDALË&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lieder und Gedichte]]&lt;br /&gt;
[[en:Ainulindalë]]&lt;br /&gt;
[[fi:Ainulindalë]]&lt;br /&gt;
[[fr:/encyclo/divers/ainulindale]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>OlorinDerWeisse</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Ainulindale</title>
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		<updated>2020-02-20T17:00:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;OlorinDerWeisse: Die Musik der Ainur ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigationsleiste Geschichte Ardas}}&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Aussprache|Ainulindale.mp3}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Ainulindale&#039;&#039;&#039; ([[Quenya]] für &#039;&#039;Musik der Ainur&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;a&amp;quot;&amp;gt;J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Das Silmarillion]]&#039;&#039;. &#039;&#039;Namenregister&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;) berichtet in den Werken [[J. R. R. Tolkien]]s von der Geschichte der Entstehung [[Arda]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Die Ainulindale erzählt, wie [[Ilúvatar]] die [[Ainur]] zu sich in die [[Zeitlose Hallen|Zeitlosen Hallen]] ruft, um sie vor ihm singen zu lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst singt ein jeder von ihnen alleine, dann jedoch stimmen sie ein in eine gemeinsame, harmonische Melodie. Eine Zeit lang singen die Ainur auf diese Weise, dann fängt [[Melkor]] an, seine Musik anders zu gestalten, so dass sie nicht mehr im Einklang mit dem Thema Illúvatars ist. Andere schließen sich ihm an. Ilúvatar versucht den so entstandenen Sturm in der Musik zu beruhigen, es gelingt ihm jedoch nicht. Zuletzt gibt er ihnen eine dritte und letzte Melodie vor sowie eine Vision der Welt [[Ea]], die sein wird, deren Ende den Valar aber nicht bekannt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach diesen Vorgaben lässt er Arda entstehen und schickt die [[Valar]] und [[Maiar]] dorthin, um aus dem Grundgerüst der Welt das zu machen, was sie in der Vision gesehen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Namen ==&lt;br /&gt;
* das &#039;&#039;&#039;Große Lied&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;a&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* die &#039;&#039;&#039;Große Musik&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;a&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* die &#039;&#039;&#039;Die Musik der Ainur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;a&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
* Erzählt wird die Ainulindale in &#039;&#039;The History of Middle-earth, Band X.&#039;&#039; von [[Pengolodh]]. Aufgeschrieben hat sie angeblich [[Rúmil (Valinor)|Rúmil]], ein [[Noldor|Noldo]] aus [[Tirion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;Das Silmarillion&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
** Ainulindale, Die Musik der Ainur: &#039;&#039;passim&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Valaquenta, &#039;&#039;passim&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Quenta Silmarillion, Die Geschichte von den Silmaril.&lt;br /&gt;
*** Kapitel I: &#039;&#039;Vom Anbeginn der Tage&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** Kapitel II: &#039;&#039;Von Aule und Yavanna&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** Kapitel III: &#039;&#039;Von Erwachen der Elben und von Melkors Gefangenschaft&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** Kapitel VIII: &#039;&#039;Von der Verdunkelung Valinors&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** Kapitel XII: &#039;&#039;Von den Menschen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** Kapitel XXI: &#039;&#039;Von Túrin Turambar&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Morgoth’s Ring]]&#039;&#039;. (The History of Middle-earth, Band X.) Herausgegeben von [[Christopher Tolkien]]. PART ONE: AINULINDALË&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lieder und Gedichte]]&lt;br /&gt;
[[en:Ainulindalë]]&lt;br /&gt;
[[fi:Ainulindalë]]&lt;br /&gt;
[[fr:/encyclo/divers/ainulindale]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>OlorinDerWeisse</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ardapedia.org/w/index.php?title=J._R._R._Tolkien&amp;diff=102427</id>
		<title>J. R. R. Tolkien</title>
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		<updated>2020-02-20T16:48:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;OlorinDerWeisse: Die Abenteuer des Tom Bombadil zu den Werken hinzugefügt, Kommas ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Autor des Jahrhunderts Cover ISBN 978-3-608-93432-8.jpg|thumb|[[Dietrich Ebert]]s Buchcover für [[Tom Shippey]]s &#039;&#039;[[J. R. R. Tolkien: Autor des Jahrhunderts]]&#039;&#039; unter Verwendung einer Fotografie von Billet Potter von 1972.]] &lt;br /&gt;
[[Bild:Jrr tolkien signature.png|thumb|Tolkiens Unterschrift]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;John Ronald Reuel Tolkien&#039;&#039;&#039;, (CBE &#039;&#039;„Order of the British Empire“&#039;&#039; 1972) geboren am 3. Januar 1892 in [[Bloemfontein]], das heute zu Südafrika gehört, gestorben am 2. September 1973 in [[Bournemouth]] in England, war ein englischer Schriftsteller und Philologe. Mit seinem Buch &#039;&#039;[[Der Herr der Ringe]]&#039;&#039; wurde er zu einem der Begründer der modernen [[Fantasy]]-Literatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
J. R. R. Tolkien wird im Jahre 1892 als Sohn englischer Eltern, des Bankmanagers [[Arthur Tolkien]] und seiner Frau [[Mabel Suffield]], in Bloemfontein im Oranjefreistaat (heute in [[Südafrika]])  geboren, wo sich sein Vater aus beruflichen Gründen aufhielt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kindheit ===&lt;br /&gt;
Seine frühe Kindheit verläuft bis auf einen Tarantelbiss, der als möglicher Auslöser für das wiederholte Auftreten von giftigen Riesenspinnen in seinen Werken gelten kann, weitgehend ereignislos.&lt;br /&gt;
[[Bild:Mabel Suffield Christmas Card.jpg|thumb|left|200px|Die Familie Tolkien 1892 im Oranje-Freistaat, Südafrika.]]&lt;br /&gt;
1895 kommt er mit seiner Mutter, die das afrikanische Klima nicht gut verträgt, und seinem 1894 geborenen Bruder Hilary zu einem Urlaub nach [[Birmingham]], [[England]]; dort erreicht seine Mutter im darauffolgenden Jahr die Nachricht vom Tode ihres Mannes aufgrund schwerer innerer Blutungen. Die Familie zieht daraufhin zur Miete nach [[Sarehole Mill]], einen Vorort von Birmingham, der zu diesem Zeitpunkt noch weitgehend von der Industrialisierung verschont geblieben ist. Die folgenden vier Jahre seiner Kindheit verbringt Tolkien in dieser ländlichen Idylle, die später zur literarischen Vorlage für das Auenland, Teil seiner selbsterschaffenen mythologischen Welt, werden wird. Hier wird er auch zuerst mit dem Dialektwort &#039;&#039;Gamgee&#039;&#039; für Baumwolle vertraut, das später zum Familiennamen der [[Gamdschie|Gamdschies]] in seinem Hauptwerk &#039;&#039;Der Herr der Ringe&#039;&#039; werden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Mutter, die im Jahre 1900 gegen den Willen ihrer Eltern und Schwiegereltern zum Katholizismus konvertiert, erzieht ihn unterdessen in ihrem Glauben. Diese weltanschauliche Grundprägung sollte sich durch Tolkiens gesamtes Leben ziehen und auch weitreichende Auswirkungen auf sein Werk haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da er sich früh an Sprachen interessiert zeigt, bringt ihm seine Mutter Grundzüge des Lateinischen, Französischen und Deutschen bei. Durch sie wird er auch mit den Geschichten von Lewis Carrolls &#039;&#039;Alice im Wunderland&#039;&#039;, der &#039;&#039;Artus-Sage&#039;&#039; und den Märchenbüchern von Andrew Lang vertraut gemacht, in denen er zum ersten Mal von den nordischen Sagen um Sigurd und den Drachen Fafnir hört.&lt;br /&gt;
Zwischen 1900 und 1902 zieht Tolkien mit seiner Mutter mehrfach innerhalb von Birmingham um, zunächst in den Stadtteil Moseley, dann nach King’s Heath, wo er durch die ungewohnten Namen auf den hinter dem Haus vorbeifahrenden Kohlewaggons zum ersten Mal auf das ihn ästhetisch berührende [[Walisische Sprache|Walisisch]] stößt, schließlich nach Edgbaston.&lt;br /&gt;
[[Bild:King Edward’s School Birmingham.jpg|thumb|300px|King Edward’s School, New Street, Birmingham: Dieses Gebäude des Architekten Charles Barry wurde abgerissen.]]Da all diese Orte städtisch geprägt sind, sind seine vom Landleben bestimmten Kindertage endgültig vorbei. Hinzu kommt eine Odyssee durch verschiedene Schulen: Zunächst auf der King Edward’s School angenommen, wechselt er 1902 an die St. Philips Grammar School, um dann 1903 mit einem Stipendium wieder an die King Edward’s School zurückzukehren. Dort lernt er neben den klassischen Sprachen Latein und Griechisch durch einen engagierten Lehrer auch das Mittelenglische kennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. November 1904 – Tolkien ist 12 Jahre alt – stirbt seine Mutter für ihn völlig überraschend nach einem sechstägigen Diabetischen Koma. Dieser frühe Tod bewirkt für Tolkien zweierlei: Zum einen eine starke emotionale Bindung an die katholische Kirche und zum anderen eine pessimistische Grundhaltung, die Vorstellung, dass diese Welt eine unwiderruflich gefallene sei, in der jeder Sieg nur vorübergehend das Dunkel erhellen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend ===&lt;br /&gt;
Die beiden Brüder kommen in die Obhut von Pater Francis Morgan, eines mit ihrer Mutter befreundeten Priesters, der sie zunächst bei ihrer Tante Beatrice Bartlett, später bei einer befreundeten Pensionswirtin unterbringt.&lt;br /&gt;
Dort lernt Tolkien 1908 seine spätere Frau [[Edith Tolkien|Edith Bratt]] kennen, in die er sich bald verliebt. Die geheime Affäre fliegt jedoch bald auf und Tolkien wird von seinem Vormund gezwungen, auf jedes Wiedersehen mit Edith bis zum Zeitpunkt seiner Volljährigkeit mit einundzwanzig Jahren (ein Zeitraum von mehr als drei Jahren) zu verzichten.&lt;br /&gt;
Vermutlich erst dadurch verwandelt sich die jugendliche Romanze zwischen den beiden in eine tragische Liebesgeschichte, die Tolkien später verhüllt in seiner Sage von [[Beren Erchamion|Beren]] und [[Lúthien]] literarisch verarbeitet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Schule wird Tolkien unterdessen durch seinen Schulrektor nicht nur auf die Philologie, die Wissenschaft von den Gesetzmäßigkeiten der Sprache, aufmerksam, sondern wird durch einen befreundeten Lehrer auch mit dem&lt;br /&gt;
Altenglischen in Berührung gebracht. Zu dieser Zeit liest er zum ersten Mal das Herzstück der altenglischen Literatur, das Gedicht &#039;&#039;[[Beowulf]]&#039;&#039;, und ist sofort begeistert. Im Mittelenglischen macht er sich selbst mit den Dichtungen &#039;&#039;[[Sir Gawain and the Green Knight]]&#039;&#039; und &#039;&#039;[[Pearl]]&#039;&#039; vertraut. Über alle drei Werke wird er später bedeutsame akademische Arbeiten vorlegen. Schließlich wendet er sich auch dem [[Altnordische Sprache|Altnordisch]]en zu, um die Geschichte um Sigurd und den Drachen Fafnir, die ihn als Kind so fasziniert hatte, im Original lesen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den neu erworbenen philologischen Kenntnissen ermutigt, beginnt Tolkien bald damit, eigene Sprachen zu erfinden, die aber auf seinem zu diesem Zeitpunkt bereits gut ausgebildeten Wissen um philologische Entwicklungsprinzipien beruhen.&lt;br /&gt;
Frühe Versuche basiert er auf dem Spanischen, doch als er durch einen Schulfreund auf das [[Gotische Sprache|Gotisch]]e aufmerksam wird, beginnt er nicht nur damit, die in dieser toten Sprache enthaltenen Lücken selbsttätig aufzufüllen, sondern versucht auch das Gotische zu einer hypothetischen Ursprache zurückzuführen.&lt;br /&gt;
Diese enge Beschäftigung mit Sprachen zeigt sich bald auch in der Schule, wo Tolkien seine Zuhörer bei (damals meist in Latein gehaltenen) Debatten bald mit fließenden Vorträgen in Griechisch, Gotisch oder Altenglisch überrascht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer des Jahres 1911 bildet Tolkien mit einigen Freunden, darunter Christopher Wiseman, Robert Quilter Gilson und Geoffrey Bache Smith, den [[T.C.B.S.]] (Tea Club – Barrovian Society), eine informelle Gemeinschaft von Freunden, die sich zunächst in der Schulbibliothek, später dann in Barrow’s Stores regelmäßig trifft, um miteinander über Literatur zu diskutieren.&lt;br /&gt;
Zu dieser Zeit und möglicherweise durch den T.C.B.S. inspiriert, beginnt Tolkien ernsthaft damit, Gedichte zu schreiben, in denen erstmals im Waldland tanzende Feenwesen (&#039;&#039;fairies&#039;&#039;) auftreten. Ein möglicher Anstoß dazu könnte von dem katholischen Dichter mystischer Gedichte, Francis Thompson, gekommen sein, mit dessem dichterischen Werk Tolkien sich zu dieser Zeit nachweislich auseinandergesetzt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem fehlgeschlagenen Versuch im Jahre 1909 gelingt es ihm im Dezember 1910, ein Stipendium des [[Exeter College]] in [[Oxford]] zu ergattern. Mit dem Wissen, dass seine unmittelbare Zukunft damit gesichert ist, geht Tolkien in den Rest seiner Schulzeit, in der er unter anderem durch das finnische Nationalepos [[Kalevala]] auf das [[Finnische Sprache|Finnische]] aufmerksam wird, das später seine Kunstsprache [[Quenya]] beeinflussen wird.&lt;br /&gt;
Trotz seiner späteren Abneigung gegen das Theater nimmt Tolkien bereitwillig in der Rolle des Hermes an einer Aufführung von Aristophanes’ Theaterstück &#039;&#039;Der Frieden&#039;&#039; teil und kehrt auch im Dezember 1911 noch einmal für eine Aufführung von R. B. Sheridans &#039;&#039;The Rivals&#039;&#039; durch Mitglieder des T.C.B.S., in der er die Rolle der Mrs. Malaprop übernimmt, an seine alte Schule zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit zwischen Schulende und Studienbeginn in Oxford verbringt Tolkien zusammen mit seinem Bruder und weiteren Freunden einen Wanderurlaub in der Schweiz. Eine Postkarte mit dem Namen &#039;&#039;Der Berggeist&#039;&#039;, auf der ein unter einer Kiefer auf einem Felsen sitzender alter Mann dargestellt ist, wird nach seinen späteren Angaben zur Inspiration für die Figur des Zauberers [[Gandalf]] in seiner selbst erschaffenen Welt [[Legendarium|Mythologie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Studienzeit ===&lt;br /&gt;
Im Oktober 1911 beginnt Tolkien sein Studium in [[Oxford]], zunächst in &#039;&#039;Classics&#039;&#039;, dem Studium der klassischen Sprachen Latein und Griechisch und ihrer Literatur, langweilt sich aber schon bald. Einzig die vergleichende [[Philologie]] kann sein Interesse auf sich ziehen; sein Professor in diesem Fach weist ihn auf das [[Walisische Sprache|Walisische]] hin, dem sich Tolkien daraufhin begeistert zuwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem zweiwöchigen Sommerurlaub 1912, den er bei King Edward’s Horse, einem Kavallerieregiment, hauptsächlich im Pferdesattel verbringt (was ein wenig Licht auf das Auftreten der Reiterkultur von Rohan im &#039;&#039;Herrn der Ringe&#039;&#039; werfen könnte), kehrt er nach [[Oxford]] zurück.&lt;br /&gt;
Hier beginnt er bald, sich mit dem Finnischen auseinanderzusetzen. Dieser Einfluss zeigt sich auch darin, dass er sein Projekt einer auf dem Gotischen aufgebauten Kunstsprache aufgibt und sich stattdessen an seiner neuen Lieblingssprache orientiert. Das Ergebnis sollte Jahre später als [[Quenya]] Eingang in seine mythologische Welt finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weihnachten 1912 verbringt Tolkien bei Verwandten, wo er als Regisseur und Hauptdarsteller ein selbstgeschriebenes Theaterstück zur Aufführung bringt – eine in Anbetracht seiner späteren Abneigung gegen das Drama bemerkenswerte Tatsache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 3. Januar 1913, dem Tage seiner Volljährigkeit, schreibt er das erste Mal wieder an seine Jugendliebe Edith, muss aber erfahren, dass sie sich in der Zwischenzeit mit dem Bruder einer Schulfreundin verlobt hat.&lt;br /&gt;
Nicht geneigt, seine große Liebe aufzugeben, sucht Tolkien sie daraufhin persönlich an ihrem neuen Wohnort auf, wo es ihm gelingt, sie umzustimmen. Ein Jahr später, nach der Aufnahme Ediths in die katholische Kirche, findet die offizielle Verlobung statt, nach weiteren zwei Jahren, am 22. Januar 1916, die Hochzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterdessen verläuft auch sein akademischer Weg nicht geradlinig. Durch seine Vernachlässigung des eigentlichen Lehrstoffs zugunsten seiner zahlreichen Sprachinteressen schließt er eine Zwischenprüfung nach zwei Jahren Studium  enttäuschend nur mit einem &#039;&#039;Second&#039;&#039; (vergleichbar der deutschen Note „Gut“) ab.&lt;br /&gt;
Auf Anregung seines Colleges, wo sein Interesse an germanischen Sprachen aufgefallen war, wechselt er daraufhin an das Institut für englische Sprache und Literatur. Dort liest er im Rahmen des anspruchsvollen altenglischen Literaturkanons das Werk &#039;&#039;Crist&#039;&#039; des angelsächsischen Dichters [[Cynewulf]] (frühes 8. Jahrhundert), eine Sammlung religiöser Dichtung.&lt;br /&gt;
Zwei Zeilen dieses Gedichtes sollten ihn nachhaltig beeinflussen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eala Earendel engla beorhtast&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;ofer middangeard monnum sended&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Heil dir Earendel, strahlendster Engel,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;über Mittelerde dem Menschen gesandt&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit &#039;&#039;middangeard&#039;&#039; oder „[[Mittelerde]]“ ist hier die Welt der Menschen gemeint. Traditionell als „Lichtstrahl“ übersetzt, glaubte Tolkien, dass der Name Earendel auf den Morgenstern, die Venus, verweist, der mit seinem Aufgehen das Ende der Nacht und den Anbruch des Tages ankündigt. Er selbst beschrieb später die Wirkung dieser Zeilen auf sich so:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;I felt a curious thrill, as if something had stirred in me - half wakened from sleep. There was something very remote and strange and beautiful behind those words, ..., far beyond ancient English.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ich fühlte mich auf seltsame Weise beflügelt, als ob sich in mir etwas geregt hätte, halb aus dem Schlaf erweckt. Da steckte etwas ungeheuer Fernes, Wundersames und Schönes hinter diesen Worten, ..., weit jenseits des archaischen Englisch.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Zeitpunkt kann vorsichtig als Geburtsstunde seiner Mythologie angesetzt werden, denn schon ein Jahr später schreibt er das Gedicht &#039;&#039;The Voyage of Earendel the Evening Star&#039;&#039;, das mit den oben zitierten Zeilen beginnt und den Keim seiner Mittelerde-Mythologie bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine weitere Studienzeit verläuft unterdessen weitgehend ereignislos – von wiederholten Treffen mit seinen Freunden vom T.C.B.S. abgesehen, die ihn in seinen dichterischen Bemühungen unterstützen. Eine Anekdote aus dieser Zeit wirft ein bezeichnendes Licht auf die auch später noch für Tolkien charakteristische Arbeitsweise: Auf die Frage seines Freundes G. B. Smith nach dem Hintergrund seines Earendel-Gedichtes antwortet Tolkien: „I don’t know. I’ll try to find out.“ – „Ich weiß es nicht. Ich werde versuchen es herauszufinden.“ Diese Sicht des Schreibens nicht als Neuschöpfung, sondern als Entdeckungsreise bleibt für ihn sein Leben lang bestimmend. Im Jahr nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges, in der zweiten Juniwoche 1915, schließt er sein Studium – diesmal mit Auszeichnung, &#039;&#039;First Class Honours&#039;&#039; – ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krieg ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Tolkien 1916.jpg|thumb|220px|J. R. R. Tolkien im Jahr 1916 als Offizier im Ersten Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
Er wird als Bataillonsoffizier für Signalwesen in das 11. Bataillon des Regiments der &#039;&#039;Lancashire Fusiliers&#039;&#039; berufen und nimmt durch aktiven Frontdienst an der Schlacht an der Somme teil, der blutigsten Schlacht des Ersten Weltkrieges.&lt;br /&gt;
Die unmittelbare Erfahrung der Grausamkeiten des Stellungskrieges trifft ihn tief und lässt den Einbruch des Bösen in eine friedvolle Welt zu einem Grundthema seines Lebens und seiner Literatur werden.&lt;br /&gt;
Am 27. Oktober 1916 zeigt er jedoch die Symptome eines durch Läuse übertragenen und in den Schützengräben grassierenden Fiebers und wird am 8. November zur Behandlung nach England verschifft.&lt;br /&gt;
Während seines Genesungsurlaubes, zunächst in [[Birmingham]] und dann in Great Haywood, erfährt er vom Tode seines T.C.B.S.-Kameraden G. B. Smith, nachdem er noch in Frankreich den Verlust seines Schulfreundes Rob Gilson hatte hinnehmen müssen.&lt;br /&gt;
Der letzte Brief von Smith schließt mit den bewegenden Zeilen: „May God bless you, my dear John Ronald, and may you say the things I have tried to say long after I am not there to say them, if such be my lot.“ – „Möge Gott Dich segnen, mein lieber John Ronald, und mögest Du die Dinge sagen, die ich zu sagen versucht habe, lange nachdem ich selbst nicht mehr da sein werde, um sie zu sagen, sollte dies mein Schicksal sein.“ Für Tolkien werden sie zum Vermächtnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er beginnt mit einem Projekt, das in der Literaturgeschichte ohne große Vorbilder dasteht, der Erschaffung eines vollständigen und mit nichts weniger als der Schöpfung der Welt beginnenden Sagenzyklus. Mit der Niederschrift des &#039;&#039;[[Das Buch der Verschollenen Geschichten|Buches der Verschollenen Geschichten]]&#039;&#039;, das in dieser Form erst postum durch seinen Sohn [[Christopher Tolkien|Christopher]] veröffentlicht werden wird, existieren erstmals größere Teile seiner später im &#039;&#039;[[Das Silmarillion|Silmarillion]]&#039;&#039; ausgearbeiteten Mythologie.&lt;br /&gt;
Hier benutzt er auch erstmals konsequent seine erfundenen Sprachen, insbesondere [[Quenya]] und [[Sindarin]]. Beide setzt er nun als Sprache der Elben in [[Mittelerde]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterdessen schwankt sein Gesundheitszustand und die Gefahr, an die Front zurückgeschickt zu werden, schwebt ständig über ihm. Vorübergehend nach Yorkshire versetzt, erkrankt er bald wieder und wird in das Sanatorium Harrogate verlegt. Wieder genesen zu einer Signalschule im Nordosten geschickt, erkrankt er nach Abschluss erneut und kommt diesmal in das Offizierskrankenhaus nach Kingston upon Hull.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während dieser Zeit, am 16. November 1917, gebiert Edith ihren ersten gemeinsamen Sohn, der zu Ehren von Pater Francis auf den Namen [[John Tolkien|John Francis Reuel]] getauft wird. Ihm werden noch im Oktober 1920 [[Michael Tolkien|Michael Hilary Reuel]], im November 1924 [[Christopher Tolkien|Christopher John Reuel]] und schließlich im Juni 1929 die Tochter [[Priscilla Tolkien|Priscilla Mary Reuel]] folgen.&lt;br /&gt;
Die Zeit nach der Geburt des ersten Sohnes ist durch glückliche Momente geprägt: Bei Landausflügen in die Wälder der Umgebung singt und tanzt Edith für ihn – eine weitere Inspiration zur Geschichte von [[Beren Erchamion|Beren]] und [[Lúthien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach weiteren Versetzungen im Frühjahr 1918, unter anderem nach Penkridge in der Grafschaft Staffordshire und wieder zurück nach Hull, erkrankt er erneut und muss wiederum ins Offizierskrankenhaus eingewiesen werden.&lt;br /&gt;
Er nutzt die Zeit diesmal, um sich neben der Arbeit an seiner Mythologie etwas Russisch beizubringen. Nach seiner Entlassung im Oktober steht schließlich fest, dass das Ende des Krieges kurz bevorsteht.&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach Arbeit wendet er sich daraufhin an einen seiner ehemaligen Oxforder Dozenten, William Craigie, der ihm eine Anstellung beim &#039;&#039;New English Dictionary&#039;&#039; verschafft, so dass Tolkien endlich im November 1918 mit Frau und Kind nach [[Oxford]] umziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Berufsjahre ===&lt;br /&gt;
Auch wenn sich in seiner Satire &#039;&#039;[[Bauer Giles von Ham]]&#039;&#039; einige ironische Anspielungen auf seine Zeit beim &#039;&#039;New English Dictionary&#039;&#039; finden, ist dies doch insgesamt eine glückliche Zeit.&lt;br /&gt;
Zum ersten Mal dauerhaft mit Edith vereint und im eigenen Haus lebend, findet er seine Tätigkeit auch intellektuell anregend. Später wird er über die zwei Jahre, in denen er an der Produktion des Wörterbuchs beteiligt ist, sagen, er habe zu keiner Zeit seines Lebens mehr gelernt.&lt;br /&gt;
Tagfüllend sind die ihm gestellten Aufgaben jedoch nicht, so dass er nebenbei noch Zeit findet, als Privatlehrer Studenten zu unterrichten, eine Tätigkeit, die sich als lukrativ genug herausstellt, um im Jahre 1920 die Mitarbeit am &#039;&#039;New English Dictionary&#039;&#039; beenden zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch wenn auch die finanzielle Situation akzeptabel ist, hat Tolkien seinen Wunsch, eine akademische Laufbahn anzutreten, nicht aufgegeben. Da ergibt sich überraschend im Sommer des Jahres 1920 eine Möglichkeit: In Leeds ist die Stelle eines &#039;&#039;Reader&#039;&#039; (eine Art Juniorprofessor) am Institut für englische Sprache freigeworden.&lt;br /&gt;
Obwohl anfänglich skeptisch über seine Chancen, erhält er die ersehnte Stelle. Dies bedeutet allerdings auch eine weitere Trennung von Edith, die mit den jetzt zwei Söhnen in Oxford zurückbleibt, bis sie 1921 nachziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von seinem Vorgesetzten wird er zunächst mit der Organisation des Studienplans für Alt- und Mittelenglisch betraut. Daneben erarbeitet er zusammen mit seinem Kollegen Eric V. Gordon eine Neuedition des mittelenglischen Gedichts &#039;&#039;Sir Gawain and the Green Knight&#039;&#039;, die nach ihrer Veröffentlichung 1925 bald als herausragender Beitrag zur mittelenglischen Philologie gilt.&lt;br /&gt;
Auch privat kommen sich die beiden Kollegen näher und formen zusammen mit Studenten den Viking-Club, in dem außer reichlichem Biergenuss altnordische Trinklieder und teilweise recht derbe Gesänge in altenglischer Sprache im Mittelpunkt stehen, ein Umstand, der vermutlich nicht unwesentlich zur Beliebtheit Tolkiens bei seinen Studenten beiträgt. Nach vier Jahren in Leeds im Jahr 1924 wird Tolkien schließlich zum vollen Professor befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Gedichten aus dieser Zeit finden sich die ersten Hinweise auf Kreaturen, die später in seiner Mittelerde-Mythologie ihren Platz finden werden: Das Gedicht &#039;&#039;Glib&#039;&#039; zum Beispiel beschreibt ein schleimiges Wesen mit schwach leuchtenden Augen, das tief in einer Höhle lebt, und erinnert damit an die Figur des [[Gollum]]. Seine „seriöse“ Mythologie, heute im &#039;&#039;Buch der Verschollenen Geschichten&#039;&#039; vorliegend, ist unterdessen fast fertiggestellt. Zwei der Sagen, die Geschichte von Túrin Turambar und die Erzählung von Lúthien und Beren, wählt er aus, um sie in eine ausführlichere Gedichtform zu übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 wird plötzlich der Rawlinson und Bosworth Lehrstuhl für Angelsächsisch in [[Oxford]] vakant. Tolkien bewirbt sich und erhält, wohl unter anderem durch die Reputation seiner &#039;&#039;Sir Gawain&#039;&#039;-Übersetzung, den Posten zugesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===&#039;&#039;Der kleine Hobbit&#039;&#039; und &#039;&#039;Der Herr der Ringe&#039;&#039;===&lt;br /&gt;
[[Bild:20NorthmoorRoad.jpg|thumb|von 1930 bis 1947 lebten die Tolkiens in der Northmoor Road 20 in Oxford, Foto: Stefan Servos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den frühen 1920er und 1930er Jahren beginnt er, seinen Kindern regelmäßig fantasievolle Geschichten zu erzählen, die allerdings meist außerhalb der Mythenwelt spielen, an der er zu dieser Zeit bereits ernsthaft arbeitet. Aus dieser Zeit stammt unter anderem die Erzählung &#039;&#039;[[Roverandom]]&#039;&#039;, die auf das Verschwinden eines Spielzeughundes seines zweiten Sohnes Michael zurückgeht. &lt;br /&gt;
Anders als diese Erzählung verweist die 1930 begonnene Geschichte &#039;&#039;[[Der kleine Hobbit]]&#039;&#039; teilweise auf Ereignisse aus seiner ernsthaften [[Mythologie]], so in den Verweisen auf die Elbenstadt [[Gondolin]] und den [[Sauron|Geisterbeschwörer]] (Sauron), der zu dieser Zeit bereits Teil seiner später in der [[Erstes Zeitalter|Altvorderenzeit]] angesiedelten Geschichten ist. Durch Vermittlung einer ehemaligen Studentin wird der Verlag [[Allen &amp;amp; Unwin]] auf seine Erzählung aufmerksam, die nach begeisterter Rezension durch den Sohn des Verlegers, [[Rayner Unwin]], im Jahre 1937 veröffentlicht wird. Auf dringenden Wunsch des Verlages beginnt Tolkien mit der Arbeit an einer Nachfolgeerzählung, die zunächst wie der &#039;&#039;[[Der kleine Hobbit]]&#039;&#039; als Kinderbuch angelegt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende der dreißiger Jahre und nach Inspiration durch [[C. S. Lewis]], einen engen Freund, der mit ihm in dem literarischen Zirkel der &#039;&#039;[[Inklings]]&#039;&#039; verbunden ist, hält er den vielbeachteten Vortrag &#039;&#039;[[Über Märchen]]&#039;&#039;, in dem er die Grundsätze des später entstehenden [[Fantasy]]-Genres beschreibt und energisch gegen Vorwürfe des [[Eskapismus]] verteidigt.&lt;br /&gt;
Während des Zweiten Weltkrieges zieht sich die Arbeit an seinem Nachfolgeprojekt für den &#039;&#039;Hobbit&#039;&#039; hin, das jetzt den Namen &#039;&#039;[[Der Herr der Ringe]]&#039;&#039; trägt, wird aber immer wieder durch andere Aufgaben unterbrochen.&lt;br /&gt;
[[Bild:76SandfieldRoad.jpg|thumb|left|J.R.R Tolkien zog 1959 mit seiner Familie in die Sandfield Road 76 in Headington, Oxford, Foto: Stefan Servos]]&lt;br /&gt;
1945 wechselt er, immer noch in [[Oxford]], auf die Professur für Anglistik. Erst im Jahre 1954 aber wird &#039;&#039;Der Herr der Ringe&#039;&#039; endlich veröffentlicht. Die Verzögerung hatte zum einen mit Tolkiens Perfektionismus, zum anderen aber auch mit Tolkiens Wunsch nach einem Verlagswechsel zu tun, der durch die Ablehnung seines ernsthaften Mythenwerkes &#039;&#039;[[Das Silmarillion]]&#039;&#039; motiviert war.&lt;br /&gt;
[[Bild:Oxford Tolkien.jpg|thumb|Faith Faulconbridges Büste ihres Schwiegervaters J. R. R. Tolkien in Oxford]]&lt;br /&gt;
Als sein alter Verleger Allen &amp;amp; Unwin ein Ultimatum zur Veröffentlichung seiner Gesamtmythologie (&#039;&#039;Der Herr der Ringe&#039;&#039; und &#039;&#039;Das Silmarillion&#039;&#039;) ohne Möglichkeit zur Ansicht des Manuskripts ablehnt, trägt Tolkien sein Werk dem Verlagshaus [[HarperCollins|Collins]] an.&lt;br /&gt;
Nach anfänglichem Enthusiasmus besteht man dort jedoch auf weitreichenden Kürzungen, zu denen Tolkien nicht bereit ist, so dass er sich reumütig wieder an seinen alten Verlag wendet. Rayner Unwin, der als Kind den &#039;&#039;Hobbit&#039;&#039; begutachtet hatte, ist mittlerweile zum Juniorverleger aufgestiegen und nimmt das Buch ohne weitere Korrekturen an.&lt;br /&gt;
Aufgrund der im Gefolge des Krieges exorbitanten Papierpreise in England wird das Werk in drei Bänden (&#039;&#039;Die Gefährten&#039;&#039;, &#039;&#039;Die zwei Türme&#039;&#039;, &#039;&#039;Die Rückkehr des Königs&#039;&#039;) veröffentlicht, so dass jeder Einzelband zu erschwinglichen Preisen angeboten werden kann.&lt;br /&gt;
Daher wird das Gesamtwerk bis heute fälschlicherweise eine Trilogie genannt – eine Bezeichnung, die Tolkien Zeit seines Lebens ablehnte, da er das Werk in sechs Bücher unterteilt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der 1960er erscheint in den USA eine unautorisierte Kopie des &#039;&#039;Herrn der Ringe&#039;&#039; und löst eine Kultbewegung unter den Studenten aus, was Tolkien schnell zu Berühmtheit verhilft.&lt;br /&gt;
Durch enge Anbindung an seine immer zahlreicher werdenden Fans, die zu seinen Gunsten erheblichen Druck auf den Verleger der Piratenausgabe ausüben, gelingt es Tolkien jedoch (entgegen der für ihn ungünstigen Rechtslage), dass die Piratenedition eingestellt wird, so dass bald nur noch die durch ihn autorisierte Fassung auf dem US-amerikanischen Markt erhältlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Letzte Jahre===&lt;br /&gt;
[[Bild:Tolkiengrab.jpg|thumb|200px|Tolkiens Grab auf dem Wolvercote Cemetery, Oxford, Foto: Stefan Servos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein weiteres Leben verbringt er mit dem Ausarbeiten des &#039;&#039;Silmarillion&#039;&#039;, das er jedoch bis zu seinem Lebensende nicht mehr fertigstellt und das erst nach seinem Tode von seinem Sohn Christopher herausgegeben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für ein paar Jahre ziehen er und seine Frau Edith in das englische Seebad Bournemouth. Dort stirbt Edith im Jahre 1971, woraufhin Tolkien nach Oxford zurückkehrt.&lt;br /&gt;
Zwei Jahre später stirbt auch J. R. R. Tolkien im Alter von 81 Jahren nach kurzer Krankheit in einem privaten Hospital in Bournemouth, wohin er für einen kurzen Urlaub verreist war.&lt;br /&gt;
Das [[Tolkiens Grab|Grabmal]] der beiden befindet sich auf dem katholischen Teil des &#039;&#039;Wolvercote Cemetery&#039;&#039; in Oxford; auf den Grabsteinen stehen neben ihren Namen auch die Namen [[Beren Erchamion|Beren]] und [[Lúthien]] – Zeichen für eine den Tod überdauernde Liebe.&lt;br /&gt;
Bereits vor dem Tod seines Vaters bearbeitet Christopher Tolkien die Schriftstücke seines Vaters und veröffentlicht sie seit 1977, unter anderem &#039;&#039;Das Silmarillion&#039;&#039; und von 1983 bis 1996 auch die &#039;&#039;[[History of Middle-Earth]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stammbaum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Chart/start|align=center}}&lt;br /&gt;
{{Chart| | |JS|v|ES| |JO|v|MJ|JS=John Suffield&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1833–1930&amp;lt;/small&amp;gt;|ES=Emily Sparrow|JO=John Benjamin Tolkien&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1807(?)–1896&amp;lt;/small&amp;gt;|MJ=Mary Jane Stowe&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1834(?)–1915&amp;lt;/small&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
{{Chart| | | | | |)|-|v|-|.| | | |!| | | }}&lt;br /&gt;
{{Chart|WA|v|MY|!|MA|v|AR| | |WA=Walter Incledon|MY=[[May Incledon|Edith Mary Suffield]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1865–1936&amp;lt;/small&amp;gt;|MA=[[Mabel Tolkien|Mabel Suffield]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1870–1904&amp;lt;/small&amp;gt;|AR=[[Arthur Tolkien]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1857–1896&amp;lt;/small&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
{{Chart| |,|-|^|-|.| |`|-|.| |!| | | | | }}&lt;br /&gt;
{{Chart|MJ| |MY| |JN|!| | | | | |MJ=Marjorie Incledon&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1891–1973&amp;lt;/small&amp;gt;|MY=Mary Incledon&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1895–1940&amp;lt;/small&amp;gt;|JN=[[Jane Neave|Emily Jane Suffield]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1872–1963&amp;lt;/small&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
{{Chart| | | | | | | | | |,|-|^|-|.}}&lt;br /&gt;
{{Chart| | | | |ED|v|JRRT| |HI| | |ED=[[Edith Tolkien|Edith Bratt]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1889–1971&amp;lt;/small&amp;gt;|JRRT=&#039;&#039;&#039;J. R. R. Tolkien&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1892–1973&amp;lt;/small&amp;gt;|boxstyle_JRRT=background-color: #e0edc1|HI=[[Hilary Tolkien]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1894–1976&amp;lt;/small&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
{{Chart| |,|-|-|-|v|-|^|-|v|-|-|-|.| | | }}&lt;br /&gt;
{{Chart|JO| |MI| |CH| |PR| | |JO=[[John Tolkien]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1917–2003&amp;lt;/small&amp;gt;|MI=[[Michael Tolkien]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1920–1984&amp;lt;/small&amp;gt;|CH=[[Christopher Tolkien]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1924-2020&amp;lt;/small&amp;gt;|PR=[[Priscilla Tolkien]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;*1929&amp;lt;/small&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
{{Chart/end}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine vollständigere Übersicht findet sich unter [[Bibliographie Tolkiens]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Der kleine Hobbit]]&#039;&#039; (&#039;&#039;The Hobbit: or There and Back Again&#039;&#039;), 1937, dt. 1957&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Blatt von Tüftler]]&#039;&#039; (&#039;&#039;Leaf by Niggle&#039;&#039;), 1945, dt. 1964&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Bauer Giles von Ham]]&#039;&#039; (&#039;&#039;Farmer Giles of Ham&#039;&#039;), 1949&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Der Herr der Ringe]]&#039;&#039; (&#039;&#039;The Lord of the Rings&#039;&#039;), 1969/1970, erschienen in drei Bänden als&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;The Fellowship of the Ring: being the first part of The Lord of the Rings&#039;&#039; 1954,&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;The Two Towers: being the second part of The Lord of the Rings&#039;&#039; 1954,&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;The Return of the King: being the third part of The Lord of the Rings&#039;&#039; 1955 &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Die Abenteuer des Tom Bombadil]]&#039;&#039; (&#039;&#039;The Adventures of Tom Bombadil and other verses from The Red Book &#039;&#039;), 1962&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Der Schmied von Großholzingen]]&#039;&#039; (&#039;&#039;Smith of Wootton Major&#039;&#039;), 1967&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Die Briefe vom Weihnachtsmann]]&#039;&#039; (&#039;&#039;The Letters of Father Christmas&#039;&#039;), postum 1976, dt. 1977&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Das Silmarillion]]&#039;&#039; (&#039;&#039;The Silmarillion&#039;&#039;), postum 1977, dt. 1978&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Nachrichten aus Mittelerde]]&#039;&#039; (&#039;&#039;Unfinished Tales of Númenor and Middle-earth&#039;&#039;), postum 1980, dt. 1983&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Herr Glück]]&#039;&#039; (&#039;&#039;Mr. Bliss&#039;&#039;), postum 1982, dt. 1983&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[The History of Middle-earth]]&#039;&#039;, postum 1983-1996, erschienen in zwölf Bänden als&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 1|The Book of Lost Tales, Part I]]&#039;&#039; postum 1983, dt. Übersetzung in &#039;&#039;Das Buch der verschollenen Geschichten&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 2|The Book of Lost Tales, Part II]]&#039;&#039; postum 1984, dt. Übersetzung in &#039;&#039;Das Buch der verschollenen Geschichten, Teil 2&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[The Lays of Beleriand]]&#039;&#039; postum 1985&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[The Shaping of Middle-earth]]&#039;&#039; postum 1986&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[The Lost Road and Other Writings]]&#039;&#039; postum 1987&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[The Return of the Shadow]]&#039;&#039; postum 1988&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[The Treason of Isengard]]&#039;&#039; postum 1989&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[The War of the Ring]]&#039;&#039; postum 1990&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Sauron Defeated]]&#039;&#039; postum 1992&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Morgoth’s Ring]]&#039;&#039; postum 1993&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[The War of the Jewels]]&#039;&#039; postum 1994&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[The Peoples of Middle-earth]]&#039;&#039; postum 1996&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Roverandom]]&#039;&#039;, postum 1998&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Die Kinder Húrins]]&#039;&#039; (&#039;&#039;The Children of Húrin&#039;&#039;), postum 2007&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Die Legende von Sigurd und Gudrún]]&#039;&#039;, postum 2009&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[The Fall of Arthur]]&#039;&#039;, postum 2013 &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Beren und Lúthien]]&#039;&#039;, postum 2017&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tolkiens Popularität führte dazu, dass verschiedene Namen und Begriffe aus seinen Werken Eingang in die Wissenschaft fanden, siehe [[Wissenschaftliche Benennungen nach Tolkiens Legendarium]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu J. R. R. Tolkien und dessen Werk sind zahlreiche Veröffentlichungen erschienen. Im Folgenden eine kleine Auswahl weiterführender Literatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== zur Biographie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Humphrey Carpenter: &#039;&#039;[[J. R. R. Tolkien: Eine Biographie]].&#039;&#039; Aus dem Englischen von Wolfgang Krege. Stuttgart: Klett-Cotta, 2001.&lt;br /&gt;
* John Garth: &#039;&#039;[[Tolkien and the Great War]]: The Threshold of Middle-earth.&#039;&#039; Boston: Houghton Mifflin, 2003.&lt;br /&gt;
* Christina Scull, Wayne G. Hammond: &#039;&#039;[[The J. R. R. Tolkien Companion &amp;amp; Guide]].&#039;&#039; Bd 1. Chronology. London: HarperCollins, 2006.&lt;br /&gt;
* Christina Scull, Wayne G. Hammond: &#039;&#039;The J. R. R. Tolkien Companion &amp;amp; Guide.&#039;&#039; Bd 2. Reader&#039;s Guide. London: HarperCollins, 2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== zum Werk ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verlyn Flieger: &#039;&#039;[[A Question of Time]]: J. R. R. Tolkien&#039;s Road to Faerie.&#039;&#039; Kent State University Press, 1997.&lt;br /&gt;
* Verlyn Flieger, Carl F. Hostetter (Hrsgg.): &#039;&#039;[[Tolkien’s Legendarium]]: Essays on The History of Middle-earth.&#039;&#039; Westport: Greenwood Press, 2000.&lt;br /&gt;
* Tom Shippey: &#039;&#039;[[J. R. R. Tolkien: Autor des Jahrhunderts]].&#039;&#039; Aus dem Englischen von Wolfgang Krege. Stuttgart: Klett-Cotta, 2002.&lt;br /&gt;
* Tom Shippey: &#039;&#039;[[Der Weg nach Mittelerde]]: Wie J. R. R. Tolkien „Der Herr der Ringe“ schuf.&#039;&#039; Aus dem Englischen von Helmut W. Pesch. Stuttgart: Klett-Cotta 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Periodika ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Douglas A. Anderson, Michael D. C. Drout, Verlyn Flieger (Hrsgg.): &#039;&#039;[[Tolkien Studies]]: An Annual Scholarly Review.&#039;&#039; West Virginia University Press, 2004–.&lt;br /&gt;
* Marcel Bülles et. al. (Hrsgg.): &#039;&#039;[[Hither Shore]] – Interdisciplinary Journal on Modern Fantasy Literature: Jahrbuch der Deutschen Tolkien Gesellschaft.&#039;&#039; Düsseldorf: Scriptorium Oxoniae, 2004–.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.tolkienestate.com/ Tolkien Estate]&lt;br /&gt;
*[http://www.marquette.edu/library/collections/archives/tolkien.html Tolkien Collection der Marquette University]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tolkien-Gesellschaften ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.tolkiensociety.org/index.html The Tolkien Society]&lt;br /&gt;
*[http://www.tolkiengesellschaft.de Deutsche Tolkien Gesellschaft e.V.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tolkiens Verlage ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.hobbitpresse.de/tolkien_welt.php Hobbit Presse]&lt;br /&gt;
*[http://www.tolkien.co.uk/Pages/home.aspx HarperCollins]&lt;br /&gt;
*[http://www.houghtonmifflinbooks.com/features/lordoftheringstrilogy/ Houghton Mifflin]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kataloge ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://worldcat.org/identities/lccn-n79-5673#linkworksby WorldCat]&lt;br /&gt;
*[http://dispatch.opac.ddb.de/DB=4.1/PPN?PPN=118623222 Deutsche Nationalbibliothek]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|J._R._R._Tolkien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tolkiens Umfeld|!]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:J.R.R. Tolkien]]&lt;br /&gt;
[[fi:J.R.R. Tolkien]]&lt;br /&gt;
[[fr:tolkien:bio]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>OlorinDerWeisse</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ardapedia.org/w/index.php?title=J._R._R._Tolkien&amp;diff=102426</id>
		<title>J. R. R. Tolkien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ardapedia.org/w/index.php?title=J._R._R._Tolkien&amp;diff=102426"/>
		<updated>2020-02-20T16:11:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;OlorinDerWeisse: Todesjahr von Christopher Tolkien ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Autor des Jahrhunderts Cover ISBN 978-3-608-93432-8.jpg|thumb|[[Dietrich Ebert]]s Buchcover für [[Tom Shippey]]s &#039;&#039;[[J. R. R. Tolkien: Autor des Jahrhunderts]]&#039;&#039; unter Verwendung einer Fotografie von Billet Potter von 1972.]] &lt;br /&gt;
[[Bild:Jrr tolkien signature.png|thumb|Tolkiens Unterschrift]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;John Ronald Reuel Tolkien&#039;&#039;&#039;, (CBE &#039;&#039;„Order of the British Empire“&#039;&#039; 1972) geboren am 3. Januar 1892 in [[Bloemfontein]], das heute zu Südafrika gehört, gestorben am 2. September 1973 in [[Bournemouth]] in England, war ein englischer Schriftsteller und Philologe. Mit seinem Buch &#039;&#039;[[Der Herr der Ringe]]&#039;&#039; wurde er zu einem der Begründer der modernen [[Fantasy]]-Literatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
J. R. R. Tolkien wird im Jahre 1892 als Sohn englischer Eltern, des Bankmanagers [[Arthur Tolkien]] und seiner Frau [[Mabel Suffield]], in Bloemfontein im Oranjefreistaat (heute in [[Südafrika]])  geboren, wo sich sein Vater aus beruflichen Gründen aufhielt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kindheit ===&lt;br /&gt;
Seine frühe Kindheit verläuft bis auf einen Tarantelbiss, der als möglicher Auslöser für das wiederholte Auftreten von giftigen Riesenspinnen in seinen Werken gelten kann, weitgehend ereignislos.&lt;br /&gt;
[[Bild:Mabel Suffield Christmas Card.jpg|thumb|left|200px|Die Familie Tolkien 1892 im Oranje-Freistaat, Südafrika.]]&lt;br /&gt;
1895 kommt er mit seiner Mutter, die das afrikanische Klima nicht gut verträgt, und seinem 1894 geborenen Bruder Hilary zu einem Urlaub nach [[Birmingham]], [[England]]; dort erreicht seine Mutter im darauffolgenden Jahr die Nachricht vom Tode ihres Mannes aufgrund schwerer innerer Blutungen. Die Familie zieht daraufhin zur Miete nach [[Sarehole Mill]], einen Vorort von Birmingham, der zu diesem Zeitpunkt noch weitgehend von der Industrialisierung verschont geblieben ist. Die folgenden vier Jahre seiner Kindheit verbringt Tolkien in dieser ländlichen Idylle, die später zur literarischen Vorlage für das Auenland, Teil seiner selbsterschaffenen mythologischen Welt, werden wird. Hier wird er auch zuerst mit dem Dialektwort &#039;&#039;Gamgee&#039;&#039; für Baumwolle vertraut, das später zum Familiennamen der [[Gamdschie|Gamdschies]] in seinem Hauptwerk &#039;&#039;Der Herr der Ringe&#039;&#039; werden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Mutter, die im Jahre 1900 gegen den Willen ihrer Eltern und Schwiegereltern zum Katholizismus konvertiert, erzieht ihn unterdessen in ihrem Glauben. Diese weltanschauliche Grundprägung sollte sich durch Tolkiens gesamtes Leben ziehen und auch weitreichende Auswirkungen auf sein Werk haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da er sich früh an Sprachen interessiert zeigt, bringt ihm seine Mutter Grundzüge des Lateinischen, Französischen und Deutschen bei. Durch sie wird er auch mit den Geschichten von Lewis Carrolls &#039;&#039;Alice im Wunderland&#039;&#039;, der &#039;&#039;Artus-Sage&#039;&#039; und den Märchenbüchern von Andrew Lang vertraut gemacht, in denen er zum ersten Mal von den nordischen Sagen um Sigurd und den Drachen Fafnir hört.&lt;br /&gt;
Zwischen 1900 und 1902 zieht Tolkien mit seiner Mutter mehrfach innerhalb von Birmingham um, zunächst in den Stadtteil Moseley, dann nach King’s Heath, wo er durch die ungewohnten Namen auf den hinter dem Haus vorbeifahrenden Kohlewaggons zum ersten Mal auf das ihn ästhetisch berührende [[Walisische Sprache|Walisisch]] stößt, schließlich nach Edgbaston.&lt;br /&gt;
[[Bild:King Edward’s School Birmingham.jpg|thumb|300px|King Edward’s School, New Street, Birmingham: Dieses Gebäude des Architekten Charles Barry wurde abgerissen.]]Da all diese Orte städtisch geprägt sind, sind seine vom Landleben bestimmten Kindertage endgültig vorbei. Hinzu kommt eine Odyssee durch verschiedene Schulen: Zunächst auf der King Edward’s School angenommen, wechselt er 1902 an die St. Philips Grammar School, um dann 1903 mit einem Stipendium wieder an die King Edward’s School zurückzukehren. Dort lernt er neben den klassischen Sprachen Latein und Griechisch durch einen engagierten Lehrer auch das Mittelenglische kennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. November 1904 – Tolkien ist 12 Jahre alt – stirbt seine Mutter für ihn völlig überraschend nach einem sechstägigen Diabetischen Koma. Dieser frühe Tod bewirkt für Tolkien zweierlei: Zum einen eine starke emotionale Bindung an die katholische Kirche und zum anderen eine pessimistische Grundhaltung, die Vorstellung, dass diese Welt eine unwiderruflich gefallene sei, in der jeder Sieg nur vorübergehend das Dunkel erhellen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend ===&lt;br /&gt;
Die beiden Brüder kommen in die Obhut von Pater Francis Morgan, eines mit ihrer Mutter befreundeten Priesters, der sie zunächst bei ihrer Tante Beatrice Bartlett, später bei einer befreundeten Pensionswirtin unterbringt.&lt;br /&gt;
Dort lernt Tolkien 1908 seine spätere Frau [[Edith Tolkien|Edith Bratt]] kennen, in die er sich bald verliebt. Die geheime Affäre fliegt jedoch bald auf und Tolkien wird von seinem Vormund gezwungen, auf jedes Wiedersehen mit Edith bis zum Zeitpunkt seiner Volljährigkeit mit einundzwanzig Jahren (ein Zeitraum von mehr als drei Jahren) zu verzichten.&lt;br /&gt;
Vermutlich erst dadurch verwandelt sich die jugendliche Romanze zwischen den beiden in eine tragische Liebesgeschichte, die Tolkien später verhüllt in seiner Sage von [[Beren Erchamion|Beren]] und [[Lúthien]] literarisch verarbeitet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Schule wird Tolkien unterdessen durch seinen Schulrektor nicht nur auf die Philologie, die Wissenschaft von den Gesetzmäßigkeiten der Sprache, aufmerksam, sondern wird durch einen befreundeten Lehrer auch mit dem&lt;br /&gt;
Altenglischen in Berührung gebracht. Zu dieser Zeit liest er zum ersten Mal das Herzstück der altenglischen Literatur, das Gedicht &#039;&#039;[[Beowulf]]&#039;&#039;, und ist sofort begeistert. Im Mittelenglischen macht er sich selbst mit den Dichtungen &#039;&#039;[[Sir Gawain and the Green Knight]]&#039;&#039; und &#039;&#039;[[Pearl]]&#039;&#039; vertraut. Über alle drei Werke wird er später bedeutsame akademische Arbeiten vorlegen. Schließlich wendet er sich auch dem [[Altnordische Sprache|Altnordisch]]en zu, um die Geschichte um Sigurd und den Drachen Fafnir, die ihn als Kind so fasziniert hatte, im Original lesen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den neu erworbenen philologischen Kenntnissen ermutigt, beginnt Tolkien bald damit, eigene Sprachen zu erfinden, die aber auf seinem zu diesem Zeitpunkt bereits gut ausgebildeten Wissen um philologische Entwicklungsprinzipien beruhen.&lt;br /&gt;
Frühe Versuche basiert er auf dem Spanischen, doch als er durch einen Schulfreund auf das [[Gotische Sprache|Gotisch]]e aufmerksam wird, beginnt er nicht nur damit, die in dieser toten Sprache enthaltenen Lücken selbsttätig aufzufüllen, sondern versucht auch das Gotische zu einer hypothetischen Ursprache zurückzuführen.&lt;br /&gt;
Diese enge Beschäftigung mit Sprachen zeigt sich bald auch in der Schule, wo Tolkien seine Zuhörer bei (damals meist in Latein gehaltenen) Debatten bald mit fließenden Vorträgen in Griechisch, Gotisch oder Altenglisch überrascht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer des Jahres 1911 bildet Tolkien mit einigen Freunden, darunter Christopher Wiseman, Robert Quilter Gilson und Geoffrey Bache Smith, den [[T.C.B.S.]] (Tea Club – Barrovian Society), eine informelle Gemeinschaft von Freunden, die sich zunächst in der Schulbibliothek, später dann in Barrow’s Stores regelmäßig trifft, um miteinander über Literatur zu diskutieren.&lt;br /&gt;
Zu dieser Zeit und möglicherweise durch den T.C.B.S. inspiriert, beginnt Tolkien ernsthaft damit, Gedichte zu schreiben, in denen erstmals im Waldland tanzende Feenwesen (&#039;&#039;fairies&#039;&#039;) auftreten. Ein möglicher Anstoß dazu könnte von dem katholischen Dichter mystischer Gedichte, Francis Thompson, gekommen sein, mit dessem dichterischen Werk Tolkien sich zu dieser Zeit nachweislich auseinandergesetzt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem fehlgeschlagenen Versuch im Jahre 1909 gelingt es ihm im Dezember 1910, ein Stipendium des [[Exeter College]] in [[Oxford]] zu ergattern. Mit dem Wissen, dass seine unmittelbare Zukunft damit gesichert ist, geht Tolkien in den Rest seiner Schulzeit, in der er unter anderem durch das finnische Nationalepos [[Kalevala]] auf das [[Finnische Sprache|Finnische]] aufmerksam wird, das später seine Kunstsprache [[Quenya]] beeinflussen wird.&lt;br /&gt;
Trotz seiner späteren Abneigung gegen das Theater nimmt Tolkien bereitwillig in der Rolle des Hermes an einer Aufführung von Aristophanes’ Theaterstück &#039;&#039;Der Frieden&#039;&#039; teil und kehrt auch im Dezember 1911 noch einmal für eine Aufführung von R. B. Sheridans &#039;&#039;The Rivals&#039;&#039; durch Mitglieder des T.C.B.S., in der er die Rolle der Mrs. Malaprop übernimmt, an seine alte Schule zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit zwischen Schulende und Studienbeginn in Oxford verbringt Tolkien zusammen mit seinem Bruder und weiteren Freunden einen Wanderurlaub in der Schweiz. Eine Postkarte mit dem Namen &#039;&#039;Der Berggeist&#039;&#039;, auf der ein unter einer Kiefer auf einem Felsen sitzender alter Mann dargestellt ist, wird nach seinen späteren Angaben zur Inspiration für die Figur des Zauberers [[Gandalf]] in seiner selbst erschaffenen Welt [[Legendarium|Mythologie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Studienzeit ===&lt;br /&gt;
Im Oktober 1911 beginnt Tolkien sein Studium in [[Oxford]], zunächst in &#039;&#039;Classics&#039;&#039;, dem Studium der klassischen Sprachen Latein und Griechisch und ihrer Literatur, langweilt sich aber schon bald. Einzig die vergleichende [[Philologie]] kann sein Interesse auf sich ziehen; sein Professor in diesem Fach weist ihn auf das [[Walisische Sprache|Walisische]] hin, dem sich Tolkien daraufhin begeistert zuwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem zweiwöchigen Sommerurlaub 1912, den er bei King Edward’s Horse, einem Kavallerieregiment, hauptsächlich im Pferdesattel verbringt (was ein wenig Licht auf das Auftreten der Reiterkultur von Rohan im &#039;&#039;Herrn der Ringe&#039;&#039; werfen könnte), kehrt er nach [[Oxford]] zurück.&lt;br /&gt;
Hier beginnt er bald, sich mit dem Finnischen auseinanderzusetzen. Dieser Einfluss zeigt sich auch darin, dass er sein Projekt einer auf dem Gotischen aufgebauten Kunstsprache aufgibt und sich stattdessen an seiner neuen Lieblingssprache orientiert. Das Ergebnis sollte Jahre später als [[Quenya]] Eingang in seine mythologische Welt finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weihnachten 1912 verbringt Tolkien bei Verwandten, wo er als Regisseur und Hauptdarsteller ein selbstgeschriebenes Theaterstück zur Aufführung bringt – eine in Anbetracht seiner späteren Abneigung gegen das Drama bemerkenswerte Tatsache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 3. Januar 1913, dem Tage seiner Volljährigkeit, schreibt er das erste Mal wieder an seine Jugendliebe Edith, muss aber erfahren, dass sie sich in der Zwischenzeit mit dem Bruder einer Schulfreundin verlobt hat.&lt;br /&gt;
Nicht geneigt, seine große Liebe aufzugeben, sucht Tolkien sie daraufhin persönlich an ihrem neuen Wohnort auf, wo es ihm gelingt, sie umzustimmen. Ein Jahr später, nach der Aufnahme Ediths in die katholische Kirche, findet die offizielle Verlobung statt, nach weiteren zwei Jahren, am 22. Januar 1916, die Hochzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterdessen verläuft auch sein akademischer Weg nicht geradlinig. Durch seine Vernachlässigung des eigentlichen Lehrstoffs zugunsten seiner zahlreichen Sprachinteressen schließt er eine Zwischenprüfung nach zwei Jahren Studium  enttäuschend nur mit einem &#039;&#039;Second&#039;&#039; (vergleichbar der deutschen Note „Gut“) ab.&lt;br /&gt;
Auf Anregung seines Colleges, wo sein Interesse an germanischen Sprachen aufgefallen war, wechselt er daraufhin an das Institut für englische Sprache und Literatur. Dort liest er im Rahmen des anspruchsvollen altenglischen Literaturkanons das Werk &#039;&#039;Crist&#039;&#039; des angelsächsischen Dichters [[Cynewulf]] (frühes 8. Jahrhundert), eine Sammlung religiöser Dichtung.&lt;br /&gt;
Zwei Zeilen dieses Gedichtes sollten ihn nachhaltig beeinflussen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eala Earendel engla beorhtast&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;ofer middangeard monnum sended&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Heil dir Earendel, strahlendster Engel,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;über Mittelerde dem Menschen gesandt&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit &#039;&#039;middangeard&#039;&#039; oder „[[Mittelerde]]“ ist hier die Welt der Menschen gemeint. Traditionell als „Lichtstrahl“ übersetzt, glaubte Tolkien, dass der Name Earendel auf den Morgenstern, die Venus, verweist, der mit seinem Aufgehen das Ende der Nacht und den Anbruch des Tages ankündigt. Er selbst beschrieb später die Wirkung dieser Zeilen auf sich so:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;I felt a curious thrill, as if something had stirred in me - half wakened from sleep. There was something very remote and strange and beautiful behind those words, ..., far beyond ancient English.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ich fühlte mich auf seltsame Weise beflügelt, als ob sich in mir etwas geregt hätte, halb aus dem Schlaf erweckt. Da steckte etwas ungeheuer Fernes, Wundersames und Schönes hinter diesen Worten, ..., weit jenseits des archaischen Englisch.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Zeitpunkt kann vorsichtig als Geburtsstunde seiner Mythologie angesetzt werden, denn schon ein Jahr später schreibt er das Gedicht &#039;&#039;The Voyage of Earendel the Evening Star&#039;&#039;, das mit den oben zitierten Zeilen beginnt und den Keim seiner Mittelerde-Mythologie bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine weitere Studienzeit verläuft unterdessen weitgehend ereignislos – von wiederholten Treffen mit seinen Freunden vom T.C.B.S. abgesehen, die ihn in seinen dichterischen Bemühungen unterstützen. Eine Anekdote aus dieser Zeit wirft ein bezeichnendes Licht auf die auch später noch für Tolkien charakteristische Arbeitsweise: Auf die Frage seines Freundes G. B. Smith nach dem Hintergrund seines Earendel-Gedichtes antwortet Tolkien: „I don’t know. I’ll try to find out.“ – „Ich weiß es nicht. Ich werde versuchen es herauszufinden.“ Diese Sicht des Schreibens nicht als Neuschöpfung, sondern als Entdeckungsreise bleibt für ihn sein Leben lang bestimmend. Im Jahr nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges, in der zweiten Juniwoche 1915, schließt er sein Studium – diesmal mit Auszeichnung, &#039;&#039;First Class Honours&#039;&#039; – ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krieg ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Tolkien 1916.jpg|thumb|220px|J. R. R. Tolkien im Jahr 1916 als Offizier im Ersten Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
Er wird als Bataillonsoffizier für Signalwesen in das 11. Bataillon des Regiments der &#039;&#039;Lancashire Fusiliers&#039;&#039; berufen und nimmt durch aktiven Frontdienst an der Schlacht an der Somme teil, der blutigsten Schlacht des Ersten Weltkrieges.&lt;br /&gt;
Die unmittelbare Erfahrung der Grausamkeiten des Stellungskrieges trifft ihn tief und lässt den Einbruch des Bösen in eine friedvolle Welt zu einem Grundthema seines Lebens und seiner Literatur werden.&lt;br /&gt;
Am 27. Oktober 1916 zeigt er jedoch die Symptome eines durch Läuse übertragenen und in den Schützengräben grassierenden Fiebers und wird am 8. November zur Behandlung nach England verschifft.&lt;br /&gt;
Während seines Genesungsurlaubes, zunächst in [[Birmingham]] und dann in Great Haywood, erfährt er vom Tode seines T.C.B.S.-Kameraden G. B. Smith, nachdem er noch in Frankreich den Verlust seines Schulfreundes Rob Gilson hatte hinnehmen müssen.&lt;br /&gt;
Der letzte Brief von Smith schließt mit den bewegenden Zeilen: „May God bless you, my dear John Ronald, and may you say the things I have tried to say long after I am not there to say them, if such be my lot.“ – „Möge Gott Dich segnen, mein lieber John Ronald, und mögest Du die Dinge sagen, die ich zu sagen versucht habe, lange nachdem ich selbst nicht mehr da sein werde, um sie zu sagen, sollte dies mein Schicksal sein.“ Für Tolkien werden sie zum Vermächtnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er beginnt mit einem Projekt, das in der Literaturgeschichte ohne große Vorbilder dasteht, der Erschaffung eines vollständigen und mit nichts weniger als der Schöpfung der Welt beginnenden Sagenzyklus. Mit der Niederschrift des &#039;&#039;[[Das Buch der Verschollenen Geschichten|Buches der Verschollenen Geschichten]]&#039;&#039;, das in dieser Form erst postum durch seinen Sohn [[Christopher Tolkien|Christopher]] veröffentlicht werden wird, existieren erstmals größere Teile seiner später im &#039;&#039;[[Das Silmarillion|Silmarillion]]&#039;&#039; ausgearbeiteten Mythologie.&lt;br /&gt;
Hier benutzt er auch erstmals konsequent seine erfundenen Sprachen, insbesondere [[Quenya]] und [[Sindarin]]. Beide setzt er nun als Sprache der Elben in [[Mittelerde]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterdessen schwankt sein Gesundheitszustand und die Gefahr, an die Front zurückgeschickt zu werden, schwebt ständig über ihm. Vorübergehend nach Yorkshire versetzt, erkrankt er bald wieder und wird in das Sanatorium Harrogate verlegt. Wieder genesen zu einer Signalschule im Nordosten geschickt, erkrankt er nach Abschluss erneut und kommt diesmal in das Offizierskrankenhaus nach Kingston upon Hull.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während dieser Zeit, am 16. November 1917, gebiert Edith ihren ersten gemeinsamen Sohn, der zu Ehren von Pater Francis auf den Namen [[John Tolkien|John Francis Reuel]] getauft wird. Ihm werden noch im Oktober 1920 [[Michael Tolkien|Michael Hilary Reuel]], im November 1924 [[Christopher Tolkien|Christopher John Reuel]] und schließlich im Juni 1929 die Tochter [[Priscilla Tolkien|Priscilla Mary Reuel]] folgen.&lt;br /&gt;
Die Zeit nach der Geburt des ersten Sohnes ist durch glückliche Momente geprägt: Bei Landausflügen in die Wälder der Umgebung singt und tanzt Edith für ihn – eine weitere Inspiration zur Geschichte von [[Beren Erchamion|Beren]] und [[Lúthien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach weiteren Versetzungen im Frühjahr 1918, unter anderem nach Penkridge in der Grafschaft Staffordshire und wieder zurück nach Hull, erkrankt er erneut und muss wiederum ins Offizierskrankenhaus eingewiesen werden.&lt;br /&gt;
Er nutzt die Zeit diesmal, um sich neben der Arbeit an seiner Mythologie etwas Russisch beizubringen. Nach seiner Entlassung im Oktober steht schließlich fest, dass das Ende des Krieges kurz bevorsteht.&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach Arbeit wendet er sich daraufhin an einen seiner ehemaligen Oxforder Dozenten, William Craigie, der ihm eine Anstellung beim &#039;&#039;New English Dictionary&#039;&#039; verschafft, so dass Tolkien endlich im November 1918 mit Frau und Kind nach [[Oxford]] umziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Berufsjahre ===&lt;br /&gt;
Auch wenn sich in seiner Satire &#039;&#039;[[Bauer Giles von Ham]]&#039;&#039; einige ironische Anspielungen auf seine Zeit beim &#039;&#039;New English Dictionary&#039;&#039; finden, ist dies doch insgesamt eine glückliche Zeit.&lt;br /&gt;
Zum ersten Mal dauerhaft mit Edith vereint und im eigenen Haus lebend, findet er seine Tätigkeit auch intellektuell anregend. Später wird er über die zwei Jahre, in denen er an der Produktion des Wörterbuchs beteiligt ist, sagen, er habe zu keiner Zeit seines Lebens mehr gelernt.&lt;br /&gt;
Tagfüllend sind die ihm gestellten Aufgaben jedoch nicht, so dass er nebenbei noch Zeit findet, als Privatlehrer Studenten zu unterrichten, eine Tätigkeit, die sich als lukrativ genug herausstellt, um im Jahre 1920 die Mitarbeit am &#039;&#039;New English Dictionary&#039;&#039; beenden zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch wenn auch die finanzielle Situation akzeptabel ist, hat Tolkien seinen Wunsch, eine akademische Laufbahn anzutreten, nicht aufgegeben. Da ergibt sich überraschend im Sommer des Jahres 1920 eine Möglichkeit: In Leeds ist die Stelle eines &#039;&#039;Reader&#039;&#039; (eine Art Juniorprofessor) am Institut für englische Sprache freigeworden.&lt;br /&gt;
Obwohl anfänglich skeptisch über seine Chancen, erhält er die ersehnte Stelle. Dies bedeutet allerdings auch eine weitere Trennung von Edith, die mit den jetzt zwei Söhnen in Oxford zurückbleibt, bis sie 1921 nachziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von seinem Vorgesetzten wird er zunächst mit der Organisation des Studienplans für Alt- und Mittelenglisch betraut. Daneben erarbeitet er zusammen mit seinem Kollegen Eric V. Gordon eine Neuedition des mittelenglischen Gedichts &#039;&#039;Sir Gawain and the Green Knight&#039;&#039;, die nach ihrer Veröffentlichung 1925 bald als herausragender Beitrag zur mittelenglischen Philologie gilt.&lt;br /&gt;
Auch privat kommen sich die beiden Kollegen näher und formen zusammen mit Studenten den Viking-Club, in dem außer reichlichem Biergenuss altnordische Trinklieder und teilweise recht derbe Gesänge in altenglischer Sprache im Mittelpunkt stehen, ein Umstand, der vermutlich nicht unwesentlich zur Beliebtheit Tolkiens bei seinen Studenten beiträgt. Nach vier Jahren in Leeds im Jahr 1924 wird Tolkien schließlich zum vollen Professor befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Gedichten aus dieser Zeit finden sich die ersten Hinweise auf Kreaturen, die später in seiner Mittelerde-Mythologie ihren Platz finden werden: Das Gedicht &#039;&#039;Glib&#039;&#039; zum Beispiel beschreibt ein schleimiges Wesen mit schwach leuchtenden Augen, das tief in einer Höhle lebt, und erinnert damit an die Figur des [[Gollum]]. Seine „seriöse“ Mythologie, heute im &#039;&#039;Buch der Verschollenen Geschichten&#039;&#039; vorliegend, ist unterdessen fast fertiggestellt. Zwei der Sagen, die Geschichte von Túrin Turambar und die Erzählung von Lúthien und Beren, wählt er aus, um sie in eine ausführlichere Gedichtform zu übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 wird plötzlich der Rawlinson und Bosworth Lehrstuhl für Angelsächsisch in [[Oxford]] vakant. Tolkien bewirbt sich und erhält, wohl unter anderem durch die Reputation seiner &#039;&#039;Sir Gawain&#039;&#039;-Übersetzung, den Posten zugesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===&#039;&#039;Der kleine Hobbit&#039;&#039; und &#039;&#039;Der Herr der Ringe&#039;&#039;===&lt;br /&gt;
[[Bild:20NorthmoorRoad.jpg|thumb|von 1930 bis 1947 lebten die Tolkiens in der Northmoor Road 20 in Oxford, Foto: Stefan Servos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den frühen 1920er und 1930er Jahren beginnt er, seinen Kindern regelmäßig fantasievolle Geschichten zu erzählen, die allerdings meist außerhalb der Mythenwelt spielen, an der er zu dieser Zeit bereits ernsthaft arbeitet. Aus dieser Zeit stammt unter anderem die Erzählung &#039;&#039;[[Roverandom]]&#039;&#039;, die auf das Verschwinden eines Spielzeughundes seines zweiten Sohnes Michael zurückgeht. &lt;br /&gt;
Anders als diese Erzählung verweist die 1930 begonnene Geschichte &#039;&#039;[[Der kleine Hobbit]]&#039;&#039; teilweise auf Ereignisse aus seiner ernsthaften [[Mythologie]], so in den Verweisen auf die Elbenstadt [[Gondolin]] und den [[Sauron|Geisterbeschwörer]] (Sauron), der zu dieser Zeit bereits Teil seiner später in der [[Erstes Zeitalter|Altvorderenzeit]] angesiedelten Geschichten ist. Durch Vermittlung einer ehemaligen Studentin wird der Verlag [[Allen &amp;amp; Unwin]] auf seine Erzählung aufmerksam, die nach begeisterter Rezension durch den Sohn des Verlegers, [[Rayner Unwin]], im Jahre 1937 veröffentlicht wird. Auf dringenden Wunsch des Verlages beginnt Tolkien mit der Arbeit an einer Nachfolgeerzählung, die zunächst wie der &#039;&#039;[[Der kleine Hobbit]]&#039;&#039; als Kinderbuch angelegt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende der dreißiger Jahre und nach Inspiration durch [[C. S. Lewis]], einen engen Freund, der mit ihm in dem literarischen Zirkel der &#039;&#039;[[Inklings]]&#039;&#039; verbunden ist, hält er den vielbeachteten Vortrag &#039;&#039;[[Über Märchen]]&#039;&#039;, in dem er die Grundsätze des später entstehenden [[Fantasy]]-Genres beschreibt und energisch gegen Vorwürfe des [[Eskapismus]] verteidigt.&lt;br /&gt;
Während des Zweiten Weltkrieges zieht sich die Arbeit an seinem Nachfolgeprojekt für den &#039;&#039;Hobbit&#039;&#039; hin, das jetzt den Namen &#039;&#039;[[Der Herr der Ringe]]&#039;&#039; trägt, wird aber immer wieder durch andere Aufgaben unterbrochen.&lt;br /&gt;
[[Bild:76SandfieldRoad.jpg|thumb|left|J.R.R Tolkien zog 1959 mit seiner Familie in die Sandfield Road 76 in Headington, Oxford, Foto: Stefan Servos]]&lt;br /&gt;
1945 wechselt er, immer noch in [[Oxford]], auf die Professur für Anglistik. Erst im Jahre 1954 aber wird &#039;&#039;Der Herr der Ringe&#039;&#039; endlich veröffentlicht. Die Verzögerung hatte zum einen mit Tolkiens Perfektionismus, zum anderen aber auch mit Tolkiens Wunsch nach einem Verlagswechsel zu tun, der durch die Ablehnung seines ernsthaften Mythenwerkes &#039;&#039;[[Das Silmarillion]]&#039;&#039; motiviert war.&lt;br /&gt;
[[Bild:Oxford Tolkien.jpg|thumb|Faith Faulconbridges Büste ihres Schwiegervaters J. R. R. Tolkien in Oxford]]&lt;br /&gt;
Als sein alter Verleger Allen &amp;amp; Unwin ein Ultimatum zur Veröffentlichung seiner Gesamtmythologie (&#039;&#039;Der Herr der Ringe&#039;&#039; und &#039;&#039;Das Silmarillion&#039;&#039;) ohne Möglichkeit zur Ansicht des Manuskripts ablehnt, trägt Tolkien sein Werk dem Verlagshaus [[HarperCollins|Collins]] an.&lt;br /&gt;
Nach anfänglichem Enthusiasmus besteht man dort jedoch auf weitreichenden Kürzungen, zu denen Tolkien nicht bereit ist, so dass er sich reumütig wieder an seinen alten Verlag wendet. Rayner Unwin, der als Kind den &#039;&#039;Hobbit&#039;&#039; begutachtet hatte, ist mittlerweile zum Juniorverleger aufgestiegen und nimmt das Buch ohne weitere Korrekturen an.&lt;br /&gt;
Aufgrund der im Gefolge des Krieges exorbitanten Papierpreise in England wird das Werk in drei Bänden (&#039;&#039;Die Gefährten&#039;&#039;, &#039;&#039;Die zwei Türme&#039;&#039;, &#039;&#039;Die Rückkehr des Königs&#039;&#039;) veröffentlicht, so dass jeder Einzelband zu erschwinglichen Preisen angeboten werden kann.&lt;br /&gt;
Daher wird das Gesamtwerk bis heute fälschlicherweise eine Trilogie genannt – eine Bezeichnung, die Tolkien Zeit seines Lebens ablehnte, da er das Werk in sechs Bücher unterteilt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der 1960er erscheint in den USA eine unautorisierte Kopie des &#039;&#039;Herrn der Ringe&#039;&#039; und löst eine Kultbewegung unter den Studenten aus, was Tolkien schnell zu Berühmtheit verhilft.&lt;br /&gt;
Durch enge Anbindung an seine immer zahlreicher werdenden Fans, die zu seinen Gunsten erheblichen Druck auf den Verleger der Piratenausgabe ausüben, gelingt es Tolkien jedoch (entgegen der für ihn ungünstigen Rechtslage), dass die Piratenedition eingestellt wird, so dass bald nur noch die durch ihn autorisierte Fassung auf dem US-amerikanischen Markt erhältlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Letzte Jahre===&lt;br /&gt;
[[Bild:Tolkiengrab.jpg|thumb|200px|Tolkiens Grab auf dem Wolvercote Cemetery, Oxford, Foto: Stefan Servos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein weiteres Leben verbringt er mit dem Ausarbeiten des &#039;&#039;Silmarillion&#039;&#039;, das er jedoch bis zu seinem Lebensende nicht mehr fertigstellt und das erst nach seinem Tode von seinem Sohn Christopher herausgegeben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für ein paar Jahre ziehen er und seine Frau Edith in das englische Seebad Bournemouth. Dort stirbt Edith im Jahre 1971, woraufhin Tolkien nach Oxford zurückkehrt.&lt;br /&gt;
Zwei Jahre später stirbt auch J. R. R. Tolkien im Alter von 81 Jahren nach kurzer Krankheit in einem privaten Hospital in Bournemouth, wohin er für einen kurzen Urlaub verreist war.&lt;br /&gt;
Das [[Tolkiens Grab|Grabmal]] der beiden befindet sich auf dem katholischen Teil des &#039;&#039;Wolvercote Cemetery&#039;&#039; in Oxford; auf den Grabsteinen stehen neben ihren Namen auch die Namen [[Beren Erchamion|Beren]] und [[Lúthien]] – Zeichen für eine den Tod überdauernde Liebe.&lt;br /&gt;
Bereits vor dem Tod seines Vaters bearbeitet Christopher Tolkien die Schriftstücke seines Vaters und veröffentlicht sie seit 1977, unter anderem &#039;&#039;Das Silmarillion&#039;&#039; und von 1983 bis 1996 auch die &#039;&#039;[[History of Middle-Earth]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stammbaum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Chart/start|align=center}}&lt;br /&gt;
{{Chart| | |JS|v|ES| |JO|v|MJ|JS=John Suffield&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1833–1930&amp;lt;/small&amp;gt;|ES=Emily Sparrow|JO=John Benjamin Tolkien&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1807(?)–1896&amp;lt;/small&amp;gt;|MJ=Mary Jane Stowe&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1834(?)–1915&amp;lt;/small&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
{{Chart| | | | | |)|-|v|-|.| | | |!| | | }}&lt;br /&gt;
{{Chart|WA|v|MY|!|MA|v|AR| | |WA=Walter Incledon|MY=[[May Incledon|Edith Mary Suffield]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1865–1936&amp;lt;/small&amp;gt;|MA=[[Mabel Tolkien|Mabel Suffield]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1870–1904&amp;lt;/small&amp;gt;|AR=[[Arthur Tolkien]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1857–1896&amp;lt;/small&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
{{Chart| |,|-|^|-|.| |`|-|.| |!| | | | | }}&lt;br /&gt;
{{Chart|MJ| |MY| |JN|!| | | | | |MJ=Marjorie Incledon&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1891–1973&amp;lt;/small&amp;gt;|MY=Mary Incledon&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1895–1940&amp;lt;/small&amp;gt;|JN=[[Jane Neave|Emily Jane Suffield]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1872–1963&amp;lt;/small&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
{{Chart| | | | | | | | | |,|-|^|-|.}}&lt;br /&gt;
{{Chart| | | | |ED|v|JRRT| |HI| | |ED=[[Edith Tolkien|Edith Bratt]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1889–1971&amp;lt;/small&amp;gt;|JRRT=&#039;&#039;&#039;J. R. R. Tolkien&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1892–1973&amp;lt;/small&amp;gt;|boxstyle_JRRT=background-color: #e0edc1|HI=[[Hilary Tolkien]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1894–1976&amp;lt;/small&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
{{Chart| |,|-|-|-|v|-|^|-|v|-|-|-|.| | | }}&lt;br /&gt;
{{Chart|JO| |MI| |CH| |PR| | |JO=[[John Tolkien]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1917–2003&amp;lt;/small&amp;gt;|MI=[[Michael Tolkien]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1920–1984&amp;lt;/small&amp;gt;|CH=[[Christopher Tolkien]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1924-2020&amp;lt;/small&amp;gt;|PR=[[Priscilla Tolkien]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;*1929&amp;lt;/small&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
{{Chart/end}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine vollständigere Übersicht findet sich unter [[Bibliographie Tolkiens]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Der kleine Hobbit]]&#039;&#039; (&#039;&#039;The Hobbit: or There and Back Again&#039;&#039;),  1937, dt. 1957&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Blatt von Tüftler]]&#039;&#039; (&#039;&#039;Leaf by Niggle&#039;&#039;), 1945, dt. 1964&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Bauer Giles von Ham]]&#039;&#039; (&#039;&#039;Farmer Giles of Ham&#039;&#039;), 1949&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Der Herr der Ringe]]&#039;&#039; (&#039;&#039;The Lord of the Rings&#039;&#039;), 1969/1970, erschienen in drei Bänden als&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;The Fellowship of the Ring: being the first part of The Lord of the Rings&#039;&#039; 1954,&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;The Two Towers: being the second part of The Lord of the Rings&#039;&#039; 1954,&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;The Return of the King: being the third part of The Lord of the Rings&#039;&#039; 1955&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Der Schmied von Großholzingen]]&#039;&#039; (&#039;&#039;Smith of Wootton Major&#039;&#039;) 1967&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Die Briefe vom Weihnachtsmann]]&#039;&#039; (&#039;&#039;The Letters of Father Christmas&#039;&#039;), postum 1976, dt. 1977&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Das Silmarillion]]&#039;&#039; (&#039;&#039;The Silmarillion&#039;&#039;), postum 1977, dt. 1978&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Nachrichten aus Mittelerde]]&#039;&#039; (&#039;&#039;Unfinished Tales of Númenor and Middle-earth&#039;&#039;), postum 1980, dt. 1983&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Herr Glück]]&#039;&#039; (&#039;&#039;Mr. Bliss&#039;&#039;), postum 1982, dt. 1983&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[The History of Middle-earth]]&#039;&#039; postum 1983-1996, erschienen in zwölf Bänden als&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 1|The Book of Lost Tales, Part I]]&#039;&#039; postum 1983, dt. Übersetzung in &#039;&#039;Das Buch der verschollenen Geschichten&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 2|The Book of Lost Tales, Part II]]&#039;&#039; postum 1984, dt. Übersetzung in &#039;&#039;Das Buch der verschollenen Geschichten, Teil 2&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[The Lays of Beleriand]]&#039;&#039; postum 1985&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[The Shaping of Middle-earth]]&#039;&#039; postum 1986&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[The Lost Road and Other Writings]]&#039;&#039; postum 1987&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[The Return of the Shadow]]&#039;&#039; postum 1988&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[The Treason of Isengard]]&#039;&#039; postum 1989&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[The War of the Ring]]&#039;&#039; postum 1990&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Sauron Defeated]]&#039;&#039; postum 1992&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Morgoth’s Ring]]&#039;&#039; postum 1993&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[The War of the Jewels]]&#039;&#039; postum 1994&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[The Peoples of Middle-earth]]&#039;&#039; postum 1996&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Roverandom]]&#039;&#039; postum 1998&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Die Kinder Húrins]]&#039;&#039; (&#039;&#039;The Children of Húrin&#039;&#039;) postum 2007&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Die Legende von Sigurd und Gudrún]]&#039;&#039; postum 2009&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[The Fall of Arthur]]&#039;&#039; postum 2013 &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Beren und Lúthien]]&#039;&#039; postum 2017&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tolkiens Popularität führte dazu, dass verschiedene Namen und Begriffe aus seinen Werken Eingang in die Wissenschaft fanden, siehe [[Wissenschaftliche Benennungen nach Tolkiens Legendarium]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu J. R. R. Tolkien und dessen Werk sind zahlreiche Veröffentlichungen erschienen. Im Folgenden eine kleine Auswahl weiterführender Literatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== zur Biographie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Humphrey Carpenter: &#039;&#039;[[J. R. R. Tolkien: Eine Biographie]].&#039;&#039; Aus dem Englischen von Wolfgang Krege. Stuttgart: Klett-Cotta, 2001.&lt;br /&gt;
* John Garth: &#039;&#039;[[Tolkien and the Great War]]: The Threshold of Middle-earth.&#039;&#039; Boston: Houghton Mifflin, 2003.&lt;br /&gt;
* Christina Scull, Wayne G. Hammond: &#039;&#039;[[The J. R. R. Tolkien Companion &amp;amp; Guide]].&#039;&#039; Bd 1. Chronology. London: HarperCollins, 2006.&lt;br /&gt;
* Christina Scull, Wayne G. Hammond: &#039;&#039;The J. R. R. Tolkien Companion &amp;amp; Guide.&#039;&#039; Bd 2. Reader&#039;s Guide. London: HarperCollins, 2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== zum Werk ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verlyn Flieger: &#039;&#039;[[A Question of Time]]: J. R. R. Tolkien&#039;s Road to Faerie.&#039;&#039; Kent State University Press, 1997.&lt;br /&gt;
* Verlyn Flieger, Carl F. Hostetter (Hrsgg.): &#039;&#039;[[Tolkien’s Legendarium]]: Essays on The History of Middle-earth.&#039;&#039; Westport: Greenwood Press, 2000.&lt;br /&gt;
* Tom Shippey: &#039;&#039;[[J. R. R. Tolkien: Autor des Jahrhunderts]].&#039;&#039; Aus dem Englischen von Wolfgang Krege. Stuttgart: Klett-Cotta, 2002.&lt;br /&gt;
* Tom Shippey: &#039;&#039;[[Der Weg nach Mittelerde]]: Wie J. R. R. Tolkien „Der Herr der Ringe“ schuf.&#039;&#039; Aus dem Englischen von Helmut W. Pesch. Stuttgart: Klett-Cotta 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Periodika ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Douglas A. Anderson, Michael D. C. Drout, Verlyn Flieger (Hrsgg.): &#039;&#039;[[Tolkien Studies]]: An Annual Scholarly Review.&#039;&#039; West Virginia University Press, 2004–.&lt;br /&gt;
* Marcel Bülles et. al. (Hrsgg.): &#039;&#039;[[Hither Shore]] – Interdisciplinary Journal on Modern Fantasy Literature: Jahrbuch der Deutschen Tolkien Gesellschaft.&#039;&#039; Düsseldorf: Scriptorium Oxoniae, 2004–.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.tolkienestate.com/ Tolkien Estate]&lt;br /&gt;
*[http://www.marquette.edu/library/collections/archives/tolkien.html Tolkien Collection der Marquette University]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tolkien-Gesellschaften ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.tolkiensociety.org/index.html The Tolkien Society]&lt;br /&gt;
*[http://www.tolkiengesellschaft.de Deutsche Tolkien Gesellschaft e.V.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tolkiens Verlage ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.hobbitpresse.de/tolkien_welt.php Hobbit Presse]&lt;br /&gt;
*[http://www.tolkien.co.uk/Pages/home.aspx HarperCollins]&lt;br /&gt;
*[http://www.houghtonmifflinbooks.com/features/lordoftheringstrilogy/ Houghton Mifflin]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kataloge ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://worldcat.org/identities/lccn-n79-5673#linkworksby WorldCat]&lt;br /&gt;
*[http://dispatch.opac.ddb.de/DB=4.1/PPN?PPN=118623222 Deutsche Nationalbibliothek]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|J._R._R._Tolkien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tolkiens Umfeld|!]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:J.R.R. Tolkien]]&lt;br /&gt;
[[fi:J.R.R. Tolkien]]&lt;br /&gt;
[[fr:tolkien:bio]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>OlorinDerWeisse</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ardapedia.org/w/index.php?title=J._R._R._Tolkien&amp;diff=102425</id>
		<title>J. R. R. Tolkien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ardapedia.org/w/index.php?title=J._R._R._Tolkien&amp;diff=102425"/>
		<updated>2020-02-20T16:05:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;OlorinDerWeisse: Beren und Lúthien zu den Werken hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Autor des Jahrhunderts Cover ISBN 978-3-608-93432-8.jpg|thumb|[[Dietrich Ebert]]s Buchcover für [[Tom Shippey]]s &#039;&#039;[[J. R. R. Tolkien: Autor des Jahrhunderts]]&#039;&#039; unter Verwendung einer Fotografie von Billet Potter von 1972.]] &lt;br /&gt;
[[Bild:Jrr tolkien signature.png|thumb|Tolkiens Unterschrift]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;John Ronald Reuel Tolkien&#039;&#039;&#039;, (CBE &#039;&#039;„Order of the British Empire“&#039;&#039; 1972) geboren am 3. Januar 1892 in [[Bloemfontein]], das heute zu Südafrika gehört, gestorben am 2. September 1973 in [[Bournemouth]] in England, war ein englischer Schriftsteller und Philologe. Mit seinem Buch &#039;&#039;[[Der Herr der Ringe]]&#039;&#039; wurde er zu einem der Begründer der modernen [[Fantasy]]-Literatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
J. R. R. Tolkien wird im Jahre 1892 als Sohn englischer Eltern, des Bankmanagers [[Arthur Tolkien]] und seiner Frau [[Mabel Suffield]], in Bloemfontein im Oranjefreistaat (heute in [[Südafrika]])  geboren, wo sich sein Vater aus beruflichen Gründen aufhielt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kindheit ===&lt;br /&gt;
Seine frühe Kindheit verläuft bis auf einen Tarantelbiss, der als möglicher Auslöser für das wiederholte Auftreten von giftigen Riesenspinnen in seinen Werken gelten kann, weitgehend ereignislos.&lt;br /&gt;
[[Bild:Mabel Suffield Christmas Card.jpg|thumb|left|200px|Die Familie Tolkien 1892 im Oranje-Freistaat, Südafrika.]]&lt;br /&gt;
1895 kommt er mit seiner Mutter, die das afrikanische Klima nicht gut verträgt, und seinem 1894 geborenen Bruder Hilary zu einem Urlaub nach [[Birmingham]], [[England]]; dort erreicht seine Mutter im darauffolgenden Jahr die Nachricht vom Tode ihres Mannes aufgrund schwerer innerer Blutungen. Die Familie zieht daraufhin zur Miete nach [[Sarehole Mill]], einen Vorort von Birmingham, der zu diesem Zeitpunkt noch weitgehend von der Industrialisierung verschont geblieben ist. Die folgenden vier Jahre seiner Kindheit verbringt Tolkien in dieser ländlichen Idylle, die später zur literarischen Vorlage für das Auenland, Teil seiner selbsterschaffenen mythologischen Welt, werden wird. Hier wird er auch zuerst mit dem Dialektwort &#039;&#039;Gamgee&#039;&#039; für Baumwolle vertraut, das später zum Familiennamen der [[Gamdschie|Gamdschies]] in seinem Hauptwerk &#039;&#039;Der Herr der Ringe&#039;&#039; werden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Mutter, die im Jahre 1900 gegen den Willen ihrer Eltern und Schwiegereltern zum Katholizismus konvertiert, erzieht ihn unterdessen in ihrem Glauben. Diese weltanschauliche Grundprägung sollte sich durch Tolkiens gesamtes Leben ziehen und auch weitreichende Auswirkungen auf sein Werk haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da er sich früh an Sprachen interessiert zeigt, bringt ihm seine Mutter Grundzüge des Lateinischen, Französischen und Deutschen bei. Durch sie wird er auch mit den Geschichten von Lewis Carrolls &#039;&#039;Alice im Wunderland&#039;&#039;, der &#039;&#039;Artus-Sage&#039;&#039; und den Märchenbüchern von Andrew Lang vertraut gemacht, in denen er zum ersten Mal von den nordischen Sagen um Sigurd und den Drachen Fafnir hört.&lt;br /&gt;
Zwischen 1900 und 1902 zieht Tolkien mit seiner Mutter mehrfach innerhalb von Birmingham um, zunächst in den Stadtteil Moseley, dann nach King’s Heath, wo er durch die ungewohnten Namen auf den hinter dem Haus vorbeifahrenden Kohlewaggons zum ersten Mal auf das ihn ästhetisch berührende [[Walisische Sprache|Walisisch]] stößt, schließlich nach Edgbaston.&lt;br /&gt;
[[Bild:King Edward’s School Birmingham.jpg|thumb|300px|King Edward’s School, New Street, Birmingham: Dieses Gebäude des Architekten Charles Barry wurde abgerissen.]]Da all diese Orte städtisch geprägt sind, sind seine vom Landleben bestimmten Kindertage endgültig vorbei. Hinzu kommt eine Odyssee durch verschiedene Schulen: Zunächst auf der King Edward’s School angenommen, wechselt er 1902 an die St. Philips Grammar School, um dann 1903 mit einem Stipendium wieder an die King Edward’s School zurückzukehren. Dort lernt er neben den klassischen Sprachen Latein und Griechisch durch einen engagierten Lehrer auch das Mittelenglische kennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. November 1904 – Tolkien ist 12 Jahre alt – stirbt seine Mutter für ihn völlig überraschend nach einem sechstägigen Diabetischen Koma. Dieser frühe Tod bewirkt für Tolkien zweierlei: Zum einen eine starke emotionale Bindung an die katholische Kirche und zum anderen eine pessimistische Grundhaltung, die Vorstellung, dass diese Welt eine unwiderruflich gefallene sei, in der jeder Sieg nur vorübergehend das Dunkel erhellen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend ===&lt;br /&gt;
Die beiden Brüder kommen in die Obhut von Pater Francis Morgan, eines mit ihrer Mutter befreundeten Priesters, der sie zunächst bei ihrer Tante Beatrice Bartlett, später bei einer befreundeten Pensionswirtin unterbringt.&lt;br /&gt;
Dort lernt Tolkien 1908 seine spätere Frau [[Edith Tolkien|Edith Bratt]] kennen, in die er sich bald verliebt. Die geheime Affäre fliegt jedoch bald auf und Tolkien wird von seinem Vormund gezwungen, auf jedes Wiedersehen mit Edith bis zum Zeitpunkt seiner Volljährigkeit mit einundzwanzig Jahren (ein Zeitraum von mehr als drei Jahren) zu verzichten.&lt;br /&gt;
Vermutlich erst dadurch verwandelt sich die jugendliche Romanze zwischen den beiden in eine tragische Liebesgeschichte, die Tolkien später verhüllt in seiner Sage von [[Beren Erchamion|Beren]] und [[Lúthien]] literarisch verarbeitet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Schule wird Tolkien unterdessen durch seinen Schulrektor nicht nur auf die Philologie, die Wissenschaft von den Gesetzmäßigkeiten der Sprache, aufmerksam, sondern wird durch einen befreundeten Lehrer auch mit dem&lt;br /&gt;
Altenglischen in Berührung gebracht. Zu dieser Zeit liest er zum ersten Mal das Herzstück der altenglischen Literatur, das Gedicht &#039;&#039;[[Beowulf]]&#039;&#039;, und ist sofort begeistert. Im Mittelenglischen macht er sich selbst mit den Dichtungen &#039;&#039;[[Sir Gawain and the Green Knight]]&#039;&#039; und &#039;&#039;[[Pearl]]&#039;&#039; vertraut. Über alle drei Werke wird er später bedeutsame akademische Arbeiten vorlegen. Schließlich wendet er sich auch dem [[Altnordische Sprache|Altnordisch]]en zu, um die Geschichte um Sigurd und den Drachen Fafnir, die ihn als Kind so fasziniert hatte, im Original lesen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den neu erworbenen philologischen Kenntnissen ermutigt, beginnt Tolkien bald damit, eigene Sprachen zu erfinden, die aber auf seinem zu diesem Zeitpunkt bereits gut ausgebildeten Wissen um philologische Entwicklungsprinzipien beruhen.&lt;br /&gt;
Frühe Versuche basiert er auf dem Spanischen, doch als er durch einen Schulfreund auf das [[Gotische Sprache|Gotisch]]e aufmerksam wird, beginnt er nicht nur damit, die in dieser toten Sprache enthaltenen Lücken selbsttätig aufzufüllen, sondern versucht auch das Gotische zu einer hypothetischen Ursprache zurückzuführen.&lt;br /&gt;
Diese enge Beschäftigung mit Sprachen zeigt sich bald auch in der Schule, wo Tolkien seine Zuhörer bei (damals meist in Latein gehaltenen) Debatten bald mit fließenden Vorträgen in Griechisch, Gotisch oder Altenglisch überrascht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer des Jahres 1911 bildet Tolkien mit einigen Freunden, darunter Christopher Wiseman, Robert Quilter Gilson und Geoffrey Bache Smith, den [[T.C.B.S.]] (Tea Club – Barrovian Society), eine informelle Gemeinschaft von Freunden, die sich zunächst in der Schulbibliothek, später dann in Barrow’s Stores regelmäßig trifft, um miteinander über Literatur zu diskutieren.&lt;br /&gt;
Zu dieser Zeit und möglicherweise durch den T.C.B.S. inspiriert, beginnt Tolkien ernsthaft damit, Gedichte zu schreiben, in denen erstmals im Waldland tanzende Feenwesen (&#039;&#039;fairies&#039;&#039;) auftreten. Ein möglicher Anstoß dazu könnte von dem katholischen Dichter mystischer Gedichte, Francis Thompson, gekommen sein, mit dessem dichterischen Werk Tolkien sich zu dieser Zeit nachweislich auseinandergesetzt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem fehlgeschlagenen Versuch im Jahre 1909 gelingt es ihm im Dezember 1910, ein Stipendium des [[Exeter College]] in [[Oxford]] zu ergattern. Mit dem Wissen, dass seine unmittelbare Zukunft damit gesichert ist, geht Tolkien in den Rest seiner Schulzeit, in der er unter anderem durch das finnische Nationalepos [[Kalevala]] auf das [[Finnische Sprache|Finnische]] aufmerksam wird, das später seine Kunstsprache [[Quenya]] beeinflussen wird.&lt;br /&gt;
Trotz seiner späteren Abneigung gegen das Theater nimmt Tolkien bereitwillig in der Rolle des Hermes an einer Aufführung von Aristophanes’ Theaterstück &#039;&#039;Der Frieden&#039;&#039; teil und kehrt auch im Dezember 1911 noch einmal für eine Aufführung von R. B. Sheridans &#039;&#039;The Rivals&#039;&#039; durch Mitglieder des T.C.B.S., in der er die Rolle der Mrs. Malaprop übernimmt, an seine alte Schule zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit zwischen Schulende und Studienbeginn in Oxford verbringt Tolkien zusammen mit seinem Bruder und weiteren Freunden einen Wanderurlaub in der Schweiz. Eine Postkarte mit dem Namen &#039;&#039;Der Berggeist&#039;&#039;, auf der ein unter einer Kiefer auf einem Felsen sitzender alter Mann dargestellt ist, wird nach seinen späteren Angaben zur Inspiration für die Figur des Zauberers [[Gandalf]] in seiner selbst erschaffenen Welt [[Legendarium|Mythologie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Studienzeit ===&lt;br /&gt;
Im Oktober 1911 beginnt Tolkien sein Studium in [[Oxford]], zunächst in &#039;&#039;Classics&#039;&#039;, dem Studium der klassischen Sprachen Latein und Griechisch und ihrer Literatur, langweilt sich aber schon bald. Einzig die vergleichende [[Philologie]] kann sein Interesse auf sich ziehen; sein Professor in diesem Fach weist ihn auf das [[Walisische Sprache|Walisische]] hin, dem sich Tolkien daraufhin begeistert zuwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem zweiwöchigen Sommerurlaub 1912, den er bei King Edward’s Horse, einem Kavallerieregiment, hauptsächlich im Pferdesattel verbringt (was ein wenig Licht auf das Auftreten der Reiterkultur von Rohan im &#039;&#039;Herrn der Ringe&#039;&#039; werfen könnte), kehrt er nach [[Oxford]] zurück.&lt;br /&gt;
Hier beginnt er bald, sich mit dem Finnischen auseinanderzusetzen. Dieser Einfluss zeigt sich auch darin, dass er sein Projekt einer auf dem Gotischen aufgebauten Kunstsprache aufgibt und sich stattdessen an seiner neuen Lieblingssprache orientiert. Das Ergebnis sollte Jahre später als [[Quenya]] Eingang in seine mythologische Welt finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weihnachten 1912 verbringt Tolkien bei Verwandten, wo er als Regisseur und Hauptdarsteller ein selbstgeschriebenes Theaterstück zur Aufführung bringt – eine in Anbetracht seiner späteren Abneigung gegen das Drama bemerkenswerte Tatsache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 3. Januar 1913, dem Tage seiner Volljährigkeit, schreibt er das erste Mal wieder an seine Jugendliebe Edith, muss aber erfahren, dass sie sich in der Zwischenzeit mit dem Bruder einer Schulfreundin verlobt hat.&lt;br /&gt;
Nicht geneigt, seine große Liebe aufzugeben, sucht Tolkien sie daraufhin persönlich an ihrem neuen Wohnort auf, wo es ihm gelingt, sie umzustimmen. Ein Jahr später, nach der Aufnahme Ediths in die katholische Kirche, findet die offizielle Verlobung statt, nach weiteren zwei Jahren, am 22. Januar 1916, die Hochzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterdessen verläuft auch sein akademischer Weg nicht geradlinig. Durch seine Vernachlässigung des eigentlichen Lehrstoffs zugunsten seiner zahlreichen Sprachinteressen schließt er eine Zwischenprüfung nach zwei Jahren Studium  enttäuschend nur mit einem &#039;&#039;Second&#039;&#039; (vergleichbar der deutschen Note „Gut“) ab.&lt;br /&gt;
Auf Anregung seines Colleges, wo sein Interesse an germanischen Sprachen aufgefallen war, wechselt er daraufhin an das Institut für englische Sprache und Literatur. Dort liest er im Rahmen des anspruchsvollen altenglischen Literaturkanons das Werk &#039;&#039;Crist&#039;&#039; des angelsächsischen Dichters [[Cynewulf]] (frühes 8. Jahrhundert), eine Sammlung religiöser Dichtung.&lt;br /&gt;
Zwei Zeilen dieses Gedichtes sollten ihn nachhaltig beeinflussen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eala Earendel engla beorhtast&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;ofer middangeard monnum sended&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Heil dir Earendel, strahlendster Engel,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;über Mittelerde dem Menschen gesandt&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit &#039;&#039;middangeard&#039;&#039; oder „[[Mittelerde]]“ ist hier die Welt der Menschen gemeint. Traditionell als „Lichtstrahl“ übersetzt, glaubte Tolkien, dass der Name Earendel auf den Morgenstern, die Venus, verweist, der mit seinem Aufgehen das Ende der Nacht und den Anbruch des Tages ankündigt. Er selbst beschrieb später die Wirkung dieser Zeilen auf sich so:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;I felt a curious thrill, as if something had stirred in me - half wakened from sleep. There was something very remote and strange and beautiful behind those words, ..., far beyond ancient English.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ich fühlte mich auf seltsame Weise beflügelt, als ob sich in mir etwas geregt hätte, halb aus dem Schlaf erweckt. Da steckte etwas ungeheuer Fernes, Wundersames und Schönes hinter diesen Worten, ..., weit jenseits des archaischen Englisch.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Zeitpunkt kann vorsichtig als Geburtsstunde seiner Mythologie angesetzt werden, denn schon ein Jahr später schreibt er das Gedicht &#039;&#039;The Voyage of Earendel the Evening Star&#039;&#039;, das mit den oben zitierten Zeilen beginnt und den Keim seiner Mittelerde-Mythologie bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine weitere Studienzeit verläuft unterdessen weitgehend ereignislos – von wiederholten Treffen mit seinen Freunden vom T.C.B.S. abgesehen, die ihn in seinen dichterischen Bemühungen unterstützen. Eine Anekdote aus dieser Zeit wirft ein bezeichnendes Licht auf die auch später noch für Tolkien charakteristische Arbeitsweise: Auf die Frage seines Freundes G. B. Smith nach dem Hintergrund seines Earendel-Gedichtes antwortet Tolkien: „I don’t know. I’ll try to find out.“ – „Ich weiß es nicht. Ich werde versuchen es herauszufinden.“ Diese Sicht des Schreibens nicht als Neuschöpfung, sondern als Entdeckungsreise bleibt für ihn sein Leben lang bestimmend. Im Jahr nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges, in der zweiten Juniwoche 1915, schließt er sein Studium – diesmal mit Auszeichnung, &#039;&#039;First Class Honours&#039;&#039; – ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krieg ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Tolkien 1916.jpg|thumb|220px|J. R. R. Tolkien im Jahr 1916 als Offizier im Ersten Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
Er wird als Bataillonsoffizier für Signalwesen in das 11. Bataillon des Regiments der &#039;&#039;Lancashire Fusiliers&#039;&#039; berufen und nimmt durch aktiven Frontdienst an der Schlacht an der Somme teil, der blutigsten Schlacht des Ersten Weltkrieges.&lt;br /&gt;
Die unmittelbare Erfahrung der Grausamkeiten des Stellungskrieges trifft ihn tief und lässt den Einbruch des Bösen in eine friedvolle Welt zu einem Grundthema seines Lebens und seiner Literatur werden.&lt;br /&gt;
Am 27. Oktober 1916 zeigt er jedoch die Symptome eines durch Läuse übertragenen und in den Schützengräben grassierenden Fiebers und wird am 8. November zur Behandlung nach England verschifft.&lt;br /&gt;
Während seines Genesungsurlaubes, zunächst in [[Birmingham]] und dann in Great Haywood, erfährt er vom Tode seines T.C.B.S.-Kameraden G. B. Smith, nachdem er noch in Frankreich den Verlust seines Schulfreundes Rob Gilson hatte hinnehmen müssen.&lt;br /&gt;
Der letzte Brief von Smith schließt mit den bewegenden Zeilen: „May God bless you, my dear John Ronald, and may you say the things I have tried to say long after I am not there to say them, if such be my lot.“ – „Möge Gott Dich segnen, mein lieber John Ronald, und mögest Du die Dinge sagen, die ich zu sagen versucht habe, lange nachdem ich selbst nicht mehr da sein werde, um sie zu sagen, sollte dies mein Schicksal sein.“ Für Tolkien werden sie zum Vermächtnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er beginnt mit einem Projekt, das in der Literaturgeschichte ohne große Vorbilder dasteht, der Erschaffung eines vollständigen und mit nichts weniger als der Schöpfung der Welt beginnenden Sagenzyklus. Mit der Niederschrift des &#039;&#039;[[Das Buch der Verschollenen Geschichten|Buches der Verschollenen Geschichten]]&#039;&#039;, das in dieser Form erst postum durch seinen Sohn [[Christopher Tolkien|Christopher]] veröffentlicht werden wird, existieren erstmals größere Teile seiner später im &#039;&#039;[[Das Silmarillion|Silmarillion]]&#039;&#039; ausgearbeiteten Mythologie.&lt;br /&gt;
Hier benutzt er auch erstmals konsequent seine erfundenen Sprachen, insbesondere [[Quenya]] und [[Sindarin]]. Beide setzt er nun als Sprache der Elben in [[Mittelerde]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterdessen schwankt sein Gesundheitszustand und die Gefahr, an die Front zurückgeschickt zu werden, schwebt ständig über ihm. Vorübergehend nach Yorkshire versetzt, erkrankt er bald wieder und wird in das Sanatorium Harrogate verlegt. Wieder genesen zu einer Signalschule im Nordosten geschickt, erkrankt er nach Abschluss erneut und kommt diesmal in das Offizierskrankenhaus nach Kingston upon Hull.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während dieser Zeit, am 16. November 1917, gebiert Edith ihren ersten gemeinsamen Sohn, der zu Ehren von Pater Francis auf den Namen [[John Tolkien|John Francis Reuel]] getauft wird. Ihm werden noch im Oktober 1920 [[Michael Tolkien|Michael Hilary Reuel]], im November 1924 [[Christopher Tolkien|Christopher John Reuel]] und schließlich im Juni 1929 die Tochter [[Priscilla Tolkien|Priscilla Mary Reuel]] folgen.&lt;br /&gt;
Die Zeit nach der Geburt des ersten Sohnes ist durch glückliche Momente geprägt: Bei Landausflügen in die Wälder der Umgebung singt und tanzt Edith für ihn – eine weitere Inspiration zur Geschichte von [[Beren Erchamion|Beren]] und [[Lúthien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach weiteren Versetzungen im Frühjahr 1918, unter anderem nach Penkridge in der Grafschaft Staffordshire und wieder zurück nach Hull, erkrankt er erneut und muss wiederum ins Offizierskrankenhaus eingewiesen werden.&lt;br /&gt;
Er nutzt die Zeit diesmal, um sich neben der Arbeit an seiner Mythologie etwas Russisch beizubringen. Nach seiner Entlassung im Oktober steht schließlich fest, dass das Ende des Krieges kurz bevorsteht.&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach Arbeit wendet er sich daraufhin an einen seiner ehemaligen Oxforder Dozenten, William Craigie, der ihm eine Anstellung beim &#039;&#039;New English Dictionary&#039;&#039; verschafft, so dass Tolkien endlich im November 1918 mit Frau und Kind nach [[Oxford]] umziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Berufsjahre ===&lt;br /&gt;
Auch wenn sich in seiner Satire &#039;&#039;[[Bauer Giles von Ham]]&#039;&#039; einige ironische Anspielungen auf seine Zeit beim &#039;&#039;New English Dictionary&#039;&#039; finden, ist dies doch insgesamt eine glückliche Zeit.&lt;br /&gt;
Zum ersten Mal dauerhaft mit Edith vereint und im eigenen Haus lebend, findet er seine Tätigkeit auch intellektuell anregend. Später wird er über die zwei Jahre, in denen er an der Produktion des Wörterbuchs beteiligt ist, sagen, er habe zu keiner Zeit seines Lebens mehr gelernt.&lt;br /&gt;
Tagfüllend sind die ihm gestellten Aufgaben jedoch nicht, so dass er nebenbei noch Zeit findet, als Privatlehrer Studenten zu unterrichten, eine Tätigkeit, die sich als lukrativ genug herausstellt, um im Jahre 1920 die Mitarbeit am &#039;&#039;New English Dictionary&#039;&#039; beenden zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch wenn auch die finanzielle Situation akzeptabel ist, hat Tolkien seinen Wunsch, eine akademische Laufbahn anzutreten, nicht aufgegeben. Da ergibt sich überraschend im Sommer des Jahres 1920 eine Möglichkeit: In Leeds ist die Stelle eines &#039;&#039;Reader&#039;&#039; (eine Art Juniorprofessor) am Institut für englische Sprache freigeworden.&lt;br /&gt;
Obwohl anfänglich skeptisch über seine Chancen, erhält er die ersehnte Stelle. Dies bedeutet allerdings auch eine weitere Trennung von Edith, die mit den jetzt zwei Söhnen in Oxford zurückbleibt, bis sie 1921 nachziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von seinem Vorgesetzten wird er zunächst mit der Organisation des Studienplans für Alt- und Mittelenglisch betraut. Daneben erarbeitet er zusammen mit seinem Kollegen Eric V. Gordon eine Neuedition des mittelenglischen Gedichts &#039;&#039;Sir Gawain and the Green Knight&#039;&#039;, die nach ihrer Veröffentlichung 1925 bald als herausragender Beitrag zur mittelenglischen Philologie gilt.&lt;br /&gt;
Auch privat kommen sich die beiden Kollegen näher und formen zusammen mit Studenten den Viking-Club, in dem außer reichlichem Biergenuss altnordische Trinklieder und teilweise recht derbe Gesänge in altenglischer Sprache im Mittelpunkt stehen, ein Umstand, der vermutlich nicht unwesentlich zur Beliebtheit Tolkiens bei seinen Studenten beiträgt. Nach vier Jahren in Leeds im Jahr 1924 wird Tolkien schließlich zum vollen Professor befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Gedichten aus dieser Zeit finden sich die ersten Hinweise auf Kreaturen, die später in seiner Mittelerde-Mythologie ihren Platz finden werden: Das Gedicht &#039;&#039;Glib&#039;&#039; zum Beispiel beschreibt ein schleimiges Wesen mit schwach leuchtenden Augen, das tief in einer Höhle lebt, und erinnert damit an die Figur des [[Gollum]]. Seine „seriöse“ Mythologie, heute im &#039;&#039;Buch der Verschollenen Geschichten&#039;&#039; vorliegend, ist unterdessen fast fertiggestellt. Zwei der Sagen, die Geschichte von Túrin Turambar und die Erzählung von Lúthien und Beren, wählt er aus, um sie in eine ausführlichere Gedichtform zu übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 wird plötzlich der Rawlinson und Bosworth Lehrstuhl für Angelsächsisch in [[Oxford]] vakant. Tolkien bewirbt sich und erhält, wohl unter anderem durch die Reputation seiner &#039;&#039;Sir Gawain&#039;&#039;-Übersetzung, den Posten zugesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===&#039;&#039;Der kleine Hobbit&#039;&#039; und &#039;&#039;Der Herr der Ringe&#039;&#039;===&lt;br /&gt;
[[Bild:20NorthmoorRoad.jpg|thumb|von 1930 bis 1947 lebten die Tolkiens in der Northmoor Road 20 in Oxford, Foto: Stefan Servos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den frühen 1920er und 1930er Jahren beginnt er, seinen Kindern regelmäßig fantasievolle Geschichten zu erzählen, die allerdings meist außerhalb der Mythenwelt spielen, an der er zu dieser Zeit bereits ernsthaft arbeitet. Aus dieser Zeit stammt unter anderem die Erzählung &#039;&#039;[[Roverandom]]&#039;&#039;, die auf das Verschwinden eines Spielzeughundes seines zweiten Sohnes Michael zurückgeht. &lt;br /&gt;
Anders als diese Erzählung verweist die 1930 begonnene Geschichte &#039;&#039;[[Der kleine Hobbit]]&#039;&#039; teilweise auf Ereignisse aus seiner ernsthaften [[Mythologie]], so in den Verweisen auf die Elbenstadt [[Gondolin]] und den [[Sauron|Geisterbeschwörer]] (Sauron), der zu dieser Zeit bereits Teil seiner später in der [[Erstes Zeitalter|Altvorderenzeit]] angesiedelten Geschichten ist. Durch Vermittlung einer ehemaligen Studentin wird der Verlag [[Allen &amp;amp; Unwin]] auf seine Erzählung aufmerksam, die nach begeisterter Rezension durch den Sohn des Verlegers, [[Rayner Unwin]], im Jahre 1937 veröffentlicht wird. Auf dringenden Wunsch des Verlages beginnt Tolkien mit der Arbeit an einer Nachfolgeerzählung, die zunächst wie der &#039;&#039;[[Der kleine Hobbit]]&#039;&#039; als Kinderbuch angelegt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende der dreißiger Jahre und nach Inspiration durch [[C. S. Lewis]], einen engen Freund, der mit ihm in dem literarischen Zirkel der &#039;&#039;[[Inklings]]&#039;&#039; verbunden ist, hält er den vielbeachteten Vortrag &#039;&#039;[[Über Märchen]]&#039;&#039;, in dem er die Grundsätze des später entstehenden [[Fantasy]]-Genres beschreibt und energisch gegen Vorwürfe des [[Eskapismus]] verteidigt.&lt;br /&gt;
Während des Zweiten Weltkrieges zieht sich die Arbeit an seinem Nachfolgeprojekt für den &#039;&#039;Hobbit&#039;&#039; hin, das jetzt den Namen &#039;&#039;[[Der Herr der Ringe]]&#039;&#039; trägt, wird aber immer wieder durch andere Aufgaben unterbrochen.&lt;br /&gt;
[[Bild:76SandfieldRoad.jpg|thumb|left|J.R.R Tolkien zog 1959 mit seiner Familie in die Sandfield Road 76 in Headington, Oxford, Foto: Stefan Servos]]&lt;br /&gt;
1945 wechselt er, immer noch in [[Oxford]], auf die Professur für Anglistik. Erst im Jahre 1954 aber wird &#039;&#039;Der Herr der Ringe&#039;&#039; endlich veröffentlicht. Die Verzögerung hatte zum einen mit Tolkiens Perfektionismus, zum anderen aber auch mit Tolkiens Wunsch nach einem Verlagswechsel zu tun, der durch die Ablehnung seines ernsthaften Mythenwerkes &#039;&#039;[[Das Silmarillion]]&#039;&#039; motiviert war.&lt;br /&gt;
[[Bild:Oxford Tolkien.jpg|thumb|Faith Faulconbridges Büste ihres Schwiegervaters J. R. R. Tolkien in Oxford]]&lt;br /&gt;
Als sein alter Verleger Allen &amp;amp; Unwin ein Ultimatum zur Veröffentlichung seiner Gesamtmythologie (&#039;&#039;Der Herr der Ringe&#039;&#039; und &#039;&#039;Das Silmarillion&#039;&#039;) ohne Möglichkeit zur Ansicht des Manuskripts ablehnt, trägt Tolkien sein Werk dem Verlagshaus [[HarperCollins|Collins]] an.&lt;br /&gt;
Nach anfänglichem Enthusiasmus besteht man dort jedoch auf weitreichenden Kürzungen, zu denen Tolkien nicht bereit ist, so dass er sich reumütig wieder an seinen alten Verlag wendet. Rayner Unwin, der als Kind den &#039;&#039;Hobbit&#039;&#039; begutachtet hatte, ist mittlerweile zum Juniorverleger aufgestiegen und nimmt das Buch ohne weitere Korrekturen an.&lt;br /&gt;
Aufgrund der im Gefolge des Krieges exorbitanten Papierpreise in England wird das Werk in drei Bänden (&#039;&#039;Die Gefährten&#039;&#039;, &#039;&#039;Die zwei Türme&#039;&#039;, &#039;&#039;Die Rückkehr des Königs&#039;&#039;) veröffentlicht, so dass jeder Einzelband zu erschwinglichen Preisen angeboten werden kann.&lt;br /&gt;
Daher wird das Gesamtwerk bis heute fälschlicherweise eine Trilogie genannt – eine Bezeichnung, die Tolkien Zeit seines Lebens ablehnte, da er das Werk in sechs Bücher unterteilt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der 1960er erscheint in den USA eine unautorisierte Kopie des &#039;&#039;Herrn der Ringe&#039;&#039; und löst eine Kultbewegung unter den Studenten aus, was Tolkien schnell zu Berühmtheit verhilft.&lt;br /&gt;
Durch enge Anbindung an seine immer zahlreicher werdenden Fans, die zu seinen Gunsten erheblichen Druck auf den Verleger der Piratenausgabe ausüben, gelingt es Tolkien jedoch (entgegen der für ihn ungünstigen Rechtslage), dass die Piratenedition eingestellt wird, so dass bald nur noch die durch ihn autorisierte Fassung auf dem US-amerikanischen Markt erhältlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Letzte Jahre===&lt;br /&gt;
[[Bild:Tolkiengrab.jpg|thumb|200px|Tolkiens Grab auf dem Wolvercote Cemetery, Oxford, Foto: Stefan Servos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein weiteres Leben verbringt er mit dem Ausarbeiten des &#039;&#039;Silmarillion&#039;&#039;, das er jedoch bis zu seinem Lebensende nicht mehr fertigstellt und das erst nach seinem Tode von seinem Sohn Christopher herausgegeben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für ein paar Jahre ziehen er und seine Frau Edith in das englische Seebad Bournemouth. Dort stirbt Edith im Jahre 1971, woraufhin Tolkien nach Oxford zurückkehrt.&lt;br /&gt;
Zwei Jahre später stirbt auch J. R. R. Tolkien im Alter von 81 Jahren nach kurzer Krankheit in einem privaten Hospital in Bournemouth, wohin er für einen kurzen Urlaub verreist war.&lt;br /&gt;
Das [[Tolkiens Grab|Grabmal]] der beiden befindet sich auf dem katholischen Teil des &#039;&#039;Wolvercote Cemetery&#039;&#039; in Oxford; auf den Grabsteinen stehen neben ihren Namen auch die Namen [[Beren Erchamion|Beren]] und [[Lúthien]] – Zeichen für eine den Tod überdauernde Liebe.&lt;br /&gt;
Bereits vor dem Tod seines Vaters bearbeitet Christopher Tolkien die Schriftstücke seines Vaters und veröffentlicht sie seit 1977, unter anderem &#039;&#039;Das Silmarillion&#039;&#039; und von 1983 bis 1996 auch die &#039;&#039;[[History of Middle-Earth]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stammbaum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Chart/start|align=center}}&lt;br /&gt;
{{Chart| | |JS|v|ES| |JO|v|MJ|JS=John Suffield&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1833–1930&amp;lt;/small&amp;gt;|ES=Emily Sparrow|JO=John Benjamin Tolkien&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1807(?)–1896&amp;lt;/small&amp;gt;|MJ=Mary Jane Stowe&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1834(?)–1915&amp;lt;/small&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
{{Chart| | | | | |)|-|v|-|.| | | |!| | | }}&lt;br /&gt;
{{Chart|WA|v|MY|!|MA|v|AR| | |WA=Walter Incledon|MY=[[May Incledon|Edith Mary Suffield]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1865–1936&amp;lt;/small&amp;gt;|MA=[[Mabel Tolkien|Mabel Suffield]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1870–1904&amp;lt;/small&amp;gt;|AR=[[Arthur Tolkien]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1857–1896&amp;lt;/small&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
{{Chart| |,|-|^|-|.| |`|-|.| |!| | | | | }}&lt;br /&gt;
{{Chart|MJ| |MY| |JN|!| | | | | |MJ=Marjorie Incledon&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1891–1973&amp;lt;/small&amp;gt;|MY=Mary Incledon&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1895–1940&amp;lt;/small&amp;gt;|JN=[[Jane Neave|Emily Jane Suffield]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1872–1963&amp;lt;/small&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
{{Chart| | | | | | | | | |,|-|^|-|.}}&lt;br /&gt;
{{Chart| | | | |ED|v|JRRT| |HI| | |ED=[[Edith Tolkien|Edith Bratt]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1889–1971&amp;lt;/small&amp;gt;|JRRT=&#039;&#039;&#039;J. R. R. Tolkien&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1892–1973&amp;lt;/small&amp;gt;|boxstyle_JRRT=background-color: #e0edc1|HI=[[Hilary Tolkien]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1894–1976&amp;lt;/small&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
{{Chart| |,|-|-|-|v|-|^|-|v|-|-|-|.| | | }}&lt;br /&gt;
{{Chart|JO| |MI| |CH| |PR| | |JO=[[John Tolkien]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1917–2003&amp;lt;/small&amp;gt;|MI=[[Michael Tolkien]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;1920–1984&amp;lt;/small&amp;gt;|CH=[[Christopher Tolkien]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;*1924&amp;lt;/small&amp;gt;|PR=[[Priscilla Tolkien]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;*1929&amp;lt;/small&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
{{Chart/end}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine vollständigere Übersicht findet sich unter [[Bibliographie Tolkiens]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Der kleine Hobbit]]&#039;&#039; (&#039;&#039;The Hobbit: or There and Back Again&#039;&#039;),  1937, dt. 1957&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Blatt von Tüftler]]&#039;&#039; (&#039;&#039;Leaf by Niggle&#039;&#039;), 1945, dt. 1964&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Bauer Giles von Ham]]&#039;&#039; (&#039;&#039;Farmer Giles of Ham&#039;&#039;), 1949&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Der Herr der Ringe]]&#039;&#039; (&#039;&#039;The Lord of the Rings&#039;&#039;), 1969/1970, erschienen in drei Bänden als&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;The Fellowship of the Ring: being the first part of The Lord of the Rings&#039;&#039; 1954,&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;The Two Towers: being the second part of The Lord of the Rings&#039;&#039; 1954,&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;The Return of the King: being the third part of The Lord of the Rings&#039;&#039; 1955&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Der Schmied von Großholzingen]]&#039;&#039; (&#039;&#039;Smith of Wootton Major&#039;&#039;) 1967&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Die Briefe vom Weihnachtsmann]]&#039;&#039; (&#039;&#039;The Letters of Father Christmas&#039;&#039;), postum 1976, dt. 1977&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Das Silmarillion]]&#039;&#039; (&#039;&#039;The Silmarillion&#039;&#039;), postum 1977, dt. 1978&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Nachrichten aus Mittelerde]]&#039;&#039; (&#039;&#039;Unfinished Tales of Númenor and Middle-earth&#039;&#039;), postum 1980, dt. 1983&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Herr Glück]]&#039;&#039; (&#039;&#039;Mr. Bliss&#039;&#039;), postum 1982, dt. 1983&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[The History of Middle-earth]]&#039;&#039; postum 1983-1996, erschienen in zwölf Bänden als&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 1|The Book of Lost Tales, Part I]]&#039;&#039; postum 1983, dt. Übersetzung in &#039;&#039;Das Buch der verschollenen Geschichten&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 2|The Book of Lost Tales, Part II]]&#039;&#039; postum 1984, dt. Übersetzung in &#039;&#039;Das Buch der verschollenen Geschichten, Teil 2&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[The Lays of Beleriand]]&#039;&#039; postum 1985&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[The Shaping of Middle-earth]]&#039;&#039; postum 1986&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[The Lost Road and Other Writings]]&#039;&#039; postum 1987&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[The Return of the Shadow]]&#039;&#039; postum 1988&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[The Treason of Isengard]]&#039;&#039; postum 1989&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[The War of the Ring]]&#039;&#039; postum 1990&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Sauron Defeated]]&#039;&#039; postum 1992&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Morgoth’s Ring]]&#039;&#039; postum 1993&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[The War of the Jewels]]&#039;&#039; postum 1994&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[The Peoples of Middle-earth]]&#039;&#039; postum 1996&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Roverandom]]&#039;&#039; postum 1998&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Die Kinder Húrins]]&#039;&#039; (&#039;&#039;The Children of Húrin&#039;&#039;) postum 2007&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Die Legende von Sigurd und Gudrún]]&#039;&#039; postum 2009&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[The Fall of Arthur]]&#039;&#039; postum 2013 &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Beren und Lúthien]]&#039;&#039; postum 2017&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tolkiens Popularität führte dazu, dass verschiedene Namen und Begriffe aus seinen Werken Eingang in die Wissenschaft fanden, siehe [[Wissenschaftliche Benennungen nach Tolkiens Legendarium]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu J. R. R. Tolkien und dessen Werk sind zahlreiche Veröffentlichungen erschienen. Im Folgenden eine kleine Auswahl weiterführender Literatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== zur Biographie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Humphrey Carpenter: &#039;&#039;[[J. R. R. Tolkien: Eine Biographie]].&#039;&#039; Aus dem Englischen von Wolfgang Krege. Stuttgart: Klett-Cotta, 2001.&lt;br /&gt;
* John Garth: &#039;&#039;[[Tolkien and the Great War]]: The Threshold of Middle-earth.&#039;&#039; Boston: Houghton Mifflin, 2003.&lt;br /&gt;
* Christina Scull, Wayne G. Hammond: &#039;&#039;[[The J. R. R. Tolkien Companion &amp;amp; Guide]].&#039;&#039; Bd 1. Chronology. London: HarperCollins, 2006.&lt;br /&gt;
* Christina Scull, Wayne G. Hammond: &#039;&#039;The J. R. R. Tolkien Companion &amp;amp; Guide.&#039;&#039; Bd 2. Reader&#039;s Guide. London: HarperCollins, 2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== zum Werk ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verlyn Flieger: &#039;&#039;[[A Question of Time]]: J. R. R. Tolkien&#039;s Road to Faerie.&#039;&#039; Kent State University Press, 1997.&lt;br /&gt;
* Verlyn Flieger, Carl F. Hostetter (Hrsgg.): &#039;&#039;[[Tolkien’s Legendarium]]: Essays on The History of Middle-earth.&#039;&#039; Westport: Greenwood Press, 2000.&lt;br /&gt;
* Tom Shippey: &#039;&#039;[[J. R. R. Tolkien: Autor des Jahrhunderts]].&#039;&#039; Aus dem Englischen von Wolfgang Krege. Stuttgart: Klett-Cotta, 2002.&lt;br /&gt;
* Tom Shippey: &#039;&#039;[[Der Weg nach Mittelerde]]: Wie J. R. R. Tolkien „Der Herr der Ringe“ schuf.&#039;&#039; Aus dem Englischen von Helmut W. Pesch. Stuttgart: Klett-Cotta 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Periodika ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Douglas A. Anderson, Michael D. C. Drout, Verlyn Flieger (Hrsgg.): &#039;&#039;[[Tolkien Studies]]: An Annual Scholarly Review.&#039;&#039; West Virginia University Press, 2004–.&lt;br /&gt;
* Marcel Bülles et. al. (Hrsgg.): &#039;&#039;[[Hither Shore]] – Interdisciplinary Journal on Modern Fantasy Literature: Jahrbuch der Deutschen Tolkien Gesellschaft.&#039;&#039; Düsseldorf: Scriptorium Oxoniae, 2004–.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.tolkienestate.com/ Tolkien Estate]&lt;br /&gt;
*[http://www.marquette.edu/library/collections/archives/tolkien.html Tolkien Collection der Marquette University]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tolkien-Gesellschaften ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.tolkiensociety.org/index.html The Tolkien Society]&lt;br /&gt;
*[http://www.tolkiengesellschaft.de Deutsche Tolkien Gesellschaft e.V.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tolkiens Verlage ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.hobbitpresse.de/tolkien_welt.php Hobbit Presse]&lt;br /&gt;
*[http://www.tolkien.co.uk/Pages/home.aspx HarperCollins]&lt;br /&gt;
*[http://www.houghtonmifflinbooks.com/features/lordoftheringstrilogy/ Houghton Mifflin]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kataloge ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://worldcat.org/identities/lccn-n79-5673#linkworksby WorldCat]&lt;br /&gt;
*[http://dispatch.opac.ddb.de/DB=4.1/PPN?PPN=118623222 Deutsche Nationalbibliothek]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|J._R._R._Tolkien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tolkiens Umfeld|!]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:J.R.R. Tolkien]]&lt;br /&gt;
[[fi:J.R.R. Tolkien]]&lt;br /&gt;
[[fr:tolkien:bio]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>OlorinDerWeisse</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ardapedia.org/w/index.php?title=Hobbits&amp;diff=102424</id>
		<title>Hobbits</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ardapedia.org/w/index.php?title=Hobbits&amp;diff=102424"/>
		<updated>2020-02-08T17:17:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;OlorinDerWeisse: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Hobbit2.jpg|thumb|Ein dösender Hobbit vom Stamm der [[Starren]] &amp;lt;small&amp;gt;(Bild: [[Benutzer:BelegLangbogen|Jonas Ulrich]])&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hobbits&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;In der ersten deutschen Übersetzung von &#039;&#039;[[Der kleine Hobbit|The Hobbit]]&#039;&#039; (&#039;&#039;Kleiner Hobbit und der große Zauberer&#039;&#039;) von 1957 wird der Plural von Hobbit noch mit Hobbite wiedergegeben.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder &#039;&#039;&#039;Halblinge&#039;&#039;&#039; (im Original &#039;&#039;Halflings&#039;&#039;) sind menschenähnliche Wesen und Bewohner in der von [[J. R. R. Tolkien]] geschaffenen Welt von [[Mittelerde]]. Sie spielen in den Romanen &#039;&#039;[[Der kleine Hobbit]]&#039;&#039; und &#039;&#039;[[Der Herr der Ringe]]&#039;&#039; eine zentrale Rolle. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Bild:BilboBaggins.jpg|thumb|Bilbo Beutlin, ein (fast) typischer Hobbit &amp;lt;small&amp;gt;(Bild: [[Anke Eißmann]])&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=&#039;&#039;&#039;hobbit&#039;&#039;&#039; ({{IPA|ËˆhÉ’bÉªt}}). [...] In the tales of J. R. R. Tolkien [...]: one of an imaginary people, a small variety of the human race, that gave themselves this name (meaning ‘hole-dweller’) but were called by others &#039;&#039;halflings&#039;&#039;, since they were half the height of normal men.|Autor=&#039;&#039;Oxford English Dictionary&#039;&#039; (Second Edition)&amp;lt;ref&amp;gt;Dieser Teil des Eintrags wurde von Tolkien 1970 im Wesentlichen auf Anfrage der Redaktion des &#039;&#039;OED&#039;&#039; selbst verfasst. J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;[[Briefe]]&#039;&#039;. Nr. 316 vom 11. September 1970 an R. W. Burchfield.&amp;lt;/ref&amp;gt;|Übersetzung=&#039;&#039;&#039;Hobbit&#039;&#039;&#039;. In den Erzählungen J. R. R. Tolkiens: jemand aus einem erdachten Volk, einer kleinen Unterart der menschlichen Rasse, die sich selbst diesen Namen gaben (mit der Bedeutung „Höhlenbewohner“), von anderen aber &#039;&#039;Halblinge&#039;&#039; genannt wurden, da sie halb so groß waren wie normale Menschen.|Übersetzer=Ardapedia}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hobbits waren eine Unterart der [[Menschen]], eine kleine Nebenlinie der menschlichen Gattung.&amp;lt;ref&amp;gt;Nr. 319 &#039;&#039;Aus einem Brief an Roger Lancelyn Green&#039;&#039; (8. Januar 1971).&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie hatten eine bräunliche Hautfarbe und erreichten zumeist eine maximale Körpergröße von etwa zwei bis vier Fuß (etwa 60 bis 120 cm). Deshalb wurden die Hobbits von den [[Dúnedain]] auch &#039;&#039;Halblinge&#039;&#039; genannt. Die Hobbits selbst sagten, sie seien einmal größer gewesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hobbits neigten zu Leibesfülle, hatten runde, gutmütige Gesichter, leicht spitze Ohren,&amp;lt;ref&amp;gt;Nr. 27 &#039;&#039;An die Houghton Mifflin Company&#039;&#039; (März/April 1938).&amp;lt;/ref&amp;gt; krauses Haupthaar und lange, geschickte Finger. Die Füße der Hobbits waren auf dem Spann mit einem dichten, wärmenden Haarpelz bedeckt, während ihre Sohlen eine lederartige Haut aufwiesen: Diese Tatsache machte es für die Hobbits unnötig, Schuhe zu tragen. Sie waren Meister im Schleichen und hatten ein sehr gutes Gehör. Sie erholten sich schnell von Stürzen und Verletzungen, und sie hatten einen Fundus an Weisheiten und klugen Sprüchen.&amp;lt;ref&amp;gt;J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;Der Hobbit&#039;&#039;. Kapitel V: &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Rätsel in der Finsternis&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zauberei war Hobbits vollkommen fremd, magische Fähigkeiten besaßen sie nicht, bis auf ein wenig Alltagsmagie, um schnell und leise zu verschwinden. Allerdings erreichten sie ein höheres Lebensalter als Menschen und wurden oft bis zu oder sogar über 100 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hobbits waren ein ruhiges und friedfertiges Volk, wenig abenteuerlustig und weder kriegerisch noch grausam; sie töteten Tiere niemals aus Vergnügen. Als typische Hobbit-Tugenden galten Verstand, Großmut, Geduld und Charakterstärke.&amp;lt;ref&amp;gt;Nr. 281 &#039;&#039;Aus einem Brief an Rayner Unwin&#039;&#039; (15. Dezember 1965).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise und Kultur ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Brandyschloss.jpg|thumb|Das [[Brandygut]] zu [[Bockland]], eines der frühen Clan-Smials &amp;lt;small&amp;gt;(Bild: MatÄ›j ÄŒadil)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Abschiedsfest.jpg|thumb|[[Bilbos Abschiedsfest|Bilbo Beutlins Abschiedsfest]] (3001 D. Z.), eine besonders denkwürdige Hobbitfeier &amp;lt;small&amp;gt;(Bild: Anke Eißmann)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Die Hobbits waren handwerklich und landwirtschaftlich begabt. Als Bauern, Gärtner und Handwerker bestellten sie das Land, in dem sie lebten. Dabei verwendeten sie ausschließlich Geräte mit simpler Mechanik (z. B. Schmiede-Blasebalg, Wassermühle, Handwebstuhl).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hobbits lebten vorzugsweise in Höhlen, sogenannten [[Smials]], mit runden Türen und Fenstern, die bei den älteren Hobbitfamilien gleich von mehreren Generationen bewohnt wurden. Die häufig weit verzweigten Wohnhöhlen waren gemütlich ausgestattet und oft vollgestellt mit sogenannten [[Mathom]]s – mehr oder weniger nutzlosen Dingen, die in ihren Augen aber zum Wegwerfen zu schade waren. Später bauten Hobbits auch einfache Häuser, darunter Schuppen, in denen die Hobbits ihrem Handwerk nachgehen konnten. Allerdings wohnten Hobbits nicht gerne in höheren Stockwerken, daher waren auch ihre Häuser meist einstöckig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hobbits liebten die Natur und alle grünen und wachsenden Dinge. Deshalb bevorzugten sie auch in der Mode die Farben Grün und Gelb. Die männlichen Hobbits trugen für gewöhnlich Kniehosen mit Hosenträgern, darüber farbige [[Westen (Kleidung)|Westen]] und eine Jacke;&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu unter anderem J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;Der Herr der Ringe&#039;&#039;. Erstes Buch, Achtes Kapitel: &#039;&#039;Nebel auf den Hügelgräberhöhen&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Hobbits aßen und tranken gerne und reichlich, Mittagessen nahmen sie – wenn möglich – zweimal am Tag ein und gönnten sich über den Tag verteilt kleinere Zwischenmahlzeiten (insgesamt sechs Mahlzeiten am Tag). Die Hobbits rauchten gerne [[Pfeifenkraut]], eine Kunst, von der die Hobbits mit Recht behaupten durften, sie erfunden zu haben. Man besuchte zusammen Gasthäuser, wo  Neuigkeiten ausgetauscht wurden, oder Familienfeiern, auf denen man sich gegenseitig beschenkte. Die Familie war den Halblingen besonders wichtig. Sie schrieben sich untereinander regelmäßig Briefe, weshalb die [[Postzustellung im Auenland|Post]] eine der wichtigsten öffentlichen Dienste war. Zum Zeitvertreib spielten die Hobbits unter anderem Ring-, Pfeil- und Ballwerfen sowie Kegeln.&amp;lt;ref&amp;gt;J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;Der Hobbit&#039;&#039;. Kapitel VIII: &#039;&#039;Fliegen und Spinnen&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der wenigen Wissenschaften, für die die Hobbits sich interessierten, war die Ahnenkunde. Die Geschichtsschreibung war dagegen nicht weit verbreitet. Als eine der wenigen bekannten Quellen der Hobbitgeschichte galt das [[Gelbhülle|Jahrbuch von Tuckbergen]] der [[Auenland|auenländischen]] Familie [[Tuk]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als besonders beständiges Volk von einfachem Gemüt kümmerten sie sich stets nur um die Angelegenheiten, die sich in ihrer Heimat zutrugen, weshalb viele der von den Hobbits gemachten Karten, jenseits der heimatlichen Grenzen, nur weiße Flecken zeigten. Fremde nannten sie &#039;&#039;Außenseiter&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;Der Herr der Ringe&#039;&#039;. Erstes Buch, Neuntes Kapitel: &#039;&#039;Im Gasthaus zum Tänzelnden Pony&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit ihren menschlichen Verwandten hatten sie kaum etwas zu tun, weil sie in ihren Augen groß, dumm und laut waren. Es gab jedoch noch Orte, wo die Hobbits mit den großen Menschen friedlich zusammen lebten, so etwa im [[Breeland]] in [[Eriador]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den [[Elben]] oder [[Zwerge]]n, die ihre eigenen Sprachen besaßen, schien die Sprache der Hobbits seit jeher die der benachbarten Menschenvölker gewesen zu sein. So benutzten sie auch im [[Drittes Zeitalter|Dritten Zeitalter]] noch einige Wörter, die aus dem Sprachschatz der [[Éothéod]], der Vorfahren der [[Rohirrim]] entlehnt sind, die früher auch am [[Anduin]] siedelten. Der von ihnen gesprochene Dialekt des [[Westron]] wurde [[Hobbitisch]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hobbits gaben Mädchen gerne die Namen von Blumen oder Edelsteinen. Jungen erhielten dagegen traditionelle Vornamen ohne Bedeutung; solche deren Bedeutung nicht mehr bekannt war; oder Namen von bekannten Persönlichkeiten aus der Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Hobbits war &#039;&#039;-a&#039;&#039; eine maskuline Endung und &#039;&#039;-o&#039;&#039; beziehungsweise &#039;&#039;-e&#039;&#039; eine feminine.&amp;lt;ref&amp;gt;In der Übertragung der Namen aus dem Westron ins Englische (respektive Deutsche), wurden die Endungen den bei uns geschlechtsspezifischen Namensendungen angepasst.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Gegensatz zu den anderen Völkern [[Mittelerde]]s verwendeten die Hobbits, ebenso wie die Menschen des Breelandes, bereits Nachnamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Ursprüngliche siedlungen hobbits.png|thumb|hochkant|Die ursprünglichen Siedlungsgebiete der Hobbits, vor den Tagen der Wanderung.]]&lt;br /&gt;
Zu Beginn des Dritten Zeitalters lebten die drei ursprünglichen Hobbitstämme, die [[Harfüße]], die [[Starren]] und die [[Falbhäute]], östlich des [[Nebelgebirge]]s, im oberen Tal des [[Anduin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Jahr 1050 D. Z. begannen die sogenannten [[Wandertage]] (im Original &#039;&#039;Wandering Days&#039;&#039;). Die Harfüße verließen ihre Siedlungen als erste in Richtung Westen. Etwa ein Jahrhundert später folgten ihnen die Starren und die Falbhäute über das [[Nebelgebirge]]. Warum die Hobbitstämme ihre ursprünglichen Siedlungen verließen, ist nicht abschließend geklärt. Wahrscheinlich  fühlten sich die Hobbits durch die wachsende Gefahr im [[Düsterwald]] und die großen Menschen, die sich zunehmend im Tal des Anduin ansiedelten, bedroht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Harfüße zogen durch [[Eriador]] bis zu den [[Wetterberge]]n, wohin ihnen später auch die Falbhäute folgen sollten. Um 1300 D. Z. ließen sie sich in [[Bree]] nieder. Bree gehörte damit zu den ersten und ältesten Hobbitsiedlungen, die nach den Wandertagen an Bedeutung gewannen. Die Starren zogen hingegen nach Süden und lebten lange im [[Winkel]], wo der [[Bruinen]] in den [[Mitheithel]] mündete, oder zogen weiter südlich nach [[Tharbad]] und den Grenzen von [[Dunland]]. 1356 D. Z. verließen sie den Winkel aus Furcht vor dem von [[Angmar]] entfachten Krieg und wanderten weiter nach Süden oder zogen nach [[Rhovanion]] zurück, wo sie in primitiven Gemeinden zusammenlebten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Bree aus brachen etwa drei Jahrhunderte später die Brüder [[Marcho]] und [[Blanco]] aus dem Stamm der Falbhäute mit einer Gruppe anderer Hobbits auf und besiedelten im Jahre 1601 D. Z. das von ihnen später so genannte [[Auenland]], einen Teil des Königreichs [[Arthedain]], das ihnen König [[Argeleb II.]] überlassen hatte. Er forderte dafür lediglich von ihnen, die Straßen und Brücken in Stand zu halten und den König als ihren Herrscher anzuerkennen. 1601 D. Z. begann damit zugleich die [[Auenland-Kalender|Auenland-Zeitrechnung]]. Im Jahre 1630 D. Z. zogen die Starren, die Dunland noch nicht verlassen hatten, ebenfalls ins Auenland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bree, das Auenland sowie das angrenzende [[Bockland]] wurden zur festen Heimat der Hobbitstämme, die sich mit der Zeit vermischten. Andere Siedlungsgebiete, beispielsweise jene in Wilderland, scheinen im Laufe des späteren Dritten Zeitalters verlassen oder zerstört worden zu sein.&amp;lt;ref&amp;gt;J. R. R. Tolkien: &lt;br /&gt;
&#039;&#039;[[Nachrichten aus Mittelerde]]&#039;&#039;. Herausgegeben von [[Christopher Tolkien]]. Teil 3, IV &#039;&#039;Die Jagd nach dem Ring&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berühmte Hobbits ==&lt;br /&gt;
* Die Brüder [[Marcho]] und [[Blanco]] besiedelten 1601 D. Z. als erste Hobbits das Auenland. Sie waren Hobbits vom Stamm der Falbhäute und zuvor in Bree beheimatet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Tobold Hornbläser]] (im Original &#039;&#039;Tobold Hornblower&#039;&#039;), auch &#039;&#039;Alter Tobi&#039;&#039; (im Original &#039;&#039;Old Toby&#039;&#039;), lebte im 27. Jahrhundert D. Z. und war ein Hobbit des Auenlandes. Um 2670 D. Z. baute er das erste [[Pfeifenkraut]] in seinem Garten an. Die Sorte wurde später nach ihm als [[Alter Tobi]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bilbo Beutlin]] (2890 bis nach 3021 D. Z.) war ein Hobbit des Auenlandes, der im Jahre 2941 D. Z. auf seiner Reise zum [[Erebor]] den [[Der Eine Ring|Einen Ring]] fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Frodo Beutlin]] (2968 bis nach 3021 D. Z.) war ein Hobbit des Auenlandes, der von 3018 bis 3019 D. Z. den Einen Ring vom Auenland zum [[Orodruin]] in [Mordor]] brachte und ihn dort vernichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Samweis Gamdschie]] (2980 D. Z. bis nach 61 V. Z.) war ein Hobbit des Auenlandes und [[Gemeinschaft des Ringes|Gefährte]] Frodo Beutlins bei seiner Reise nach Morodor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Meriadoc Brandybock]] (2982 D. Z. bis nach 64 V. Z.), auch &#039;&#039;Merry&#039;&#039;, war ein Hobbit aus Bockland und Gefährte Frodo Beutlins sowie Ritter [[Rohan]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Peregrin Tuk]] (2990 D. Z. bis nach 64 V. Z.), auch &#039;&#039;Pippin&#039;&#039;, war ein Hobbit des Auenlandes und  Gefährte Frodo Beutlins sowie Wächter der [[Zitadelle|Veste]] in [[Minas Tirith (Gondor)|Minas Tirith]], der Hauptstadt [[Gondor]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Im Westron lautet die Bezeichnung für einen Hobbit &#039;&#039;banakil&#039;&#039; (&#039;&#039;Halbling&#039;&#039;). Die Hobbits nannten sich selbst auch &#039;&#039;kuduk&#039;&#039;, was möglicherweise mit dem [[Rohirrisch|rohirrischen]] Wort &#039;&#039;kûd-dûkan&#039;&#039; (&#039;&#039;Höhlenbewohner&#039;&#039;) verwandt ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsprechend seiner (fiktiven) Übersetzungsstrategie „übersetzte“ Tolkien &#039;&#039;kûd-dûkan&#039;&#039; mit dem gleichbedeutenden, altenglischen &#039;&#039;holbytla&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Sindarin]] heißen die Hobbits &#039;&#039;Periannath&#039;&#039;, was &#039;&#039;Volk der Halblinge&#039;&#039; bedeutet (von Singular &#039;&#039;perian&#039;&#039; und Plural &#039;&#039;periain&#039;&#039;). [[Peregrin Tuk|Pippin]] wurde vom [[Gondor|Gondor]]ischen Volk in [[Minas Tirith (Gondor)|Minas Tirith]] sogar zum &#039;&#039;Ernil i Pheriannath&#039;&#039; (&#039;&#039;Prinz der Halblinge&#039;&#039;) geadelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inspirationsquellen ==&lt;br /&gt;
J. R. R. Tolkien selbst nannte als seine einzige unbewusste Inspirationsquelle für die Hobbits Edward Wyke Smiths Kinderbuch &#039;&#039;[[Das wunderbare Land der Schnerge|The Marvellous Land of Snergs]]&#039;&#039; von 1927, das er seinen Kindern vorgelesen hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Nr. 163 &#039;&#039;An W. H. Auden&#039;&#039; (7. Juni 1955).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch erzählt die Abenteuer des Snergs Gorbo und der beiden Kinder Joe und Sylvia. Das Volk der Snergs beschreibt Wyke Smith als nur etwas größer als ein Tisch, dafür aber breitschultrig und stark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obschon Tolkien ausdrücklich schrieb, dass es ihn nur unbewusst zu den Hobbits, aber zu nichts anderem inspirierte, versuchen Tolkien-Forscher wie [[Douglas A. Anderson]], literarische Parallelen zwischen Wyke Smiths Buch und Tolkiens &#039;&#039;The Hobbit&#039;&#039; zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Douglas A. Anderson: &#039;&#039;[[The Annotated Hobbit]]&#039;&#039;. &#039;&#039;Introduction&#039;&#039; (p. 6f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon zu Tolkiens Lebzeiten war die Frage nach dem Ursprung des Wortes Hobbit in die allgemeine literarische Diskussion geraten. Bereits 1938, also ein Jahr nach dem Erscheinen von &#039;&#039;The Hobbit&#039;&#039;, druckte &#039;&#039;The Observer&#039;&#039; den Leserbrief eines gewissen &#039;&#039;Habit&#039;&#039; ab: Dieser fragte Tolkien, ob seine Hobbits von den kleinen, dichtbehaarten Menschen Afrikas inspiriert seien, von denen Julian Huxley berichtet habe. Tolkien verneinte, interessierte sich jedoch sehr für eine Erwähnung einer angeblichen Erzählung &#039;&#039;The Hobbit&#039;&#039; in einer Märchensammlung von 1904, an die sich ein Freund des &#039;&#039;Habit&#039;&#039; erinnert haben wollte, darin sei der Hobbit aber eher als ein beänstigendes Wesen dargestellt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Nr. 25 &#039;&#039;An den Herausgeber des »Observer« (undatiert 1938).&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese angebliche Sammlung war jedoch bis zur Eintragung des Begriffs im &#039;&#039;Oxford English Dictionary&#039;&#039; in den siebziger Jahren, nicht auffindbar. Erst 1988 stellte man fest, dass es sich bei dem gesuchten Werk zweifellos um &#039;&#039;The Hobyahs&#039;&#039; handelte, eine Geschichte die in Joseph Jacobs’ &#039;&#039;More English Fairy Tales&#039;&#039; 1894 erschienen war. Tatsächlich sind die Hobyahs dort aber Kobolde, Tolkiens Hobbits ganz unähnlich.&amp;lt;ref&amp;gt;[[John D. Rateliff]]: &#039;&#039;[[The History of the Hobbit]]&#039;&#039;. Part II &#039;&#039;Return to Bag-End&#039;&#039;. &#039;&#039;Tolkien’s Letter to &#039;&#039;The Observer&#039;&#039; &#039;&#039; (p. 860).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tolkien betonte immer seinen Anspruch darauf, das Wort erfunden zu haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Nr. 319 &#039;&#039;Aus einem Brief an Roger Lancelyn Green&#039;&#039; (8. Januar 1971).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst in der Mitte der neunzehnhundertsiebziger Jahre, nach dem Tod des Autors, wurde die damals führende englische Expertin für traditionelle Volksmärchen Katharine Briggs auf eine Auflistung von Feien, Geistern, Kreaturen der klassischen Mythologie und anderen irrealen Wesen in Michael Denhams &#039;&#039;The Denham Tracts&#039;&#039; (1846–1859), einer Sammlung von Pamphleten und Notizen zur Folklore, aufmerksam. Briggs verwendete die Liste für ihr &#039;&#039;A Dictionary of Fairies&#039;&#039; (1976), kommentierte aber Denhams Nennung des Begriffs &#039;&#039;hobbits&#039;&#039; nicht, den dieser zusammen mit anderen auf dem Wortstamm &#039;&#039;hob-&#039;&#039; (‚Kobold‘) aufbauenden Bezeichnungen aufführte. Philip Howard, der Briggs Entdeckung aufgriff, veröffentlichte sie kommentiert 1977 im &#039;&#039;The Times&#039;&#039;-Artikel &#039;&#039;Tracking The Hobbit Down to Earth&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es scheint jedoch fragwürdig, ob Tolkien etwas von Denhams Auflistung wusste, als er begann, &#039;&#039;The Hobbit&#039;&#039; zu schreiben. So mag er sie zwar möglicherweise während seines Studiums im &#039;&#039;English Dialect Dictionary&#039;&#039; (1898–1905) erwähnt gefunden haben, weil sie dort als eine der Hauptquellen angegeben wurde, doch Tolkien betonte, dass er als er den &#039;&#039;Hobbit&#039;&#039; schrieb...&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Text=[...] keinerlei Kenntnis von &#039;&#039;Hobberdy&#039;&#039;, &#039;&#039;Hobbaty&#039;&#039;, &#039;&#039;Hobberdy Dick&#039;&#039; etc. (für »Haus-Kobolde«) hatte. &lt;br /&gt;
|Autor=J. R. R. Tolkien&lt;br /&gt;
|Quelle=&#039;&#039;Briefe&#039;&#039;. Nr. 319 &#039;&#039;Aus einem Brief an Roger Lancelyn Green&#039;&#039; (8. Januar 1971).}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenswertes ==&lt;br /&gt;
Gegen Ende des Jahres 2004 wurden in einer Höhle auf der indonesischen Insel &#039;&#039;Flores&#039;&#039; Knochen und alte Werkzeuge einer bisher unbekannten Menschenart gefunden: Der &#039;&#039;Homo floresiensis&#039;&#039;. Diese Menschenart, die sich wahrscheinlich aus &#039;&#039;Homo erectus&#039;&#039; entwickelt hat und auf die Insel Flores auf dem Meeresweg übersetzte, war so winzig klein (ca. 1 Meter), dass sie von den Archäologen auch als Hobbits bezeichnet wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://news.nationalgeographic.com/news/2004/10/1027_041027_homo_floresiensis.html National Geographic]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;Der Hobbit&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
** Kapitel I: &#039;&#039;Eine unvorhergesehene Gesellschaft&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
** Kapitel VIII: &#039;&#039;Fliegen und Spinnen&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;Der Herr der Ringe&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
** Erstes Buch, Prolog. &lt;br /&gt;
** Erstes Buch, Erstes Kapitel: &#039;&#039;Ein lang erwartetes Fest&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
** Erstes Buch, Achtes Kapitel: &#039;&#039;Nebel auf den Hügelgräberhöhen&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
** Erstes Buch, Neuntes Kapitel: &#039;&#039;Im Gasthaus zum Tänzelnden Pony&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
** Fünftes Buch, Erstes Kapitel: &#039;&#039;Minas Tirith&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
** Anhang B: &#039;&#039;Die Aufzählung der Jahre (Zeittafel der Westlande)&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
** Anhang F (I): &#039;&#039;Sprachen und Völker des Dritten Zeitalters&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
** Anhang D: &#039;&#039;Die Kalender&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
---- &lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;Nachrichten aus Mittelerde&#039;&#039;. Herausgegeben von Christopher Tolkien.&lt;br /&gt;
** Teil 3, IV &#039;&#039;Die Jagd nach dem Ring&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &#039;&#039;Briefe&#039;&#039;. Herausgegeben von [[Humphrey Carpenter]].&lt;br /&gt;
** Nr. 25 &#039;&#039;An den Herausgeber des »Observer«&#039;&#039; (undatiert 1938).&lt;br /&gt;
** Nr. 27 &#039;&#039;An die Houghton Mifflin Company&#039;&#039; (März/April 1938).&lt;br /&gt;
** Nr. 163 &#039;&#039;An W. H. Auden&#039;&#039; (7. Juni 1955).&lt;br /&gt;
** Nr. 214 &#039;&#039;An A. C. Nunn (Entwurf)&#039;&#039; (Ende 1958/Anfang 1959).&lt;br /&gt;
** Nr. 281 &#039;&#039;Aus einem Brief an Rayner Unwin&#039;&#039; (15. Dezember 1965).&lt;br /&gt;
** Nr. 316 &#039;&#039;An R. W. Burchfield&#039;&#039; (11. September 1970). &lt;br /&gt;
** Nr. 319 &#039;&#039;Aus einem Brief an Roger Lancelyn Green&#039;&#039; (8. Januar 1971).&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
* Douglas A. Anderson: &#039;&#039;The Annotated Hobbit&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Introduction&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
* John D. Rateliff: &#039;&#039;The History of The Hobbit&#039;&#039;. Part II &#039;&#039;Return to Bag-End&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Appendices&#039;&#039;, I. &#039;&#039;The Denham Tracts&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Appendices&#039;&#039;, II. &#039;&#039;Tolkien’s Letter to &#039;&#039;The Observer&#039;&#039; (The Hobyahs)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hobbits| Hobbits]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesenswert}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Hobbits]]&lt;br /&gt;
[[fr:encyclo/peuples/hobbits/hobbits]]&lt;br /&gt;
[[fi:Hobitit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>OlorinDerWeisse</name></author>
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